Mein Name ist Vicky
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ExUserIn-2026-04-08
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Mein Name ist Vicky
Hallo in die T*-Welt,
bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Vicky und ich fühle in mir sowohl den Mann als auch die Frau. Dabei ist mir das Dressen nicht von entscheidender Bedeutung, sondern es geht mir darum zu ergründen, was das Männliche und das Weibliche eigentlich ausmacht. Oder anders gesagt, gibt es etwas, das jenseits der biologischen oder gesellschaftlichen Definitionen ?
Warum fühlen sich manche T* keinem eindeutigen Geschlecht zugehörig, warum wollen manche wechseln oder wieder andere, so wie ich, die glauben, beides in sich spüren ?
Sind wir so geprägt, ist es Einbildung oder was ist es, dass wir uns nicht vollkommen in unserer Haut wohl fühlen (können) ?
Das sind die Fragen, die mich derzeit bewegen. Aber jetzt werde ich erst einmal stöbern gehen ...
bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Vicky und ich fühle in mir sowohl den Mann als auch die Frau. Dabei ist mir das Dressen nicht von entscheidender Bedeutung, sondern es geht mir darum zu ergründen, was das Männliche und das Weibliche eigentlich ausmacht. Oder anders gesagt, gibt es etwas, das jenseits der biologischen oder gesellschaftlichen Definitionen ?
Warum fühlen sich manche T* keinem eindeutigen Geschlecht zugehörig, warum wollen manche wechseln oder wieder andere, so wie ich, die glauben, beides in sich spüren ?
Sind wir so geprägt, ist es Einbildung oder was ist es, dass wir uns nicht vollkommen in unserer Haut wohl fühlen (können) ?
Das sind die Fragen, die mich derzeit bewegen. Aber jetzt werde ich erst einmal stöbern gehen ...
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Magdalena
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Re: Mein Name ist Vicky
Hallo Vicki,
Zuerst ein herzliches Willkommen.von mir. Viele haben gleiche Gefühle wie Du.
Probiere es aus und finde Deinen Weg
Viele Gruesse Magdalena
Zuerst ein herzliches Willkommen.von mir. Viele haben gleiche Gefühle wie Du.
Probiere es aus und finde Deinen Weg
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Lebe jeden Tag.
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Sigrid
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Re: Mein Name ist Vicky
Hallo Vicky,
Herzlich willkommen in unserer Runde .
Die Fragen die Du stellst sind nicht neu und die Antwort liegt in Dir .
Viel Spaß im Forum wünscht Dir
Sigrid
Herzlich willkommen in unserer Runde .
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Sigrid
Ich bin wie ich bin… und das ist gut so !!
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Mein Name ist Vicky
Hallo an Euch,
vielen Dank für die netten Worte. Ich habe keinen Zweifel an mir selber und an meinem Weg. Ich weiß, dass Weiblichkeit ein Teil von mir ist, der zeit- oder/und teilweise in mir zu Tage tritt. Früher war ich des öfteren draußen, zum Shoppen, zum Spazieren oder auch zum Schwimmen am Baggersee. Das mache ich so gut wie gar nicht mehr.
Meine Partnerin, mit der ich jetzt fast 4 Jahre zusammen bin, weiß seit Beginn der Beziehung Bescheid, auch wenn wir das Thema nur z.T. vertiefend erörtert haben.
Mich interessieren in der Tat die psychologischen Aspekte, aber auch die emotionalen. Was macht das mit uns und unseren Partnern/innen ? Wie verändert mein Blick auf die Welt die Welt selber ? Ein TG, der mit Selbstbewußtsein auftritt, wird die gleiche Situation sicher ander wahrnehmen und andere Reaktionen erzeugen als ein unsicherer. Damit haben wir es doch selber in der Hand, wie wir wahrgenommen werden. Oder nicht ?
Ich weiß, das sind nicht die Fragen, die die meisten TG interessieren, für mich sind sie aber Grund legend, um die eigenen Zweifel, die trotz aller erreichten Gewissheiten immer noch gibt, zu überwinden.
Liebe Grüße
Vicky
vielen Dank für die netten Worte. Ich habe keinen Zweifel an mir selber und an meinem Weg. Ich weiß, dass Weiblichkeit ein Teil von mir ist, der zeit- oder/und teilweise in mir zu Tage tritt. Früher war ich des öfteren draußen, zum Shoppen, zum Spazieren oder auch zum Schwimmen am Baggersee. Das mache ich so gut wie gar nicht mehr.
Meine Partnerin, mit der ich jetzt fast 4 Jahre zusammen bin, weiß seit Beginn der Beziehung Bescheid, auch wenn wir das Thema nur z.T. vertiefend erörtert haben.
Mich interessieren in der Tat die psychologischen Aspekte, aber auch die emotionalen. Was macht das mit uns und unseren Partnern/innen ? Wie verändert mein Blick auf die Welt die Welt selber ? Ein TG, der mit Selbstbewußtsein auftritt, wird die gleiche Situation sicher ander wahrnehmen und andere Reaktionen erzeugen als ein unsicherer. Damit haben wir es doch selber in der Hand, wie wir wahrgenommen werden. Oder nicht ?
Ich weiß, das sind nicht die Fragen, die die meisten TG interessieren, für mich sind sie aber Grund legend, um die eigenen Zweifel, die trotz aller erreichten Gewissheiten immer noch gibt, zu überwinden.
Liebe Grüße
Vicky
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Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Inga
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Re: Mein Name ist Vicky
Hallo, vicky,
auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum.
Ich finde, den von dir angesprochenen mehr emotiomalen/psychologischen Blickwinkel auch spannend. Da ich mich auch eher zu den stillen, etwas unsicheren und manchmal zu schüchternen Leuten zählen würde, stellt sich für mich auch die Frage, wie man/frau dei Blockaden abbauen kann, mehr Selbstsicherheit gewinnen kann, um selbstbewusster aufzutreten, gerade in Kreisen die einen eigentlich nur als Mann kennen und nichts anderes erwarten.
Liebe Grüße
Inga
auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum.
Ich finde, den von dir angesprochenen mehr emotiomalen/psychologischen Blickwinkel auch spannend. Da ich mich auch eher zu den stillen, etwas unsicheren und manchmal zu schüchternen Leuten zählen würde, stellt sich für mich auch die Frage, wie man/frau dei Blockaden abbauen kann, mehr Selbstsicherheit gewinnen kann, um selbstbewusster aufzutreten, gerade in Kreisen die einen eigentlich nur als Mann kennen und nichts anderes erwarten.
Liebe Grüße
Inga
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ReaGirl
Re: Mein Name ist Vicky
Willkommen bei uns
die fragen, hach ja, wer musste sich bisher diesen noch nicht stellen. Das beruhigende, hier kommt der spruch, kommt zeit kommt rat ganz gut an (meistens
). In der zeit wird man, auch mithilfe des forums hier, immer mehr seiner rolle bewusst und kann dies schritt für schritt umsetzen. Viel spaß dabei 
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Mein Name ist Vicky
Hups, ich habe gar nicht gedacht, dass hier noch weiter geschrieben wird. Ich freue mich über Euer Interesse an meinen Fragen und Sichtweisen. dann will ich gerne antworten...
@Niobe: Ich freue mich ganz besonders, dass Du als biologische Frau hier schreibst. Ich finde, Partnerinnen kommen viel zu selten zu Wort bzw. äußern sich über sich selber. T* (ich benutze dieses Kürzel, um Transirgendwiebewegte zu beschreiben) drehen sich ja häufig in den eigenen Gedankenkreisen fest. Das hat dann in der Realität oft nur wenig Bestand. "Ich möchte Frau sein" oder "die weibliche Seite ausleben" sind solche Sätze. Nicht dass sie falsch wären, sie sind mMn nur zu oberflächlich und pauschal. En femme vor dem Spiegel zu stehen hat für mich eine Faszination, die auch nach 40 Jahren nicht wesentlich kleiner geworden ist. Das kann ich nicht erklären und ich kann es auch nicht mit Gefühlen vergleichen, die ich in anderen, nicht T*-Situationen erlebe.
Du schreibst, "Und persönlich merke ich auch, dass ich bei mir Anteile plötzlich als männlich wahrnehme (was ich teils spannend finde und teils unkomfortabel)." Das stelle ich mir spannend vor. Unkomfortabel ist es nur, wenn es irgendwo zwickt und kneift ... Vielleicht lohnt es sich, dort genauer hinzuschauen ? In meiner Studentenzeit hatten wir einmal eine Silvesterparty, auf der alle Männer als Frauen und alle Frauen als Männer auftraten. Internet gab es nicht und Infos über Trans waren Mangelware. Insofern hat war auch keiner geoutet. Ich hatte den Verdacht, dass meine damalige Partnerin auch in die Richtung tendierte, aber leider haben wir nie darüber gesprochen. Es war jedenfalls ein sehr interessanter Abend. Und nach Mitternacht sie wir alle gedressed durch Darmstadt gelaufen. Am seltsamsten war für mich, das ich einen "Mann" (meine gedresste Partnerin) küssen musste. Das fand ich sehr befremdlich. Ich glaube, ich kann deshalb ein wenig die Frauen verstehen, wenn sie davor zurückschrecken, eine Frau (ihren Partner) zu küssen oder Sex zu haben. Aber ich glaube auch, das ist nur Kopfkino. Ich denke, wir können uns leicht an eine solche Situation gewöhnen, wenn wir es mit Humor nehmen.
Humor ist überhaupt das Schlüsselwort für mich, wenn man mit solchen Situationen umgehen möchte. Und dabei steht die Fähigkeit, über sich selber zu lachen im Vordergrund. Wenn ich mich als "Frau" im Spiegel sehe, bin ich doch nur eine bessere Vogelscheuche. Das ist Spaß und sollte auch so genommen werden. Was dahinter steckt, ist aber kein Spaß. Menschen leiden massiv unter dieser Veranlagung. Ich vermute, die Gründe hierfür sind sehr vielfältig, von bekannten "falschen Körper" bis hin zur (Selbst-) Diskriminierung in Gesell- und Partnerschaft. Ängste und Scham sind hierbei treibende Kräfte. Aber was passiert, wenn man sich und seine Bedürfnisse ernst nimmt. Wertungen ausblendet und sich selber auch im T* wieder findet. Ja, ich trage gerne Frauenkleider und begeben mich in meine persönliche Frauenwelt. Wer will die mir absprechen. Soll doch erst einmal jemand erklären, was denn einen Mann und eine Frau jenseits der Biologie und Gesellschaft ausmacht ! Wenn ich Frau sein will, bin ich Frau und sei es nur für eine Stunde.
Wenn Du männliche Aspekte in Dir spürst, tut es gut, sie zu leben. Das kannst Du auch als Frau im Alltag. Fühlst Du Dich gut dabei, bist Du auf dem Weg, ein "vollständiger" Mensch zu werden. Ob man das mit Kleidung ausdrückt, ist für mich eine Formsache, die ich mir in der Pubertät angewöhnt habe. NAch CG Jung gehören männliche und weibliche Anteile in jede Beziehung. Dabei ist es aber unerheblich, wer welchen Teil einbringt. Das können Beziehungen sein, in der die Frau sich zu 100% weiblich und der Mann zu 100% männlich ist. Es kann aber auch für beide eine 50/50 Lösung sein. Beide bringen männliche und weibliche Anteile mit. Wenn beide Paare ihr Potential voll ausleben, haben alle das Maximum dessen erreicht, was sie leben können. Ich bin davon überzeugt, dass solche Beziehungen wirklich glücklich sind.
Ich finde das Modell einfach und bestechend. Natürlich reicht das nicht alleine aus. Aber das ist hier nicht das Thema. Problematisch sind Beziehungen, in denen man glaubt (SIC!) Teile seines Wesens aus Rücksicht zu unterdrücken. Man nimmt sich nicht nur selber etwas, sondern auch dem Partner, der nur ein "halbes" gegenüber vorfindet. Dadurch behindert er auch die Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn also Dein Partner seine "Weiblichkeit" lebt und Du dadurch Deine "Männlichkeit" entwickeln kannst, ist das doch eine supergute Situation, wenn Du Dich darauf einlassen kannst. Oder nicht ?
Idee: verbringt doch einfach einen Abend zu zweit, in dem Dein Partner 100% weiblich und Du 100% männlich seid. Wie das jeder ausdrückt, muss jeder selber wissen (Kleidung, Habitus, Aufgabenverteilung, Namen, ...). Alles ist erlaubt, vor allem das Lachen. Vielleicht ist es auch befremdlich und anstrengend. Vielleicht macht es auch Angst. Aber das sind dann Gefühle, mit denen man sich auseinander setzen kann. Vieles kommt in Bewegung.
So jetzt brauche ich einen Kaffee. Die anderen Beiträge beantworte ich später.
Vicky
@Niobe: Ich freue mich ganz besonders, dass Du als biologische Frau hier schreibst. Ich finde, Partnerinnen kommen viel zu selten zu Wort bzw. äußern sich über sich selber. T* (ich benutze dieses Kürzel, um Transirgendwiebewegte zu beschreiben) drehen sich ja häufig in den eigenen Gedankenkreisen fest. Das hat dann in der Realität oft nur wenig Bestand. "Ich möchte Frau sein" oder "die weibliche Seite ausleben" sind solche Sätze. Nicht dass sie falsch wären, sie sind mMn nur zu oberflächlich und pauschal. En femme vor dem Spiegel zu stehen hat für mich eine Faszination, die auch nach 40 Jahren nicht wesentlich kleiner geworden ist. Das kann ich nicht erklären und ich kann es auch nicht mit Gefühlen vergleichen, die ich in anderen, nicht T*-Situationen erlebe.
Du schreibst, "Und persönlich merke ich auch, dass ich bei mir Anteile plötzlich als männlich wahrnehme (was ich teils spannend finde und teils unkomfortabel)." Das stelle ich mir spannend vor. Unkomfortabel ist es nur, wenn es irgendwo zwickt und kneift ... Vielleicht lohnt es sich, dort genauer hinzuschauen ? In meiner Studentenzeit hatten wir einmal eine Silvesterparty, auf der alle Männer als Frauen und alle Frauen als Männer auftraten. Internet gab es nicht und Infos über Trans waren Mangelware. Insofern hat war auch keiner geoutet. Ich hatte den Verdacht, dass meine damalige Partnerin auch in die Richtung tendierte, aber leider haben wir nie darüber gesprochen. Es war jedenfalls ein sehr interessanter Abend. Und nach Mitternacht sie wir alle gedressed durch Darmstadt gelaufen. Am seltsamsten war für mich, das ich einen "Mann" (meine gedresste Partnerin) küssen musste. Das fand ich sehr befremdlich. Ich glaube, ich kann deshalb ein wenig die Frauen verstehen, wenn sie davor zurückschrecken, eine Frau (ihren Partner) zu küssen oder Sex zu haben. Aber ich glaube auch, das ist nur Kopfkino. Ich denke, wir können uns leicht an eine solche Situation gewöhnen, wenn wir es mit Humor nehmen.
Humor ist überhaupt das Schlüsselwort für mich, wenn man mit solchen Situationen umgehen möchte. Und dabei steht die Fähigkeit, über sich selber zu lachen im Vordergrund. Wenn ich mich als "Frau" im Spiegel sehe, bin ich doch nur eine bessere Vogelscheuche. Das ist Spaß und sollte auch so genommen werden. Was dahinter steckt, ist aber kein Spaß. Menschen leiden massiv unter dieser Veranlagung. Ich vermute, die Gründe hierfür sind sehr vielfältig, von bekannten "falschen Körper" bis hin zur (Selbst-) Diskriminierung in Gesell- und Partnerschaft. Ängste und Scham sind hierbei treibende Kräfte. Aber was passiert, wenn man sich und seine Bedürfnisse ernst nimmt. Wertungen ausblendet und sich selber auch im T* wieder findet. Ja, ich trage gerne Frauenkleider und begeben mich in meine persönliche Frauenwelt. Wer will die mir absprechen. Soll doch erst einmal jemand erklären, was denn einen Mann und eine Frau jenseits der Biologie und Gesellschaft ausmacht ! Wenn ich Frau sein will, bin ich Frau und sei es nur für eine Stunde.
Wenn Du männliche Aspekte in Dir spürst, tut es gut, sie zu leben. Das kannst Du auch als Frau im Alltag. Fühlst Du Dich gut dabei, bist Du auf dem Weg, ein "vollständiger" Mensch zu werden. Ob man das mit Kleidung ausdrückt, ist für mich eine Formsache, die ich mir in der Pubertät angewöhnt habe. NAch CG Jung gehören männliche und weibliche Anteile in jede Beziehung. Dabei ist es aber unerheblich, wer welchen Teil einbringt. Das können Beziehungen sein, in der die Frau sich zu 100% weiblich und der Mann zu 100% männlich ist. Es kann aber auch für beide eine 50/50 Lösung sein. Beide bringen männliche und weibliche Anteile mit. Wenn beide Paare ihr Potential voll ausleben, haben alle das Maximum dessen erreicht, was sie leben können. Ich bin davon überzeugt, dass solche Beziehungen wirklich glücklich sind.
Ich finde das Modell einfach und bestechend. Natürlich reicht das nicht alleine aus. Aber das ist hier nicht das Thema. Problematisch sind Beziehungen, in denen man glaubt (SIC!) Teile seines Wesens aus Rücksicht zu unterdrücken. Man nimmt sich nicht nur selber etwas, sondern auch dem Partner, der nur ein "halbes" gegenüber vorfindet. Dadurch behindert er auch die Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn also Dein Partner seine "Weiblichkeit" lebt und Du dadurch Deine "Männlichkeit" entwickeln kannst, ist das doch eine supergute Situation, wenn Du Dich darauf einlassen kannst. Oder nicht ?
Idee: verbringt doch einfach einen Abend zu zweit, in dem Dein Partner 100% weiblich und Du 100% männlich seid. Wie das jeder ausdrückt, muss jeder selber wissen (Kleidung, Habitus, Aufgabenverteilung, Namen, ...). Alles ist erlaubt, vor allem das Lachen. Vielleicht ist es auch befremdlich und anstrengend. Vielleicht macht es auch Angst. Aber das sind dann Gefühle, mit denen man sich auseinander setzen kann. Vieles kommt in Bewegung.
So jetzt brauche ich einen Kaffee. Die anderen Beiträge beantworte ich später.
Vicky
Viele Grüße
Vicky
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Re: Mein Name ist Vicky
So Kaffee ist getrunken. Weiter im Programm ...
Hallo Inga,
still heißt nicht automatisch schüchtern
Mir hat ein Gedicht von Charlie Chaplin geholfen. Manche sagen, es sei nicht von ihm, aber das ist am Ende egal. Es kommt, wie bei Menschen, darauf an, was drin steckt ...
Als ich mich selbst zu lieben begann
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist -
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man 'VERTRAUEN'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnung für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man 'AUTHENTISCH-SEIN'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man 'REIFE'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man 'EHRLICHKEIT'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit,
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunter zog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das 'GESUNDEN EGOISMUS',
aber heute weiß ich, das ist 'SELBSTLIEBE'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man 'DEMUT'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert,
weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick,
wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es 'BEWUSSTHEIT'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
dass mich mein Denken armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute 'HERZENSWEISHEIT'.
Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich, DAS IST DAS LEBEN!
Für mich ist dieses Gedicht Ausdruck dessen, was ich in vielen Jahren mühsam gelernt habe. Ich hatte beispielsweise große Probleme zu erkennen, was wirklich gut für mich ist. Auf T* bezogen heißt das, dass all die Schamgefühle und Ängste die in mir steckten, mich daran hinderten, so zu leben, wie es mir gerecht wird. Ich musste lernen auf meine Gefühle zu hören und sie ernst zu nehmen. So ist nicht mein (zeitweises) T*-Leben eine Situation, die mich herunterzieht. Es ist das Nicht-Leben von T*, das mich belastet. (-> "GESUNDER EGOISMUS") Wenn ich das als solches ernst nehme, sorge ich dafür, dass ich das auch so leben kann, wie ich es brauche. Ich vertraue darauf, dass das richtig ist (VERTRAUEN). Leide ich darunter, dass ich nicht T* nicht leben kann, spüre ich, dass ich nicht mehr authentisch lebe (AUTENTISCH-SEIN). Outing gegenüber meiner Partnerin ist demnach zwangsläufig. Wenn sie damit nicht umgehen kann oder will, muss sie die Gelegenheit haben, ihre eigenen Konsequenzen zu ziehen. Das klingt hart, aber ist es nicht besser für beide, auch wenn es es weh tut ? DAS IST LEBEN schreibt Chaplin. Aber warum sollen wir uns davor fürchten ? Da prallen Sterne aufeinander, es gibt Streit und Auseinandersetzungen, aber letztlich wachsen wir daran. Wir WACHSEN vor allem, vielleicht sogar ausschließlich, an und in Krisen.
Und um all das zu erreichen brauche ich nur eines zu haben: SELBSTLIEBE. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Das heißt nicht, mich gegen andere durchzusetzen und auszunutzen. Aber es ist die Voraussetzung, dass ich mit Selbstbewusstsein meine Interessen vertreten kann. Es macht mich auch fähig, andere in ihren Standpunkten wahr zu nehmen, echte Rücksicht zu üben und gute Kompromisse einzugehen, die auch mir nutzen. Egal was man von der Bibel hält, aber das ist für mich der Kern des Satzes "Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst". Man kann andere nur lieben, wenn man sich selber liebt.
Oder ?
Hallo Sandra,
ich denke, Fragen alleine reichen nicht. Auch die Zeit bringt nicht viel, wenn ich nichts für den "Rat" tue ... Man muss die richtigen Fragen stellen. Und die sind sehr persönlich. "Wieso bin ich, wie ich bin ?" ist für mich eine verständliche Frage. Aber was will ich mit der Antwort ? Selbst wenn ich es wüsste, und ich habe für mich eine Theorie, bringt mich das nicht weiter. Suche ich nur nach einer Begründung mein T* zu betreiben ? Oder suche ich Wege aus dem T* heraus und nutze dazu das Wissen um die Ursachen ?
Meine persönliche Theorie: Ich schließe einmal eine genetische Präposition bzw. vorgeburtlichen hormonellen Einfluss aus (bei TS ist das vielleicht anders). An dieser Stelle käme ich sowieso nicht weiter. Neurologisch betrachtet, kommt ein Kind mit einem enorm leistungsfähigen Gehirn auf die Welt und wird durch Umwelteinflüsse "programmiert". Diese Informationen werden ungefiltert abgespeichert und dienen später als Vergleichsmuster und damit als Wertesystem, z.B. das ist Mann und das macht Mann, das ist Frau und das macht Frau. Gleichzeitig hat aber jeder Mensch eine große Vielfalt von Anlagen und Fähigkeiten. Wenn die nicht in der Erziehung berücksichtigt und gefördert werden, kommt es zu einer Schieflage in der Persönlichkeit (Alice Miller, Das Drama des begabten Kindes). Ein sensibler Junge hat ein Problem, wenn ihm durch Erziehung vermittelt wird, dass das Mann nicht zu sein hat. Es fühlt sich falsch und bemüht sich um Anerkennung. Da das eigene Leben aber nur halb gelebt werden kann, kommt es zu Defiziten in der Charakterbildung. Unsicherheit oder fehlendes Selbstbewusstsein wären zwei mögliche Fehlentwicklungen. Das bedingt aber noch nicht alleine ein T*-Leben. Vielleicht kommt das Kind später durch veränderten Randbedingungen zu einer befriedigenden Entwicklung.
Die Pubertät hat hierbei einen sehr wichtigen Einfluss. Ich nehme an, dass die Erkundung der eigenen Sexualität ein der frühkindlichen Entwicklung vergleichbarer Prozess ist. Hier werden viele Grundlagen der sexuellen Entwicklung gelegt. Wenn ich als sensibles Kind, dass unter einer oben beschriebenen Schieflage leide, unbewusst erkenne, dass im typisch weiblichen Verhalten eine fehlende Komponente meines Wesens liegt, liegt die Vermutung nahe, dass ich dorch Identifikation mit etwas Weiblichem, z.B. einem BH oder der Strumpfhose, mir meine bisher fehlende Seite ergänze. Da in der Pubertät erste sexuelle Begierden ihren Weg in der Selbststimulation suchen bei gleichzeitigem das Tragen von weiblicher Kleidung, die mir ja eine Seite der Persönlichkeit ergänzt, die mir bisher fehlte, programmiere ich mich selber mit der Botschaft, dass das Tragen von weiblicher Kleidung sexuelle Befriedigung verschafft. Ein Fetisch ist geboren, der aber gleichzeitig auch ein Teil meiner Persönlichkeit ergänzt. Wenn diese Entwicklung am Anfang meiner sexuellen Entwicklung steht, wird sie in den Tiefen meines Unbewußten und damit meines Wertesystems verankert. Gleichzeitig ist dort aber auch die Information hinterlegt, dass "Mann das nicht macht". Es kollidieren die Wertesysteme und Angst ist die Folge. Hat das Tragen die Oberhand, sind die sexuellen Wünsche so stark, dass sie alles andere unterdrücken. Es scheint eine Sucht oder ein Zwang zu sein. Nach der sexuellen Erregung überwiegt der andere Teil und Scham ist die Folge. Welcher T* kennt das nicht ?
So verstehe ich meinen persönlicher Weg. Aber er könnte typisch für andere sein. Dafür sprechen mehrere Gründe. T* sind in der Regel sehr sensibel oder sie verdrängen es, in dem sie übertrieben männlich sein wollen. Viele T* entdecken ihre Leidenschaft als Pubertierende. In der Regel empfinden sie das Dressen Erleichterung in Situationen, die sie als belastend erleben. An mir selber habe ich erlebt, dass mein Dressen stark abnimmt, wenn ich meine "weiblichen" Eigenschaften, wie z.B. Einfühlungsvermögen und Mitgefühl, auch als Mann lebe und gleichzeitig "männliche" Komponenten weniger stark lebe. Ich werde dann nicht weiblicher, sondern authentischer, fröhlicher und entspannter wahrgenommen.
Meine sexuelle Komponente in T* ist in geringerem Umfang geblieben. Aber die Selbstannahme und die zuvor beschriebene Selbstliebe haben mir leider erst vor wenigen Jahren den Weg zu einem glücklicheren Leben geebnet. Dazu gehört eine glückliche Beziehung (als Ehemann war ich früher nicht zu gebrauchen, was mir meine frühere Frau auch quittierte), bessere Sozialkontakte und sehr viel mehr innere Ruhe. Es spielt keine Rolle, ob ich eine "Frau" in mir spüre oder nur eine weibliche Seite leben will. Es gehört aber zu mir, dass ich diese Gefühle von Zeit zu Zeit leben und mich selber im Spiegel als Frau oder zumindest frauenähnlicher sehen will.
Es geht mir nicht um die Frage, wie sich das in das tägliche Leben integrieren lässt, sondern es ist eine Voraussetzung, dass es sich integrieren lässt. Erst wenn letzteres erfüllt ist, bin ich bereit über Kompromisse zu reden. Wie Chaplin schon schrieb, dass ist Selbstliebe.
Grüße
Vicky
Hallo Inga,
still heißt nicht automatisch schüchtern
Als ich mich selbst zu lieben begann
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist -
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man 'VERTRAUEN'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnung für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man 'AUTHENTISCH-SEIN'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man 'REIFE'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man 'EHRLICHKEIT'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit,
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunter zog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das 'GESUNDEN EGOISMUS',
aber heute weiß ich, das ist 'SELBSTLIEBE'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man 'DEMUT'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert,
weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick,
wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es 'BEWUSSTHEIT'.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
dass mich mein Denken armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute 'HERZENSWEISHEIT'.
Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich, DAS IST DAS LEBEN!
Für mich ist dieses Gedicht Ausdruck dessen, was ich in vielen Jahren mühsam gelernt habe. Ich hatte beispielsweise große Probleme zu erkennen, was wirklich gut für mich ist. Auf T* bezogen heißt das, dass all die Schamgefühle und Ängste die in mir steckten, mich daran hinderten, so zu leben, wie es mir gerecht wird. Ich musste lernen auf meine Gefühle zu hören und sie ernst zu nehmen. So ist nicht mein (zeitweises) T*-Leben eine Situation, die mich herunterzieht. Es ist das Nicht-Leben von T*, das mich belastet. (-> "GESUNDER EGOISMUS") Wenn ich das als solches ernst nehme, sorge ich dafür, dass ich das auch so leben kann, wie ich es brauche. Ich vertraue darauf, dass das richtig ist (VERTRAUEN). Leide ich darunter, dass ich nicht T* nicht leben kann, spüre ich, dass ich nicht mehr authentisch lebe (AUTENTISCH-SEIN). Outing gegenüber meiner Partnerin ist demnach zwangsläufig. Wenn sie damit nicht umgehen kann oder will, muss sie die Gelegenheit haben, ihre eigenen Konsequenzen zu ziehen. Das klingt hart, aber ist es nicht besser für beide, auch wenn es es weh tut ? DAS IST LEBEN schreibt Chaplin. Aber warum sollen wir uns davor fürchten ? Da prallen Sterne aufeinander, es gibt Streit und Auseinandersetzungen, aber letztlich wachsen wir daran. Wir WACHSEN vor allem, vielleicht sogar ausschließlich, an und in Krisen.
Und um all das zu erreichen brauche ich nur eines zu haben: SELBSTLIEBE. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Das heißt nicht, mich gegen andere durchzusetzen und auszunutzen. Aber es ist die Voraussetzung, dass ich mit Selbstbewusstsein meine Interessen vertreten kann. Es macht mich auch fähig, andere in ihren Standpunkten wahr zu nehmen, echte Rücksicht zu üben und gute Kompromisse einzugehen, die auch mir nutzen. Egal was man von der Bibel hält, aber das ist für mich der Kern des Satzes "Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst". Man kann andere nur lieben, wenn man sich selber liebt.
Oder ?
Hallo Sandra,
ich denke, Fragen alleine reichen nicht. Auch die Zeit bringt nicht viel, wenn ich nichts für den "Rat" tue ... Man muss die richtigen Fragen stellen. Und die sind sehr persönlich. "Wieso bin ich, wie ich bin ?" ist für mich eine verständliche Frage. Aber was will ich mit der Antwort ? Selbst wenn ich es wüsste, und ich habe für mich eine Theorie, bringt mich das nicht weiter. Suche ich nur nach einer Begründung mein T* zu betreiben ? Oder suche ich Wege aus dem T* heraus und nutze dazu das Wissen um die Ursachen ?
Meine persönliche Theorie: Ich schließe einmal eine genetische Präposition bzw. vorgeburtlichen hormonellen Einfluss aus (bei TS ist das vielleicht anders). An dieser Stelle käme ich sowieso nicht weiter. Neurologisch betrachtet, kommt ein Kind mit einem enorm leistungsfähigen Gehirn auf die Welt und wird durch Umwelteinflüsse "programmiert". Diese Informationen werden ungefiltert abgespeichert und dienen später als Vergleichsmuster und damit als Wertesystem, z.B. das ist Mann und das macht Mann, das ist Frau und das macht Frau. Gleichzeitig hat aber jeder Mensch eine große Vielfalt von Anlagen und Fähigkeiten. Wenn die nicht in der Erziehung berücksichtigt und gefördert werden, kommt es zu einer Schieflage in der Persönlichkeit (Alice Miller, Das Drama des begabten Kindes). Ein sensibler Junge hat ein Problem, wenn ihm durch Erziehung vermittelt wird, dass das Mann nicht zu sein hat. Es fühlt sich falsch und bemüht sich um Anerkennung. Da das eigene Leben aber nur halb gelebt werden kann, kommt es zu Defiziten in der Charakterbildung. Unsicherheit oder fehlendes Selbstbewusstsein wären zwei mögliche Fehlentwicklungen. Das bedingt aber noch nicht alleine ein T*-Leben. Vielleicht kommt das Kind später durch veränderten Randbedingungen zu einer befriedigenden Entwicklung.
Die Pubertät hat hierbei einen sehr wichtigen Einfluss. Ich nehme an, dass die Erkundung der eigenen Sexualität ein der frühkindlichen Entwicklung vergleichbarer Prozess ist. Hier werden viele Grundlagen der sexuellen Entwicklung gelegt. Wenn ich als sensibles Kind, dass unter einer oben beschriebenen Schieflage leide, unbewusst erkenne, dass im typisch weiblichen Verhalten eine fehlende Komponente meines Wesens liegt, liegt die Vermutung nahe, dass ich dorch Identifikation mit etwas Weiblichem, z.B. einem BH oder der Strumpfhose, mir meine bisher fehlende Seite ergänze. Da in der Pubertät erste sexuelle Begierden ihren Weg in der Selbststimulation suchen bei gleichzeitigem das Tragen von weiblicher Kleidung, die mir ja eine Seite der Persönlichkeit ergänzt, die mir bisher fehlte, programmiere ich mich selber mit der Botschaft, dass das Tragen von weiblicher Kleidung sexuelle Befriedigung verschafft. Ein Fetisch ist geboren, der aber gleichzeitig auch ein Teil meiner Persönlichkeit ergänzt. Wenn diese Entwicklung am Anfang meiner sexuellen Entwicklung steht, wird sie in den Tiefen meines Unbewußten und damit meines Wertesystems verankert. Gleichzeitig ist dort aber auch die Information hinterlegt, dass "Mann das nicht macht". Es kollidieren die Wertesysteme und Angst ist die Folge. Hat das Tragen die Oberhand, sind die sexuellen Wünsche so stark, dass sie alles andere unterdrücken. Es scheint eine Sucht oder ein Zwang zu sein. Nach der sexuellen Erregung überwiegt der andere Teil und Scham ist die Folge. Welcher T* kennt das nicht ?
So verstehe ich meinen persönlicher Weg. Aber er könnte typisch für andere sein. Dafür sprechen mehrere Gründe. T* sind in der Regel sehr sensibel oder sie verdrängen es, in dem sie übertrieben männlich sein wollen. Viele T* entdecken ihre Leidenschaft als Pubertierende. In der Regel empfinden sie das Dressen Erleichterung in Situationen, die sie als belastend erleben. An mir selber habe ich erlebt, dass mein Dressen stark abnimmt, wenn ich meine "weiblichen" Eigenschaften, wie z.B. Einfühlungsvermögen und Mitgefühl, auch als Mann lebe und gleichzeitig "männliche" Komponenten weniger stark lebe. Ich werde dann nicht weiblicher, sondern authentischer, fröhlicher und entspannter wahrgenommen.
Meine sexuelle Komponente in T* ist in geringerem Umfang geblieben. Aber die Selbstannahme und die zuvor beschriebene Selbstliebe haben mir leider erst vor wenigen Jahren den Weg zu einem glücklicheren Leben geebnet. Dazu gehört eine glückliche Beziehung (als Ehemann war ich früher nicht zu gebrauchen, was mir meine frühere Frau auch quittierte), bessere Sozialkontakte und sehr viel mehr innere Ruhe. Es spielt keine Rolle, ob ich eine "Frau" in mir spüre oder nur eine weibliche Seite leben will. Es gehört aber zu mir, dass ich diese Gefühle von Zeit zu Zeit leben und mich selber im Spiegel als Frau oder zumindest frauenähnlicher sehen will.
Es geht mir nicht um die Frage, wie sich das in das tägliche Leben integrieren lässt, sondern es ist eine Voraussetzung, dass es sich integrieren lässt. Erst wenn letzteres erfüllt ist, bin ich bereit über Kompromisse zu reden. Wie Chaplin schon schrieb, dass ist Selbstliebe.
Grüße
Vicky
Viele Grüße
Vicky
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Re: Mein Name ist Vicky
Kurzer
Nachtrag an Niobe:
"Ich bin hier beim Schreiben ein bißchen gestresst, weil es mir schon einmal passiert ist, dass ich zu lange gebraucht habe (wegen Nachdenken beim Schreiben) und dann rausgeflogen bin ... also schick ich das jetzt erstmal ab..."
Du kannst den Text erst einmal in einem Editor (z.B. notepad) schreiben und dann erst in das Forum kopieren. Das macht nicht viel Arbeit, kannst den Text zwischenspeichern und wenn der Browser abstürzt, hast Du den Text noch.
Grüße
Vicky
"Ich bin hier beim Schreiben ein bißchen gestresst, weil es mir schon einmal passiert ist, dass ich zu lange gebraucht habe (wegen Nachdenken beim Schreiben) und dann rausgeflogen bin ... also schick ich das jetzt erstmal ab..."
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Re: Mein Name ist Vicky
Hi und schönen Abend,
nur eine kleine Ergänzung. Habe Anne-Mette gebeten, meinen Forumsnamen zu ändern. Also nicht wundern, der Inhalt ist der Gleiche ... Warum und wieso erkläre ich ein anderes Mal ...
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Viele Grüße
Vicky
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conny
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Re: Mein Name ist Vicky
hallo "vicky rose",
das klingt doch viel schöner als das bisherige kürzel
lg
conny
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Re: Mein Name ist Vicky
Danke Conny,
das Kürzel entstand, als ich mich hier mit meinem Namen anmeldete und natürlich wieder Blödsinn gemacht habe. Da habe ich mich eben mit dem Kürzel angemeldet. Anne-Mette sei Dank, sie hat das wieder hingebogen. So fühle ich mich auch besser ...
das Kürzel entstand, als ich mich hier mit meinem Namen anmeldete und natürlich wieder Blödsinn gemacht habe. Da habe ich mich eben mit dem Kürzel angemeldet. Anne-Mette sei Dank, sie hat das wieder hingebogen. So fühle ich mich auch besser ...
Viele Grüße
Vicky
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Re: Mein Name ist Vicky
UPDATE:
Ich bin jetzt einige Jahre in diesem Forum dabei und nicht zuletzt durch die Diskussionen hier habe ich mich und meine Einstellung zu T*-Fragen ein ganzes Stück weiter entwickeln können. Dafür herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben. Ich weiß, dass ich nicht immer bequem bin ...
Es gab zudem einige einschneidende Erlebnisse, die jedesmal eine kleine Neuorientierung eingeleitet haben. Eines davon war mein erster Urlaub en femme. Am Ende haben sich ein paar Erkenntnisse heraus kristallisiert, was zu meinem T-Sein dazugehört und was nur am Rande von Bedeutung ist. Ein Detail wäre in diesem Zusammenhang meine Perücke, die ich zunehmend als gelegentliches Accessoire und ansonsten mehr als Fremdkörper sehe. Sie dient eher dazu, mich zu verstecken als mich zu zeigen. Und das Verstecken gefällt mir immer weniger.
Vincent schrieb hier https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 27#p208427 über eine Südamerikanerin, der es anscheinend völlig normal war, dass Männer im Frauenmodus leben können. Mich hat das sehr berührt, da dies seit frühester Jugend mein Wunschtraum ist und meine eigene Entwicklung sehr langsam, aber deutlich erkennbar genau in diese Richtung geht. Die angesprochenen Schritte der letzten Jahre zeigen mir den Erfolg der Bemühungen.
Aus diesem Anlass habe ich mich entschlossen, mein Avatarbild zu ändern. Es zeigt mich nun mit Echthaar. Es ist ein kleines Symbol für viele wichtige Schritte zu mir selbst. Letztlich bleibt aber noch viel auf meinem Weg zu tun. Somit ist zu erwarten, dass noch einige Avatarbilder kommen werden ...
Ich bin jetzt einige Jahre in diesem Forum dabei und nicht zuletzt durch die Diskussionen hier habe ich mich und meine Einstellung zu T*-Fragen ein ganzes Stück weiter entwickeln können. Dafür herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben. Ich weiß, dass ich nicht immer bequem bin ...
Es gab zudem einige einschneidende Erlebnisse, die jedesmal eine kleine Neuorientierung eingeleitet haben. Eines davon war mein erster Urlaub en femme. Am Ende haben sich ein paar Erkenntnisse heraus kristallisiert, was zu meinem T-Sein dazugehört und was nur am Rande von Bedeutung ist. Ein Detail wäre in diesem Zusammenhang meine Perücke, die ich zunehmend als gelegentliches Accessoire und ansonsten mehr als Fremdkörper sehe. Sie dient eher dazu, mich zu verstecken als mich zu zeigen. Und das Verstecken gefällt mir immer weniger.
Vincent schrieb hier https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 27#p208427 über eine Südamerikanerin, der es anscheinend völlig normal war, dass Männer im Frauenmodus leben können. Mich hat das sehr berührt, da dies seit frühester Jugend mein Wunschtraum ist und meine eigene Entwicklung sehr langsam, aber deutlich erkennbar genau in diese Richtung geht. Die angesprochenen Schritte der letzten Jahre zeigen mir den Erfolg der Bemühungen.
Aus diesem Anlass habe ich mich entschlossen, mein Avatarbild zu ändern. Es zeigt mich nun mit Echthaar. Es ist ein kleines Symbol für viele wichtige Schritte zu mir selbst. Letztlich bleibt aber noch viel auf meinem Weg zu tun. Somit ist zu erwarten, dass noch einige Avatarbilder kommen werden ...
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Vicky
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Joe95
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Re: Mein Name ist Vicky
Hallo Vicky,
ich sehe mich selbst als Ts, also als Frau.
Das sieht man mir aber von weitem nicht an und da ich mich nicht gerne schminke und auch keine Perrücke habe gehe ich davon aus das ich den Menschen auf der Strasse als Mann in Frauenkleidern (oder im Frauenmodus) erscheine.
Ich muss sagen ich hätte früher nie zu träumen gewagt wie einfach ein solches Leben sein kann.
Die Menschen lassen mir mein eigenes Leben und dafür bin ich dankbar.
Seit ich so lebe fühle ich mich befreit.
ich sehe mich selbst als Ts, also als Frau.
Das sieht man mir aber von weitem nicht an und da ich mich nicht gerne schminke und auch keine Perrücke habe gehe ich davon aus das ich den Menschen auf der Strasse als Mann in Frauenkleidern (oder im Frauenmodus) erscheine.
Ich muss sagen ich hätte früher nie zu träumen gewagt wie einfach ein solches Leben sein kann.
Die Menschen lassen mir mein eigenes Leben und dafür bin ich dankbar.
Seit ich so lebe fühle ich mich befreit.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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