Redezeit! Austausch- und Nachrichten-Portal für intergeschlechtliche und transsexuelle Menschen, Crossdresser, nonbinä¤re Menschen, Feministinnen, Luder, Hexen
Der Knackpunkt ist ja schon genannt worden: Ihr sprecht miteinander. Das ist schon mal ein solider Grundstein, auf dem ihr viel aufbauen könnt.
Dass du dir hier zusätzlich eine Nische gesucht hast, wo du dich auch mit Partnerinnen (wie mir) austauschen kannst, halte ich für eine sehr gute Idee, denn mir hat das Forum gerade in der Anfangszeit auch sehr geholfen.
Eine ähnliche Konstellation wie du, haben wir hier bei uns wohl nicht so wirklich, auch wenn ein wenig Patchwork in allen Familienzweigen vorkommt. Über regen Austausch würde ich mich trotzdem sehr freuen. Vielleicht hilft es dir ja, gerade bei dem Punkt, wo du das Ganze als beängstigend empfindest, grundsätzlich jemandem zum Reden zu haben.
Würde mich jedenfalls freuen, mehr von dir zu lesen.
Hallo Niobe,
zuerst ein herzliches Willkommen auch von mir. Da du so aufgeschlossen bist schon mal Danke. Das ist nicht immer so.
Hier findest Du, wie Sunny schon schreibt, eine Rubrik Partnerinnen. Sicher wirst Du deine Fragenlos und Antworten bekommen.
Aber auch die andern Beiträge sind hilfreich, mit den Thema Crossdressing umzugehen. Ich freue mich bald mehr von Euch zu lesen
ich denke schon, dass du hier antworten auf deine fragen findest.
wenn ich dich aber richtig verstanden habe, hast DU ja kein problem mit deinem partner, sondern damit, auch deine tochter in die beziehung mit einem crossdresser einzubeziehen.
hier gibt es einige, die das outing vor kindern hinter sich haben, es ist meistens überraschend unkomliziert.
Herzlich Willkommen !
Saskia und ich ( Ehefrau) haben zwei Mädchen zusammen. Alter 13 und 16 Jahre. Saskia hat sich Anfang Letztes Jahres geoutet. Allerdings ist Sie kein Crossdresser , sondern TS das heißt sie möchte komplett zur Frau werden mit angleichender OP. Die Kinder haben das Outing von Saskia sehr gut aufgenommen.
Sie hat ihnen alles sehr ausführlich , aber auch sehr vorsichtig erklärt. Die jüngere meinte: "Papa," mir ist es egal wie Du aussiehst. Du bist und bleibst mein Papa.Die Kinder sagen zu Hause immer noch "Papa" zu Ihr,nur wenn wir unterwegs sind sagen sie Saskia. Das Wichtige beim Outing war das Vertrauensverhältnis Von Vater und Kind. Bei Euch ist es anders, vielleicht besprichst Du mit deiner Tochter erstmal über deine Gefühle zu deinen Partner und danach kann er sich bei deiner Tochter outen. Alles Gute ! Daniela
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.(Antoine de saint-exupery)
meiner damaligen Freundin und heutigen Frau habe ich gleich nach etwa 6 Wochen von meinem Crossdressing (damals noch "Stubentranse") erzählt. Sie fand es interessant und lustig. Als ich es unseren Kindern erzählte (weil ich zu dem Zeitpunkt bereits gedresst rausging), waren sie 24 Jahre und 15 Jahre alt. Beide fanden es (na?): interessant und lustig ("Papa, du?"). Wunderten sich höchstens, dass sie die ganzen Jahre nichts davon bemerkt hatten. Und ich glaube, dass sie auch ein bisschen stolz sind auf ihren schrägen Papa.
Nun sind dies meine leiblichen Kinder. Welche mich seit ihrer frühesten Kindheit kennen. Für deine Tochter ist die Situation natürlich anders. Das kann gut, kann auch schwierig sein. Zumal sie mit 14 Jahren in einer komplizierten Phase steckt. Ich glaube, es kommt vor allem stark darauf an, wie du ihr deinen neuen Freund "verkaufst". Ja, ich glaube, der Begriff "verkaufst" trifft es ganz gut.
Es gibt es hier schon einige Threads zum Thema Kinder + Outing: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ern#p26948
Im Übrigen gilt: "Das Leben ist bunt!" Und ich glaube, dass gerade unsere Kinder viel mehr verstehen als wir damals in ihrem Alter.
Tschüs, Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
habe Dir ja bereits an anderer Stelle länger geantwortet. Hier geht es ja mehr um Deine Tochter. Du schreibst "einem Vater der anders ist". Bei einem 14-jährigen Mädchen wäre ich vorsichtig, was den Begriff "Vater" betrifft. Er ist es nicht und weiß darum. Ich denke, es könnte schwierig sein, wenn sie ihn als "Vater" akzeptieren soll. Wenn darüber hinaus T* "anders" sein soll, ist das noch etwas schwieriger. T* gehört in das Spektrum menschlichen Daseins. Das war schon immer so und wird vermutlich auch so bleiben. Vielleicht muss man das transportieren, vielleicht muss man das aber auch gar nicht transportieren. Junge Leute haben häufig eine sehr offene Einstellung zum Leben. Ich halte ihre grundsätzliche Einstellung zu einem Zusammenleben mit Deinem Partner für viel wichtiger. Kann sie sich das vorstellen ? Gefällt ihr der Gedanke oder hat sie vielleicht Angst, Dich zu verlieren ? Dein Partner scheint ja relativ locker mit seinem TV umzugehen. Kann er sich Kompromisse vorstellen ?
Und ganz wichtig: Habt Ihr genügend Bäder und Kleiderschränke, wenn sich drei Weibchen aufdonnern wollen ? ))
Vicky
schön, dass mein Beitrag Dich anregen konnte. Ich denke, dass Deine Tochter in einem Alter ist, in dem sich für sie vieles verändert. Es kommen neue Aspekte im Leben hinzu und die wollen "verdaut" werden. Da ist das Thema "Trans" sicher etwas, was sie vordergründig nicht gebrauchen kann. Andererseits ist Deine Haltung, ihr die eigene Entscheidung zu überlassen, auf Dauer wahrscheinlich tragfähiger. Wenn sie die Situation im allgemeinen akzeptiert, ist doch schon viel gewonnen. Wenn sich ihr Leben entwickelt und ihre Relation zu Deinem Partner über die Zeit vertiefen kann, wird sie möglicherweise sich auch über die heutigen Grenzen hinweg weiter verbessern. Das der Gedanke des "Lesbischen" in ihr präsent ist, zeigt doch eine gewisse Offenheit für andere Lebensgewohnheiten, auch wenn sie es jetzt ablehnt. Ich denke immer, die Pubertät ist ein Ausnahmezustand, in der man die Äußerungen nicht immer auf die Goldwaage legen sollte. Wenn es Dir mit Deiner Beziehung gut geht, wird ihr das wahrscheinlich auch helfen, da es sie entlastet.
Das ist natürlich keine Analyse, sondern nur mein Gefühl für Deine Situation. Was mich interessiert, wieso Du die Situation mit Deinem Partner "beängstigend" fandest. Hat sich das gewandelt ?