8. Outdoor-Erlebnis am 11.10.2014
Nach dreiwöchiger Outdoorpause war es nun wieder so weit. Herbstliche Gefühle machten sich bemerkbar. Das konnte man an der Tatsache erkennen, das die Röcke wieder länger wurden und die Gesichter der Menschen eben so. Die hochsommerlichen Temperaturen sind leider vorbei und die leichte Bekleidung verschwand bis auf weiteres im Kleiderschrank. Nichts desto Trotz entschlossen wir uns, auch an diesem 11. Oktober, einen großen Ausflug zu unternehmen. Geplant war diesmal die verschobene Reise nach Cochem/Mosel. Wieder einmal kam leider etwas, vorher nicht Geplantes, dazu.
Aber ich werde nicht vorgreifen, sondern chronologisch vorgehen.
Freitagabend, den 10. Oktober gegen 21 Uhr. Hildegard, nun schon eine Institution bei meinen Ausflügen, rief mich an, um mir Mitzuteilen, das sie am Samstagabend rechtzeitig zu Hause sein müsste, da sie auf ihr Enkelkind aufpassen sollte. Welche Oma würde da nicht einspringen um den Wunsch der Kinder (Sohn und Schwiegertochter) zu erfüllen, den Babysitter für das Enkelkind zu spielen. Also, Oma Hildegard musste am Samstagabend wieder rechtzeitig zu Hause sein. Petra hatte diesbezüglich keine Probleme. Sie wartet schon seit Jahren vergeblich auf die Nachricht ihrer Tochter Stephanie, endlich "Oma" werden zu dürfen. Bei mir war dieses Thema nicht relevant. Ich konnte keine "Oma" werden, wen wundert es, da ich ja nur an bestimmten Tagen im Jahr die maskuline Kleidung gegen feminine Kleidung austauschen würde. Opa werden kam auch nicht in Frage, da ich keine leibeigenen Kinder besitze.
Ein weiteres Problem war die Inhaftierung der Hundedame "Sina". Sie ist am Mittwoch dem 8.10.14 verhaftet worden.
Der Hundedame "Sina" wurde folgendes zur Last gelegt:
Die Hinterlassenschaft eines tierischen Bedürfnisses in Tathergang mit dem unerlaubten Betreten des heiligen Rasens der Allianzarena des FC Bayern München.
Nun saß sie also hinter Gittern und erleidet das gleiche Schicksal wie dem Präsidenten des großen FC Bayern. Auf die Frage der Hundebesitzerin Petra, ob der Hund die Zelle mit U. Hoeneß teilen musste, wurde ihr glaubhaft versichert, dass diese Möglichkeit nie in Betracht gezogen wurde. An Sina ist dieser Kelch zumindest vorbeigegangen.
Auf Grund der unsicheren Beweislage und der Herausgabe von etlichen Pfunden Hundekuchen und einigen Packungen Flohpulver für den Justizbeamten bzw. dem Hund des Justizbeamten, erreichten wir schließlich nach Androhung mit der WWF, nicht WMF, die Herausgabe der beschuldigten Person bzw. Hundes.
Soweit ich erfahren habe, ist eine vorzeitige Entlassung von U. Hoeneß im Moment nicht vorgesehen und evtl. Bestechungsversuche mit Hundekuchen und Flohpulver würden kaum den erwünschten Erfolg bringen.
Hier nun ein Foto von Sina hinter schwedischen Gardinen (nicht U. Hoeneß).
Quelle: http://i59.tinypic.com/25kssw4.jpgMal ganz ehrlich. Können diese Augen lügen
Nun kam noch ein weiteres Problem hinzu, welches ich nicht verschweigen will.
Ich habe mir ein Grundstück gekauft, auf dem ich in mühevoller Kleinarbeit ein Haus aufgebaut habe. Und das alles ohne teure Handwerker und Firmen. Ich denke doch, dass das Ergebnis für sich spricht. Ich bin richtig stolz auf meine handwerklichen Fähigkeiten. Mein Wahlspruch lautet:
My home is my Castle
Hier nun die Fotos meines gerade erst fertiggewordenen Hauses.
Quelle: http://i61.tinypic.com/izyd4x.jpg
Quelle: http://i62.tinypic.com/2diqets.jpg
Quelle: http://i61.tinypic.com/35ap186.jpgDie letzten Feinarbeiten sind gerade erst fertiggeworden, so dass ich mich im letzten Moment nun endlich um mein Outdoor-Ausflug kümmern kann.
Wo bin ich überhaupt stehen geblieben, ach ja, die Zeitprobleme mit der geplanten Fahrt nach Cochem. Ihr müsst mich auch nicht immer ablenken. Ich verliere ja laufend den Faden. Also Cochem kam nicht mehr in Frage, zu weit weg und der damit verbundene Zeitaufwand war zu kurz. Ihr erinnert euch, ein Blick auf das Zeiteisen, es war ja schon 21 Uhr am Freitagabend. Was unternimmt also Miss Monika von der Miss Monika Reise und Touristik GmbH. Sie sucht umgehend nach einem neuen Ziel, welches wir unsicher machen wollten. Und ich bin tatsächlich fündig geworden. Der Stadt Eupen in Belgien wollten wir nun unsere Aufwartung machen. Petra, unsere Fotografin, wurde umgehend informiert. Die erste Frage von ihr lautete: Gibt es dort auch Aldi. Hierauf wusste ich im Moment keine Antwort, aber nach der Suche im Netz konnte ich ihr eine positive Nachricht übermitteln. Ich meine am Telefon ein begeistertes Bellen gehört zu haben. Hildegard habe ich ebenfalls informiert, und ihre Frage lautete: Gibt es dort auch Aldi. Auch ihr konnte ich eine positive Nachricht übermitteln. Ich meine am Telefon ein Aufseufzen ihres Lebenspartners vernommen zu haben.
Nun ging es zu fortgerückter Stunde auf die Suche nach attraktiven Sehenswürdigkeiten (außer Aldi) in dieser kleinen Stadt in Belgien mit 19.000 Einwohnern nahe der Deutsch/Belgischen Grenze kurz hinter Aachen. Einiges habe ich auch gefunden, welche ich später in meinem Bericht Erwähnen werden. Nun war es aber Zeit mit den Lackierungsarbeiten auf den Fingernägeln. Da ich bei den Lackierungsarbeiten in meiner Wohnung genügend Vorkenntnisse gesammelt habe, (Türen, Zargen, Wände usw.) sah ich keine Probleme in der Gestaltung der oben erwähnten Fingernägel. Glänzend metallic farbener roter Nagellack (garantiert Lösungsmittelfrei und ohne Bindemittel) gaben den entsprechenden Glanz in meinen Augen und auf den Fingernägeln. Der Koffer mit den weiblichen Kleidungsstücken wurde schnell gepackt, mit einiger Mühe geschlossen, (ich hatte den Eindruck wieder etwas zu viel des guten in den Koffer gelegt zu haben), und stellte schließlich den Wecker auf 6 Uhr 30.
Samstag, den 11.10.2014
Nach einer viel zu kurzen Nacht begann die morgendliche Toilette wieder mit der üblichen Rasenmäher Zeremonie im Gesicht. Ohne erkennbaren Haushaltsunfall und ohne Inanspruchnahme der bereit gelegten Wundpflaster (auf Grund der Zeitnot) ging es noch unter die Dusche mit entsprechendem Rosenblütenduft aus der Shampooflasche. Da die Filtertüte in der Kaffeemaschine umgeknickt war, trank ich anschließend gefärbtes Wasser, welches meine Lebensgeister nicht unbedingt weckten.
Eine Änderung im normalen Programm gab es schon. Die bezaubernde Kosmetikerin hatte ihr Ladenlokal heute geschlossen. Demnach musste meine Umkleidungszeremonie heute bei der Hildegard stattfinden. Das wäre normalerweise kein Problem, wenn nicht ihr Lebenspartner anwesend gewesen wäre, aber dem war nicht so. Ergo ist er vorher von seiner Gattin über mein Verkleidungsvorhaben informiert worden. Mit Petra zusammen, die ich mittlerweile abgeholt habe und der auf freiem Fuß befindlichen Hündin "Sina", traf ich nun bei Hildegard ein. Eine duftende heiße Tasse Kaffee mit vorzüglichem Aroma und genügend gemahlener Kaffeebohnen stand dann vor meiner noch nicht gepuderten Nase. Jetzt ging es erstmal ins Bad um meine Kleidung zu wechseln. Heraus kam diesmal eine ziemlich gut aussehende Dame, (noch ohne Perücke) in folgenden Kleidungsstücken:
Rote Satin-Bluse mit Stehkragen und leichten Rüschen
Schwarzer knieumspielender Rock
Schwarze Mary-Jane Pumps mit nur 4 cm hohem Absatz
Die übliche Unterwäsche: 20 DEN Feinstrumpfhose natürlich aus dem Hause Wolford, mittellanger BH mit Körbchen-Größe D sowie einige Schmuck-Accessoires.
Mittlerweile befand sich der Lebenspartner Hildegards im Wohnzimmer, betrachtete meine Erscheinung, und lobte meine Kleidungszusammenstellung. Nun ging es ans Schminken. Nicht gerade eine Spezialität von mir. Doch das Auftragen des Make up gelang mir überraschend gut, leuchtender Lippenstift zierten meine Lippen, und die Perücke rundete das Ganze ab. Zum guten Schluss kam Petra kam mit den Malkasten und trug den Lidschatten auf. Nun war Miss Monika wieder geboren, eine Tatsache die sich ungefähr alle vier Wochen wiederholte. Was fehlte noch, ja die Einzelfotos und das obligatorische Gruppenfoto. Sina wollte natürlich auch auf jedem Foto abgelichtet werden. Nun also die Darsteller, die diesmal wieder auf große Fahrt gehen sollten.
Petra: Die Fotografin
Quelle: http://i61.tinypic.com/oiw2z5.jpgHildegard: Die Unverwüstliche
Quelle: http://i62.tinypic.com/2u74uix.jpgSina: Der Spürhund, welche zwar nicht mehr gut sehen, aber jede Wurst schon von weitem riechen kann.
Quelle: http://i58.tinypic.com/209sp49.jpgMiss Monika: Von der Miss Monika Reise und Touristik GmbH
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Quelle: http://i61.tinypic.com/2vi06sl.jpgWir verabschiedeten uns von Hildegards Lebenspartner, wobei ich mir ein Hofknicks so gerade eben verkneifen konnte.
Nun also im hohem Tempo Richtung Belgien. Über Düsseldorf und Aachen gelangten wir nach 60 Minuten an die Belgische Grenze, wo wir jeder die Toilette aufsuchten. Den Toilettenbesuch auf deutschem Gebiet ersparten wir uns auf Grund der negativen Erlebnisse vergangener Ausflüge. Da die Raststätte ein Verkaufsshop beinhaltete, war es naheliegend erst mal die Konsumgüter in Pulverform zu begutachten (Also den Kaffee). Bei den Aktienkursen, so verriet uns Petra, war der erste Blick natürlich immer der entsprechende Welthandelspreis für dieses entsprechende Produkt. Ohne erstmal die Einkaufstaschen gefüllt zu haben, fuhren wir die restlichen km auf Belgischer Autobahn bis zur Weltstadt "Eupen". Was fehlt noch. Zu Ehren des Gastgebers die Belgische Nationalhymne.
https://www.youtube.com/watch?v=8rTVa6WhZBY
Ihr könnt euch wieder hinsetzen
Nach dem dieser feierliche Akt also vollzogen wurde, nun etwas über die Stadt "Eupen"
In Eupen befindet sich der Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und der Verwaltungssitz der Euregio Maas-Rhein. Eupen liegt an der Weser etwa 16km südlich von Aachen, und liegt am Rande des Naturparks Hohes Venn-Eifel. Dies also zur Geographie dieser Stadt. Ich hoffe, ihr habt diese kleine Lehrstunde verinnerlicht und passt besser auf als ich in der Schule damals aufgepasst habe. Ich werde euch zum Schluss dieses Berichtes darüber abfragen und/oder eine kleine Hausaufgabe zur Gedächtnisstütze auf dem Weg geben. Diese kleine Geographiestunde werde ich fortan in jedem Erlebnisbericht integrieren und damit zur Allgemeinbildung beitragen.
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Quelle: http://i62.tinypic.com/33eskm9.jpgNachdem wir also einen gebührenpflichtigen Parkplatz gefunden hatten (ein Euro), suchten und fanden wir ein Café, in dem wir erstmal ein ordentliches Frühstück vertilgten. Dieses sah folgendermaßen aus. Zwei leckere Brötchen, eine Scheibe gekochten Schinken, eine Scheibe Käse, Konfitüre, Butter und eine Tasse Kaffee. Natürlich für Jeden von uns. Zucker und Milch war reichlich vorhanden, Kostenpunkt 4,20 Euro pro Person. Petra fiel etwas aus der Rolle, weil sie ein Business-Frühstück bestellte. Dieses beinhaltete zusätzlich ein Croissant. Beenden wir nun den kulinarischen Teil und kommen zu den wichtigeren Themen. Nach der Barzahlung der Rechnung fragte ich nach dem Ortskern dieser Stadt, um der Geschäftswelt einen unverbindlichen Besuch abzustatten. Die Bedienung hinter der Theke schaute mich sparsam und etwas mitleidig an und sagte die verhängnisvollen Worte:
"Sie befinden sich schon im Ortskern dieser Stadt".
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Quelle: http://i59.tinypic.com/w8rvxl.jpgNun gut, nach dieser Aussage, versuchten war das Beste aus dieser Situation rauszuholen. Wir durchwanderten die "Shoppingmeile" und einige andere kleine Gässchen nach der Suche einer "Strumpfboutique",Ergebnis: Fehlanzeige. Stattdessen fanden wir etliche Schuhgeschäfte mit etlichen Wanderschuhen für die Ersteigung der hohen Venn. Auf dem ortsansässigen Marktplatz leuchtete uns die Reklame "König-Pilsener" entgegen. Also bitte, wir kommen aus der Stadt Duisburg wo dieses vorzügliche Bier gebraut wird, und dann das.
Kommen wir nun zum Werbeblock: Irgendwie muss ich ja nun meine entstehenden Kosten für diesen Bericht ja reinholen.
https://www.youtube.com/watch?v=poadAhgRBfE
Nach diesem Werbeblock nun weiter mit unserem Tagesprogramm.
Wir entzogen uns dem "Trubel" dieser Stadt und beschlossen der "hohen Venn" einen Besuch abzustatten. Nach kurzer Fahrzeit erreichten wir ein parkähnliches Anwesen mit schönem Ausblick auf die Eifel.
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Quelle: http://i59.tinypic.com/1pymo7.jpgUnser nächstes Highlight war die Besichtigung eines Hauses mit etwas merkwürdiger und gewöhnungsbedürftiger Architektur (vom lateinischen architectura für Baukunst).
Quelle: http://i58.tinypic.com/xehn54.jpgDen aufmerksamen Lesern dieses Berichtes wird wahrscheinlich dieses Foto bekannt vorkommen. Ich gebe zu, es ist ein Skandal. Ich schmücke mich mit fremden Federn und habe behauptet, dieses Kunstwerk mit eigenen Händen erschaffen zu haben. Soll auch nicht wieder vorkommen. Factum est.
Nun also weiter zu unserem reichhaltigen Besuchsprogramm. Sina wurde wieder ins Auto gehoben. Auch bei ihr macht sich langsam die "Arthrose" bemerkbar. Petra und Hildegard haben mich bedauerlicherweise nicht ins Auto gehoben. Dabei plagt mich ja auch schon seit längerem eine "spinale Wirbelsäulenstenose". Tja, Hund müsste man sein! Dann ist alles viel einfacher. Nachdem wir nun das Thema "Krankheiten" gewürdigt haben, weiter zu meinem Bericht.
Da ich ja nun eine Vorliebe für alte Schlösser und Burgen habe (in meinen früheren Leben war ich eine eiserne Jungfrau) ließ ich es mir nicht nehmen, auch diesmal in meinem Tagesprogramm ein Schloss-Besuch einzubauen.
Quelle: http://i62.tinypic.com/315hdhs.jpgMittlerweile schauten meine Begleitung, samt Hund, immer öfters nervös auf ihre Armbanduhren bzw. Smartphones. Bange Frage ihrerseits: Wie lange haben in Belgien eigentlich die Geschäfte geöffnet. Ich muss eingestehen diesen wichtigen Punkt in meiner Planung gänzlich übersehen zu haben. Kein Problem für Petra. Ruckzuck wurde das Smartphone gezückt nach der Suche einer Aldi-Filiale in Eupen und Umgebung. Anschließend wurde das positive Ergebnis im Navi programmiert und die Unruhe stieg von Minute zu Minute. Ihr kennt von früher sicherlich noch die quengelnden Fragern der Kinder auf dem Autorücksitz: Wann sind wir endlich daaaa. Kaum ausgesprochen, da leuchtete uns die Reklametafel von Aldi-Nord entgegen. Frage Petras: Reicht uns ein Einkaufswagen? Meine Antwort: An mir soll es nicht liegen. Also hinein ins Getümmel. Die Regale wurden leerer und der Einkaufswagen voller. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, das bei uns zu Hause der Notstand bezüglich einer Lebensmittelknappheit ausgebrochen ist. Die Preise wurden verglichen, über die Produkte entstand eine lebhafte Diskussion und ich hatte die Befürchtung dass die Ladenöffnungszeiten außer Kraft gesetzt werden mussten. Ich muss eingestehen, dass ich mich ebenfalls im Kaufrausch befand. Belgische Pralinen (Bekannt für ihren außerordentlichen Geschmack) wanderten in einer Ecke des Einkaufwagens. Man muss ja schließlich schon an Weihnachten denken. Übrigens wir hatten 23 Grad Außentemperatur. Kaffee war bei meiner Begleitung der absolute Renner. Ebenso div. andere Lebensmittel die es genauso gut in jedem Geschäft außerhalb Deutschlands zu kaufen gibt. Etwaige Einwände meinerseits wurden rigoros abgewürgt. Keine Chance. Was bitte hat z.B. ein Belg. Putzmittel und ein Belg. Fensterleder andere Eigenschaften als die Produkte von Henkel und Beiersdorf in Deutschland. Nun gut, so sei es, so soll es geschehen. Nachdem verstauen der Waren hinter dem Vordersitz und auch noch im Kofferraum meines Kombis (neben dem Hund),(jetzt weiß ich endgültig warum ich mir einen großen Kombi angeschafft hatte), wurde noch ein letztes Bild der Reklametafel von Aldi gemacht.
Quelle: http://i61.tinypic.com/1z1wodi.jpgNun sollte der absolute Höhepunkt des heutigen Tages erfolgen. Der Verzehr der berühmten Belg. Pommes. Nahe der deutschen Grenze, aber noch auf Belg. Gebiet wurden wir fündig. Ein Parkplatz vorwiegend von deutschen Autofahrern in Beschlag genommen, war direkt vor der großen Imbisshalle angelegt. Sitzgelegenheiten vor dem Imbiss waren auch vorhanden. Riesengroße Portionen Pommes garniert mit Gyros und Salat wanderten in unsere ausgehungerten Mägen. Einhellige Meinung meiner Fahrgäste nebst meiner Person: Ausgezeichnet und Empfehlenswert!!!
Gestärkt verließen wir den Parkplatz (hauptsächlich Autos mit Aachener Kennzeichen: AC), um die Heimreise anzutreten. Kreuz und Quer standen die Fahrzeuge und ein Herausfahren aus der Parklücke gestaltete sich etwas schwieriger als sonst. Da erschien ein älterer Herr auf der Bildfläche, um der "Dame" am Steuer meines Fahrzeuges behilflich zu sein. Gestenreich und voller Hingabe bugsierte er jedes Fahrzeug (die Besitzer holte er aus der Pommesbude) über dem gesamten Parkplatz. Er wollte nun mal ein vollendeter Kavalier sein und der "Dame" (meine Wenigkeit) behilflich sein. Ich tat mein übriges hinzu. Stellte meinen Vordersitz ganz nach vorne, klemmte mich quasi vor die Frontscheibe, und bewegte das Lenkrad mit kleinen Bewegungen (wie in der Fahrschule vor 40 Jahren) hin und her. Petra und Hildegard konnten ein Lachen kaum unterdrücken. Auf dem Parkplatz herrschte mittlerweile ein gewaltiges Chaos und kein Fahrzeug konnte mittlerweile mehr bewegt werden. Meine Schauspielerische Leistung auf diesem Gebiet war beachtlich. Nach geschlagenen 10 Minuten löste sich der Verkehrsstau auf und die Besitzer der Pkws bemächtigten sich wieder der inzwischen kaltgewordenen Pommes. Ich bedankte mich bei dem älteren Herrn mit tiefer Stimme für die Hilfe, stellte meinen Fahrersitz wieder in eine gemütliche Position und verließ den Ort. Zurück blieb ein Mensch mit weitgeöffnetem Mund und erstauntem Blick. Vielleicht steht er heute noch da.
Gut gelaunt strebten wir wieder der Heimat entgegen. Sina im Heckabteil des Fahrzeuges war wohl auch gut gelaunt. Jedenfalls hörten wir während der Fahrt ein permanentes Rascheln und schmatzen, welches nichts gutes Erkennen ließ. Auf dem nächsten Parkplatz auf der Autobahn hielten wir an, um den verdächtigen Geräuschen auf den Grund zu gehen. Die Einkaufstüte Petras war völlig durchwühlt und von den leckeren Würstchen von Aldi war nichts mehr übrig geblieben. Die unschuldigen Augen von Sina waren ein Genuss. Jedenfalls musste der Ehemann Petras heute Abend auf seine so heiß ersehnten Würstchen aus Belgien verzichten. Sina jedenfalls fühlte sich Pudelwohl, pardon, Cocker-Spaniel wohl und legte sich zufrieden zu einem Verdauungsschläfchen hin. Die "Spürnase" von ihr ließ sie also nicht im Stich. Ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir wieder Duisburg, und betraten Hildegards Wohnung, um meine Demaskierung fallen zu lassen. Diesmal also zum ersten Mal in dieser Hinsicht ein Happyend, wenn man mal von der Wurst absieht die sich jetzt in Sinas Magen befand. Anschließend brachte ich auch noch Petra nach Hause, ging auch noch mit in die Wohnung und freute mich auf das Gesicht des nun Wurstlosen Ehemannes. Bewundernswert gleichgültig ertrug er diese Schicksal-schwere Begebenheit. Er ist nun noch mehr in meiner Achtung gestiegen. Soweit ich informiert bin, musste Sina an diesem Tag ohne Abendessen zu Bett gehen bzw. in ihr Körbchen.
Dieses war nun also mein 8. Outdoorerlebnis mit vielen Ereignissen zum Schmunzeln und vielen Eindrücken die Frau/Mann samt bezaubernder Begleitung (Sina eingeschlossen) erleben durfte. Über Kommentare eurerseits, als kleine Belohnung für die vielen Stunden, die ich vor dem PC beim Schreiben dieses Berichtes verbracht habe, würde ich mich wiederrum sehr freuen.
Miss Monika
PS: Mein 9. Outdoorerlebnis findet am Samstag den 8.11.14 statt.
Wohin diesmal die Reise geht muss von der Miss Monika Reise und Touristik GmbH noch ausgearbeitet werden. Sicher ist eins: Spürhund "Sina" wird uns wieder begleiten und wir werden einen großen Bogen um jedes Wurstwarengeschäft machen. Eines muss ich aber auch noch klarstellen. Hundedame "Sina" hat noch nie im Gefängnis gesessen, ist auch nie einem gewissen Uli Hoen.. begegnet, (Der Kelch ist an "Sina" noch mal vorbeigegangen). Aber die leckere Wurst liegt dem Ehepartner von Petra noch schwer im Magen, vielmehr im Kopf, im Magen konnte sie ja nicht liegen. Trotz alledem wird man diesem bezaubernden Geschöpf wie "Sina" sicherlich verzeihen können.