Wie es in mir aussieht
Wie es in mir aussieht

Lebensplanung, Standorte
Antworten
jasmin72

Re: Wie es in mir aussieht

Post 1 im Thema

Beitrag von jasmin72 »

Hallo The-Dress,
das kann ich sehr gut nachvollziehen, mir geht es da sehr ähnlich

Zu allererst deine Frage:
Was genau bin ich denn nun eigentlich? Wirklich Crossdresser? Oder ist es doch nur ein sexueller Fetish?
Gegenfrage: Spielt das eine Rolle? Eigentlich ist das doch alles das gleich. Eventuell in verschiedenen Ausprägungen. Bei mir ist das ähnlich. Ich bin gerne Mann und froh, so geboren worden zu sein. Aber ab und zu halt auch gerne Frau.

Ich finde es interessant, mehrere Facetten des Lebens zu sehen, einmal aus meiner (normalen) Sicht als Mann und andererseits ab und zu mal aus Sicht einer sexy Blondine :D
Siehe dein Leben nicht als Doppelleben, sondern mehr als "du selbst". Frau sein ist ein Teil von dir und ich finde sowas ist eine Bereicherung, die viele Leute nur schwer nachvollziehen können. Wir haben wahrscheinlich vielfältigere Sichtweisen, sind offener als andere (gerade was die Kleidung anderer betrifft), bewusster was Kleidung angeht und shoppen gerne :)

Ich selbst habe auch gemerkt, dass die sexuelle Erregung ein Teil davon ist. Ich glaube im Körper geht dabei ein ganzes Gemisch von Hormonen ab. Tolle Sache :) Man kann sich aber auch schnell in was reinsteigern. Ich persönlich behalte gerne auch mein Liebesleben als Mann, zusammen mit meiner Frau. Aber ab und zu kann man die Sachen sehr kreativ vermischen ;)

Lass dich nicht verunsichern; akzeptiere dich so wie du bist - Crossdresser, Fetischist oder Transvestit - habe Spaß mit dem was du machst

LG
Jasmin
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3855
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 120 Mal
Danksagung erhalten: 213 Mal
Kontaktdaten:

Re: Wie es in mir aussieht

Post 2 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo,

Ob du es nun Crossdressing nennst oder nicht, ist doch eganl. Ich denke, es ist eine ganz persönliche besondere Leidenschaft, die einfach da ist, manchmal versteckt ist und ab und an heraus darf und dann unheimlich gut tut.

Ist doch schön, zu dem eigenen Stil vom Crossdressing gefunden zu haben und dazu zu stehen.

Liebe Grüße
Inga
Franka
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 806
Registriert: Fr 25. Mai 2012, 22:18
Geschlecht: Transgender
Pronomen:
Wohnort (Name): Salzgitter
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Wie es in mir aussieht

Post 3 im Thema

Beitrag von Franka »

Vor ca. 20 Jahren ging es mir wohl auch noch genau so wie dir. Inzwischen trage ich ja die hübschen Sachen sehr oft und auch mal in der Arbeit oder sonstwie außer Haus.
Da ist die sexuelle Seite des Crossdressen doch sehr in den Hintergrund gerückt, es ist einfach noch die Kleidung in der ich mich wohl fühle. Ich brauche auch keine Perücke mehr und viel Schminke, ich bin genau wie du ein Mann und stehe halt auch in Frauenkleidern dazu. Gut meine Haare habe ich lang wachsen lassen aber das ist wohl eher auch für mein Wohlbefinden, genau wie die Kleider und Röcke und eine gute Rasur. Soll halt nicht zu maskulin aussehen, sondern schon ein wenig androgyn. Passt einfach optisch besser in mein Weltbild und somit wahrscheinlich auch in das der Leute, denen man so begegnet.

Gruß Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
Cybill
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2461
Registriert: Sa 20. Jun 2009, 18:29
Geschlecht: Frau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Falkensee
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 9 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Wie es in mir aussieht

Post 4 im Thema

Beitrag von Cybill »

The-Dress hat geschrieben:...

Den Gedanken, einen Macho als Crossdresser vor mir zu haben, finde ich irgendwie absurd. Ist das so?
Nein ist es nicht! Es ist nicht selten, dass biologisch männliche Trans*-Personen (nehmen wir das mal OHNE DISKUSSION als Sammelbegriff), durchaus machomäßige Hobbies und Berufe haben. Nach meiner Wahrnehmung dient die feminine Seite der "Erholung vom Mann-Sein".
Dies kann natürlich mit zunehmendem Alter zu einer Verschiebung zugunsten der femininen Seite einhergehen. Ich vermute dabei einen Zusammenhang mit dem im Alter sinkenden Testosteron-Spiegel.

Ring....frei!


-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Angelique
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 109
Registriert: Mo 16. Dez 2013, 14:15
Geschlecht: meistens Mann
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Wie es in mir aussieht

Post 5 im Thema

Beitrag von Angelique »

Hallo The Dress,
für mich ist es auch eine Art Urlaub vom "Mann-sein".
Der ganze Stress und die alltäglichen Probleme treten in den Hintergrund, wenn ich mich umstyle. Ich kann mich "fallenlassen", die einzigen Sorgen, die ich dann noch habe, sind: welches Make-up zu welchem Kleid? was zieh ich überhaupt an? passt der Nagellack? und wieso ist da jetzt eine Laufmasche in der Strumpfhose???
Was den "Machismo" betrifft, darüber hab ich mal was gelesen was auch bei mir zutrifft: Viele TGs sind als Mann betont männlich, vielleicht um jeden Verdacht auszuschließen, das da noch eine andere Seite vorhanden ist. Bei mir äußert sich das auch durch meine Armbanduhren (immer groß und viele Funktionen) und Autos (je mehr Leistung desto besser). Es gibt bei mir sicher noch andere betont männliche Verhaltensweisen. Meine Frau viel jedenfalls aus allen Wolken als ich mich geoutet hatte. Sie hatte mit vielem gerechnet aber nicht damit.
Das mit der sexuellen Erregung war für mich früher die treibende Kraft hinter meinem Crossdressing (so dachte ich) erst nachdem ich mich meiner Frau gegenüber geoutet habe, erkannte ich, dass der Antrieb ein anderer ist. Durch die Gespräche mit meiner Frau und die dadurch stattfindende Selbstreflexion trat der sexuelle Aspekt deutlich in den Hintergrund. Er ist allerdings nicht ganz weg.
Was genau bin ich denn nun eigentlich? Wirklich Crossdresser? Oder ist es doch nur ein sexueller Fetish?
Ist das wichtig? Ich für mich glaube es ist unwichtig!

LG
Angelique
Ich trage Frauenkleider - Na und! 50% der Menschheit tut das.
marabella68
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 306
Registriert: Mi 7. Nov 2012, 22:42
Geschlecht: männlich
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Wie es in mir aussieht

Post 6 im Thema

Beitrag von marabella68 »

Hallo The-Dress,

wenn ich mir so Deine Beschreibung ansehe, kann ich mit Dir in fast allen Punkten übereinstimmen. Auch Dein bevorzugter Kleidungsstil stimmt ja total mit dem meinem überein. Bevor ich aber jetzt alle Gemeinsamkeiten aufzähle, belasse ich es lieber bei den paar Unterschieden, die mir zu Dir so auffallen.
Zum einen findet bei mir, wenn ich Dresse immer eine sexuelle Erregung mit Höhepunkt am Ende statt. Aber auch ich ziehe das ganze gerne in die Länge, wenn möglich und da kann es auch schon mal passieren, das ich erstmal 8 Stunden im Kleid herumlaufe, bevor ich meinen sexuellen Höhepunkt habe. Ich glaube die paarmal, bei denen ich ein Kleid wieder ausgezogen habe ohne einen sexuellen Höhepunkt gehabt zu haben, kann man an einer Hand abzählen. Ich stimme aber vollkommen mit Dir überein, dass der Höhepunkt im Kleid anders ist als mit einer Frau, aber nicht besser und nicht schlechter, sondern eben einfach nur anders.
Das ich jetzt mit Frauen immer besser "konnte" kann ich speziell für mich nicht behaupten. Allerdings war ich auch nie jemand, der sich mit typischen "Macho-Jungengruppen" herumgetrieben hat. Ich fand mein Verhältnis zu Frauen und zu Männern eigentlich immer ausgeglichen. Allerdings hatte ich im Kindergarten- und Grundschulalter tatsächlich eine beste Freundin und nicht einen besten Freund. Das hat sich dann allerdings ab der weiterführenden Schule geändert.
Da ich meine Crossdressingausflüge eigentlich immer mit einer sexuellen Befriedigung beende, halte ich das ganze bei mir für einen sexuellen Fetisch. Hat aber wahrscheinlich auch damit zu tun, dass ich das Ganze mangels Gelegenheiten nur sehr selten machen kann.

Liebe Grüße

Marabella (so) (so) (so) (so)
Frau sein nur zum Spaß. Outing kommt gar nicht in Frage.
Plisseedreher70
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1225
Registriert: Mo 17. Feb 2014, 15:34
Geschlecht: Männlich
Pronomen: Er
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 74 Mal
Kontaktdaten:

Re: Wie es in mir aussieht

Post 7 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 »

HALLÖCHEN The Dress,

auch bei mir sehe ich Parallelen zu deinem Empfinden. Ich treibe diese "Kleiderspielchen" schon einige Jahrzehnte meist in
meinen 4 Wänden und habe dabei unzählige schöne Stunden damit erlebt, die ich nicht missen möchte. Mein Tipp: ordne
dich in kein Schema ein, lass alles auf dich zukommen und du wirst deinen richtigen Weg finden! Jeder von uns ist anders,
"Musterknaben/ Frauen" gibt es hier nicht.
Und: lass es ab und zu mal "krachen", das tut jedem Seelenleben gut!!!
Viele Grüße aus dem Schwarzwald,

Plisseedreher 70
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!
Tatjana 15

Re: Wie es in mir aussieht

Post 8 im Thema

Beitrag von Tatjana 15 »

Was genau bin ich denn nun eigentlich? Wirklich Crossdresser? Oder ist es doch nur ein sexueller Fetish?

Was ist eigentlich der Auslöser?
Hallo The Dress
ich finde ganz spannend was du geschrieben hast vor allem weil deine fragen auch sehr beschäftigen.
Ist es ein sexueller Fetisch?
Ich bin klar geworden das es keiner ist, auch wenn ich es am anfang dachte, aber das war wohl eher so etwas wie ein Schutz, um mir nicht eingestehen zu müssen das es eben diese weibliche seite in mir gibt und diese auch nach gelebt werden will.
Was ist eigentlich der Auslöser?
Die antwort suche ich auch, weil wenn es einen gibt, könnte es ja sein das ich auch daran arbeiten muss, aber ich möchte es nicht wissen, um viellecht meine neigung wegzutherapieren, vielmehr hoffe ich dadurch einfach leichter weitergehen zu können

LG
Tatjana
Cybill
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2461
Registriert: Sa 20. Jun 2009, 18:29
Geschlecht: Frau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Falkensee
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 9 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Wie es in mir aussieht

Post 9 im Thema

Beitrag von Cybill »

Ist es ein sexueller Fetisch?

Um mal den Gendenti-Ergebnissen vorzugreifen:
In den meisten Fällen entwickelt sich der in der Jugend bestehende Fetisch im ersten Schritt zu einem "underdressing" (gegengeschlechtliche Unterkleidung), später zunächst zu einem gelegentlichen, dann zu einem dauerhaften Crossdressing - in allen seinen Ausprägungen -, in einigen Fällen letztlich zum Transgender-Dasein und zur Transsexualität.

Dabei können mehr oder weniger andauernde Residualpositionen in jeder beobachteten Entwicklungsstufe vorhanden sein.
Echte Transgender und Transsexuelle wissen jedoch bereits frühzeitig um ihre Disposition und überspringen die genannten Stufen, bzw. outen sich früh als TG oder TS.

Also: Alles ist offen!

-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Antworten

Zurück zu „Körper - Gefühle - Empfindungen“