Ausser Kontrolle
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sandra93
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Ausser Kontrolle
Bisher hatte sie noch nie etwas gemerkt. Wir wohnten nur fast ein Jahr zusammen und alles war eigentlich perfekt. Wenn da nicht mein kleines Hobby gewesen wäre. Und wenn die Versuchung nicht so groß gewesen wäre.
Ich studierte Architektur und meine Freundin arbeitete im Einkauf. So war ich nach dem gemeinsamen Frühstück oft allein. Mir war es furchtbar peinlich, aber manchmal besonders nach einer heißen gemeinsamen Nacht, zog es mich magisch in Richtung ihres Kleiderschranks. Seit ich dreizehn war zog ich mir manchmal heimlich Frauenkleider an und es war immer sehr aufregend. Aber die Gelegenheiten waren selten.
Seit einem Jahr lebte ich nun war alles anders. Jeden morgen, nachdem sie sich auf den weg zur Arbeit gemacht hatte und ich keine wichtige Vorlesung hatte stöberte ich in Ihrem Kleiderschrank. Als kaufmännische angestellte besaß sie sehr viele schicke Sachen. Was die Versuchung noch größer machte war der recht geringe Größenunterschied zwischen uns. Ich war gerade mal 4cm größer als Sie und die Natur hat mir recht kleine Füße geschenkt (Größe 41). Ich konnte nun also alles ausprobieren. Mittlerweile hatte ich auch etwas Übung beim Schminken und mein kleines Hobby machte nun richtig Spaß. Allerdings immer nur bis zu dem Punkt, wo die Erregung nachließ. Dann erstarrte ich, schaute in den Spiegel und fand mich furchtbar hässlich und hatte eine furchtbare Angst erwischt zu werden. So passierte es regelmäßig ein bis zweimal pro Woche. Die Haare trug ich mittlerweile etwas länger und meine Schminkfertigkeiten hatten sich nach und nach verbessert. Aber jedes mal wenn die Erregung nachließ, sah ich sofort wieder einen jungen Mann im Spiegel, puterrot und irgendwie schlecht verkleidet. Erwischt worden bin ich Gott sei Dank noch nie.
Diesmal war es etwas anders. Maren musste auf eine einwöchige Fortbildung und ich musste einen großen Entwurf fertig machen. Nachdem wir und verabschiedet hatten, konnte ich mich typisch Student natürlich nicht direkt aufraffen zu Zeichnen. Außerdem gefiel mir mein Entwurf im Monent nicht wirklich gut. Also rückte ihr Kleiderschrank in den Mittelpunkt meines Interesses. Mir wurde klar, dass ich wenn ich gewollt hätte den ganzen Tag als Frau verbringen konnte. Ich kannte mich aber, es würde irgendwann ein jähes Ende finden. Trotzdem wollte ich die Gelegenheit so gut wie möglich auskosten. Nach einem ausgiebigen Vollbad und einer sehr gründlichen Rasur (leider nur im Gesicht) wie hätte etwas anderes erklären können, suchte ich mir zunächst einen hübschen BH mit etwas Spitze aus. Für den Busen hatte ich schon einiges ausprobiert. Mit Wasser gefüllte Kondome wippten recht natürlich und ließen sich recht leicht hinterher entsorgen. Leider machten Sie ein glucksendes Geräusch, was sehr unerotisch war. Also probierte ich etwas Neues. Ich füllte meine Kondombusen nicht mit Wasser sondern mit Wackelpudding. Das Befüllen war recht mühselig, Aber am ende war nichts zu hören. Etwas Dekoltee mit Klebeband zu simulieren hatte nach Vorlagen aus dem Netz recht gut im Griff. Diesmal hatte ich den selbstgebastelten Busen mit Klebeband befestigt und hatte etwas Angst vor dem schmerzhaften Entfernen hinterher. Als ich den BH angezogen hatte war ich sehr zufrieden. Untenrum war es etwas komplizierter. Da ich diesmal mehr Zeit hatte und ich nicht nach kurzer Erregung wieder alles vorbei sein sollte klebte ich mir nach einem Internetvideo unten alles weg. Dann zog ich einen Slip mit etwas Spitze an. Das Ergebnis war extrem flach und ich bekam ein wenig Angst.
Dann zog ich mir mein Lieblingsoutfit an. Zwei Stumpfhosen übereinander, damit man meine Haare nicht sieht, ein weißes, eng anliegendes Top nicht ganz dünn, aber man kann die Spitzen des BHs ahnen. Dann den schwarzen kurzen Rock. Aber das passt irgendwie nicht, sieht zu sehr nach Kellnerin aus. Der Ballonrock ist auch irgendwie blöde. "Ich bin ja schlimmer als eine echte Frau", denke ich. "Ich hab nichts passendes zum Anziehen". Und das bei dem riesen Kleiderschrank. Bei den Leggings sieht man zu sehr, dass ich kaum Hüfte habe. Es ist zum verzweifeln. Wie schafft Lisa —meine Freundin- es nur jeden Tag etwas anderes, schickes zum Anziehen zu finden?
Endlich! Der olivfarbene gemusterte Rock passt perfekt. Dazu die Stiefeletten und der dünne Gürtel. So fange ich an, mir zu gefallen! Entspannt setzte ich mich vor den Schminkspiegel. Ich genieße es, unendlich viel Zeit zu haben? Die vielen Übungsmöglichkeiten in den letzten Monaten machen sich langsam bezahlt. Nach fast einer Stunde bin ich richtig zufrieden mit dem Ergebnis. Nur die halblangen Haare fallen noch etwas langweilig. Doch mit dem Lockenstab habe ich nach einer weiteren halben Stunde eine recht brauchbare Frisur. Ich stehe auf und gehe zu unserem großen Wandspiegel. Sieht ja schon mal ganz gut aus. Aber da fehlen ja noch die Details. Mit etwas Schmuck und lackierten Fingernägeln (leichtes rosa) betrachte ich mich dann noch einmal in Ruhe. Alles wirkt sehr harmonisch. Wie so oft beginnt mich der Anblick zu erregen.
Gleich wird es wie immer sein. Nach einer kurzen großen Erregung beginnt das große Aufräumen und die Angst vor dem erwischt werden. Es ist halt wie eine Sucht: Nach dem Kick kommt das böse Erwachen. Aber vielleicht gibt es im lauf der langen Woche ja noch mehr Gelegenheiten.
Aber diesmal ist es etwas anders. Vielleichtliegt es am Tucking. Das kleine Teil kann sich nicht so entfalten wie sonst. Trotzdem erregt mich das bislang bestgelungene Styling extrem. Irgendwann verliere ich völlig die Kontrolle. Ich liege auf dem Bett und reibe die immer noch flache Stelle zwischen den Beinen bis sie feucht wird. Vor Erschöpfung bleibe ich einige Zeit still liegen.
Irgendetwas stimmt nicht. Ich bleibe unbeweglich liegen. Eigentlich müsste ich jetzt eine große Angst vor dem entdeckt werden spüren, wie immer danach. Irgendwie habe ich auch eine Höllenangst in meiner peinlichen Situation erwischt zu werden. Ich stehe etwas ängstlich auf und gehe zum Spiegel.
Und dann sehe ich sie! Wie ein Schock durchzuckt es mich. Vor dem Spiegel steht eine junge attraktive Frau! Und sie sieht einfach nur gut aus; so als käme sie nach einem windigen Tag etwas zersaußt nach Hause. Nein das ist kein Student, der sich hektisch irgendwelche Klamotten übergetreift hat und dann bunt angemalt hat! Das ist eine junge hübsche Frau.
Und diese Frau bin ich. Ich sehe aus wie eine junge schicke Frau.
Ich will immer so aussehen! Ich will kein Mann mehr sein! Ich lass mich operieren, durchzuckt es mich. Ich kann als Frau problemlos durchgehen. Vorsichtig posiere ich etwas vor dem Spiegel. Das ist doch Wahnsinn, ich habe eine tolle Freundin und mein männliches Leben ist doch voll erfüllt. Was soll der Quatsch? Es gibt keinen Weg zurück.
Dann fällt mein Blick wieder auf mein Spiegelbild. Frau, Frau, Frau schreit es mich an. Jeder Zentimeter weiblich. Ich versuche etwas zu lächeln. "Oh mein Gott, damit dem Körper lässt was erleben. Wie ist dass, wenn man von einem Mann verführt wird. Wie wird das erste Mal sein wenn ein Penis in mich eindringt? Werde ich einen Orgasmus haben? Die Hormone und die OPs werden mich ja noch hübscher machen. Und wenn ich noch ein paar Kilo abnehme, dann könnte ich sogar Modellmaße erreichen. Wenn ich will kann ich als Frau weiterleben!
Der Gedanke überwältigt mich, macht mir Angst, fasziniert mich unglaublich wird zu einzig denkbaren Gedanken. Er verschlingt mich förmlich. Und dann ist es auf einmal so, als wenn jemand anderes für mich die Entscheidung trifft.
Ja, ich werde es tun. Ich werde mich zu einer Frau operieren lassen. Es geht einfach nicht anders. Nie wieder werde ich einen jungen Mann im Spiegel sehen! Ich spüre, wie in Trance, ich bin den ersten Schritt gegangen! Jetzt geht es nur noch nach vorn. Wie durch einen Nebel sage ich mir, "Es hat begonnen", es gibt keine Heimlichtuerei mehr. Ich bin die junge Frau im Spiegel und ich möchte mein Leben leben. Ein großes unbekanntes Leben und jeder Schritt wird unglaublich aufregend. Aber am Ende steht die Frau, die ich im Spiegel sehe. Zum ersten Mal in meinem Leben mag ich meinen Körper, meinen zukünftigen Körper, den ich gerade zum ersten Mal erahnen darf. So will ich sein!
So werde ich sein! Wie auf Wolken schwebe ich in das Badezimmer. Ich lege den Rock zur Seite, ziehe die Strumpfhosen aus ich fühle wie flach da vorne alles ist. Etwas feucht. Da muss ich mich etwas säubern. "wie wird das sein, wenn er in mir kommt?" Am Ende muss das Sperma ja wieder raus. Wird vielleicht ähnlich sein. Eine merkwürdige Frage, aber ich werde mir klar dass ich ganz am Anfang einer großen Reise stehe. Nachdem ich mir einen frischen Slip angezogen habe beginne ich meine erste Rasur der Beine. So gründlich wie möglich sage ich mir und nehme das Epiliergerät.
Der schmerz ist fast unerträglich. Die Beine sind Feuerrot und mir stehen die Tränen in den Augen. Ich möchte aufgeben, lege den Epilierer zur Seite und streiche vorsichtig über die bereits rasierten Teile meiner Haut. Das fühlt sich unglaublich glatt an! Einfach fantastisch! Also beiße ich die Zähne zusammen und nach einer für mich unglaublich langen und tränenreichen Zeit findet sich kein Härchen mehr an meinem Körper. Bein den Achselhöhlen habe ich etwas gemogelt und den Rasierapparat genommen. Um dem Schmerz zu lindern, creme ich mich sorgfältig ein. Meine Haut fühlt sich nun glatt und zart an. Ich genieße das angenehme Gefühl. Dann schaue ich in den Spiegel und erschrecke vor dem ruinierten Make up. Die Tränen haben alles verschmiert, aber immer noch sehe ich eine Frau. Bevor ich mich wieder schminke, zupfe ich mir noch die Augenbrauen. Der Effekt ist erstaunlich. Als Mann kann ich nun nicht mehr so ohne weiteres auf die Straße.
Nun bin ich auf dem Weg. Ein Zurück wird immer schwieriger. Aber ich denke gar nicht richtig darüber nach, sondern mache den nächsten Schritt. Eiswürfel, etwas Alkohol und schon sind die Ohrstecker fest. Den Schmerz spüre ich kaum. Nur ein Gefühl der Aufregung und Abenteuerlust.
Ich gehe wieder zum Spiegel. Immer noch sehe ich die Frau, die ich nun beginne zu sein. Aber ich schau auch wieder etwas anders auf mich. "Bin ich hübsch genug?". Meine Frisur stört mich. Sieht zwar ganz brauchbar aus für selbstgemacht, aber ich verstehe jetzt warum der Gang zum Frisör für Frauen so wichtig ist. Auch meine Nase ist mit etwas zu groß. Nicht, dass ich dadurch männlich wirken würde, aber Sie könnte schöner sein. Als Modell kann ich so nicht arbeiten. Aber will ich das?
Verwirrt gehe ich in die Küche und mache mir einen Kaffee. Ich nehme mir die Milchdose und stelle Sie wieder zurück. Als Frau könnte ich noch etwas schlanker werden. Ich blättere in den Modezeitschriften meiner Freundin. Das ist jetzt auch meine Welt. Klamotten, Frisuren, Liebe alles wird jetzt anders. Liebe, Beziehungen, Sex mit Männern? Mir wird klar, dass ich mich auf dem Weg in eine völlig neue Welt begebe. Ich sehe mein Spiegelbild im Fenster. Ich brauche dringend eine anständige Frisur. Man könnte die Haare verlängern. In der Stadt gibt es einen Spezialfrisör für so etwas. Der Gedanke lässt mich nicht mehr los.
Ich studierte Architektur und meine Freundin arbeitete im Einkauf. So war ich nach dem gemeinsamen Frühstück oft allein. Mir war es furchtbar peinlich, aber manchmal besonders nach einer heißen gemeinsamen Nacht, zog es mich magisch in Richtung ihres Kleiderschranks. Seit ich dreizehn war zog ich mir manchmal heimlich Frauenkleider an und es war immer sehr aufregend. Aber die Gelegenheiten waren selten.
Seit einem Jahr lebte ich nun war alles anders. Jeden morgen, nachdem sie sich auf den weg zur Arbeit gemacht hatte und ich keine wichtige Vorlesung hatte stöberte ich in Ihrem Kleiderschrank. Als kaufmännische angestellte besaß sie sehr viele schicke Sachen. Was die Versuchung noch größer machte war der recht geringe Größenunterschied zwischen uns. Ich war gerade mal 4cm größer als Sie und die Natur hat mir recht kleine Füße geschenkt (Größe 41). Ich konnte nun also alles ausprobieren. Mittlerweile hatte ich auch etwas Übung beim Schminken und mein kleines Hobby machte nun richtig Spaß. Allerdings immer nur bis zu dem Punkt, wo die Erregung nachließ. Dann erstarrte ich, schaute in den Spiegel und fand mich furchtbar hässlich und hatte eine furchtbare Angst erwischt zu werden. So passierte es regelmäßig ein bis zweimal pro Woche. Die Haare trug ich mittlerweile etwas länger und meine Schminkfertigkeiten hatten sich nach und nach verbessert. Aber jedes mal wenn die Erregung nachließ, sah ich sofort wieder einen jungen Mann im Spiegel, puterrot und irgendwie schlecht verkleidet. Erwischt worden bin ich Gott sei Dank noch nie.
Diesmal war es etwas anders. Maren musste auf eine einwöchige Fortbildung und ich musste einen großen Entwurf fertig machen. Nachdem wir und verabschiedet hatten, konnte ich mich typisch Student natürlich nicht direkt aufraffen zu Zeichnen. Außerdem gefiel mir mein Entwurf im Monent nicht wirklich gut. Also rückte ihr Kleiderschrank in den Mittelpunkt meines Interesses. Mir wurde klar, dass ich wenn ich gewollt hätte den ganzen Tag als Frau verbringen konnte. Ich kannte mich aber, es würde irgendwann ein jähes Ende finden. Trotzdem wollte ich die Gelegenheit so gut wie möglich auskosten. Nach einem ausgiebigen Vollbad und einer sehr gründlichen Rasur (leider nur im Gesicht) wie hätte etwas anderes erklären können, suchte ich mir zunächst einen hübschen BH mit etwas Spitze aus. Für den Busen hatte ich schon einiges ausprobiert. Mit Wasser gefüllte Kondome wippten recht natürlich und ließen sich recht leicht hinterher entsorgen. Leider machten Sie ein glucksendes Geräusch, was sehr unerotisch war. Also probierte ich etwas Neues. Ich füllte meine Kondombusen nicht mit Wasser sondern mit Wackelpudding. Das Befüllen war recht mühselig, Aber am ende war nichts zu hören. Etwas Dekoltee mit Klebeband zu simulieren hatte nach Vorlagen aus dem Netz recht gut im Griff. Diesmal hatte ich den selbstgebastelten Busen mit Klebeband befestigt und hatte etwas Angst vor dem schmerzhaften Entfernen hinterher. Als ich den BH angezogen hatte war ich sehr zufrieden. Untenrum war es etwas komplizierter. Da ich diesmal mehr Zeit hatte und ich nicht nach kurzer Erregung wieder alles vorbei sein sollte klebte ich mir nach einem Internetvideo unten alles weg. Dann zog ich einen Slip mit etwas Spitze an. Das Ergebnis war extrem flach und ich bekam ein wenig Angst.
Dann zog ich mir mein Lieblingsoutfit an. Zwei Stumpfhosen übereinander, damit man meine Haare nicht sieht, ein weißes, eng anliegendes Top nicht ganz dünn, aber man kann die Spitzen des BHs ahnen. Dann den schwarzen kurzen Rock. Aber das passt irgendwie nicht, sieht zu sehr nach Kellnerin aus. Der Ballonrock ist auch irgendwie blöde. "Ich bin ja schlimmer als eine echte Frau", denke ich. "Ich hab nichts passendes zum Anziehen". Und das bei dem riesen Kleiderschrank. Bei den Leggings sieht man zu sehr, dass ich kaum Hüfte habe. Es ist zum verzweifeln. Wie schafft Lisa —meine Freundin- es nur jeden Tag etwas anderes, schickes zum Anziehen zu finden?
Endlich! Der olivfarbene gemusterte Rock passt perfekt. Dazu die Stiefeletten und der dünne Gürtel. So fange ich an, mir zu gefallen! Entspannt setzte ich mich vor den Schminkspiegel. Ich genieße es, unendlich viel Zeit zu haben? Die vielen Übungsmöglichkeiten in den letzten Monaten machen sich langsam bezahlt. Nach fast einer Stunde bin ich richtig zufrieden mit dem Ergebnis. Nur die halblangen Haare fallen noch etwas langweilig. Doch mit dem Lockenstab habe ich nach einer weiteren halben Stunde eine recht brauchbare Frisur. Ich stehe auf und gehe zu unserem großen Wandspiegel. Sieht ja schon mal ganz gut aus. Aber da fehlen ja noch die Details. Mit etwas Schmuck und lackierten Fingernägeln (leichtes rosa) betrachte ich mich dann noch einmal in Ruhe. Alles wirkt sehr harmonisch. Wie so oft beginnt mich der Anblick zu erregen.
Gleich wird es wie immer sein. Nach einer kurzen großen Erregung beginnt das große Aufräumen und die Angst vor dem erwischt werden. Es ist halt wie eine Sucht: Nach dem Kick kommt das böse Erwachen. Aber vielleicht gibt es im lauf der langen Woche ja noch mehr Gelegenheiten.
Aber diesmal ist es etwas anders. Vielleichtliegt es am Tucking. Das kleine Teil kann sich nicht so entfalten wie sonst. Trotzdem erregt mich das bislang bestgelungene Styling extrem. Irgendwann verliere ich völlig die Kontrolle. Ich liege auf dem Bett und reibe die immer noch flache Stelle zwischen den Beinen bis sie feucht wird. Vor Erschöpfung bleibe ich einige Zeit still liegen.
Irgendetwas stimmt nicht. Ich bleibe unbeweglich liegen. Eigentlich müsste ich jetzt eine große Angst vor dem entdeckt werden spüren, wie immer danach. Irgendwie habe ich auch eine Höllenangst in meiner peinlichen Situation erwischt zu werden. Ich stehe etwas ängstlich auf und gehe zum Spiegel.
Und dann sehe ich sie! Wie ein Schock durchzuckt es mich. Vor dem Spiegel steht eine junge attraktive Frau! Und sie sieht einfach nur gut aus; so als käme sie nach einem windigen Tag etwas zersaußt nach Hause. Nein das ist kein Student, der sich hektisch irgendwelche Klamotten übergetreift hat und dann bunt angemalt hat! Das ist eine junge hübsche Frau.
Und diese Frau bin ich. Ich sehe aus wie eine junge schicke Frau.
Ich will immer so aussehen! Ich will kein Mann mehr sein! Ich lass mich operieren, durchzuckt es mich. Ich kann als Frau problemlos durchgehen. Vorsichtig posiere ich etwas vor dem Spiegel. Das ist doch Wahnsinn, ich habe eine tolle Freundin und mein männliches Leben ist doch voll erfüllt. Was soll der Quatsch? Es gibt keinen Weg zurück.
Dann fällt mein Blick wieder auf mein Spiegelbild. Frau, Frau, Frau schreit es mich an. Jeder Zentimeter weiblich. Ich versuche etwas zu lächeln. "Oh mein Gott, damit dem Körper lässt was erleben. Wie ist dass, wenn man von einem Mann verführt wird. Wie wird das erste Mal sein wenn ein Penis in mich eindringt? Werde ich einen Orgasmus haben? Die Hormone und die OPs werden mich ja noch hübscher machen. Und wenn ich noch ein paar Kilo abnehme, dann könnte ich sogar Modellmaße erreichen. Wenn ich will kann ich als Frau weiterleben!
Der Gedanke überwältigt mich, macht mir Angst, fasziniert mich unglaublich wird zu einzig denkbaren Gedanken. Er verschlingt mich förmlich. Und dann ist es auf einmal so, als wenn jemand anderes für mich die Entscheidung trifft.
Ja, ich werde es tun. Ich werde mich zu einer Frau operieren lassen. Es geht einfach nicht anders. Nie wieder werde ich einen jungen Mann im Spiegel sehen! Ich spüre, wie in Trance, ich bin den ersten Schritt gegangen! Jetzt geht es nur noch nach vorn. Wie durch einen Nebel sage ich mir, "Es hat begonnen", es gibt keine Heimlichtuerei mehr. Ich bin die junge Frau im Spiegel und ich möchte mein Leben leben. Ein großes unbekanntes Leben und jeder Schritt wird unglaublich aufregend. Aber am Ende steht die Frau, die ich im Spiegel sehe. Zum ersten Mal in meinem Leben mag ich meinen Körper, meinen zukünftigen Körper, den ich gerade zum ersten Mal erahnen darf. So will ich sein!
So werde ich sein! Wie auf Wolken schwebe ich in das Badezimmer. Ich lege den Rock zur Seite, ziehe die Strumpfhosen aus ich fühle wie flach da vorne alles ist. Etwas feucht. Da muss ich mich etwas säubern. "wie wird das sein, wenn er in mir kommt?" Am Ende muss das Sperma ja wieder raus. Wird vielleicht ähnlich sein. Eine merkwürdige Frage, aber ich werde mir klar dass ich ganz am Anfang einer großen Reise stehe. Nachdem ich mir einen frischen Slip angezogen habe beginne ich meine erste Rasur der Beine. So gründlich wie möglich sage ich mir und nehme das Epiliergerät.
Der schmerz ist fast unerträglich. Die Beine sind Feuerrot und mir stehen die Tränen in den Augen. Ich möchte aufgeben, lege den Epilierer zur Seite und streiche vorsichtig über die bereits rasierten Teile meiner Haut. Das fühlt sich unglaublich glatt an! Einfach fantastisch! Also beiße ich die Zähne zusammen und nach einer für mich unglaublich langen und tränenreichen Zeit findet sich kein Härchen mehr an meinem Körper. Bein den Achselhöhlen habe ich etwas gemogelt und den Rasierapparat genommen. Um dem Schmerz zu lindern, creme ich mich sorgfältig ein. Meine Haut fühlt sich nun glatt und zart an. Ich genieße das angenehme Gefühl. Dann schaue ich in den Spiegel und erschrecke vor dem ruinierten Make up. Die Tränen haben alles verschmiert, aber immer noch sehe ich eine Frau. Bevor ich mich wieder schminke, zupfe ich mir noch die Augenbrauen. Der Effekt ist erstaunlich. Als Mann kann ich nun nicht mehr so ohne weiteres auf die Straße.
Nun bin ich auf dem Weg. Ein Zurück wird immer schwieriger. Aber ich denke gar nicht richtig darüber nach, sondern mache den nächsten Schritt. Eiswürfel, etwas Alkohol und schon sind die Ohrstecker fest. Den Schmerz spüre ich kaum. Nur ein Gefühl der Aufregung und Abenteuerlust.
Ich gehe wieder zum Spiegel. Immer noch sehe ich die Frau, die ich nun beginne zu sein. Aber ich schau auch wieder etwas anders auf mich. "Bin ich hübsch genug?". Meine Frisur stört mich. Sieht zwar ganz brauchbar aus für selbstgemacht, aber ich verstehe jetzt warum der Gang zum Frisör für Frauen so wichtig ist. Auch meine Nase ist mit etwas zu groß. Nicht, dass ich dadurch männlich wirken würde, aber Sie könnte schöner sein. Als Modell kann ich so nicht arbeiten. Aber will ich das?
Verwirrt gehe ich in die Küche und mache mir einen Kaffee. Ich nehme mir die Milchdose und stelle Sie wieder zurück. Als Frau könnte ich noch etwas schlanker werden. Ich blättere in den Modezeitschriften meiner Freundin. Das ist jetzt auch meine Welt. Klamotten, Frisuren, Liebe alles wird jetzt anders. Liebe, Beziehungen, Sex mit Männern? Mir wird klar, dass ich mich auf dem Weg in eine völlig neue Welt begebe. Ich sehe mein Spiegelbild im Fenster. Ich brauche dringend eine anständige Frisur. Man könnte die Haare verlängern. In der Stadt gibt es einen Spezialfrisör für so etwas. Der Gedanke lässt mich nicht mehr los.
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Magdalena
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Re: Ausser Kontrolle
Hallo Sandra,
die Geschichte liest sich gut. Ich binschon auf eine Fortsetzung gespannt.
LG Magdalena
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LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Franka
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Re: Ausser Kontrolle
Fiktiv oder real? Egal, bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht.
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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sandra93
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Re: Ausser Kontrolle
Der Frisörtermin
Ich fange an im Netz systematisch nach Frisuren zu suchen. Soll ich meine Haare verlängern lassen oder lieber eine schicke Kurzhaarfrisur. Eine neue Haarfarbe wäre auch nicht schlecht. Locken? Das könnte auch schick aussehen. Je länger ich schaue, desto weniger kann ich mich entscheiden. Irgendwie so mit Logik und System, wie ich es bislang gewohnt war, das funktioniert auf einmal nicht mehr. Aber je länger ich schaue, desto klarer wird es: Ein neues Leben braucht eine neue Frisur. Also so anders und so weiblich wie möglich. Also die langen blonden Engelslocken. Das ist zwar etwas klischeehaft, aber das muss man einfach mal gehabt haben. Außerdem stehen die Jungs darauf. Und es längt von meinen kleinen Haken auf der Nase ab. Dann muss ich nur noch rausfinden, wo man hier in der Nähe Haarverlängerungen machen lassen kann.
"Verenas Haarstudio, wir finden Lösungen für alle Haarprobleme". Die Bilder sind super. Da sind alle Altersstufen und es wird mit Diskretion geworben. Alles klingt ordentlich, und von modernen Frisuren scheinen sie auch Ahnung zu haben. Also einen Termin machen. Schnell greife ich zum Telefon und wähle die Nummer. Am besten noch heute einen Termin machen und mit einer blonden Mähne den Abend verbringen.
"Verenas Haarstudio, Maren am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen" höre ich eine fröhliche, sehr sympathische Stimme." Ich setzte an, um zu antworten. Dann stocke ich. Ich habe noch nie als Frau versucht zu sprechen. "I..ich, "¦"verschreckt lege ich wieder auf. Oh, mein Gott, dass schaffe ich nie. Wie soll ich als Frau leben, wenn ich nicht mal vernünftig sprechen kann. Mir wird klar, dass das eine viel längere Reise wird, als ich gedacht habe. Aber der Gedanke mit dem Frisör lässt mich nicht los. Ich hol mir einen Kaffee. Das setzte ich mich wieder vor den PC und surfe zum Thema weibliche Stimme und die Angleichung für Transsexuelle. "Transsexuell?", ja das bin ich jetzt. Das wird meine Welt sein. Zumindest so lange bis alles abgeschlossen ist. Nicht ein kurzer erotischer Kick, ein kleine Absonderlichkeit, sondern ein ganz neues Leben mit vielen Steinen auf dem Weg, dass wird für mich von nun an das Wort "Transsexuell" bedeuten.
Das Ergebnis meines Surfens ist eher ernüchtern. Zwar scheint es mittlerweile halbwegs brauchbare StimmOPs zu geben, aber ohne professionelle, logopädische Unterstützung und ganz viel üben, scheint nichts zu laufen. Wie komme ich nun zu meinen neuen Haaren ohne mich unsterblich zu blamieren? Mit dem Kopfhörer vor dem PC übe ich einfach drauf los. Mit ein paar Beispielen bekomme ich eine grobe Idee, wie es funktionieren könnte. Nach zwei Stunden fange ich an heise zu werden, mache eine kleine Pause und trinke einen Tee. Das könnte knapp werden, mit dem Frisörtermin heute! Ich höre mir meine letzten Sprechproben an. Klar die Stimme ist anders, aber jedes Mal anders. Und wirklich weiblich ist sie eigentlich nie. Entweder Mickymaus artig oder sie hört sich wie eine sanfte schwule Männerstimme an. Ich fange an, zu verzweifeln. Ich übe etwas weiter, aber es wird eher schlechter als besser. Vor Wut und Verzweiflung fange ich an zu weinen. Ich sehe mein Spiegelbild im Fenster. Das Makeup ist ruiniert! Jetzt fange ich erst recht an zu Heulen. Ich will kein Freak, werden! Ich gehe in Schlafzimmer um mein Makeup wieder in Ordnung zu bringen. Das beruhigt mich wieder etwas. Als ich fertig bin, gehe ich zum großen Spiegel und betrachte mich in aller Ruhe. Was ich sehe ist eine junge Frau, die etwas traurig guckt. Das heißt ich kann als Frau leben, wenn ich will. Will ich? Frage ich mich. Die junge Frau im Spiegel lächelt entschlossen. Ich nehme das Telefon und beginne wieder die Nummer von Verenas Haarstudio zu wählen. Nach den ersten Ziffern stoppe ich. Ich weiß, was ich will, aber meine Stimme bleibt eine Katastrophe. Nachdenklich schaue ich aus dem Fenster. "Das ist der lange Weg. Es wird am Anfang ganz viele Situationen geben, wo man mich erkennt und ja es wird mir sehr peinlich sein. Weil ich nicht bin, was ich sein möchte. Bislang hat das niemand gemerkt. Aber auf dem Weg zur Frau, werden viele Menschen sehen, dass ich noch keine bin. Aber am Ende, das sagt mir mein Spiegelbild, werde ich zu den eher wenigen Transsexuellen gehören, die perfekt als Frau durchgehen können. Ich bin nicht zu groß 1,78 cm, jetzt schon recht schlank mit meinen 72 kg und mein Gesicht hat eine eher ovale Form. Aber jetzt und heute! Haare eher kurz, keine Hüfte, und meine Nase kann man eher als orientalisch bezeichnen. Und vor allem, ich kann mit niemanden sprechen. Euphorie und Verzweiflung mischen sich zu einem unbeschreiblichen Gefühl. Aber ein wird klar. Ich will nicht zurück, es zieht mich magisch in die neue Welt, die am Ende eine unglaubliche neue Freiheit bedeutet.
Ich versuche es mit Logik: Auch als Frau sollte man auch ab und an logisch denken. Außerdem habe ich es ja die letzten 21 Jahre geübt. Wenn ich nicht zurück will, dann muss ich vorwärts. Vorwärts heißt das andere Menschen erfahren, welchen Weg ich gehe. Und diese Menschen werden sehr, sehr unterschiedlich reagieren. Bevor ich dem Menschen gegenübertrete die ich liebe und die mir wichtig sind, wäre es harmloser, mich gegenüber Fremden zu outen, die zudem damit werben, diskret zu sein. Soweit die Vernunft und die Theorie. Wieder greife ich zum Hörer und lege ihn sofort wieder weg. Ich denke alle möglichen Varianten durch, wie ich das Gespräch anfange.
Nach einer gefühlten Unendlichkeit, ohne Fortschritte hole ich einfach Luft und wähle die Nummer. "Verenas Haarstudio, Maren am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen" höre ich die vertraute Stimme. "Ich hätte gerne eine Haarverlängerung, aber da gibt es ein kleines Problem ",sage ich mit meiner heiseren eher männnlichen Stimme. "Wir finden auch Lösungen bei völligen Haarausfall", höre ich Verenas Stimme. "Nun mein Problem, liegt etwas anders und ich weiß nicht, ob sie bereit sind, mich als Kundin zu akzeptieren." Mein Herz pocht bis zum Hals. Ein kurzes Schweigen am anderen Ende der Leitung. " Wenn es nur ihre Erkältung ist, machen Sie sich keine Sorgen. Wir passen schon auf dass Sie sich nicht verkühlen, Frau ??" . "Wagner", antworte ich "Sandra Wagner" zum ersten mal habe ich meinen weiblichen Namen ausgesprochen. Kann es so einfach sein? Einfach behaupten, man wäre erkältet? Es ist Frühsommer. "Ich hätte gerne einen Termin für eine Haarverlängerung mit einer ausführlichen Frisurberatung. Ich habe im Moment knapp Schulterlanges glattes, dunkelbraunes Haar. Wie lange wird es voraussichtlich dauern?"
"Sie müssten sich schon einige Stunden Zeit nehmen. Außer mir macht nur noch unsere Chefin Haarverlängerungen. Wenn Sie von Verena bedient werden möchten, müssen sie allerdings noch 3 — 4 Tage Geduld haben." "Und bei Ihnen unterbreche ich angstvoll?". "Ich habe heute noch nicht viele Termine, aber drei bis vier Stunden, das wird schwierig. Einen kleinen Moment bitte".
Das Warten scheint ewig zu dauern. Im Hintergrund höre ich leise Stimmen. "Bitte, ich möchte sie unbedingt als Kundin haben. Du weiß doch warum. "¦ klar kommt das immer wieder vor, aber selten. Du hast doch genug Verlängerungen.."
"Sind Sie noch dran, Frau Wagner?". "Ja", antworte ich. "Also wenn Sie flexibel sind, könnten wir heute noch einen Termin machen. Um 13.00 Uhr könnten Sie kommen. Wäre das möglich?"
"Ja, gerne" antworte ich. "Dann freuen wir uns auf Ihren Besuch. Auf Wiedersehen." 13.00 Uhr, das ist in 3 Stunden. Eine Dreiviertelstunde brauche ich für die Fahrt und den Parkplatz. Dann bleiben noch 2 Stunden zum Fertigmachen. Ob das reicht? Ich muss grinsen. Im Spiegel schaut mir eine perfekt geschminkte und gestylte Frau entgegen, die aussieht, als ob sie gerade aus dem Büro kommt. Aber so ganz ausgehfertig bin ich noch nicht. Eine dünne Jacke brauche ich noch und natürlich! Die Handtasche muss gepackt werden. Nach einer viertel Stunde ist alles gepackt. Ich gehe am Spiegel vorbei. Oh, mein Gott! Der Gang! Wie ein Bauarbeiter auf Stelzen. Ob ich das noch hinbekomme. Ich möchte nicht, dass mir alle in der Stadt hinterherstarren. Ich hole einen zweiten Spiegel aus dem Flur. Nun kann ich mich von vorne und hinten gleichzeitig betrachten. Also wird geübt. Langsam werden die Bewegungen auf den gar nicht mal so hohen Absätzen flüssiger und eleganter. Nach einiger Zeit tun mir die Füße weh. Aber mein Gang fängt an, mir zu gefallen. Beschwingt, aber nicht zu übertrieben. Endlich mal ein kleiner Erfolg. Noch eine halbe Stunde. Ich trinke noch einen Tee und blättere in den Modezeitschriften. "In Ruhe, shoppen gehen, das wird ein Spaß". Einfach etwas aussuchen und in der Umkleide anprobieren. Meinen eigenen Styl entwickeln."
Langsam kommt Vorfreude auf. Ich muss los. Ein wenig Parfum, die Handtasche, die Autoschlüssel und los geht es. Ich öffne die Tür zum Treppenhaus. Während ich die Treppen herabsteige, fängt mein Herz an, schneller zu schlagen. Wenn mich jetzt ein Nachbar sieht? Einfach freundlich zulächeln. Ich erkenne mich ja selbst nicht im Spiegel. Trotzdem bin ich wahnsinnig aufgeregt. Zum ersten mal, können mich andere als Frau sehen. Ich konzentriere mich auf meinen Gang, während ich die Straße zum Auto überquere. Dann schließe ich die Tür auf und versuche mich zu setzten. Gar nicht so einfach im Rock. Kurz strecken und den Rock glattziehen. Beim nächsten Mal mache ich es besser.
Auf der Fahrt in die Stadt, spüre ich immer wieder mein Outfit. Die Seidenstrümpfe, die hohen Schuhe beim Gasgeben und ich sehe meine lackierten Fingernägel beim Schalten. Alles fühlt sich neu und irgendwie leicht an. An der Ampel schaue ich aus dem Seitenfenster. Der Typ im Nebenwagen starrt mich an. Als er meinen Blick sieht, versucht er freundlich zu lächeln. Ich merke wie ich unter meiner Schminke rot werde und senke meinen Blick. "Hat er mich durchschaut", denke ich und gucke vorsichtig wieder durch das Fenster. Er hält mir sein Handy fragend entgegen. Eine Mischung aus Erleichterung und Verärgerung macht sich bei mir breit. Der Typ wollte mich nur blöd anbaggern. Das nervt, aber"¦.mein Herz macht vor Freude einen Sprung. Er hat mich als Frau wahrgenommen! Ich werde als attraktive Frau gesehen, zumindest im Auto und von eher mittelmäßigen Typen. Aber als Frau! Das Hupen von meinem Hintermann holt mich wieder ins Leben zurück. Ich würge in der Hektik und mit meinen Absätzen den Wagen ab. "Typisch Frau", denke ich und lächle als ich weiterfahre.
Nach einigen Minuten bin ich am Ziel. Das Einparken klappt problemlos. Ich steige aus und gehe die letzten zwanzig Meter bis zum Friseursalon. Ich öffne die Tür. Eine gepflegte Theke mit einem kleinen Wartebereich. Auf der Theke eine kleine Klingel. Bevor ich Nachdenken kann drücke.
"Einen Moment bitte, höre ich die vertraute Stimme vom Telefon""¦
Ich fange an im Netz systematisch nach Frisuren zu suchen. Soll ich meine Haare verlängern lassen oder lieber eine schicke Kurzhaarfrisur. Eine neue Haarfarbe wäre auch nicht schlecht. Locken? Das könnte auch schick aussehen. Je länger ich schaue, desto weniger kann ich mich entscheiden. Irgendwie so mit Logik und System, wie ich es bislang gewohnt war, das funktioniert auf einmal nicht mehr. Aber je länger ich schaue, desto klarer wird es: Ein neues Leben braucht eine neue Frisur. Also so anders und so weiblich wie möglich. Also die langen blonden Engelslocken. Das ist zwar etwas klischeehaft, aber das muss man einfach mal gehabt haben. Außerdem stehen die Jungs darauf. Und es längt von meinen kleinen Haken auf der Nase ab. Dann muss ich nur noch rausfinden, wo man hier in der Nähe Haarverlängerungen machen lassen kann.
"Verenas Haarstudio, wir finden Lösungen für alle Haarprobleme". Die Bilder sind super. Da sind alle Altersstufen und es wird mit Diskretion geworben. Alles klingt ordentlich, und von modernen Frisuren scheinen sie auch Ahnung zu haben. Also einen Termin machen. Schnell greife ich zum Telefon und wähle die Nummer. Am besten noch heute einen Termin machen und mit einer blonden Mähne den Abend verbringen.
"Verenas Haarstudio, Maren am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen" höre ich eine fröhliche, sehr sympathische Stimme." Ich setzte an, um zu antworten. Dann stocke ich. Ich habe noch nie als Frau versucht zu sprechen. "I..ich, "¦"verschreckt lege ich wieder auf. Oh, mein Gott, dass schaffe ich nie. Wie soll ich als Frau leben, wenn ich nicht mal vernünftig sprechen kann. Mir wird klar, dass das eine viel längere Reise wird, als ich gedacht habe. Aber der Gedanke mit dem Frisör lässt mich nicht los. Ich hol mir einen Kaffee. Das setzte ich mich wieder vor den PC und surfe zum Thema weibliche Stimme und die Angleichung für Transsexuelle. "Transsexuell?", ja das bin ich jetzt. Das wird meine Welt sein. Zumindest so lange bis alles abgeschlossen ist. Nicht ein kurzer erotischer Kick, ein kleine Absonderlichkeit, sondern ein ganz neues Leben mit vielen Steinen auf dem Weg, dass wird für mich von nun an das Wort "Transsexuell" bedeuten.
Das Ergebnis meines Surfens ist eher ernüchtern. Zwar scheint es mittlerweile halbwegs brauchbare StimmOPs zu geben, aber ohne professionelle, logopädische Unterstützung und ganz viel üben, scheint nichts zu laufen. Wie komme ich nun zu meinen neuen Haaren ohne mich unsterblich zu blamieren? Mit dem Kopfhörer vor dem PC übe ich einfach drauf los. Mit ein paar Beispielen bekomme ich eine grobe Idee, wie es funktionieren könnte. Nach zwei Stunden fange ich an heise zu werden, mache eine kleine Pause und trinke einen Tee. Das könnte knapp werden, mit dem Frisörtermin heute! Ich höre mir meine letzten Sprechproben an. Klar die Stimme ist anders, aber jedes Mal anders. Und wirklich weiblich ist sie eigentlich nie. Entweder Mickymaus artig oder sie hört sich wie eine sanfte schwule Männerstimme an. Ich fange an, zu verzweifeln. Ich übe etwas weiter, aber es wird eher schlechter als besser. Vor Wut und Verzweiflung fange ich an zu weinen. Ich sehe mein Spiegelbild im Fenster. Das Makeup ist ruiniert! Jetzt fange ich erst recht an zu Heulen. Ich will kein Freak, werden! Ich gehe in Schlafzimmer um mein Makeup wieder in Ordnung zu bringen. Das beruhigt mich wieder etwas. Als ich fertig bin, gehe ich zum großen Spiegel und betrachte mich in aller Ruhe. Was ich sehe ist eine junge Frau, die etwas traurig guckt. Das heißt ich kann als Frau leben, wenn ich will. Will ich? Frage ich mich. Die junge Frau im Spiegel lächelt entschlossen. Ich nehme das Telefon und beginne wieder die Nummer von Verenas Haarstudio zu wählen. Nach den ersten Ziffern stoppe ich. Ich weiß, was ich will, aber meine Stimme bleibt eine Katastrophe. Nachdenklich schaue ich aus dem Fenster. "Das ist der lange Weg. Es wird am Anfang ganz viele Situationen geben, wo man mich erkennt und ja es wird mir sehr peinlich sein. Weil ich nicht bin, was ich sein möchte. Bislang hat das niemand gemerkt. Aber auf dem Weg zur Frau, werden viele Menschen sehen, dass ich noch keine bin. Aber am Ende, das sagt mir mein Spiegelbild, werde ich zu den eher wenigen Transsexuellen gehören, die perfekt als Frau durchgehen können. Ich bin nicht zu groß 1,78 cm, jetzt schon recht schlank mit meinen 72 kg und mein Gesicht hat eine eher ovale Form. Aber jetzt und heute! Haare eher kurz, keine Hüfte, und meine Nase kann man eher als orientalisch bezeichnen. Und vor allem, ich kann mit niemanden sprechen. Euphorie und Verzweiflung mischen sich zu einem unbeschreiblichen Gefühl. Aber ein wird klar. Ich will nicht zurück, es zieht mich magisch in die neue Welt, die am Ende eine unglaubliche neue Freiheit bedeutet.
Ich versuche es mit Logik: Auch als Frau sollte man auch ab und an logisch denken. Außerdem habe ich es ja die letzten 21 Jahre geübt. Wenn ich nicht zurück will, dann muss ich vorwärts. Vorwärts heißt das andere Menschen erfahren, welchen Weg ich gehe. Und diese Menschen werden sehr, sehr unterschiedlich reagieren. Bevor ich dem Menschen gegenübertrete die ich liebe und die mir wichtig sind, wäre es harmloser, mich gegenüber Fremden zu outen, die zudem damit werben, diskret zu sein. Soweit die Vernunft und die Theorie. Wieder greife ich zum Hörer und lege ihn sofort wieder weg. Ich denke alle möglichen Varianten durch, wie ich das Gespräch anfange.
Nach einer gefühlten Unendlichkeit, ohne Fortschritte hole ich einfach Luft und wähle die Nummer. "Verenas Haarstudio, Maren am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen" höre ich die vertraute Stimme. "Ich hätte gerne eine Haarverlängerung, aber da gibt es ein kleines Problem ",sage ich mit meiner heiseren eher männnlichen Stimme. "Wir finden auch Lösungen bei völligen Haarausfall", höre ich Verenas Stimme. "Nun mein Problem, liegt etwas anders und ich weiß nicht, ob sie bereit sind, mich als Kundin zu akzeptieren." Mein Herz pocht bis zum Hals. Ein kurzes Schweigen am anderen Ende der Leitung. " Wenn es nur ihre Erkältung ist, machen Sie sich keine Sorgen. Wir passen schon auf dass Sie sich nicht verkühlen, Frau ??" . "Wagner", antworte ich "Sandra Wagner" zum ersten mal habe ich meinen weiblichen Namen ausgesprochen. Kann es so einfach sein? Einfach behaupten, man wäre erkältet? Es ist Frühsommer. "Ich hätte gerne einen Termin für eine Haarverlängerung mit einer ausführlichen Frisurberatung. Ich habe im Moment knapp Schulterlanges glattes, dunkelbraunes Haar. Wie lange wird es voraussichtlich dauern?"
"Sie müssten sich schon einige Stunden Zeit nehmen. Außer mir macht nur noch unsere Chefin Haarverlängerungen. Wenn Sie von Verena bedient werden möchten, müssen sie allerdings noch 3 — 4 Tage Geduld haben." "Und bei Ihnen unterbreche ich angstvoll?". "Ich habe heute noch nicht viele Termine, aber drei bis vier Stunden, das wird schwierig. Einen kleinen Moment bitte".
Das Warten scheint ewig zu dauern. Im Hintergrund höre ich leise Stimmen. "Bitte, ich möchte sie unbedingt als Kundin haben. Du weiß doch warum. "¦ klar kommt das immer wieder vor, aber selten. Du hast doch genug Verlängerungen.."
"Sind Sie noch dran, Frau Wagner?". "Ja", antworte ich. "Also wenn Sie flexibel sind, könnten wir heute noch einen Termin machen. Um 13.00 Uhr könnten Sie kommen. Wäre das möglich?"
"Ja, gerne" antworte ich. "Dann freuen wir uns auf Ihren Besuch. Auf Wiedersehen." 13.00 Uhr, das ist in 3 Stunden. Eine Dreiviertelstunde brauche ich für die Fahrt und den Parkplatz. Dann bleiben noch 2 Stunden zum Fertigmachen. Ob das reicht? Ich muss grinsen. Im Spiegel schaut mir eine perfekt geschminkte und gestylte Frau entgegen, die aussieht, als ob sie gerade aus dem Büro kommt. Aber so ganz ausgehfertig bin ich noch nicht. Eine dünne Jacke brauche ich noch und natürlich! Die Handtasche muss gepackt werden. Nach einer viertel Stunde ist alles gepackt. Ich gehe am Spiegel vorbei. Oh, mein Gott! Der Gang! Wie ein Bauarbeiter auf Stelzen. Ob ich das noch hinbekomme. Ich möchte nicht, dass mir alle in der Stadt hinterherstarren. Ich hole einen zweiten Spiegel aus dem Flur. Nun kann ich mich von vorne und hinten gleichzeitig betrachten. Also wird geübt. Langsam werden die Bewegungen auf den gar nicht mal so hohen Absätzen flüssiger und eleganter. Nach einiger Zeit tun mir die Füße weh. Aber mein Gang fängt an, mir zu gefallen. Beschwingt, aber nicht zu übertrieben. Endlich mal ein kleiner Erfolg. Noch eine halbe Stunde. Ich trinke noch einen Tee und blättere in den Modezeitschriften. "In Ruhe, shoppen gehen, das wird ein Spaß". Einfach etwas aussuchen und in der Umkleide anprobieren. Meinen eigenen Styl entwickeln."
Langsam kommt Vorfreude auf. Ich muss los. Ein wenig Parfum, die Handtasche, die Autoschlüssel und los geht es. Ich öffne die Tür zum Treppenhaus. Während ich die Treppen herabsteige, fängt mein Herz an, schneller zu schlagen. Wenn mich jetzt ein Nachbar sieht? Einfach freundlich zulächeln. Ich erkenne mich ja selbst nicht im Spiegel. Trotzdem bin ich wahnsinnig aufgeregt. Zum ersten mal, können mich andere als Frau sehen. Ich konzentriere mich auf meinen Gang, während ich die Straße zum Auto überquere. Dann schließe ich die Tür auf und versuche mich zu setzten. Gar nicht so einfach im Rock. Kurz strecken und den Rock glattziehen. Beim nächsten Mal mache ich es besser.
Auf der Fahrt in die Stadt, spüre ich immer wieder mein Outfit. Die Seidenstrümpfe, die hohen Schuhe beim Gasgeben und ich sehe meine lackierten Fingernägel beim Schalten. Alles fühlt sich neu und irgendwie leicht an. An der Ampel schaue ich aus dem Seitenfenster. Der Typ im Nebenwagen starrt mich an. Als er meinen Blick sieht, versucht er freundlich zu lächeln. Ich merke wie ich unter meiner Schminke rot werde und senke meinen Blick. "Hat er mich durchschaut", denke ich und gucke vorsichtig wieder durch das Fenster. Er hält mir sein Handy fragend entgegen. Eine Mischung aus Erleichterung und Verärgerung macht sich bei mir breit. Der Typ wollte mich nur blöd anbaggern. Das nervt, aber"¦.mein Herz macht vor Freude einen Sprung. Er hat mich als Frau wahrgenommen! Ich werde als attraktive Frau gesehen, zumindest im Auto und von eher mittelmäßigen Typen. Aber als Frau! Das Hupen von meinem Hintermann holt mich wieder ins Leben zurück. Ich würge in der Hektik und mit meinen Absätzen den Wagen ab. "Typisch Frau", denke ich und lächle als ich weiterfahre.
Nach einigen Minuten bin ich am Ziel. Das Einparken klappt problemlos. Ich steige aus und gehe die letzten zwanzig Meter bis zum Friseursalon. Ich öffne die Tür. Eine gepflegte Theke mit einem kleinen Wartebereich. Auf der Theke eine kleine Klingel. Bevor ich Nachdenken kann drücke.
"Einen Moment bitte, höre ich die vertraute Stimme vom Telefon""¦
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Miley
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Re: Ausser Kontrolle
Was wird wohl nun passieren? Was wird die Mitarbeiterin des Salons sagen?
Wird sie ihn als Mann erkennen und als Frau akzeptieren?
Ich warte gespannt auf die Fortführug
Miley
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sandra93
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Re: Ausser Kontrolle
Maren
Maren erscheint hinter der Theke. Langes, schwarzes, lockiges Haar und ein bezauberndes Lächeln. Als Mann hätte ich mich glatt in Sie verguckt. Ein figurbetontes nicht zu aufreizendes Top und schwarze Jeans. Für eine Friseurin erscheint sie gar nicht aufgetakelt. "Richtig sympatisch", denke ich.
Als sie mich sieht, scheint sie einen kurzen Augenblick ein wenig enttäuscht. "Was kann ich für Sie tun?" sagt sie mit einer samtweichen Stimme. "Sandra Wagner ist mein Name, ich hatte einen Termin". Ihr Gesicht hellt sich merklich auf. Sie betrachtet mich aufmerksam mit einem Strahlen im Gesicht. Merkwürdigerweise betrachtet sie aber nicht nur mein Gesicht, sondern mein ganzes Erscheinungsbild. Ihr scheint zu gefallen, was sie sieht. "Nicht wundern", meint Sie, "ich schaue mir meine Kundinnen immer ganz an. Dann kann ich für Ihren Typ am besten beraten. Wenn Sie mir bitte folgen würden." Statt einem klassischen Friseurslon werde ich in einen Einzelraum mit hellem Oberlicht geführt. "Diskretion ist für unsere Kunden häufig sehr wichtig, daher haben wir Einzelplätze. Vielen Frauen ist es peinlich, wenn Sie ihre Haare verlieren. Aber bislang haben wir fast jedes Problem lösen können."
Dach dem ich Platz genommen habe fragt Sie mich nach meinen Wünschen und wir blättern gemeinsam durch diverse Frisurenkataloge. Dezent zeigt sie mir verschiedene Möglichkeiten. Am Ende ist mir aber recht klar, was ich möchte: Blonde lange gewellte Haare.
" Typisch für eine Transsexuelle beim ersten Frisörbesuch", lächelt sie mich an. Erschreckt will ich aufstehen und fluchtartig den Laden verlassen. Aber sie hält mich sanft am Arm fest. "Keine Angst", flüstert sie mir leise ins Ohr, " ich bin auch transsexuell". Völlig perplex starre ich Sie an. Die perfekte natürliche Schönheit; nicht den kleinsten Makel kann ich erkennen.
"Du darfst den Mund wieder zumachen. So sah ich nicht von Anfang an aus. Das Ganze hat über zwei Jahre gedauert und die letzte OP hatte ich vor einem halben Jahr. Deswegen höre ich auch sofort, wenn eine von uns einen Termin möchte. Du hast übrigens ein wahnsinniges Potential. Vor zwei Jahren habe ich nicht so gut ausgesehen wie du. Als du in den Laden gekommen bist, habe ich zunächst gedacht, ich habe es mit einer ganz normalen Frau zu tun. Und im Gegensatz zu vielen unserer transsexuellen Kundinnen, hat sehr gute Gene für deinen Weg."
Ich habe unglaublich viele Fragen, aber Maren kommt zunächst wieder zurück zu den Haaren. "Das typische blonde Dummchen möchte ich dir eigentlich nicht machen. Zudem hast du schon recht lange Haare, da können wir ein künstliches Haarteil aus echten Haaren einweben. Damit kannst du dann auch duschen und wir müssen nach einem halben Jahr nicht alles wegwerfen. Außerdem leiden die Haare dabei sehr." "Aber ich möchte so gerne blonde Haare", erwidere ich. "Kein Problem, ich denke blond steht dir. Aber ich würde glatte lange Haare empfehlen. Das sieht ein wenig gebildeter aus. Bevor wir loslegen: soll ich den Spiegel freilassen oder zuhängen?"
"zuhängen bitte. Ich habe vollstes Vertrauen zu dir. Und unglaublich viele Fragen, wenn du nichts dagegen hast". Die nächsten Stunden vergehen wie im Fluge. Maren hat sich im Gegensatz zu mir schon als kleines Kind immer als Mädchen gefühlt. Jede Transsexuelle ist anders und dafür sind die manchmal auch sehr nervigen Therapeuten wichtig. Sie habe aber richtig Glück gehabt. Ihre Therapeutin war einfach toll und eine richtige Hilfe. Vor zwei Jahren habe sie es einfach nicht mehr ausgehalten. Weder mit Männern noch mit Frauen hatte Sie vernünftige Beziehungen haben können.
Mal bin ich als Mädchen, mal als schwuler Junge am Wochenende ausgegangen. Klar habe sie am Ende einen Haufen Paradiesvögel gekannt. Aber gesehnt habe sie sich nach einer ganz normalen Beziehung mit einem ganz normalen Mann. Meinen Frust habe sie dann mit irgendwelchen bunten Pillen betäubt. Irgendwann sei sie dann in der Intensivstation aufgewacht. Von dort ging es zur Therapeutin. Dann war sehr schnell klar, sie will eine Frau werden und ein möglichst normales Leben führen. Und dann kam das ganze Prozedere mit Gutachten, Hormonen und OPs. Und nun ist sie seit einem halben Jahr eine richtige Frau und nächsten Monat ziehe sie mit ihrem Freund zusammen.
Neidvoll lausche ich ihren Erzählungen. Mir wird klar, ich werde viel Unterstützung brauchen. "Ich würde dich gerne noch furchtbar viele Dinge fragen, aber dafür reicht die Zeit wahrscheinlich kaum."
"Kein Problem, wir können nachher zu mir gehen. Ich wohne nur ein paar Minuten Fußweg von hier. Dann kann ich dir auch die eine oder andere Kleinigkeit geben, die ich nicht mehr brauche und wir können noch etwas quatschen." Ich bin platt, soviel Glück aus einmal hätte ich nicht erwartet. Einfach das Glück genießen. Entspannt lehne ich mich zurück und lasse mir mein Makeup neu machen. Nach drei Stunden ist es endlich soweit. Der Spiegel wird enthüllt.
Ein bisschen sehe ich aus wie Linda de Mol. Nur deutlich jünger und die Nase ist etwas spitzer. Insgesamt bin ich aber äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. Auch Maren freut sich über das Ergebnis. Gemeinsam gehen wir zur Kasse. "Einen Moment", sagt Maren, "ich muss mal kurz mit der Chefin sprechen. Sie möchte dich aus mal sehen". Zwei Minuten später kommt Maren mit Verena, der Chefin wieder. Verena ist Mitte dreißig ein sehr eleganter Typ. Ich muss ein wenig posieren und Maren erhält ein dickes Lob.
Ein wenig Angst habe ich schon vor der Rechnung. Maren sieht meinen ängstlichen Blick zur Kasse und lächelt. "Du musst nur das Material bezahlen. Das ist zwar auch nicht ganz günstig, aber müsstest du auch als Studentin hinkriegen". 150 Euro muss ich am Ende für die Echthaarteile bezahlen. Aber dass ist es wert.
"Lass uns Losgehen", sagt Maren
Maren erscheint hinter der Theke. Langes, schwarzes, lockiges Haar und ein bezauberndes Lächeln. Als Mann hätte ich mich glatt in Sie verguckt. Ein figurbetontes nicht zu aufreizendes Top und schwarze Jeans. Für eine Friseurin erscheint sie gar nicht aufgetakelt. "Richtig sympatisch", denke ich.
Als sie mich sieht, scheint sie einen kurzen Augenblick ein wenig enttäuscht. "Was kann ich für Sie tun?" sagt sie mit einer samtweichen Stimme. "Sandra Wagner ist mein Name, ich hatte einen Termin". Ihr Gesicht hellt sich merklich auf. Sie betrachtet mich aufmerksam mit einem Strahlen im Gesicht. Merkwürdigerweise betrachtet sie aber nicht nur mein Gesicht, sondern mein ganzes Erscheinungsbild. Ihr scheint zu gefallen, was sie sieht. "Nicht wundern", meint Sie, "ich schaue mir meine Kundinnen immer ganz an. Dann kann ich für Ihren Typ am besten beraten. Wenn Sie mir bitte folgen würden." Statt einem klassischen Friseurslon werde ich in einen Einzelraum mit hellem Oberlicht geführt. "Diskretion ist für unsere Kunden häufig sehr wichtig, daher haben wir Einzelplätze. Vielen Frauen ist es peinlich, wenn Sie ihre Haare verlieren. Aber bislang haben wir fast jedes Problem lösen können."
Dach dem ich Platz genommen habe fragt Sie mich nach meinen Wünschen und wir blättern gemeinsam durch diverse Frisurenkataloge. Dezent zeigt sie mir verschiedene Möglichkeiten. Am Ende ist mir aber recht klar, was ich möchte: Blonde lange gewellte Haare.
" Typisch für eine Transsexuelle beim ersten Frisörbesuch", lächelt sie mich an. Erschreckt will ich aufstehen und fluchtartig den Laden verlassen. Aber sie hält mich sanft am Arm fest. "Keine Angst", flüstert sie mir leise ins Ohr, " ich bin auch transsexuell". Völlig perplex starre ich Sie an. Die perfekte natürliche Schönheit; nicht den kleinsten Makel kann ich erkennen.
"Du darfst den Mund wieder zumachen. So sah ich nicht von Anfang an aus. Das Ganze hat über zwei Jahre gedauert und die letzte OP hatte ich vor einem halben Jahr. Deswegen höre ich auch sofort, wenn eine von uns einen Termin möchte. Du hast übrigens ein wahnsinniges Potential. Vor zwei Jahren habe ich nicht so gut ausgesehen wie du. Als du in den Laden gekommen bist, habe ich zunächst gedacht, ich habe es mit einer ganz normalen Frau zu tun. Und im Gegensatz zu vielen unserer transsexuellen Kundinnen, hat sehr gute Gene für deinen Weg."
Ich habe unglaublich viele Fragen, aber Maren kommt zunächst wieder zurück zu den Haaren. "Das typische blonde Dummchen möchte ich dir eigentlich nicht machen. Zudem hast du schon recht lange Haare, da können wir ein künstliches Haarteil aus echten Haaren einweben. Damit kannst du dann auch duschen und wir müssen nach einem halben Jahr nicht alles wegwerfen. Außerdem leiden die Haare dabei sehr." "Aber ich möchte so gerne blonde Haare", erwidere ich. "Kein Problem, ich denke blond steht dir. Aber ich würde glatte lange Haare empfehlen. Das sieht ein wenig gebildeter aus. Bevor wir loslegen: soll ich den Spiegel freilassen oder zuhängen?"
"zuhängen bitte. Ich habe vollstes Vertrauen zu dir. Und unglaublich viele Fragen, wenn du nichts dagegen hast". Die nächsten Stunden vergehen wie im Fluge. Maren hat sich im Gegensatz zu mir schon als kleines Kind immer als Mädchen gefühlt. Jede Transsexuelle ist anders und dafür sind die manchmal auch sehr nervigen Therapeuten wichtig. Sie habe aber richtig Glück gehabt. Ihre Therapeutin war einfach toll und eine richtige Hilfe. Vor zwei Jahren habe sie es einfach nicht mehr ausgehalten. Weder mit Männern noch mit Frauen hatte Sie vernünftige Beziehungen haben können.
Mal bin ich als Mädchen, mal als schwuler Junge am Wochenende ausgegangen. Klar habe sie am Ende einen Haufen Paradiesvögel gekannt. Aber gesehnt habe sie sich nach einer ganz normalen Beziehung mit einem ganz normalen Mann. Meinen Frust habe sie dann mit irgendwelchen bunten Pillen betäubt. Irgendwann sei sie dann in der Intensivstation aufgewacht. Von dort ging es zur Therapeutin. Dann war sehr schnell klar, sie will eine Frau werden und ein möglichst normales Leben führen. Und dann kam das ganze Prozedere mit Gutachten, Hormonen und OPs. Und nun ist sie seit einem halben Jahr eine richtige Frau und nächsten Monat ziehe sie mit ihrem Freund zusammen.
Neidvoll lausche ich ihren Erzählungen. Mir wird klar, ich werde viel Unterstützung brauchen. "Ich würde dich gerne noch furchtbar viele Dinge fragen, aber dafür reicht die Zeit wahrscheinlich kaum."
"Kein Problem, wir können nachher zu mir gehen. Ich wohne nur ein paar Minuten Fußweg von hier. Dann kann ich dir auch die eine oder andere Kleinigkeit geben, die ich nicht mehr brauche und wir können noch etwas quatschen." Ich bin platt, soviel Glück aus einmal hätte ich nicht erwartet. Einfach das Glück genießen. Entspannt lehne ich mich zurück und lasse mir mein Makeup neu machen. Nach drei Stunden ist es endlich soweit. Der Spiegel wird enthüllt.
Ein bisschen sehe ich aus wie Linda de Mol. Nur deutlich jünger und die Nase ist etwas spitzer. Insgesamt bin ich aber äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. Auch Maren freut sich über das Ergebnis. Gemeinsam gehen wir zur Kasse. "Einen Moment", sagt Maren, "ich muss mal kurz mit der Chefin sprechen. Sie möchte dich aus mal sehen". Zwei Minuten später kommt Maren mit Verena, der Chefin wieder. Verena ist Mitte dreißig ein sehr eleganter Typ. Ich muss ein wenig posieren und Maren erhält ein dickes Lob.
Ein wenig Angst habe ich schon vor der Rechnung. Maren sieht meinen ängstlichen Blick zur Kasse und lächelt. "Du musst nur das Material bezahlen. Das ist zwar auch nicht ganz günstig, aber müsstest du auch als Studentin hinkriegen". 150 Euro muss ich am Ende für die Echthaarteile bezahlen. Aber dass ist es wert.
"Lass uns Losgehen", sagt Maren
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Re: Ausser Kontrolle
In der Wohnung
Gemeinsam verlassen wir den Laden. Der Weg führt und durch die Fußgängerzone. Im Schaufenster sehe ich eine totschicke kurze Lederjacke. Unauffällig schaue ich sie mir an. Maren lacht mich an. "Du musst jetzt nicht mehr heimlich gucken. Frauen dürfen unendlich lange Schaufenster gucken. Außer dein Freund ist genervt." Ich muss auch grinsen. Dann zeige ich ihr die Jacke. "Die wäre eher was für mich", sagt Maren, "das ist eher sportlich und du siehst im Moment eher schick, wie eine Bankangestellte aus." "Das sind ja nur geliehene Sachen. Aber du hast recht. Im Moment mag ich es eher elegant." Wir bummeln entspannt weiter. Irgendwie komme ich mir beobachtet vor. Sehen alle, dass ich nicht "ganz echt" bin? Ich werde unsicher. An einer Dönerbude lungern ein paar Studenten rum —eher Nerds - wahrscheinlich angehende Ingenieure. Als wir beide vorbei gehen, spüre ich wie ihre Blicke uns verfolgen. Einer pfeift uns sogar hinterher. "Du ziehst die Männer ja ganz schön an, sage ich zu Maren". "Wir", erwidert sie, "Mit deinem kurzen Rock und den langen blonden Haaren passt du perfekt in das Beuteschema unserer kleinen Studenten dort drüben. Und der Pfiff, der war bestimmt für dich. Ich dachte du weist, was es bedeutet, blond zu sein?"
"Das heißt nicht, dass ich auf einmal blöd bin." Antworte ich ein wenig beleidigt. In meinem Innersten bin ich aber total stolz. Ich werde von Fremden auf der Straße eindeutig als Frau gesehen und "¦ Männer finden mich attraktiv. Auf der anderen Seite fühle ich mich recht beobachtet und das macht mich nervös. "So wie du aussiehts, heißt das aber, dass du gerne angeflirtet werden willst. Wenn dir das nicht gefällt, musst du halt weniger aufgebrezelt rumlaufen."
"Doch es gefällt mir, aber irgendwie ist es auch anstrengend. Vielleicht ziehe ich nächstes Mal lieber eine Jeans an". "Du lernst schnell", grinst Maren. Nach wenigen Minuten erreichen wir Ihre Wohnung. Alles ist sehr aufgeräumt und recht nobel eingerichtet. Frisörinnen verdienen doch gar nicht so gut. Aber es sei ihr gegönnt. Bislang war sie total nett zu mir und ich kann eine Freundin wie Maren extrem gut gebrauchen. Im Grunde bin ich ohne sie völlig hilflos. Hoffentlich finde ich eine Gelegenheit mich mal zu bedanken. Maren geht in die Küche und macht einen Tee. All ihre Bewegungen sind total elegant und trotzdem natürlich. So möchte ich werden. "So jetzt erzähl mir mal in Ruhe deine Geschichte. Bislang hast mich ja hauptsächlich ausgefragt. Bei der Gelegenheit kannst du ja gleich mal deine Stimme etwas trainieren."
Ich räusper mich, aber weis nicht wie ich anfangen soll. "Versuch erst mal deine Kopfstimme zu finden. Das hört sich zwar total albern an. Wenn das klappt dann sprichst du mit der Kopfstimme so tief wie möglich. Bei manchen von uns ergibt das dann eine brauchbare Tonlage. Dann kommt natürlich noch das melodische Sprechen und die richtige Wortwahl und Gestik dazu. Das kann gar nicht alles auf einmal klappen."
Ich fange einfach an zu erzählen. Zwischendurch korrigiert mich Maren dezent. Nach über einer Stunde und sehr viel Tee bin ich durch.
"Das mit deiner Stimme klappt gar nicht mal so schlecht" fasst Maren zusammen, "aber der Rest der Geschichte hört sich ziemlich verpeilt und planlos an. Du guckst in den Spiegel und beschließt transsexuell zu werden. Das ist hab ich so noch nicht gehört. Bist du dir sicher was du tust?"
"Wenn genau nachdenke, dann sehe ich einen Haufen Probleme und bekomme schreckliche Angst. Ich weiß gar nicht, ob ich meinem neuen Leben gewachsen bin. Dann schaue ich an mir herab, spüre meine Seidenstrümpfe und das Gewicht meiner Haare und fühle mich unglaublich frei und richtig. Und kein Weg erscheint zu steinig um dahin zu gelangen, wo du schon bist"
"Das hört sich trotzdem recht kompliziert an. Ich glaube du musst dringend mit jemanden reden, der mehr Ahnung von dem Thema hat" Maren verlässt den Raum und ich höre sie leise telefonieren. Nachdenklich schaue ich aus dem Fenster. Das ist bislang der schönste Tag in meinem Leben und bei jedem Schritt habe ich das Gefühl, es ist genau richtig.
Als Maren wiederkommt mustert sie mich eingehend. Sie ist sehr nachdenklich. "Ich habe mit meiner Therapeutin gesprochen. Sie hat etwas ähnliches schon mal gehört und sie ist bereit dich zu betreuen. Du sollst morgen früh direkt bei ihr vorbeischauen. Und sie hatte einige Ideen, wie wir beide den Abend gestalten können. Wir sollen zusammen ausgehen. Wir dürfen uns ruhig ein wenig zurechtmachen und du sollst dann schon mal ausgiebig testen können, wie du auf Männer wirkst und ob dir das gefällt. Ich muss nur noch meinem Freund bescheid sagen, dass ich heute mit einer Freundin weg bin."
Gemeinsam gehen wir in Ihr Schlafzimmer. Eine Wand ist komplett als Kleiderschrank gestaltet. Sie schaut mich an und lächelt dann verschmitzt. "Ich habe da ein paar Dinge, die brauche ich jetzt nicht mehr und die könnten dir recht gut passen". Sie verschwindet im Badezimmer. Als sie wiederkommt, muss ich die Augen schließen. Dann mein Top ausziehen. Schließlich nimmt sie mir den BH ab. Ich fühle mich aus einmal sehr nackt. Dann soll ich die Arme hochnehmen. Plötzlich spüre ich etwas feuchtes kaltes auf meiner Brust. Das Gefühl dauert nur kurz, dann wird es heiß. Sie fasst meine Hände und drückt sie an meine Brust. "Augen zu lassen" Ich spüre die Silikonbrüste und fasse Sie mit meinen Händen. Das Heiße ist der Kleber, der sie für die nächst Zeit fest an meiner Haut fixieren wird. Nach einigen Minuten darf ich loslassen und irgendwie wird noch einiges an meinem Dekoltee optimiert. Als schließlich gucken darf, sehe ich mich zu ersten Mal mit richtigen Brüsten. "Wenn die erst mal echt sind, denke ich."
"So und jetzt mach dich untenrum frei", sagt Maren.
Gemeinsam verlassen wir den Laden. Der Weg führt und durch die Fußgängerzone. Im Schaufenster sehe ich eine totschicke kurze Lederjacke. Unauffällig schaue ich sie mir an. Maren lacht mich an. "Du musst jetzt nicht mehr heimlich gucken. Frauen dürfen unendlich lange Schaufenster gucken. Außer dein Freund ist genervt." Ich muss auch grinsen. Dann zeige ich ihr die Jacke. "Die wäre eher was für mich", sagt Maren, "das ist eher sportlich und du siehst im Moment eher schick, wie eine Bankangestellte aus." "Das sind ja nur geliehene Sachen. Aber du hast recht. Im Moment mag ich es eher elegant." Wir bummeln entspannt weiter. Irgendwie komme ich mir beobachtet vor. Sehen alle, dass ich nicht "ganz echt" bin? Ich werde unsicher. An einer Dönerbude lungern ein paar Studenten rum —eher Nerds - wahrscheinlich angehende Ingenieure. Als wir beide vorbei gehen, spüre ich wie ihre Blicke uns verfolgen. Einer pfeift uns sogar hinterher. "Du ziehst die Männer ja ganz schön an, sage ich zu Maren". "Wir", erwidert sie, "Mit deinem kurzen Rock und den langen blonden Haaren passt du perfekt in das Beuteschema unserer kleinen Studenten dort drüben. Und der Pfiff, der war bestimmt für dich. Ich dachte du weist, was es bedeutet, blond zu sein?"
"Das heißt nicht, dass ich auf einmal blöd bin." Antworte ich ein wenig beleidigt. In meinem Innersten bin ich aber total stolz. Ich werde von Fremden auf der Straße eindeutig als Frau gesehen und "¦ Männer finden mich attraktiv. Auf der anderen Seite fühle ich mich recht beobachtet und das macht mich nervös. "So wie du aussiehts, heißt das aber, dass du gerne angeflirtet werden willst. Wenn dir das nicht gefällt, musst du halt weniger aufgebrezelt rumlaufen."
"Doch es gefällt mir, aber irgendwie ist es auch anstrengend. Vielleicht ziehe ich nächstes Mal lieber eine Jeans an". "Du lernst schnell", grinst Maren. Nach wenigen Minuten erreichen wir Ihre Wohnung. Alles ist sehr aufgeräumt und recht nobel eingerichtet. Frisörinnen verdienen doch gar nicht so gut. Aber es sei ihr gegönnt. Bislang war sie total nett zu mir und ich kann eine Freundin wie Maren extrem gut gebrauchen. Im Grunde bin ich ohne sie völlig hilflos. Hoffentlich finde ich eine Gelegenheit mich mal zu bedanken. Maren geht in die Küche und macht einen Tee. All ihre Bewegungen sind total elegant und trotzdem natürlich. So möchte ich werden. "So jetzt erzähl mir mal in Ruhe deine Geschichte. Bislang hast mich ja hauptsächlich ausgefragt. Bei der Gelegenheit kannst du ja gleich mal deine Stimme etwas trainieren."
Ich räusper mich, aber weis nicht wie ich anfangen soll. "Versuch erst mal deine Kopfstimme zu finden. Das hört sich zwar total albern an. Wenn das klappt dann sprichst du mit der Kopfstimme so tief wie möglich. Bei manchen von uns ergibt das dann eine brauchbare Tonlage. Dann kommt natürlich noch das melodische Sprechen und die richtige Wortwahl und Gestik dazu. Das kann gar nicht alles auf einmal klappen."
Ich fange einfach an zu erzählen. Zwischendurch korrigiert mich Maren dezent. Nach über einer Stunde und sehr viel Tee bin ich durch.
"Das mit deiner Stimme klappt gar nicht mal so schlecht" fasst Maren zusammen, "aber der Rest der Geschichte hört sich ziemlich verpeilt und planlos an. Du guckst in den Spiegel und beschließt transsexuell zu werden. Das ist hab ich so noch nicht gehört. Bist du dir sicher was du tust?"
"Wenn genau nachdenke, dann sehe ich einen Haufen Probleme und bekomme schreckliche Angst. Ich weiß gar nicht, ob ich meinem neuen Leben gewachsen bin. Dann schaue ich an mir herab, spüre meine Seidenstrümpfe und das Gewicht meiner Haare und fühle mich unglaublich frei und richtig. Und kein Weg erscheint zu steinig um dahin zu gelangen, wo du schon bist"
"Das hört sich trotzdem recht kompliziert an. Ich glaube du musst dringend mit jemanden reden, der mehr Ahnung von dem Thema hat" Maren verlässt den Raum und ich höre sie leise telefonieren. Nachdenklich schaue ich aus dem Fenster. Das ist bislang der schönste Tag in meinem Leben und bei jedem Schritt habe ich das Gefühl, es ist genau richtig.
Als Maren wiederkommt mustert sie mich eingehend. Sie ist sehr nachdenklich. "Ich habe mit meiner Therapeutin gesprochen. Sie hat etwas ähnliches schon mal gehört und sie ist bereit dich zu betreuen. Du sollst morgen früh direkt bei ihr vorbeischauen. Und sie hatte einige Ideen, wie wir beide den Abend gestalten können. Wir sollen zusammen ausgehen. Wir dürfen uns ruhig ein wenig zurechtmachen und du sollst dann schon mal ausgiebig testen können, wie du auf Männer wirkst und ob dir das gefällt. Ich muss nur noch meinem Freund bescheid sagen, dass ich heute mit einer Freundin weg bin."
Gemeinsam gehen wir in Ihr Schlafzimmer. Eine Wand ist komplett als Kleiderschrank gestaltet. Sie schaut mich an und lächelt dann verschmitzt. "Ich habe da ein paar Dinge, die brauche ich jetzt nicht mehr und die könnten dir recht gut passen". Sie verschwindet im Badezimmer. Als sie wiederkommt, muss ich die Augen schließen. Dann mein Top ausziehen. Schließlich nimmt sie mir den BH ab. Ich fühle mich aus einmal sehr nackt. Dann soll ich die Arme hochnehmen. Plötzlich spüre ich etwas feuchtes kaltes auf meiner Brust. Das Gefühl dauert nur kurz, dann wird es heiß. Sie fasst meine Hände und drückt sie an meine Brust. "Augen zu lassen" Ich spüre die Silikonbrüste und fasse Sie mit meinen Händen. Das Heiße ist der Kleber, der sie für die nächst Zeit fest an meiner Haut fixieren wird. Nach einigen Minuten darf ich loslassen und irgendwie wird noch einiges an meinem Dekoltee optimiert. Als schließlich gucken darf, sehe ich mich zu ersten Mal mit richtigen Brüsten. "Wenn die erst mal echt sind, denke ich."
"So und jetzt mach dich untenrum frei", sagt Maren.
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sandra93
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Re: Ausser Kontrolle
Ich zögere etwas. Eigentlich möchte ich nicht, dass mich jemand untenrum zu unvollständig sieht. Auch Maren nicht, obwohl sie das Gleiche hinter sich hat. Zögerlich setzte ich mich auf das Bett nachdem ich meinen Rock und meine Strumpfhose ausgezogen habe. Schließlich noch den Slip.
"gar nicht mal so schlecht für den ersten Versuch", sagt Maren, "aber das geht viel besser. Nicht erschrecken, gleich wird es etwas schmerzhaft, du hast normales Pflaster verwendet. Maren ist zwar vorsichtig, aber tut doch recht weh, als sie meine Tuckinpflaster entfernt.
Der schmerz hat gerade etwas nachgelassen, das grinst Maren ein wenig, greift eine kleine Spraydose und dann wird mir extrem kalt zwischen den Beinen. "So jetzt kommt das kleine Teil nicht auf dumme Gedanken und niedlich klein ist er durch die Kälte auch noch geworden. Dann greift Maren ein Latexteil streicht es mit Kleber ein und drückt es mir in den Schritt, zieht an einigen Enden, streicht glatt. Dann wieder das Kältespray. Vorsichtig schaue ich an mir herunter. Zwischen meinen Beinen ist nichts! Das heißt, einige künstliche Schamhaare und alles ist flach, wie bei einer Frau. Durch das geschickte Drücken und Ziehen, hat sich auch ein unauffälliger Platz für die Teile gefunden, die an mein altes Leben erinnern. "Sex kannst du damit natürlich noch nicht haben. Aber beim Tanzen und Knutschen schöpft niemand verdacht. So und jetzt steh auf. Ich bin noch nicht fertig."
Maren nimmt zwei große kissenähnliche Silikonkissen und klebt sie mir auf die Hüften. Ich halte die Hüftkissen fest bis der Kleber hält. Anschließend schminkt Maren die Übergangsstellen nach. Kritisch betrachtet sie mich. An einigen Stellen bessert sie noch etwas nach. Dann reicht sie mir einen Slip und einen passenden BH. Ein ziemlich nobles Teil grau mit weißer Spitze. Auf einmal fühle ich mich nackt und ziehe schnell die Unterwäsche an. Der BH macht mit den angeklebten Brüsten etwas mehr Schwierigkeiten als gewohnt, aber ich bin gelenkig. Ich streiche meine Haare glatt. Eine Strähne hat sich BH-Verschluss eigeklemmt. Maren hilft mir. "Du braucht noch etwas Übung", meint sie, " aber das Ergebnis kann sich schon sehen lassen." Sie führt mich zum Spiegel. An mein neues Gesicht und meine langen glatten blonden Haare habe ich mich schon ein wenig gewöhnt. Aber nun sehe ich zum ersten Mal eine komplette Frau in super sexy Unterwäsche im Spiegel und alles passt.
Ich posiere ein bisschen und lächle vor Zufriedenheit. Den Gedanken, dass dieser Anblick in ein bis zwei Jahren keine Maskerade sondern, dass dann alles echt sein wird, wage ich kaum zu denken. Ich bin einfach nur überglücklich mit meinem Spiegelbild. Na, ja das stimmt nicht ganz. So fünf bis sechs Kilo schlanker wäre ich schon gerne und auf einmal fällt mir mein eigentlich recht kleiner Adamsapfel auf. Aber insgesamt mag ich meinen Anblick schon leiden. Normalerweise müsste sich bei dem Anblick das kleine Ding zwischen den Beinen melden. Es ist aber nicht nur die feste Verpackung von Maren, die mich meine Besonderheit vergessen lässt. Wie ich wohl auf Jungs wirken werde? Dumme Frage. Schon auf dem Weg hierher habe ich ihnen ja schon die Köpfe verdreht. Der Gedanke verursacht ein Kribbeln im Bauch. Ich ahne, was der Begriff "Schmetterlinge im Bauch" bedeutet.
"Aufwachen, Sandra, so kannst du nicht ausgehen. Du musst dir noch etwas Schickes aus meinem Kleiderschrank aussuchen. Genieße die Auswahl und dass wir fast die gleiche Größe haben." Damit schiebt sie den Spiegel zur Seite und gibt den Blick auf den beeindruckenden Inhalt ihres Kleiderschranks frei. "Ich bin halt ein Modejunkie, grinst sie mich an.
"Was soll ich bloß anziehen?"
"gar nicht mal so schlecht für den ersten Versuch", sagt Maren, "aber das geht viel besser. Nicht erschrecken, gleich wird es etwas schmerzhaft, du hast normales Pflaster verwendet. Maren ist zwar vorsichtig, aber tut doch recht weh, als sie meine Tuckinpflaster entfernt.
Der schmerz hat gerade etwas nachgelassen, das grinst Maren ein wenig, greift eine kleine Spraydose und dann wird mir extrem kalt zwischen den Beinen. "So jetzt kommt das kleine Teil nicht auf dumme Gedanken und niedlich klein ist er durch die Kälte auch noch geworden. Dann greift Maren ein Latexteil streicht es mit Kleber ein und drückt es mir in den Schritt, zieht an einigen Enden, streicht glatt. Dann wieder das Kältespray. Vorsichtig schaue ich an mir herunter. Zwischen meinen Beinen ist nichts! Das heißt, einige künstliche Schamhaare und alles ist flach, wie bei einer Frau. Durch das geschickte Drücken und Ziehen, hat sich auch ein unauffälliger Platz für die Teile gefunden, die an mein altes Leben erinnern. "Sex kannst du damit natürlich noch nicht haben. Aber beim Tanzen und Knutschen schöpft niemand verdacht. So und jetzt steh auf. Ich bin noch nicht fertig."
Maren nimmt zwei große kissenähnliche Silikonkissen und klebt sie mir auf die Hüften. Ich halte die Hüftkissen fest bis der Kleber hält. Anschließend schminkt Maren die Übergangsstellen nach. Kritisch betrachtet sie mich. An einigen Stellen bessert sie noch etwas nach. Dann reicht sie mir einen Slip und einen passenden BH. Ein ziemlich nobles Teil grau mit weißer Spitze. Auf einmal fühle ich mich nackt und ziehe schnell die Unterwäsche an. Der BH macht mit den angeklebten Brüsten etwas mehr Schwierigkeiten als gewohnt, aber ich bin gelenkig. Ich streiche meine Haare glatt. Eine Strähne hat sich BH-Verschluss eigeklemmt. Maren hilft mir. "Du braucht noch etwas Übung", meint sie, " aber das Ergebnis kann sich schon sehen lassen." Sie führt mich zum Spiegel. An mein neues Gesicht und meine langen glatten blonden Haare habe ich mich schon ein wenig gewöhnt. Aber nun sehe ich zum ersten Mal eine komplette Frau in super sexy Unterwäsche im Spiegel und alles passt.
Ich posiere ein bisschen und lächle vor Zufriedenheit. Den Gedanken, dass dieser Anblick in ein bis zwei Jahren keine Maskerade sondern, dass dann alles echt sein wird, wage ich kaum zu denken. Ich bin einfach nur überglücklich mit meinem Spiegelbild. Na, ja das stimmt nicht ganz. So fünf bis sechs Kilo schlanker wäre ich schon gerne und auf einmal fällt mir mein eigentlich recht kleiner Adamsapfel auf. Aber insgesamt mag ich meinen Anblick schon leiden. Normalerweise müsste sich bei dem Anblick das kleine Ding zwischen den Beinen melden. Es ist aber nicht nur die feste Verpackung von Maren, die mich meine Besonderheit vergessen lässt. Wie ich wohl auf Jungs wirken werde? Dumme Frage. Schon auf dem Weg hierher habe ich ihnen ja schon die Köpfe verdreht. Der Gedanke verursacht ein Kribbeln im Bauch. Ich ahne, was der Begriff "Schmetterlinge im Bauch" bedeutet.
"Aufwachen, Sandra, so kannst du nicht ausgehen. Du musst dir noch etwas Schickes aus meinem Kleiderschrank aussuchen. Genieße die Auswahl und dass wir fast die gleiche Größe haben." Damit schiebt sie den Spiegel zur Seite und gibt den Blick auf den beeindruckenden Inhalt ihres Kleiderschranks frei. "Ich bin halt ein Modejunkie, grinst sie mich an.
"Was soll ich bloß anziehen?"
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andi 66
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Re: Ausser Kontrolle
Die Geschichte ist klasse !!!
ich würde mich freuen ,wenn du weiter schreibst !!!
Klasse
andi66
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sandra93
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Re: Ausser Kontrolle
Modeberatung
Nachdem sich mein erstes Staunen gelegt hat. Ich dachte meine Freundin hätte eine große Kleidersammlung. Aber das Angebot erschlägt mich. Kleider Röcke, Shorts, Tops, gewagte Blusen. Vorsichtig beginne ich zu stöbern. Fühle die Stoffe. Mein blick fällt auf ein Kleid aus silberglänzendem Stoff. Magisch bleibt mein Blick hängen. "Probier es ruhig mal an", ermuntert mich Maren. Eine Minute später betrachte ich mich im Spiegel. Ich sehe super sexy aus. So richtig zum Anbeißen. "Und. Willst du damit losziehen?", schaut Maren mich verschmitzt an. "Klar", denke ich zunächst. Aber dann kommen Zweifel. Schon mit dem recht normalen rock heute Nachmittag haben mir die Jungs hinterhergeschaut. Mit dem Teil falle ich noch mehr auf. Na ja und mir wird klar, man kann mein Outfit so auch missverstehen. Sozusagen etwas nuttig und das möchte ich auf keinen Fall sein. Ich schaue Maren an. "irgendwie doch nicht". "Stimmt, war ein gnadenloser Fehlkauf. Es gibt einfach keinen passenden Anlass für das Kleid. Als ich es abends mal zum Ausgehen anhatte haben mich alle gefragt, was die Nacht mit mir kostet. Und ich glaube die meisten meinten es ernst. War mir furchtbar peinlich. Aber sieht natürlich schon sexy aus. Ist halt ein typischer Anfängerfehler von und speziellen Mädels. So dann lass und mal weiter schauen.
Etwas zielgerichteter suche ich nun weiter. Klar möchten wir ausgehen und meine Beine würde ich schon gerne zeigen. Da Bleibt mein Blick an einer Röhrenjeans mit kleinen Stickereien hängen. Ich ziehe mir die Jeans an, spüre den dehnbaren Stoff und genieße meinen neunen sexy Po. "Hier probier das mal dazu", schlägt Maren vor und hält mir ein dunkelrotes, schulterfreies Top mit viel Stoff im oberen Bereich entgegen. Als ich es angezogen habe und ich mich im Spiegel betrachte, fühle ich mich rundum wohl. Noch ein kleine Jacke dazu und das eine oder andere Accessoire und es ist fast perfekt. Kritisch betrachte ich mich im Spiegel. "Ist schon schick, aber zum Ausgehen irgendwie zu langweilig" "Dann zieh es doch morgen früh an, wenn du den Termin bei der Therapeutin hast. Ist nicht overdressed und je wohler du dich fühlst, desto angenehmer wird der Termin.", schlägt Maren vor.
Naja, zumindest ein Problem wäre damit gelöst. Ich ziehe die Sachen aus falte sie sorgfältig und lege sie zur Seite. Eine Weile probieren wir noch die verschiedensten Outfits aus. Maren muss auch überlegen. Wir kommen nicht wirklich voran aber wir haben einen Heidenspaß. Das Bett füllt sich mit Klamotten und der Kleiderschrank zeigt erste Lücken. Da entdecke ich einen grünen Rock irgendwie weit geschnitten. Beim Anziehen bemerke ich dass es kein Rock sondern ein Hosenrock ist. Er gefällt mir sehr gut und Maren nickt zustimmend. Aber was soll ich obenrum dazu anziehen? Schließlich wähle ich ein einfaches glattes enganliegendes helles Top mit einem großen Ausschnitt im Schulterbereich. Maren reicht mir eine kurze Lederjacke. Ich schaue in den Spiegel und bin recht zufrieden. Ein paar Accessoires noch und es kann losgehen.
Maren hat sich für so eine Art kleines Schwarzes, aber in dezentem Grau entschieden und nimmt eine Jeansjacke dazu. Wir gehen ins Bad und frischen unser Makeup auf. Alles fühlt sich so normal und natürlich an. Ich kann es kaum erwarten loszugehen und bin gleichzeitig natürlich wahnsinnig aufgeregt. Wie ein kleines Mädchen.
Nachdem sich mein erstes Staunen gelegt hat. Ich dachte meine Freundin hätte eine große Kleidersammlung. Aber das Angebot erschlägt mich. Kleider Röcke, Shorts, Tops, gewagte Blusen. Vorsichtig beginne ich zu stöbern. Fühle die Stoffe. Mein blick fällt auf ein Kleid aus silberglänzendem Stoff. Magisch bleibt mein Blick hängen. "Probier es ruhig mal an", ermuntert mich Maren. Eine Minute später betrachte ich mich im Spiegel. Ich sehe super sexy aus. So richtig zum Anbeißen. "Und. Willst du damit losziehen?", schaut Maren mich verschmitzt an. "Klar", denke ich zunächst. Aber dann kommen Zweifel. Schon mit dem recht normalen rock heute Nachmittag haben mir die Jungs hinterhergeschaut. Mit dem Teil falle ich noch mehr auf. Na ja und mir wird klar, man kann mein Outfit so auch missverstehen. Sozusagen etwas nuttig und das möchte ich auf keinen Fall sein. Ich schaue Maren an. "irgendwie doch nicht". "Stimmt, war ein gnadenloser Fehlkauf. Es gibt einfach keinen passenden Anlass für das Kleid. Als ich es abends mal zum Ausgehen anhatte haben mich alle gefragt, was die Nacht mit mir kostet. Und ich glaube die meisten meinten es ernst. War mir furchtbar peinlich. Aber sieht natürlich schon sexy aus. Ist halt ein typischer Anfängerfehler von und speziellen Mädels. So dann lass und mal weiter schauen.
Etwas zielgerichteter suche ich nun weiter. Klar möchten wir ausgehen und meine Beine würde ich schon gerne zeigen. Da Bleibt mein Blick an einer Röhrenjeans mit kleinen Stickereien hängen. Ich ziehe mir die Jeans an, spüre den dehnbaren Stoff und genieße meinen neunen sexy Po. "Hier probier das mal dazu", schlägt Maren vor und hält mir ein dunkelrotes, schulterfreies Top mit viel Stoff im oberen Bereich entgegen. Als ich es angezogen habe und ich mich im Spiegel betrachte, fühle ich mich rundum wohl. Noch ein kleine Jacke dazu und das eine oder andere Accessoire und es ist fast perfekt. Kritisch betrachte ich mich im Spiegel. "Ist schon schick, aber zum Ausgehen irgendwie zu langweilig" "Dann zieh es doch morgen früh an, wenn du den Termin bei der Therapeutin hast. Ist nicht overdressed und je wohler du dich fühlst, desto angenehmer wird der Termin.", schlägt Maren vor.
Naja, zumindest ein Problem wäre damit gelöst. Ich ziehe die Sachen aus falte sie sorgfältig und lege sie zur Seite. Eine Weile probieren wir noch die verschiedensten Outfits aus. Maren muss auch überlegen. Wir kommen nicht wirklich voran aber wir haben einen Heidenspaß. Das Bett füllt sich mit Klamotten und der Kleiderschrank zeigt erste Lücken. Da entdecke ich einen grünen Rock irgendwie weit geschnitten. Beim Anziehen bemerke ich dass es kein Rock sondern ein Hosenrock ist. Er gefällt mir sehr gut und Maren nickt zustimmend. Aber was soll ich obenrum dazu anziehen? Schließlich wähle ich ein einfaches glattes enganliegendes helles Top mit einem großen Ausschnitt im Schulterbereich. Maren reicht mir eine kurze Lederjacke. Ich schaue in den Spiegel und bin recht zufrieden. Ein paar Accessoires noch und es kann losgehen.
Maren hat sich für so eine Art kleines Schwarzes, aber in dezentem Grau entschieden und nimmt eine Jeansjacke dazu. Wir gehen ins Bad und frischen unser Makeup auf. Alles fühlt sich so normal und natürlich an. Ich kann es kaum erwarten loszugehen und bin gleichzeitig natürlich wahnsinnig aufgeregt. Wie ein kleines Mädchen.
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sandra93
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Re: Ausser Kontrolle
Ausgehen
Ich betrachte Marens Schuhsammlung mit etwas Neid. Alles ist Schuhgröße 43. "Freu, dich lieber, dass du so kleine Füße hast. Du kannst mit deinen 41 praktisch alles kaufen, während ich immer ewig suchen muss. Komm. Lass uns losgehen."
Ich schnappe mir meine Handtasche und wir gehen gemeinsam los. Maren führt mich in "Allesandros Dance Cafee". Ich bin dort noch nie gewesen. Es war mir eher zu teuer. Als ich mein kleines Studentenbudget erwähne lächelt sie vielsagend. "Genau deshalb gehen wir ja dort hin. Dort triffst du keinen armen Studenten sondern eher die gutverdienenden Singels. Leider auch viele Angeber, aber da kannst du ja gleich mal abblitzen lassen lernen. Außerdem brauchen wir als Frauen die meisten Drinks nicht zu bezahlen. Im schlimmsten Fall musst du dir nur etwas dummes Gequatsche anhören."
"ein bisschen Sorge mache ich mir um meine Stimme", sage ich. "Wir haben zwar etwas geübt, aber perfekt bin ich noch lange nicht". "Wird schon nicht so schlimm werden", erwidert Maren, "Männer wollen meistens nur das sehen und hören, was sie hören wollen. Und zu sehen bekommen sie zwei niedlich aufgemachte junge Frauen. Das eine von ihnen noch etwas erkältet ist, dass stört nicht. Außerdem: Viel zuhören und Nicken; die Kerle erzählen gerne von sich und ihren tollen Jobs."
Mir bleiben noch einige Zweifel; aber ich bin natürlich auch total aufgeregt. Als wir hineingehen stebt Maren zielstrebig auf die große Theke gegenüber der Tanzfläche zu. Zunächst folge ich ihr. Dann bemerke ich die vielen Blicke, die wir aus uns ziehen. Vorsichtig ziehe ich sie zur Seite. "Können wir uns nicht einen etwas unauffälligeren Ort aussuchen?", frage ich etwas ängstlich. "Wirst du jetzt auf einmal schüchtern? Aber ist schon gut. Ist ja dein allererstes Mal in deiner neuen Rolle. Lass uns erst mal an einen kleinen tisch setzten und ein wenig über die Kerle ablästern; so zum Aufwärmen. Dann können wir ja etwas tanzen und schauen was passiert."
Als wir sitzen schaue ich mich um. Ein schöne italienische Einrichtung, schöne Musik; ich fange an mich etwas zu entspannen. Maren hat recht, es ist ein eher nobler Laden. Keiner trägt billige Klammotten und wir sehen hier auch kein bisschen overdressed aus. Wir bestellen uns zwei Sekt und ich beginne mir interessiert aber so unauffällig wie möglich, den einen oder anderen näher zu betrachten. Die Vorstellung bei einem Flirt nicht mehr den aktiven Part zu spielen, sondern mich umgarnen zu lassen erscheint mir noch fremd, aber irgendwie auch sehr aufregend. Wie weit soll ich gehen, frage ich mich? Nur einen Drink, und was mache ich, wenn der Typ nicht aufhört zu quatschen? Ich überlege, wer mir wohl gefallen würde. Dort hinten sitzen zwei an der Bar. Die sehen aus wie Banker, aber sehr sportlich. Der eine hat gerade seine Krawatte ausgezogen und den obersten Hemdknopf geöffnet. Blonde kurze Haare und er hat ein süßes Lächeln. "Hei, du guckst ja wie ein verliebter Teenager." , holt mich Maren aus meinen Gedanken zurück. " Lass dich nicht so sehr vom Anblick täuschen, diese Banker sind oft furchtbar eingebildet und gleichzeitig furchtbar langweilig". Währen Maren mich noch in die Grundlagen des weiblichen Flirtens einweist, schauen die beiden Banker von der Bar zu uns rüber und fangen an über uns zu reden — das vermute ich zumindest - . Ich werde etwas nervös, aber die beiden scheinen sich wieder über etwas anderes zu unterhalten. Als ich gerade dabei bin das Ganze zu vergessen erscheint der Kellner mit zwei wunderschön aussehenden Cocktails. "Von den beiden Herren, dort drüben", erklärt er. Maren lächelt freundlich zu den beiden herüber. Sie sind beide keine Dreißig. "So jetzt über wir beide mal ein bischen", flüstert Sie mir zu. Mir gefällt dieses berechnende nicht so sehr, aber die beiden lächeln recht nett zurück. Gleichzeitig setzten Sie sich in Bewegung.
"Ich hoffe, wir haben euch beide nicht zu sehr überfallen mit unserer kleinen Spende", sagt der Blonde. "Übrigens, ich bin Mark und das ist Sven. Wir sind hier aus einer Fortbildung und kennen hier kaum jemanden." "Und jetzt wollt ihr ganz schnell jemanden kennen lernen? Und ihr glaubt eure schicken Anzüge und ein kleiner Cocktail reichen da aus?" Ich hätte es nicht gewagt so zu antworten. Sven, mindestens 195 cm groß und Schultern wie ein Schrank, zuckt etwas zurück.
"Sven ist etwas schüchtern", sagt Mark, "aber er wollte dich —dabei, schaut er mich an- unbedingt kennen lernen. Da hab ich gesagt, wenn man nichts sagt, kommt man nicht weiter. Und außerdem seid ihr nicht so entsetzlich overstyled, wie unsere Bankerkolleginnen. Das hat uns neugierig gemacht".
Mit wird heiß und kalt. Ich bin dem Gespräch in keiner Weise gewachsen. Ich denke an Marens Ratschlag. Lächeln, zuhören und wenig sagen. Ich bringe ein kleines schüchternes Lächeln, hauptsächlich Richtung Sven zustande. Er lächelt mir sehr freundlich und scheinbar sogar auch etwas schüchtern.
Maren lacht freundlich und die beiden setzten sich zu uns. Ein entspanntes Gespräch beginnt. Die beiden sind tatsächlich Investmentbanker und arbeiten normalerweise in London. Zur Zeit sind sie auf einer Fortbildung in der Zentrale. Ich lächle Sven entspannt an und stelle ab und an eine Frage. Nach einer halben Stunde fangen die beiden an nervig zu werden. Sie reden nur über Geld undwas für tolle typen sie sind. Das Ganze wird zunehmend langweilig. Ich schaue hilfesuchend zu Maren rüber. Sie scheint es ähnlich zu sehen. Sie rollt die Augen, als die beiden wegsehen. Wenigstens versuchen sie nicht und plump anzugrabschen. Auch dafür wüsste ich noch nicht noch keine elegante Lösung. Immer wieder schaue ich hilfesuchend zu ihr rüber. Ich bin nur genervt. Schließlich sehe ich ihr erlösendes Augenzwinkern. Maren tippt etwas in ihr Smartphone. Einige Minuten später blinkt es und Maren lächelt zu mir herüber. "Allzu viel Zeit haben wir für euch leider nicht mehr heute. Unsere Freunde kommen uns gleich abholen und vor allem Sandras Freund sieht es gar nicht gerne, wenn wir hier mit euch zu entspannt rumquatschen. Aber wir kommen euch gerne besuchen wenn wir mal in London sind." Die Enttäuschung steht den beiden ins Gesicht geschrieben. Mark gibt Maren seine Nummer und Sven scheint echt getroffen. Ich scheine ihn wohl etwas zu erwartungsvoll angelächelt zu haben. Er murmelt nur noch so etwas, wie "man seiht sich". Dann dackeln die beiden weg. Leider nur bis zur Bar, denke ich. "Und was machen wir jetzt?", frage ich Maren, "wenn wir gehen, dann merken die, dass wir sie angelogen haben. Außerdem will ich nicht weg, mir gefällt es hier eigentlich. Aber nur rumsitzen und so tun, als ob wir auf jemanden warten ist auch doof."
Wieder sehe ich Maren bedeutungsvoll lächeln. "Wer sagt denn, dann ich gelogen habe? Ich habe gerade Jonas, meinen Freund, überzeugt gleich zu uns zu stoßen." "Und was soll ich tun? Du bist dann fein raus, aber ich sitze immer noch alleine da und nach spätestens zehn Minuten ist der Typ von soeben wieder da, und baggert weiter." Maren schüttelt den Kopf. "Mädel, ich lass dich doch nicht im Regen stehen. Jonas kommt nicht alleine; sein Kumpel Sören kommt mit. Ich hab ihn schon etwas eingewiesen. Tu einfach so, als würdet ihr euch schon ewig kennen."
"Ich hoffe du hast ihm nicht alles erklärt. Ich möchte nämlich nicht, dass es sofort weiß, dass ich noch keine Frau bin. Aber trotzdem vielen Dank, dass du uns den Abend gerettet hast. Ich denke mal Sören ist nicht so ein Langeweiler. Und außerdem bin ich neugierig auf deinen Jonas. Weiße der eigentlich von deiner Vergangenheit?" "Mittlerweile ja", antwortet Maren, "war nicht ganz einfach. Aber wir sind über beide Ohren ineinander verliebt und die Liebe war stärker als die Überraschung. Aber noch einmal würde ich nicht mehr so lange mit der Wahrheit warten. Aber von seinen Bekannten weiß es niemand. Das ist ihm sehr wichtig. Also pass etwas auf was du sagts".
Nach einer viertel Stunde erscheinen die beiden. Maren hat inzwischen soviel von ihrem Jonas erzählt, das ich ihn sofort erkenne. Groß sehr schlank, sehr kurze Haare aber stahlblaue Augen und sein Lächeln ist wirklich hinreisend. Der Begrüßungskuss ist echt frisch verliebt. Wie ich Maren ihr Glück gönne. Wenn ich jemals soweit wäre. Dann fällt mein Blick auf Sören. Eigentlich hatte ich so einen skandinavischen Typ erwartet. Aber er sieht eher südländisch aus. Er ist aber auch schön groß, so mindestens 190. Sehr sportlich und mit einem sehr gepflegten Dreitagebart. Er küsst mich zur Begrüßung auf die Wangen. Ich spüre seine Barthaare. Er kratzt, aber es fühlt sich faszinierend an. er hat ein sehr freundliches Lächeln.
Maren stellt uns vor und schnell entsteht ein angenehmes Gespräch. Es stellt sich heraus, dass Sören Bauingenieur ist. Sofort haben wir ein gemeinsames Thema als er erfährt, dass ich Architektur studiere. Er fragt auch was ich so mache, dass gefällt mir extrem gut, nach den Monologen von gerade. Nur als ich ihn frage wo er genau arbeitet, weicht er ein wenig aus und erzählt von seiner aktuellen Baustelle in Stockholm. Aber das stört mich nicht wirklich. Ob er eine Freundin hat, frage ich mich. Natürlich traue ich mich nicht direkt zu fragen. Dass würde ja wie eine plumpe Anmache wirken. Aber neugierig bin ich schon. Dabei könnte es mir eigentlich egal sein. Mit meinen aktuellen körperlichen Zustand tauge ich sowieso nicht für die klassische Mann-Frau Beziehung. "Da bist du ja nirgendwo richtig zu Hause", versuche ich es vorsichtig. "Für ein paar Jahre ist das o.k. und wir werden ja nicht schlecht bezahlt." "Und wie findet deine Freundin das? Ihr seht euch doch kaum", rutscht es mir heraus. "Das Problem habe ich leider nicht mehr", antwortet er etwas traurig. "Das tut mit leid", antworte ich. Aber innerlich macht mein Herz vor Freude einen Luftsprung. Er ist solo. So ein Typ läuft ohne Frau durch die Gegend. Maren grinst vielsagend herüber. "Das war wohl etwas auffällig", flüstere ich ihr zu. "Schon gut, Sören schaut dir nur in den Ausschnitt, der kriegt nicht viel mit. Aber du sollest dir Gedanken machen, wie es weiter geht. Ein bisschen Spaß kannst du ja ruhig haben, ab er ich denke für einen One-Night-Stand bist du auch rein biologisch noch nicht bereit."
Mit gespielter Wut knuffe ich ihr in die Seite. Sören ist total süß, und ich möchte nicht dass der Abend zu ende geht. "Lass uns ein wenig tanzen", schlägt Maren vor. Wir hüpfen entspannt auf der Tanzfläche rum. Ich merke, dass Sören nicht von meiner Seite weicht und genieße die Aufmerksamkeit in vollen Zügen. Ich merke, wie ihn mein Körper und meine Bewegungen faszinieren. Wir lächeln uns an. Ich wünsche mir dass die Zeit stehen bleibt.
Dann passiert es. Das langsame Schmuselied! Klar darauf habe ich Kerl immer gewartet. Aber nun zucke ich unmerklich zusammen. Was soll ich tun? Maren und Jonas haben sich inzwischen wieder gesetzt. Da sind noch einige weitere Paare auf der Fläche; und wer niemanden hat verlässt die Fläche. Sören lächelt mich an, und greift meine Arme, umfasst sanft meine Hüften. Wie in Trance lehne ich meinen Kopf an seine Schultern. Ich spüre, wie meine Knie weich werden. In meinem Bauch scheinen Unmengen von Schmetterlingen zu sein. Ich bergreife was der Ausdruck "Dahinschmelzen2 bedeutet. Während ich mich von ihm führen lasse, erschrecke ich ein wenig. Zwischen seinen Beinen ist es kochenhart! Auch er scheint sich nicht mehr ganz unter Kontrolle zu haben. Ich lächle ihn wissend an. Das Lied geht zu Ende. Er umfasst mein gesicht zärtlich mit seinen Händen und"¦.mein erster Kuss!
Ich betrachte Marens Schuhsammlung mit etwas Neid. Alles ist Schuhgröße 43. "Freu, dich lieber, dass du so kleine Füße hast. Du kannst mit deinen 41 praktisch alles kaufen, während ich immer ewig suchen muss. Komm. Lass uns losgehen."
Ich schnappe mir meine Handtasche und wir gehen gemeinsam los. Maren führt mich in "Allesandros Dance Cafee". Ich bin dort noch nie gewesen. Es war mir eher zu teuer. Als ich mein kleines Studentenbudget erwähne lächelt sie vielsagend. "Genau deshalb gehen wir ja dort hin. Dort triffst du keinen armen Studenten sondern eher die gutverdienenden Singels. Leider auch viele Angeber, aber da kannst du ja gleich mal abblitzen lassen lernen. Außerdem brauchen wir als Frauen die meisten Drinks nicht zu bezahlen. Im schlimmsten Fall musst du dir nur etwas dummes Gequatsche anhören."
"ein bisschen Sorge mache ich mir um meine Stimme", sage ich. "Wir haben zwar etwas geübt, aber perfekt bin ich noch lange nicht". "Wird schon nicht so schlimm werden", erwidert Maren, "Männer wollen meistens nur das sehen und hören, was sie hören wollen. Und zu sehen bekommen sie zwei niedlich aufgemachte junge Frauen. Das eine von ihnen noch etwas erkältet ist, dass stört nicht. Außerdem: Viel zuhören und Nicken; die Kerle erzählen gerne von sich und ihren tollen Jobs."
Mir bleiben noch einige Zweifel; aber ich bin natürlich auch total aufgeregt. Als wir hineingehen stebt Maren zielstrebig auf die große Theke gegenüber der Tanzfläche zu. Zunächst folge ich ihr. Dann bemerke ich die vielen Blicke, die wir aus uns ziehen. Vorsichtig ziehe ich sie zur Seite. "Können wir uns nicht einen etwas unauffälligeren Ort aussuchen?", frage ich etwas ängstlich. "Wirst du jetzt auf einmal schüchtern? Aber ist schon gut. Ist ja dein allererstes Mal in deiner neuen Rolle. Lass uns erst mal an einen kleinen tisch setzten und ein wenig über die Kerle ablästern; so zum Aufwärmen. Dann können wir ja etwas tanzen und schauen was passiert."
Als wir sitzen schaue ich mich um. Ein schöne italienische Einrichtung, schöne Musik; ich fange an mich etwas zu entspannen. Maren hat recht, es ist ein eher nobler Laden. Keiner trägt billige Klammotten und wir sehen hier auch kein bisschen overdressed aus. Wir bestellen uns zwei Sekt und ich beginne mir interessiert aber so unauffällig wie möglich, den einen oder anderen näher zu betrachten. Die Vorstellung bei einem Flirt nicht mehr den aktiven Part zu spielen, sondern mich umgarnen zu lassen erscheint mir noch fremd, aber irgendwie auch sehr aufregend. Wie weit soll ich gehen, frage ich mich? Nur einen Drink, und was mache ich, wenn der Typ nicht aufhört zu quatschen? Ich überlege, wer mir wohl gefallen würde. Dort hinten sitzen zwei an der Bar. Die sehen aus wie Banker, aber sehr sportlich. Der eine hat gerade seine Krawatte ausgezogen und den obersten Hemdknopf geöffnet. Blonde kurze Haare und er hat ein süßes Lächeln. "Hei, du guckst ja wie ein verliebter Teenager." , holt mich Maren aus meinen Gedanken zurück. " Lass dich nicht so sehr vom Anblick täuschen, diese Banker sind oft furchtbar eingebildet und gleichzeitig furchtbar langweilig". Währen Maren mich noch in die Grundlagen des weiblichen Flirtens einweist, schauen die beiden Banker von der Bar zu uns rüber und fangen an über uns zu reden — das vermute ich zumindest - . Ich werde etwas nervös, aber die beiden scheinen sich wieder über etwas anderes zu unterhalten. Als ich gerade dabei bin das Ganze zu vergessen erscheint der Kellner mit zwei wunderschön aussehenden Cocktails. "Von den beiden Herren, dort drüben", erklärt er. Maren lächelt freundlich zu den beiden herüber. Sie sind beide keine Dreißig. "So jetzt über wir beide mal ein bischen", flüstert Sie mir zu. Mir gefällt dieses berechnende nicht so sehr, aber die beiden lächeln recht nett zurück. Gleichzeitig setzten Sie sich in Bewegung.
"Ich hoffe, wir haben euch beide nicht zu sehr überfallen mit unserer kleinen Spende", sagt der Blonde. "Übrigens, ich bin Mark und das ist Sven. Wir sind hier aus einer Fortbildung und kennen hier kaum jemanden." "Und jetzt wollt ihr ganz schnell jemanden kennen lernen? Und ihr glaubt eure schicken Anzüge und ein kleiner Cocktail reichen da aus?" Ich hätte es nicht gewagt so zu antworten. Sven, mindestens 195 cm groß und Schultern wie ein Schrank, zuckt etwas zurück.
"Sven ist etwas schüchtern", sagt Mark, "aber er wollte dich —dabei, schaut er mich an- unbedingt kennen lernen. Da hab ich gesagt, wenn man nichts sagt, kommt man nicht weiter. Und außerdem seid ihr nicht so entsetzlich overstyled, wie unsere Bankerkolleginnen. Das hat uns neugierig gemacht".
Mit wird heiß und kalt. Ich bin dem Gespräch in keiner Weise gewachsen. Ich denke an Marens Ratschlag. Lächeln, zuhören und wenig sagen. Ich bringe ein kleines schüchternes Lächeln, hauptsächlich Richtung Sven zustande. Er lächelt mir sehr freundlich und scheinbar sogar auch etwas schüchtern.
Maren lacht freundlich und die beiden setzten sich zu uns. Ein entspanntes Gespräch beginnt. Die beiden sind tatsächlich Investmentbanker und arbeiten normalerweise in London. Zur Zeit sind sie auf einer Fortbildung in der Zentrale. Ich lächle Sven entspannt an und stelle ab und an eine Frage. Nach einer halben Stunde fangen die beiden an nervig zu werden. Sie reden nur über Geld undwas für tolle typen sie sind. Das Ganze wird zunehmend langweilig. Ich schaue hilfesuchend zu Maren rüber. Sie scheint es ähnlich zu sehen. Sie rollt die Augen, als die beiden wegsehen. Wenigstens versuchen sie nicht und plump anzugrabschen. Auch dafür wüsste ich noch nicht noch keine elegante Lösung. Immer wieder schaue ich hilfesuchend zu ihr rüber. Ich bin nur genervt. Schließlich sehe ich ihr erlösendes Augenzwinkern. Maren tippt etwas in ihr Smartphone. Einige Minuten später blinkt es und Maren lächelt zu mir herüber. "Allzu viel Zeit haben wir für euch leider nicht mehr heute. Unsere Freunde kommen uns gleich abholen und vor allem Sandras Freund sieht es gar nicht gerne, wenn wir hier mit euch zu entspannt rumquatschen. Aber wir kommen euch gerne besuchen wenn wir mal in London sind." Die Enttäuschung steht den beiden ins Gesicht geschrieben. Mark gibt Maren seine Nummer und Sven scheint echt getroffen. Ich scheine ihn wohl etwas zu erwartungsvoll angelächelt zu haben. Er murmelt nur noch so etwas, wie "man seiht sich". Dann dackeln die beiden weg. Leider nur bis zur Bar, denke ich. "Und was machen wir jetzt?", frage ich Maren, "wenn wir gehen, dann merken die, dass wir sie angelogen haben. Außerdem will ich nicht weg, mir gefällt es hier eigentlich. Aber nur rumsitzen und so tun, als ob wir auf jemanden warten ist auch doof."
Wieder sehe ich Maren bedeutungsvoll lächeln. "Wer sagt denn, dann ich gelogen habe? Ich habe gerade Jonas, meinen Freund, überzeugt gleich zu uns zu stoßen." "Und was soll ich tun? Du bist dann fein raus, aber ich sitze immer noch alleine da und nach spätestens zehn Minuten ist der Typ von soeben wieder da, und baggert weiter." Maren schüttelt den Kopf. "Mädel, ich lass dich doch nicht im Regen stehen. Jonas kommt nicht alleine; sein Kumpel Sören kommt mit. Ich hab ihn schon etwas eingewiesen. Tu einfach so, als würdet ihr euch schon ewig kennen."
"Ich hoffe du hast ihm nicht alles erklärt. Ich möchte nämlich nicht, dass es sofort weiß, dass ich noch keine Frau bin. Aber trotzdem vielen Dank, dass du uns den Abend gerettet hast. Ich denke mal Sören ist nicht so ein Langeweiler. Und außerdem bin ich neugierig auf deinen Jonas. Weiße der eigentlich von deiner Vergangenheit?" "Mittlerweile ja", antwortet Maren, "war nicht ganz einfach. Aber wir sind über beide Ohren ineinander verliebt und die Liebe war stärker als die Überraschung. Aber noch einmal würde ich nicht mehr so lange mit der Wahrheit warten. Aber von seinen Bekannten weiß es niemand. Das ist ihm sehr wichtig. Also pass etwas auf was du sagts".
Nach einer viertel Stunde erscheinen die beiden. Maren hat inzwischen soviel von ihrem Jonas erzählt, das ich ihn sofort erkenne. Groß sehr schlank, sehr kurze Haare aber stahlblaue Augen und sein Lächeln ist wirklich hinreisend. Der Begrüßungskuss ist echt frisch verliebt. Wie ich Maren ihr Glück gönne. Wenn ich jemals soweit wäre. Dann fällt mein Blick auf Sören. Eigentlich hatte ich so einen skandinavischen Typ erwartet. Aber er sieht eher südländisch aus. Er ist aber auch schön groß, so mindestens 190. Sehr sportlich und mit einem sehr gepflegten Dreitagebart. Er küsst mich zur Begrüßung auf die Wangen. Ich spüre seine Barthaare. Er kratzt, aber es fühlt sich faszinierend an. er hat ein sehr freundliches Lächeln.
Maren stellt uns vor und schnell entsteht ein angenehmes Gespräch. Es stellt sich heraus, dass Sören Bauingenieur ist. Sofort haben wir ein gemeinsames Thema als er erfährt, dass ich Architektur studiere. Er fragt auch was ich so mache, dass gefällt mir extrem gut, nach den Monologen von gerade. Nur als ich ihn frage wo er genau arbeitet, weicht er ein wenig aus und erzählt von seiner aktuellen Baustelle in Stockholm. Aber das stört mich nicht wirklich. Ob er eine Freundin hat, frage ich mich. Natürlich traue ich mich nicht direkt zu fragen. Dass würde ja wie eine plumpe Anmache wirken. Aber neugierig bin ich schon. Dabei könnte es mir eigentlich egal sein. Mit meinen aktuellen körperlichen Zustand tauge ich sowieso nicht für die klassische Mann-Frau Beziehung. "Da bist du ja nirgendwo richtig zu Hause", versuche ich es vorsichtig. "Für ein paar Jahre ist das o.k. und wir werden ja nicht schlecht bezahlt." "Und wie findet deine Freundin das? Ihr seht euch doch kaum", rutscht es mir heraus. "Das Problem habe ich leider nicht mehr", antwortet er etwas traurig. "Das tut mit leid", antworte ich. Aber innerlich macht mein Herz vor Freude einen Luftsprung. Er ist solo. So ein Typ läuft ohne Frau durch die Gegend. Maren grinst vielsagend herüber. "Das war wohl etwas auffällig", flüstere ich ihr zu. "Schon gut, Sören schaut dir nur in den Ausschnitt, der kriegt nicht viel mit. Aber du sollest dir Gedanken machen, wie es weiter geht. Ein bisschen Spaß kannst du ja ruhig haben, ab er ich denke für einen One-Night-Stand bist du auch rein biologisch noch nicht bereit."
Mit gespielter Wut knuffe ich ihr in die Seite. Sören ist total süß, und ich möchte nicht dass der Abend zu ende geht. "Lass uns ein wenig tanzen", schlägt Maren vor. Wir hüpfen entspannt auf der Tanzfläche rum. Ich merke, dass Sören nicht von meiner Seite weicht und genieße die Aufmerksamkeit in vollen Zügen. Ich merke, wie ihn mein Körper und meine Bewegungen faszinieren. Wir lächeln uns an. Ich wünsche mir dass die Zeit stehen bleibt.
Dann passiert es. Das langsame Schmuselied! Klar darauf habe ich Kerl immer gewartet. Aber nun zucke ich unmerklich zusammen. Was soll ich tun? Maren und Jonas haben sich inzwischen wieder gesetzt. Da sind noch einige weitere Paare auf der Fläche; und wer niemanden hat verlässt die Fläche. Sören lächelt mich an, und greift meine Arme, umfasst sanft meine Hüften. Wie in Trance lehne ich meinen Kopf an seine Schultern. Ich spüre, wie meine Knie weich werden. In meinem Bauch scheinen Unmengen von Schmetterlingen zu sein. Ich bergreife was der Ausdruck "Dahinschmelzen2 bedeutet. Während ich mich von ihm führen lasse, erschrecke ich ein wenig. Zwischen seinen Beinen ist es kochenhart! Auch er scheint sich nicht mehr ganz unter Kontrolle zu haben. Ich lächle ihn wissend an. Das Lied geht zu Ende. Er umfasst mein gesicht zärtlich mit seinen Händen und"¦.mein erster Kuss!