Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4366
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 189 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
@Dabei gilt auch zu bedenken, dass ich trotz Frauenkleidung immer als Mann erkennbar bin (ich habe keine Ambitionen, mich als Frau zu "vekleiden").
Verstehe ich nicht ganz - aber du willst trotzdem zu Ladies' Night. Gut egal, ich mach da nicht die Einlasskontrolle. Ich sage nur, wenn ich zu Ladies' Nights irgendwelcher Art - letztens Ladies Night Shopping bei Karstadt - sehe ich auch so aus, dass ich rein passe. Egal wer mich nun "lesen" oder nicht, werde scheinbar nicht als "ungewöhnlich" in der Umgebung betrachtet.
Wenn du unbedingt als Mann in weiblicher Kleidung aussehen willst, hast du wohl auch eine Absicht damit. Dann wirst du auch auffallen und das wird dir wohl aus so recht sein, oder? Dann mach doch einfach, das wozu du sonst auch Lust hast in Umgebungen die relativ sicher sind - also Partyveranstaltungen, wo du rein passt und wo ein anständiger Sicherheitsdienst tätig ist, alles was dir sonst einfällt in belebten Innenstädten und Einkaufszentren ...
Was ich aber an der ganzen Sache leicht irritiert - nicht nur bei dir, sondern auch bei anderen ist: Egal ob mit 100% oder mit 0% Passing scheint es vielen als die ganz große Überraschung zu kommen, dass in der Öffentlichkeit, die Rolle als Frau zu übernehmen, zieht auch die Nachteile mit sich, die dazu "gehören". Eine Frau die sich so verhält und so kleideit wie ich beispielsweise, geht nicht alleine überall hin. Mir kommt es auch vor, dass ich vor der Tür sage, "nee, da gehe ich nicht rein". Wie z.B. als ich spontan zu einer Literaturveranstaltung wollte und feststellen musste, dass es eine ziemlich rustikale Kneipe, wo nur Männer anwesend und keine Sitzplätze in Sicht waren. Hast du mal eine Frau, die so aussieht wie ich (check Galeriefotos), alleine in so einer Umgebung gesehen? Ich nicht. Es wäre natürlich schön, wenn eine Frau - cis oder trans - da alleine rein gehen könnte und erwarten, dass nichts Ungehöriges passieren würde. Ist aber nicht warhscheinlich. Vielleicht würde das sogar besser gehen als eindeutiger Mann in Frauenkleidung. - Aber man kann doch natürlich überall hin gehen, wo es sicher scheint - also viele Leute unterwegs. Was man aber mit seiner Erscheinung kommuniziert, welche Antworten darauf kommen, und ob das Spaß macht - das muss man sich eigentlich selber erst mal überlegen.
Das kannst du auch nur selber entscheiden.
Aber wenn es dich interessiert, wo du mich evtl. antreffen würdest - oder auch nicht: Mit Freunden oder Freundinnen bei Starbucks, sonstwo in der Innenstadt, auf kulturellen Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Literaturlesungen, gelegentlich auf Parties, beim Postamt, in der Bücherei, bei Lidl (ganz enfach normale Sachen erledigen) ...
Und wo nicht: Alleine auf der Reeperbahn abends, Hamburger Tuntenball, in einer Kirche, alleine in rustikalen Kneipen, abgelegenen Gegenden oder Parks nachts, Bikertreffen ...
Verstehe ich nicht ganz - aber du willst trotzdem zu Ladies' Night. Gut egal, ich mach da nicht die Einlasskontrolle. Ich sage nur, wenn ich zu Ladies' Nights irgendwelcher Art - letztens Ladies Night Shopping bei Karstadt - sehe ich auch so aus, dass ich rein passe. Egal wer mich nun "lesen" oder nicht, werde scheinbar nicht als "ungewöhnlich" in der Umgebung betrachtet.
Wenn du unbedingt als Mann in weiblicher Kleidung aussehen willst, hast du wohl auch eine Absicht damit. Dann wirst du auch auffallen und das wird dir wohl aus so recht sein, oder? Dann mach doch einfach, das wozu du sonst auch Lust hast in Umgebungen die relativ sicher sind - also Partyveranstaltungen, wo du rein passt und wo ein anständiger Sicherheitsdienst tätig ist, alles was dir sonst einfällt in belebten Innenstädten und Einkaufszentren ...
Was ich aber an der ganzen Sache leicht irritiert - nicht nur bei dir, sondern auch bei anderen ist: Egal ob mit 100% oder mit 0% Passing scheint es vielen als die ganz große Überraschung zu kommen, dass in der Öffentlichkeit, die Rolle als Frau zu übernehmen, zieht auch die Nachteile mit sich, die dazu "gehören". Eine Frau die sich so verhält und so kleideit wie ich beispielsweise, geht nicht alleine überall hin. Mir kommt es auch vor, dass ich vor der Tür sage, "nee, da gehe ich nicht rein". Wie z.B. als ich spontan zu einer Literaturveranstaltung wollte und feststellen musste, dass es eine ziemlich rustikale Kneipe, wo nur Männer anwesend und keine Sitzplätze in Sicht waren. Hast du mal eine Frau, die so aussieht wie ich (check Galeriefotos), alleine in so einer Umgebung gesehen? Ich nicht. Es wäre natürlich schön, wenn eine Frau - cis oder trans - da alleine rein gehen könnte und erwarten, dass nichts Ungehöriges passieren würde. Ist aber nicht warhscheinlich. Vielleicht würde das sogar besser gehen als eindeutiger Mann in Frauenkleidung. - Aber man kann doch natürlich überall hin gehen, wo es sicher scheint - also viele Leute unterwegs. Was man aber mit seiner Erscheinung kommuniziert, welche Antworten darauf kommen, und ob das Spaß macht - das muss man sich eigentlich selber erst mal überlegen.
Das kannst du auch nur selber entscheiden.
Aber wenn es dich interessiert, wo du mich evtl. antreffen würdest - oder auch nicht: Mit Freunden oder Freundinnen bei Starbucks, sonstwo in der Innenstadt, auf kulturellen Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Literaturlesungen, gelegentlich auf Parties, beim Postamt, in der Bücherei, bei Lidl (ganz enfach normale Sachen erledigen) ...
Und wo nicht: Alleine auf der Reeperbahn abends, Hamburger Tuntenball, in einer Kirche, alleine in rustikalen Kneipen, abgelegenen Gegenden oder Parks nachts, Bikertreffen ...
-
Ines
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 387
- Registriert: Mo 4. Nov 2013, 16:54
- Geschlecht: Mann/DWT
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
Ich habe es in den letzten Tagen geschafft, mit einem Kleidungsmix, draussen rum zu laufen. Gestern hatte ich zu Jogginghose und Gartengummischuhen, eine weiße Damenregenjacke ( am Knöpfungsstil sehr gut zu erkennen
) an und heute lief ich mit meinem Neuerwerb, Damencargohose, dazu T-Shirt und Turnschuhe, draussen rum (war zwar ein bißchen frisch, ging aber noch) und habe gestern wie heute auch mit Nachbarn geredet. Es kamen absolut keine Bemerkungen, da die Damenklamotten nicht so sehr auffielen. Heute morgen hatte ich beim Shoppen übrigens eine leichte Damennylonregenjacke an. Die trage ich öfter und die fällt absolut nicht auf. Witzig: Ich hatte mir neulich in der Herrenabteilung mal eine rote Winterjacke gekauft, da glaubte meine Freundin (die weiß übrigens, dass ich DWT bin und toleriert es), das wäre eine Damenjacke. Tja, so kann man sich täuschen. Man sieht also, es ist möglich in Damenklamotten draussen rum zu laufen, ohne im geringsten aufzufallen.
Liebe Grüße
Ines
Liebe Grüße
Ines
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4366
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 189 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
LaraC hat geschrieben:Sorry, das wahr wohl etwas missverständlich. Bei uns heißt das Ding "Ladies & Friends". Frau darf also auch ihren Freund/Partner/Mann mitbringen.Lina hat geschrieben:Verstehe ich nicht ganz - aber du willst trotzdem zu Ladies' Night.
Dass ich auffalle, ist mir klar. Recht ist es mir deswegen noch lange nicht.Wenn du unbedingt als Mann in weiblicher Kleidung aussehen willst, hast du wohl auch eine Absicht damit. Dann wirst du auch auffallen und das wird dir wohl aus so recht sein, oder?Aber es gibt leider keine Möglichkeit, einfach als "ich" Frauenkleidung in der Öffentlichkeit zu tragen ohne aufzufallen. Insofern nehme ich es wohl oder übel in Kauf.
Dann arbeite doch ein bisschen an deinem Styling. Manchmal ist es ja auch gar nicht das 100&ige Passing, woraufe ankommt. 100% gibt es meistens eh nicht. Das was für die meisten Menschen zählt, ist dass die optischen Signale, die du aussendest auch mit dem Menschen übereinstimmt, den sie kennenlernen oder zufälligerweise auf der Straße sehen oder im Laden bedienen. Wenn das alles stimmt, ist es wirklich den meisten Mitmenschen egal, dass die Physiologie männlich ist - wenn der Rest einfach Frau sagt. Besseres Passing bedeutet in der Regel auch mehr Sicherheit in der Öffentlichkeit.
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4366
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 189 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
Gut, so hatte ich es ja auch erst interpretiert. Dann tust du es ja auch bewusst und willst halt was Bestimmtes damit kommunizieren. Sonst würdest du es ja nicht so tun. Nicht kommunizieren gibt es nicht, sobald man irgendwo physisch anwesend ist. Die Körpersprache, die Kleidung oder das nicht Vorhandensein von Kleidung etc. sagen dem Betrachter etwas. Stehst du zu dem, was du in dieser Weise sagst?
-
s_Roeckchen
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 758
- Registriert: Sa 5. Jun 2010, 23:40
- Pronomen:
- Wohnort (Name): MUC
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 2 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
Als (diesmal stimmts!) Gleichgesinnter kann ich Dir nur sagen, tu was Du Dir vornimmst. Für die ersten male unter Leute mit Partnerin war auch bei mir die richtige Herangehensweise, denn so hat man(n) bei Bedarf einen Arm zum Festhalten und einen Rücken zum inDeckung gehen. Nicht daß man(n) das tatsächlich macht, nur das Wissen um eine Rückfallebene stärkt das Durchhaltevermögen enorm.
"Tödlich" ist es allerdings wenn Du ständig links und rechts nach Reaktionen schaust oder auf den Boden starrst. Kopf hoch und geh Deinen Weg zum Brunch, ins Kino usw.
Je authentischer Du rüberkommst, desto weniger Blicke wird es geben. Gibt es Blicke? Aber sicher! Übersiehe sie einfach, schau Deiner Partnerin fest ins Auge oder auf Dein Ziel oder ins Unendliche. Wirst Du angesprochen? Nach meiner Erfahrung trauen sich das die wenigsten (6x in 5 Jahren).
Was ich nicht mache ist allein in der Nacht in einsame Gegenden raus, dagegen bin ich ab und zu allein abends bis nächtens in der City ins Kino unterwegs.
Da hab ich einen "Sprichmichjanichtan"-Blick angewöhnt.
s'Röckchen
"Tödlich" ist es allerdings wenn Du ständig links und rechts nach Reaktionen schaust oder auf den Boden starrst. Kopf hoch und geh Deinen Weg zum Brunch, ins Kino usw.
Je authentischer Du rüberkommst, desto weniger Blicke wird es geben. Gibt es Blicke? Aber sicher! Übersiehe sie einfach, schau Deiner Partnerin fest ins Auge oder auf Dein Ziel oder ins Unendliche. Wirst Du angesprochen? Nach meiner Erfahrung trauen sich das die wenigsten (6x in 5 Jahren).
Was ich nicht mache ist allein in der Nacht in einsame Gegenden raus, dagegen bin ich ab und zu allein abends bis nächtens in der City ins Kino unterwegs.
Da hab ich einen "Sprichmichjanichtan"-Blick angewöhnt.
s'Röckchen
...ridicule is nothing to be scared of...
(A.Ant "Prince Charming")
(A.Ant "Prince Charming")
-
Cybill
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2461
- Registriert: Sa 20. Jun 2009, 18:29
- Geschlecht: Frau
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Falkensee
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 9 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
Um ganz sicher zu gehen, folgender Vorschlag:
Meldet Eure Spaziergänge als politische Demonstration an und erbittet Polizeischutz.
Ganz ehrlich: Es ist egal, wie ihr auf die Straße geht, wenn ihr euch vernünftig verhaltet, dann passiert auch nix.
Wenn ich hier in Kreuzberg mit einem T-Shirt mit "Türken raus!" auf die Straße gehe, dann wundere ich mich auch nicht über eine Tracht Prügel. (Selbiges gilt natürlcih auch für eine Tour durch gewisse Gebiete im Osten Berlins mit einem "Nazis raus!"-T-Shirt).
Nehmt Euch nicht immer so wichtig, das führt nur zu Paranoia!
Gruß
- Cy
Meldet Eure Spaziergänge als politische Demonstration an und erbittet Polizeischutz.
Ganz ehrlich: Es ist egal, wie ihr auf die Straße geht, wenn ihr euch vernünftig verhaltet, dann passiert auch nix.
Wenn ich hier in Kreuzberg mit einem T-Shirt mit "Türken raus!" auf die Straße gehe, dann wundere ich mich auch nicht über eine Tracht Prügel. (Selbiges gilt natürlcih auch für eine Tour durch gewisse Gebiete im Osten Berlins mit einem "Nazis raus!"-T-Shirt).
Nehmt Euch nicht immer so wichtig, das führt nur zu Paranoia!
Gruß
- Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!
Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4366
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 189 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
Ich bin aber nicht paranoide. Das ist nur ein bösartiges Gerücht, das meine überall anwesenden Feinde in Umlauf gesetzt haben.
Ja, also ganz ehrlich - da wird wirklich manchmal ein riesen Problem aus nichts gemacht. Einerseits wäre ich schon vorsichtig mit den horden von tyrkischen Jugendlichen, die oft in den Straßen der "Beton-Vororten" Hamburgs rumhängen. Andererseits: Als ich vor ein paar Jahrzehnten nach Hamburg gezogen bin und mehr oder weniger zum Stammpublikum vom My Way, damals ein notorisches Drag-Queen Treffpunkt (obwohl nie zur schrillen Drag-Queen-Fraktion gehörte) gingen die Queens von da gerne mal rüber zur Imbissbude im Laufe des Abends. Das ist praktisch mitten in der "türkischen" Ecke von Hamburg-St.-Georg. Die Imbissbude ist eine ganz traditionelle Dönerbude. Und wir haben da weder dumme Zurufe noch sonst irgendwelche ungehörigen Handlungen erlebt.
Vielleicht liegt es daran, dass an einem Freitag-Samstag-Abend die Straßen sehr belebt sind - mit allen möglichen Menschen. Nicht nur die Hinterweltler-Teenies. Wirklich alles, von Nutten bis alte Herren/erste Generation "Gastarbeiter" mit dem klassischen - inzwischen grau gewordenen - Schnauzer. (Wie konservativ und altmodisch die auch sein mögen - freundlich sind die fast immer). Alleine, en femme, bin ich auch in dem Viertel unterwegs gewesen - es ist also nicht nur, weil ich mit vier 90kg Drag Queens unterwegs war, dass nichts un-nettes passiert ist.
Man sollte es also alles etwas differentiert sehen und nicht gleich und überall gleich davon ausgehen, das es Probleme geben muss. Natürlich sollte man auf mögliche Probleme vorbereitet sein, aber sich gleich einbildet, dass "uns" niemand mag, dann wird man es auch kaum merken, wenn es doch anders ist.
Man sollte es also nicht
Ja, also ganz ehrlich - da wird wirklich manchmal ein riesen Problem aus nichts gemacht. Einerseits wäre ich schon vorsichtig mit den horden von tyrkischen Jugendlichen, die oft in den Straßen der "Beton-Vororten" Hamburgs rumhängen. Andererseits: Als ich vor ein paar Jahrzehnten nach Hamburg gezogen bin und mehr oder weniger zum Stammpublikum vom My Way, damals ein notorisches Drag-Queen Treffpunkt (obwohl nie zur schrillen Drag-Queen-Fraktion gehörte) gingen die Queens von da gerne mal rüber zur Imbissbude im Laufe des Abends. Das ist praktisch mitten in der "türkischen" Ecke von Hamburg-St.-Georg. Die Imbissbude ist eine ganz traditionelle Dönerbude. Und wir haben da weder dumme Zurufe noch sonst irgendwelche ungehörigen Handlungen erlebt.
Vielleicht liegt es daran, dass an einem Freitag-Samstag-Abend die Straßen sehr belebt sind - mit allen möglichen Menschen. Nicht nur die Hinterweltler-Teenies. Wirklich alles, von Nutten bis alte Herren/erste Generation "Gastarbeiter" mit dem klassischen - inzwischen grau gewordenen - Schnauzer. (Wie konservativ und altmodisch die auch sein mögen - freundlich sind die fast immer). Alleine, en femme, bin ich auch in dem Viertel unterwegs gewesen - es ist also nicht nur, weil ich mit vier 90kg Drag Queens unterwegs war, dass nichts un-nettes passiert ist.
Man sollte es also alles etwas differentiert sehen und nicht gleich und überall gleich davon ausgehen, das es Probleme geben muss. Natürlich sollte man auf mögliche Probleme vorbereitet sein, aber sich gleich einbildet, dass "uns" niemand mag, dann wird man es auch kaum merken, wenn es doch anders ist.
Man sollte es also nicht
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4366
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 189 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
Inzwischen habe ich auch endlich den Blog gelesen. Interessant - aber: Eigentlich solltest du noch einen Schreiben. Bei allem was mit "warum" anfängt, da erwarte ich schon halbwegs, dass gleich eine Rechtfertigung für etwas kommt. Davon ist tatsächlich auch ein gewisser Unterton in deinem Blog, obwohl niemand von dir verlangen kann dass du überhaupt was rechtfertigst.LaraC hat geschrieben:Hi Lina,
ich möchte mein Styling eben (absichtlich) nicht so verändern, dass ich als Frau wahrgenommen werde. (Habe ich schon mal ausführlicher in meinem Blog beschrieben.) Ich käme mir immer verkleidet und nicht als ich selbst vor. Mein angestrebtes Ziel ist eher ein: "Guck mal, ein netter Mann im Rock." Ist halt nicht immer leicht...
Liebe Grüße,
Lara
Der nächste Artikel sollte also eher so heißen: Was passiert in meinem Leben, weil ich Frauenkleider trage?
Die Antwort darauf ist ja nämlich das, was dich wahrscheinlich wirklich interessiert. Glaube ich zumindest. Für mich wäre es zumindest. Wenn mich z.B. jemand fragen würde, "warum kleidest du dich eigentlich wie eine Frau?" - kommt natürlich darauf an, in welchem Ton gefragt wird, ob ich dann überhaupt antworte - aber wahrscheinlich würde ich antworten, "weil es mir steht und zu mir passt." Mit einer Frage wie, "wie reagieren die Leute denn auf dich, wenn du en femme bist", könnte ich viel mehr anfangen.
Dann würde ich, von Begegnungen mit Freunden oder Unbekannten erzählen, wo und mit wem ich mich Treffe und wo etc. Weil eigentlich interessiert es mich nicht im Geringsten, jemandem zu erklären WARUM ich "Ich" bin, sondern vielmehr in Worten, Handlungen und in optischer Erscheinung zu kommunizieren, wie und wer ich bin, und zu genießen welche "Rückmeldungen" in Form von netten Begegnungen, Freundschaften, Erlebnissen, Sex etc. kommen. Verstehst du, was ich meine?
Ob du dein oben genanntes Ziel erreichen wirst - keine Ahnung. Aber Eines garantiere ich dir: Wenn wir außerhalb der Durchschnittsnorm handeln - selbst wenn wir den Mut haben, total außerhalb jeglicher Konformität zu handeln, dann wird das was wir tun mit Ausgangspunkt in der Konformität, der Norm, der gängigen Symbolsprache betrachtet und interpretiert. Und selbst wenn eine ganze Gruppe von Menschen - wie die Hippies oder die Punks - dem Establishment den Mittelfinger zeigen und sagen "fuck them" - dann schaffen sie im Endeffekt einfach eine neue Konformität, eine neue Symbolsprache. Oder wie glaubst du, dass man dich empfangen hätte, wenn du in deinem Hippie-Aussteiger-Camp auf Ibiza in Gucci Anzug und mit Aktenkoffer angekommen wärst? Da kannst du so progressive Ideen haben wie es auch überhaupt geht. Du wirst aber kaum gleich den Draht zu denen haben.
Das Gleiche ist wenn du in der jetztigen "Normalbürger-Gesellschaft" mit einem eindeutig männlcihen Körper, vielleicht auch ein eindeutig männliches Verhalten allgemein, aber in eindeutige Damenkleidung. Da sendest du signale, die für kaum jemanden eindeutig verständlich sind - weder auf bewusster noch unbewusster Ebene. Das kann gewollt sein. Das kann Teil eines Plans sein, um Leute über bestimmte Dinge zum Nachdenken zu bringen. Das verwirrt, so viel ist sicher. Wenn das aber nicht gewollt ist und du dir nur erhoffst, dass die Welt sich von selbst dahingehend ändert, dass man sagt "oh schau mal, ein Mann kann auch ein Kleid tragen", dann wirst du wahrscheinlich lange warten müssen.
Und meine Frage wäre dann: Was erwartest du durch diese Änderung der "Norm-Symbolsprache" zu erreichen? Was ändert sich für dich dadurch? Denn die Verwirrung, die du jetzt auslöst, wäre ja dann auch weg.
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4366
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 189 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ideen für einfaches und sicheres Outdoor
Das wäre natürlich auch absolut der Hammer, wenn jemand sich in der Situation erlauben würde, dumme Fragen oder ungehaltene Bemerkungen zu erlauben. Die zu erwartende Antwort liegt ja auf der Hand.Saari hat geschrieben:...
Ich trug an diesem Abend einen Jeansrock, FSH, Bluse etc. Ich zog noch schnell ein Paar Pumps an und eilte zu ihm.
Nach kurzer Reparaturarbeit war der Schaden behoben und ich stand, so wie ich nun mal bekleidet war, vor ihm.
Es gab keine Fragen oder schrägen Blicke. Auf dem Rückweg war dann auch alles in Ordnung.
...
Saari
(Aber kann es sein, dass er auch nicht überrascht war, weil er schon längst alles wusste?)