Trauen wir uns nicht?
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Marielle
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Re: Trauen wir uns nicht?
Hallo Christie; Guten Abend zusammen,
ich bin jetzt nich' so "in den Zwanzigern"; nicht mehr jedenfalls. Aber ich war's ja mal. Deswegen geb' ich meinen Senf dazu:
Meine älteste Erinnerung zum Thema bezieht sich auf eine Sache, die mir im Alter von sieben Jahren widerfahren ist. "Es" war demnach damals schon da, ich konnte aber nichts bewusstes damit anfangen. Seit dem ist "es" geblieben, ist bis heute da. Aber es war bis etwa Mitte Dreissig nie im Vordergrund. Ich nehme an, dass andere Aufgaben/Vorhaben/Lebensinhalte diese Seite an mir überdeckt haben. Ich hatte einfach anderes im Kopf; Partnerschaft, Reisen, Beruf, eigene Wohnung, später ein Haus. Was man sich halt so vorstellt.
Dann, etwa mit Anfang Dreissig, kam "es" wieder in die Mitte des Bewusstseins. Ab da hat es noch eine Weile gebraucht, bis ich damit umgehen konnte, es meiner Frau erzählen konnte, bis ich meiner Selbst sicher genug war, um "an's Licht zu kommen".
Gut, man kann sagen das es heute leichter ist; Internetforen, Medienberichte usw. Aber ich denke schon, dass es a) bei manchen erst dann "ausbricht" wenn sie andere Sachen erledigt haben und b) es bei den meisten einfach Zeit braucht, bis sie mit sich selbst klar kommen.
Nichts fundiertes, nur mein Erleben.
Gruß
Marielle
ich bin jetzt nich' so "in den Zwanzigern"; nicht mehr jedenfalls. Aber ich war's ja mal. Deswegen geb' ich meinen Senf dazu:
Meine älteste Erinnerung zum Thema bezieht sich auf eine Sache, die mir im Alter von sieben Jahren widerfahren ist. "Es" war demnach damals schon da, ich konnte aber nichts bewusstes damit anfangen. Seit dem ist "es" geblieben, ist bis heute da. Aber es war bis etwa Mitte Dreissig nie im Vordergrund. Ich nehme an, dass andere Aufgaben/Vorhaben/Lebensinhalte diese Seite an mir überdeckt haben. Ich hatte einfach anderes im Kopf; Partnerschaft, Reisen, Beruf, eigene Wohnung, später ein Haus. Was man sich halt so vorstellt.
Dann, etwa mit Anfang Dreissig, kam "es" wieder in die Mitte des Bewusstseins. Ab da hat es noch eine Weile gebraucht, bis ich damit umgehen konnte, es meiner Frau erzählen konnte, bis ich meiner Selbst sicher genug war, um "an's Licht zu kommen".
Gut, man kann sagen das es heute leichter ist; Internetforen, Medienberichte usw. Aber ich denke schon, dass es a) bei manchen erst dann "ausbricht" wenn sie andere Sachen erledigt haben und b) es bei den meisten einfach Zeit braucht, bis sie mit sich selbst klar kommen.
Nichts fundiertes, nur mein Erleben.
Gruß
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Saskia.shewulf
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Re: Trauen wir uns nicht?
Hallo
Ja ist mir auch schon aufgefallen das die Meisten hier so in meinem Alter sind oder älter .Warum das so ist kann ich nicht sagen.
Vielleicht weiß da die Wissenschaft mehr.(Aber mit 29 fällt das ja nicht so ins gewicht
)
oder eine von den alten Häsinnen
LG Saskia
Ja ist mir auch schon aufgefallen das die Meisten hier so in meinem Alter sind oder älter .Warum das so ist kann ich nicht sagen.
Vielleicht weiß da die Wissenschaft mehr.(Aber mit 29 fällt das ja nicht so ins gewicht
oder eine von den alten Häsinnen
LG Saskia
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
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Lina
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Re: Trauen wir uns nicht?
Ja, ich verstehe die Problematik. So habe ich das auch vor etwa 20 Jahren empfunden.
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Kerstin
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Re: Trauen wir uns nicht?
Servus
Junge sind noch mehr im Gruppenzwang gefangen.
Gute Nacht
Kerstin
Ich denke, das es vorallem daran liegt, das man mit zunehmenden Alter merkt, das die anderen überwiegent Dampfblauderer und Wichtigtuer sind die aber letzten Endes nichts vorzuweisen haben was von Bedeutung ist.Christie Burns hat geschrieben:.......
Trauen sich jüngere Leute nicht so raus ? Ist der Charakter noch nicht so gefestigt das man evtl. anfeindungen auf der Strasse locker weglächeln kann? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, zumal sich sowas auch in Grenzen hält.
......
Junge sind noch mehr im Gruppenzwang gefangen.
Gute Nacht
Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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exuser-06-09-2013
Re: Trauen wir uns nicht?
Hallo Christie,
Vorweg: ich bin Mitte 20 und lebe in südlichsten Bayern. Als ich anfing als Mädel auszugehen war ich 17, 18. Geendet hat das im ltzten Jahr mit 25. Ich weiß also, wovon ich spreche.
Aufgrund meiner Erfahrungen "draußen im wirklichen Leben" und im Forum wage ich eine vielleicht kühne These:
Jüngere Menschen wie wir sind noch nicht so sehr in Familienstrukturen integriert, mit Ehefrau, vielleicht Kindern. Beispielsweise die Zeitfrage: Wir können ausgehen, wenn wir wollen und nicht, wenn die Ehefrau grad net da ist - mal als krasses Beispiel gesagt. Ich bin mir bewusst, dass es dazwischen Abstufungen gibt.
Hier im Forum ist es ähnlich. Wenn ich mir abends manchen Chat ansehe, dann kommt es mit eher vor, wie eine Stammtischplauderei unter Männern beim Weizen. Tagsüber gibt es dagegen viel interessantere Gespräche, zumindest aus meiner Sicht, aber dann sind die Teilnehmer im Chat von 20/25 aufwärts bis über 70.
Hinzukommt, jüngere Menschen nutzen möglicherweise lockere Strukturen, net so formelle Stammtische und TG-Treffs. Ich könnte z.B. nach München zum TG-Treff fahren, ich bin aber lieber mit meinem Freundeskreis zusammen. Da fühle ich mich besser aufgehoben.
Und eine wichtige Frage: Erkennt man immer die CD, TV oder was auch immer? Kann net a vielelciht etwas herb wirkende Frau in Wirklichkeit a Mann sein.
Liebe, nachdenkliche Grüße
Anna-Maria
Vorweg: ich bin Mitte 20 und lebe in südlichsten Bayern. Als ich anfing als Mädel auszugehen war ich 17, 18. Geendet hat das im ltzten Jahr mit 25. Ich weiß also, wovon ich spreche.
Aufgrund meiner Erfahrungen "draußen im wirklichen Leben" und im Forum wage ich eine vielleicht kühne These:
Jüngere Menschen wie wir sind noch nicht so sehr in Familienstrukturen integriert, mit Ehefrau, vielleicht Kindern. Beispielsweise die Zeitfrage: Wir können ausgehen, wenn wir wollen und nicht, wenn die Ehefrau grad net da ist - mal als krasses Beispiel gesagt. Ich bin mir bewusst, dass es dazwischen Abstufungen gibt.
Hier im Forum ist es ähnlich. Wenn ich mir abends manchen Chat ansehe, dann kommt es mit eher vor, wie eine Stammtischplauderei unter Männern beim Weizen. Tagsüber gibt es dagegen viel interessantere Gespräche, zumindest aus meiner Sicht, aber dann sind die Teilnehmer im Chat von 20/25 aufwärts bis über 70.
Hinzukommt, jüngere Menschen nutzen möglicherweise lockere Strukturen, net so formelle Stammtische und TG-Treffs. Ich könnte z.B. nach München zum TG-Treff fahren, ich bin aber lieber mit meinem Freundeskreis zusammen. Da fühle ich mich besser aufgehoben.
Und eine wichtige Frage: Erkennt man immer die CD, TV oder was auch immer? Kann net a vielelciht etwas herb wirkende Frau in Wirklichkeit a Mann sein.
Liebe, nachdenkliche Grüße
Anna-Maria
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FraukeTV
Re: Trauen wir uns nicht?
Hallo Mrs. Burns,Christie Burns hat geschrieben:
.......und damit kommen wir zu dem Thema was mich eigentlich umtreibt, undzwar:
die Leute die ich Treffe sind meist um die 20 Jahre älter als ich, da ich in verscheidenen Foren angemeldet bin, weiss ich das es auch Leute in meinem Alter gibt, aber die scheinen (zumindest in meinem Umkreis) wohl nicht vor die Tür zu gehen!?
du stellst ja coole Fragen. Leider weiß ich auch keine richtige Antwort und kann nur Vermutungen äußern. Mein Eindruck ist, dass die heutige Generation der 18-24-Jährigen wesentlich toleranter und aufgeklärter ist, als es meine Generation war (über 40). Das Thema "Transgender" ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Ob nun die Jüngeren sich wirklich nicht trauen und die Älteren mutiger sind, weiß ich nicht genau, aber ich glaube: ja, die Älteren sind mutiger. Die meisten Ü40-Jährigen haben bereits einige Erfahrungen in der Arbeitswelt, leben seit längere Zeit in Beziehungen oder haben zu mindestens meist Erfahrungen mit längeren Beziehungen und merken - so wie ich - da gibt es doch noch eine andere Seite von mir, die mich neugierig macht und spannend ist. Vielleicht ist das ein Grund, warum verstärkt die Älteren hier aktiv sind.
Übrigens bin ich jetzt die sechste, die älter als 20 Jahre ist und die auf deinen Beitrag geantwortet hat. Du hattest dir ja eigentlich gewünscht, dass die Jüngeren hier eher zu Wort kommen.
Trotzdem liebe Grüße
Frauke
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Elfy Adorabella
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Re: Trauen wir uns nicht?
Hi
Ja ich denke wir trauen uns einfach nicht, uns zu outen und es so auszuleben wir wir es vielleicht wollen. Ich denke die Gründe hierfür sind vielschichtig. Ich denke zum einen dass man das crossdressen/Mädel sein an der Uni ist sehr oft verdrängt aus Angst im Semester nicht mehr akzeptiert zu werden und dass die Profs einen nicht mehr ernst nehmen. Zudem denke ich (so ist es bei mir) ist es auch die Furcht dass dadurch persönliche Nachteile entstehen können und da man ja am Anfang der Karriere steht man sich nichts verbauen will. Hinzu kommt noch dass viele ja in dieser Zeit eine Freundin suchen als festen Partner und solch eine Neigung die Chancen sicherlich nicht gerade erhöht....es ist sowieso schon schwer genug.
Ich würde es toll finden mich mal mit Gleichaltrigen zu treffen aber es ist wirklich nicht leicht welche zu finden....schade eigentlich.
Ja ich denke wir trauen uns einfach nicht, uns zu outen und es so auszuleben wir wir es vielleicht wollen. Ich denke die Gründe hierfür sind vielschichtig. Ich denke zum einen dass man das crossdressen/Mädel sein an der Uni ist sehr oft verdrängt aus Angst im Semester nicht mehr akzeptiert zu werden und dass die Profs einen nicht mehr ernst nehmen. Zudem denke ich (so ist es bei mir) ist es auch die Furcht dass dadurch persönliche Nachteile entstehen können und da man ja am Anfang der Karriere steht man sich nichts verbauen will. Hinzu kommt noch dass viele ja in dieser Zeit eine Freundin suchen als festen Partner und solch eine Neigung die Chancen sicherlich nicht gerade erhöht....es ist sowieso schon schwer genug.
Ich würde es toll finden mich mal mit Gleichaltrigen zu treffen aber es ist wirklich nicht leicht welche zu finden....schade eigentlich.
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exuser-06-09-2013
Re: Trauen wir uns nicht?
Hallo Jana,
ich habe zwar keine direkte Erfahrung mit einer TG-Gruppe, aber ich erlebe und empfinde das ähnlich wie du.
Liebe Grüße
Anna
ich habe zwar keine direkte Erfahrung mit einer TG-Gruppe, aber ich erlebe und empfinde das ähnlich wie du.
Liebe Grüße
Anna
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Marlen
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Re: Trauen wir uns nicht?
Hi!
Also mir persönlich ist das Alter sehr egal. Das spielt doch überhaupt keine Rolle, sofern man sich versteht. In diesem Leben und im männlichen Paralleluniversum habe ich Freundinnen und Freunde, die sowohl bis zu 10 Jahre älter sind, wie auch 20 Jahre jünger. Ich finde diesen Austausch zwischen den Generationen ausgesprochen gut: es erweitert den Horizont in jeder Hinsicht.
Es erstaunt mich hingegen, daß die Jüngeren anscheinend solche - nennen wir es mal - Kontaktprobleme haben, wo doch durch das Netz soviele Möglichkeiten gegeben sind, sich behutsam dem ganzen Komplex an zu nähern.
Als ich vor über 30 Jahre (alte Tante jetzt bin) anfing, waren es auch Scham, Angst und Unwissenheit, die mich am offenen Umgang damit hinderten. Selbst als ich in Berlin lebte, traute ich mich nicht wirklich dazu zu stehen. Das kam alles erst als ich so 30 Jahre alt war und dann ging es auch noch ganz zaghaft.
Die Gründe: Das (berühmte) "was werden die Leute sagen"; meine damalige Freundin; das - noch unterentwickelte - Selbstwertgefühl; ja, auch Karrierebedenken; generell gesagt: Zukunftsangst; UND im Hintergrund natürlich die nagende, schwelende, mich nahezu verrücktmachende Unsicherheit, der Zwiespalt, das sich-nicht-Trauen obwohl es andere ja auch machen....
Ich kann die Bedenken der "Jüngeren" sehr gut nachvollziehen!
Ein wenig Hoffnung jedoch möchte ich auch machen: Mit dem Alter kommt die nötige Coolness!
Ich könnte mir heute noch manchmal ein Monogramm in den Hintern beißen, daß ich nicht schon früher so war, wie ich heute bin. Es ist ja im Grunde nichts anders außer, daß plötzlich eine 4 vor dem Komma steht. Soviele Jahre völlig umsonst Angst gehabt!
Und Du, liebe Christie, bestätigst ja vollauf, daß in den 20ern ein Transirgendwie- Leben ziemlich selbstverständlich sein kann, spaß machen kann, irgendwie sich völlig normal anfühlt.
Schätzelein, Du mußt da nur ein wenig mehr "missionieren" in Deiner Altersklasse.....
Nur Mut!
Liebe Grüße
Marlen
Also mir persönlich ist das Alter sehr egal. Das spielt doch überhaupt keine Rolle, sofern man sich versteht. In diesem Leben und im männlichen Paralleluniversum habe ich Freundinnen und Freunde, die sowohl bis zu 10 Jahre älter sind, wie auch 20 Jahre jünger. Ich finde diesen Austausch zwischen den Generationen ausgesprochen gut: es erweitert den Horizont in jeder Hinsicht.
Es erstaunt mich hingegen, daß die Jüngeren anscheinend solche - nennen wir es mal - Kontaktprobleme haben, wo doch durch das Netz soviele Möglichkeiten gegeben sind, sich behutsam dem ganzen Komplex an zu nähern.
Als ich vor über 30 Jahre (alte Tante jetzt bin) anfing, waren es auch Scham, Angst und Unwissenheit, die mich am offenen Umgang damit hinderten. Selbst als ich in Berlin lebte, traute ich mich nicht wirklich dazu zu stehen. Das kam alles erst als ich so 30 Jahre alt war und dann ging es auch noch ganz zaghaft.
Die Gründe: Das (berühmte) "was werden die Leute sagen"; meine damalige Freundin; das - noch unterentwickelte - Selbstwertgefühl; ja, auch Karrierebedenken; generell gesagt: Zukunftsangst; UND im Hintergrund natürlich die nagende, schwelende, mich nahezu verrücktmachende Unsicherheit, der Zwiespalt, das sich-nicht-Trauen obwohl es andere ja auch machen....
Ich kann die Bedenken der "Jüngeren" sehr gut nachvollziehen!
Ein wenig Hoffnung jedoch möchte ich auch machen: Mit dem Alter kommt die nötige Coolness!
Ich könnte mir heute noch manchmal ein Monogramm in den Hintern beißen, daß ich nicht schon früher so war, wie ich heute bin. Es ist ja im Grunde nichts anders außer, daß plötzlich eine 4 vor dem Komma steht. Soviele Jahre völlig umsonst Angst gehabt!
Und Du, liebe Christie, bestätigst ja vollauf, daß in den 20ern ein Transirgendwie- Leben ziemlich selbstverständlich sein kann, spaß machen kann, irgendwie sich völlig normal anfühlt.
Schätzelein, Du mußt da nur ein wenig mehr "missionieren" in Deiner Altersklasse.....
Nur Mut!
Liebe Grüße
Marlen
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CJane
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Re: Trauen wir uns nicht?
Hallo,
ich denke auch dass die Gründe für`s sich nicht trauen, sehr unterschiedlich sind. Bei mir ist es eine Mischung aus sich nicht trauen wegen der Leute in der Umgebung, da ich schon weiss dass es einige nicht verstehen werden und ich hab keine Lust mich solchen Leuten dann jeden Tag aussetzen zu müssen, bzw. die Angst von manchen nicht ernst genommen zu werden. Mit meinen 31 zähle ich mich mal zur jüngeren Fraktion.
Ich würde schon auch gerne das ein bischen mehr ausleben wollen, würde dann aber gerne auch für diese Zeit nicht als Crossdresser zu erkennen sein. Leider ist mir das Körperlich (Breite Schultern, etwas kräftiger,muskulöser) und vom Gesicht nicht so gegeben. An einem etwas längeren Kinn kann man mit Makeup einfach nichts machen. Und daher sehe ich dann nicht so weiblich aus, wie ich mir das dann wünschen würde.
Es kommt einfach auch auf das Umfeld an und wie man lebt. In einer WG ist das auch ein bischen schwierig, und einer anderen Partei im Haus würde ich es ungern zeigen um ständigen Pöbeleien aus dem Weg zu gehen.
Liebe Grüße
Jane
Liebe
ich denke auch dass die Gründe für`s sich nicht trauen, sehr unterschiedlich sind. Bei mir ist es eine Mischung aus sich nicht trauen wegen der Leute in der Umgebung, da ich schon weiss dass es einige nicht verstehen werden und ich hab keine Lust mich solchen Leuten dann jeden Tag aussetzen zu müssen, bzw. die Angst von manchen nicht ernst genommen zu werden. Mit meinen 31 zähle ich mich mal zur jüngeren Fraktion.
Ich würde schon auch gerne das ein bischen mehr ausleben wollen, würde dann aber gerne auch für diese Zeit nicht als Crossdresser zu erkennen sein. Leider ist mir das Körperlich (Breite Schultern, etwas kräftiger,muskulöser) und vom Gesicht nicht so gegeben. An einem etwas längeren Kinn kann man mit Makeup einfach nichts machen. Und daher sehe ich dann nicht so weiblich aus, wie ich mir das dann wünschen würde.
Es kommt einfach auch auf das Umfeld an und wie man lebt. In einer WG ist das auch ein bischen schwierig, und einer anderen Partei im Haus würde ich es ungern zeigen um ständigen Pöbeleien aus dem Weg zu gehen.
Liebe Grüße
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Lina
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Re: Trauen wir uns nicht?
Natürlich tut man das. Das sagt man mir zumindest immer. Nachgewiesen hat es mir jedoch niemand, denn woher sollen die eigentlich wissen ob die es immer sehen? Da wo die es nicht gemerkt haben, wissen die es ja nicht.anna_maria hat geschrieben:Hallo Christie,
...
Und eine wichtige Frage: Erkennt man immer die CD, TV oder was auch immer? Kann net a vielelciht etwas herb wirkende Frau in Wirklichkeit a Mann sein.
...
Ich weiß zumindest, dass ich gelegentlich T-Frauen an irgendwelche Kleinigkeiten erkannt habe, und niemand hat mir geglaubt, dass es eine T-Frau war. Ich habe auch irgendwann ganz einfach damit aufgehört, auf so was zu achten. Denn sonst geht es nämlich genau wie die selber andeutest: Man hält jemand für trans, die es nicht ist. Immer wieder.
Zuletzt geändert von Lina am Do 1. Aug 2013, 20:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Vincent
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Re: Trauen wir uns nicht?
Hallo,Lina hat geschrieben:Natürlich tut man das. Das sagt man mir zumindest immer.anna_maria hat geschrieben:Hallo Christie,
Und eine wichtige Frage: Erkennt man immer die CD, TV oder was auch immer? Kann net a vielelciht etwas herb wirkende Frau in Wirklichkeit a Mann sein.
...
ich würde das IMMER nicht stehen lassen. Oft, vielleicht...
Aber, ich kenne ein pasr MzF TS, bei denen ich ohne Kenntnis der Geschichte nicht im geringsten auf die Idee käme und auch so keine Anhaltspunkte für die Vergangenheit sehe.
Wenn ich an Männer wie Andrej Pejić denke, egal ob er jetzt unter T* fällt oder nicht, könnte mich auch der tiefste Bass als Stimme, nicht auf den Gedanken bringen er wäre ein Mann.
LG
Vincent
Vincent
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exuser-06-09-2013
Re: Trauen wir uns nicht?
Vincent hat geschrieben:Hallo,Lina hat geschrieben:Natürlich tut man das. Das sagt man mir zumindest immer.anna_maria hat geschrieben:Hallo Christie,
Und eine wichtige Frage: Erkennt man immer die CD, TV oder was auch immer? Kann net a vielelciht etwas herb wirkende Frau in Wirklichkeit a Mann sein.
...
ich würde das IMMER nicht stehen lassen. Oft, vielleicht...
Aber, ich kenne ein pasr MzF TS, bei denen ich ohne Kenntnis der Geschichte nicht im geringsten auf die Idee käme und auch so keine Anhaltspunkte für die Vergangenheit sehe.
Wenn ich an Männer wie Andrej Pejić denke, egal ob er jetzt unter T* fällt oder nicht, könnte mich auch der tiefste Bass als Stimme, nicht auf den Gedanken bringen er wäre ein Mann.
Hallo liebe Lina, lieber Vincent,
als ich die Frage aufwarf, ob CD, TV, TS u.a. immer erkannt werden, hatte das einen realen Hintergrund. Natürlich erkennt man viele, sehr viele. Aber mich Sicherheit nicht jeden oder jede.
Ich sah als Bub ziemlich mädchenhaft aus, auch, weil ich nie groß war und eine eher zierliche Körperstruktur habe. Heute, als transsexuelle Frau in der Hormontherapie, ist genau das mein Vorteil. Ich werde von meiner Umgebung für eine Frau gehalten. Aber nicht nur ich, ich kenne noch eine TS, wo man wirklich sehr, sehr genau hinschauen muss, um ihre "männliche" Vergangenheit zu erkennen.
Dann gibt es andere, da sieht man trotz Perücke und Makeup zweifelsfrei den Mann.
Ich glaube, hinter der oft gehörten Aussage "Einen CD/TV erkennt man immer", steht auch etwas Angst, nicht besonders gut auszusehen, nicht so gut wie andere. Da baut die Psyche vor und meint, man müsse alle erkennen. Das des net stimmt, sagt schon der gesunde Menschenverstand, denn wenn man die anderen net erkennt, woher will man dann wissen ob es a Madel oder a Mann ist?
Unanhängig davon scheint mir hier noch ein anderer Aspekt herausgekommen zu sein:
Unabhängig vom Alter, wenn die Chemie stimmt, dann kann man sich hier im Chat/Forum als junge Frau auch mit einem/einer älteren CD/TV wunderbar unterhalten (ich denke da u. a. an Soki1, Sabrina-Verena, Marie-Ann, Isabel, um nur einige zu nennen). Anderseits, wenn die Chemie net stimmt, nun ja...ich sage nichts, lese bestenfalls mit. Und vermutlich wird es in der Wirklichkeit auch mit den TG-Treffs sein, kommt man mit den Menschen klar, ist das Alter unwichtig, und wenn man die anderen net mag, dann können sie gleichaltrig sein, und trotzdem möchte man nichts mit ihnen zu tun haben.
Liebe Grüße
Anna-Maria
P.S.
Nachtrag zu Nadine:
Als meine Eltern mitbekamen, was in mir vorging, haben meine Eltern, vor allem meine MAma, mich sehr unterstützt. Ich hatte daheim keinen Druck auszuhalten.
So mit 16 / 17, da hat mir meine Mama sehr viel beigebracht, richtiges MAke up, laufen auf Absätzen (so 5 cm am Anfang), und vieles andere eben, was ein Mädchen halt wissen muss oder sollte.
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exuser-06-09-2013
Re: Trauen wir uns nicht?
Liebe Nadine,
ehrlich gesagt, wenn ich einiges erzähle, dann klingt alles so super, so glatt, so reibungslos. War es aber nie!
Ich habe manche Nacht mein Kissen vollgeheult.
Anfangs wollte ich es nicht wahrhaben. Ich bin dann in den Skiclub und bin die härtesten Abfahrten runter gebrettert, weil ich "Männlich" sein wollte. Aber ganz tief in mir, wusste ich immer, es ist ein verlorenes Spiel, ein Mann zu sein. Ich wusste es immer, eines Tages werde ich den Schritt wagen und Frau werden.
Es hat mich teilweise zerrissen, als Junge, als Mann zur Schule, zur Arbeit zu gehen und nicht Anna sein zu dürfen. Die schönste Zeit war für mich immer die Wochenenden, die Ferien, da war ich Anna. (Ich bin beispielsweise mit meinen Eltern als Anna verreist). Umso schlimmer war dann die Rückkehr in das männliche Dasein.
Der einzige Trost war meine Mama, sie stand voll hinter mir, tröstete mich. Mein Vater tat sich anfangs sehr schwer mit dem Gedanken eine Tochter zu haben. Er sprach viel mit meiner Mama darüber, mit Ärzten. Irgendwann kam er nach Haus und fragte mich. Ob ich keine Lust hätte als Anna mit ihm einen Einkaufsbummel zu machen. Ich könnte doch sicherlich etwas gebrauchen...da war dann das Eis gebrochen.
Später, so zwischen 19 und 22 habe ich mich dann als Anna zurück gezogen, bin noch kaum raus. Aber ich merkte, das tat mir nicht gut.
Mit 22 fing ich wieder an, daheim als Frau auszugehen. Erst heimlich, dann immer öfter. Ich hatte einen sehr guten Freund, ihm gegenüber habe ich mich geoutet. Meine Eltern lebten zu dem Zeitpunkt nicht mehr.
Jedenfalls machte mein Freund mir sehr viel Mut. Im letzten Jahr verreisten wir gemeinsam, ich war die ganze Zeit eine Frau. Es war für mich als Test gedacht, und ich wusste, ich muss den Weg endlich gehen.
Ich hatte in meiner alten Firma gekündigt und wollte im Januar bei einer anderen Firma anfangen. Das machte ich aber nicht mehr. Ich hatte im Dezember mit einigen Fachleuten gesprochen und so beschloss ich dann definitiv, ab Januar mit der Hormontherapie zu starten. Zum Glück ergab sich die Möglichkeit in einer anderen, kleinen Firma als Frau zu arbeiten. Da bin ich heute noch.
Das wäre es in Kurzform auf deine Frage.
Liebe Grüße
Anna
ehrlich gesagt, wenn ich einiges erzähle, dann klingt alles so super, so glatt, so reibungslos. War es aber nie!
Ich habe manche Nacht mein Kissen vollgeheult.
Anfangs wollte ich es nicht wahrhaben. Ich bin dann in den Skiclub und bin die härtesten Abfahrten runter gebrettert, weil ich "Männlich" sein wollte. Aber ganz tief in mir, wusste ich immer, es ist ein verlorenes Spiel, ein Mann zu sein. Ich wusste es immer, eines Tages werde ich den Schritt wagen und Frau werden.
Es hat mich teilweise zerrissen, als Junge, als Mann zur Schule, zur Arbeit zu gehen und nicht Anna sein zu dürfen. Die schönste Zeit war für mich immer die Wochenenden, die Ferien, da war ich Anna. (Ich bin beispielsweise mit meinen Eltern als Anna verreist). Umso schlimmer war dann die Rückkehr in das männliche Dasein.
Der einzige Trost war meine Mama, sie stand voll hinter mir, tröstete mich. Mein Vater tat sich anfangs sehr schwer mit dem Gedanken eine Tochter zu haben. Er sprach viel mit meiner Mama darüber, mit Ärzten. Irgendwann kam er nach Haus und fragte mich. Ob ich keine Lust hätte als Anna mit ihm einen Einkaufsbummel zu machen. Ich könnte doch sicherlich etwas gebrauchen...da war dann das Eis gebrochen.
Später, so zwischen 19 und 22 habe ich mich dann als Anna zurück gezogen, bin noch kaum raus. Aber ich merkte, das tat mir nicht gut.
Mit 22 fing ich wieder an, daheim als Frau auszugehen. Erst heimlich, dann immer öfter. Ich hatte einen sehr guten Freund, ihm gegenüber habe ich mich geoutet. Meine Eltern lebten zu dem Zeitpunkt nicht mehr.
Jedenfalls machte mein Freund mir sehr viel Mut. Im letzten Jahr verreisten wir gemeinsam, ich war die ganze Zeit eine Frau. Es war für mich als Test gedacht, und ich wusste, ich muss den Weg endlich gehen.
Ich hatte in meiner alten Firma gekündigt und wollte im Januar bei einer anderen Firma anfangen. Das machte ich aber nicht mehr. Ich hatte im Dezember mit einigen Fachleuten gesprochen und so beschloss ich dann definitiv, ab Januar mit der Hormontherapie zu starten. Zum Glück ergab sich die Möglichkeit in einer anderen, kleinen Firma als Frau zu arbeiten. Da bin ich heute noch.
Das wäre es in Kurzform auf deine Frage.
Liebe Grüße
Anna
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exuser-06-09-2013
Re: Trauen wir uns nicht?
Liebe Nadine,
eine Bemerkung zum "Trauen".
Es ist dein Leben, nicht das der anderen. Ich hatte auch Eltern, aber die Leben net mehr. Ich hatte mit 15/16 a Freundin, aber die ist inzwischen glücklich verheiratet und hat a Kind.
Es gibt viele ältere hier, die mir Mut zusprechen, weil sie mit 40,50 oder auch 60 bereuen, nie den Schritt gewagt zu haben, wie ich (oder andere in meinem Alter).
Liebe Grüße
Anna
eine Bemerkung zum "Trauen".
Es ist dein Leben, nicht das der anderen. Ich hatte auch Eltern, aber die Leben net mehr. Ich hatte mit 15/16 a Freundin, aber die ist inzwischen glücklich verheiratet und hat a Kind.
Es gibt viele ältere hier, die mir Mut zusprechen, weil sie mit 40,50 oder auch 60 bereuen, nie den Schritt gewagt zu haben, wie ich (oder andere in meinem Alter).
Liebe Grüße
Anna