Realität in Bayern
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Olivia
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Realität in Bayern
Hallo in die Runde,
im "Regensburger Wochenblatt" (Landkreis Regensburg) vom 13.02.2013 war auf Seite 1 als Schlagzeile zu lesen:
"Schüler kommt im Kleid, Rektor flippt völlig aus!
Axel L. ist nicht der bravste Schüler, doch ein Rowdie ist er nicht. Weil seine Mutter Rheinländerin ist, fragte er seine Freunde auf Facebook, ob er sich trauen soll, als frau in die Schule zu gehen. Die bestärkten ihn: Am unsinnigen Donnerstag geht er in die Neutraublinger Mittelschule als Frau verkleidet. Der Rektor aber findet das gar nicht komisch und schließt ihn vom Unterricht aus."
Und auf Seite 4 findet sich dann folgender Artikel:
"Aus dem Unterricht geworfen, weil er in Frauenkleidern kam!
Mutter schminkte Axel L. (Name geändert) für Weiberfasching, doch der Rektor der Schule Neutraubling ist sauer
Von Christian Eckl
Vielleicht ist Axel L.s (Name geändert) Pech, dass seine Mutter Rheinländerin ist. Dort nämlich feiert man Fasching meist in einem rauschenden Fest. In Neutraubling indes, wo der 16-jährige auf die Mittelschule geht, da ist Fasching offenbar nicht so beliebt. Weil er als Frau am Unsinnigen Donnerstag in die Schule ging, soll ihn der Rektor aus dem Unterricht ausgeschlossen haben. Gleichzeitig soll der Rektor per Durchsage allen Schülern mit einem Verweis gedroht haben, die Bilder von Axel als Mädchen auf Facebook stellen. Ich bin entsetzt, sagte die Mutter des Jungen auf Anfrage. Eltern anderer Schüler hatten sich an das Wochenblatt gewandt. Der Rektor hat mich in die Schule zitiert, weil mein Junge nicht ordentlich gekleidet sei, sagte die Mutter unserer Zeitung. Ich solle ihn abholen und ihm anständige Kleider mitbringen. Dabei habe ich ihn doch selbst geschminkt! In der Tat kam der Junge am Weiberfasching mit einem Kleid und in Damenstrümpfen in die Schule. Auf einem Bild sieht Axel richtig aus wie ein Mädchen — die anderen Schüler scheinen vom Outfit begeistert gewesen zu sein. Sie zückten ihre Handys und fotografierten ihn vielfach — verbotenerweise, denn in der Mittelschule Neutraubling herrscht Handy-Verbot. Das scheint den Rektor auf den Plan gerufen zu haben, der für eine Stellungnahme nicht erreichbar war. Der nahm den Jungen aus der Klasse. Er hat ihm mit einem verschärften Verweis gedroht, erzählt die Mutter. Außerdem sollte die Klassenleiterin noch die Bemerkung im Zeugnis ändern!
Axel wurde in eine andere Klasse gesetzt, musste eine Strafarbeit schreiben.
Ein bisschen wie Bart Simpson aus der Zeichentrickserie, der zu Beginn jeder Folge an der Tafel steht und einen Satz wiederholen muss. Doch Axel schrieb einen herzzerreißenden Kommentar. Da ich in Frauenkleidung in die Schule gegangen bin, muss ich diese Seite schreiben. Ich persönlich frage mich, was denn daran so schlimm ist. Ich meine, wenn ich jetzt ein Transsexueller wäre, würde niemand was sagen. Ich persönlich würde es normal finden. Axel habe auf Facebook geschrieben, wenn er eine bestimmte Zahl von gefällt mit Klicks bekäme, dann würde er sich trauen, als Frau zur Schule zu gehen. Ich meine, die Leute wollen doch, dass wir unsere Versprechen halten, schreibt der Schüler. Zudem fand er es nicht witzig, dass der Rektor offenbar der Tatsache, dass er keinen Vater hat, das ungebührliche Verhalten anrechnete. Meine Mutter ist die Beste, besser als jeder Vater sein kann. Natürlich fehlt da etwas, aber meine Mutter versucht alles, um mich glücklich zu machen, schreibt er in der Strafarbeit. Im Schulamt kennt man den Fall, will sich aber nicht weiter dazu äußern. Nur so viel: In Bayern arbeitet man zu Fasching, das mag im Rheinland anders sein. Dafür haben wir ja auch eine Woche Ferien, so ein Schulamtsdirektor."
Soviel zur Realität in Bayern im Dritten Jahrtausend. Mir fehlen die Worte.
Liebe und nachdenkliche Grüße in die Runde von Olivia
im "Regensburger Wochenblatt" (Landkreis Regensburg) vom 13.02.2013 war auf Seite 1 als Schlagzeile zu lesen:
"Schüler kommt im Kleid, Rektor flippt völlig aus!
Axel L. ist nicht der bravste Schüler, doch ein Rowdie ist er nicht. Weil seine Mutter Rheinländerin ist, fragte er seine Freunde auf Facebook, ob er sich trauen soll, als frau in die Schule zu gehen. Die bestärkten ihn: Am unsinnigen Donnerstag geht er in die Neutraublinger Mittelschule als Frau verkleidet. Der Rektor aber findet das gar nicht komisch und schließt ihn vom Unterricht aus."
Und auf Seite 4 findet sich dann folgender Artikel:
"Aus dem Unterricht geworfen, weil er in Frauenkleidern kam!
Mutter schminkte Axel L. (Name geändert) für Weiberfasching, doch der Rektor der Schule Neutraubling ist sauer
Von Christian Eckl
Vielleicht ist Axel L.s (Name geändert) Pech, dass seine Mutter Rheinländerin ist. Dort nämlich feiert man Fasching meist in einem rauschenden Fest. In Neutraubling indes, wo der 16-jährige auf die Mittelschule geht, da ist Fasching offenbar nicht so beliebt. Weil er als Frau am Unsinnigen Donnerstag in die Schule ging, soll ihn der Rektor aus dem Unterricht ausgeschlossen haben. Gleichzeitig soll der Rektor per Durchsage allen Schülern mit einem Verweis gedroht haben, die Bilder von Axel als Mädchen auf Facebook stellen. Ich bin entsetzt, sagte die Mutter des Jungen auf Anfrage. Eltern anderer Schüler hatten sich an das Wochenblatt gewandt. Der Rektor hat mich in die Schule zitiert, weil mein Junge nicht ordentlich gekleidet sei, sagte die Mutter unserer Zeitung. Ich solle ihn abholen und ihm anständige Kleider mitbringen. Dabei habe ich ihn doch selbst geschminkt! In der Tat kam der Junge am Weiberfasching mit einem Kleid und in Damenstrümpfen in die Schule. Auf einem Bild sieht Axel richtig aus wie ein Mädchen — die anderen Schüler scheinen vom Outfit begeistert gewesen zu sein. Sie zückten ihre Handys und fotografierten ihn vielfach — verbotenerweise, denn in der Mittelschule Neutraubling herrscht Handy-Verbot. Das scheint den Rektor auf den Plan gerufen zu haben, der für eine Stellungnahme nicht erreichbar war. Der nahm den Jungen aus der Klasse. Er hat ihm mit einem verschärften Verweis gedroht, erzählt die Mutter. Außerdem sollte die Klassenleiterin noch die Bemerkung im Zeugnis ändern!
Axel wurde in eine andere Klasse gesetzt, musste eine Strafarbeit schreiben.
Ein bisschen wie Bart Simpson aus der Zeichentrickserie, der zu Beginn jeder Folge an der Tafel steht und einen Satz wiederholen muss. Doch Axel schrieb einen herzzerreißenden Kommentar. Da ich in Frauenkleidung in die Schule gegangen bin, muss ich diese Seite schreiben. Ich persönlich frage mich, was denn daran so schlimm ist. Ich meine, wenn ich jetzt ein Transsexueller wäre, würde niemand was sagen. Ich persönlich würde es normal finden. Axel habe auf Facebook geschrieben, wenn er eine bestimmte Zahl von gefällt mit Klicks bekäme, dann würde er sich trauen, als Frau zur Schule zu gehen. Ich meine, die Leute wollen doch, dass wir unsere Versprechen halten, schreibt der Schüler. Zudem fand er es nicht witzig, dass der Rektor offenbar der Tatsache, dass er keinen Vater hat, das ungebührliche Verhalten anrechnete. Meine Mutter ist die Beste, besser als jeder Vater sein kann. Natürlich fehlt da etwas, aber meine Mutter versucht alles, um mich glücklich zu machen, schreibt er in der Strafarbeit. Im Schulamt kennt man den Fall, will sich aber nicht weiter dazu äußern. Nur so viel: In Bayern arbeitet man zu Fasching, das mag im Rheinland anders sein. Dafür haben wir ja auch eine Woche Ferien, so ein Schulamtsdirektor."
Soviel zur Realität in Bayern im Dritten Jahrtausend. Mir fehlen die Worte.
Liebe und nachdenkliche Grüße in die Runde von Olivia
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Anne-Mette
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Re: Realität in Bayern
Moin,
Gruß
CPG
Auch noch feigeDas scheint den Rektor auf den Plan gerufen zu haben, der für eine Stellungnahme nicht erreichbar war
Ich dachte, über so etwas sind wir langsam hinaus.Zudem fand er es nicht witzig, dass der Rektor offenbar der Tatsache, dass er keinen Vater hat, das ungebührliche Verhalten anrechnete.
Gruß
CPG
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Exuser-2014-02-18
Re: Realität in Bayern
.
Ich glaub der Mann ( Rektor ) hat einfach nur Angst,
Angst vor dem Neuen,
Angst vor dem Anderen
und vor allem Angst, daß er die Kontrolle verliert.
Schlimm...sowas !
Und so etwas soll dann Vorbild sein ...in verantwortlicher Position ???
elgetina
Ich glaub der Mann ( Rektor ) hat einfach nur Angst,
Angst vor dem Neuen,
Angst vor dem Anderen
und vor allem Angst, daß er die Kontrolle verliert.
Schlimm...sowas !
Und so etwas soll dann Vorbild sein ...in verantwortlicher Position ???
elgetina
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conny
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Re: Realität in Bayern
natürlich hat der rektor völlig falsch und überzogen reagiert, aber bitte bezieht diesen einzelfall nicht auf ganz bayern und ganz deutschland!
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ab08
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Re: Realität in Bayern
Danke, Conny!conny hat geschrieben:natürlich hat der rektor völlig falsch und überzogen reagiert, aber bitte bezieht diesen einzelfall nicht auf ganz bayern und ganz deutschland!
Dieser Bitte schließe ich mich von ganzem Herzen an.
Es gibt auch in Bayern Schulen, die sogar bei TS von Schülern sensibel und angemessen reagieren.
Es hängt immer vom Schulklima und von der jeweiligen Schulleitung ab. Ich kenne positive Beispiele, schreib hier aber nix.
1. dienstliche Gründe und 2. widerspräche es dem Interesse der betroffenen Schüler.
LG
ab
P.S.
Für Mittelschulen (früher: Hauptschulen / wo nun aber der mittlere Bildungsabschluss möglich ist) ist es momentan in Bayern schwierig, genügend Bewerber für die Schulleitung zu finden...
Übrigens hat Tina
sicher Recht, denn wenn Mitschüler die ,trotz Handy-Verbot, gemachten Bilder bei facebook posten, ist das für Schule/Rektor unangenehm. Der Rektor trägt die Gesamtverantwortung für seine Schule, das macht Überreaktionen bei Überforderung teilweise verständlich.Tina-K. hat geschrieben:...Ich glaub der Mann ( Rektor ) hat einfach nur Angst,...
Zuletzt geändert von ab08 am Fr 15. Feb 2013, 18:16, insgesamt 1-mal geändert.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Marielle
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Re: Realität in Bayern
Hallo zusammen,
Ich denke, dass es viel effektiver wäre, wenn den jetzt jemand mit dem Ziel angeht seine Schule toleranter zu machen. Wenn er dann rumzickt, kann man immer noch eine offizielle Beschwerde hinterherschicken
Marielle
Absolut richtig, keine Frage. Ich wäre aber eher dafür mit dem Rektor zu reden, als ihm eine Beschwerde aufzuhalsen. Nicht das er sie nicht verdient hätte, aber der merkt doch wegen des öffentlichen Echos auch ohne Beschwerde das er Mist gebaut hat. Warum sollte man ihn noch "radikalisieren"? Ich will den nicht in Schutz nehmen, aber seine Reaktion hinsichtlich der Händi-Fotos zeigt m.E., dass er ein Grundverständnis von manchem Zusammenhang und vielleicht auch von Pädagogik hat. Ich neige zu der Ansicht von AB: Er war mit der Situation überfordert.Sein Verhalten ist nicht nur pädagogisch völlig daneben, es ist zudem noch diskriminierend.
Ich denke, dass es viel effektiver wäre, wenn den jetzt jemand mit dem Ziel angeht seine Schule toleranter zu machen. Wenn er dann rumzickt, kann man immer noch eine offizielle Beschwerde hinterherschicken
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
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s_Roeckchen
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Re: Realität in Bayern
Fasching, wie er im Süden stellenweise genannt wird, ist eine bierernste Angelegenheit. Da lacht man nicht einfach los und Maschkara (Maskierte) haben einen schweren Stand, wenn sie nicht einer Tradition entspringen ( http://home.fotocommunity.de/wera/index ... d=26919700 ). In vielen Firmen ist jede Verkleidung verboten, früher frei bekommen am Faschingdienstag hatte ich das letzte Mal vor fast 20 Jahren.
Wie ihr seht, der Rektor folgte nur dem wie er es gewohnt ist. Und ich kann mich an kein Schuljahr erinnern, wo ich maskiert in der Klasse auftauchen durfte. In der Realschule (9.) verkleidete sich ein Schüler auch mal als Mädchen. Der Rektor schickte ihn nur heim ohne großen weiteren Spektakel.
Leider scheint er der Typus von Rektor zu sein, der Schule als Verwaltung begreift, wo diese Schüler nur stören. Ohne könnte man sich so schön mit sich selbst beschäftigen. Voll daneben finde ich den Titel der Strafarbeit. Absichtliche Diskriminierung unterstelle ich jetzt nicht, eher schlimmer noch, der Versuch der Umerziehung, hier in Verbindung mit völliger Ausserachtlassung der äusseren Umstände wie Herkunft aus dem Rheinland und "Unsinniger Donnerstag".
s'Röckchen ...der nextes Jahr wieder dem Milliondorf MUC in Richtung Kölle entflieht zur narrischen Zeit ...
Wie ihr seht, der Rektor folgte nur dem wie er es gewohnt ist. Und ich kann mich an kein Schuljahr erinnern, wo ich maskiert in der Klasse auftauchen durfte. In der Realschule (9.) verkleidete sich ein Schüler auch mal als Mädchen. Der Rektor schickte ihn nur heim ohne großen weiteren Spektakel.
Leider scheint er der Typus von Rektor zu sein, der Schule als Verwaltung begreift, wo diese Schüler nur stören. Ohne könnte man sich so schön mit sich selbst beschäftigen. Voll daneben finde ich den Titel der Strafarbeit. Absichtliche Diskriminierung unterstelle ich jetzt nicht, eher schlimmer noch, der Versuch der Umerziehung, hier in Verbindung mit völliger Ausserachtlassung der äusseren Umstände wie Herkunft aus dem Rheinland und "Unsinniger Donnerstag".
s'Röckchen ...der nextes Jahr wieder dem Milliondorf MUC in Richtung Kölle entflieht zur narrischen Zeit ...
...ridicule is nothing to be scared of...
(A.Ant "Prince Charming")
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Marlen
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Re: Realität in Bayern
Ja wirklich es geht auch anders (und das hat nichts mit Lokalpatriotismus zu tun).
Wen's interessiert: http://www.br.de/radio/bayern2/sendunge ... tt104.html
Eine transsexuelle Grundschullehrerin aus Bayern erzählt....
LG
Marlen
Wen's interessiert: http://www.br.de/radio/bayern2/sendunge ... tt104.html
Eine transsexuelle Grundschullehrerin aus Bayern erzählt....
LG
Marlen
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SusiS
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Re: Realität in Bayern
Das ist jam mehr als überzogen
Susi S
Also nicht nur die Strafarbeit und rausgenohmen aus der Klasse. (Was als solches schon überzogen wäre)Er hat ihm mit einem verschärften Verweis gedroht, erzählt die Mutter. Außerdem sollte die Klassenleiterin noch die Bemerkung im Zeugnis ändern!
Susi S
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Lina
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Re: Realität in Bayern
Ich habe auch oft vor etwas Angst. Trotzdem behandle ich andere Menschen nicht so.Tina-K. hat geschrieben:.
Ich glaub der Mann ( Rektor ) hat einfach nur Angst,
Angst vor dem Neuen,
Angst vor dem Anderen
und vor allem Angst, daß er die Kontrolle verliert.
Schlimm...sowas !
Und so etwas soll dann Vorbild sein ...in verantwortlicher Position ???
elgetina
Aber wenn er dadurch die Kontrolle verlieren würde - wenn er die nicht schon verloren hat - dann ist er in der Position absolut Wertlos.
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Salmacis
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Re: Realität in Bayern
Du weißt so gut wie ich, dass Franken auch sture Böcke sein könnenSophia hat geschrieben:Franken ist doch nicht Bayern![]()
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Julia65
Re: Realität in Bayern
Tja, wie wäre es mit einem neuen Titel für den Zeitungsratikel?
"Darf ein Schulleiter mit Homophobie eine Schule leiten?"
"Schuldirektor läuft Amok"
oder
"Beitrag zur Erweiterung der Toleranz an Regensburger Mittelschule"
Nun, ich vermute, dem betreffenden Schüler war schon klar, dass er an diesem Morgen nicht auf eine Schaar von verkleideten Mitschülern treffen wird. Warum hat er also trotzdem auf seine Verkleidung nicht verzichtet. Es war wohlmöglich etwas mehr dahinter, als nur der Spass am Fasching. TS und CD kennen das sicher: Es wäre mal DIE Gelegenheit einem Wunsch/Neigung/Drang nachzugehen. Somit wäre naheliegend, das bei dem Schüler soetwas zu vermuten wäre. Wäre ich Schulleiterin dieser Schule gewesen, wäre das zumindest einer meiner ersten Gedanken gewesen. Daran würden sich Überlegungen anschliessen, dass man nun sensiebel reagieren muss um bei dem Schüler nicht möglicherweise folgenschwere psychologische Schäden anzurichten. Vermutlich würde ich ein vorsichtiges freundliches Gespräch mit dem Schüler suchen.
Im Hinblick auf die Handyfotos täte es sicherlich ein Aushang, ungefähr wie dieser, seine Wirkung:
"Aus gegebenen Anlass möchte ich dringend nochmals darauf hinweisen, dass die Verwendung von Mobiltelefonen während der Schulzeit nicht erlaubt sind.
Ausserdem sei allen Schülen in Erinnerung gerufen, dass die Veröffentlichung von fremden Bildern im Internet ohne der Zustimmung des Abgebildeten nicht erlaubt sind."
Ein paar Gedanken von mir zum Thema:
Was könnte noch hinter der überzogenen Reaktion des Schulleiters stecken?
Vielleicht befürchtet er, seine Schule könnte ins Gerede gelangen. Gerede über Transvestitismus oder ä. Wäre das peinlich?
Angenommen, der Herr Schulleiter hat selber ein "kleines Geheimnis" und es sind vielleicht schon kleinere Fauxpas passiert. Vielleicht hat ihn seine Frau mal beim CD erwischt. Vielleicht ist er gerade froh, dass Gras über die Sache gewachsen ist. Könnte so eine Geschichte sein altes Thema vielleicht in seinem privaten Umfeld wieder aufflammen lassen.
Ich hatte schon manchesmal den Gedanken, dass die Leute, die auf soetwas am deutlichsten und ablehnendsten reagieren, vielleicht selber CD betreiben, wenn auch von Schamgefühlen begleitet.
Je deutlicher sie sich gegen "soetwas" auflehnen, desto unwahrscheinlicher wird man gerade sie für "soetwas" verdächtigen, könnte man glauben.
Vielleicht bietet die Chance kräftigen Abscheu gegenüber "Männer in Frauenkleidung" kund zu tun, die Möglichkeit von sich selber bezüglich dieser Thematik abzulenken?
LG
Julia
"Darf ein Schulleiter mit Homophobie eine Schule leiten?"
"Schuldirektor läuft Amok"
oder
"Beitrag zur Erweiterung der Toleranz an Regensburger Mittelschule"
Nun, ich vermute, dem betreffenden Schüler war schon klar, dass er an diesem Morgen nicht auf eine Schaar von verkleideten Mitschülern treffen wird. Warum hat er also trotzdem auf seine Verkleidung nicht verzichtet. Es war wohlmöglich etwas mehr dahinter, als nur der Spass am Fasching. TS und CD kennen das sicher: Es wäre mal DIE Gelegenheit einem Wunsch/Neigung/Drang nachzugehen. Somit wäre naheliegend, das bei dem Schüler soetwas zu vermuten wäre. Wäre ich Schulleiterin dieser Schule gewesen, wäre das zumindest einer meiner ersten Gedanken gewesen. Daran würden sich Überlegungen anschliessen, dass man nun sensiebel reagieren muss um bei dem Schüler nicht möglicherweise folgenschwere psychologische Schäden anzurichten. Vermutlich würde ich ein vorsichtiges freundliches Gespräch mit dem Schüler suchen.
Im Hinblick auf die Handyfotos täte es sicherlich ein Aushang, ungefähr wie dieser, seine Wirkung:
"Aus gegebenen Anlass möchte ich dringend nochmals darauf hinweisen, dass die Verwendung von Mobiltelefonen während der Schulzeit nicht erlaubt sind.
Ausserdem sei allen Schülen in Erinnerung gerufen, dass die Veröffentlichung von fremden Bildern im Internet ohne der Zustimmung des Abgebildeten nicht erlaubt sind."
Ein paar Gedanken von mir zum Thema:
Was könnte noch hinter der überzogenen Reaktion des Schulleiters stecken?
Vielleicht befürchtet er, seine Schule könnte ins Gerede gelangen. Gerede über Transvestitismus oder ä. Wäre das peinlich?
Angenommen, der Herr Schulleiter hat selber ein "kleines Geheimnis" und es sind vielleicht schon kleinere Fauxpas passiert. Vielleicht hat ihn seine Frau mal beim CD erwischt. Vielleicht ist er gerade froh, dass Gras über die Sache gewachsen ist. Könnte so eine Geschichte sein altes Thema vielleicht in seinem privaten Umfeld wieder aufflammen lassen.
Ich hatte schon manchesmal den Gedanken, dass die Leute, die auf soetwas am deutlichsten und ablehnendsten reagieren, vielleicht selber CD betreiben, wenn auch von Schamgefühlen begleitet.
Je deutlicher sie sich gegen "soetwas" auflehnen, desto unwahrscheinlicher wird man gerade sie für "soetwas" verdächtigen, könnte man glauben.
Vielleicht bietet die Chance kräftigen Abscheu gegenüber "Männer in Frauenkleidung" kund zu tun, die Möglichkeit von sich selber bezüglich dieser Thematik abzulenken?
LG
Julia
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Exuser-2014-02-18
Re: Realität in Bayern
.
Hallo an alle, hallo Julia,
100%dito ( oder wie das heißt )
und zu dem Gedanken:
J. Edgar Hoover soll ja angeblich auch...obwohl es ist nie wirklich bestätigt worden.
und @ Lina
nur weil man einmal einen Fehler gemacht hat, ist man nicht gleich absolut wertlos.
( Es sei denn, der Fehler führte zu erheblichen Schäden...aber selbst dann....es gibt auch Reue und Vergebung )
elgetina
Hallo an alle, hallo Julia,
100%dito ( oder wie das heißt )
und zu dem Gedanken:
Es gibt da ja auch prominente Beispiele.Julia65 hat geschrieben: Angenommen, der Herr Schulleiter hat selber ein "kleines Geheimnis" und es sind vielleicht schon kleinere Fauxpas passiert......usw.
J. Edgar Hoover soll ja angeblich auch...obwohl es ist nie wirklich bestätigt worden.
und @ Lina
Würde ich nicht ganz so hart sehen,Lina hat geschrieben:
Aber wenn er dadurch die Kontrolle verlieren würde ...... dann ist er in der Position absolut Wertlos.
nur weil man einmal einen Fehler gemacht hat, ist man nicht gleich absolut wertlos.
( Es sei denn, der Fehler führte zu erheblichen Schäden...aber selbst dann....es gibt auch Reue und Vergebung )
elgetina
Zuletzt geändert von Exuser-2014-02-18 am Mo 18. Feb 2013, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.