Begleitservice
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Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Melli

Begleitservice

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Beitrag von Melli »

Begleitservice
Viel Spass beim Lesen, Melli

"Nein das mache ich nicht."
Das Angebot war gerade eben verhallt.
"Kannst Du Dir nicht eine Frau aussuchen, die diese Rolle übernimmt."
"Ich kenne keine verlässliche und die, die ich kenne, habe ich schon alle angefragt."
"Also ich fasse noch einmal zusammen: Du brauchst für dem Empfang in 4 Monaten in deiner Firma eine Partnerin, die mit dir diesen Abend bestreitet. Sie sollte intelligent sein und so tun, als wärt ihr verheiratet. Nur dann wird dich dein Chef befördern, richtig?"
"Nicht ganz — nur dann wird er mich nicht rauswerfen. Sonst ist alles richtig — er legt wert auf verheiratete Männer in seinem Betrieb und will die Ehefrauen auch kennenlernen. Er hat mich nur eingestellt, weil ich bei der Bewerbung angegeben habe, dass ich verheiratet bin. Jetzt soll ich meine Frau auf den Empfang mitbringen."
"Wo arbeitest Du? Das geht doch deinen Arbeitgeber gar nichts an, was du machst."
"Nicht wenn es die Vatikanische Notenbank — der Vorstand — ist. Ich bin da überhaupt nur mit vielen Beziehungen und meiner Doktorarbeit drangekommen."
"Deiner Doktorarbeit...?"
"Komm lass die alten Geschichten — was sagst du?"
"Und was ist mit Begleitservices? Es gibt doch genug Frauen, die man über diese Schiene einspannen kann. Nimm eine von denen."
"Das geht nicht, denn ich weiß, dass mein Chef diese Services überwacht. Und bei meinen Freundinnen sieht das aus wie ein Heiratsantrag."
"Warum sollte ich das machen?"
"2.500 Euro im Monat und ich trage alle weiteren Kosten. Wenn alles glatt geht noch einmal 10.000 Euro extra. Ich besorge dir sogar einen persönlichen Coatch. Nach drei Monaten bist du frei. Ich erwarte aber Professionalität — niemand darf etwas merken."

Viktor kam sein Kontostand in den Sinn. Er lebte nun schon seit 3 Jahren von der Stütze. Er war stark im Soll und es war kein Job weit und breit in Sicht. Das Leben ohne Geld ist schon ziemlich aufreibend.
"Also gut ich mach's. Aber gibt es für das Geld keine bessere Lösung?"
"Wenn ich eine wüsste, hätte ich sie gewählt." antwortete Michael.
"3.000 Euro und zwar im Voraus."
"Super Viktor, du bist ein echter Freund." Michael schüttelte ihm die Hand. Ich setze mich noch heute dran und mache dir einen Plan. Morgen kannst Du damit beginnen.

Viktor wurde leicht schwummrig — worauf hatte er sich da eingelassen? Andererseits kannte er Michael schon eine halbe Ewigkeit. Er konnte seinen Kumpel auch nicht hängen lassen. Drei Monate würde er schon irgendwie herumkriegen. Und das Geld brauchte er dringend. Michael zog einen Vertrag aus der Tasche.
Viktor — wir müssen auch Nägel mit Köpfen machen. Unterschreib das bitte, sonst kann ich dich nicht einstellen. Ich muss ja nachweisen, wo das Geld hingegangen ist.
Viktor unterschrieb.
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Am nächsten Tag klingelte es um 8.00 Uhr an Viktors Tür. Viktor schälte sich aus dem Bett. Oh nein, Besuch von seinen Schuldnern??? Vor der Tür stand eine sehr attraktive junge Frau. Viktor öffnete. "Wer sind sie?", fragte er schlaftrunken. "Meine Name ist Aischa, ich bin ihre persönliche Trainerin. Michael hat mich voll eingeweiht." "Warum machen sie dann nicht den Job?" "Es ist nicht gut, wenn man als die Ehefrau von jemanden präsentiert wird und dann weiter in derselben Stadt lebt. Man wird erkannt, zukünftige Freunde werden eifersüchtig — besonders mein Ehemann. Ein Problem, das sie wohl nicht haben werden. Zudem bekomme ich eine Provision, wenn alles gut geht von 5.000 Euro. Und die wollen wir doch nicht auf's Spiel setzen. Sie müssen perfekt sein und ich werde ihnen dabei helfen."

Ab heute wird sich ihr leben die nächsten drei Monate grundlegend ändern:

Hier ist der Plan:
1. Sie gehen jeden Morgen joggen
2. Sie werden eine von mir ausgearbeitete Diät zu sich nehmen.
3. Sie werden keine zusätzlichen Kalorien zu sich nehmen.
4. Sie werden regelmäßig Stimmtraining machen, um sich auch wie eine Frau anzuhören.
5. Sie werden an Kleidung tragen, was ich ihnen sage.
6. Ab jetzt werden sie wie eine Frau auftreten, um ihr Verhalten natürlicher zu machen. Ab heute werden Sie die nächsten drei Monate keine männlichen Sachen mehr anziehen, der Eindruck, den sie hinterlassen muss gepflegt, kultiviert, atemberaubend — mit einem Wort perfekt - sein. Ich habe dazu ein Zimmer in Köln gemietet, dorthin werden wir in einer Stunde fahren. Ich nehme an, dass es ihnen hier zu peinlich wäre und sie ständig die Angst hätten, gesehen zu werden.
Sie müssen nichts packen — wir werden alles, was wir brauchen, in Köln haben.
Viktor war perplex. Die geht ran, dachte er sich. Dann schlappte er zurück in sein Schlafzimmer und zog die Hose an, die er seit drei Wochen auf dem Leib trug zusammen mit der anderen Wäsche, deren Tragezeit ähnlich war. Als er den übervollen Mülleimer sah, kratzte er sich am Hintern — ach das Runterbringen lohnte sich ohnehin nicht. Er würde ihn die drei Wochen ja nicht sehen müssen. Das Duschen schenkte er sich. Statt dessen räumte er die Bierflaschen weg und tat noch ein wenig Müll, der auf dem Fußboden lag, in den Eimer. Der Eimer fiel um, und der Müll quoll heraus. Viktor lies ihn liegen. Dann zündete er sich eine Zigarette an. Er zog seine Jacke an und folgte Aischa.
Diese brachte ihn zu einem kleinen Wagen. Als er einstieg informierte sie ihn darüber, dass das seine letzte Zigarette war. Als Viktor sie sauer ansah erklärte sie ihm Folgendes. "Also: Sie können diesen Auftrag mit mir durchziehen. Dann werden wir beide das Geld sehen und es wird kein Problem geben. Wenn sie aber kein Interesse mehr haben, dann sagen sie es jetzt. Dann lasse ich sie hier stehen und sie können sich ihr Geld sonst woher besorgen. Und damit das klar ist — ich bin der Chef." "OkOkOk is ja gut, sie haben gewonnen, Frollein. Nur reden sie nicht so laut, ich habe noch Kopfschmerzen." Die Fahrt nach Köln begann. Aischa lies das Fenster auf, obgleich der Fahrtwind kalt ins Auto zog. Gegen 10.00 Uhr waren sie da.
Die Wohnung war nett eingerichtet mit rosa Tapeten und Holzpaneelen an der Decke. Viele kleine Accessoires machten deutlich, dass hier jetzt zwei Frauen wohnten. Aischa nahm einen Block aus der Tasche und begann, Viktor auszumessen. Sie notierte die Maße in einem kleinen Buch.
"Ich werde jetzt einkaufen." Ich erwarte von Ihnen, dass sie sich geduscht haben, wenn ich wiederkomme.

Viktor nahm eine Dusche — das Duschgel an der Seite und das Shampoo hatten einen ziemlich eigentümlichen Geruch. Viktor rieb sich damit ein und der Geruch breitete sich aus. Nachdem er fertig war, klebte das Parfum noch an ihm. Seine Haare lies er halblang und zottelig — wie sie waren - herabhängen. Er war seit bestimmt einem Jahr nicht mehr beim Friseur gewesen. Das Geld nahm er lieber für Bier oder Zigaretten.
Kurz darauf kam Aischa wieder. Sie warf ihm einen weißen Bademantel mit goldenen Stickereien zu. "Den wirst du jetzt die nächsten paar Tage tragen" sagte sie. Komm in die Küche. Aischa bereitete das Mittagessen vor: Gurkensalat. "Gurkensalat und..." fragte Viktor - "Nur Gurkensalat" antwortete Aischa. "Du bist durch das ganze Fertigfutter ohnehin viel zu dick." Dann nahm sie ein Glas und füllte es mit Orangensaft. Aus einer Packung nahm sie zwei Tabletten und lies sie in den Saft fallen. "Trink das." "Was ist das?" "Orangensaft" "Nein, ich meine die Pillen..." Das eine ist eine Vitaminpille, so dass du keine Mangelerscheinungen bekommst, denn die Diät wird ziemlich hart. Das andere ist ein Appetithämmer, um dich nicht zu stark zu quälen. Und jetzt runter damit." Viktor machte das Glas auf einem Zug leer.

"Als erstes kümmere ich mich um Deine Füße. Aischa lies ein warmes Fußbad ein und weichte Viktors Füße darin. Die Zehen waren gelb und sehr ungepflegt. Während die Füße weichten nahm sie einen Rasierer aus der Tasche und ging damit Viktors Beine ab. "Hey, was soll das?" "Glaubst du, dass du mit haarigen Beinen als Frau durchgehen wirst? Jetzt hör auf alles zu hinterfragen — ich weiß, was ich tue." "Kriege ich ein Bier?" "Nein. Aber was hast du gemacht, bevor du zur Sozialhilfe kamst? So, still halten" — Zzzzzzz ein kaltes Gefühl schlich Viktors Beine hinauf. Immer wieder begann Aischa mit diesem Rasierer, seine Beine oberflächlich zu enthaaren. Sie hatte weiche Hände, so dass Viktor dieses Gefühl sogar genoss.

"Naja, Michael und ich haben gemeinsam BWL studiert. Wir haben uns angefreundet. Er hat immer die Referate gehalten und ich habe sie geschrieben.Ich konnte noch nie irgendwas vor Leuten machen." Während Viktor erzählte, rasierte Aischa weiter seine Beine. Danach cremte sie sie mit einer seltsamen Lösung ein. "Schließlich ging es so weiter — ich hatte ganz gute Klausuren, aber sobald ich vor Leuten reden sollte, habe ich voll versagt." "Warum?" fragte Aischa "Ich fürchte, dass ich versage. Was soll der Professor von mir denken, wenn ich was Falsches sage? Was werden meine Eltern denken, wenn ich durchfalle. Ich kann sie doch nicht alle enttäuschen. Daran denke ich in Prüfungen und nicht an die Prüfung. Ich habe eine nach der anderen versemmelt. Geld habe ich von Michael immer wieder bekommen, wenn er noch Arbeiten zu schreiben hatte. Da habe ich immer recht gute Noten für ihn rausgehauen. Da war es ja auch egal, wenn etwas Schlechtes rauskam — es war ja nicht mein Name, der mit dieser Arbeit beschmutzt wurde. Aber irgendwie waren es immer ziemlich gute Arbeiten, die ich für ihn abgegeben habe. Sogar seine Doktorarbeit habe ich zu -¾ für ihn vorbereitet. Magna Laude hat er gemacht. Vor der Verteidigung habe ich ihm noch gesagt, was er antworten soll. Manche Antworten hat er auswendig gelernt, aber nicht verstanden. Nachdem ich die Prüfung das zweite Mal verhauen habe, bin ich exmatrikuliert worden. Michael hat Karriere gemacht. Aber er hat mir immer wieder Sachen zum ausarbeiten gegeben und sie auch bezahlt. Letzten Endes bin ich sein Ghostwriter geworden.
Ein seltsamer Geruch breitete sich aus — wie ein Lack. Viktor wusste, was los war, aber er sagte nichts — schließlich mussten sie da gemeinsam durch. "Hast du eine Freundin?" "Quatsch — die wenigsten Sozialhilfeempfänger haben Freundinnen. Zudem war ich nie der Frauentyp — die fanden Michael attraktiver.
Aischa kam nun zu den Armen. Auch hier setzte sie den Rasierer an. Zzzzz. Schweigen breitete sich aus, als sie seine Hände nahm und die Fingernägel mit Applikationen versah und diese dann mit Lack auffüllte. Sie gab ihm einen französischen Stil. Viktor hob seinen Fuß und sah seine Zehen, deren Nägel in sattem Rot glänzten.
"Du kennst dich also aus in BWL, was?" "Geht so, ich bin ein wenig raus die letzten Jahre." Aischa scherte Viktor auch das verbleibende Haar auf der Brust und auf dem Bauch. Nach getaner Arbeit gab sie ihm eine Lotion und befahl: "Reib dich damit ein." Viktor schaute auf die Packung: Permanente Enthaarungscreme — schon nach 2 Wochen 80% permanenter Haarverlusst. Dermatologisch getestet. Anwendung: Lotion auf der Haut verteilen und 30 Minuten einwirken lassen — danach in der Dusche abwaschen. Sollte er etwas dazu sagen? Wen interessieren schon die paar Haare an den Beinen dachte er. Ohne Widerspruch rieb er die Lotion auf die Haut, die kurz darauf stark zu jucken begann. Die kommenden 30 Minuten waren die Hölle. Eine Erlösung war es, als er unter die Dusche konnte. Aischa bat ihn, sich noch einmal die Haare zu waschen, was Viktor dann auch tat.
Als er aus der Dusche kam, hatte sie allerhand Bürsten, kämme und ähnliches zusammengetragen. "Nimm Platz bitte." Viktor setzte sich. Aischa kämmte nun seine Haare und schaute sie sich genau an. Du hast voll viel Spliss. Sie knetete ihm eine Kur hinein. Es macht überhaupt keinen Sinn, sich um deine Haare zu kümmern. Wir müssen zum Friseur. "Gut, dass alle Spesen übernommen werden." antwortete Viktor. "Darüber bin ich auch froh", antwortete Aischa. Aischa flocht Viktors Haare zu einem Zopf. Sie begann mit ihm Stimmübungen zu machen. 4 geschlagene Stunden ließ sie ihn alles mögliche möglichst weiblich auf Band sagen. Dann legten sie sich schlafen.

Am nächsten Morgen klingelte unbarmherzig der Wecker.
exuser-08-02-2013

Re: Begleitservice

Post 2 im Thema

Beitrag von exuser-08-02-2013 »

Hallo Meli,

schöne Geschichte, bietet viele Möglichkeiten sich auszutoben :-)
Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüsse
Michelle
Anjali-Sophie
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Re: Begleitservice

Post 3 im Thema

Beitrag von Anjali-Sophie »

Hallo Melli!!!!

Sehr schöne Geschichte ,Ich freue mich schon auf die nächste fortsetzung

LG Anjali-Sophie (so) ))):s )))(: :()b
p.simone

Re: Begleitservice

Post 4 im Thema

Beitrag von p.simone »

bitte weiter !!! )))(:
Kerstin
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Re: Begleitservice

Post 5 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Hi Melli
Eine tolle Geschichte die dabei soger richtig spannend ist.

LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Inga
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Re: Begleitservice

Post 6 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Melli,

das fängt ja gut an!
Ich bin ganz gespannt auf die Fortsezung.

Liebe Grüße
Inga
SusiS
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Antwort: Begleitservice

Post 7 im Thema

Beitrag von SusiS »

Hallo Melli,

die Geschichte hat viel Potenzial, und fängt gut an. Es macht Lust auf die nächsten Fortsetzungen.

Liebe Grüße
SusiS
Melli

Re: Begleitservice

Post 8 im Thema

Beitrag von Melli »

6.00 Uhr Joggen Aischa erwartete Viktor mit ihrem Morgenprogramm: Joggen. Viktor bekam einen Jogginganzug — für heute noch in schwarz. Dann machten sie sich zu zweit auf, eine Stunde zu laufen. Aischa fuhr mit Viktor zu einem kleinen Wäldchen. Viktor machte schon nach 15 Minuten schlapp, aber Aischa kannte kein Erbarmen. Sie zog ihn noch die letzte Stunde mit. Danach steckte sie ihn wieder ins Auto und fuhr nach Hause. Nach dem Duschen und rasieren, eröffnete Aischa Viktor seinen größten Alptraum.
"Ich habe dir heute einen Termin beim Zahnarzt gemacht. Du musst dringend was mit den Zähnen machen." "Sag mir, dass das nicht wahr ist." "Oh doch." 30 Minuten später öffnete Viktor seinen Mund weit. Er hatte noch immer seine dreckige Jeans von gestern an. Dadurch machte sich ein abgestandener Biergeruch in der Arztpraxis breit. Der Zahnarzt konnte einen angewiderten Gesichtsausdruck nicht vermeiden, als er in Viktors Mund schaute. "Wann waren sie das letzte Mal beim Zahnarzt?" Viktor dachte — das muss so während der Abiturzeit gewesen sein. "Ich weiß nicht..." brachte er aus dem offen gehaltenen Mund hervor.
"Also gut, es müssen zwei Zähne raus, denn die sind total verfault." Viktor wurde immer kleiner auf dem Stuhl. "Und ich muss ein paar Brücken machen. Sie waren privat versichert?" Aischa nickte. "Gut, denn die Krankenkasse nimmt nur die örtliche Betäubung." "Ich will ganz betäubt werden." sagte Viktor so schnell er konnte. "Das dachte ich mir — das kostet extra, aber das können wir schon machen." Kommen Sie morgen wieder. Viktor hatte das starke Gefühl wegzulaufen. Unter normalen Umständen hätte dieser Arzt Viktor nie wieder gesehen. Aber da war noch Aischa. Sie würde für diesen Termin sorgen.
Sie brachte ihn wieder ins Auto. Der nächste Termin war Maniküre. "Das musste ja kommen." Viktor seufzte, aber es war ihm von Anfang an klar gewesen, dass die Maniküre mit dazu gehörte. Aischa brachte ihn in ein Studio, wo sie den Damen genau beschrieb, wie die Hände aussehen sollten. Aischa erwähnte eine Karnevalsveranstaltung, bei der Viktor schon einmal üben müsse. Viktor war es peinlich, so dass er sich die ganze Zeit eher im hinteren Drittel des Ladens aufhielt. Dann legte er seine Hand auf den Griff und ließ die Prozedur über sich ergehen. Zuerst wurden die Nägel gesäubert, dann geschnitten und schließlich wurden die Nägel aufgeklebt. Aischa ließ sie relativ lang. Sie nahm Klarlack und an den Spitzen weiß und eckig.
Dann war es Zeit zum Mittagessen. Erst jetzt fiel Viktor auf, dass er gar kein Frühstück bekommen hatte. Das Mittagessen war ein Witz — 4 Sushiröllchen in süßsaurer Soße, dazu als Nachtisch 3 Äpfel. Viktor war nach 45 Sekunden fertig. Aischa mahnte ihn: "Du musst lernen, langsamer zu essen, denn dann wirst du weniger Hunger verspüren. Zeit für den Appetithemmer. Sie gab ihn die zwei Tabletten, die er mit einem Glas Wasser hinunterspülte. Worauf hatte er sich da nur eingelassen. Und warum — weil sich Michael auf ihn verließ. Weil sich Michael immer auf ihn verließ, wenn er in Schwierigkeiten war. Weil Viktor nie etwas weitersagte, und weil Michael sich sicher sein konnte, dass Viktor seine Lage nicht ausnutzte. Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum er keine Frau gefragt hatte — einfach, weil Michael Angst hatte, dass sie ihn ausnehmen würde. Und weil Michael immer bezahlte — aber diesmal war es zu wenig. Für diese Nummer 3000,- Euro waren eindeutig zu wenig. Während Viktor noch über sein Leben nachsinnte, brachte Aischa ihn zu einer Boutique. Klamotten kaufen — Viktor betrat mit ihr den Laden und Aischa begann mit einem BH. Viktor musste gefühlte 300 BHs anprobieren, bevor sich Aischa für 4 entschied. Das nächste war Unterwäsche. Viktor versank vor Scham in den Boden. Dann nahm ihn Aischa zur Seite: "Hör zu, es gibt für dich zwei Möglichkeiten: 1. Du benimmst dich wie ein Mann und wirst von allen Seiten als Mann in Frauenkleidern gesehen. Oder 2. Du versuchst dich, wie eine Frau zu benehmen. Dann gehst du als Frau durch und keiner wird dich schief anschauen. Benimmst du dich als Mann, wird alles umsonst gewesen sein, benimmst du dich als Frau erwarten dich für diesen Monat 3.000,- Euro. Was willst du?"
Viktor war sich zu dieser Zeit noch nicht der Auswirkung seiner Entscheidung bewusst. Viktor nickte. Er nutzte seit diesem Tag die Stimme, die er jeden Tag trainierte. Dann zog er die Wäsche an, die Aischa ihm gab. Als er schließlich die Boutique verließ trug er einen Minirock, eine blaue Bluse und Sandalen mit Absatz. Er war zwar gut rasiert, doch war sein Gesicht immer noch männlich. Auch der Adamsapfel und die Haare auf den Händen waren eindeutige Zeichen, dass er keine Frau war. Aischa lies nicht locker. Sie nahm ihn mit in eine Drogerie und kaufte mit ihm zusammen Kosmetikartikel, Puder, Lippenstift, Rouge, Mascara, Lidschatten und Parfum. Dann war der Zeitpunkt, nach Hause zurückzukehren. Viktor ging es so schlecht, wie zuletzt in seiner Examensprüfung.
Zuhause angekommen war es Zeit für einen Feldsalat. Viktors Magen schrie nach Kalorien, doch es gab nur Wasser und Salat. Ein paar Stunden Stimmtraining schlossen den Tag ab.
Als Aischa Viktor am nächsten Tag aus dem Bett zerrte, wünschte Viktor, dass er wieder Zuhause in seiner Bude war und ausschlafen konnte. Aischa lies nicht locker, Wieder schleppte sie ihn zum Joggen — nur dass er diesmal nach 10 Minuten zusammenbrach. Aischa trug ihn fast bis zum Auto. Sie brachte ihn nach Hause und lies ihn duschen. Dann verfrachtete sie ihn zurück ins Auto. Erst an der Tür erinnerte sich Viktor, wo er war und was jetzt auf ihn zukam. "Ich mach nicht mehr mit." "Hör zu, ich kann das nicht." "Rein mit dir!", gab Aischa zurück. Viktor bettelte und bat, aber es half nichts, schon nach 20 Minuten saß er auf dem Zahnarztstuhl. Der Arzt kam herein und mit ihm noch zwei Schwestern und sie gaben ihm eine Infusion. Dann gingen bei Viktor die Lichter aus.
Als er wieder erwachte, fühlte sich das ganze Gesicht geschwollen an. Verbände waren um seinen Kopf und Hals angebracht. Es schien ihm, als hätte nicht nur eine Zahnbehandlung stattgefunden. Er saß aber immer noch auf dem Zahnarztstuhl. Ihm war immer noch schwummrig.
Cybill
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Re: Begleitservice

Post 9 im Thema

Beitrag von Cybill »

Weiter!
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
rosi
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Re: Begleitservice

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Beitrag von rosi »

Hallo Melli,
spannende Geschichte - bitte schreibe weiter
LG, Rosi
wer zufrieden ist, ist auch glücklich
Anjali-Sophie
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Re: Begleitservice

Post 11 im Thema

Beitrag von Anjali-Sophie »

Hallo Melli !!!

bitte schreib schnell weiter, ich kann die nächste fortsetzung kaum erwarten

LG Anjali-Sophie
Melli

Re: Begleitservice

Post 12 im Thema

Beitrag von Melli »

Und nun Teil 3
Bald darauf kam Aischa angefahren. "Hallo Frauke, ich habe eine Überraschung für dich?" "Frauke?" "Genau Frauke — ich habe dir einen Studienausweis besorgt. Ich habe bei einer Zeitarbeitsfirma angefragt, ob es eine etwa 30 jährige Studentin gibt, die noch pro Forma eingeschrieben ist. Ich habe mit ihr verhandelt, und wenn du willst kannst du an ihrer Stelle die Uni besuchen. Da sie seit 3 Jahren aus dem Betrieb so gut wie raus ist, wird sie niemand mehr kennen. Herzlich willkommen in der Welt der Frauen, Frauke Grünbaum." Aischa drückte ihm die Hand und dann einen kleinen Zettel mit diesem Namen und einer Immatrikulationsnummer in dieselbe. "Und was soll ich damit?" "BWL Vorlesungen besuchen. Du musst den Eindruck vermitteln, als ob du kompetent bist und dich auskennst und so wie ich die Dinge sehe, bist du ein paar Jahre zurück. Michael braucht aber eine kompetente Frau — nicht so ein Modepüppchen. Zudem wird die Uni dir helfen, dich als Frau unter anderen zu bewegen."
Viktor war perplex — erst jetzt kamen ihm die Verbände wieder in den Sinn. "Was sollen all diese Verbände um mich. Mein ganzes Gesicht tut weh." "mach dir keine Sorgen, ich habe den Auftrag gegeben, dass sich der Arzt neben den Zähnen noch um ein paar andere Kleinigkeiten kümmert." "Was für andere Kleinigkeiten?" "Na ja, deine Nase ist etwas zu groß für eine Frau und dein Adamsapfel ist — ähm ist ein Problem gewesen." "Was — du hast einfach an mir rumschnippeln lassen." "Rumschnippeln, ich muss sehr bitten, diese kleinen Modifikationen haben satte 6.000 Euro gekostet." Viktor fasste an seinen Hals, aber durch die Verbände konnte er nichts als eine Wunde wahrnehmen, wo sein Adamsapfel gewesen war. "Übrigens wäre es gut, wenn du wieder weiblich sprechen könntest — jetzt ist ein guter Zeitpunkt zu üben, weil du sauer bist. Später musst du in dem Fall auch deine Stimme nutzen, oder..." "Oder was — wirst du sie dann auch umoperieren lassen." "Naja, wenn es nicht anders geht..." "Du bist ja wahnsinnig! Was soll das? Es ist nur für einen Abend." "Aber dieser Abend muss perfekt sein, sonst sind wir beide dran. Aber hör zu — ich werde bis zu deinem großen Tag keine weiteren Operationen veranlassen, das verspreche ich." Viktor seufzte. "O.K. Es ist ja nicht mehr lange." "Ab jetzt werde ich dich Frauke nennen — du musst dich daran gewöhnen. Vielleicht lernst du ja auch die Möglichkeiten einer Frau zu schätzen." "Welche Möglichkeiten?" "Du kannst weinen, wann immer dir danach ist. Du kannst dich schön machen und musst nicht in solchen unscheinbaren Klamotten herumlaufen. Männer kommen, um dir zu helfen, sie lächeln dich an, sie sind höflich. Du kannst es dir erlauben, schwach zu sein. Kannst du laufen?" "Ja." Als Viktor aufstand schmerzte sein Hinterteil — als hätte er eine Spritze bekommen.
Aischa nahm Viktor bei der Hand und brachte ihn zur Damentoilette. Hier, zieh dich um, Frauke. Diese Jeans kannst du nur noch wegwerfen. Viktor schaute auf die neuen Klamotten, die Aischa ihn mitgebracht hatte. Ein BH, Eine Damenunterhose, ein weißes Oberteil, welches sich eng an seinen Körper presste, Strumpfhosen, einen engen schwarzen Minirock und Sandalen mit Absätzen, eine weiße Bluse, zwei zusammengerollte Socken und eine Tasche aus weißem Leder mit einem goldenen Trageband. Als Viktor sie öffnete sah er eine Menge Kajalstifte, einen Lippenstift und eine Schachtel mit Tabletten. Viktor kam sich seltsam unwirklich vor. Als er im Spiegel seinen Allerwertesten betrachtete, stellte er fest, dass er tatsächlich einen blauen Fleck dort hatte. Erst als Aischa an der Tür klopfte — "Mach hin, es gibt auch andere Leute, die heute noch zum Zahnarzt wollen.", begann er, die Sachen anzuziehen. Viktor zog seine Hose aus und die Strumpfhose, den Rock, die Sandalen und die Oberteile mit den BH an. Glücklicherweise hatte er mehrfach eine Freundin gehabt, so dass er wusste, wie man dieses Kleidungsstück anlegt. Mit den Socken füllte er den freigebliebenen Raum. Sein Kopf war noch immer bandagiert. Als er vor die Tür trat, Nahm ihn Aischa zur Seite und band ihm ein blaues Kopftuch um. "Damit werden deine Verbände nicht so auffallen." Viktor kam sich selten dämlich vor, aber da sein Gesicht bandagiert war, freute er sich, dass ihn niemand erkennen konnte. Er wankte aus dem Zahnarztzimmer, wobei er eine Spritze mit der Aufschrift ...mdepot aus den Augen wahrnahm.
Aischa nahm ihn wieder nach Hause, in die kleine Wohnung. Die kommende Woche verbrachte Viktor mit Stimmtraining, Lauftraining, Kochen (kalorienbewusst), Joggen und Aerobic, sowie dem Lesen von Frauenromanen, die Aischa ihm mitbrachte. Er soll sie lesen, um sein Vokabular dem einer Frau anzupassen. Viktor lernte seine Nägel zu lackieren und die richtige Maniküre anzuwenden. Aischa achtete peinlich genau darauf, dass Viktor seine Pillen nahm. Viktor sollte auch kleine Geschichten aus Frauensicht schreiben, weil das seine Perspektive auf die Welt verändern würde. Viktor ließ sich alles ohne Kommentar gefallen. Selbst Samstag und Sonntag ließ Aischa ihm keine Ruhe - "Du sollst doch nicht den Pizza Service rufen und all den Fortschritt mit zwei Bestellungen ruinieren." Tatsächlich hätte Viktor genau das getan. Aber Aischa ließ ihn nicht zur Ruhe kommen. Laufen, Trainieren, Bewegen üben etc.
Schließlich sollte nach 10 Tagen die Bandage fallen und Viktor sein neues Gesicht sehen. Aischa bereitete den Tag lange vor, indem sie alle Spiegel verhängte. Nachdem Viktor aufgestanden war, nahm sie ihn die Verbände ab. Dann schickte sie Viktor zum Duschen. Als er aus der Dusche kam, ließ Aischa ihn Platz nehmen. Zuerst knetete sie ihn einen Schaum in seine noch feuchten Haare, dann wickelte sie Viktors Haare auf große Lockenwickler und ließ ihn eine halbe Stunde unter der Trockenhaube verbringen. Während dieser Zeit zog sich Viktor die üblichen Kleidungsstücke an: Damenunterhose, BH, Feinstrumpfhose, Oberteil, Bluse in rot und seinen Minirock. Dazu die Sandalen mit den Absätzen. Mittlerweile hatte er sich an diese Kleidung gewöhnt — er war ja zu Hause und niemand konnte ihn so sehen.
Inga
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Re: Begleitservice

Post 13 im Thema

Beitrag von Inga »

O, o, nach solchen Zaharztbesuchen dürfte nur noch Gemüsebrühe aus der Schnabeltasse drin sein ...

bin gespannt wie es weiter geht ...
p.simone

Re: Begleitservice

Post 14 im Thema

Beitrag von p.simone »

Ja Bittte weiter
Lena27
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Re: Begleitservice

Post 15 im Thema

Beitrag von Lena27 »

Hallo Melli,

wann geht die schöne Geschichte endlich weiter ?
ich freu mich schon auf den nächsten Teil.
Antworten

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