Altersarmut von Frauen
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Anne-Mette
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Altersarmut von Frauen

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Aus dem Bundestag gibt es mal wieder eine Meldung, also scheinen dort noch nicht Weihnachtsferien zu haben.

Altersarmut von Frauen
Arbeit und Soziales/Antwort
Die Bundesregierung habe in den vergangenen Jahren "erfolgreich die Weichen für eine demografie- und zukunftsfeste Alterssicherung gestellt". Das schreibt die Regierung in einer Antwort (17/11666) zum Thema "Alterssicherung und Altersarmut von Frauen in Deutschland" auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17/9431). Die Alterssicherung stehe "stabil und sicher auf drei verlässlichen Säulen": der gesetzlichen Renten, der betrieblichen und der zusätzlichen privaten Altersvorsorge, heißt es in der Vorlage weiter. Dies gelte auch "für die Alterssicherung der Frauen".

Na, das
Die Alterssicherung stehe "stabil und sicher auf drei verlässlichen Säulen"
klingt ja sehr blumig. Hoffentlich wissen und erfahren das die Betroffenen auch (smili)
der gesetzlichen Renten, der betrieblichen und der zusätzlichen privaten Altersvorsorge
Da viele sich in "geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen" befinden, sieht das wohl für später sehr mau aus - und diejenigen, von denen gesagt wird, sie würden zu wenig Wert auf eine private Altersvorsorge legen, haben in den meisten Fällen schlichtweg kein Geld dafür.

Gruß
CPG
Inga
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Re: Altersarmut von Frauen

Post 2 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, cpg,

das einzige was uns im Alter sicher ist, ist die Armut,
solange man es in unserem Lande nicht wagt, für die Berechnung der zu zahlenden Rentenbeiträge die Höchtbemessungsgrenze aufzuheben.
Denn zur Zeit zahlen die gut Verdienenden deutlich weniger Prozente bis nur noch Promille von ihrem Einkommen in die Rentenkasse als die vielen mit wenig(er) Einkommen.

Liebe Grüße
Inga
christine

Re: Altersarmut von Frauen

Post 3 im Thema

Beitrag von christine »

Hallo,

ich kann mich noch gut an die Worte meines verstorbenen Vaters erinnern, der während seines Studiums Anfang der 70er Jahre eine Fachvorlesung hörte "Ist die Rente noch finanzierbar?"

Langfristig wird es keine ausreichende Rennte geben. Das traurige daran ist, Arbeitslosen oder Geringverdiener können nichts einzahlen, sie sollen aber von dem zu wenigen noch privat vorsorgen. Das ist Schwachsinn.

Ein weiteres Problem sehe ich in den Beamten, Bei gleicher Arbeit bekommen sie ein Vielfaches von dem, was Arbeitnehmer erhalten.

Es gibt genug Modell, wie eine ausreichende Rente finanzierbar ist.

Und auch die, die etwas mehr, oder deutlich mehr haben, könnten freiwillig oder mit sanftem Druck in so einen gemeinsamen Rententopf einzahlen. Fast alle in meinem Bekanntenkreis würde das machen.

Liebe Grüße
C.
Ulrike-Marisa
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Re: Altersarmut von Frauen

Post 4 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Über Rentenmodelle und unterschiedliche Finazierungsformen ist viel dikutiert und geschrieben worden in den Medien. Das wirkliche Gesicht unserer Gesellschaft zeigt sich leider in den Worten von Herrn Finanzminister Schäuble zum Thema rentenrechtliche Gleichstellung von Frauen, die Kinder vor 1992 geboren haben zu denen, die Kinder danach haben. Da sei wegen Griechenlandverpflichtungen kein Geld da. Ich möchte da nicht politisch werden, aber das zeigt doch irgendwie, wie es in unserer Gesellschaft mit Solidarität bestellt ist. Ob andere Politiker das wirklich anders und gerechter lösen können und wollen sei da mal dahingestellt. Meine Frau ist da auch betroffen, da wir Kinder haben, die just in dem Zeitraum davor und danach geboren wurden.

Grüße von streitbarer :!: Ulrike-Marisa
conny
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Re: Altersarmut von Frauen

Post 5 im Thema

Beitrag von conny »

Inga hat geschrieben:Hallo, cpg,

das einzige was uns im Alter sicher ist, ist die Armut,
solange man es in unserem Lande nicht wagt, für die Berechnung der zu zahlenden Rentenbeiträge die Höchtbemessungsgrenze aufzuheben.
Denn zur Zeit zahlen die gut Verdienenden deutlich weniger Prozente bis nur noch Promille von ihrem Einkommen in die Rentenkasse als die vielen mit wenig(er) Einkommen.

Liebe Grüße
Inga
wenn einkommen über der heutigen beitragsbemessungsgrenze herangezogen würden, dann wären für diese einkommensbezieher auch die rentenbezüge entsprechend höher. die heute übliche private zusatzversicherung der besserverdienenden käme dann in die gesetzliche. das wäre dann offenbar ein nullsummenspiel.
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Re: Altersarmut von Frauen

Post 6 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Naja, betrachtet man die Ausgabenseite von DE, was wir alles zusätzlich zahlen; auch die Zuschüsse an die Sozialkasse, mache ich mir keine Gedanken darüber, dass es so nicht weitergeht. Wie soll's auch funktionieren, wenn mehr Geld rausgeschmissen wird, als letztendlich reinkommt. Da tritt der Bund kurzerhand schon mal als Finanzierer des neuen Flughafens in Berlin auf und macht mal schnell 200Mil. locker. Auf der anderen Seite werden immer noch die xx Summen an Palästina für Wohnungsneubauten gezahlt, die dann von anderen wieder zusammengeschossen werden.
Und nicht zuletzt kommt jetzt auch das zu tragen, was 1990 passiert ist. Da wurden die Rentenkassen für den Wiederaufbau DE fast geplündert.
Bin wahrhaftig keine Rassisten, alleine irgendwann reichts doch. Oder?
Chrissie
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Re: Altersarmut von Frauen

Post 7 im Thema

Beitrag von Inga »

conny hat geschrieben:
Inga hat geschrieben:Hallo, cpg,

das einzige was uns im Alter sicher ist, ist die Armut,
solange man es in unserem Lande nicht wagt, für die Berechnung der zu zahlenden Rentenbeiträge die Höchtbemessungsgrenze aufzuheben.
Denn zur Zeit zahlen die gut Verdienenden deutlich weniger Prozente bis nur noch Promille von ihrem Einkommen in die Rentenkasse als die vielen mit wenig(er) Einkommen.

Liebe Grüße
Inga
wenn einkommen über der heutigen beitragsbemessungsgrenze herangezogen würden, dann wären für diese einkommensbezieher auch die rentenbezüge entsprechend höher. die heute übliche private zusatzversicherung der besserverdienenden käme dann in die gesetzliche. das wäre dann offenbar ein nullsummenspiel.
Ach, Conny, da habe ich mich wohl zu kurz ausgedrückt.

Da könnte man ja eine Höchstgrenze für gesetzliche Renten pro Monat vorsehen. Beitrag ohne Bemessungsgrenze und Höchstbetrag für die zu zahlende Rente schaffen diverse andere Länder Europas auch.

Wer sich darüber hinaus noch zusätzlich eine private Versicherung leisten kann und will, darf, kann und soll das meiner Meinung ruhig machen. Private Versicherungen haben halt den Charakter eines individuellen Sparvertrages und weniger den einer Solidarversicherung.

Liebe Grüße
Inga
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Re: Altersarmut von Frauen

Post 8 im Thema

Beitrag von conny »

[quote="IngaDa könnte man ja eine Höchstgrenze für gesetzliche Renten pro Monat vorsehen. Beitrag ohne Bemessungsgrenze und Höchstbetrag für die zu zahlende Rente schaffen diverse andere Länder Europas auch.

Liebe Grüße
Inga[/quote]

das ist dann aber keine versicherung mehr sondern umverteilung. unbegrenzte gesetzliche rentenbeiträge und zusätzlich noch weitere beiträge für die private versicherung? irgendwann reichts!
conny
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Re: Altersarmut von Frauen

Post 9 im Thema

Beitrag von conny »

Dornröschen hat geschrieben:Naja, betrachtet man die Ausgabenseite von DE, was wir alles zusätzlich zahlen; auch die Zuschüsse an die Sozialkasse, mache ich mir keine Gedanken darüber, dass es so nicht weitergeht. Wie soll's auch funktionieren, wenn mehr Geld rausgeschmissen wird, als letztendlich reinkommt. Da tritt der Bund kurzerhand schon mal als Finanzierer des neuen Flughafens in Berlin auf und macht mal schnell 200Mil. locker. Auf der anderen Seite werden immer noch die xx Summen an Palästina für Wohnungsneubauten gezahlt, die dann von anderen wieder zusammengeschossen werden.
Und nicht zuletzt kommt jetzt auch das zu tragen, was 1990 passiert ist. Da wurden die Rentenkassen für den Wiederaufbau DE fast geplündert.
Bin wahrhaftig keine Rassisten, alleine irgendwann reichts doch. Oder?
Chrissie
abgesehen davon, dass ich deine ausführungen nicht weiter komentieren möchte, wie bringst du die mit rassismus in verbindung?
ChristinaF
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Re: Altersarmut von Frauen

Post 10 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Du hast recht.
Sorry, vielleicht blöde ausgedrückt.
Chrissie
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Re: Altersarmut von Frauen

Post 11 im Thema

Beitrag von Inga »

conny hat geschrieben:[quote="IngaDa könnte man ja eine Höchstgrenze für gesetzliche Renten pro Monat vorsehen. Beitrag ohne Bemessungsgrenze und Höchstbetrag für die zu zahlende Rente schaffen diverse andere Länder Europas auch.

Liebe Grüße
Inga
das ist dann aber keine versicherung mehr sondern umverteilung. unbegrenzte gesetzliche rentenbeiträge und zusätzlich noch weitere beiträge für die private versicherung? irgendwann reichts![/quote]

Liebe Conny,

Was heißt es denn "irgendwann reichts". Wer viel hat, hat genug zum Leben - mehr als die Niedriglöhner - und kann dann auch wesentlich mehr abgeben, ohne zu verhungern. Ob nun Steuern, Krankenversicherung oder Rentenversicherung, wenn die Niedriglöhner schon kräftig zur Kasse gebeten werden, sollte es Leuten mit überdurchschnittlich hohem Einkommen und zufälligen Gewinnen wie Erbschaften etc. ja wohl nicht schwer fallen, etwas mehr Umlagefähigkeit (hieß früher "Solidarität") zu praktizieren.

Liebe Grüße
Inga
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