Es war einmal ... (ein modernes Märchen)
Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
exuser-23-02-2013

Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 1 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit, ein verwunschenes kleines Reich. Dieses Reich lag gut verborgen und daher nur sehr wenigen Leuten bekannt. Das Reich wurde regiert von einem umsichtigen und sehr toleranten Herrscher und auch die Einwohner des Reiches übten sich in derselben Toleranz und Umsicht.

Doch im Laufe der Zeit wurde das Reich mit den paradiesischen Zuständen immer bekannter, so dass es zunehmend auch in den Reiseführern erwähnt wurde. Die Folge war, wie sich denken lässt, ein immer größeres Interesse an diesem kleinen Reich. Immer mehr Leute kamen zu Besuch und viele davon ließen sich auch nieder. Da das Reich groß genug war, stellte das zunächst auch kein Problem dar, der Herrscher ließ sie gewähren und die alteingesessenen Bewohner begrüßten die Neuankömmlinge freundlich und herzlich. Natürlich zogen auch immer wieder einige Leute aus diesem Reich fort und andere weilten länger im Ausland, aber das ist an sich ja nicht ungewöhnlich.

Mit der Zeit kamen aber so viele Zuwanderer, dass viele der alteingesessenen Einwohner anfingen, den Überblick zu verlieren. In der Folge zogen sie sich zurück und überließen den Neuen Raum sich zu verwirklichen, schließlich waren sie tolerant und gingen wie selbstverständlich davon aus, dass sich auch die Neuen dieser Kultur befleißigen würden. Aber wie immer im Leben, so kann der Mensch mit Paradiesen nicht wirklich vernünftig umgehen - oder lag es nur an der Einwohnerzahl? Jedenfalls begannen sich in der Einwohnerschaft des Reiches Gruppen und Grüppchen zu bilden, deren Hauptzweck war, sich von den anderen Einwohnern abzugrenzen; dass sie damit auch die bisher praktizierte Toleranz abschafften, wurde von ihnen nicht wahrgenommen, bestritten oder war gleichgültig. Zudem war es natürlich notwendig, für die Zugehörigkeit zur Gruppe auch Kodizes zu kreieren, um zweifelsfrei erkennen zu können, wer denn nun zur Gruppe gehört.

Zwar kam es immer wieder zu Aufrufen der älteren Einwohner, dass die Gruppenbildung nicht sinnvoll sei und die Kodizes der Toleranz widersprächen, aber diese Aufrufe verhallten weitgehend ungehört. Da der Zuzug unverändert stark anhielt, fiel es auch kaum auf, dass auch die Zahl der Wegzüge und der langen Auslandsaufenthalte immer größer wurde, ebenso blieb unbemerkt, dass sich viele der alten Einwohner in ihrem Reich nicht mehr wohlfühlten und sich oft auch gar nicht mehr auf die Straße trauten, da sie keiner der Gruppen zugehörten oder zugehören wollten.

Und die Moral von der Geschichte:
Dieses Reich gibt es in der Realität. Es heißt crossdresser-forum.de; wer jetzt willens und in der Lage ist, ein wenig die Metaphern zu entschlüsseln, wird meinen Text verstehen. Gleichzeitig werde ich wohl auch eine Reise ins Foren-Ausland antreten, deren Dauer ich nicht abschätzen kann. Was ich hier noch an neuen Inhalten finde, ist für mich weitestgehend nicht mehr von Interesse. Ich bedaure, dass es nicht gelungen ist, die offene Kultur der gegenseitigen Akzeptanz zu bewahren und wünsche denen, die meines Erachtens Luftschlössern nachjagen, in dem sie optimales Passing, die eigene Präsentation in der Öffentlichkeit usw. zu Fetischen machen, viel Erfolg — mögen sie davor bewahrt bleiben eines Tages vor der Erkenntnis zu stehen, dass sie mit ihren Verhaltensweisen zwar nichts erreicht, aber vieles zerstört haben. Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät ...
Sabrina Verena
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 2 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Sumpfhuhn! )))(:
Kommen und Gehen sind Teil einer natürlichen Dynamik, ich bezweifle das dieses auf Verdruß seitens der langjährigen Mitglieder zurück zuführen ist.
Ich bin der Meinung, dass sich dieses Forum nach wie vor durch ein hohes Maß an Toleranz auszeichnet und dass hier Niemand ausgegrenzt wird. Das sich aber Untergrüpchen bilden, ist bei wachsender Mitgliederzahl unvermeidbar, auch Das ist keine Ausgrenzung! Und das Einige ihr optimales Passing anstreben hat doch mit der Entwicklung überhaupt nichts zu tun, das gehört hier nun wirklich nicht als Kritikpunkt hin. Bezüglich der Schubladen wird ebenfalls Niemand ausgegrenzt, sie sind eine Orientierungshilfe! Und wenn Jemand in keine Passt ist er einzigartig und wertvoll, und wer in zwei oder mehr passt hat das Glück der Freiheit auf seine Seite. Man kann auch Probleme projezieren, wo keine sind.
Probleme kann man übrigens nicht durch Flucht lösen! :o
Liebe Grüße
Verena :()b
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

es ist schwer, auf Märchen zu anworten, ganz egal, ob sie modern oder nach dem alten Stil sind. Dabei kann man sich bei den älteren Märchen meist darauf verlassen, dass sie gut ausgehen (smili)
Immerhin gibt jede Art von Märchen ein hohes Interpretationspotenzial. Das hatten damals auch die Prüfer an der Erzieherschule erkannt, die auch dieses Thema zur Auswahl stellten. Ich wählte allerdings ein anderes. Das soll nicht heißen, dass ich mich nicht mit Deinem Märchen auseinandergesetzt habe...

Es ist sicherlich richtig, dass sich das Forum verändert hat; aber Veränderungen müssen nicht immer schlecht sein (smili) Würden wir immer noch zu fünft diskutieren wie in der Anfangszeit, dann wäre es auch nicht gut und sicherlich recht langweilig (smili)
Es wurde von mir nie Wert darauf gelegt, möglichst viele User für das Forum zu gewinnen, aber ich denke, "gesundes Wachsen" tut uns allen ganz gut und gibt viel mehr Menschen das Gefühl: "ich bin nicht allein so wie ich bin - es gibt noch viel mehr von meiner Sorte (smili) " Eigentlich wird es selbst in kleinen Dörfern und Städten "Menschen wie wir" geben - und wir können einen gewissen Beitrag dazu leisten, dass sie vielleicht eines Tages offen damit umgehen. Wir können auch insgesammt positive Werbung für "uns" machen, indem hier manchmal auch "Off-Topic" diskutiert wird. Schließlich dreht sich bei uns nicht 24/7 alles um Cross* und Trans*.
Du hast das Forum mit einem kleinen Land beschrieben. Das ist sicherlich ein guter Vergleich. Natürlich gibt es in jedem noch so kleinen Land Zu- und Abwanderung. Zuwanderung kann duchaus befruchtend sein. Man sollte den neuen Teilnehmern jedoch eine Chance geben! Oftmals habe ich bei den ersten zwei drei Postings gedacht: "was mag das für eine(r) sein :o
... aber wenn man viele Menschen näher kennenlernt, dann wird man sehen, dass es sich in den meisten Fällen lohnt, geduldig zu sein.
Immer gibt es auch Ausnahmen, es gibt "Durchreisende", "Eintagsfliegen" (wie auf Helgoland) - und es gibt Reisende, die nicht einmal den Bus verlassen, sondern vom Fensterplatz gucken wollen, was wir hier machen - die Ferngläser auf unsere Schlafzimmer gerichtet, deren Fenster allerdings einen Sichtschutz haben (smili)

Ich bedaure sehr, wenn sich gerade einige der erfahrenen User hier nicht mehr wohl fühlen und einen "Auslandsaufenthalt" wählen. Aber: eine Rückkehr ist doch sicherlich möglich - oder immer mal wieder ein Besuch bei uns (smili)

Alles Gute, herzliche Grüße und schönen 1. Advent
Anne-Mette
Julia65

Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 4 im Thema

Beitrag von Julia65 »

Moin Moin,
bildet nicht die Gruppe der im Märchen erwähnten Ureinwohner, die das "alte" behalten wollen und sich keiner der neuen Gruppen anschliessen wollten, dadurch nicht selber eine Gruppe? Und könnte da nicht vielleicht jemand auf die Idee kommen, das die tolleranten Ureinwohner, die die neuen Gruppen nicht so klasse finden, ihre Tugend der Tolleranz verlassen?
Gerad auf dieses Forum passend: Wenn die Einwohnerzahl deutlich angewachsen ist, lässt sich leichter erkennen, wie Fassettenreich das Thema Crossdressing ist. Es lässt erkennen, dass die Übergänge der Fassetten fliessend sind.
Und dann stellt man fest, das die Begriffe "Crossdresser" und "Transgender" schliesslich Überbegriffe sind. Es gibt annähernd so viele Gründe fürs Crossdressing wie es Crossdresser gibt.
Die Hauptgruppen sind, wenn ich mal versuchen sollte einige zu nennen, die wohl auf mehrere zutreffen:
- Crossdresser, die den Drang haben, immer mal Ihre Erscheinungsform dem Gegengeschlecht anzupassen.
- Crossdresser, die die "weibliche" Seite in sich gelegentlich leben wollen.
- Crossdresser, die sexuellen Reiz beim Tragen Gegengeschlechtlicher Kleidung empfinden.
- Crossdresser, denen bestimmte Kleidungsstücke Lust bereitet.
- Crossdresser, die im anderen Geschlecht zu leben wünschen, es aber aus unterschiedlichen Gründen (noch) nicht können.
- Crossdresser, die im falschen Körper geboren wurden.
- Crossdresser, die eine Art Kunstform darin sehen, die Verwandlung so überzeugend wie möglich zu gestalten.
- Crossdresser, bei denen sich eine Transexualität aus dem Crossdressing entwickelt hat.
ich glaube, diese Liste liesse sich nahezu unendlich fortsetzen. Ich finde es immer spannend, in den Berichten oder im Chat die verschiedenen Motivationen dafür zu finden. Und ich freue mich auch, wenn ich auf Leute stosse, deren
Motivation meiner ähnelt. Denn dann kann man sich natürlich gut austauschen. Und dadurch, dass man auch die anderen Motivationen kennenlernt, weiss man besser, wo man selber steht.
Also, was ist an der Vielfalt schlecht?
Aber eines ist natürlich richtig: Alle sollten bestrebt sein so tollerant wie möglich zu sein und Motivationen für das Crossdressing, auch wenn man sie selber beim besten Willen nicht nachfühlen kann, zu aktzeptieren.
LG
Julia
Marielle
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 5 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Abend zusammen,

ab und an in der letzten Zeit hatte ich überlegt, ob ich nicht einen Thread wie diesen hier starten soll. Ich hab's immer gelassen, weil ich nie eine Idee dazu hatte, in welcher Form man eine solche Kritik sinnvoll anbringt. Die Gefahr, dass dabei das passiert was Julia beschreibt, eine Intoleranzoffensive gegen die Intoleranz, ist groß. In Sumpfhuhns Posting ist soetwas aber nicht ansatzweise enthalten. Ich finde es richtig und wichtig, was Sumpfhuhn schreibt. Wehret den Anfängen. Die von ihr gezogene Schlussfolgerung bedauere ich allerdings. Es ist natürlich ihre Entscheidung, aber für mich wäre es die falsche.

Einigen meiner Vorrednerinnen sage ich folgendes:

Es gibt hier Threads in denen sich Mitglieder abfällig über Personen auslassen, die auf verlinkten Bildern zu sehen sind. In anderen Threads werden Outfits, mithin die Selbstdarstellung, vielleicht gar die Persönlichkeit der Person in diesem Outfit, für "unpassend" oder schlimmeres erklärt. In wieder anderen Threads muss man sich über das Verhalten "draussen" belehren lassen; Von Leuten die (nach Recherche in deren anderen Posts) noch nie bei Tageslicht ausser Haus waren. Und aus manchem Thread spricht es recht eindeutig: "Wer sich nicht "ordentlich" zurechtmacht gehört nicht dazu. Ich denke, das es das ist, was Sumpfhuhn meint. Und dem schliesse ich mich an.

Ich gehöre zum Zuzugsjahrgang 2011, also wirklich nicht zu den "Ureinwohnern". Trotzdem ist es mir sehr wichtig, dass die speziellen Eigenschaften dieses Forums im Kern erhalten bleiben. Bevor ich auf dieses Forum gestossen bin, hatte ich schon einiges an Erfahrungen gesammelt; "Draussen" und auch im Internet. Bei den allermeisten sind gegenseitiger Nutzen und gemeinsamer Spass letztlich an Intoleranz und Abgrenzungen gescheitert. Ich weiss also wovon ich rede und ich weiss, was mich motiviert.

Die Gruppe "Crossdresser" ist zweifelsfrei sehr inhomogen und manche-(r) mag eine engere Definition brauchen, um mit dem eigenen Selbst glücklich zu werden; Kein Problem. Ich gönne jedem soviel Glück mit sich selbst wie irgend möglich. Nur: Sobald aus diesen Eigen- und Gruppendefinitionen*) Ausgrenzungen werden, werde ich ab sofort noch lauter meine Meinung dazu äussern. Und zwar um zu verhindern, dass noch mehr Leute, alt eingesessene oder neu zugezogene, zu dem gleichen Schluß wie Sumpfhuhn kommen. Mir ist dieses Forum zu lieb und wichtig, um es der Intoleranz anheim fallen zu lassen.

Übrigens: Wir ALLE ZUSAMMEN sind in der Gesamtgesellschaft eine Minderheit. Wer glaubt durch eine weitere Abgrenzung aus dieser Minderheit mehr Toleranz oder gar Akzeptanz in der Gesellschaft zu erreichen irrt; Und ist ein Träumer, der mehr Schaden als Nutzen erreicht. Wehret den Anfängen.

Marielle
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Kerstin
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 6 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Hallo Sumpfhuhn
Von Herzen alles gute für deine Reise - auch wenn ich nicht glücklich darüber bin, das du uns verlassen willst.
Sumpfhuhn hat geschrieben:.........
Was ich hier noch an neuen Inhalten finde, ist für mich weitestgehend nicht mehr von Interesse. Ich bedaure, dass es nicht gelungen ist, die offene Kultur der gegenseitigen Akzeptanz zu bewahren und wünsche denen, die meines Erachtens Luftschlössern nachjagen, in dem sie optimales Passing, die eigene Präsentation in der Öffentlichkeit usw. zu Fetischen machen, viel Erfolg — mögen sie davor bewahrt bleiben eines Tages vor der Erkenntnis zu stehen, dass sie mit ihren Verhaltensweisen zwar nichts erreicht, aber vieles zerstört haben. Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät ...
Tut mir leid - aber deinem Fazit mag ich mich nicht an schliessen.

Jedes Forum ist einem Wechsel der User unter worfen - das eine mehr, das andere weniger. Gründe hierfür sind vielfälltig. Die Persönlichen Lebensumstände haben sich geändert, kein Interesse mehr oder aber man ist am Ziel seines Weges angekommen und kann jetzt ohne die Hilfe aus dem Forum stehen.
Für einige Mädels hier ist ein optimales Passing wie du schreibst halt die grundvoraussetzung dafür, sich vor die Tür zu wagen und wenn dann über die Erfolge oder auch über die negativen Erlebnisse berichtet wird ist das nur Recht und billig.
Wo hier der Fetisch liegen soll und wo hier etwas zerstört wird entzieht sich meiner Kenntnis.


Sumpfhuhn - sei so nett und überleg dir die Sache mit dem Weg gehen nochmal (flo)


Liebe Grüße
Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 7 im Thema

Beitrag von Marielle »

In wieder anderen Threads muss man sich über das Verhalten "draussen" belehren lassen; Von Leuten die (nach Recherche in deren anderen Posts) noch nie bei Tageslicht ausser Haus waren.
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christine

Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 8 im Thema

Beitrag von christine »

Liebes Sumpfhuhn,

leider kenne ich dich als ziemliche Neue hier noch nicht so gut. Aber als ich dein frisch geschriebenes modernes Märchen las, dachte ich welch eine scharfsinnige Analyse. Viel mag davon stimmen, einiges empfinde ich intuitiv so.

Allerdings finde ich deinen Rückzug nicht wirklich gut. Denn, wo sollen Neulinge suche, an wen sich wenden, wenn sie Fragen haben und keinen mit denen sie darüber sprechen können?!

In dem noch ungeschriebenen Kapitel deines Märchen steht...und ein kleines Mädchen entdeckte das kleine Reich und was glücklich, es gefunden zu haben. Es ruhte sich aus, und nach ein paar Tagen machte es sich auf die Suche, nach lieben, netten, hilfsbereiten Menschen, dir gerne bereit waren, ihr Wissen an das Mädchen und auch andere weiter zu geben.
Doch das kleine Mädchen fand - wie im richtigen Leben auch - mächtige Alpha-Tierchen, die keinen anderen neben sich duldeten, kleine Lebewesen, der Gattung Angsthasen oder auch viele Vertreter der Gattung Spaß muss sein - jetzt und sofort.
Und so suchte das Mädchen und suchte und suchte...plötzlich, es wollte schon aufgeben, da entdeckte es in einer Ecke ein sehr seltenes Exemplar der Sumpfhühner. Doch das Sumpfhuhn machte sich gerade auf zu einer Auslandsreise. Das Sumpfhuhn packte seine siebendreiviertel Sachen und wollte gehen. Da schaute das kleine Mädchen mit den großen traurigen Augen das Sumpfhuhn an und sagte ganz leise: Bitte bleibe.
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 9 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Hi Mona
Mona Schwindt hat geschrieben:..
Es ist ein Wohlfühlort, aber nicht immer.
Ja die Grüppchenbildung nehme ich auch war, auch viele die hier sind um sich Darzustellen.
..
Das ist doch vollkommen normal. Frau ist ja auch nicht immer gleich gut drauf und die Unterhaltung die einen am Vortag noch interesant und gut erschien nervt halt am nächsten Tag.
Am Morgen vertragen sich alle super und am Abend wird rum gezickt. Was soll's - es ist wie im realem Leben.
Auch das sich Gruppen bilden ist absolut normal. Manche verstehen sich eben besser und manche können überhaupt nicht miteinander.

Magst du an jeden mit dem du Kontakt hast?

Übersehen darf man auch nicht, das sich gerade im Norden der Republik einige Mädels über das Forum kennen gelernt haben und jetzt gemeinsam die Piste unsicher machen.

Und das im realem Leben!

Ein User aus dem Münchner Raum macht sich die Mühe und versucht einen Forumsstammtisch zu etablieren.

Was besseres als das sich die Leute im orginal kennen lernen kann einem Forum nicht passieren.


Liebe Grüße
Kerstin
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 10 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Marielle hat geschrieben:
In wieder anderen Threads muss man sich über das Verhalten "draussen" belehren lassen; Von Leuten die (nach Recherche in deren anderen Posts) noch nie bei Tageslicht ausser Haus waren.
Und was willst du uns mit diesem Post sagen?

Auf die Gefahr das es zum Zickenkrieg kommt - ich empfinde dein auftreten als Anmassent, Überheblich und Arrogant.
Bevor ich auf dieses Forum gestossen bin, hatte ich schon einiges an Erfahrungen gesammelt; "Draussen" und auch im Internet. Bei den allermeisten sind gegenseitiger Nutzen und gemeinsamer Spass letztlich an Intoleranz und Abgrenzungen gescheitert. Ich weiss also wovon ich rede und ich weiss, was mich motiviert.
Das du augenscheinlich und nach deinem eigenem bekunden regelmässig Probleme bekommst wundert mich nicht mehr.


so und jetzt ist Zeit fürs Bett
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 11 im Thema

Beitrag von Flodur »

@ Kerstin und Marielle: Ihr seid euch gegenseitig auf die Zehen getreten, lustvoll wie mir scheint. (Kann aber auch sein, dass ich das falsch sehe, dann bitte ich um Verzeihung.)

In diesem Garn!

Da kann ich nur sagen QED!

Ich habe über Sumpfhuhn nachgelesen und im allerersten Beitrag Sep.2010 fand ich das:
Sumpfhuhn hat geschrieben:Wir zerlegen uns bis in die letzten Splittergruppen, Transsexuelle gegen Crossdresser, die sich wiederum von vermeintlichen oder tatsächlichen Fetischisten abgrenzen. [...] abgesehen davon, dass es m.E. niemandem zusteht eine Bewertung vorzunehmen, was denn "gut" und was "schlecht" ist [...] erscheint es aber (manchmal) so, als gefielen wir uns vor allem darin, "besser" zu sein als andere Betroffene.
Um die Zeit hab ich das Forum entdeckt. Da hätte ich sowas noch nicht wahrgenommen.
Heute muss ich sagen, dass mir Sumpfhuhn aus der Seele spricht.
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 12 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Morgen Flodur, Kerstin,
Guten Morgen zusammen,

Zickenkriege sind nicht das was ich will und "auf die Füsse treten" finde ich nicht lustvoll. Genau das wollte ich mit meinem Posting oben ausdrücken. Ich habe Beispiele dafür gebracht was ich nicht OK finde. Stimmen diese Beispiele nicht? Bin ich zu empfindlich?

Können wir Einigkeit darüber erzielen, dass das was Sumpfhuhn im ersten Posting (das von Flodur zitierte) geschrieben hat oder das was ich an Beispielen gebracht habe manchmal vorkommt?
Wenn Ja: Wie gehen wir dann mit sowas um?

Die vorstehenden Fragen sind NICHT sarkastisch oder provokativ gemeint. Mich interessieren wirklich eure Antworten darauf.


Einen guten Start in eine gute Woche wünscht

Marielle
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Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 13 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Flodur hat geschrieben:@ Kerstin und Marielle: Ihr seid euch gegenseitig auf die Zehen getreten, lustvoll wie mir scheint. ...
Naja - lustvoll will ich das nicht nennen. Ich habe jetzt nur nicht die Zeit zu erklären warum ich so gallig wurde.

Was bitte heist "QED"?

Mfg Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Julia65

Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 14 im Thema

Beitrag von Julia65 »

Hallo zusammen,
ich habe selber noch nicht mitbekommen, dass sich z.B. TS und CD anzicken und gegenseitig ausgrenzen, aber schon oft darüber gelesen, dass es das wohl oft gibt. Dann mache ich mir Gedanken, woran das liegen könnte.
Dazu versuchte ich mich abwechselnd in beide Situationen hineinzuversetzen. Also in der Öffentlichkeit sollte man beide äusserlich kaum unterscheiden können. Was unterscheidet (eher Optisch) einen, ich sag mal klassischen Crossdresser von einer Transexuellen. (Der Einfachheit halber, gehe ich mal NUR von MzF TS bzw. CD aus).
Crossdresser werden vermutlich häufiger ein nicht ganz so gelungenes Passing haben, weil sie es vermutlich oft schwerer haben dies zu erreichen. Denn sie müssen ja einiges unterlassen, was einem guten Passing helfen kann, weil sie ja jederzeit schnell wieder in die Männerrolle zurück können müssen. Crossdresser können häufig sicher auch ihr ganzes Leben ohne Outing durchkommen, bzw. das Outing auf einen gewissen Kreis beschränken.
Ich weiss inzwischen auch, dass es Crossdresser gibt, die überhaupt gar kein "perfektes Passing" anstreben, weil sie gerade das Auffällige reizt. Somit ist auch der Begriff "Crossdresser" immernoch ein Überbegriff. Dennoch wird ein Crossdresser bestimmt häufig von Unbeteiligten in die Schublade der TS geschoben, ganz einfach weil diese Unbeteiligten verständlicherweise keine Überblick über die vielen Fassetten der Transgender haben. Wer also einer Frau begegnet, die sich bei genauerem Hinschauen als Mann in Frauenoutfit herausstellt, wird von Leute, die bisher nur von Transexuellen hörten in diese Schublade gesteckt. Anderer hörten ehr von Crossdressern oder Transvestiten und stecken ihn/sie eben in deise Schubladen. Ganz ganz einfach gestrickte stecken alles in den "Schwulen-Karton" ;-).
Transidente hingegen schaffen meist ja mit der Zeit ein besser werdendes Passing. Das liegt daran, dass sie nicht in die Männerrolle zurück müssen/wollen. So können sie auch Dinge tun, die nicht schnell mal eben rückgängig gemacht werden können. Man kann sich ja schliesslich nicht mal schnell über Nacht die Augenbrauen wieder dichter wachsen lassen etc. Auch die Hormone bringen in der Regel mit den Monaten ein besser werdendes Passing.
Um nun auf den Punkt zu kommen, was ich eigentlich damit ausdrücken will: Wird eine Transidente Frau beispielsweise als Transe, oder Crossdresser oder Transvestit betitelt, dann ist das für sie vermutlich meistens nicht besonders angenehm. Abgesehen davon das diese Einschätzung auf sie nicht zutrifft, deutete es auf ein wenig gelungenes Passing hin. Es lässt auch vermuten, dass die Person, die einen da so interpretiert hat, davon ausgehe, dass die "Transe" vermutlich morgen wieder als Mann auftreten wird. Das ist unangenehm. Da es aber von solchen ja bekantermassen auch etliche gibt, also Crossdresser, ist die "Gefahr" höher, in diese nicht gewollte Schublade gesteckt zu werden. Und das, so könnte ich mir vorstellen, sorgt dafür, das Transfrauen nicht so gut auf Crossdresser zu sprechen sind, weil diese u.U. ein unangenehmeres falsches Bild auf sie werfen könnten.
Umgekehrt dürfte ähnliches gelten.
Zusammengefasst: Transidente können für Crossdresser gehalten werden und umgekehrt. Das wäre nicht der Fall, wenn es die "andere Gruppe" nicht gäbe. Und schon haben wir genug Munition für den Zickenkrieg.

Dies stellt natürlich nur meine rein subjetive Betrachtungsweise da. Es war mal ein Versuch, die Ursachen für diese Antipatie zu ergründen. Eigentlich ganz logsich, oder nicht?

Aber auch hier ist einfach Tolleranz gefragt.
LG
Julia
exuser-08-07-2013

Re: Es war einmal ... (ein modernes Märchen)

Post 15 im Thema

Beitrag von exuser-08-07-2013 »

hallo anja,

na ja, ich finde es schon ganz schön anstrengend und zeitaufwändig.

ich wechsel ja teilweise mehrmals täglich vom einen modus in den anderen - weils halt nicht anders geht.

und an tagen an denen ich den weiblichen modus ganztägig ausleben kann, ist es schon einfacher - für mich zumindest.

ganz liebe grüßle

und einen schönen start in eine hoffentlich stressfreie woche

lucy f.
Gesperrt

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