Hallo zusammen,
nachdem ich das Buch grade gelesen habe, möchte ich es euch kurz vorstellen:
Der Erzähler der Geschichte ist ein Bi-Mann mit einer Vorliebe für "passable" Trans-Männer, dessen Großvater auf der örtlichen Theaterbühne am liebsten in Frauenrollen und -kleidern auftritt, dessen Vater abgehauen ist, dessen Cousine lesbisch ist und dessen erste Schwärmerei eine ....na, ich will ja nicht zuviel verraten

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Die Dichte bzw. Anzahl der "Sonderfälle" der sexuellen und geschlechtlichen Identitäten im "Personal" der Geschichte ist recht hoch. Aber wer weiss, vielleicht sind "wir" wirklich soviele. Neben diesen Personen tauchen natürlich auch die "Üblichen" auf. Die Mutter und die Tante, die zeitlebens nicht verstehen können oder wollen was los ist; Der "Schwulenhasser", dessen Homophobie sich sogar gegen den eigenen Sohn richtet und dessen Mutter, deren Liebe sich am Ende gegen sich selbst richtet. Sogar die "Gesellschaft" hat eine Figur in dem Buch. Sie quält, sie reizt, sie demütigt; Trotzdem muss der Erzähler sie erdulden, ist ihr ausgeliefert. Eine Weile lang kann der Erzähler sich von der Gesellschaft lösen, aber am Ende taucht sie wieder auf.
An manchen Stellen fiel es mir schwer weiterzulesen, weil auf vielen Seiten trauriges geschildert wird. Ich finde aber, es ist ein lesenswertes, oft auch unterhaltsames Buch, dass am Ende Mut und Hoffnung verbreitet, ohne den üblichen amerikanischen Häppi-Änd-Kitsch zu benutzen.
Marielle