Umgang mit dem Ende
Umgang mit dem Ende

Lampenschirm
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 1 im Thema

Beitrag von Lampenschirm »

Hallo Claudia,
nicht wegen der Blechbüchse, sondern, weil ich es nicht so mit Feuer habe, möchte ich gerne Würmerfutter werden. Einen Organspendeausweis trage ich schon seit ca. 25 Jahren mit mir rum, da bin ich ganz deiner Meinung.
Bin auch gespannt, welche Varianten hier noch so vertreten sind.
LG Lampe
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Bianca D.
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 2 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin,

Interessante Frage! Ich habe keinen Spenderausweis,wer braucht schon 80 Jahre alte Körperteile? Ich will jedenfalls mindestens so alt werden.Wenn es mich dann trifft,ab in den Ofen!Ich mag es
lieber schön warm und kuschelig und dann in einem Friedenswäldchen beerdigt werden.In Glückburg gibt es so einen,mit Blick über die Förde...

Gruß Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
exuser-08-07-2013-2

Re: Umgang mit dem Ende

Post 3 im Thema

Beitrag von exuser-08-07-2013-2 »

Tja nu, wenn das Deer das Leben aushaucht.... Von mir aus verbrennen und in eine Sanduhr tun und in meine eigene Sammlung stellen oder als Blumendünger verwenden. Da ich keine Nachkommen hab (oder haben werde), sollt man mich schon kostengünstig "entsorgen". ich seh das ganz pragmatisch, ich lege keinen Wert auf ein Grab :)
Lampenschirm
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 4 im Thema

Beitrag von Lampenschirm »

Hallo Mona,
das mit dem Würmerfutter geht auch anonym in einer grünen Wiese, die von der Friedhofsverwaltung gepflegt wird. Meines Wissens nach besteht auch noch die Möglichkeit der teilanonymen Beerdigung, da werden dann kleine Namenstafeln in den Rasen eingelassen. Insofern ist die Grabpflege außen vor. Bei uns in der Stadt gibt es inzwischen auch Kolumbarien, in denen die Urnen beigesetzt werden, ähnlich wie in südlichen Ländern. Das hat mir gut gefallen, die "Grabstelle" wird mit einer Steinplatte verschlossen, die man individuell gestalten kann. Sah nett aus, keine Pflege hinterher und ne ordentliche Stelle für die Blechbüchse. (Bei der man ja sonst auch noch Grabpflege betreiben müsste).
Ich hoffe, noch ein wenig Zeit zu haben, mir das auszusuchen, womit ich hinterher in Frieden abgehen kann.
LG
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Cybill
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 5 im Thema

Beitrag von Cybill »

Ich denke da an etwas Schlichtes, wie eine Pyramide :P
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Lina
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 6 im Thema

Beitrag von Lina »

Bianca D. hat geschrieben:Moin,

Interessante Frage! Ich habe keinen Spenderausweis,wer braucht schon 80 Jahre alte Körperteile? Ich will jedenfalls mindestens so alt werden.Wenn es mich dann trifft,ab in den Ofen!Ich mag es
lieber schön warm und kuschelig und dann in einem Friedenswäldchen beerdigt werden.In Glückburg gibt es so einen,mit Blick über die Förde...

Gruß Bianca

Du fährst ja auch nicht Motorrad, oder? Die meisten tatsächlichen Organspender sind ja unter-30jährige Motorradfahrer. Also nicht die, die einen Ausweis haben, sondern die, die tatsächlich mal ein paar Organe spenden.

Das klingt vielleicht sarkastisch von mir - ich fahre aber selber ein kleines Motorrad, habe keinen Spenderausweis, bin über 30 und habe einen sehr vorsichtigen Fahrstil. Ich wünsche mir für viele, dass die sich auch einen anderen Fahrstil zulegen würden.
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 7 im Thema

Beitrag von spacecy »

Hi,

ist ja echt erstaunlich, dass hier doch einige Mädels sind, die wie wir sich mit dem Friedwald angefreundet haben.
Unser Baum ist jedenfalls bereits gekauft und leider schon zwei Plätze belegt. Die restlichen sind reserviert.
Ich finde, es ist ein schönes Gefühl in der Ruhe eines schönen Waldes zu enden und vor allem niemand mit der Pflege des Grabes auf die Nerven zu gehen.
Für uns hat der das Verlassen dieser Welt jedenfalls den Schrecken verloren, auch wenn das sehr schmerzvoll war.

Liebe Grüße
spacecy
Glücklich ist, wer vergißt was nicht zu ändern ist (aus "Die Fledermaus")
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 8 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo Claudia,

ich hoffe nur, dass Off Topic die richtige Forenkategorie für dieses Thema ist; Das es "ohne Bezug" ist.

Aber egal was dich zu diesen Überlegungen gebracht hat: Wirf es weg! Würmerfutter zu sein ist alle mal ein besch... Job; Da findet sich in jedem Fall besseres.

Hast du die Nummer noch in dem Koffer, dessen Funktion du mir mal erklärt hast?

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 9 im Thema

Beitrag von Joe95 »

also ich würde am liebsten bei de "körperwelten" enden...
find ich einfach interessanter...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
exuserIn-2014-09-15

Re: Umgang mit dem Ende

Post 10 im Thema

Beitrag von exuserIn-2014-09-15 »

hallo zusammen,
ich für meinen teil, werde es meinen kindern überlassen, was sie mit meiner sterblichen hülle machen wollen. irgend wo finde ichs auch vermessen, meinen hinterbliebenen irgendwelche vorschriften aufzuerlegen. was das ersatzteillager anbetrifft, bin ich der gleichen meinung wie bianca - wer braucht schon alten schrott :D
aber wenn ich so an das lied : I lieg am ruckn ( für nicht östreicher :mrgreen: Ich liege auf dem rücken) denke , dann wäre mir ein feuerchen schon lieber ! aber noch ist es nicht so weit, darum lass ich mich in der zwischenzeit lieber von der sonne braten .

lg. lulu

link zum lied :http://youtu.be/Ey2fDxvwr0c
exuserIn-2014-09-15

Re: Umgang mit dem Ende

Post 11 im Thema

Beitrag von exuserIn-2014-09-15 »

hi heidi,
was die organentnahme betrifft, ist die entscheidung schon via spendeausweis getroffen - das gibts nicht bei mir. es bleibt also nur noch die frage der einäscherung oder der erdbestattung, die meine nachkommen zu entscheiden haben !
lg lulu
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 12 im Thema

Beitrag von Marlene »

Ausschlachten ist bei mir auch nicht drin, schließlich bin ich keine Maschine und welche Art der Bestattung wo erfolgt, wird in Zukunft wohl eher eine Frage des Geldes sein, was man sich noch leisten kann. Bedauerlich, aber wohl realistisch....

L.G. Marlene
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 13 im Thema

Beitrag von Lina »

Maria hat geschrieben:Hmm, Organspende? Wer sagt mir das es da keinen Missbrauch gibt und ich den Tag im Krankenhaus nur nicht überlebe, weil ein reicher Schnößel ein paar Millionen aus dem Ärmel schüttelt und meine Innereien zufällig passen? Das ist das einzige was mich bisher davon abhält meine Organe schon vor meinem Tod schriftlich frei zugeben.
Unangenehmer Gedanke - einige würden auf so was kommen, aber es wäre in Europa schwierig zu organisieren. Ich glaube nicht, dass in irgendeinem europäischen Land normalerweise ein direkter Kontakt zwischen demjenigen, der entscheidet - "jetzt können wir Organe entnehmen" - und dem Patienten, der die Organe braucht.
Wer in unterhaltsamer Weise einen kleinen Einblick haben will, sollte sich den Almodovar Film "Alles über meine Mutter/Todo sobre mi madre" anschauen.
Lampenschirm
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 14 im Thema

Beitrag von Lampenschirm »

Hallo Claudia,
das wundert mich auch.
An dem Punkt, an dem über eine Organspende entschieden wird, ist das Hirn so kaputt, dass ich nicht mehr wach werden möchte!
Aber das muss sich jeder Mensch selbst überlegen. Wir haben die Entscheidung getroffen, als unser Kind geboren war. Ich wollte nicht plötzlich in einem Krankenhaus sitzen und einem Arzt diese Frage beantworten müssen. Wir haben in aller Ruhe darüber gesprochen und seit 25 Jahren alle drei einen Ausweis. Unser Filius hat seinen behalten, als er in dem Alter war, selbst eine Meinung dazu zu bilden.
Vielleicht regt dieser Thread ja die eine oder andere dazu an, sich nochmal schlau zu machen und das Thema zu überdenken. (Auch, wenn damit die Ursprungsfrage beiseite gedrängt wurde).
Schönen Tag noch, Lampe
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Re: Umgang mit dem Ende

Post 15 im Thema

Beitrag von melanie »

Jeder macht sich Gedanken über sein Ende, und - jedenfalls mir geht es so - mit zunehmendem Alter immer mehr. Metaphysische Betrachtungen über ein wie auch immer geartetes "danach" helfen mir da nicht weiter und schon gar nicht das, was Kirchen und andere religiöse Vereinigungen dazu so von sich geben. Es bleibt wohl nur, gespannt zu erwarten, was da kommt - oder halt eben auch nicht. Ändern kann daran gottseidank niemand etwas. Anders ist es schon, wenn es darum geht, was mit den sterblichen Überresten geschehen soll - und da habe ich, bzw. haben wir im Familienverbund klare Verhältnisse: Körper verbrennen, Asche verbuddeln unter einem Baum, am liebsten irgendwo in meinem geliebten Schwarzwald oder -wenns nicht anders geht, halt eben in so einem "Friedwald" oder wie die Dinger heißen. Organspende kommt bei meinen alten Klamotten eh nicht mehr in Frage - wenn ich jünger wäre, hätte ich wohl einen Spenderausweis, trotz der vielen Unwägbarkeiten, (Missbrauch, Organkriminalität, Korruption und was sonst noch Menschen so einfällt, wenn Kohle gemacht werden kann...) die diese Entscheidung mit sich trüge.

LG von der einstweilen noch recht lebendigen
Melanie
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