reflexionen über meinen weg
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martina
reflexionen über meinen weg
nachdem ich zwei beiträge zu den gedanken, die mich indoor und outdoor beschäftigen, verfasst habe, möchte ich noch ein paar gedanken zusammenstellen, die mir durch den kopf schwirren.
indoor verbringe ich meist nach feierabend als frau. dabei trage ich zwar frauenkleider, fühle mich aber nicht speziell als frau oder als mann, sondern vielmehr als mensch. wenn ich outdoor gehe und mir dabei menschen begegnen, hämmert es in meinem hirn. "du bist verkleideter mann. hoffentlich erkennt dich keiner als mann." *poch* *poch* ich fühle mich unsicher bei jedem schritt, den ich mache. blicke ich verstohlen auf die person, die mir entgegenkommt, bemerke ich, dass ich gar nicht beachtet werde. wenn ich mich auf den gedanken zu konzentrieren versuche "du bist als frau unterwegs ... du bist frau" und ich unsicher geradeaus blicke, ohne die entgegenkommenden anzuschauen, dann hämmert es wieder im hirn: "vielleicht haben sie dich ja angeschaut, dich als mann in frauenkleidung erkannt." *poch* *poch* "und vielleicht werd ich nicht nur als mann in frauenkleidung erkannt, vielleicht erkennt jemand mich selbst... " *poch* *poch* mir wird mulmig ... ich fühle mich unsicher, sehr unsicher und würde schon am liebsten im boden versinken, bis ich wieder ein bisschen gleichgewicht bekomme: "du bist als frau unterwegs ... du bist frau".
ich muss sagen, ich bin noch am anfang meiner outdoor-aktivitäten. ich schaue mir frauen an, frauen in meinem alter. wie sind sie gekleidet? wie sind sie geschminkt? wie bewegen sie sich? wie sind die haare? wie ist das gesicht? gut, ich denke, ich müsste aufrüsten, um als frau nicht aufzufallen. ein paar stiefel, eine längere daunenjacke in schwarz, ein handtäschchen. da sind dann schnell wieder 200 euro weg. und wofür? vielleicht dafür, dass ich mich einmal in diesen sachen probiere, trotzdem eine grosse unsicherheit verspüre und nie wieder nach draussen gehe? ein mehr weiblich aussehendes gesicht und einen mehr weiblich geformten körper kann ich mir sowieso nicht kaufen.
naja, im vorübergehen sehe ich manchmal frauen mit stärkeren männlichen gesichtszügen. also ist mein gesicht doch nicht unbedingt das problem? ich sehe manchmal frauen, deren haare so wirken, als hätten sie eine perücke auf. also ist meine perücke doch nicht unbedingt das problem?
wenn ich mir vorstelle, es würde alles optimal laufen, ich würde nach draussen gehen, shoppen, einkaufen, ins kino, ins café und ich würde überall als frau wahrgenommen, würde mich selbst nicht mehr dauernd die frage vorhalten, dass ich mann in frauenkleidung bin, sondern ich wäre ganz entspannt unterwegs. nicht als mann, nicht als frau, sondern als mensch. aber was dann, wenn ich überall hingehen könnte, ob als mann oder als frau? wäre dann nicht auch ein reiz weg? aber was für ein reiz? der reiz, doch als transvestit erkannt zu werden? obwohl ich das doch eigentlich wollte, es anstrebte, als ziel, als traum nahm, dass ich mich unbefangen als frau outdoor bewegen könnte, ohne aufzufallen.
also was mache ich? rüste ich auf? kaufe ich mir damenstiefel, eine daunenjacke, ein handtäschchen? oder ist das nur rausgeschmissenes geld, weil ich auch dann nicht eine frau ausstrahle und zu unsicher bin? oder weil ich mich dann durchaus als frau fühle und auch die sicherheit gewinne, es dann aber kein weiteres ziel mehr gibt?
lg martina
indoor verbringe ich meist nach feierabend als frau. dabei trage ich zwar frauenkleider, fühle mich aber nicht speziell als frau oder als mann, sondern vielmehr als mensch. wenn ich outdoor gehe und mir dabei menschen begegnen, hämmert es in meinem hirn. "du bist verkleideter mann. hoffentlich erkennt dich keiner als mann." *poch* *poch* ich fühle mich unsicher bei jedem schritt, den ich mache. blicke ich verstohlen auf die person, die mir entgegenkommt, bemerke ich, dass ich gar nicht beachtet werde. wenn ich mich auf den gedanken zu konzentrieren versuche "du bist als frau unterwegs ... du bist frau" und ich unsicher geradeaus blicke, ohne die entgegenkommenden anzuschauen, dann hämmert es wieder im hirn: "vielleicht haben sie dich ja angeschaut, dich als mann in frauenkleidung erkannt." *poch* *poch* "und vielleicht werd ich nicht nur als mann in frauenkleidung erkannt, vielleicht erkennt jemand mich selbst... " *poch* *poch* mir wird mulmig ... ich fühle mich unsicher, sehr unsicher und würde schon am liebsten im boden versinken, bis ich wieder ein bisschen gleichgewicht bekomme: "du bist als frau unterwegs ... du bist frau".
ich muss sagen, ich bin noch am anfang meiner outdoor-aktivitäten. ich schaue mir frauen an, frauen in meinem alter. wie sind sie gekleidet? wie sind sie geschminkt? wie bewegen sie sich? wie sind die haare? wie ist das gesicht? gut, ich denke, ich müsste aufrüsten, um als frau nicht aufzufallen. ein paar stiefel, eine längere daunenjacke in schwarz, ein handtäschchen. da sind dann schnell wieder 200 euro weg. und wofür? vielleicht dafür, dass ich mich einmal in diesen sachen probiere, trotzdem eine grosse unsicherheit verspüre und nie wieder nach draussen gehe? ein mehr weiblich aussehendes gesicht und einen mehr weiblich geformten körper kann ich mir sowieso nicht kaufen.
naja, im vorübergehen sehe ich manchmal frauen mit stärkeren männlichen gesichtszügen. also ist mein gesicht doch nicht unbedingt das problem? ich sehe manchmal frauen, deren haare so wirken, als hätten sie eine perücke auf. also ist meine perücke doch nicht unbedingt das problem?
wenn ich mir vorstelle, es würde alles optimal laufen, ich würde nach draussen gehen, shoppen, einkaufen, ins kino, ins café und ich würde überall als frau wahrgenommen, würde mich selbst nicht mehr dauernd die frage vorhalten, dass ich mann in frauenkleidung bin, sondern ich wäre ganz entspannt unterwegs. nicht als mann, nicht als frau, sondern als mensch. aber was dann, wenn ich überall hingehen könnte, ob als mann oder als frau? wäre dann nicht auch ein reiz weg? aber was für ein reiz? der reiz, doch als transvestit erkannt zu werden? obwohl ich das doch eigentlich wollte, es anstrebte, als ziel, als traum nahm, dass ich mich unbefangen als frau outdoor bewegen könnte, ohne aufzufallen.
also was mache ich? rüste ich auf? kaufe ich mir damenstiefel, eine daunenjacke, ein handtäschchen? oder ist das nur rausgeschmissenes geld, weil ich auch dann nicht eine frau ausstrahle und zu unsicher bin? oder weil ich mich dann durchaus als frau fühle und auch die sicherheit gewinne, es dann aber kein weiteres ziel mehr gibt?
lg martina
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Anne-Mette
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Re: reflexionen über meinen weg
Guten Abend,
"Wenn ich so eine tolle Gitarre wie F* hätte, könnte auch auch besser spielen", dachte ich mir und guckte ein wenig missmutig. F* spielte weiter. Es war wunderbar. Als er sein Spiel beendet hatte, klatschten alle.
Später kam ich mit ihm ins Gespräch und ich sagte ihm, wie sehr ich ihn bewunderte - und seine Gitarre, eine echte Gibson.
"Da kann ich mit meiner nicht mithalten", meinte ich traurig und gab ihm meine Gitarre in die Hand.
Er klopfte auf das Holz, schlug die Saiten an, stimmte etwas nach, korrigierte schließlich die Saitenlage, stimmte wieder nach...
... und spielte. So hatte ich meine Gitarre noch nie gehört. Es war wunderbar.
Damit will ich (sicherlich etwas umständlich) sagen, dass man zwar "aufrüsten" kann, viel Geld in Läden tragen wird - aber u.U. trotzdem vergeblich einem Phantom nachjagen wird.
Es ist bestimmt besser, erst einmal in sich hinein als in einen strengen Spiegel zu gucken.
Viele Bio-Frauen haben's auch nicht leicht. Nicht jede sieht "schön" aus.
Außerdem entwickeln sich viele Dinge ganz von alleine...
Gruß
CPG
Es könnte aber auch an Dir selbst liegen.ich denke, ich müsste aufrüsten, um als frau nicht aufzufallen.
"Wenn ich so eine tolle Gitarre wie F* hätte, könnte auch auch besser spielen", dachte ich mir und guckte ein wenig missmutig. F* spielte weiter. Es war wunderbar. Als er sein Spiel beendet hatte, klatschten alle.
Später kam ich mit ihm ins Gespräch und ich sagte ihm, wie sehr ich ihn bewunderte - und seine Gitarre, eine echte Gibson.
"Da kann ich mit meiner nicht mithalten", meinte ich traurig und gab ihm meine Gitarre in die Hand.
Er klopfte auf das Holz, schlug die Saiten an, stimmte etwas nach, korrigierte schließlich die Saitenlage, stimmte wieder nach...
... und spielte. So hatte ich meine Gitarre noch nie gehört. Es war wunderbar.
Damit will ich (sicherlich etwas umständlich) sagen, dass man zwar "aufrüsten" kann, viel Geld in Läden tragen wird - aber u.U. trotzdem vergeblich einem Phantom nachjagen wird.
Es ist bestimmt besser, erst einmal in sich hinein als in einen strengen Spiegel zu gucken.
Viele Bio-Frauen haben's auch nicht leicht. Nicht jede sieht "schön" aus.
Außerdem entwickeln sich viele Dinge ganz von alleine...
Gruß
CPG
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Bianca D.
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Re: reflexionen über meinen weg
Hallöchen Martina,martina hat geschrieben: also was mache ich? rüste ich auf? kaufe ich mir damenstiefel, eine daunenjacke, ein handtäschchen? oder ist das nur rausgeschmissenes geld, weil ich auch dann nicht eine frau ausstrahle und zu unsicher bin? oder weil ich mich dann durchaus als frau fühle und auch die sicherheit gewinne, es dann aber kein weiteres ziel mehr gibt?
Es ist nicht leicht,eine gute Antwort auf deine Frage zu finden.Rausgeschmissenes Geld wird es nur dann sein,wenn du die Sachen für den einmaligen Gebrauch kaufst und dann das Crossdressing an den
Nagel hängst.Davon gehe ich bei dir aber mal nicht aus.Ist es für dich ein Hobby wie Reiten,Tennis oder Modellbahnbau?Die kosten auch Geld...
Was die Austrahlung angeht,sie ist immer der Spiegel der Seele.Fühlt sie sich wohl in der Haut,in der Frauenrolle,spielt das Passing nicht mehr so eine gewichtige Rolle.Und wie du schon selbst bemerkt hast,die Wenigsten kümmern sich um dich.Für aufmerksame Passanten werden wir zwar nie als Frau unerkannt durch die Gegend laufen,das ist wohl nur den Wenigsten von uns vergönnt.Das halbe Leben unter dem Einfluß von Testo hinterläßt nunmal seine Spuren.Da hilft dann auch die HRT,wie bei mir, nur noch bedingt.Du mußt dich eben damit arrangieren,daß man dir immer den Mann ansieht,aber steh drüber,genieße deine Ausflüge als Frau und dann bekommen deine Investionen in die Garderobe auch einen Sinn.Womit wir bei deinen Zielen sind.Die Frage mußt du für dich beantworten.Willst du mehr als gelegentliche Ausflüge oder bist du damit glücklich,wie es jetzt ist?Bist du gerne Mann oder würdest lieber ganz als Frau leben? Vorstellbar?
Wenn du darauf Antworten hast,evtl. auch mit Hilfe von außen,dann hast deinen Weg gefunden.
Liebe Grüße Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Kaye
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Re: reflexionen über meinen weg
Rüste auf und hau soviel Geld dafür raus wie du möchtest. Rausgeworfenes Geld wird es nicht sein, auch wenn du morgen alles an den Nagel hängst (was ja eh nicht passiert...)
Antworten zu deinen Fragen wirst du dir nur "erarbeiten" können, wenn du deine Wünsche auslebst.
Ich habe mir auch lange überlegt, was eigentlich mein Ziel ist und wo ich hin will.
Klar, erstmal möchte man "echt" aussehen. Perfekt halt, so dass man sich selbst im Spiegel überzeugt. Ich bin - oder war in meinen 20ern zumindest - in der Lage diesem Ziel recht nah zu kommen. Als ich irgendwann an diesem "Ziel" war, hatte sich aber eigentlich gar nichts geändert. Meine Suche nach dem "warum mache ich das eigentlich??" ging weiter.
Als Kind / Jugendlicher hab ich oft davon geträumt, quasi per Fingerschnipp-Zauber ein Mädchen zu sein (oder wie ein Mädchen auszusehen^^). Dieser Traum wird natürlich nie real, aber immer wenn ich Lust habe mache ich ein bißchen davon wahr. Einen kleinen Teil.
Mein Arbeitskollege hat vielleicht früher davon geträumt mal ein Fußballstar zu sein, heute kommt er mit Podolski-Trikot zu Arbeit. Und wir ziehen halt nach Feierabend unseren Rock an.
Antworten zu deinen Fragen wirst du dir nur "erarbeiten" können, wenn du deine Wünsche auslebst.
Ich habe mir auch lange überlegt, was eigentlich mein Ziel ist und wo ich hin will.
Klar, erstmal möchte man "echt" aussehen. Perfekt halt, so dass man sich selbst im Spiegel überzeugt. Ich bin - oder war in meinen 20ern zumindest - in der Lage diesem Ziel recht nah zu kommen. Als ich irgendwann an diesem "Ziel" war, hatte sich aber eigentlich gar nichts geändert. Meine Suche nach dem "warum mache ich das eigentlich??" ging weiter.
Als Kind / Jugendlicher hab ich oft davon geträumt, quasi per Fingerschnipp-Zauber ein Mädchen zu sein (oder wie ein Mädchen auszusehen^^). Dieser Traum wird natürlich nie real, aber immer wenn ich Lust habe mache ich ein bißchen davon wahr. Einen kleinen Teil.
Mein Arbeitskollege hat vielleicht früher davon geträumt mal ein Fußballstar zu sein, heute kommt er mit Podolski-Trikot zu Arbeit. Und wir ziehen halt nach Feierabend unseren Rock an.
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Chris
Re: reflexionen über meinen weg
Hallo Martina,
Deine Gedanken und Befürchtungen zu Deinen outdoor-aktivitäten kann ich sehr gut nachvollziehen.
Bei mir hat es lange gedauert bis ich das tatsächlich auch durchgezogen habe.
Ich war anfangs auch super nervös und hatte Angst als Mann erkannt zu werden.
Ich war zwar komplett als Frau gekleidet — aber nicht besonders "aufgerüstet" und sicher nicht perfekt geschminkt. Ich denke schon, dass ich als Mann erkannt werden konnte.
Aber keine Reaktion- von niemanden.
Die nächsten Male war ich besser gekleidet und auch besser geschminkt.
Jetzt bin ich so selbstsicher, dass ich keinerlei Probleme mehr habe en femme auszugehen und auch einzukaufen.
Der einzige Nachteil, mein Platzbedarf für diese Kleidung übersteigt langsam meine begrenzten Möglichkeiten.
Liebe Grüße
Christiane
Deine Gedanken und Befürchtungen zu Deinen outdoor-aktivitäten kann ich sehr gut nachvollziehen.
Bei mir hat es lange gedauert bis ich das tatsächlich auch durchgezogen habe.
Ich war anfangs auch super nervös und hatte Angst als Mann erkannt zu werden.
Ich war zwar komplett als Frau gekleidet — aber nicht besonders "aufgerüstet" und sicher nicht perfekt geschminkt. Ich denke schon, dass ich als Mann erkannt werden konnte.
Aber keine Reaktion- von niemanden.
Die nächsten Male war ich besser gekleidet und auch besser geschminkt.
Jetzt bin ich so selbstsicher, dass ich keinerlei Probleme mehr habe en femme auszugehen und auch einzukaufen.
Der einzige Nachteil, mein Platzbedarf für diese Kleidung übersteigt langsam meine begrenzten Möglichkeiten.
Liebe Grüße
Christiane
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martina
Re: reflexionen über meinen weg
vielen dank für eure lieben und ermutigenden antworten 

lg martina
natürlich liegt es auch an mir selbst, an meiner unsicherheit. schade, dass das forum hier im frankfurter raum unterpräsentiert ist. ich hätte gern einen realen crossdresser-freund, dem ich real begegnen und mich mit ihm ausprobieren könnte. meiner lebensgefährtin, die sehr tolerant und offen ist, möchte ich auch nicht zuviel zumuten.cpg hat geschrieben:Es könnte aber auch an Dir selbst liegen.
ja, da hast du unzweifelhaft recht. ein sehr guter vergleichBianca D. hat geschrieben:Ist es für dich ein Hobby wie Reiten,Tennis oder Modellbahnbau?Die kosten auch Geld...
nein, ich strebe keine op an. ich fühle mich ganz wohl in der rolle als mann. gäbe es einen schalter, mit dem man sein geschlecht nach belieben wechseln könnte, würde ich diesen öfter mal benutzen.Bianca D. hat geschrieben:Willst du mehr als gelegentliche Ausflüge oder bist du damit glücklich,wie es jetzt ist?Bist du gerne Mann oder würdest lieber ganz als Frau leben? Vorstellbar?
da hast du natürlich vollkommen recht. theoretisch lassen sich die antworten nicht finden. leider hab ich im unterschied zu dir nicht das glück, dass ich nicht wirklich echt als frau aussehe. jedenfalls hab ich mir heute schon mal eine umhängetasche gekauft. meine güte, was packen frauen denn eigentlich alles da rein?Kaye hat geschrieben:Antworten zu deinen Fragen wirst du dir nur "erarbeiten" können, wenn du deine Wünsche auslebst.
ich würde outdoor gern kleid und strumpfhose tragen. die weitaus meisten frauen tragen stiefel, gerade auch bei diesem wetter. mit schuhen bin ich armselig ausgerüstet. ich hab die dumme schuhgrösse von 45. da kann ich mit meinen schuhen unterm kleid nur eine jeans anziehen. also überleg ich mir den kauf von stiefeln.Chris hat geschrieben:Ich war zwar komplett als Frau gekleidet — aber nicht besonders "aufgerüstet" und sicher nicht perfekt geschminkt. Ich denke schon, dass ich als Mann erkannt werden konnte.
lg martina
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Anne-Mette
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Re: reflexionen über meinen weg
Moin,
Bei dgti habe ich folgende gefunden:
Transidenter Dienstagsstammtisch
Wir sind eine kleine Gruppe von Transidenten (Transsexuelle) Menschen
und wir Treffen uns regelmässig jeden Dienstag abend ab 20:00 Uhr
Die meisten von uns sind Frauen, Gäste unabhängig vom Geschlecht sind uns willkommen.
Locker über die unterscheidlichsten Themen miteinander reden und Austausch von Erfahrunugen und Alltagstips.
LSKH (Lesbisch Schwules Kulturhaus)
Klingerstrasse 6
Frankfurt Main
jeden dienstag ab 20.00 uhr im erdgeschoss
Kontakt: susanne@net-wolf.de oder IreneGlueck@wolke7.net
Web: net-wolf.de/treffen.html
Transvestitenvereinigung Frankfurt
Die Transvestitenvereinigung Frankfurt trifft sich jeden zweiten Dienstag ab 20.30 Uhr.
Nähere Informationen per e-Mail: info@tvv-frankfurt.de
Homepage: www.tvv-frankfurt.de
Das wären doch sicherlich schon mal Anknüpfungspunkte. Wenn es nicht passt, dann einfach weiter durchfragen.
Es geht doch erst einmal darum, zu hören und zu sprechen und auszuprobieren...
Auch in großen Schuhgrößen ist einiges zu finden; man muss nur etwas suchen (auch mal bei Ebay gucken) - und leider manchmal mehr Geld ausgeben als bei den kleineren Größen.
Gruß
CPG
Dafür gibt es aber andere Gelegenheiten und Gruppen.dass das forum hier im frankfurter raum unterpräsentiert ist.
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Locker über die unterscheidlichsten Themen miteinander reden und Austausch von Erfahrunugen und Alltagstips.
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Nähere Informationen per e-Mail: info@tvv-frankfurt.de
Homepage: www.tvv-frankfurt.de
Das wären doch sicherlich schon mal Anknüpfungspunkte. Wenn es nicht passt, dann einfach weiter durchfragen.
Es geht doch erst einmal darum, zu hören und zu sprechen und auszuprobieren...
Auch in großen Schuhgrößen ist einiges zu finden; man muss nur etwas suchen (auch mal bei Ebay gucken) - und leider manchmal mehr Geld ausgeben als bei den kleineren Größen.
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Bianca D.
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Re: reflexionen über meinen weg
Moin,Martina hat geschrieben:jedenfalls hab ich mir heute schon mal eine umhängetasche gekauft. meine güte, was packen frauen denn eigentlich alles da rein?
Das findet sich mit der Zeit und irgendwann findest du lang gesuchtes da wieder
Lippenstift,Zigaretten über ne Taschenlampe bis zum Portemonaie.
LG Bianca
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martina
Re: reflexionen über meinen weg
hallo Anne-Mette,cpg hat geschrieben:Dafür gibt es aber andere Gelegenheiten und Gruppen.
vielen dank für deine bemühungen. allerdings finde ich es trotzdem schade, nicht hier in diesem forum jemanden zu finden. das ist einfach eine sache des vertrauens. die atmosphäre in diesem forum gefällt mir ausgesprochen gut, da fällt es mir auch leichter, vertrauen aufzubauen. in fremder umgebung - naja, das würde eine weile dauern.
lg martina
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martina
Re: reflexionen über meinen weg
ich dachte schon, ich müsste eine küchenrolle reinstopfen, um die tasche ein bisschen aufzufüllenBianca D. hat geschrieben:Ich hab z.B. immer einen Knirps und eine Lesebrille dabei und ansonsten eben den üblichen Kleinkram,vom
Lippenstift,Zigaretten über ne Taschenlampe bis zum Portemonaie.
lg martina
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martina
Re: reflexionen über meinen weg
vielen dank für deine "schwafeleien"Devonique Satinesse hat geschrieben:So, jetzt hab ich deinen Thread genug mit meiner Gedankenwelt zugeschwafelt
ich bin ja mit perücke unterwegs und bin auch geschminkt. silis hab ich auch. ich wollte eigentlich wieder durch die fussgängerzone, hab es aber zeitlich nicht geschafft. dafür ein spaziergang in den feldern und durch ein wohngebiet in der abenddämmerung. mir kamen auch mehr leute entgegen, als ich eigentlich geglaubt hatte. das maximale licht war laternenbeleuchtung, da fühle ich mich dann doch noch halbwegs sicher.Devonique Satinesse hat geschrieben:Das würde ich nicht unbedingt behaupten. Ein gutes Make-up (ob selbst geschminkt oder von professioneller Hand) kann Wunder wirken, und für die weiblichen Formen gibt's ja auch einige Hilfsmittel (Silikonbrüste, Polsterhöschen). Das einzige, woran du wenig machen kannst, ist deine Körpergröße. Ist natürlich immer die Frage, wie weit man/frau gehen will (Polsterhöschen kann ich mir z.B. im Moment auch nicht vorstellen), aber machbar ist vieles.
lg martina
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Re: reflexionen über meinen weg
dafür brauchst du nicht "en femme" sein, das krieg ich auch als mann hin...Bianca D. hat geschrieben:Moin,Martina hat geschrieben:jedenfalls hab ich mir heute schon mal eine umhängetasche gekauft. meine güte, was packen frauen denn eigentlich alles da rein?
Das findet sich mit der Zeit und irgendwann findest du lang gesuchtes da wieder.Ich hab z.B. immer einen Knirps und eine Lesebrille dabei und ansonsten eben den üblichen Kleinkram,vom
Lippenstift,Zigaretten über ne Taschenlampe bis zum Portemonaie.
LG Bianca
ich bin hier auf der arbeit, wo ich ja nun wirklich so viel mann sein muss wie ich nur kann. auch - oder gerade - hier hab ich meine tasche dabei. ich hab mal eben rein geschaut was sich da so alles tummelt.
da sind brille, zwei etuis portemonai, stifte, pc-werkzeug, taschentücher, usb-sticks und noch jede menge anderer kleinkram drin. genau wie bei einer frau, nur anders...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: reflexionen über meinen weg
nun einmal meine reflexionen zu dem thema, zu euren beiträgen und auch zu meinem weg:
irgendwie geht es uns allen doch darum weiblichkeit zu fühlen, zu erleben und - mehr oder weniger - zu zeigen.
nun habe ich den eindruck es scheint nur "entweder - oder" möglich.
entweder die aufgezwängte rolle als mann oder das möglichst gute passing als frau.
klar das uns die "frauenrolle" trotz des riesigen aufwandes lieber ist, entspricht sie doch unseren bedürfnissen.
schade das man(n) dabei so "aufrüsten" muss. ok, das argument mit den anderen hobbys, die auch teuer sind, sehe ich ein. schliesslich weiß ich selber das es keinen rationalen grund gibt mehr als ein dutzend badeanzüge zu besitzen, auch als mann nicht...
allerdings springen mich da zwei argumente an, die mich stören:
perrücke tragen MÜSSEN, make-up tragen MÜSSEN.
beides hat sicherlich seinen reiz, gerade für bestimmte gelegenheiten.
nur der zwang dahinter, und das im alltag...
ist ja schon fast wie als mann...
dieser zwang entsteht aus der angst als mann in frauenkleidern erkannt zu werden.
selbst beim besten passing wird diese angst bleiben.
dazu kommt noch das ich es nicht wirklich als angenehm empfinde ständig make-up und perrücke zu tragen.
dazu kommt noch das ich zwar weiblichkeit erleben will, aber meine eigene. ich möchte nicht als frau verkleidet rumlaufen, das bin ich nicht, auch wenn ich nicht mann bin...
mein weg ist ein anderer:
ich trage was mir gefällt, meist aus zwei welten eine eigene, neue...
ich habe das gefühl als etwas anderes, androgynes erkannt zu werden.
das passt, damit kann ich leben.
dadurch, das ich tragen kann was ich will und mich damit wohl fühle, übertrage ich eigentlich die unsicherheit auf meine gegenüber.
ich finde dieser weg hat jede menge vorteile:
nachdem ich einmal damit angefangen habe war ich nach recht kurzer zeit auch dadurch. keine heimlichkeiten, kein verstecken. meine bhs, slips und alles andere landen - bei bedarf natürlich - im wäschekorb genau wie die sachen von frau und tochter. ich kann genau so viel oder wenig weiblichkeit ausleben wie ich jetzt gerade möchte. ich brauche nicht darüber nachzudenken was der tankwart, der polizist, der zöllner wohl sagen werden, ich gehe einfach davon aus das sie - wie immer - nix sagen werden. für mich ist es das normalste der welt in ein damenmodegeschäft zu gehen und mich umzusehen, was anprobieren oder zu kaufen. es ist völlig normal im supermarkt bei den angeboten an damenslips oder fsh meine größe rauszusuchen und mir sowas zu kaufen...
jede menge vorteile, die einer anderen eigenschaft von mir zugute kommen:
ich bin schlicht und ergreifend zu faul und zu bequem für heimlichkeiten.
irgendwie geht es uns allen doch darum weiblichkeit zu fühlen, zu erleben und - mehr oder weniger - zu zeigen.
nun habe ich den eindruck es scheint nur "entweder - oder" möglich.
entweder die aufgezwängte rolle als mann oder das möglichst gute passing als frau.
klar das uns die "frauenrolle" trotz des riesigen aufwandes lieber ist, entspricht sie doch unseren bedürfnissen.
schade das man(n) dabei so "aufrüsten" muss. ok, das argument mit den anderen hobbys, die auch teuer sind, sehe ich ein. schliesslich weiß ich selber das es keinen rationalen grund gibt mehr als ein dutzend badeanzüge zu besitzen, auch als mann nicht...
allerdings springen mich da zwei argumente an, die mich stören:
perrücke tragen MÜSSEN, make-up tragen MÜSSEN.
beides hat sicherlich seinen reiz, gerade für bestimmte gelegenheiten.
nur der zwang dahinter, und das im alltag...
ist ja schon fast wie als mann...
dieser zwang entsteht aus der angst als mann in frauenkleidern erkannt zu werden.
selbst beim besten passing wird diese angst bleiben.
dazu kommt noch das ich es nicht wirklich als angenehm empfinde ständig make-up und perrücke zu tragen.
dazu kommt noch das ich zwar weiblichkeit erleben will, aber meine eigene. ich möchte nicht als frau verkleidet rumlaufen, das bin ich nicht, auch wenn ich nicht mann bin...
mein weg ist ein anderer:
ich trage was mir gefällt, meist aus zwei welten eine eigene, neue...
ich habe das gefühl als etwas anderes, androgynes erkannt zu werden.
das passt, damit kann ich leben.
dadurch, das ich tragen kann was ich will und mich damit wohl fühle, übertrage ich eigentlich die unsicherheit auf meine gegenüber.
ich finde dieser weg hat jede menge vorteile:
nachdem ich einmal damit angefangen habe war ich nach recht kurzer zeit auch dadurch. keine heimlichkeiten, kein verstecken. meine bhs, slips und alles andere landen - bei bedarf natürlich - im wäschekorb genau wie die sachen von frau und tochter. ich kann genau so viel oder wenig weiblichkeit ausleben wie ich jetzt gerade möchte. ich brauche nicht darüber nachzudenken was der tankwart, der polizist, der zöllner wohl sagen werden, ich gehe einfach davon aus das sie - wie immer - nix sagen werden. für mich ist es das normalste der welt in ein damenmodegeschäft zu gehen und mich umzusehen, was anprobieren oder zu kaufen. es ist völlig normal im supermarkt bei den angeboten an damenslips oder fsh meine größe rauszusuchen und mir sowas zu kaufen...
jede menge vorteile, die einer anderen eigenschaft von mir zugute kommen:
ich bin schlicht und ergreifend zu faul und zu bequem für heimlichkeiten.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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martina
Re: reflexionen über meinen weg
vielen dank für deinen beitrag. es gibt den einen pol, den man ja standardmässig lebt, als mann eben. und dann das andere: ja, ich möchte gern als frau wahrgenommen werden, so unauffällig wie möglich zu sein, also nicht als mann erkannt werden. männer unterliegen dem gesellschaftlichen zwang einer kurzhaarfrisur. ok, es gibt auch männer mit langen haaren. ich kann mir das aber beruflich nicht leisten, auch wenn ich als mann lange haare schon immer sehr schön fand. also trage ich eine perücke, weil mir die längeren haare gefallen.Joe95 hat geschrieben:nun habe ich den eindruck es scheint nur "entweder - oder" möglich.
entweder die aufgezwängte rolle als mann oder das möglichst gute passing als frau.
soweit zum entweder-oder. durch das erleben und auftreten als frau gewinne ich einen grösseren reichtum an möglichkeiten, sich zu kleiden, sich selbst körperlich besser wahrzunehmen. neulich habe ich einen beitrag geschrieben, der nicht so ganz richtig interpretiert worden ist, denke ich mal. das war nämlich ein weg zwischen entweder-oder. ich nannte dabei die impulse, die das tragen von frauenkleidung auf das leben als mann bringt. ich trage auch als mann damenjeans, strumpfhose statt langer unterhose, damenrollis, damenjacken und so langsam erweitern sich meine kleidungsmöglichkeiten als mann immer mehr, einfach weil mir die sachen gefallen. da frag ich nicht mehr nach herren- oder damenkleidung.
lg martina
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martina
Re: reflexionen über meinen weg
vielen dank für dein liebes angebot. wir können uns gern erstmal per pn weiter unterhalten, wenn du magst.Carat hat geschrieben:Liebe Martina,
ich würde mich gerne mit Dir treffen. Ich bin oft in Frankfurt, komme gerade von dort, war en Femme auf dem Weihnachtsmarkt und auf der Zeil in den Dessous-Abteilungen der Kaufhäuser zum bummeln, zum Teil hatten die Läden ja bis 22:00 Uhr geöffnet. Zum reden hätte ich auch sehr gerne eine Freundin, ein persönlicher Austausch über unsere Themen wäre doch schön. Ich freue mich auf Dich.
Liebe Grüße, Carat
lg martina