Wenn Transgender sein für einen positiv ist
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Magdalena
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Wenn Transgender sein für einen positiv ist
Hallo,
in den letzten Tagen erlebte ich viele positive Rückmeldungen. Was ich natürlich als angenehm empfand. Und ich frage mich, woher kommt es. Hat es etwas mit mir und meinem Auftreten zu tun? Es ist nicht leicht zu beantworten. In meinem Thread "Mein Weg", schrieb ich bereits, dass ich jetzt bei einer anderen Firma arbeite. Was kein Selbstläufer war. Ich musste mich auf meine alte Stelle neu bewerben. Ob ich bleiben darf, war lange Zeit offen. Also schrieb ich fleißig weitere Bewerbungen.
Und dann kam es. Ich erhielt die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch, mit der ich ehrlich nicht mehr gerechnet hatte. Ich sollte unbedingt kommen. Nur leider konnte ich nicht von meiner Arbeit weg. War doch nicht sicher ob sie mich wirklich nehmen. Die andere Stellte hatte ich inzwischen sicher. Wir konnten uns auf einen Termin nach der Arbeit einigen. Das Problem, ich konnte nicht frisch geduscht erscheinen. Das Make-up hatte ich fünf Minuten auf der Toilette nachgebessert. Und dann bin ich im Eiltempo zu dem Termin gefahren. Keine Angst, an die Geschwindigkeit habe ich mich gehalten.
Dann in das Bürogebäude und rein in den Aufzug. In welche Etage muss ich. Ein Blick auf die Email im Handy und die Taste mit der Etagennummer gedrückt. In welches Zimmer soll ich kommen. Da klingelte mein Handy. Der Personaler rief an. Ich stand schon an der Tür. Da kam er mir auch schon entgegen. Von mir kein prüfender Blick vorher nochmal im Spiegel. So ging ich in das Vorstellungsgespräch. Ich machte mir keine Gedanken. Die Zeit blieb nicht. Der Personaler Stellte einige Fragen. Welche ich nach meiner Art beantwortete. Das kann unter Umständen inzwischen sehr ausführlich sein. Ich bin halt eine Frau und hab viel zu sagen. Dabei beantworte ich, ohne es gewusst zu haben, schon die nächste Frage. Der Mann war am Ende beindruckt, Von mir! Er konnte mich ruhigen Gewissens die für die Stelle empfehlen.
Es bedeutete, ich musste eine weiteres Vorstellungsgespräch, die nächste Hürde, meistern. Bis außer, dass ich jetzt von zu Hause aus mich ordentlich in Schale geschmissen hatte, war auch dieses zweite Vorstellunggespräch ein super Erfolg. Es wurde mir bescheinigt, wie eine Bombe eingeschlagen zu haben. Und es muss nicht an meinem Parfum gelegen haben. Nächste Woche gehe ich den Vertrag unterschreiben. Es handelt sich dabei um einen Job für eine amerikanische Firma, welche sich in Dresden angesiedelt hat. Nie im Traum dachte ich daran, da einmal die Chance zu bekommen meine Brötchen da zu verdienen.
Und hier komme ich jetzt zu dem Eigentlichen. Früher, als ich noch nicht Magdalena war, war ich gehemmt. Ich konnte mich nicht gut meinem Gegenüber präsentieren. Schlussendlich war ich damals noch männlich ins Hintertreffen geraten. Ich war der geborene Luser. Und jetzt ist Magdalena die Frau, welche manchem Zeitgenossen schon zu stark geworden ist. Ein Nachteil bei der Partnersuche!
Jetzt bin ich an dem Punkt in diesem Thread angekommen, wo ich frage, wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht. War es doch am Anfang meines Weges, wo auch die Erfahrung sammeln musste, Transgender sein ist nicht leicht. Doch heute fällt mir vieles leichter. Bin ich noch der gleiche Mensch wie vor der Transition? Oder doch nicht? Gut ja, ich spüre schon neben der körperlichen auch andere Veränderungen. Doch wie empfinden es die Menschen, welchen ich gegenüberstehe. Outen tue ich mich schon lange nicht mehr. Warum auch? Ich bin ich. Und es tut so unwahrscheinlich gut. Ist es das?
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Viele liebe Grüße von Magdalena
in den letzten Tagen erlebte ich viele positive Rückmeldungen. Was ich natürlich als angenehm empfand. Und ich frage mich, woher kommt es. Hat es etwas mit mir und meinem Auftreten zu tun? Es ist nicht leicht zu beantworten. In meinem Thread "Mein Weg", schrieb ich bereits, dass ich jetzt bei einer anderen Firma arbeite. Was kein Selbstläufer war. Ich musste mich auf meine alte Stelle neu bewerben. Ob ich bleiben darf, war lange Zeit offen. Also schrieb ich fleißig weitere Bewerbungen.
Und dann kam es. Ich erhielt die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch, mit der ich ehrlich nicht mehr gerechnet hatte. Ich sollte unbedingt kommen. Nur leider konnte ich nicht von meiner Arbeit weg. War doch nicht sicher ob sie mich wirklich nehmen. Die andere Stellte hatte ich inzwischen sicher. Wir konnten uns auf einen Termin nach der Arbeit einigen. Das Problem, ich konnte nicht frisch geduscht erscheinen. Das Make-up hatte ich fünf Minuten auf der Toilette nachgebessert. Und dann bin ich im Eiltempo zu dem Termin gefahren. Keine Angst, an die Geschwindigkeit habe ich mich gehalten.
Dann in das Bürogebäude und rein in den Aufzug. In welche Etage muss ich. Ein Blick auf die Email im Handy und die Taste mit der Etagennummer gedrückt. In welches Zimmer soll ich kommen. Da klingelte mein Handy. Der Personaler rief an. Ich stand schon an der Tür. Da kam er mir auch schon entgegen. Von mir kein prüfender Blick vorher nochmal im Spiegel. So ging ich in das Vorstellungsgespräch. Ich machte mir keine Gedanken. Die Zeit blieb nicht. Der Personaler Stellte einige Fragen. Welche ich nach meiner Art beantwortete. Das kann unter Umständen inzwischen sehr ausführlich sein. Ich bin halt eine Frau und hab viel zu sagen. Dabei beantworte ich, ohne es gewusst zu haben, schon die nächste Frage. Der Mann war am Ende beindruckt, Von mir! Er konnte mich ruhigen Gewissens die für die Stelle empfehlen.
Es bedeutete, ich musste eine weiteres Vorstellungsgespräch, die nächste Hürde, meistern. Bis außer, dass ich jetzt von zu Hause aus mich ordentlich in Schale geschmissen hatte, war auch dieses zweite Vorstellunggespräch ein super Erfolg. Es wurde mir bescheinigt, wie eine Bombe eingeschlagen zu haben. Und es muss nicht an meinem Parfum gelegen haben. Nächste Woche gehe ich den Vertrag unterschreiben. Es handelt sich dabei um einen Job für eine amerikanische Firma, welche sich in Dresden angesiedelt hat. Nie im Traum dachte ich daran, da einmal die Chance zu bekommen meine Brötchen da zu verdienen.
Und hier komme ich jetzt zu dem Eigentlichen. Früher, als ich noch nicht Magdalena war, war ich gehemmt. Ich konnte mich nicht gut meinem Gegenüber präsentieren. Schlussendlich war ich damals noch männlich ins Hintertreffen geraten. Ich war der geborene Luser. Und jetzt ist Magdalena die Frau, welche manchem Zeitgenossen schon zu stark geworden ist. Ein Nachteil bei der Partnersuche!
Jetzt bin ich an dem Punkt in diesem Thread angekommen, wo ich frage, wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht. War es doch am Anfang meines Weges, wo auch die Erfahrung sammeln musste, Transgender sein ist nicht leicht. Doch heute fällt mir vieles leichter. Bin ich noch der gleiche Mensch wie vor der Transition? Oder doch nicht? Gut ja, ich spüre schon neben der körperlichen auch andere Veränderungen. Doch wie empfinden es die Menschen, welchen ich gegenüberstehe. Outen tue ich mich schon lange nicht mehr. Warum auch? Ich bin ich. Und es tut so unwahrscheinlich gut. Ist es das?
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Selina94
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Re: Wenn Transgender sein für einen positiv ist
Also, erstmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Job!
Ich muss sagen,.ich war schon immer ziemlich schüchtern und zurückhaltend. Seit ich mich im September letzten Jahres geoutet habe, bin ich auch viel mehr ich selbst und sage meine Meinung. Ich gehe geschminkt nach draußen und in Damen Kleidung. Ich bin halt eine Frau! Genauso vor Kosmetik Artikel in der Drogerie. Nie hätte ich gedacht das ich das Mal machen würde... Und schwupps interessierte blicke von anderen Frauen und Komplimente.
Alles was ich vorher nicht hatte.
Ich bin aber auch emotionaler geworden. Wieso weiß ich nicht.
Ich muss sagen,.ich war schon immer ziemlich schüchtern und zurückhaltend. Seit ich mich im September letzten Jahres geoutet habe, bin ich auch viel mehr ich selbst und sage meine Meinung. Ich gehe geschminkt nach draußen und in Damen Kleidung. Ich bin halt eine Frau! Genauso vor Kosmetik Artikel in der Drogerie. Nie hätte ich gedacht das ich das Mal machen würde... Und schwupps interessierte blicke von anderen Frauen und Komplimente.
Alles was ich vorher nicht hatte.
Ich bin aber auch emotionaler geworden. Wieso weiß ich nicht.
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Lana
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Re: Wenn Transgender sein für einen positiv ist
Liebe Magazine,
So wirkst du auf andere Menschen "authentisch".
Und das mögen die Leute
Bleib einfach do wie du bist - du selbst!
LGL
ohne dich zu kennen, glaube ich, dass es genau das ist. Du bist endlich bei dir selbst angekommen und strahlst das offensichtlich aus.Magdalena hat geschrieben: Do 2. Apr 2026, 22:09 Outen tue ich mich schon lange nicht mehr. Warum auch? Ich bin ich. Und es tut so unwahrscheinlich gut. Ist es das?
So wirkst du auf andere Menschen "authentisch".
Und das mögen die Leute
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Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Beatrixtg
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Re: Wenn Transgender sein für einen positiv ist
Die Ausstrahlung macht viel aus. Früher war die Abstrahlung 'ich glaube nicht an mich selbst?.
Jetzt:? 'Ich habe mich gefunden'.
Das merkt ein gegenüber. Mir gehts jedenfalls so. Ich kann vielleicht nicht erklären wieso ich etwas fühle/spüre, aber ich fühle es. Und das geht vielen so.
Ich denke das ich damit der Sache nahe komme. Ich habe in einem anderen treaht gestern schon ausführlicher über Interaktionen geschrieben.
Liebe Grüße Beatrix
Jetzt:? 'Ich habe mich gefunden'.
Das merkt ein gegenüber. Mir gehts jedenfalls so. Ich kann vielleicht nicht erklären wieso ich etwas fühle/spüre, aber ich fühle es. Und das geht vielen so.
Ich denke das ich damit der Sache nahe komme. Ich habe in einem anderen treaht gestern schon ausführlicher über Interaktionen geschrieben.
Liebe Grüße Beatrix
Ich bin nicht Mann, ich bin nicht Frau, ich bin einfach ich. Und das ist gut so.
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Susi T
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Re: Wenn Transgender sein für einen positiv ist
Danke Magdalena,
Ich möchte gar nicht wissen wie lange du an solch Formulierung gedacht hast und ja das ist frech.
Weißt du was? Sei frech, sei wie du bist. Anders im Wirken, im Gegensatz zu früher und trotzdem bist das du, genau so wie du es auch früher warst.
Aber genau das ist doch das was wir machen, wenn wir uns auf dem Weg machen, das ist dann der Teil, der genau so sein sollte. Das raus lassen was in einem Steckt, so daß es einem gut geht.
Glückwunsch dazu, so soll's/darfs sein.
Oft drehe ich die Worte dazu hin und her, darf man das so sagen wenn man das Gefühl hat, das sich soviel geändert hat? Was ist subjektives Erleben, was Einbildung, was Tatsachen?
Und ist es wichtig das ganz genau auseinander zu halten? Zu bewerten, einzusortieren...Oder einfach nur Glücklich sein und genießen.
Manchmal denk ich, die Welt formt sich um mich. Dann bin ich nicht nur die Wellenreiterin, sondern die Wellen machen das was ich will.
Natürlich nicht immer, nur manchmal, nur wenn ich will oder es es passt, aber das ist einfach nur krass.
Setzt sich die Frau absichtlich so in der Sauna hin, das sie zwischen mir und ihrem Mann sitzt? Will sie ihn abschirmen, zeigt mir deswegen die kalte Schulter? Und trotzdem Wechsel ich mit ihrem Mann ein paar nette Worte. Hat's was mit Trans zu tun? Ich hab einen Saunakilt um der Hüfte...nach Verlassen der Sauna geh ich unter die Dusche, die ist so gelegen, das er mich beobachten kann. Spüre ich Grad seine Blicke? Egal, ich geh in den Schwimmbadbereich, Leg/setz mich neben meinem Schatz. Auf einmal befindet er sich auf der Nachbarliege, Zufall?
Mir egal, was soll ich damit, bin versorgt und den nächsten Durchgang mach ich im Frauensaunabereich. Eine nette Frau, hübsch, gut bebaut und deutlich jünger als ich. Eine Wellenlänge, nettes ruhiges Plaudern, schließlich wollen wir ja vor allem in Ruhe saunieren. Trotzdem kommt Recht viel von ihr, nachdem ich nur signalisiert habe, das ich nicht stumm bin.
Sowas, grad frisch, passiert mir Häufiger. "Ach schon so spät, ich wollte doch schon lange dies oder das gemacht haben, oder ich hab das noch niemand erzählt (ich stand mit ihr 1,5h an der Haustür, untenrum unbekleidet, bei 5Grad, mit einem Bademantel über einem Kleid behangen, da ich Grad bougiert hatte und sie nur zu meinem Mann wollte)...
Männer die ihre Frauen links liegen lassen, nur um ein paar Worte mit mir zu führen. Oder Ledige, die fast schon hypnotisiert reagieren...
Einen neuen Mann? Manche ignorieren meinen Schatz völlig, vielleicht weil's wie meine Freundin anmutet und ich müsste nur reagieren...Nicht wirklich viele, nur eine kleine Handvoll die mich auch interessieren würden, aber da ging was.
Und was das nicht trauen betrifft? Ja da hatte ich letztes was besonderes. Ein Konzert mit 400 Gästen, vermutlich 80% alte weiße Männer. Nun, vermutlich viele in meinem Alter, aber nicht mein Niveau. Ich kam mir wie in Matrix vor und fragte mich ob sich die Schauspielerin in ihrem roten Outfit genauso gefühlt hat, in mitten der grauen Menschen.(Klar wurde das hinterher per Computer bearbeitet^^)
Ich stand bestimmt 10 Minuten allein an der Theke und wurde von niemandem angesprochen. Vielleicht weil ich uninteressant war, aber ich hab die vielen versteckten Blicke gespürt, Frau merkt das. Zu späterer Stunde, mit angetrunken Mut wäre das anders abgelaufen. Deswegen waren wir auch nach dem Konzert schnell weg. Besser für uns Beide, die Einzige Farbkleckse des Abends.
Egal ob's so ist, oder nicht, aber ich leb danach und leb Sau gut damit. Nein nicht Prinzessin, sondern nur Frau. Aber die Sorte, die auch Mal was besonderes ausstrahlt, die die Leben und Lebensfreude ausstrahlt. Das alleine ist schon verdammt viel.
Anderen Frauen nehm ich oft schnell die Distanz mit ein paar freundlichen Worten, wenn ich möchte , das geht gut und in Sachen Partnerschaft bin ich glücklich.
Aber erstaunlich wie gut ich mit Männern klar komme, das war früher oft schlimm.
Viel Spaß weiterhin wünscht dir Susi
Ich möchte gar nicht wissen wie lange du an solch Formulierung gedacht hast und ja das ist frech.
Weißt du was? Sei frech, sei wie du bist. Anders im Wirken, im Gegensatz zu früher und trotzdem bist das du, genau so wie du es auch früher warst.
Aber genau das ist doch das was wir machen, wenn wir uns auf dem Weg machen, das ist dann der Teil, der genau so sein sollte. Das raus lassen was in einem Steckt, so daß es einem gut geht.
Glückwunsch dazu, so soll's/darfs sein.
Oft drehe ich die Worte dazu hin und her, darf man das so sagen wenn man das Gefühl hat, das sich soviel geändert hat? Was ist subjektives Erleben, was Einbildung, was Tatsachen?
Und ist es wichtig das ganz genau auseinander zu halten? Zu bewerten, einzusortieren...Oder einfach nur Glücklich sein und genießen.
Manchmal denk ich, die Welt formt sich um mich. Dann bin ich nicht nur die Wellenreiterin, sondern die Wellen machen das was ich will.
Natürlich nicht immer, nur manchmal, nur wenn ich will oder es es passt, aber das ist einfach nur krass.
Setzt sich die Frau absichtlich so in der Sauna hin, das sie zwischen mir und ihrem Mann sitzt? Will sie ihn abschirmen, zeigt mir deswegen die kalte Schulter? Und trotzdem Wechsel ich mit ihrem Mann ein paar nette Worte. Hat's was mit Trans zu tun? Ich hab einen Saunakilt um der Hüfte...nach Verlassen der Sauna geh ich unter die Dusche, die ist so gelegen, das er mich beobachten kann. Spüre ich Grad seine Blicke? Egal, ich geh in den Schwimmbadbereich, Leg/setz mich neben meinem Schatz. Auf einmal befindet er sich auf der Nachbarliege, Zufall?
Mir egal, was soll ich damit, bin versorgt und den nächsten Durchgang mach ich im Frauensaunabereich. Eine nette Frau, hübsch, gut bebaut und deutlich jünger als ich. Eine Wellenlänge, nettes ruhiges Plaudern, schließlich wollen wir ja vor allem in Ruhe saunieren. Trotzdem kommt Recht viel von ihr, nachdem ich nur signalisiert habe, das ich nicht stumm bin.
Sowas, grad frisch, passiert mir Häufiger. "Ach schon so spät, ich wollte doch schon lange dies oder das gemacht haben, oder ich hab das noch niemand erzählt (ich stand mit ihr 1,5h an der Haustür, untenrum unbekleidet, bei 5Grad, mit einem Bademantel über einem Kleid behangen, da ich Grad bougiert hatte und sie nur zu meinem Mann wollte)...
Männer die ihre Frauen links liegen lassen, nur um ein paar Worte mit mir zu führen. Oder Ledige, die fast schon hypnotisiert reagieren...
Einen neuen Mann? Manche ignorieren meinen Schatz völlig, vielleicht weil's wie meine Freundin anmutet und ich müsste nur reagieren...Nicht wirklich viele, nur eine kleine Handvoll die mich auch interessieren würden, aber da ging was.
Und was das nicht trauen betrifft? Ja da hatte ich letztes was besonderes. Ein Konzert mit 400 Gästen, vermutlich 80% alte weiße Männer. Nun, vermutlich viele in meinem Alter, aber nicht mein Niveau. Ich kam mir wie in Matrix vor und fragte mich ob sich die Schauspielerin in ihrem roten Outfit genauso gefühlt hat, in mitten der grauen Menschen.(Klar wurde das hinterher per Computer bearbeitet^^)
Ich stand bestimmt 10 Minuten allein an der Theke und wurde von niemandem angesprochen. Vielleicht weil ich uninteressant war, aber ich hab die vielen versteckten Blicke gespürt, Frau merkt das. Zu späterer Stunde, mit angetrunken Mut wäre das anders abgelaufen. Deswegen waren wir auch nach dem Konzert schnell weg. Besser für uns Beide, die Einzige Farbkleckse des Abends.
Egal ob's so ist, oder nicht, aber ich leb danach und leb Sau gut damit. Nein nicht Prinzessin, sondern nur Frau. Aber die Sorte, die auch Mal was besonderes ausstrahlt, die die Leben und Lebensfreude ausstrahlt. Das alleine ist schon verdammt viel.
Anderen Frauen nehm ich oft schnell die Distanz mit ein paar freundlichen Worten, wenn ich möchte , das geht gut und in Sachen Partnerschaft bin ich glücklich.
Aber erstaunlich wie gut ich mit Männern klar komme, das war früher oft schlimm.
Viel Spaß weiterhin wünscht dir Susi
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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HeikeCD
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Re: Wenn Transgender sein für einen positiv ist
Beides trifft da ebenso auf mich zu. Letzteres ist mir bei mir auch aufgefallen, scheint sich aber automatisch einzustellen weil gewisse Zwänge entfallen, vermute ich, ersteres war ich aber auch schon immer, hatte aber nichts mit Schüchternheit zu tun, sondern ich hör bei vielen Gelegenheiten lieber zu oder beobachte die Menschen. In Gesellschaft manchesmal immer die Frage "Du sagst ja gar nichts."..."Nee, wozu auch, ihr quasselt doch schon wie die Großen...Prost."Selina94 hat geschrieben: Do 2. Apr 2026, 22:34 ...zurückhaltend.
...
Ich bin aber auch emotionaler geworden. Wieso weiß ich nicht.
Aber da ich mit 'Handel und Wandel' zu tun habe, ließ/lass ich mir da nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen. Das war schon immer so. Ich stelle in dem Punkt da keinen allzu großen Unterschied in beiden Welten bei mir fest.
LG Heike
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen