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Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 01:33
von Claudia
Das Thema dieses threads wurde angeregt durch Äußerungen in dem thread zu [KI-bearbeiteten Bildern im Forum]
viewtopic.php?t=32569. Ein dort angerissenes Thema sollte allerdings hier und nicht dort weiter verfolgt werden. Die hier eingebundenen Zitate stammen aus diesem anderen thread, bitte dazu ausschließlich hier reagieren.
Lady Jennifer hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 12:35
Das geht sogar soweit, daß ich meinen Mitarbeiter*innen (selbst nach Dientsschluß) anweisen
muß Arbeiten noch zu erledigen, weil der Kunde erwartet diese per mail zu geschickt zu bekommen.
Bei dieser Aussage wollte ich schon reagieren, aber dann doch diesen Bilderthread nicht kaputt machen und habe nichts geschrieben, mein Fehler. Nun bin ich aber nicht die Einzige, der solche Worte sauer aufstoßen. Val44721 hatte dazu in zwei Postings deutlich Kritik geäußert, aber dafür wiederum Kritik einstecken müssen, wenn auch keine inhaltliche.
Val44721 hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 21:27
Mit Verlaub, du MUSST nicht deine Angestellten zwingen in ihrer Freizeit noch zu arbeiten. Zu mehr Arbeit als vertraglich ausgemacht zwingt einen nicht der Kunde, sondern der Vorgesetzte. Wenn dieser sowas tut, mit der Begründung nicht anders klarzukommen, dann ist der Wurm in der Planung der Führungskraft.
Val44721 hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 22:08
[...]Und man ist halt machtlos wenn man das Geld des Jobs zum Leben braucht.
Man sollte drauf hinweisen, dass die Verantwortung für wie mit den Mitarbeitenden umgegangen wird immer beim Vorgesetzten liegt. Die Machtlage ist sehr schief bei Angestellten zu Vorgesetzten. Widersprechen ist sehr schwer, und kann schnell zu Problemen führen.
Allerdings sind wir jetzt bei Seite drei und der vorherrschenden Meinung hier hat noch keine einzige Person widersprochen.
So ist es an der Zeit für einen deutlichen Widerspruch.
Ich halte diese Anweisung an deine Mitarbeiter*innen für absolut falsch, wenn sie sich auf die Zeit nach Dienstschluß bezieht. Ausbeutung ist da der einzig passende Begriff dafür. Es gibt eine vertraglich festgelegte Arbeitszeit und die ist von beiden Seiten einzuhalten. Denn diese Anweisung impliziert ja eine unbezahlte Mehrarbeit. Da wäre es erforderlich, den Kunden auf Vereinbarungen hinzuweisen: "Wir arbeiten soviel wie vertraglich festgelegt ist und die bis heute vereinbarte Zeit ist verbraucht."
Lady Jennifer hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 12:35
Ich HASSE diese Kunden-Erwartungshaltung ("das schafft ihr doch heute noch...?!?") sowas von!!! Dieser ständige Stress abliefern zu müssen ist für die Team-Moral alles andere als gut!
Wenn dieser Stress ständig vorliegt und nicht durch unvorhersehbare Ereignisse erzeugt wurde, dann sehe ich hier klare Fehler in der Planung durch die Vorgesetztenebene. Die verfügbare Arbeitszeit ist ja eindeutig definiert und bekannt. Nur wurde oder genauer wird scheinbar regelmäßig der nötige Aufwand falsch eingeschätzt. Man kann/darf doch keine Aufgaben annehmen, die sich in der verträglich vereinbarten Zeit nicht abarbeiten lassen.
Es hätte ja sogar eine Alternative gegeben durch Gespräche mit Mitarbeiter*innen und Kunde.
- Die Mehrarbeit wird durch späteren Arbeitszeitausgleich aufgefangen
- Die Mehrarbeit wird als Überstunden mit entsprechendem Zuschlag entlohnt
Für beide Varianten wäre die Zustimmmung der Mitarbeiter*innen erforderlich.
Für die zweite Variante müsste der Kunde einer entsprechenden Erhöhung der Zahlungsverpflichtung zustimmen.
Lady Jennifer hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 12:35
Und so eine Entwicklung soll gut sein, wenn gleichzeitig die Menschlichkeit völlig auf der Strecke bleibt???
Wo liegt dafür die Verantwortlichkeit? Meine Sicht dazu habe ich ja deutlich geäußert.
LG
Claudia
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 02:34
von Malvine
Claudia hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 01:33
aber dafür wiederum Kritik einstecken müssen, wenn auch keine inhaltliche.
Danke Claudia, für die Eröffnung dieses Themas.
Zu meiner "Kritik" - Wir erleben es immer wieder, das in Themen plötzlich ein Nebenthema Einzug hält, welches mit dem Ursprung überhaupt nichts zu tun hat. Aus meiner Sicht nicht gut für das eigentliche Anliegen eines Themas und zum Anderen auch nicht zielführend für das Nebenthema, da es von anderen so nicht gefunden werden kann.
Was ich auch Schade finde, dass auf Grund einer Äußerung Spekulationen aufgestellt werden, ohne die genauen Hintergründe zu kennen. Auf wen bezieht sich die Aussage zum Dienstschluss? Ich würde es nämlich so interpretieren, dass Jennifer nach Dienstschluss noch aktiv werden muss und es sich somit nicht auf die Mitarbeiter bezieht...
Kennen wir die Arbeitsverträge und Arbeitszeitregelungen, die Organisationsstrukturen, das Arbeitsgebiet, die Kundenforderungen oder Vertraglichen Vereinbarungen?
Es wäre mehr als Fair gegenüber Jennifer erst einmal ihre Erklärung zu ihrer Aussage zu bekommen, bevor hier die Deutungen ins Kraut schießen.
Ich selber arbeite im Handwerk und habe genügend Erfahrung mit den unterschiedlichsten Anforderungen gesammelt, sowohl als Arbeiter als auch als Vorgesetzter oder jetzt als Selbständiger.
LG
Malvine
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 10:12
von Christiane
Ich mußte Euch beiden zustimmen.
Wenn man die Rahmenbedingungen nicht kennt, ist Kritik heikel.
Dann ist meiner Meinung nach aber auch das Arbeitszeitmodell von Gestern.
Allerdings muß ich hier schon auch den/die Vorgesetzte/n in die Pflicht nehmen.
Sein Job ist, das so zu händeln, daß solche Einsätze Ausnahmen bleiben. Werden sie zum Alltag, läuft was falsch.
Ich hatte als ich die Firma verlassen habe, ca. 400 Überstunden angehäuft die ich gar nicht geregelt nehmen konnte, da wir eigentlich
Arbeit für 4 hatten, aber nur 3 waren und die Firma sich geweigert hat uns eine/n 4 Mitarbeiter/in zur Seite zu stellen.
Und das über Jahre.
Als kurz darauf mein guter Kollege auch gekündigt hat, war plötzlich das Drama da.
Jetzt arbeiten in der Abteilung
5 (!!) Mitarbeiter/innen.
Für mich der Beweis, daß wir extrem viel aufgefangen haben und man nach dem Motto gefahren ist - klappt doch - Geld gespart.
So solls ja wohl auch nicht sein.
Hier hat ganz klar gesehen, der Vorgesetzte, bzw. die Firma ihre Pflichten uns gegenüber verletzt.
Das Thema haben wir regelmäßig auf den Tisch gebracht. Interessiert hats keinen.
Ich hab das nur so lange gemacht, weil ein Wechsel in meinem Alter heikel gewesen wäre und ich ja immer die Erkrankung meiner Frau im Hinterkopf hatte.
Sonst wäre ich schon eher getürmt.
LG
Christiane
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 11:03
von Olivia
Hallo,
als Arbeitnehmer*in habe ich gemäß den vertraglichen Pflichten meine Arbeit persönlich an dem vereinbarten Ort, zu der vereinbarten Zeit und in der vereinbarten Dauer in ordentlicher Güte zu erbringen. Nach Dienstschluss ist Freizeit über die die/der Arbeitgeber*in bzw. die/der Chef*in nicht zu bestimmen hat. Natürlich können Überstunden angeordnet werden (ob hier ggf. ein Betriebsrat zu beteiligen ist, steht auf einem anderen Blatt), aber dann ist die Zeit der angeordneten Überstunden Arbeitszeit (die natürlich bezahlt werden muss) und erst danach beginnt die Freizeit. Eine Anordnung von Arbeit in der Freizeit ist rechtlich einfach unmöglich. Es ist erstaunlich, wie hier mit Arbeitnehmer*innen umgesprungen wird und das auch als selbstverständlich erachtet wird.
Fazit: GEHT GAR NICHT!!!!!
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 11:55
von Val44721
Wie ich schon geschrieben hatte muss ich seit Monaten jetzt ca jeden zweiten Tag zwei Stunden länger arbeiten als vertraglich vereinbart.
Das schränkt schon echt ein im Leben, dauernd kann ich nicht wenn andere können. Dazu bin ich dann auch schneller gereizt, meine Arbeit erfordert sehr viel konzentriertes Nachdenken und Planen, und wenn ich falsch plane darf ichs halt dann neu machen.
Kündigen hab ich auch schon drüber nachgedacht, aber ich bin halt angewiesen auf das Geld. Und Arbeitgeber wechseln wollte ich eigentlich erst sobald ich meine Stimme richtig hinbekomme, in der Hoffnung meinem nächsten Arbeitgeber nicht mal sagen zu müssen, dass ich anders geboren wurde als erwartet. Außerdem erhole ich mich gerade noch von einer OP und hab bald eine weitere (in meiner Urlaubszeit jeweils).
Was mir aufgefallen ist, die, die bei uns so viel Mehrarbeit machen müssen, sind alle ca in meinem Alter. Ältere nicht. Das hat so ein bisschen den Geschmack von die anderen würden das nicht mit sich machen lassen, aber bei uns nutzt man die Lage aus unerfahrener zu sein oder aufgrund der Lebenslage gerade mehr vom Unternehmen abhängig zu sein.
Gerade hat einer gekündigt, mal gucken ob das mit der Mehrarbeit jetzt noch mehr wird.
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 12:19
von Claudia
Val44721 hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 11:55
Wie ich schon geschrieben hatte muss ich seit Monaten jetzt ca jeden zweiten Tag zwei Stunden länger arbeiten als vertraglich vereinbart.
Das darf nicht sein, ist ja dann unbezahlte Mehrarbeit, die nicht zulässig ist. Wenn Du dagegen angehst, hast Du allerdings das Risiko, dass die Firma Dich dann kündigt. Da ist es gerade in Deiner Situation schwierig, auf die Schnelle etwas Neues zu finden.
Val44721 hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 11:55
Was mir aufgefallen ist, die, die bei uns so viel Mehrarbeit machen müssen, sind alle ca in meinem Alter. Ältere nicht. Das hat so ein bisschen den Geschmack von die anderen würden das nicht mit sich machen lassen, aber bei uns nutzt man die Lage aus unerfahrener zu sein oder aufgrund der Lebenslage gerade mehr vom Unternehmen abhängig zu sein.
Das liegt vielleicht daran, dass Ältere ein wenig mit ihrer Berufserfahrung pokern können. Da sind dann die Firmen eher daran interessiert, die Leute zu behalten, gerade angesichts des Fachkräftemangels.
Bei längerer Firmenzugehörigkeit kommt auch noch ein möglicher Kündigungsschutz dazu. Da kenne ich mich allerdings mit den Regeln nicht so genau aus, nur eine Vermutung.
LG
Claudia
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 12:40
von Malvine
Olivia hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 11:03
als Arbeitnehmer*in habe ich gemäß den vertraglichen Pflichten meine Arbeit persönlich an dem vereinbarten Ort, zu der vereinbarten Zeit und in der vereinbarten Dauer in ordentlicher Güte zu erbringen
Hallo Olivia,
vom Prinzip her kann ich dir absolut zustimmen und finde es gut, wenn es Arbeitsplätze gibt, wo solche Rahmenbedingungen 1:1 ermöglicht werden. Doch ist meine Erfahrung, dass dies nur ein Teil der Arbeitsplätze betrifft. Ein typisches Beispiel sind die Pflegeberuf mit einer auf Kante genähten Personaldecke. Fällt eine Person aus, haben die anderen das Defizit auszugleichen - dienst nach Vorschrift ginge immer zu Lasten der Pflegebedürtigen oder ist schlichtweg einfach nicht möglich.
Deine Sicht der Dinge ist eher für Großbetriebe, Ämter oder Behörden zu sehen. Ich arbeite selbst im Handwerk und bin eines der letzten Gewerke, die zur Fertigstellung eines Projektes vor Ort sind. Alles an Zeitpuffer, was die Vorgewerke verballert haben fehlt oft am Ende, denn Einzugs- oder Eröffnungstermine stehe fest. Und willst du es dir mit Kunden und Planern wirklich verscherzen, wenn du dich quer stellst und auf deinen Rechten bestehst? Wie oft macht das ein Auftraggeben mit, bevor er sich nach einem flexibleren Handwerksbetrieb umschaut?
Was ich aber auch bei deinem Statement schade finde ist die subjektive Wertung einer Aussage ohne die genauen Hintergründe zu kennen.
LG
Malvine
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 12:41
von Claudia
Diese Antwort bezieht sich auf den Parallelthread mit den KI-Bildern.
Lady Jennifer hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 11:34
Malvine hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 21:46
...fände ich es nett, wenn hier ohne genaue Kenntnisse des Sachverhalts keine Vermutungen aufgestellt werden.
Dankeschön! Manche scheinen wohl noch nie was von bezahlten Überstunden gehört zu haben...??? Bzw. Stunden abfeiern...
Davon war aber in Deine Post nie die Rede, das klang nach unbezahlter Mehrarbeit.
Im Übrigen hatte ich genau das als mögliche Problemlösung in meinem Posting beschrieben.
Lady Jennifer hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 11:34
Malvine hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 21:46
Frag doch einfach bei Jennifer per PN an, ob sie dir da noch was erklären kann.
Ne lass mal, mehr sage ich zu diesem Thema nicht. Werde ja bereits im anderen Thread (der mir zu Ehren gestartet wurde

) ans Kreuz genagelt und mir ein gewisses Ausbeuter-Gen unterstellt - da gehe ich jetzt erst mal in die "Schäm dich Ecke".
Jennifer
Es kommt eben sehr darauf an, wie genau eine Situation beschrieben wird. Und so ist - siehe oben - diese Unterstellung doch angemessen. Es ist gut, wenn die Situation anders war, aber das ist ja jetzt geklärt.
LG
Claudia
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 12:42
von Marlene
Moin,
die Sache mit der Überzeit wird gerade im Verkehrswesen schon mal ausgereizt bis es kracht. Als ich noch als Lokführer(in) unterwegs war (Personaldienstleister...) hatte ich nie einen planbaren Feierabend und wenn ich dann den Zug endlich am Ziel hatte, begann die "Freizeit" und nicht erst als ich wieder zu Hause war (oder in der Übernachtung). Bezahlt wurde nur die reine Dienstzeit augf dem Zug! Als "Ausgleich" gab es eine BC 100, die man auch nicht überall nutzen konnte...
Das war schon eine riesengroße Sauerei und "nebenbei" hat man noch Arbeiten erledigt für die bei der "alten Eisenbahn" bis 1993 jeweils andere zuständig waren, die es nun aber "Dank" der Rationalisierung nicht mehr gab. Das reichte vom fertig machen des Zuges, Papiere holen von sonstwo her bis zur ordnungsgemäßen Sicherung des Zuges am Zielbahnhof (Handbremsen am Zug anziehen und Sicherungsmittel auslegen) und dann noch abstellen der Lok an den unmöglichsten Stellen, weil diese Gleise ja "bestellt" sind für das jeweilige EVU und meist in der letzten Pampa liegen. Koffer, Rucksack und anderes Gelumpe mitschleppen, weil man ja nicht wieder "seine " Lok für den nächsten Dienst hatte. Dann irgendwie heim kommen, möglichst noch hunderte Kilometer als Fahrgast. Verspätungen und Wartezeiten irgendwo im Nirgendwo inbegriffen, dazu Gehässigkeiten von "Kollegen" der "roten Bahn" die die "Konkurrenz" nicht in ihre Räumlichkeiten zu Aufwärmen ließen... Alles erlebt. Wenn man dann endlich mal zu Hause war, war garantiert schon die nächste Mail oder SMS im Anmarsch, wo es am nächsten oder übernächsten Tag wieder hingehen sollte. Mein "Pech" war, dass ich damals in Kassel, also quasi in der Mitte wohnte, und es für mich ja überall gleich weit war. Klar.
Als es unseren anderen Kollegen dann wirklich zu bunt wurde und man über die Gründung eines Betriebsrates nachdachte, kam als Antwort vom Chef, dass er dann den Laden eben dicht machen würde. Punkt. Also blieb alles wie es war oder man ging eben auf das nächste Sklavenschiff. Die nahmen sich alle nicht viel. Heute mag das vielleicht etwas anders sein und für damals 12 Euro Stundenlohn wird heute keiner mehr die Führerstandstür auch nur aufschließen!
Diesen Mist habe ich noch paar Jahre mir angetan und 2018 dann den Stecker gezogen. Aber bei den heutigen Zuständen bei der Bahn, die immer noch besch... werden, dank einer völlig vermurksten Politik, gibt es immer weniger Menschen die man für solch eine Arbeit begeistern kann. Und von den "Kapitänen der Landstraße" reden wir mal gar nicht...
Marlene
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 12:48
von Malvine
Claudia hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 12:19
ist ja dann unbezahlte Mehrarbeit, die nicht zulässig ist.
Hallo Claudia,
ihr mögt mich gerade vielleicht als etwas pingelig empfinden, dass ich hier jedes Wort auf eine Goldwaage lege....
Deine Aussage empfinde ich als ein Mutmaßung, für die es meiner Ansicht nach keine Grundlage gibt.
Auch hier fände ich es angemessen, erst einmal bei Val nachzufragen, ob denn die Mehrarbeit auch entsprechend vergütet wird oder einem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben wird.
LG
Malvine
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 13:00
von Claudia
Malvine hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 12:48
Claudia hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 12:19
ist ja dann unbezahlte Mehrarbeit, die nicht zulässig ist.
ihr mögt mich gerade vielleicht als etwas pingelig empfinden, dass ich hier jedes Wort auf eine Goldwaage lege....
Als pingelig empfinde ich das nicht, die Umstände sollten schon genau betrachtet werden.
Malvine hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 12:48
Deine Aussage empfinde ich als ein Mutmaßung, für die es meiner Ansicht nach keine Grundlage gibt.
Auch hier fände ich es angemessen, erst einmal bei Val nachzufragen, ob denn die Mehrarbeit auch entsprechend vergütet wird oder einem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben wird.
Das habe ich getan, sie werden es nicht. Und sie hat es ja auch eindeutig beschreiben mit "länger arbeiten als vertraglich vereinbart ".
Wenn es extra vergütet würde oder dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben, wäre es ja eine Vereinbarung.
Ja, ich weiß, dass ich hier gerade die linke Socke raushängen lasse.
LG
Claudia
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 13:43
von Michi
Vorab mein Dank an dich, Claudia, für die Eröffnung des Themas.
Claudia hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 01:33
Bei dieser Aussage wollte ich schon reagieren, aber dann doch diesen Bilderthread nicht kaputt machen und habe nichts geschrieben, mein Fehler. Nun bin ich aber nicht die Einzige, der solche Worte sauer aufstoßen.
Da ging es mir wie dir. Ich habe nur nicht reagiert, weil Val bereits kurz und knapp dazu geschrieben hatte. Doch eine kurze Gegenreaktion/Intervention an der Stelle halte ich für richtig und wichtig. Es sollte nur möglichst nicht mehr werden, um das Thema nicht zu stören.
Hallo Malvine.
Malvine hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 02:34
Zu meiner "Kritik" - Wir erleben es immer wieder, das in Themen plötzlich ein Nebenthema Einzug hält, welches mit dem Ursprung überhaupt nichts zu tun hat. Aus meiner Sicht nicht gut für das eigentliche Anliegen eines Themas und zum Anderen auch nicht zielführend für das Nebenthema, da es von anderen so nicht gefunden werden kann.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass der KI-Bilder-Thread dein Baby ist, und du dementsprechend empfindlich reagierst.
Malvine hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 02:34
Was ich auch Schade finde, dass auf Grund einer Äußerung Spekulationen aufgestellt werden, ohne die genauen Hintergründe zu kennen. Auf wen bezieht sich die Aussage zum Dienstschluss? Ich würde es nämlich so interpretieren, dass Jennifer nach Dienstschluss noch aktiv werden muss und es sich somit nicht auf die Mitarbeiter bezieht...
Kennen wir die Arbeitsverträge und Arbeitszeitregelungen, die Organisationsstrukturen, das Arbeitsgebiet, die Kundenforderungen oder Vertraglichen Vereinbarungen?
Also für mich war in der Aussage sehr wenig Spielraum für Interpretationen und Spekulationen:
Lady Jennifer hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 12:35
Das geht sogar soweit, daß ich meinen Mitarbeiter*innen
(selbst nach Dientsschluß) anweisen muß Arbeiten noch zu erledigen, weil der Kunde erwartet diese per mail zu geschickt zu bekommen.
Um weitere Missverständnisse zu vermeiden, habe ich den entscheidenden Teil der Aussage mal rot hervorgehoben, der m.M.n. zu Vals Reaktion geführt hat, und der mir auch sauer aufgestoßen ist. BTW macht Jennifer auf mich nicht den Eindruck, dass sie ihre Worte völlig gedankenlos wählt, und "anweisen" als Synonym für "bitten" gestanden haben könnte.
Malvine hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 02:34
Es wäre mehr als Fair gegenüber Jennifer erst einmal ihre Erklärung zu ihrer Aussage zu bekommen, bevor hier die Deutungen ins Kraut schießen.
Genau so gut hättest du auch auf Jennifer reagieren können, dass sie sich da ziemlich in Rage geschrieben und so gut wie nichts zum eigentlichen Thema beigetragen hat. Hätte man in einem Beitrag abfrühstücken können.
Ich möchte das noch mal zum Anlass nehmen, einen Gedanken in Erinnerung rufen, den ich schon früher hier im Forum geäußert hatte: Es kommt leider oft weniger darauf an, was jemand schreibt, sondern vielmehr wer etwas schreibt.
Ich finde, dass man sich bewusst machen sollte, dass, wenn man sich in einem Disput direkt gegen eine Seite/Person positioniert, die Diskussion eher eskaliert als befriedet wird. Das ist in der Vergangenheit leider viel zu oft passiert. Und wenn sich dann noch die üblichen Verdächtigen dran hängen, die anscheinend nur auf die Gelegenheit warten, ihren verhassten Feindbildern mal wieder eines drauf zu geben, dann ist die Kacke am dampfen.
Malvine hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 02:34
Ich selber arbeite im Handwerk und habe genügend Erfahrung mit den unterschiedlichsten Anforderungen gesammelt, sowohl als Arbeiter als auch als Vorgesetzter oder jetzt als Selbständiger.
Welcher Art waren deine?
Zum Abschluss noch mein persönlicher Eindruck:
Bei Jennifer habe ich schon länger das Gefühl, dass sie sehr viel erreichen will und zur Selbstausbeutung tendiert. Grundlage meines Gefühls sind ihre Berichte über ihre Aktivitäten zusätzlich zur Arbeit, sowie der dabei anklingende Umgang mit sich selbst und anderen. Wenn sie dann das im Zitat schreibt, sehe ich die Gefahr, dass sie das, was sie sich selbst abverlangt, auch von anderen erwartet. Ich hatte mich bisher zurückgehalten, etwas dazu zu schreiben, weil ich mit ihr kaum Kontakt habe und auch noch keinen Anknüpfungspunkt sah. Aber hier passt es gut und betrifft sicherlich auch noch andere.
Freundliche Grüße
Michi
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 13:46
von Val44721
Nein, ich krieg dazu kein Geld, und bin auch angewiesen das in der Zeiterfassung anders als es wirklich war einzutragen.
Mir wurde auch schon gesagt, dass ja damals als er jung war er natürlich in seiner Freizeit Sachen für die Arbeit fertig gemacht hat und dass das ja aus den eigenen Ansprüchen darauf, qualitätsvoll zu arbeiten und den Kunden zufriedenzustellen aus einem selbst resultieren sollte. Und das wäre ja damals selbstverständlich, aber die junge Generation bla bla keiner will mehr arbeiten bla bla Deutschland kann so nicht funktionieren bla bla.
Wenn man ihn drauf anspricht soll ich halt wann anders irgendwann kürzer machen, und damit ist das Problem auf dem Papier gelöst. Realität ist halt, versuch mal fast einen ganzen Tag (6h) jede Woche wegzubleiben, wenn du jetzt schon jeden zweiten Tag länger machen musst wegen dem Arbeitsaufwand. Dann machen das meine Kollegen und die müssen noch länger bleiben dann.
Ich werde dafür nicht bezahlt, aber ehrlich gesagt wär ich auch nicht groß zufriedener wenn ich dafür bezahlt werden würde. Ich habe unterschrieben, dass ich 40h für Summe A arbeite, ich will auch nicht 46h für Summe B arbeiten. Wenn Leute regelmäßig mehr arbeiten müssen als abgemacht, egal ob bezahlt oder nicht, dann braucht man mehr Personal, und wenn man das sich nicht holt weil zu knausrig ist man meiner Meinung nach als Chef schlecht, und schadet denen unter einen.
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 13:53
von HeikeCD
Zur Überschrift: Selbstverständlich nein.
Aber, daß ist so ein Thema, ich weiß noch wie ein Holländer nach einer Firmenübernahme meinte, "was 2000 Leute schaffen, daß schaffen auch 1000 Leute". Habe dann lieber die steuerfreie Abfindung genommen und tschüß gesagt.
Bin dann über 10 Jahre selbstständig gewesen als mir mit dem Verkauf der Firma die Miteinstellung in die neue Firma angeboten wurde. Nach 6 1/2 Jahren hatte ich aber die Faxen dicke, der Dokumentationsquatsch wurde immer exzessiver und die Auftraggeber der Firma immer rigoroser, nach dem Motto "Wir können uns auch einen anderen Dienstleister suchen." Das liegt nicht immer an den Vorgesetzten der eigenen Firma, die werden von Auftraggebern ebenso unter Druck gesetzt, das verselbstständigt sich dann bis ins eigene Büro hinein. Nur, wenn ich dann nach 2 Stunden Fahrt aus Kappeln komme, noch 20 km von zuhause entfernt und dann Freitagsnachmittag von dort angerufen werde ich müsse doch noch schnell mal nach Flensburg hochjuckeln dort gäbe es ein Problem, wo ich ohnehin am Montag hinfahren wollte...kurz und gut, mit dem Zuständigen in FL selbst telefoniert: "Neeeiiin, Montag ist locker früh genug, daß reicht dicke.", im Handylosen Zeitalter wäre ich da wahrscheinlich noch Freitagsnachmittags hingefahren, hin und zurück 3 Std plus dort noch eine Std, mindestens. Wenn einige diesen "Just in Time"-Anspruch nicht immer hätten. Alles muss immer jetzt, hier und sofort erledigt werden. Aus der Mühle bin ich wieder raus, seitdem bin ich wieder selbstständig als Kleinunternehmerin, und fertig bin ich wenn ich damit fertig bin, ob 2, 3, 4, 5, oder 6 Tage ist dann mein Bier. Zufrieden sind die Kunden dennoch. Und habe ich mal einen Monat nichts auf dem Zettel ist das auch ok. Jedenfalls ist diese "Los...los...mach, daß muß auch noch erledigt werden"-Mentalität nicht nur nicht mein Ding, sondern auch gesundheitsschädlich. Und die paar Kröten die man heute für Überstunden bekommt, der Staat langt da schon mal ordentlich zu und Geld ist nun beileibe nicht alles. Nun hab ich natürlich leicht reden, ist wohl auch eine Altersfrage.
LG Heike
Re: Unbezahlte Mehrarbeit fordern/hinnehmen?
Verfasst: So 4. Jan 2026, 15:09
von Olivia
Malvine hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 12:40
Was ich aber auch bei deinem Statement schade finde ist die subjektive Wertung einer Aussage ohne die genauen Hintergründe zu kennen.
?????
Was ist denn die "subjektive Wertung ohne Kenntnis der Hintergründe"? Es wurde von Jennifer geschrieben, dass Mitarbeiter*innen angewiesen werden, nach Dienstschluss zu arbeiten. Das geht nicht und dazu gibt es keine "Hintergründe". Wenn nun plötzlich angemerkt wird, es wären ja wohl Überstunden angeordnet worden, ist das eine inhaltlich komplett andere Aussage, eine Drehung um 180 Grad, die die hier erfolgende Diskussion erübrigt hätte. Vielleicht wäre es hilfreich darum zu bitten, Fakten klar und konkret zu benennen und eindeutig zu schreiben. Ich denke, es ist von einer Führungskraft (und ich war im Arbeitsleben selbst Führungskraft) nicht zuviel verlangt, Arbeiten nach Dienstschluss = Freizeit und Arbeiten in Überstunden = Arbeitszeit zu unterscheiden.