Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann
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Anne-Mette
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Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Transgender-Personen weisen unter einer geschlechtsangleichenden Hormontherapie eine veränderte Pharmakokinetik auf. Besonders im onkologischen Kontext sollten deshalb wichtige Faktoren beachtet und individuelle Entscheidungen getroffen werden.

https://biermann-medizin.de/geschlechts ... stherapie/
Knäckebrötchen
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 2 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Und ich dachte, es ist vollkommen egal, welches Sexualhormon wir in unseren Körpern rumschwimmen haben? Die machen doch angeblich alle das Gleiche?

Aber spannend zu sehen - und gut - dass da ein wachsendes Bewusstsein für geschlechtsdifferenzierte Medikation/Diagnostik entsteht und sogar trans* Belange berücksichtig.
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Jaddy
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 3 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 9. Dez 2025, 15:52 Und ich dachte, es ist vollkommen egal, welches Sexualhormon wir in unseren Körpern rumschwimmen haben? Die machen doch angeblich alle das Gleiche?
Bzgl der körperlichen Grundfunktionen, wie wichtiger Faktor für Knochen- und Blutbildung, Neurotransmittern wie Serotonin usw. ist das auch so. In leicht unterschiedlichen Ausprägungen. Die berühmten 10% Unterschied an vielen Stellen.

Wie dort im Artikel steht, gilt gleichzeitig: "Neueste Studienergebnisse aus Australien zeigen beispielsweise, dass sich auch die Proteinexpression während einer GAHT maßgeblich ändert und der Geschlechtsidentität anpasst. Diese Daten legen nahe, dass sich somit auch die Risiken für bestimmte Erkrankungen ändern, die klassischerweise mit Männern oder Frauen assoziiert sind."

Heisst: "Trans Frauen sind Frauen, trans Männer sind Männer" mal auf medizinisch ))):s

Eigentlich sollten wir alle unsere Transitionen aus Forschungsgeldern bezahlt bekommen, weil quasi nur bei uns ermittelt werden kann, welche Körperfunktionen durch die Sexualhormone bestimmt und moduliert werden :)
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 4 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Jaddy hat geschrieben: Di 9. Dez 2025, 23:43
Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 9. Dez 2025, 15:52 Und ich dachte, es ist vollkommen egal, welches Sexualhormon wir in unseren Körpern rumschwimmen haben? Die machen doch angeblich alle das Gleiche?
Bzgl der körperlichen Grundfunktionen, wie wichtiger Faktor für Knochen- und Blutbildung, Neurotransmittern wie Serotonin usw. ist das auch so. In leicht unterschiedlichen Ausprägungen. Die berühmten 10% Unterschied an vielen Stellen.

Wie dort im Artikel steht, gilt gleichzeitig: "Neueste Studienergebnisse aus Australien zeigen beispielsweise, dass sich auch die Proteinexpression während einer GAHT maßgeblich ändert und der Geschlechtsidentität anpasst. Diese Daten legen nahe, dass sich somit auch die Risiken für bestimmte Erkrankungen ändern, die klassischerweise mit Männern oder Frauen assoziiert sind."

Heisst: "Trans Frauen sind Frauen, trans Männer sind Männer" mal auf medizinisch ))):s

Eigentlich sollten wir alle unsere Transitionen aus Forschungsgeldern bezahlt bekommen, weil quasi nur bei uns ermittelt werden kann, welche Körperfunktionen durch die Sexualhormone bestimmt und moduliert werden :)
Woher kommen denn deine "berühmten 10%"? Gibt es dazu irgendeinen halbwegs belastbaren Beleg?

Wir wissen um die (Fehl-)Funktionen, die bei Über- oder Unterversorgung auftreten, aber vieles ist nach wie vor nicht bekannt. Nicht zuletzt auch, weil Medizin ja nunmal bislang dominant androzentrisch ausgerichtet und geprägt war.

Aber Du ignorierst natürlich meinen eigentlichen Kritikpunkt, wenn es um deine immer wieder pauschal getroffene Aussage geht - dass es eben keinen Unterschied mache, welches Sexualhormon im Körper wirkt. Und das trans Frauen Frauen sind, und trans Männer Männer stimmt ja auch nur dann, wenn sie gegengeschlechtliche Hormone verwenden. Eine trans* Person ohne HRT bleibt physiologisch zu 100% im Ursprungsgeschlecht.

Letztendlich bestätigt der Artikel das, was ich schon öfter angemerkt habe: die Einnahme gegengeschlechtlicher Hormone hat nicht nur die paar gewünschten Folgen, sondern wirkt auch noch an anderen Stellen - wie z.B. dem Energiestoffwechsel ganz fundamental und das ist an sich kein Problem, im Grunde ja gewünscht (zumindest bei denen, die eine Angleichung wollen) - kann aber halt durchaus zu dann problematischen Wechselwirkungen führen, wenn z.B. in Eigenregie Hormone genommen werden, die Einnahme vielleicht sogar verschwiegen wird (weil man will sich ja nicht outen) oder halt eben das auch schon mal genannte niedrigdosierte "Ichbineinbisschenvonbeidem", wo im Grunde kaum noch eine sinnvolle Dosierung festgelegt werden kann.

Dabei möchte ich ausdrücklich sagen: wer was macht - tut wie ihr denkt. Das oben geschriebene ist absolut wertungsfrei. Es gehört halt aber dazu, diese Risiken zu kennen und sie zu verstehen. Und ein "ach, ist doch im Grunde egal" halte ich an dieser Stelle für fahrlässig.
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 5 im Thema

Beitrag von Vesta »

Anne-Mette hat geschrieben: Di 9. Dez 2025, 08:36 Transgender-Personen weisen unter einer geschlechtsangleichenden Hormontherapie eine veränderte Pharmakokinetik auf. Besonders im onkologischen Kontext sollten deshalb wichtige Faktoren beachtet und individuelle Entscheidungen getroffen werden.
Gut das zu wissen. Danke für den Link.

Wir müssen damit rechnen, dass die Ärzte, die uns später behandeln werden, das nicht wissen, weil sie noch nie Patienten wie uns hatten. Dann ist es gut, etwas Basiswissen zu haben, um den Ärzten einen Hinweis geben zu können, dass die Behandlung oder Dosierung etwas anders sein könnte.
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 6 im Thema

Beitrag von Mareen »

Hallo in die Runde,
ich bin neu hier,Vorstellung folgt noch kurzfristig…

Die Reaktion auf diesen Beitrag hier verwundert mich ein wenig-das ist doch keine neue Erkenntnis!

Das Problem mit der Forschung zu diesen „Transrelevanten“ Themen ist, das es meist zu wenig Personen aus unseren Kreisen gibt,die sich an solchen Untersuchungen beteiligen wollen. Daher wird dann meist das Forschungsergebnis,auch wenn es in die (auch für uns) richtige Richtung geht, von anderen Forschenden und Ärzten nicht als relevant bewertet, da die untersuchte Gruppe zu klein war.

Zu Beginn der Transition bei Transfrauen gibts zum Hormon oftmals noch einen Blocker, der auch erhebliche Nebenwirkungen haben kann,vor allem in den ersten 2Jahren müssen alle behandelnden Ärzte „im Bilde“ sein,was vorgeht. Auch deshalb die regelmäßige,mind. alle 3Monate Untersuchung mit der Überprüfung aller relevanten Werte.
Es ändern sich einige Werte, die bis zum Beginn der HRT teils Jahrzehnte bei den Klientinnen statisch waren. Schilddrüsenwerte, D-Vitamin ,Cholesterin , Nierenwerte etc. und nur routinierte Endokrinologen erkennen Trends und reagieren mit der Dosierung oder der Verwendung eines anderen Blockers , oder Zusatzmedikation um negativen Entwicklungen entgegenwirken.

Das erste was Transfrauen über 50 teils überrascht,teils glücklich macht ist die Einladung zur Mammographie nach der Personenstandsänderung,und die ist notwendig,die Brust wächst und nach einigen Jahren steigt das Brustkrebsrisiko , vor allem bei hohem Estradiol/Östrogenspiegel- egal ob A oder C Körbchen 😜.
Die Frauenärztin tastet die Brust auch regelmäßig ab..nicht ohne Grund!

Zudem gibts bei Transfrauen noch eine andere Anforderung-die Prostata gibt’s auch noch… der PSA Wert sollte anfangs regelmäßig gecheckt werden,das zahlt die Kasse bei Frauen natürlich nicht.
Ein positiver, nicht seltener Effekt ist ,das der PSA Wert sich halbiert bis drittelt ,das Prostatakrebsrisiko sinkt merklich - dafür steigt das Brustkrebsrisiko.

Vor allem bei Herz Kreislauf Vorerkrankungen ist die HRT nicht immer unproblematisch.

Die Quote von DIY Hormontherapien steigt stetig,momentan sind ca 20% der Klienten und Klientinnen in unserer Beratungsstelle bereits vor Beginn der offiziellen HRT Indikation mit Hormonen versorgt-teils Tabletten(sehr bedenklich ab einem Alter von Mitte 40) oder Gel der bekannten Anbieter.
Einige kennen ihre Werte nicht und der Endokrinologe macht Alarm beim sichten der ersten Blutwerte….

Das ganze ist enorm komplex , und die Effekte sind bei fast jeder Person anders….

Und es ändern sich nicht nur die körperlichen Attribute, einiges passiert auch auf der Mental-emotionalen Ebene, nicht umsonst verlangen die Kassen eine begleitende Psychologische Betreuung.

Wir sind leider eine viel zu kleine Gruppe, unsere wichtigen Medis werden alle „off Label“ verwendet, ob Blocker oder Estradiol,bei Transmännern Testosteron.
Die Pharmaindustrie sieht sich noch nicht einmal veranlasst die Gebrauchsanweisungen an unsere Verwendung anzupassen, zu uninteressant , die Trans-Community.

Grüße an alle..
Mareen
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 7 im Thema

Beitrag von Val44721 »

Mareen hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 22:22 vor allem in den ersten 2Jahren müssen alle behandelnden Ärzte „im Bilde“ sein,was vorgeht. Auch deshalb die regelmäßige,mind. alle 3Monate Untersuchung mit der Überprüfung aller relevanten Werte.
Wem man was sagt ist einem selbst überlassen. Ärzten was offen zu legen öffnet immer auch das Risiko von Diskriminierung und trans broken arm syndrome. Kenne so viele, die seit 5 Jahren Hormone nehmen, dann mal irgendwas haben, und sobald die Ärzte wissen dass man trans ist, einfach jegliche weitere Untersuchung lassen mit der Begründung „probieren sie erstmal die Hormone wegzulassen“ so als wär das eine Möglichkeit. Lasse es deswegen auch oft genug weg. Und da bei uns in der Gegend die Krankenkassen gerne meckern sind viele Ärzte auch nur noch bereit alle 6 Monate Werte zu kontrollieren.
Mareen hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 22:22 der PSA Wert sollte anfangs regelmäßig gecheckt werden,das zahlt die Kasse bei Frauen natürlich nicht.
PSA-Wert muss meistens aus der eigenen Tasche gezahlt werden auch bei cis Männern. Wenn er bei einem Mann von der Kasse übernommen werden würde wird er aber auch für Frauen übernommen, da muss der Arzt die Codierung 88150 angeben, der ist für TIN* Personen und damit werden diese Beschränkungen auf das in der Karte eingetragene Geschlecht ausgeschaltet.
[/quote]
Nature has made us intolerant to change but fortunately, we have the capacity to change our nature - Arcane
Knäckebrötchen
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 8 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Mareen hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 22:22Die Reaktion auf diesen Beitrag hier verwundert mich ein wenig-das ist doch keine neue Erkenntnis!
Hallo Mareen,

nein, die Erkenntnis ist eigentlich nicht neu. Das gilt aber auch nur für Menschen, die sich damit befassen. Und Du wärst vielleicht überrascht, wie klein solche Gruppen bisweilen sein können, weil die Zugehörigkeit zur entsprechenden Bubble gerne anderes suggeriert.
Mareen hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 22:22Einige kennen ihre Werte nicht und der Endokrinologe macht Alarm beim sichten der ersten Blutwerte….

Das ganze ist enorm komplex , und die Effekte sind bei fast jeder Person anders….
Mithin einer meiner größten Kritikpunkte am DIY. Aber Du wirst hier sehr vehemente Verfechter*innen finden, die jegliches offizielles Begleiten als Gatekeeping strikt ablehnen und verteufeln. Und da wird dann eben auch das Argument angeführt, es sei im Grunde genommen gleichgültig, welches der beiden Sexualhormone in deinem Körper kursieren und die Spiegel sind auch egal - weil die machen halt alle das Selbe. Da mag dann die im Artikel veröffentlichte Erkenntnis vielleicht doch zum Nachdenken anregen - oder wird als weiterer Beweis für die angebliche Ignoranz der Fachärzt*innen genommen, die einfach nur weiter Angst schüren wollen und damit die Kontrolle behalten.
Mareen hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 22:22Die Pharmaindustrie sieht sich noch nicht einmal veranlasst die Gebrauchsanweisungen an unsere Verwendung anzupassen, zu uninteressant , die Trans-Community.
Apropos "Angst" - sorry, aber "die Pharmaindustrie" gibt es nicht. Das sind sehr gewinnorientierte Unternehmen, wenn da auch nur der kleinste Vorteil aus einer solchen Anpassung erwachsen würde, die hätten das schon längst gemacht. Aber das Gegenteil ist doch der Fall: jede Angabe kann und wird zu Klagen führen, wenn sie auf dem Zettel steht und daraus ein Problem entsteht. Und weil die Wechselwirkung eben so komplex ist, wie Du oben selbst so schön schreibst, wird das niemand machen. Davon abgesehen - hatten wir in einem anderen Diskussionfaden erst - solche Studien sind wahnsinnig kostenintensiv und aufwendig. Du brauchst eine Probandengruppe ausreichender Größe, Du musst verblinden und Placebos einsetzen. Wenn das pharmakologisch sauber abgebildet werden soll, müssen darunter auch Risikopatient*innen sein, um eben bestimmte Nebenwirkungen überhaupt abprüfen zu können. Dann weiß Du (vermutlich) selbst, wie lange eine HRT dauert (lebenslang), wie sich ein Körper über die Zeit verändert - also müssen auch noch verschiedene Altersgruppen in der Gruppe abgebildet werden.

Im Bereich Impfstoffe liegen die Kosten für eine "simple" klinische Untersuchung - und das bedeutet ja drei mehrjährige Stufen bei ~700 - 1.000mio €. Da hat das Unternehmen bis zum Abschluß nur Geld investiert und noch nicht einen Cent Gewinn gemacht. Welcher Unternehmer soll dieses Risiko denn eingehen, wenn es nicht absolut notwendig oder erfolgversprechend ist? Und nein, die trans* Community mag laut und bunt sein - groß (und damit relevant) genug ist sie nicht.

Ein Beipackzettel ist nicht einfach nur ein Stück Papier. Das ist ein rechtlich bindendes Dokument. Nichts darauf wird "mal eben so" noch ergänzt.
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 9 im Thema

Beitrag von Susi T »

Schöne Traumwelt?
In meiner Welt werden Medis und Behandlungen auf Männer abgestimmt und besondere Bedarfe von Frauen finden selten Beachtung.
In meiner Welt gibt es einen Fachärztemangel, so das die Wartezeiten lang sind und die bei guten noch viel länger, bzw. Aufnahmestopp.
In meiner Welt werden viele Hormontherapien so schlecht überwacht und durchgeführt, da hilft es auch zu häufig nicht das ein Arzt die Hand im Spiel hat. Überdosieren von Testoblocker kommen immer noch viel zu häufig vor, trotz roter Liste. Natürlich sollte man nie allein loslegen, aber zu schnell zu viel ohne Kontrolle aller Werte ist so oder so nicht gut.
Ich habe leider viel zu viel schlechte Hormontherapien gesehen, in Werten, in Begleitung und Auswirkung. Aber wir haben leider auch viel zu wenig gute Ärzte die sich damit beschäftigen wollen und manche verschreiben sogar so als ob sie transphob wären.

88150, gilt der Code immer bei TIN Val?
Mein Frauenarzt weiß das nicht und fordert deswegen in solchen Fällen eine Überweisung und meine Frauenärztin hat mir auch von Problemen mit ihren trans Männern im Computersystem berichtet. Könnte hilfreich sein, die neue richtige Vorgehensweise bei Hilfsmittel hab ich auch erst aufklären müssen. Leider alles ständig im Fluß und die Ärzte und Arzthelferinnen die das erledigen meist überfordert.
(Ähnliches bei den KK, da ist nur die Frage ob Absicht dahinter steckt, mit Fachwissen nachhaken hilft da).

Liebe Grüße, Susi (flo)
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 10 im Thema

Beitrag von Mareen »

Hallo Knäckebrötchen,hallo Val44721,
wir können hier unendlich Eventualitäten und persönliche Vorlieben, Ängste und mögliche gesellschaftliche und systemische Probleme diskutieren, das ändert nichts an unseren generellen Problemen mit unzulänglicher , teils inkompetenter Betreuung. Transgender sind für viele Ärzte ein „Problem“ , einigen Psychotherapeuten ist das Thema zu komplex, generell zu wenige Endokrinologen und wie es mit Terminen beim Psychotherapeuten aussieht muss ich niemandem hier erklären.
Mein Beitrag sollte einfach nur ein genereller Post zum Thema sein und ich habe in der Kurzform nicht den Anspruch alle wissenschaftlich relevanten Daten und rechtlichen Aspekte zu durchleuchten.
Die Theorie ist das eine, mir gehts eher darum praxisorientierte Hilfestellung zu geben,denn mir ist bewusst das ich keinerlei Einfluss aufs System und die Regularien habe, aktuell müssen wir mit den ,teils unzulänglichen Voraussetzungen leider leben.
Ich war vor zwei Wochen bei einem Beratungsgespräch mit einer angehenden Psychologin anwesend,Klientin schon länger DIY in Eigentherapie und emotional und gesundheitlich am Ende. Diese Menschen bekommen Hilfe -ohne Vorhaltungen ,ohne Belehrungen….einfach Hilfe !!
Grüße an „liebe Alle“
Mareen
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 11 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Susi T hat geschrieben: So 14. Dez 2025, 10:34 88150, gilt der Code immer bei TIN
Hey...ich habs dir mal schnell aus der KVB Übersicht geholt.


Abrechnung spezifischer GOPen bei Intersexualität oder Transsexualität

88150 Bundeseinheitliche Kennzeichnungsnummer 88150 zur Kennzeichnung von Fällen gemäß 4.2.1 der Allgemeinen Bestimmungen des EBM, wenn bei den genannten Personen nicht die Kennzeichnung „X“ für das unbestimmte Geschlecht oder die Kennzeichnung „D“ für das diverse Geschlecht auf der elektronischen Gesundheitskarte eingetragen ist.

Der ICD-10-Code für Intersexualität oder Transsexualität ist in der Abrechnung anzugeben (Feldkennung 6001 bzw. 3673), sofern die personenstandsrechtliche Geschlechtszuordnung nicht dem anspruchsberechtigten Geschlecht entspricht.

Heisst im Grunde also sie wird verwendet, wenn das auf der Gesundheitskarte hinterlegte personenstandsrechtliche Geschlecht
(z. B. „m“/„w“) nicht zum „anspruchsberechtigten“ / medizinisch relevanten Geschlecht für bestimmte Leistungen passt
Dann können auch (ursprungs)geschlechtsspezifische Leistungen korrekt abgerechnet werden,
ohne dass sie wegen Plausibilitätsprüfungen (Geschlecht / Alter / Fachgebiet) abgelehnt werden.
Knäckebrötchen hat geschrieben: So 14. Dez 2025, 09:53 die Kosten für eine "simple" klinische Untersuchung - und das bedeutet ja drei mehrjährige Stufen bei ~700 - 1.000mio €
Ganz ab davon und von der Beipackzettelgeschichte, ist es aber auch möglich in kleineren Einheiten in die Grundlagen
zu gehen und Daten zu erheben um etwas Licht ins Dunkelfeld der GaHT zu bringen.
Die Endokrinologie hier in der Uniklinik erhebt seit glaub ich 2 Jahren zusätzlich die kardiovaskulären Marker für eine Studie. Immerhin sind wir
etwas mehr als 300 Personen die betreut werden. Ich bin mega gespannt, was das Ergebnis ist. Da das Ganze aber langfristig angelegt
ist, dauert es mit den Daten.
Mareen hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 22:22 Es ändern sich einige Werte, die bis zum Beginn der HRT teils Jahrzehnte bei den Klientinnen statisch waren.
Ich picke die Aussage mal raus. Es stehen ja aber generell die Abstände der Verlaufskontrolle zur Debatte und DIY ja oder nein.
Was ich aus meiner Erfahrung sehe ist: Begleitung und Kontrolle der Werte sind gut. Aber das ist nicht bei allen Personen der ausschlaggebende Punkt.
Ich finde es super wichtig, das sich die Menschen in GaHT selbst Fachwissen aneignen und für sich Expertenstatus erreichen.
Super wichtig ist ausser den absoluten Werten wie ich mich fühle. Und da liegt viel in der Psyche, Unsicherheit bis ich mich in die
GaHT gewöhnt habe.

Bevor ich jetzt gerade und im Januar 25 zur Kontrolle war, war ich davor 1,5 Jahre nicht. Und die allermeisten Marker waren gleichbleibend. Das heisst
ich bin ziemlich gut eingestellt, wenn ich nicht nervös Änderungen vornehme. Und genau das passiert wenn man zu viel möchte oder
eben psychisch nicht ausreichend stabil ist. Viel davon sind Faktoren die von aussen auf die Person wirken, völlig fremd der Werte die
in der GaHT erhoben werden. Und eine GaHT mit Topwerten sagt nicht viel über den Grad von Verweiblichung oder Vermännlichung, da zählen
andere Faktoren mit..

Okay...ich habe mir die Mühe gemacht mal die einen oder anderen Werte zu vergleichen.
Ich bin gestartet in DIY, mehr oder weniger so halb betreut, mit viel zu viel Blocker, den mir dann mein jetziger Endo verboten hat
(Und Recht hatte er, denn CPA ist wirklich übler Mist).
Die Werte sind aus der ersten Messung in der Uniklinik und aus der letzten im Januar dieses Jahr. Dazwischen sind 6 Jahre.

Leukozyten 6,9 zu 7,19 Tsd/mikroliter
Thrombozyten 453 zu 455 Tsd/mikroliter
Erythrozyten 4,61 zu 4,75 Mio/mikroliter
Hämoglobin 14,5 zu 14,3 g/dl
Hämatokrit 41,2 zu 42,5 %
MCV 89,4 zu 89,5 fl
MCH (HbE) 31,5 zu 30,1 pg
MCHC 35,2 zu 33,6 g/dl
RDW 12,9 zu 13,4 %

Das spricht erst mal für sich, denke ich.

Schauen wir uns mal die Leberwerte an. Nebenbei ist mein Langzeitzucker super...

GOT (AST) 20 zu 21 U/l
GPT (ALT) 20 zu 26 U/l

also alles schick, trotz DIY im Vorfeld. Und ich habe wirklich viel und wild probiert.

Weil Kreatinin gesondert im Artikel behandelt wird

Kreatinin 0,7 zu 0,71 mg/dl (Völlig andere Dosierungen und der Wert ist gleich)
Den eGFR und basales TSH hatte ich beim Hausarzt mal machen lassen und die waren auch fein.

Gesamt Triglyzeride 129 zu 132 mg/dl
Gesamt Cholesterin 193 zu 259 mg/dl

Ja, das Cholesterin ist zu hoch, aber einerseits ist das bei der Gabe von E2 bekannt und andererseits
bin ich manchmal bei der Ernährung nicht so konsequent. Was man auch wissen muss, bei den Leber und Nierenwerten
reicht schon ein Glas Sekt am Vorabend um die extrem in die Höhe zu treiben.
LDL und HDL dürften auch besser sein, aber das ist kein GaHT sondern ein Ernährungsfaktor.

Spannend ist, das du Vitamin D ansprichst. Auch hier würde ich auf einen eher psychosozialen Faktor tippen.
Nämlich die Angst nicht im Zielgeschlecht wahrgenommen zu werden wenn das Haus verlassen wird. Ich denke
wir alle wissen wie Vitamin D entsteht.

Wenn ich meine Hormonwerte abbilde erkenne ich, das T wegen ausreichender Dosis E2 auch ohne Blocker maximal
gesenkt werden kann. Das E2 war bei der Messung im Januar sehr hoch, weil in der Peak gemessen. SHBG und der FAI wurden anfangs nicht erhoben.

Testosteron (0,1 - 1 ng/ml) 0,1 zu 0,19 ng/ml
Testosteron 0,34 zu 0,66 nmol/l
SHBG 176 nmol/l
FAI 0,37 %
Oestradiol 96 zu 1860,7 pmol/l
Oestradiol (50 - 200 pg/ml) 26,2 zu 507 pg/ml

Leite ich das insgesamt nur für mich ab, stelle ich fest, das sich absolut gegenüber meinem Vorgehen vorher
in der Betreuung fast nur die Medikation, aber nicht die Werte verändert haben.

Trotzdem fühle ich mich wohler und würde immer eine Betreuung durch einen Endo mit einer guten
psychosozialen Begleitung vorschlagen. Was manchmal völlig daneben ist, sind tatsächlich Auskünfte von anderen
TIN Personen, da die sehr sehr subjektiv sind und daher müssen auch meine Schlüsse nicht auf alle anderen passen.

Habt es fein, Marie (na)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 12 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Alles sehr interessant und wichtig und wahr.

Gleichzeitig liegt die Quote für DIY HRT in UK und USA inzwischen (wieder) bei ca. 40%, wie einige Aktivistys berichten. Wieder, weil das vor Jahrzehnten schon mal so war. Heute gerade auch bei Jugendlichen, weil die offizielle Versorgung bis auf Null eingebremst oder politisch verboten wurde oder die Wartelisten auf mehrere Jahre angewachsen sind. Hierzulande dürften es etwas weniger sein, aber wenn eins offen darüber spricht - ich habe auch DIY angefangen -, dann outen sich erstaunlich viele.

Es gibt also wirklich reichlich Leute, die ohne viele Tests und mit den Medis leben, die sie erreichen können. Das Communitywissen ist ziemlich groß. Viele können auch daran gelangen und sich über Risiken, Bezugsquellen und Protokolle informieren.

Meines Wissens gibt es allerdings keine Welle von Problemfällen, die mit Schäden durch DIY auftauchen. "Damals" nicht und heute nicht. Das legt einen "Krafft-Ebing-Fehler" nahe, meistens Selection Bias (Stichprobenverzerrung) genannt. Sprich: Die Medizinys sehen die Problemfälle, aber nicht die Leute ohne Probleme. Eine Anzahl, von der sie - und wir - nichts genaues wissen.

Klar gibt es Risiken bei der HRT. So wie cis-endo Leute auch Hormonprobleme haben. Die Medis, die wir nehmen, wurden schliesslich für sie entwickelt. Nicht für uns. Für die allermeisten trans Personen funktioniert HRT jedoch; vielleicht mehr oder weniger gut, aber ohne echte Schwierigkeiten. Einfach mal die Relationen in die richtige Perspektive bringen.
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 13 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Jaddy hat geschrieben: So 14. Dez 2025, 23:26Einfach mal die Relationen in die richtige Perspektive bringen.
Jaddy hat geschrieben: So 14. Dez 2025, 23:26Meines Wissens gibt es allerdings keine Welle von Problemfällen, die mit Schäden durch DIY auftauchen.
Hat auch meines Wissens nach niemand hier behauptet.
Jaddy hat geschrieben: So 14. Dez 2025, 23:26Das legt einen "Krafft-Ebing-Fehler" nahe, meistens Selection Bias (Stichprobenverzerrung) genannt. Sprich: Die Medizinys sehen die Problemfälle, aber nicht die Leute ohne Probleme. Eine Anzahl, von der sie - und wir - nichts genaues wissen.
Das ist mit Sicherheit einer der größten Faktoren - auch wenn es um den medialen Umgang mit trans* Themen geht und in vielen anderen gesellschaftlichen Bereich auch. Haben wir hier ja erst vor ein paar Tagen im Rahmen einer anderen Diskussion auch mit Blick auf dieses Forum hier erlebt. Denn auch diesen Bias gibt es in alle möglichen Richtungen.

Sprich: auch ein "Community-Wissen" unterliegt einer Schieflage (oder läuft Gefahr das), wenn es nicht gewährleisten kann, dass das Erfahrungsspektrum abgebildet wird. Idealerweise in Relation zur Anzahl der Fälle, aber es ist doch auch immer wieder zu erleben, dass Menschen aus ihren Gruppen leise verschwinden, weil ihre Probleme nicht anerkannt werden, sie sich in mitten der vielen positiven Erfahrungen nicht mehr wohl fühlen, unglücklich sind. Diesen Bias wirst Du nicht los.
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 14 im Thema

Beitrag von Susi T »

Die Medis die wir nehmen sind nicht für uns gedacht und entwickelt worden, das sollte man dabei auch im Blick haben, es lohnt sich einfach nicht besonders auf uns einzugehen.

Krasses Beispiel sind dann die, die zum Arzt gehen, ihre Blutwerte bekommen, ihre Medis bekommen und an Bedürftige verschenken(die natürlich keine Überwachung durch Ärzte haben) und sich ihr Zeug, von dem sie sicher sind das es besser ist, da extra für Trans erforscht und umgesetzt, auf den Schwarzmarkt besorgen. Der Arzt denkt er macht einen super Job, denn alle Werte sind Top und die Patientinnen hoffen, das es so bleibt, denn den Schwarzmarkt kontrolliert niemand.
Kann man nur hoffen, das die Versorgung irgendwann doch Mal auf Trans optimiert wird.
Die Forschungsergebnisse hier geben einem zumindest eine gute Diskussionsgrundlage mit Ärzten, wenn's um weitere Untersuchungen.... geht, also zumindest dafür gut und was da in Zukunft weiter geforscht wird, müssen wir abwarten.
Liebe Grüße, Susi (flo)
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Michi
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Re: Hormontherapie: Auswirkungen auf Pharmakokinetik und Krebstherapie | Biermann

Post 15 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Susi,
Susi T hat geschrieben: Mo 15. Dez 2025, 10:32 Die Medis die wir nehmen sind nicht für uns gedacht und entwickelt worden,
Da kann ich noch mitgehen, auch wenn ich es für sehr wahrscheinlich halte, dass sich an Hormonpräparaten nichts substantielles ändern würde, wenn sie explizit als für uns entwickelt gelabelt würden.

Susi T hat geschrieben: Mo 15. Dez 2025, 10:32 Krasses Beispiel sind dann die, die zum Arzt gehen, ihre Blutwerte bekommen, ihre Medis bekommen und an Bedürftige verschenken(die natürlich keine Überwachung durch Ärzte haben) und sich ihr Zeug, von dem sie sicher sind das es besser ist, da extra für Trans erforscht und umgesetzt, auf den Schwarzmarkt besorgen.
Das möchte ich doch SEHR bezweifeln, dass irgendwelche Produkte vom Schwarzmarkt, die NULL kontrolliert sind, besser sein sollen als offiziell zugelassene Medikamente. Warum sollten Unternehmen, die sich die Mühe machen, Produkte für ein unbeachtetes Marktsegment nach Top-Standards und in höchster Qualität zu entwickeln, ihre Produkte auf dem Schwarzmarkt zu verticken?! Nein, da sind nur Betrüger unterwegs, die bestenfalls gut erforschte Medikamente neu verpacken. Schlimmstenfalls sind es völlig verantwortungslose gierige Scharlatane, die irgendwelchen Dreck zusammenrühren.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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