Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
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Anne-Mette
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Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Unter Lesben sind wir sicher? Auf keinen Fall. Auch in lesbischen Beziehungen findet Gewalt statt, doch darüber wird noch immer meist geschwiegen – oder traumatische Erfahrungen werden als „Drama“ verharmlost. SIEGESSÄULE-Redakteurin Annabelle Georgen traf zwei Frauen, die sich aus missbräuchlichen Liebesgeschichten retten konnten
https://www.siegessaeule.de/magazin/hae ... passieren/
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Michi
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Überrascht mich nicht. So lange eine Gesellschaft Täter- und Opferrolle so eng mit dem biologischem Geschlecht verknüpft und dies permanent emotional aufgeladen propagiert, wird sich daran leider nichts ändern.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Knäckebrötchen
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Huh? Was hat das denn mit dem biologischen Geschlecht zu tun? Hier wären doch zwei der klassischen Opfer in einer nach "typischen" biologischen Geschlechtern gelebten Beziehung eigentlich unverdächtig.Michi hat geschrieben: Mi 26. Nov 2025, 21:19 Überrascht mich nicht. So lange eine Gesellschaft Täter- und Opferrolle so eng mit dem biologischem Geschlecht verknüpft und dies permanent emotional aufgeladen propagiert, wird sich daran leider nichts ändern.
Nah, ich wundere mich auch nicht, aber einfach nur weil Menschen Menschen sind, und warum sollten Frauen da besser sein? Gewalt, insbesondere in Beziehungen, ist vielschichtig und nicht nur das offensichtliche. Und da sind Frauen nun wirklich keinen Deut besser. Anders halt. Aber nicht besser.
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Olivia
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
...ja, es gibt alles, auch Gewalt von Frauen, aber:
In Deutschland werden jeden Tag mehr als zwei Frauen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdeliktes. Die Täter: fast immer Männer, oft Partner oder Ex-Partner der betroffenen Frauen. Insgesamt wurden 2024 exakt 265.942 Personen Opfer häuslicher Gewalt. Rund 70 Prozent waren Frauen.
...nur um die Relationen nicht zu übersehen!
In Deutschland werden jeden Tag mehr als zwei Frauen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdeliktes. Die Täter: fast immer Männer, oft Partner oder Ex-Partner der betroffenen Frauen. Insgesamt wurden 2024 exakt 265.942 Personen Opfer häuslicher Gewalt. Rund 70 Prozent waren Frauen.
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
https://ein-sicheres-dach.ch/gewalt-o-meter.phpOlivia hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 10:05 ...ja, es gibt alles, auch Gewalt von Frauen, aber:
In Deutschland werden jeden Tag mehr als zwei Frauen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdeliktes. Die Täter: fast immer Männer, oft Partner oder Ex-Partner der betroffenen Frauen. Insgesamt wurden 2024 exakt 265.942 Personen Opfer häuslicher Gewalt. Rund 70 Prozent waren Frauen.
...nur um die Relationen nicht zu übersehen!
Gewalt ist weit mehr als "nur" die Ohrfeige, der Mord... das fängt schon viel früher an. Hast Du den Artikel gelesen? Da geht es viel um psychische Gewalt. Gaslighting, emotionale Erpressung, Sachen die wir oft gar nicht unbedingt mit "Gewalt" in Verbindung bringen.
Und nein, Frauen sind nicht per se besser. Sie leiden häufiger in einer Mann/Frau-Beziehung da hier das Physische oft stärker präsent ist, Männer hier definitiv ein weitaus größeres Potential haben. Aber wenn es um Eifersucht geht, um Manipulation...
Im Grunde gilt auch hier: alles, was ein Mann kann, kann eine Frau auch. NIcht besser, aber auch nicht schlechter. Und eine Relation wird hier ja gar nicht versucht. Der Artikel benennt einfach, dass eine lesbische Beziehung nicht automatisch friedlich, liebevoll und gesund ist, nur weil zwei Frauen zusammen sind. Und das solche Vorstellungen auch schädlich sind, denn sie verstellen den Blick für Gewalt, die eben auch statt findet.
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Na ja, da zweifele ich doch ein wenig! Frauen sind generell weniger stark und kräftig als Männer! Deswegen ist es höchst selten, dass Frauen Männer töten! Frauen in einer lesbischgen Beziehung sind auch generell nicht so aggressiv wie Männer in eine hetero Beziehung!
Ich lebe nun schon viele Jahrzehnte in einer lesbischen Beziehung, und muss sagen, dass es bei uns recht friedlich vor sich geht. Ich glaube, d ass Frauen in einer streithaften Beziehung sich eher trennen wuerden, als eine solche beziehung zu erhalten. Meistens sind ja auch keine Kinder involviert, wie es oft in einer hetero Beziehung der fall ist, und daher ist eine Trennung einfacher!
Ich lebe nun schon viele Jahrzehnte in einer lesbischen Beziehung, und muss sagen, dass es bei uns recht friedlich vor sich geht. Ich glaube, d ass Frauen in einer streithaften Beziehung sich eher trennen wuerden, als eine solche beziehung zu erhalten. Meistens sind ja auch keine Kinder involviert, wie es oft in einer hetero Beziehung der fall ist, und daher ist eine Trennung einfacher!
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Michi
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Es geht um Zuschreibungen, die gemacht werden .. von der Gesellschaft, von Interessengruppen. Ich dachte nicht, dass es dir entgangen ist, dass neben Männern auch trans* Frauen immer wieder als potentielle Täter gelabelt werden .. von Konservativen, Rechtsextremen und TERFs.Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 26. Nov 2025, 21:53Huh? Was hat das denn mit dem biologischen Geschlecht zu tun?Michi hat geschrieben: Mi 26. Nov 2025, 21:19 Überrascht mich nicht. So lange eine Gesellschaft Täter- und Opferrolle so eng mit dem biologischem Geschlecht verknüpft und dies permanent emotional aufgeladen propagiert, wird sich daran leider nichts ändern.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Dietlind, ich dachte, ich hätte das in dem anderen Thread, wo Du dich ähnlich ignorant geäußert hast, schonmal freundlich und dir entgegenkommend formuliert: Deine Erfahrung ist Deine Erfahrung. Sowohl Michi als auch ich könnten dir sehr viel über gewalttätige Frauen und Beziehungsgewalt erzählen. Anders als ich, hat das Michi hier im Forum sogar schon an anderer Stelle getan.Dietlind hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 18:50 Na ja, da zweifele ich doch ein wenig! Frauen sind generell weniger stark und kräftig als Männer! Deswegen ist es höchst selten, dass Frauen Männer töten! Frauen in einer lesbischgen Beziehung sind auch generell nicht so aggressiv wie Männer in eine hetero Beziehung!
Ich lebe nun schon viele Jahrzehnte in einer lesbischen Beziehung, und muss sagen, dass es bei uns recht friedlich vor sich geht. Ich glaube, d ass Frauen in einer streithaften Beziehung sich eher trennen wuerden, als eine solche beziehung zu erhalten. Meistens sind ja auch keine Kinder involviert, wie es oft in einer hetero Beziehung der fall ist, und daher ist eine Trennung einfacher!
Das Du dir das nicht vorstellen kannst ist... schade. Das Du es schlicht anzweifelst, dass Menschen solche Erfahrungen machen kannst, weil Du es nicht erlebt hast ist... noch schader.
Stell dir mal vor: wir haben hier Menschen, die mal männlich gelesen in eine Beziehung zu einer Frau gestartet sind und jetzt mindestens teilzeit als Frau gelesen durch's Leben gehen - und die Partnerin das akzeptiert, mitgeht, unterstützt. Meine Ex hat (zumindest dem Bekunden nach) gar nichts gegen trans* Personen - aber selbst möchte sie nur einen Partner, der sich auch zu 100% als Mann definiert. Also nach meinem Coming Out war diese Beziehung für sie (angeblich) nicht mehr möglich, selbst wenn ich keinen einzigen Schritt in Richtung feminin gemacht hätte.
Soll ich also jetzt hergehen, und die Lebenrealität derer leugnen, die ja wohl ganz offensichtlich weiterhin in einer intakten Beziehung leben? Das wäre doch grotesk, oder? Warum kannst Du also nicht einfach akzeptieren, dass es auch in lesbischen Beziehungen Gewalt und Gewalterfahrung gibt?
++++
In dem Artikel steht ja nicht, dass es in lesbischen Beziehungen "häufiger" zu Gewalt kommt, oder diese "schlimmer" ist. Er benennt den Fakt, dass es in lesbischen Beziehungen auch zugehen kann, wie in heteronormativen Beziehungen. Was daran ist denn jetzt neu oder skandalös oder zweifelhaft?
Umgekehrt sind schwule Beziehungen ja nicht voll die krassen 24/7-SM-Hardcoreeskalationsszenarien, bloß weil da zwei Männer zusammen sind. Wär mir jedenfalls neu.
Zuletzt geändert von Knäckebrötchen am Fr 28. Nov 2025, 09:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Ok, sorry, Michi - ich glaube ich muss doch konkret nachfragen: willst Du sagen, das die Gesellschaft Frauen schlicht als weniger gewalttätig labelt (sie es aber eigentlich gar nicht sind) und es deswegen eigentlich vollkommen unüberraschend ist, dass es auch in lesbischen Beziehungen zu Gewalt kommt? Und das, analog dazu, Männer nur als gewaltätiger gelabelt werden?Michi hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 23:40Es geht um Zuschreibungen, die gemacht werden .. von der Gesellschaft, von Interessengruppen. Ich dachte nicht, dass es dir entgangen ist, dass neben Männern auch trans* Frauen immer wieder als potentielle Täter gelabelt werden .. von Konservativen, Rechtsextremen und TERFs.Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 26. Nov 2025, 21:53Huh? Was hat das denn mit dem biologischen Geschlecht zu tun?Michi hat geschrieben: Mi 26. Nov 2025, 21:19 Überrascht mich nicht. So lange eine Gesellschaft Täter- und Opferrolle so eng mit dem biologischem Geschlecht verknüpft und dies permanent emotional aufgeladen propagiert, wird sich daran leider nichts ändern.
Oder möchtest Du zum Ausdruck bringen, dass die Vorstellung einer heilen lesbischen Beziehungswelt (weil: zwei Frauen a.k.a. Opfer im Sinne der gesellschaftlichen Zuschreibung) grundsätzlich naiv und albern ist?
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Frauen sind generell weniger stark als Männer? Blödsinn, im Schnitt stimmt das, aber ganz sicher nicht generell.
Erinnere mal an die Kämpfe Regina Halmich gegen Stefan Raab. Gibt etliche Beziehungen in denen die Frauen wesentlich größer und kräftiger gebaut sind als ihre Männer und das auch in tatsächlichr Kraft mündet.
Ich hatte nicht den Eindruck das die Männer mich schlimmer vergewaltigten als meine Ex, in allen Fällen war ich körperlich im Nachteil und über die Gewalttätigkeit überrascht, bei meiner Ex kam vielleicht eine gewisse Raffinesse dazu um sich sicher sein zu können.
Im Artikel wird ja all dies beschrieben, manches mag etwas anders in lesbischen Beziehungen sein, manches aber dann auch nicht. Schlimm ist das das Opfer meist kein Gehör findet, wie beschrieben.
Bei mir war's natürlich noch schlimmer, auch wenn meine körperliche Behinderung eindeutig war, das ich die entscheidende Erziehungsperson für mein Kind war, es eigentlich Kindesentzug war als man mich abführte(die Polizisten waren sehr nett und hilfsbereit, haben beim Tasche packen und Rollstuhl verladen geholfen, mussten aber ihren Job machen). Aber das Kind was ich kurz vorher noch mit meinem Leben verteidigt hatte, musste ich zurück lassen, oder dem Jugendamt übergeben. Das hat uns beide schwer traumatisiert(hier in meinen Bundesland wird der als Mann Festgelegte bei häuslicher Gewalt und Anzeige automatisch gezwungen sein Heim zu verlassen. Ist dann nochmal eine Steigerung zu meiner Jugend, als meine Klassenlehrerin meinte das Vergewaltigung an mir nicht so schlimm sei, da ich ja nicht Schwanger werden konnte).
Ich habe quasi in einer Lesbischen Beziehung gelebt, ich hatte deutlich weiblichere Hormonwerte als meine Partnerin mit ihren fast männlichen Werten, ich war körperlich deutlich unterlegen und musste erleben das es manchmal nur eine Frage der Macht ist. Solange ich klar stärker durch mein tägliches Training war, gab es nur gelegentliches Psychospielchen, was ich meist abblocken konnte. Später ist es massiv eskaliert.
Möglich ist vieles und pauschalisieren finde ich sehr unangebracht.
Ist ja wohl auch das häufige Problem in lesbischen Beziehungen, das bei Problemen alles abgewiegelt wird, sowas wie von Linde geschrieben ist da ja leider nicht ungewöhnlich. Frag mich ob überhaupt der Artikel gelesen wurde.
Liebe Grüße, Susi
Erinnere mal an die Kämpfe Regina Halmich gegen Stefan Raab. Gibt etliche Beziehungen in denen die Frauen wesentlich größer und kräftiger gebaut sind als ihre Männer und das auch in tatsächlichr Kraft mündet.
Ich hatte nicht den Eindruck das die Männer mich schlimmer vergewaltigten als meine Ex, in allen Fällen war ich körperlich im Nachteil und über die Gewalttätigkeit überrascht, bei meiner Ex kam vielleicht eine gewisse Raffinesse dazu um sich sicher sein zu können.
Im Artikel wird ja all dies beschrieben, manches mag etwas anders in lesbischen Beziehungen sein, manches aber dann auch nicht. Schlimm ist das das Opfer meist kein Gehör findet, wie beschrieben.
Bei mir war's natürlich noch schlimmer, auch wenn meine körperliche Behinderung eindeutig war, das ich die entscheidende Erziehungsperson für mein Kind war, es eigentlich Kindesentzug war als man mich abführte(die Polizisten waren sehr nett und hilfsbereit, haben beim Tasche packen und Rollstuhl verladen geholfen, mussten aber ihren Job machen). Aber das Kind was ich kurz vorher noch mit meinem Leben verteidigt hatte, musste ich zurück lassen, oder dem Jugendamt übergeben. Das hat uns beide schwer traumatisiert(hier in meinen Bundesland wird der als Mann Festgelegte bei häuslicher Gewalt und Anzeige automatisch gezwungen sein Heim zu verlassen. Ist dann nochmal eine Steigerung zu meiner Jugend, als meine Klassenlehrerin meinte das Vergewaltigung an mir nicht so schlimm sei, da ich ja nicht Schwanger werden konnte).
Ich habe quasi in einer Lesbischen Beziehung gelebt, ich hatte deutlich weiblichere Hormonwerte als meine Partnerin mit ihren fast männlichen Werten, ich war körperlich deutlich unterlegen und musste erleben das es manchmal nur eine Frage der Macht ist. Solange ich klar stärker durch mein tägliches Training war, gab es nur gelegentliches Psychospielchen, was ich meist abblocken konnte. Später ist es massiv eskaliert.
Möglich ist vieles und pauschalisieren finde ich sehr unangebracht.
Ist ja wohl auch das häufige Problem in lesbischen Beziehungen, das bei Problemen alles abgewiegelt wird, sowas wie von Linde geschrieben ist da ja leider nicht ungewöhnlich. Frag mich ob überhaupt der Artikel gelesen wurde.
Liebe Grüße, Susi
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Ja, genau das .. allenthalben als Opfer gelabelt. Nichts gegen gesunde Vorsicht. Doch ich finde, dass es auf Dauer auch psychisch etwas mit Menschen macht, wenn man ständig mitgeteilt bekommt, dass man ständig und überall potentiell bedroht ist. Das bedeutet nicht, dass ich der Meinung wäre, dass man Opfern ihre schlechten Erfahrungen absprechen darf.Knäckebrötchen hat geschrieben: Fr 28. Nov 2025, 09:33 Ok, sorry, Michi - ich glaube ich muss doch konkret nachfragen: willst Du sagen, das die Gesellschaft Frauen schlicht als weniger gewalttätig labelt
Ich bin unsicher, ob das jetzt verständlich war, oder ich es noch weiter ausführen sollte.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Schwächere Menschen gleichen ihren körperlichen Nachteil oft mit Werkzeugen und Gerissenheit aus, sind manipulativ und üben psychische Gewalt aus, wofür Körperkraft überhaupt keine Rolle spielt. Die Generation meiner Großeltern war in dieser Hinsicht noch etwas ehrlicher. Als Kind habe ich oft den Gesprächen gelauscht, wenn die Alten auf Familienfeiern angetrunken waren und offen gesprochen haben, weil sie dachten, dass wir Kinder nicht in der Nähe sind.Dietlind hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 18:50 Na ja, da zweifele ich doch ein wenig! Frauen sind generell weniger stark und kräftig als Männer! Deswegen ist es höchst selten, dass Frauen Männer töten!
Als Mensch mit akademischer Bildung solltest du wissen, dass das anekdotische Evidenz ist und sich daraus keine generelle Aussage über lesbische oder hetero Beziehungen treffen lässt.Dietlind hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 18:50 Frauen in einer lesbischgen Beziehung sind auch generell nicht so aggressiv wie Männer in eine hetero Beziehung!
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Wirklich?! Ich bin mir sehr sicher, dass es mehr gewesen sind. Dass auch die Polizei die Zahl der angezeigten Taten mit der Zahl der Opfer gleichsetzt, macht den Fehlschluss nicht richtiger. Viele Taten werden nicht zur Anzeige gebracht, weil die Gesellschaft die Opfer leider tendenziell nicht ernst nimmt oder auf Grund vorgefasster Ansichten die Betroffenheit in Abrede stellt. Vor ein paar Jahren sah ich dazu einen Bericht. Da wurde auf Grund anonymer Umfragen bei Partnerschaftsgewalt ein Geschlechterverhältnis von ca. 60/40 ermittelt. Weiterhin wurde da gesagt, dass bei Gewalt gegen Kinder das Geschlechterverhältnis der Täter relativ ausgeglichen ist, während bei alten und pflegebedürftigen Menschen Gewalt durch Frauen deutlich überwiegt (weil Pflegearbeit mehrheitlich von Frauen übernommen wird).Olivia hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 10:05 Insgesamt wurden 2024 exakt 265.942 Personen Opfer häuslicher Gewalt.
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Hallo Michi,
die Quelle für meine Zahlenangabe ist der Corecktiv Newsletter (Spotlight) vom 25.11.2025:
https://correctiv.org/spotlight-newslet ... chststand/
die Quelle für meine Zahlenangabe ist der Corecktiv Newsletter (Spotlight) vom 25.11.2025:
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Re: Häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen | Siegessäule
Die Zahl stammt aus der BKA-Meldung "Häusliche Gewalt: Opferzahlen auf neuem Höchststand" vom 21.Nov.2025, direkt im Trailer. Gleich darunter heisst es:Olivia hat geschrieben: Fr 28. Nov 2025, 19:13 Hallo Michi,
die Quelle für meine Zahlenangabe ist der Corecktiv Newsletter (Spotlight) vom 25.11.2025:
https://correctiv.org/spotlight-newslet ... chststand/
Dunkelfeldstudien zu Gewalt an Frauen existieren. Wäre mal spannend, ob es auch welche für männliche Opfer gibt. Auch Untersuchungen zu Hemmschwellen und Hürden für alle Geschlechter. Zweifellos müssen auch auch diese Opfer betreut werden. Am besten unabhängig vom Geschlecht. Gleichzeitig scheint mir Gewalt von Männern gegen Frauen eher strukturell bedingt, also mit anderer Motivstruktur der Täter.Gleichzeitig bilden diese Zahlen vermutlich nur einen Teilausschnitt der Realität ab. Denn Häusliche Gewalt, sei es in Partnerschaften oder innerhalb der Familie, geschieht meist im Verborgenen – „hinter verschlossenen Türen“. Viele Taten werden aus Angst, Scham oder Abhängigkeit nicht zur Anzeige gebracht und finden daher keinen Niederschlag in den polizeilichen Zahlen.