Suche Rat
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MissRatlos
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Suche Rat
Hallo an alle und danke für die Aufnahme.
Ich bin w und Mitte dreißig, Mutter und lebe in Scheidung. Ich bin seit einigen Monaten in einer neuen Beziehung und es ist wundervoll. Alles passt, eine erwachsene, gesunde Beziehung auf Augenhöhe.
Wir haben vor zusammenzuziehen und im rahmen Rahmen dessen hat er mir erzählt, dass er seit ca zehn Jahren im privaten „heimlich“ Frauenkleidung trägt.
Mal war der Drang stärker, mal komplett weg.
Er hat jahrelang eine Fernehe geführt, und mit Beendigung dieser Anfang des Jahres war das Bedürfnis des CD weg, so sagt er.
Er denkt, es war eine Kompensation für die fehlende weibliche Person an seiner Seite (seine Frau war auch noch recht burschikos) und nach der Masturbation fand er es wiederum „beschämend“ und musste die Kleidung sofort loswerden.
Auch wenn es alles sehr überwältigend für mich war, schreckt es mich nicht ab und ich habe ihm auch zu verstehen gegeben, dass er sich für nichts schämen muss oder es gar unterdrücken muss.
Doch er wollte sämtliche Kleidung loswerden und meint, dass ich ihm durch das erfüllte sexuelle und meine feminine Art alles gebe, was er braucht.
Was denkt ihr darüber? Kann ich ihn irgendwie unterstützen oder soll ich das Thema einfach „ruhen lassen“?
Ich bin, neben seiner Exfrau, die einzige Person, die darüber Bescheid weiß und komplett neu in der Thematik.
Danke für euer offenes Ohr
Ich bin w und Mitte dreißig, Mutter und lebe in Scheidung. Ich bin seit einigen Monaten in einer neuen Beziehung und es ist wundervoll. Alles passt, eine erwachsene, gesunde Beziehung auf Augenhöhe.
Wir haben vor zusammenzuziehen und im rahmen Rahmen dessen hat er mir erzählt, dass er seit ca zehn Jahren im privaten „heimlich“ Frauenkleidung trägt.
Mal war der Drang stärker, mal komplett weg.
Er hat jahrelang eine Fernehe geführt, und mit Beendigung dieser Anfang des Jahres war das Bedürfnis des CD weg, so sagt er.
Er denkt, es war eine Kompensation für die fehlende weibliche Person an seiner Seite (seine Frau war auch noch recht burschikos) und nach der Masturbation fand er es wiederum „beschämend“ und musste die Kleidung sofort loswerden.
Auch wenn es alles sehr überwältigend für mich war, schreckt es mich nicht ab und ich habe ihm auch zu verstehen gegeben, dass er sich für nichts schämen muss oder es gar unterdrücken muss.
Doch er wollte sämtliche Kleidung loswerden und meint, dass ich ihm durch das erfüllte sexuelle und meine feminine Art alles gebe, was er braucht.
Was denkt ihr darüber? Kann ich ihn irgendwie unterstützen oder soll ich das Thema einfach „ruhen lassen“?
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Jutta-Kristina
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Re: Suche Rat
Hallo Miss Ratlos
!
Ich kann mich in das Thema gut einfühlen, weil ich schon häufiger Partnerinnen von meinem Kleidern erzählen musste (oder durfte?). Es ist wichtig, es zu tun, denn in einer guten Beziehung sollte es keine Heimlichkeiten und Lügen geben.
Mir hat sehr geholfen, wenn meine Partnerin dann Aufgeschlossenheit, Interesse oder sogar Unterstützung gezeigt hat. So konnten wir gemeinsam feststellen, dass Männer, die gerne Frauenkleider tragen, etwas ganz normales sein können (und meistens auch die verständnisvolleren Partner! Und gleichzeitig Partnerinnen
).
Und wenn ich dann etwas schönes von ihr anziehen konnte, war das Glück perfekt.
Natürlich empfinden wir manchmal Scham in unserer Frauenrolle und dass gerade nach einem sexuellen Höhepunkt bei Männern ein gewisser Stimmungsabfall stattfindet, liegt in ihrer Natur.
Ermutige ihn in seinem Fühlen und Handeln. Dann habt ihr eine (weitere) schöne Gemeinsamkeit!
Viele schöne Grüße von Jutta-Kristina (die dieses Thema seit 50 Jahren umtreibt)
Ich kann mich in das Thema gut einfühlen, weil ich schon häufiger Partnerinnen von meinem Kleidern erzählen musste (oder durfte?). Es ist wichtig, es zu tun, denn in einer guten Beziehung sollte es keine Heimlichkeiten und Lügen geben.
Mir hat sehr geholfen, wenn meine Partnerin dann Aufgeschlossenheit, Interesse oder sogar Unterstützung gezeigt hat. So konnten wir gemeinsam feststellen, dass Männer, die gerne Frauenkleider tragen, etwas ganz normales sein können (und meistens auch die verständnisvolleren Partner! Und gleichzeitig Partnerinnen
Und wenn ich dann etwas schönes von ihr anziehen konnte, war das Glück perfekt.
Natürlich empfinden wir manchmal Scham in unserer Frauenrolle und dass gerade nach einem sexuellen Höhepunkt bei Männern ein gewisser Stimmungsabfall stattfindet, liegt in ihrer Natur.
Ermutige ihn in seinem Fühlen und Handeln. Dann habt ihr eine (weitere) schöne Gemeinsamkeit!
Viele schöne Grüße von Jutta-Kristina (die dieses Thema seit 50 Jahren umtreibt)
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Vesta
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Re: Suche Rat
Hallo Miss Ratlos,
herzlich willkommen hier.
Sich selbst in Frauenkleidern zu sehen, ist dann ein Mittel, sich sexuell zu erregen, manchmal so weit, dass es ohne gar nicht mehr geht. Sobald der Höhepunkt erreicht wurde, ist der Wunsch danach vorbei und der Mann möchte schnellstmöglich wieder raus aus den Kleidern.
Der Wunsch rauszugehen besteht idR. nicht.
Eine Notwendigkeit, davon anderen als der Frau oder Freundin zu erzählen, ist nicht gegeben.
Im Gegensatz dazu sind die meisten Mitglieder hier dem Bereich des nichtfetischistischen Transvestitismus bzw. Crossdressing zuzuordnen, wenn sie nicht gleich transsexuell sind. Weibliche Kleidung wird genutzt, um einer starken weiblichen Seite Raum zu geben und sie auszuleben. Eine sexuelle Komponente liegt dabei nicht oder nur in geringerem Maße vor. Oftmals besteht der Wunsch, als Frau in die öffentlichkeit zu gehen, und viele tun dies auch. (@alle: Das ist nur die grobe Richtung, um für Miss Ratlos ungefähr zu zeigen, worum es geht, ohne dass ich jetzt allen damit gerecht werde.)
Was du tun kannst? Habt einfach euren Spaß damit!
Das ist nichts Schlimmes. Nichts, das therapiert werden müsste. Ein Problem wird es nur dann, wenn das Bedürfnis wiederkommt und er es immer unterdrückt.
Andere Leute außer euch beiden brauchen es nicht zu wissen.
herzlich willkommen hier.
Das klingt nach fetischistischem Transvestitismus wie aus dem Lehrbuch.MissRatlos hat geschrieben: Fr 24. Okt 2025, 20:12nach der Masturbation fand er es wiederum „beschämend“ und musste die Kleidung sofort loswerden.
Sich selbst in Frauenkleidern zu sehen, ist dann ein Mittel, sich sexuell zu erregen, manchmal so weit, dass es ohne gar nicht mehr geht. Sobald der Höhepunkt erreicht wurde, ist der Wunsch danach vorbei und der Mann möchte schnellstmöglich wieder raus aus den Kleidern.
Der Wunsch rauszugehen besteht idR. nicht.
Eine Notwendigkeit, davon anderen als der Frau oder Freundin zu erzählen, ist nicht gegeben.
Im Gegensatz dazu sind die meisten Mitglieder hier dem Bereich des nichtfetischistischen Transvestitismus bzw. Crossdressing zuzuordnen, wenn sie nicht gleich transsexuell sind. Weibliche Kleidung wird genutzt, um einer starken weiblichen Seite Raum zu geben und sie auszuleben. Eine sexuelle Komponente liegt dabei nicht oder nur in geringerem Maße vor. Oftmals besteht der Wunsch, als Frau in die öffentlichkeit zu gehen, und viele tun dies auch. (@alle: Das ist nur die grobe Richtung, um für Miss Ratlos ungefähr zu zeigen, worum es geht, ohne dass ich jetzt allen damit gerecht werde.)
Ich nehme an, dass der Wunsch nach weiblicher Kleidung irgendwann wiederkommen wird. Das ist (vermutlich) Teil seiner Sexualität.Doch er wollte sämtliche Kleidung loswerden und meint, dass ich ihm durch das erfüllte sexuelle und meine feminine Art alles gebe, was er braucht.
Was du tun kannst? Habt einfach euren Spaß damit!
Das ist nichts Schlimmes. Nichts, das therapiert werden müsste. Ein Problem wird es nur dann, wenn das Bedürfnis wiederkommt und er es immer unterdrückt.
Andere Leute außer euch beiden brauchen es nicht zu wissen.
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Michi
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Re: Suche Rat
Hallo Miss Ratlos,
zuerst einmal herzlich willkommen her im Forum.
Hier wirst du auf einen reichen Schatz an Erfahrungen und Lebensgeschichten treffen, die sich immer wieder ähneln. Der kleinste gemeinsame Nenner: Es geht nicht weg, auch wenn bei vielen die Intensität, das Bedürfnis bei vielen über die Zeit unterschiedlich stark gewesen ist. Weil das Thema sehr schambehaftet und immer noch mit sozialer Ablehnung verbunden ist, kommt es gerade in Phasen, in denen das Bedürfnis weniger stark ist, oft zu Verdrängungsreaktionen, verbunden mit dem Versuch, sich davon zu trennen, es loszuwerden indem man die Sachen wegwirft. Das haben viele in ihrem Leben durch, oft mehrfach. Veränderungen im Leben (Trennung, neue Liebe) sind häufig Auslöser dafür, dass das Bedürfnis vermeintlich weg ist. Nur zu gerne suchen wir auch Erklärungen dafür, warum wir es getan haben und nun nicht mehr brauchen. Das soll Entlastung bringen und Hoffnung machen. So interpretiere ich auch die Erklärung, dass er sich Frauenkleider angezogen hat, weil so burschikos war. Wenn ich so zurückblicke, kann ich dir sagen, dass es keinen Unterschied gemacht hat, was sie angezogen haben. In der anfänglichen Euphorie war das Interesse an weiblicher Kleidung gefühlt weg, kam im Laufe der Zeit wieder, und der Trennungsschmerz am Ende hat auch erst einmal alles platt gemacht. Am härtesten hat es mich nach meiner Hochzeit getroffen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich es ca. 1,5 Jahre verdrängt, und am Montag nach der Hochzeit war es ganz brutal zurück. Ihr (geliehenes) Hochzeitskleid hing am Schrank, und mir wurde mit einem Schlag bewusst, dass ich jetzt oder nie wieder die Gelegenheit dazu habe, es anzuziehen. Und natürlich hab ich es getan! Danach war große Scham, aber schon bald habe ich mir wieder weibliche Kleidung besorgt, die ich dann auf Dienstreisen abends im Hotel angezogen habe. Nach der Scheidung habe ich es dann geschafft, einen anderen Umgang damit zu finden. Ich habe begonnen, mich zu akzeptieren, wie ich bin, und es auch geschafft, den neuen Frauen, davon zu erzählen, wenn ich das Gefühl hatte, mit ihnen eine Partnerschaft eingehen zu können. Meiner Frieda, die auch hier im Forum angemeldet ist, habe ich es bereits beim ersten Date erzählt, hier nachzulesen: Ich hatte ein Date ...
Mit Spekulationen über die Motivation deines Partners halte ich mich strikt zurück. Ob es Teil der Identität, Sexualität oder ein Fetisch ist, muss jede(r) für sich selbst herausfinden. Und das dauert oft Jahre. Eine sexuelle Erregung ist kein klarer Indikator. Viele haben erlebt, dass diese durch das Gefühl des Verbotenen und der damit verbundenen die Heimlichkeit entsteht, eine Eigendynamik entwickelt, und verschwindet, sobald man damit freier und offener umgehen kann.
Wie du deinen Partner unterstützen kannst, findet ihr am besten gemeinsam heraus. Wichtig ist, dass ihr im Gespräch bleibt. Schau, wie es mit dem Schamgefühl ist, dass er sich nicht gedrängt/überfordert fühlt. Vielleicht will er sich auch hier im Forum anmelden. Vieles ist denkbar.
Soweit für den Moment. Wahrscheinlich hast du weitere und neue Fragen, wenn du die Antworten hier liest.
Beste Grüße
Michi
zuerst einmal herzlich willkommen her im Forum.
Hier wirst du auf einen reichen Schatz an Erfahrungen und Lebensgeschichten treffen, die sich immer wieder ähneln. Der kleinste gemeinsame Nenner: Es geht nicht weg, auch wenn bei vielen die Intensität, das Bedürfnis bei vielen über die Zeit unterschiedlich stark gewesen ist. Weil das Thema sehr schambehaftet und immer noch mit sozialer Ablehnung verbunden ist, kommt es gerade in Phasen, in denen das Bedürfnis weniger stark ist, oft zu Verdrängungsreaktionen, verbunden mit dem Versuch, sich davon zu trennen, es loszuwerden indem man die Sachen wegwirft. Das haben viele in ihrem Leben durch, oft mehrfach. Veränderungen im Leben (Trennung, neue Liebe) sind häufig Auslöser dafür, dass das Bedürfnis vermeintlich weg ist. Nur zu gerne suchen wir auch Erklärungen dafür, warum wir es getan haben und nun nicht mehr brauchen. Das soll Entlastung bringen und Hoffnung machen. So interpretiere ich auch die Erklärung, dass er sich Frauenkleider angezogen hat, weil so burschikos war. Wenn ich so zurückblicke, kann ich dir sagen, dass es keinen Unterschied gemacht hat, was sie angezogen haben. In der anfänglichen Euphorie war das Interesse an weiblicher Kleidung gefühlt weg, kam im Laufe der Zeit wieder, und der Trennungsschmerz am Ende hat auch erst einmal alles platt gemacht. Am härtesten hat es mich nach meiner Hochzeit getroffen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich es ca. 1,5 Jahre verdrängt, und am Montag nach der Hochzeit war es ganz brutal zurück. Ihr (geliehenes) Hochzeitskleid hing am Schrank, und mir wurde mit einem Schlag bewusst, dass ich jetzt oder nie wieder die Gelegenheit dazu habe, es anzuziehen. Und natürlich hab ich es getan! Danach war große Scham, aber schon bald habe ich mir wieder weibliche Kleidung besorgt, die ich dann auf Dienstreisen abends im Hotel angezogen habe. Nach der Scheidung habe ich es dann geschafft, einen anderen Umgang damit zu finden. Ich habe begonnen, mich zu akzeptieren, wie ich bin, und es auch geschafft, den neuen Frauen, davon zu erzählen, wenn ich das Gefühl hatte, mit ihnen eine Partnerschaft eingehen zu können. Meiner Frieda, die auch hier im Forum angemeldet ist, habe ich es bereits beim ersten Date erzählt, hier nachzulesen: Ich hatte ein Date ...
Mit Spekulationen über die Motivation deines Partners halte ich mich strikt zurück. Ob es Teil der Identität, Sexualität oder ein Fetisch ist, muss jede(r) für sich selbst herausfinden. Und das dauert oft Jahre. Eine sexuelle Erregung ist kein klarer Indikator. Viele haben erlebt, dass diese durch das Gefühl des Verbotenen und der damit verbundenen die Heimlichkeit entsteht, eine Eigendynamik entwickelt, und verschwindet, sobald man damit freier und offener umgehen kann.
Wie du deinen Partner unterstützen kannst, findet ihr am besten gemeinsam heraus. Wichtig ist, dass ihr im Gespräch bleibt. Schau, wie es mit dem Schamgefühl ist, dass er sich nicht gedrängt/überfordert fühlt. Vielleicht will er sich auch hier im Forum anmelden. Vieles ist denkbar.
Soweit für den Moment. Wahrscheinlich hast du weitere und neue Fragen, wenn du die Antworten hier liest.
Beste Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Desiree Maxima
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Re: Suche Rat
Hallo liebe Miss Ratlos,
einiges von dem, was Du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor.
Vor einigen Jahren hatte ich dann eine äußerst feminine Partnerin und ich dachte "Ja genau, das ist es."
Abgesehen davon, daß das die schlimmste Beziehung meines Lebens war, bin ich danach draufgekommen, daß mich Ihre Weiblichkeit so sehr angesprochen hat, weil ich selbst gerne so feminin gewesen wäre.
Zugegebenermaßen hat das Crossdressing, speziell beim Ankleiden, auch heute noch einen gewissen erotischen Reiz für mich. Dieser tritt allerdings sehr schnell in den Hintergrund, wenn ich dann komplett en femme hergerichtet bin und meinen geplanten Tätigkeiten nachgehe.
Ich kann die Scham Deines Partners sehr gut verstehen. Es steht mir nicht zu, Euch beiden Ratschläge zu erteilen - nur eines - habt Geduld und geht behutsam miteinander und jede/r mit sich selbst um.
Alles Liebe
Desiree
einiges von dem, was Du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor.
Das habe ich ebenfalls sehr oft von mir gedacht. Vor allem in meinen langen Singlejahren dachte ich oft, ich würde mir so die weibliche Seite in mein Leben holen, nach der ich mich so gesehnt hatte.MissRatlos hat geschrieben: Fr 24. Okt 2025, 20:12 Er denkt, es war eine Kompensation für die fehlende weibliche Person an seiner Seite (seine Frau war auch noch recht burschikos)
Vor einigen Jahren hatte ich dann eine äußerst feminine Partnerin und ich dachte "Ja genau, das ist es."
Abgesehen davon, daß das die schlimmste Beziehung meines Lebens war, bin ich danach draufgekommen, daß mich Ihre Weiblichkeit so sehr angesprochen hat, weil ich selbst gerne so feminin gewesen wäre.
Auch das habe ich in meinen frühen Crossdresserjahren in meinen 20ern erlebt. Nach dem Höhepunkt habe ich mir die Dessous vom Leib gerissen und alles wieder im hintersten Winkel meines Schrankes verräumt. Bis zum nächsten mal, wo das wieder von vorne losging oder ich die Wäsche beschämt entsorgt hatte.MissRatlos hat geschrieben: Fr 24. Okt 2025, 20:12 nach der Masturbation fand er es wiederum „beschämend“ und musste die Kleidung sofort loswerden.
Zugegebenermaßen hat das Crossdressing, speziell beim Ankleiden, auch heute noch einen gewissen erotischen Reiz für mich. Dieser tritt allerdings sehr schnell in den Hintergrund, wenn ich dann komplett en femme hergerichtet bin und meinen geplanten Tätigkeiten nachgehe.
Ich kann die Scham Deines Partners sehr gut verstehen. Es steht mir nicht zu, Euch beiden Ratschläge zu erteilen - nur eines - habt Geduld und geht behutsam miteinander und jede/r mit sich selbst um.
Alles Liebe
Desiree
"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige." (Seneca)
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MissRatlos
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Re: Suche Rat
Vielen Dank erst einmal für die zahlreichen Antworten.
Zu lesen, wie es anderen Männern damit geht und wie ihr damit umgeht und fühlt beruhigt mich.
Ich habe meinem Partner gleich von Beginn klar gemacht, dass es für mich absolut in Ordnung ist, ich aufgrund dessen weder weniger Liebe noch seine Attraktivität oder Männlichkeit für mich dadurch weniger wird.
Er hat sich von den meisten Kleidungsstücken getrennt; vorher mir allerdings angeboten, selber darin zu stöbern Unterwasser für mich zu behalten.
Das habe ich auch getan und es erregt ihn auch zu sehen, dass ich diese Kleidung trage.
Ich habe ihm angeboten, sollte er das Verlangen erneut bekommen, sich jederzeit auch an meinen Kleidungsstücken bedienen zu dürfen und, wenn er das Verlangen danach hat, es mit mir gemeinsam auszuleben.
Ich bin sehr gespannt, wo die Reise noch hinführt, ob bzw. Wann der Wunsch nach dem CD wieder in ihm hochkommt.
Als er versucht hat, dieses Verhalten zu erklären habe ich ihm auch gesagt, dass Ende der Grund für dieses Verlangen irrelevant sei; wichtig ist mir nur, dass er glücklich ist. Und wenn das Teil seiner Identität ist, möchte ich nicht, dass er es aus Scham oder Angst unterdrückt.
Wenn ihr euch Frauenkleidung anzieht, habt ihr denn dann das Bedürfnis „für euch“ zu sein, es alleine auszuleben oder würdet ihr es gerne mit eurer Partnerin teilen?
Zu lesen, wie es anderen Männern damit geht und wie ihr damit umgeht und fühlt beruhigt mich.
Ich habe meinem Partner gleich von Beginn klar gemacht, dass es für mich absolut in Ordnung ist, ich aufgrund dessen weder weniger Liebe noch seine Attraktivität oder Männlichkeit für mich dadurch weniger wird.
Er hat sich von den meisten Kleidungsstücken getrennt; vorher mir allerdings angeboten, selber darin zu stöbern Unterwasser für mich zu behalten.
Das habe ich auch getan und es erregt ihn auch zu sehen, dass ich diese Kleidung trage.
Ich habe ihm angeboten, sollte er das Verlangen erneut bekommen, sich jederzeit auch an meinen Kleidungsstücken bedienen zu dürfen und, wenn er das Verlangen danach hat, es mit mir gemeinsam auszuleben.
Ich bin sehr gespannt, wo die Reise noch hinführt, ob bzw. Wann der Wunsch nach dem CD wieder in ihm hochkommt.
Als er versucht hat, dieses Verhalten zu erklären habe ich ihm auch gesagt, dass Ende der Grund für dieses Verlangen irrelevant sei; wichtig ist mir nur, dass er glücklich ist. Und wenn das Teil seiner Identität ist, möchte ich nicht, dass er es aus Scham oder Angst unterdrückt.
Wenn ihr euch Frauenkleidung anzieht, habt ihr denn dann das Bedürfnis „für euch“ zu sein, es alleine auszuleben oder würdet ihr es gerne mit eurer Partnerin teilen?
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Tatjana_59
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Re: Suche Rat
Hallo Miss Ratlos, herzlich Willkommen hier in unserem wundervollen Forum, hier wirst du vermutlich einiges von den Erfahrungen der vielen verschiedenen Arten des Crossdressing kennen lernen.Vesta hat geschrieben: Fr 24. Okt 2025, 22:08 Hallo Miss Ratlos,
herzlich willkommen hier.
Das klingt nach fetischistischem Transvestitismus wie aus dem Lehrbuch.MissRatlos hat geschrieben: Fr 24. Okt 2025, 20:12nach der Masturbation fand er es wiederum „beschämend“ und musste die Kleidung sofort loswerden.
Sich selbst in Frauenkleidern zu sehen, ist dann ein Mittel, sich sexuell zu erregen, manchmal so weit, dass es ohne gar nicht mehr geht. Sobald der Höhepunkt erreicht wurde, ist der Wunsch danach vorbei und der Mann möchte schnellstmöglich wieder raus aus den Kleidern.
Der Wunsch rauszugehen besteht idR. nicht.
Eine Notwendigkeit, davon anderen als der Frau oder Freundin zu erzählen, ist nicht gegeben.
Hallo Vesta und Miss Ratlos
Deine Meinung kann ich nicht teilen, zumindest für mich gar nicht!
Fetischistisches Lehrbuch? Nie gehört.
Schon als Jugendlicher, früheste Jugend zogen mich weibliche Klamotten an.
Als ich älter wurde, kam die sexuelle Komponente dazu.
Das Masturbieren, das runter reißen der Kleidung (Anfangs nur Fsh und Höschen), die Scham, die Wut auf mich selbst.
Ich konnte nicht damit umgehen, wusste nicht was mit mir los war, bin ich pervers? Oder was sonst?
Von Crossdressing, von Fetischismus wusste ich vor über 50 Jahren sowieso nichts.
Der Drang kam immer wieder, der Ablauf immer derselbe.
Dann im Alter von 23 Jahren Heirat, 2 Jahre später würde ich Vater, alles im Leben lief gut, bis auf den immer noch vorhandenen Drang weibliche Kleidung zu tragen und nach dem masturbieren schnellstmöglich vom Körper zu ziehen.
Meine Frau wusste nichts davon.
1993 Scheidung wegen anderer Sachen.
Ein Jahr später wieder neue Beziehung die 9 Jahre gehalten hat, auch hier wusste meine Lebensgefährtin nichts von meinem Geheimnis.
Nach der Trennung von ihr besuchte sie mich in meinem Appartement mit bösen psychischen Folgen für mich.
Auf dem Wäscheständer im Wintergarten hingen Höschen und Strumpfhosen.
Sie würde wütend und warf mir an den Kopf dass ich mich doch wegen einer anderen von ihr trennte, was nicht stimmte.
Da öffnete ich mich das erste Mal und erzählte ihr was mit mir los ist, aber auch das nicht zur Trennung beitrug.
Fluchtartig hat sie meine Wohnung verlassen mit den Worten du bist ja pervers.
Das traf mich hart, vor allem weil sie es dann überall rum erzählte.
Da war es, endlich wusste ich Bescheid was mit mir los ist, ich bin pervers.
Über Fetischismus wusste ich natürlich schon lange Bescheid, dachte auch selbst daran dass das sein kann, bzw ist.
Sexuellen Fetischismus? Darüber hab ich nie nachgedacht.
2005 lernte ich eine neue Frau kennen, ging eine neue Beziehung ein. Es dauerte bis 2011 bis ich ihr von meinem Geheimnis erzählte, voller Angst. Und es passierte.......nichts!
Sie zeigte Verständnis und wir redeten viel.
Ich musste mich nicht mehr verstecken, die (fetischistische)sexuelle Komponente war völlig verschwunden nach dem Outing
2012 meldete ich mich hier im Forum an.
Hier las ich viele Geschichten anderer User, Gleichgesinnte möchte ich nicht sagen, da wir doch alle verschieden sind.
Jetzt wusste ich, ich war Crossdresser, oder doch nicht?
Mein Weg ging weiter und weiter, mit meiner Frau an meiner Seite, wir heirateten 2013
2015 Hormone, 2016 Personenstandsänderung und Namensänderung (Pä/Nä),
2018 Gaop,
Miss Ratlos, das ist die geschlechtsangleichende Operation.
2019 kurzfristige Trennung, seit 2020 wieder zusammen, glücklicher den je.
Ich bin eine Transsexuelle Frau die lange lange nicht wusste was mit mir los ist.
Hier kannst du mein Tagebuch nachlesen wenn du möchtest.
viewtopic.php?t=14495 viewtopic.php?p=173787#p173787
Miss Ratlos, ich möchte dir keine Angst machen dass es bei deinem Freund so werden könnte.
Die meisten Crossdresser sind Crossdresser und gehen den Weg nicht weiter. Sie erfreuen sich an gegengeschlechtlicher Kleidung, dieses auch häufig oder meistens ohne sexuelle Komponente.
Liebe Grüße Tatjana
Zuletzt geändert von Tatjana_59 am Sa 25. Okt 2025, 14:12, insgesamt 1-mal geändert.
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Das Bauchgefühl gibt Rat.
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Shoshana
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Re: Suche Rat
Hallo Miss Ratlos,
Auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem wunderschönen Forum. Schön, dass du dich für das Thema interessiert und mehr wissen willst.
Du hast ja schon einige Antworten und unterschiedliche Meinungen gelesen. Als Ergänzung nur den Hinweis, dass es hier weitere Partnerinnen gibt und der Austausch auch helfen kann.
und gerne auch außerhalb der eigenen 4-Wände.
Liebe Grüße, Shoshana
Auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem wunderschönen Forum. Schön, dass du dich für das Thema interessiert und mehr wissen willst.
Du hast ja schon einige Antworten und unterschiedliche Meinungen gelesen. Als Ergänzung nur den Hinweis, dass es hier weitere Partnerinnen gibt und der Austausch auch helfen kann.
Für mich ist das alleine nur ein Notbehelf. Sich schick machen ist schön und gut, hilft beim Stressabbau und macht auch Spaß. Viel besser ist es aber zu zweitMissRatlos hat geschrieben: Sa 25. Okt 2025, 08:38 Wenn ihr euch Frauenkleidung anzieht, habt ihr denn dann das Bedürfnis „für euch“ zu sein, es alleine auszuleben oder würdet ihr es gerne mit eurer Partnerin teilen?
Liebe Grüße, Shoshana
Care about what other people think and you will always be their prisoner. - Lao Tzu
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Jade
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Re: Suche Rat
Hallo Miss Ratlos,MissRatlos hat geschrieben: Fr 24. Okt 2025, 20:12 Hallo an alle und danke für die Aufnahme.
Ich bin w und Mitte dreißig, Mutter und lebe in Scheidung. Ich bin seit einigen Monaten in einer neuen Beziehung und es ist wundervoll.
.......
Danke für euer offenes Ohr
willkommen im Forum!
Du hast ja schon gemerkt das es hier viele sehr hilfsbereite Menschen gibt, die zum Glück offen und ehrlich über sich sprechen. Mir hat es jedenfalls sehr geholfen hier Antwort (-möglichkeiten) an Stellen zu finden an denen mein Mann sozusagen "sprachlos" war.
Herzliche Grüße
Jade
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Joo
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Re: Suche Rat
Hallo MissRatlos,
schön, dass Du zu uns gefunden hast. Das zeigt, dass Du bereit bist, um deine Liebe zu kämpfen. Einen Rat kann ich Dir eigentlich nicht geben, aber von mir und meiner Situation erzählen, das kann ich.
Spätestens in meiner Jugend fühlte ich, dass ich anders war und mein Hang zur weiblichen Kleidung nicht dem entsprach, was von einem „Mann“ erwartet wurde. Meine Kindheit und Jugend fiel in die 60er und 70er Jahre und ich hatte keine Ahnung, was mit mir los war. Von Scham und einem schlechten Gewissen geplagt, war mir klar, dass meine Neigung für immer mein Geheimnis bleiben musste.
Immer wieder dachte ich, dass ich diese Seite, meinen vermeintlichen Fetischismus, aus meinem Leben verbannen und ausschließen könnte.
Als ich meine Frau dann kennen und lieben lernte, dachte ich, die Sache ist endgültig vorbei und niemand wird jemals davon erfahren.
Heute, mehr als 40 Jahre später, weiß ich, dass ich mich geirrt habe. Vor zwei Jahren habe ich mich bei meiner Frau gegenüber geoutet und lebe seit dieser Zeit als Transmensch mit ihr zusammen. Sie hat mich und meine Frauenkleider von Anfang an akzeptiert, aber es geht ihr damit nicht immer gut, vor allem, wenn sie an ‚ihren Mann‘ (zurück)denkt.
Dein Partner hat Dir von Anfang an gesagt, was mit ihm los ist. Das finde ich mutig und sehr bewundernswert. Ich hingegen habe lang geschwiegen - zu lang - und habe dadurch meiner Frau die Freiheit der Wahl genommen. Auch wenn ich um nichts auf der Welt unser gemeinsames Leben und unsere Kinder vermissen möchte, so bedauere ich heute meine Verzagtheit und mein Schweigen sehr.
Ob Ihr so zusammenleben könnt, dass Ihr beide glücklich werdet, müsst ihr selbst erkunden. Ich kann für mich nur sagen, dass das jahrzehntelange Verstecken meines wahren Wesens mich am Ende nicht glücklich gemacht hat. Ich glaube aber, dass die Offenheit und das Vertrauen Deines Partners zu Dir ein starkes Indiz für eine gute Beziehung ist.
LG Joo
schön, dass Du zu uns gefunden hast. Das zeigt, dass Du bereit bist, um deine Liebe zu kämpfen. Einen Rat kann ich Dir eigentlich nicht geben, aber von mir und meiner Situation erzählen, das kann ich.
Spätestens in meiner Jugend fühlte ich, dass ich anders war und mein Hang zur weiblichen Kleidung nicht dem entsprach, was von einem „Mann“ erwartet wurde. Meine Kindheit und Jugend fiel in die 60er und 70er Jahre und ich hatte keine Ahnung, was mit mir los war. Von Scham und einem schlechten Gewissen geplagt, war mir klar, dass meine Neigung für immer mein Geheimnis bleiben musste.
Immer wieder dachte ich, dass ich diese Seite, meinen vermeintlichen Fetischismus, aus meinem Leben verbannen und ausschließen könnte.
Als ich meine Frau dann kennen und lieben lernte, dachte ich, die Sache ist endgültig vorbei und niemand wird jemals davon erfahren.
Heute, mehr als 40 Jahre später, weiß ich, dass ich mich geirrt habe. Vor zwei Jahren habe ich mich bei meiner Frau gegenüber geoutet und lebe seit dieser Zeit als Transmensch mit ihr zusammen. Sie hat mich und meine Frauenkleider von Anfang an akzeptiert, aber es geht ihr damit nicht immer gut, vor allem, wenn sie an ‚ihren Mann‘ (zurück)denkt.
Dein Partner hat Dir von Anfang an gesagt, was mit ihm los ist. Das finde ich mutig und sehr bewundernswert. Ich hingegen habe lang geschwiegen - zu lang - und habe dadurch meiner Frau die Freiheit der Wahl genommen. Auch wenn ich um nichts auf der Welt unser gemeinsames Leben und unsere Kinder vermissen möchte, so bedauere ich heute meine Verzagtheit und mein Schweigen sehr.
Ob Ihr so zusammenleben könnt, dass Ihr beide glücklich werdet, müsst ihr selbst erkunden. Ich kann für mich nur sagen, dass das jahrzehntelange Verstecken meines wahren Wesens mich am Ende nicht glücklich gemacht hat. Ich glaube aber, dass die Offenheit und das Vertrauen Deines Partners zu Dir ein starkes Indiz für eine gute Beziehung ist.
LG Joo
Mein Name ist Mensch.
Die Toleranz der Anderen ist meine Freiheit.
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Martina
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Re: Suche Rat
Hallo Miss Ratlos,
den Schilderungen und Einschätzungen von Michi kann ich mich zu 100% anschließen. Dazu kommt ein großes Kompliment an Dich für Deine Offenheit dem Thema wie auch eurer Zukunft gegenüber. Ich würde auch meinen, dass Dein neuer Partner selbst die Dimension seines Themas noch nicht abschätzen kann. Umso glücklicher kann er sich schätzen, mit Dir auf so viel Aufgeschlossenheit zu stoßen. Die Dimension seines Themas kann hier im Forum wohl niemand im Detail ersehen, wie es sich also detailliert entwickeln wird und was für ihn erklärbar werden wird. Nur aus seinen bisherigen Erklärungen vermute ich, dass die allesamt noch deutlich zu kurz gesprungen sind.
Ausleben mit Partnerin? Ja gerne, aber bei mir wie in vielen anderen Fällen hier schwierig. Bei mir geht es nur noch seltener darum, für mich ganz alleine feminin zu sein. Gibt‘s natürlich noch, aber hat abgenommen. In der Anfangsphase war‘s durchaus mit erotischen Reizen verbunden, in ein Strickkleid oder einen Rock zu schlüpfen - prickelnd. Highheels und Stiefel bzw. tolle Schuhe ist dabei nochmal eine etwas andere Sache - bei mir, denn da bin ich im Männermodus extrem vielfältig ausgestattet (und bekannt dafür) und bleibe auch en Femme mittlerweile nicht mehr dahinter zurück; nur mit Imelda Marcos kann ich‘s noch nicht aufnehmen. Es hat sich also allmählich bei mir das feminine Erleben in den Vordergrund geschoben und die erotische Komponente hat sich sehr erheblich reduziert. Dieses Bedürfnis nach Erleben ist eingebettet in den Umstand, dass jeder Mensch eine soziale Tatsache ist, also der Interaktion mit Mitmenschen bedarf, wenn er nicht verkümmern will. Da steht die Interaktion mit der Partnerin natürlich als engste Bezugsperson ganz oben auf der Wunschliste. Aber auch Interaktionen, die allein dadurch entstehen, wenn ich in die Öffentlichkeit gehe, sind auf der Wunschliste. Manchen ist‘s dabei egal, ob sie sofort als Mann in Frauenkleidern identifiziert werden - Chapeau! Ich bin da (noch?) nicht. Ich strebe an, in der Öffentlichkeit trotz ungünstiger anatomischer Voraussetzungen a) spontan als Frau gelesen und angenommen zu werden und b) die Frauen gegenüber noch öfters entgegengebrachte Aufmerksamkeit zu erleben. Ich befinde mich da aber auch noch auf einer Entwicklungsreise.
1. Das CD hat bei mir erst mit 57 Jahren voll zugeschlagen. Es gab früher schon manches Anzeichen, aber keinen „Ausbruch“. Röcke und Kleider etc. meiner Mutter oder Schwester hatten damals nie mein Interesse geweckt, anders als bei vielen Schwersten hier. Seitdem befinde ich mich in puncto Selbstfindung quasi in einer zweiten, einer weiblichen Pubertät, die dann auch noch der Teilzeit unterworfen ist. Das feminine Erleben ist nicht nur Kleidung für mich.
2. Die Auswahl passender Kleidung war und wird wohl immer einer Entwicklung ausgesetzt sein. Die Auseinandersetzung mit den eigenen körperlichen Merkmalen war 57 Jahre weit von der aktuellen Intensität entfernt. Was gefällt mir und was steht mir? Schon das ist oft gegensätzlich bzw. das Erste bedingt zu oft nicht das Zweite. Es gibt Frauen, die können einfach alles tragen - ich zähle definitiv nicht dazu. Was ist attraktiv, was elegant, was leger, was besonders feminin und was zu sexy und jeweils zu welcher Tageszeit? Ein endloses Forschungsterrain und super interessant.
3. Die Körperhaltung ist Teil meines femininen Erlebens. Der Switch passiert nicht automatisch, aber ich hoffe, das wird noch selbstverständlicher. Ebenso ist‘s mit Gestik und Mimik.
4. Die Empfindsamkeit ist Teil meines femininen Erlebens. Das geht einher mit einem Perspektivwechsel. Das ist fast die schwierigste Challenge bei mir. Im Männermodus bin ich mit meinem überwiegend rationalen Wesen erfolgreich. Worte bedarf es nicht zu vieler, Gefühlsreaktionen sind auf ein erträgliches Minimum reduziert - man(n) will ja auch nicht als Weichei wahrgenommen werden. En Femme darf man sich aber viel mehr gelebte Emotionalität zugestehen. Auch das strahlt dann auf Gestik und Mimik aus.
Mit mittlerweile 60 bin ich noch nicht durch die zweite Pubertät durch, aber ich hab wesentliche Teile hinter mir.
Ich wäre gespannt, wie die Entdeckungsgeschichte bei euch weitergeht! Nichts geht da von heute auf morgen, es braucht Zeit, mitunter sehr viel Zeit - und damit Geduld.
Herzliche Grüße und alles Glück euch!
Martin*a
den Schilderungen und Einschätzungen von Michi kann ich mich zu 100% anschließen. Dazu kommt ein großes Kompliment an Dich für Deine Offenheit dem Thema wie auch eurer Zukunft gegenüber. Ich würde auch meinen, dass Dein neuer Partner selbst die Dimension seines Themas noch nicht abschätzen kann. Umso glücklicher kann er sich schätzen, mit Dir auf so viel Aufgeschlossenheit zu stoßen. Die Dimension seines Themas kann hier im Forum wohl niemand im Detail ersehen, wie es sich also detailliert entwickeln wird und was für ihn erklärbar werden wird. Nur aus seinen bisherigen Erklärungen vermute ich, dass die allesamt noch deutlich zu kurz gesprungen sind.
Ausleben mit Partnerin? Ja gerne, aber bei mir wie in vielen anderen Fällen hier schwierig. Bei mir geht es nur noch seltener darum, für mich ganz alleine feminin zu sein. Gibt‘s natürlich noch, aber hat abgenommen. In der Anfangsphase war‘s durchaus mit erotischen Reizen verbunden, in ein Strickkleid oder einen Rock zu schlüpfen - prickelnd. Highheels und Stiefel bzw. tolle Schuhe ist dabei nochmal eine etwas andere Sache - bei mir, denn da bin ich im Männermodus extrem vielfältig ausgestattet (und bekannt dafür) und bleibe auch en Femme mittlerweile nicht mehr dahinter zurück; nur mit Imelda Marcos kann ich‘s noch nicht aufnehmen. Es hat sich also allmählich bei mir das feminine Erleben in den Vordergrund geschoben und die erotische Komponente hat sich sehr erheblich reduziert. Dieses Bedürfnis nach Erleben ist eingebettet in den Umstand, dass jeder Mensch eine soziale Tatsache ist, also der Interaktion mit Mitmenschen bedarf, wenn er nicht verkümmern will. Da steht die Interaktion mit der Partnerin natürlich als engste Bezugsperson ganz oben auf der Wunschliste. Aber auch Interaktionen, die allein dadurch entstehen, wenn ich in die Öffentlichkeit gehe, sind auf der Wunschliste. Manchen ist‘s dabei egal, ob sie sofort als Mann in Frauenkleidern identifiziert werden - Chapeau! Ich bin da (noch?) nicht. Ich strebe an, in der Öffentlichkeit trotz ungünstiger anatomischer Voraussetzungen a) spontan als Frau gelesen und angenommen zu werden und b) die Frauen gegenüber noch öfters entgegengebrachte Aufmerksamkeit zu erleben. Ich befinde mich da aber auch noch auf einer Entwicklungsreise.
1. Das CD hat bei mir erst mit 57 Jahren voll zugeschlagen. Es gab früher schon manches Anzeichen, aber keinen „Ausbruch“. Röcke und Kleider etc. meiner Mutter oder Schwester hatten damals nie mein Interesse geweckt, anders als bei vielen Schwersten hier. Seitdem befinde ich mich in puncto Selbstfindung quasi in einer zweiten, einer weiblichen Pubertät, die dann auch noch der Teilzeit unterworfen ist. Das feminine Erleben ist nicht nur Kleidung für mich.
2. Die Auswahl passender Kleidung war und wird wohl immer einer Entwicklung ausgesetzt sein. Die Auseinandersetzung mit den eigenen körperlichen Merkmalen war 57 Jahre weit von der aktuellen Intensität entfernt. Was gefällt mir und was steht mir? Schon das ist oft gegensätzlich bzw. das Erste bedingt zu oft nicht das Zweite. Es gibt Frauen, die können einfach alles tragen - ich zähle definitiv nicht dazu. Was ist attraktiv, was elegant, was leger, was besonders feminin und was zu sexy und jeweils zu welcher Tageszeit? Ein endloses Forschungsterrain und super interessant.
3. Die Körperhaltung ist Teil meines femininen Erlebens. Der Switch passiert nicht automatisch, aber ich hoffe, das wird noch selbstverständlicher. Ebenso ist‘s mit Gestik und Mimik.
4. Die Empfindsamkeit ist Teil meines femininen Erlebens. Das geht einher mit einem Perspektivwechsel. Das ist fast die schwierigste Challenge bei mir. Im Männermodus bin ich mit meinem überwiegend rationalen Wesen erfolgreich. Worte bedarf es nicht zu vieler, Gefühlsreaktionen sind auf ein erträgliches Minimum reduziert - man(n) will ja auch nicht als Weichei wahrgenommen werden. En Femme darf man sich aber viel mehr gelebte Emotionalität zugestehen. Auch das strahlt dann auf Gestik und Mimik aus.
Mit mittlerweile 60 bin ich noch nicht durch die zweite Pubertät durch, aber ich hab wesentliche Teile hinter mir.
Ich wäre gespannt, wie die Entdeckungsgeschichte bei euch weitergeht! Nichts geht da von heute auf morgen, es braucht Zeit, mitunter sehr viel Zeit - und damit Geduld.
Herzliche Grüße und alles Glück euch!
Martin*a
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Re: Suche Rat
Hallo Miss Ratlos,
für mich klingst Du so gar nicht so ratlos, denn ich finde, Du machst vieles schon richtig und gut.
Doch der Reihe nach
Zur Frage, ob ich mit meiner Frau meine Leben en femme teilen möchte, kann ich Dir nur sagen, dass mich früher (vor vielen Jahren) meine Scham und meine Angst mich davon abgehalten haben, das zu wollen. Meine Frau, mit der seit fast 14 Jahren zusammen bin, sthet in dieser Frage nicht so offen gegenüber. Trotzdem bewegen wir beide uns langsam aufeinander zu, aber gleichzeitig trennt uns unsere unterschiedlichen Ansichten. Darüber zu reden fällt mir schwer, da es schnell für mich emotional wird. Ich lebe zunehmend meine gefühlte Weiblichkeit auch in ihrer Anwesenheit, was von ihr toleriert, vielleicht auch zunehmend akzeptiert wird. Ich denke, für eine gute Beziehung gibt es wichtigere Aspekte als die Kleidung. Und ja, ich würde mich sehr darüber freuen, wenn meine Partnerin und ich gemeinsam mit meiner Weiblichkeit umgehen würden. Ich sehe sie nicht als trennenden, sodern als verbindenden Punkt, wenn beide bereit sind, ihre Standpunkte auszutauschen, zu hinterfragen und zu entwickeln bereit sind.
Ich ecke mit dieser Sichtweise regelmäßig an, da es auch für die Partnerinnen eine große Herausforderung ist, sich selber auf den Prüfstand zu stellen. Den eigenen Mann in seiner Weiblichkeit, was immer das auch heißen mag, zu akzeptieren, ist für manche Partnerin eine Pille, die nur sehr schwer zu schlucken ist. Liebe bedeutet für mich, die Bereitschaft, den/die Partner/in zu sehen und zu akzeptieren, wie er/sie ist und nicht, wie ich sie/ihn haben will. Meine Frau sagte vor Jahren zu mir, sie sei doch nicht lesbisch, was mich insofern zutiefst verletzt hat, da mir klar wurde, dass ich eine erfüllte Sexualität in weiten Bereichen nicht erwarten kann, denn meine Weiblichkeit macht nicht an der Bettkante halt. Der Konflikt ist klar. Wer muss nachgeben ? Geht die Beziehung auf Distanz ?
Die Frage ist falsch gestellt. Es geht nicht um ein Nachgeben. Meine Weiblichkeit aufzugeben, ist mir schlicht nicht möglich. Bleiben somit die Gefühle meiner Frau. Ich sehe es so: Lässt sie sich trotzdem darauf ein, kann es eine Bereicherung in ihrem Leben sein. Wenn nicht, ist das von mir zu akzeptieren. Wenn doch, haben wir beide gewonnen. Natürlich gibt es nicht nur den einen Punkt, sondern es gibt noch andere Punkte in unserer Beziehung, in denen ich über meinen Schatten springen muss, wovon ich profitieren kann.
Ich denke, auch Du wirst wahrscheinlich an Deine Grenzen kommen. Der Bemühung diese Grenze zu überwinden, führt mMn zu Selbsterkenntnis, weshalb eine Grenze existiert. Vielleicht ist es eine echte Grenze, wie bei mir meine Weiblichkeit, oder es ist eine Scheingrenze, weil z.B. Prägungen zu Ängsten und Scham geführt haben, die keine Berechtigung haben. In meinem Fall wären das z.B. die Schwierigkeiten, über das Thema "Trans" zu sprechen.
Viel Text, der über Deine Fragen sicherlich hinaus geht. Aber ich ahne, dass dieser Mechanismus, in welcher Form auch immer, bei Euch greifen dürfte. Warum ? Weil er in allen Paarbeziehungen, die sich ernst nehmen, irgendwann zum Tragen kommt. Man kann dem ausweichen, aber dann bleibt die Liebe und die Beziehung hinter ihren Möglichkeiten. Ich empfehle das Gedicht "Von der Liebe" von Khalil Gibran. Z.B. hier: https://liebe-auf-augenhoehe.de/von-der ... il-gibran/
Alles Gute
für mich klingst Du so gar nicht so ratlos, denn ich finde, Du machst vieles schon richtig und gut.
Doch der Reihe nach
Vesta hat geschrieben: Fr 24. Okt 2025, 22:08 Das klingt nach fetischistischem Transvestitismus wie aus dem Lehrbuch.
Diese Art von "Diagnosen" sind mMn wenig hilfreich bis schädlich. Dieses "Lehrbuch" scheint mir schon 100 Jahre alt zu sein ...
MissRatlos hat geschrieben: Sa 25. Okt 2025, 08:38 Zu lesen, wie es anderen Männern damit geht und wie ihr damit umgeht und fühlt beruhigt mich.
Hm, kleiner faux pas: Viele hier im Forum tragen Damenkleidung nicht als Männer, sondern weil sie in sich ein weibliches Empfinden spüren und dieses u.a. mit Kleidung zum Ausdruck bringen. Schwamm drüber.
Meine ganz persönliche Antwort: Das, was Du von Deinem Partner beschreibst, traf genau so auch für mich zu. Es hat mich Jahrzehnte und jede Menge Arbeit an mir selber gekostet, um zu erkennen, dass nicht das Tragen von weiblicher Kleidung im Mittelpunkt steht, sondern ein weibliches Selbstempfinden. Der Wunsch, auch so in der Öffentlichkeit gesehen und akzeptiert zu werden, wurde mit der Zeit immer mächtiger. Heute gehe ich ganz selbstverständlich en femme auf die Straße. Trotzdem warne ich davor, die Parallelen, die sich ziehen lassen, auch auf das weitere Leben zu betrachten. Das ist immer individuell zu sehen. Aber eines scheint mir relativ sicher zu sein: Dein Partner ist noch nicht an einem Punkt angelangt, an dem er von sich sagen kann, wie er sich wirklich fühlt. Da steht Euch beiden noch viel Entwicklung ins Haus.MissRatlos hat geschrieben: Sa 25. Okt 2025, 08:38 Wenn ihr euch Frauenkleidung anzieht, habt ihr denn dann das Bedürfnis „für euch“ zu sein, es alleine auszuleben oder würdet ihr es gerne mit eurer Partnerin teilen?
Zur Frage, ob ich mit meiner Frau meine Leben en femme teilen möchte, kann ich Dir nur sagen, dass mich früher (vor vielen Jahren) meine Scham und meine Angst mich davon abgehalten haben, das zu wollen. Meine Frau, mit der seit fast 14 Jahren zusammen bin, sthet in dieser Frage nicht so offen gegenüber. Trotzdem bewegen wir beide uns langsam aufeinander zu, aber gleichzeitig trennt uns unsere unterschiedlichen Ansichten. Darüber zu reden fällt mir schwer, da es schnell für mich emotional wird. Ich lebe zunehmend meine gefühlte Weiblichkeit auch in ihrer Anwesenheit, was von ihr toleriert, vielleicht auch zunehmend akzeptiert wird. Ich denke, für eine gute Beziehung gibt es wichtigere Aspekte als die Kleidung. Und ja, ich würde mich sehr darüber freuen, wenn meine Partnerin und ich gemeinsam mit meiner Weiblichkeit umgehen würden. Ich sehe sie nicht als trennenden, sodern als verbindenden Punkt, wenn beide bereit sind, ihre Standpunkte auszutauschen, zu hinterfragen und zu entwickeln bereit sind.
Ich ecke mit dieser Sichtweise regelmäßig an, da es auch für die Partnerinnen eine große Herausforderung ist, sich selber auf den Prüfstand zu stellen. Den eigenen Mann in seiner Weiblichkeit, was immer das auch heißen mag, zu akzeptieren, ist für manche Partnerin eine Pille, die nur sehr schwer zu schlucken ist. Liebe bedeutet für mich, die Bereitschaft, den/die Partner/in zu sehen und zu akzeptieren, wie er/sie ist und nicht, wie ich sie/ihn haben will. Meine Frau sagte vor Jahren zu mir, sie sei doch nicht lesbisch, was mich insofern zutiefst verletzt hat, da mir klar wurde, dass ich eine erfüllte Sexualität in weiten Bereichen nicht erwarten kann, denn meine Weiblichkeit macht nicht an der Bettkante halt. Der Konflikt ist klar. Wer muss nachgeben ? Geht die Beziehung auf Distanz ?
Die Frage ist falsch gestellt. Es geht nicht um ein Nachgeben. Meine Weiblichkeit aufzugeben, ist mir schlicht nicht möglich. Bleiben somit die Gefühle meiner Frau. Ich sehe es so: Lässt sie sich trotzdem darauf ein, kann es eine Bereicherung in ihrem Leben sein. Wenn nicht, ist das von mir zu akzeptieren. Wenn doch, haben wir beide gewonnen. Natürlich gibt es nicht nur den einen Punkt, sondern es gibt noch andere Punkte in unserer Beziehung, in denen ich über meinen Schatten springen muss, wovon ich profitieren kann.
Ich denke, auch Du wirst wahrscheinlich an Deine Grenzen kommen. Der Bemühung diese Grenze zu überwinden, führt mMn zu Selbsterkenntnis, weshalb eine Grenze existiert. Vielleicht ist es eine echte Grenze, wie bei mir meine Weiblichkeit, oder es ist eine Scheingrenze, weil z.B. Prägungen zu Ängsten und Scham geführt haben, die keine Berechtigung haben. In meinem Fall wären das z.B. die Schwierigkeiten, über das Thema "Trans" zu sprechen.
Viel Text, der über Deine Fragen sicherlich hinaus geht. Aber ich ahne, dass dieser Mechanismus, in welcher Form auch immer, bei Euch greifen dürfte. Warum ? Weil er in allen Paarbeziehungen, die sich ernst nehmen, irgendwann zum Tragen kommt. Man kann dem ausweichen, aber dann bleibt die Liebe und die Beziehung hinter ihren Möglichkeiten. Ich empfehle das Gedicht "Von der Liebe" von Khalil Gibran. Z.B. hier: https://liebe-auf-augenhoehe.de/von-der ... il-gibran/
Alles Gute
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Re: Suche Rat
Hallo,
da hier bereits so viele Entwicklungsgechichten geschrieben wurde halte ich mich darüber zurück. Denn vieles bei mir ähnelt dem schon geschriebenen.
Wenn ich als Frau gekleidet bin möchte ich gern mit meiner Partnerin etwas gemeinsam unternehmen. Wir haben so bereits Urlaube verbracht, waren im Theater, im Kino, waren auf Bällen und haben getanzt, Shoppen, Essen im Restaurant, ...
Wenn ich allein unterwegs bin fühle ich mich rastlos. Immer irgendwie auf der Suche. Mit ihr an meiner Seite geht es mir deutlich besser.
Liebe Grüße,
Regina
da hier bereits so viele Entwicklungsgechichten geschrieben wurde halte ich mich darüber zurück. Denn vieles bei mir ähnelt dem schon geschriebenen.
Diese Frage möchte ich jedoch gern beantworten.MissRatlos hat geschrieben: Wenn ihr euch Frauenkleidung anzieht, habt ihr denn dann das Bedürfnis „für euch“ zu sein, es alleine auszuleben oder würdet ihr es gerne mit eurer Partnerin teilen?
Wenn ich als Frau gekleidet bin möchte ich gern mit meiner Partnerin etwas gemeinsam unternehmen. Wir haben so bereits Urlaube verbracht, waren im Theater, im Kino, waren auf Bällen und haben getanzt, Shoppen, Essen im Restaurant, ...
Wenn ich allein unterwegs bin fühle ich mich rastlos. Immer irgendwie auf der Suche. Mit ihr an meiner Seite geht es mir deutlich besser.
Liebe Grüße,
Regina
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
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Alexandra S.
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Re: Suche Rat
Hallo Miss Ratlos,
erstmal auch herzlich willkommen hier im Forum.
Leider bin ich nicht so wortgewandt wie einige der Vorrednerinnen. Deshalb schließe ich mich den Beiträgen von Michi und Desiree an, das kommt meinem Empfinden am nächsten. Wenn Du Zeit hast, dann lies Dich durch einige der Lebensgeschichten hier durch.
Viele sind ähnlich, aber jeder hat dann doch seinen eigenen Weg um damit umzugehen.
Wichtig ist daß ihr darüber reden könnt und damit euren Weg findet, in eurer Beziehung damit umzugehen.
Was wünscht sich Dein Partner und wie stehst Du dazu?
Bleibt im Gespräch und seid offen für Entwicklungen.
Liebe Grüße
Alexandra
erstmal auch herzlich willkommen hier im Forum.
Leider bin ich nicht so wortgewandt wie einige der Vorrednerinnen. Deshalb schließe ich mich den Beiträgen von Michi und Desiree an, das kommt meinem Empfinden am nächsten. Wenn Du Zeit hast, dann lies Dich durch einige der Lebensgeschichten hier durch.
Viele sind ähnlich, aber jeder hat dann doch seinen eigenen Weg um damit umzugehen.
Wichtig ist daß ihr darüber reden könnt und damit euren Weg findet, in eurer Beziehung damit umzugehen.
Was wünscht sich Dein Partner und wie stehst Du dazu?
Bleibt im Gespräch und seid offen für Entwicklungen.
Liebe Grüße
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Re: Suche Rat
Wow, ich bin sehr gerührt von alldem, was ihr mir so geschrieben habt und auch sehr aufgewühlt, wenn ich ehrlich bin.
Mein Partner hat seinen Hang zum CD vor zehn Jahre entdeckt und angefangen im privaten auszuleben. Das erste Mal jemanden davon erzählt hat er seiner ersten Ehefrau fast 6 Jahre später.
Ich habe ihn, als er mir davon erzählt hat, mal gefragt, „wie weit“ er denn gehen möchte, wenn er in diese, nennen wir es mal „weibliche Rolle“ schlüpft.
Ein Ausleben außerhalb der vier Wände schreckt ihn allerdings (noch?) ab.
Aufgrund seines Berufs und seiner dortigen recht hohen Stellung furchtet er, nicht mehr ernst genommen zu werden.
Desweiteren sagt er, dass er, wenn er andere Männer in Frauenkleidung sieht, wie auch sich selbst, findet er es ehr abstoßend und nicht attraktiv.
Er sieht sich selber nicht gerne, zehrt aber von dem Gefühl, das er empfindet, wenn er die Kleidung trägt.
Vielleicht ist das auch nur etwas, das sic vielleicht noch entwickelt, je weiter er sich damit auseinander setzt.
Jetzt gerade befindet er sich in einer Phase in der er der festen Überzeugung ist, dass für in das CD eben nur eine Phase war. Ich glaube allerdings, dass es das nicht ist sondern Teil von ihm ist und bleibt.
Ich habe ehrlich gesagt große Angst vor dem, was kommt oder kommen könnte.
Ich liebe ihn und werde dies auch weiter tun; allerdings kann ich nicht sagen, wie ich damit umgehen würde, würde er komplett auf das andere Geschlecht wechseln wollen wie es oben einmal erwähnt wurde.
Kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen, da er die Rolle des Manns keineswegs ablehnt.
Er ist ein unfassbar toleranter, enpathischer und einfühlsamer Mann, keineswegs überspielt maskulin. Ich glaube eher, dass ihm einfach beide Seiten in ihm gefallen und es ihm auch gut tut, die weibliche Seite zeigen zu können.
Wie ich anfangs schon erwähnt habe, habe ich aus erster Ehe einen Sohn. Er ist sechs Jahre alt.
Ich weiß nicht, wie er sich einmal entwickelt wird, möchte das Thema allerdings noch gerne von ihm fern halten. Selbstverständlich erziehe ich ihn tolerant und weltoffen, habe kein Problem damitohk zu erklären, warum in unserem Freundeskreis manche Kinder zwei Mamas oder Papas haben oder warum manche Männer auch zu Frauen werden können oder umgekehrt.
Ich habe eher Angst davor, dass er meinen Partner „outen“ könnte bevor dieser bereit dafür ist, sollte er es denn je sein.
Ich versuche ab und an mit Delikatesse das Thema bei meinem Partner auf den Tisch zu bringen, möchte ihm aber auch nicht das Gefühl geben, zu weit zu gehen und ihm den Raum lassen, selber mit mir darüber zu reden.
Er weiß ja nun zum Glück, dass er mit mir darüber reden kann bzw. Habe ich ihn auch explizit darum gebeten, mir keines seiner Gefühle zu verheimlichen.
Ich habe ihm auch ehrlich gesagt, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen werde, sollte ich ihn mal in Frauenkleidung sehe, dass ich aber weiß, DASS ich damit umgehen werde.
Haach, es ist einfach ein absolutes Gefühlschaos..
umso dankbarer bin ich für diesen Austausch hier!! Manche Fragen stelle sich hier einfacher als dem eigenen Partner, da ich oft Angst habe, zu weit zu gehen oder ihn dadurch zu verletzen.
Mein Partner hat seinen Hang zum CD vor zehn Jahre entdeckt und angefangen im privaten auszuleben. Das erste Mal jemanden davon erzählt hat er seiner ersten Ehefrau fast 6 Jahre später.
Ich habe ihn, als er mir davon erzählt hat, mal gefragt, „wie weit“ er denn gehen möchte, wenn er in diese, nennen wir es mal „weibliche Rolle“ schlüpft.
Ein Ausleben außerhalb der vier Wände schreckt ihn allerdings (noch?) ab.
Aufgrund seines Berufs und seiner dortigen recht hohen Stellung furchtet er, nicht mehr ernst genommen zu werden.
Desweiteren sagt er, dass er, wenn er andere Männer in Frauenkleidung sieht, wie auch sich selbst, findet er es ehr abstoßend und nicht attraktiv.
Er sieht sich selber nicht gerne, zehrt aber von dem Gefühl, das er empfindet, wenn er die Kleidung trägt.
Vielleicht ist das auch nur etwas, das sic vielleicht noch entwickelt, je weiter er sich damit auseinander setzt.
Jetzt gerade befindet er sich in einer Phase in der er der festen Überzeugung ist, dass für in das CD eben nur eine Phase war. Ich glaube allerdings, dass es das nicht ist sondern Teil von ihm ist und bleibt.
Ich habe ehrlich gesagt große Angst vor dem, was kommt oder kommen könnte.
Ich liebe ihn und werde dies auch weiter tun; allerdings kann ich nicht sagen, wie ich damit umgehen würde, würde er komplett auf das andere Geschlecht wechseln wollen wie es oben einmal erwähnt wurde.
Kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen, da er die Rolle des Manns keineswegs ablehnt.
Er ist ein unfassbar toleranter, enpathischer und einfühlsamer Mann, keineswegs überspielt maskulin. Ich glaube eher, dass ihm einfach beide Seiten in ihm gefallen und es ihm auch gut tut, die weibliche Seite zeigen zu können.
Wie ich anfangs schon erwähnt habe, habe ich aus erster Ehe einen Sohn. Er ist sechs Jahre alt.
Ich weiß nicht, wie er sich einmal entwickelt wird, möchte das Thema allerdings noch gerne von ihm fern halten. Selbstverständlich erziehe ich ihn tolerant und weltoffen, habe kein Problem damitohk zu erklären, warum in unserem Freundeskreis manche Kinder zwei Mamas oder Papas haben oder warum manche Männer auch zu Frauen werden können oder umgekehrt.
Ich habe eher Angst davor, dass er meinen Partner „outen“ könnte bevor dieser bereit dafür ist, sollte er es denn je sein.
Ich versuche ab und an mit Delikatesse das Thema bei meinem Partner auf den Tisch zu bringen, möchte ihm aber auch nicht das Gefühl geben, zu weit zu gehen und ihm den Raum lassen, selber mit mir darüber zu reden.
Er weiß ja nun zum Glück, dass er mit mir darüber reden kann bzw. Habe ich ihn auch explizit darum gebeten, mir keines seiner Gefühle zu verheimlichen.
Ich habe ihm auch ehrlich gesagt, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen werde, sollte ich ihn mal in Frauenkleidung sehe, dass ich aber weiß, DASS ich damit umgehen werde.
Haach, es ist einfach ein absolutes Gefühlschaos..
umso dankbarer bin ich für diesen Austausch hier!! Manche Fragen stelle sich hier einfacher als dem eigenen Partner, da ich oft Angst habe, zu weit zu gehen oder ihn dadurch zu verletzen.