Heinrich Böll Stiftung
Vorstandskolumne
Die von Jens Spahn beauftragte ELSA-Studie widerlegt die politischen Erwartungen des Ex-Gesundheitsministers: Nicht psychische Langzeitfolgen, sondern die Kriminalisierung und Stigmatisierung verursachen die eigentlichen Probleme.
https://www.boell.de/de/2025/10/02/die- ... ert-werden
Versorgung ungewollter Schwangerschaften muss entkriminalisiert werden | boell.de
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Anne-Mette
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Jaddy
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Re: Versorgung ungewollter Schwangerschaften muss entkriminalisiert werden | boell.de
Gleich zu Beginn des Artikels folgendes zum Thema Zwangsberatung über ein nicht existierendes Syndrom (Spanien):
2020 gab der damalige Bundesgesundheitsminister (CDU) Jens Spahn die sogenannte ELSA-Studie zu ungewollten Schwangerschaften in Auftrag. Jetzt ist sie endlich veröffentlicht worden. Offiziell sollte sie die angeblichen psychischen Langzeitfolgen von Schwangerschaftsabbrüchen untersuchen und das „Post Abortion Syndrom“ wissenschaftlich belegen – als Argument gegen die seit Langem geforderte Entkriminalisierung.
Herausgekommen ist die bislang umfassendste Untersuchung zu ungewollten Schwangerschaften in Deutschland – methodisch solide, repräsentativ und den Standards sozialwissenschaftlicher Forschung verpflichtet. Die Ergebnisse widersprechen den politischen Intentionen Spahns deutlich – denn die Probleme entstehen durch die Kriminalisierung und die von ihr erzeugte Stigmatisierung von Abtreibung.
Was die Studie tatsächlich zeigt
Die Wissenschaftler*innen kommen zu einem klaren Ergebnis: Das „Post Abortion Syndrom“ ist empirisch nicht nachweisbar und bleibt damit eine Erfindung antifeministischer Abtreibungsgegner*innen. Was als Versuch begann, den § 218 zu zementieren, hat auf über tausend Seiten die besten Argumente für seine Abschaffung geliefert – bestellt von der CDU, finanziert aus Steuermitteln und wissenschaftlich umgesetzt von sechs Hochschulen.