Am Ende allein | Medscape
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27020
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 181 Mal
- Danksagung erhalten: 2013 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Am Ende allein | Medscape
Im klinischen Alltag gibt es vieles, das mich traurig oder nachdenklich zurücklässt: eine niederschmetternde Diagnose, einen schweren Krankheitsverlauf – oder den Tod. Warum niemand verdient, alleine zu sterben.
https://www.doccheck.com/de/detail/arti ... nde-allein
https://www.doccheck.com/de/detail/arti ... nde-allein
-
Claudia
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 357
- Registriert: Di 18. Mär 2025, 22:48
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Elmshorn
- Hat sich bedankt: 213 Mal
- Danksagung erhalten: 262 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Dieser Artikel tut so fürchterlich weh. Niemand soll allein sterben, aber ...
Gilbert ist allein gestorben, ohne mich. Vielleicht hat ihm jemand vom Pflegepersonal die Hand gehalten, aber ich war nicht bei ihm. Zwei Tage lang war ich immer wieder bei ihm, hab ihn gestreichelt, mit ihm geredet, nur in dieser letzten Nacht nicht. Bis abends um 11 war ich noch bei ihm, bin dann gegangen und wurde morgens um 2 geweckt, es wäre vorbei. Diese drei Stunden noch durchhalten wäre nicht schwer gewesen, aber es war doch nicht absehbar. Oder doch? Das krame ich immer wieder als Entschuldigung mir gegenüber hervor. Da war ja immer noch Hoffnung, wohl nur bei mir.
Gil, verzeih mir
Gilbert ist allein gestorben, ohne mich. Vielleicht hat ihm jemand vom Pflegepersonal die Hand gehalten, aber ich war nicht bei ihm. Zwei Tage lang war ich immer wieder bei ihm, hab ihn gestreichelt, mit ihm geredet, nur in dieser letzten Nacht nicht. Bis abends um 11 war ich noch bei ihm, bin dann gegangen und wurde morgens um 2 geweckt, es wäre vorbei. Diese drei Stunden noch durchhalten wäre nicht schwer gewesen, aber es war doch nicht absehbar. Oder doch? Das krame ich immer wieder als Entschuldigung mir gegenüber hervor. Da war ja immer noch Hoffnung, wohl nur bei mir.
Gil, verzeih mir
The greatest act of courage is to be & own all that you are. Without apology.
Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
-
Susi T
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1222
- Registriert: Mi 4. Mai 2022, 23:44
- Geschlecht: Frau mit Varianzen
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Pfalz
- Hat sich bedankt: 857 Mal
- Danksagung erhalten: 1042 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Claudia und wenn er wie im Artikel auch erwähnt wird am Ende alleine gehen wollte? Er nicht zeigen wollte das er aufgibt und er doch keine Kraft mehr hatte um weiter zu kämpfen wo das Ende so nahe war? So wäre deine nicht Anwesenheit einfach ein "gehen lassen" gewesen...manchmal soll's so sein und vielleicht machen wir manchmal Dinge, ganz unbewusst, die dazu führen das alles richtig zusammen passt?...
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27020
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 181 Mal
- Danksagung erhalten: 2013 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Liebe Claudia,
ähnliche Fragen stelle ich mir auch, selbst wenn es bei mir darum geht, dass ich die Entscheidung treffen musste, dass es noch einmal ins Krankenhaus ging und nicht hier und zuhause die letzten Stunden gelebt wurden.
Ja, die Diskussion mit mir selbst, ob es richtig war, ist mir schwer gefallen.
Viele liebe Grüße
Anne-Mette
ähnliche Fragen stelle ich mir auch, selbst wenn es bei mir darum geht, dass ich die Entscheidung treffen musste, dass es noch einmal ins Krankenhaus ging und nicht hier und zuhause die letzten Stunden gelebt wurden.
Ja, die Diskussion mit mir selbst, ob es richtig war, ist mir schwer gefallen.
Viele liebe Grüße
Anne-Mette
-
Juliane
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1515
- Registriert: Di 5. Okt 2021, 11:53
- Geschlecht: Teilzeitfrau
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Hamburg
- Hat sich bedankt: 822 Mal
- Danksagung erhalten: 945 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Guten Abend.
Solche Fragen stellen sich wohl viele von uns.
Mein Vater starb, schwer krank und sehr dement, im Alter von 81 Jahren.
Wir haben uns die Besuche aus der Familie immer eingeteilt. Ich wäre zwei Tage später wieder dran gewesen. Am Nachmittag war meine Schwägerin bei ihm und er fragte sie, welcher Tag heute wäre. Sie antwortete ihm, dass es der zehnte Todestag seines Sohnes, ihres Mannes und meines jüngeren Bruders sei. Danach bat er sie zu gehen, weil er nun schlafen wolle.
Etwa vier Stunden später kam von meiner Mutter der Anruf, dass das Pflegeheim angerufen hätte und er verstorben sei. Wir sind dann mit der Kernfamile hingefahren und haben Abschied genommen. Offensichtlich hat er geahnt, oder sogar beschlossen das es nun gut sei und war ruhig eingeschlafen.
Dieser Gedanke tröstet ein wenig, denn es gibt offensichtlich Menschen die beim sterben doch allein sein wollen.
Ganz anders meine Schwiegermutter. Da rief das Pflegeheim meine Frau in der Firma an und bat sie zu kommen, es ginge zu Ende. Und meine Schwiegermutter hat ganz offensichtlich auf sie gewartet, hat noch einmal die Augen geöffnet, hat ihre Hand fest gedrückt und ihren letzten Atemzug getan.
Es gibt so viele Möglichkeiten und viele lassen uns verstört, oder aber auch zufrieden mit den Ereignissen, zurück.
Liebe traurige Grüße, Juliane
Solche Fragen stellen sich wohl viele von uns.
Mein Vater starb, schwer krank und sehr dement, im Alter von 81 Jahren.
Wir haben uns die Besuche aus der Familie immer eingeteilt. Ich wäre zwei Tage später wieder dran gewesen. Am Nachmittag war meine Schwägerin bei ihm und er fragte sie, welcher Tag heute wäre. Sie antwortete ihm, dass es der zehnte Todestag seines Sohnes, ihres Mannes und meines jüngeren Bruders sei. Danach bat er sie zu gehen, weil er nun schlafen wolle.
Etwa vier Stunden später kam von meiner Mutter der Anruf, dass das Pflegeheim angerufen hätte und er verstorben sei. Wir sind dann mit der Kernfamile hingefahren und haben Abschied genommen. Offensichtlich hat er geahnt, oder sogar beschlossen das es nun gut sei und war ruhig eingeschlafen.
Dieser Gedanke tröstet ein wenig, denn es gibt offensichtlich Menschen die beim sterben doch allein sein wollen.
Ganz anders meine Schwiegermutter. Da rief das Pflegeheim meine Frau in der Firma an und bat sie zu kommen, es ginge zu Ende. Und meine Schwiegermutter hat ganz offensichtlich auf sie gewartet, hat noch einmal die Augen geöffnet, hat ihre Hand fest gedrückt und ihren letzten Atemzug getan.
Es gibt so viele Möglichkeiten und viele lassen uns verstört, oder aber auch zufrieden mit den Ereignissen, zurück.
Liebe traurige Grüße, Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
-
Nicole Fritz
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2998
- Registriert: Mo 20. Mär 2017, 17:38
- Geschlecht: Enby
- Pronomen:
- Forum-Galerie: gallery/album/567
- Hat sich bedankt: 126 Mal
- Danksagung erhalten: 235 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Guten Abend,
ich hoffe, dass ich einmal in Frieden alleine sterben darf. Ich habe zu meinem Cousin gesagt: Wenn ich mir nur ein Bein gebrochen habe, rufe den Notarzt. Wenn ich aber mit Herzflimmern da liege, warte so lange, bis ich nicht mehr atme, sperr die Bude zu, schmeiß den Schlüssel weg, und ruf dann einen Tag später den Notarzt. - Es ist aber eher unwahrscheinlich dass das so kommt. Eher umgekehrt. Und da habe ich keine klare Anweisung, wie das dann ablaufen soll. Also muss ich ganz alleine entscheiden wie "dumm" ich mich dann anstelle. Einen Pflegefall künstlich am Leben zu erhalten, damit Pharma, Ärzte, Krankenhäuser und Pflegeheime damit Geld verdienen, macht für mich jedenfalls keinen Sinn.
LG Nicole
ich hoffe, dass ich einmal in Frieden alleine sterben darf. Ich habe zu meinem Cousin gesagt: Wenn ich mir nur ein Bein gebrochen habe, rufe den Notarzt. Wenn ich aber mit Herzflimmern da liege, warte so lange, bis ich nicht mehr atme, sperr die Bude zu, schmeiß den Schlüssel weg, und ruf dann einen Tag später den Notarzt. - Es ist aber eher unwahrscheinlich dass das so kommt. Eher umgekehrt. Und da habe ich keine klare Anweisung, wie das dann ablaufen soll. Also muss ich ganz alleine entscheiden wie "dumm" ich mich dann anstelle. Einen Pflegefall künstlich am Leben zu erhalten, damit Pharma, Ärzte, Krankenhäuser und Pflegeheime damit Geld verdienen, macht für mich jedenfalls keinen Sinn.
LG Nicole
-
Frieda
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1411
- Registriert: Mo 27. Aug 2018, 15:57
- Geschlecht: Bio-Frau
- Pronomen: Sie
- Hat sich bedankt: 227 Mal
- Danksagung erhalten: 94 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Guten Morgen

Für mich ein sehr sehr toller und wertvoller Artikel


Die Themen Hospiz und Trauerbegleitung rücken langsam vom Hintereingang oder vom Keller in den Alltag.
Nicht nur wir meine Kollegen vom ambulanten Hospizdienst und ich, arbeiten daran, sondern ich bin sicher auch an vielen Stellen in Deutschland arbeiten Menschenan diesem Thema.
Die Einsicht ist mittlerweile da, dass wir in unserer Gesellschaft Fehler begangen haben den Tod unsichtbar zu machen
Ich zB habe nächsten Monat wieder zwei Termine in 10. Klassen, wo wir unsere Arbeit den Jugendlichen erklären und mit Ihnen über Ihre Gedanken und Erfahrungen zum Thema Tod und Trauer reden. Und wir gehen auch in Kindergärten und reden mit Vorschulkindern über unsere Arbeit. Ich kann euch versichern, auch diese kleinen Menschen beschäftigen sich schon mit dem Thema Tod und Trauer, trotz, dass wir Jahrzehntelang als Gesellschaft versucht haben, Kinder mit dem Thema Tod und Trauer nicht in Kontakt zu bringen.
Aktuell baue ich mit meiner Kollegin in unserem kleinen Ort ein Trauercafe auf, weil wir erleben, wie immer voller unser Traucafe in der Hauptdienststelle wird (erst gestern kamen 2 neue Klienten dazu).
Mich persönlich freut es zu erleben, wie Wir gebraucht und gesucht werden
Es geht vorwärts davon bin ich überzeugt


Für mich ein sehr sehr toller und wertvoller Artikel
Die Themen Hospiz und Trauerbegleitung rücken langsam vom Hintereingang oder vom Keller in den Alltag.
Nicht nur wir meine Kollegen vom ambulanten Hospizdienst und ich, arbeiten daran, sondern ich bin sicher auch an vielen Stellen in Deutschland arbeiten Menschenan diesem Thema.
Die Einsicht ist mittlerweile da, dass wir in unserer Gesellschaft Fehler begangen haben den Tod unsichtbar zu machen
Ich zB habe nächsten Monat wieder zwei Termine in 10. Klassen, wo wir unsere Arbeit den Jugendlichen erklären und mit Ihnen über Ihre Gedanken und Erfahrungen zum Thema Tod und Trauer reden. Und wir gehen auch in Kindergärten und reden mit Vorschulkindern über unsere Arbeit. Ich kann euch versichern, auch diese kleinen Menschen beschäftigen sich schon mit dem Thema Tod und Trauer, trotz, dass wir Jahrzehntelang als Gesellschaft versucht haben, Kinder mit dem Thema Tod und Trauer nicht in Kontakt zu bringen.
Aktuell baue ich mit meiner Kollegin in unserem kleinen Ort ein Trauercafe auf, weil wir erleben, wie immer voller unser Traucafe in der Hauptdienststelle wird (erst gestern kamen 2 neue Klienten dazu).
Mich persönlich freut es zu erleben, wie Wir gebraucht und gesucht werden
Es geht vorwärts davon bin ich überzeugt
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
-
Violetta-TransFlower
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1358
- Registriert: Fr 4. Okt 2024, 14:17
- Geschlecht: Frau
- Pronomen: Sie !
- Wohnort (Name): Ost-Thüringen
- Hat sich bedankt: 2811 Mal
- Danksagung erhalten: 3148 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Sehr bewegend, was Ihr Alle hier schreibt.
Vielen Dank dafür.
Ich habe solche nahen Erfahrungen mit dem Tod auch schon einmal gehabt, als ein Freund mit einer Krebserkrankung und nachfolgendem Schlaganfall im Hospiz in Jena lag.
Wir (Ich und meine damalige Frau) wollten Ihn unbedingt noch einmal sehen.
Ich hatte Ihn als einen frohen und lustigen Menschen in Erinnerung, als wir in sein Zimmer traten, waren wir sehr traurig, was Krankheiten mit Menschen machen können.
Auf Grund des Schlaganfalls konnte er nicht mehr richtig sprechen, es kamen nur noch Laute über seine Lippen.
Wir verständigten uns dann über Zeigen und Schreiben, da er geistig noch fit war. Seine Frau (die auch heute noch eine gute Freundin von mir ist) erzählte Uns damals, "Er hat große Angst vor dem Sterben"
Ich habe Ihm ein paar Bier mitgebracht und wir tranken zusammen eine Flasche, ganz wie in alten Zeiten.
Ich sah, wenn ich in seine Augen blickte, wie er sich freute, er strahlte richtig.
Er hat sich sehr darüber gefreut, daß wir Ihn kurz vor seinem Tod noch einmal besucht haben.
Ein paar Tage später ist er von Uns gegangen...
Seine Frau war in diesen Momenten bei Ihm und erzählte Uns, es war sehr dramatisch, er wollte bestimmt auch nicht Allein sterben, Sie hat seine Hand bis zum Ende gehalten...
Bald jährt sich wieder sein Todestag im Oktober.
und dieses Lied wure auf seiner Beerdigung gespielt , da er ein großer Fan der Band gewesen ist:
für Dich, Marko
DEPECHE MODE - Little 15
Das Alles machte uns damals unfassbar traurig und lässt mich auch heute noch erschaudern.
Der Tod lauert um die Ecke und wartet nur auf seine Gelegenheit zuzugreifen, denke ich oft...
______________________________________________________________________________________________________
Vielen Dank an Dich
hat Angst vor dem Tod
Eure Violetta
Vielen Dank dafür.
Ich habe solche nahen Erfahrungen mit dem Tod auch schon einmal gehabt, als ein Freund mit einer Krebserkrankung und nachfolgendem Schlaganfall im Hospiz in Jena lag.
Wir (Ich und meine damalige Frau) wollten Ihn unbedingt noch einmal sehen.
Ich hatte Ihn als einen frohen und lustigen Menschen in Erinnerung, als wir in sein Zimmer traten, waren wir sehr traurig, was Krankheiten mit Menschen machen können.
Auf Grund des Schlaganfalls konnte er nicht mehr richtig sprechen, es kamen nur noch Laute über seine Lippen.
Wir verständigten uns dann über Zeigen und Schreiben, da er geistig noch fit war. Seine Frau (die auch heute noch eine gute Freundin von mir ist) erzählte Uns damals, "Er hat große Angst vor dem Sterben"
Ich habe Ihm ein paar Bier mitgebracht und wir tranken zusammen eine Flasche, ganz wie in alten Zeiten.
Ich sah, wenn ich in seine Augen blickte, wie er sich freute, er strahlte richtig.
Er hat sich sehr darüber gefreut, daß wir Ihn kurz vor seinem Tod noch einmal besucht haben.
Ein paar Tage später ist er von Uns gegangen...
Seine Frau war in diesen Momenten bei Ihm und erzählte Uns, es war sehr dramatisch, er wollte bestimmt auch nicht Allein sterben, Sie hat seine Hand bis zum Ende gehalten...
Bald jährt sich wieder sein Todestag im Oktober.
und dieses Lied wure auf seiner Beerdigung gespielt , da er ein großer Fan der Band gewesen ist:
für Dich, Marko
DEPECHE MODE - Little 15
Das Alles machte uns damals unfassbar traurig und lässt mich auch heute noch erschaudern.
Der Tod lauert um die Ecke und wartet nur auf seine Gelegenheit zuzugreifen, denke ich oft...
______________________________________________________________________________________________________
Ohne Menschen wie Dich, wären solche Erlebnisse, die ich damals gemacht habe, nicht möglich gewesen.Frieda hat geschrieben: Mi 17. Sep 2025, 05:13 Mich persönlich freut es zu erleben, wie Wir gebraucht und gesucht werden![]()
Vielen Dank an Dich
hat Angst vor dem Tod
Eure Violetta
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
-
Tatjana_59
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4270
- Registriert: So 1. Jan 2012, 20:07
- Geschlecht: Frau
- Pronomen: Sie
- Hat sich bedankt: 695 Mal
- Danksagung erhalten: 477 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Hallo Violetta,Violetta CD hat geschrieben: Mi 17. Sep 2025, 07:29 Sehr bewegend, was Ihr Alle hier schreibt.![]()
Vielen Dank dafür.![]()
Ich habe solche nahen Erfahrungen mit dem Tod auch schon
hat Angst vor dem Tod
Eure Violetta![]()
Du schreibst, der Tod lauert um die Ecke!
Da gebe ich dir vollkommen Recht, wann er zuschlagen wird weiß kein Mensch, Gott sei Dank.
Ich habe vor 30 Jahren meine Mutter bis zum letzten Atemzug begleitet.
Sie war Krebskrank, ihre letzten Worte waren:
Ich habe um mein Leben gekämpft, doch jetzt möchte ich sterben.
Das war ein paar Stunden vor ihrem Tod.
Ich blieb bei ihr bis sie dann ruhig für immer eingeschlafen ist.
Ein Bruder von mir verstarb auch an Krebs vor 11 Jahren.
Seine Frau hielt seine Hand bis zum Schluss, ich war auch bis zum Schluss dabei.
Ich spürte etwa eine Minute vorher dass er jetzt sterben musste.
Ich brach in Tränen aus, hörte seinen letzten Atemzug Zug und sein Leiden war beendet.
Es war mein Stiefbruder, doch er war mir mehr wie ein Bruder, viel mehr.
Sein Vater der sich fast 20 Jahre um ihn nicht geschert hatte, während seiner zweijährigen Leidenszeit nur einmal kurz bei ihm im Krankenhaus vorbeischaute, war die letzten etwa drei Stunden am Krankenbett und hielt ihm die andere Hand.
Das bemerkte mein Bruder, das war wohl auch der Punkt an dem er zufrieden gehen konnte und wollte.
Für mich war sein Tod viel schlimmer wie der meiner Mutter.
Du schreibst dass du Angst vor dem Tod hast.
Ich denke man sollte keine Angst vor dem Tod haben, allerdings vor dem Sterben.
Ich bin vermutlich im letzten Viertel meines Lebens.
Ich weiß natürlich auch nicht wann es vorbei sein wird.
Ich bin allerdings nicht gesund.
Meine fehlende Gesundheit belastet mich schwer insofern ich tatsächlich auch Angst vor dem Tod habe, mehr wie vor dem Sterben.
Für mich bedeutet es Angst zu haben plötzlich und unerwartet zu sterben, weil meine engsten Angehörigen, allen voran meine Frau und meine Tochter nicht Abschied nehmen können.
Auch dass ich nicht Abschied nehmen kann.
Klingt paradox, ist aber so!
Somit ist meine schlimmste Angst der plötzliche Tod, sei es durch Unfall, Sekundentod, oder einschlafen und nicht mehr aufwachen.
Ja ich habe Angst vor dem Tod.
LG Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
-
Frieda
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1411
- Registriert: Mo 27. Aug 2018, 15:57
- Geschlecht: Bio-Frau
- Pronomen: Sie
- Hat sich bedankt: 227 Mal
- Danksagung erhalten: 94 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Eigentlich liebe Tatjana, können wir uns immer von unseren Liebsten verabschiedenTatjana_59 hat geschrieben: Mi 17. Sep 2025, 09:45 Für mich bedeutet es Angst zu haben plötzlich und unerwartet zu sterben, weil meine engsten Angehörigen, allen voran meine Frau und meine Tochter nicht Abschied nehmen können.
Auch dass ich nicht Abschied nehmen kann.
Klingt paradox, ist aber so!
Somit ist meine schlimmste Angst der plötzliche Tod, sei es durch Unfall, Sekundentod, oder einschlafen und nicht mehr aufwachen.
Ja ich habe Angst vor dem Tod.
LG Tatjana
Immer, wenn wir ins Bett gehen, ein achtsames und bewusstes "Gute Nacht
Immer, wenn wir uns verabschieden um auf Arbeit, oder einkaufen oder oder oder zu gehen/zu fahren
Es ist uns halt im Alltag ZUUUU selbstverständlich geworden, dass der/die Andere IMMER da ist. Aber wie gesagt, wenn wir unser Bewusstsein schärfen, uns selbst immer wieder in Erinnerung bringen das könnte unser letzter gemeinsamer Moment sein, bringt uns das nicht in das Dilemma uns nicht vorm Tod verabschiedet zu haben. Nein es hat sogar das Potential uns bewusst und dankbar zu machen, was für tolle Beziehungen wir mit Anderen haben und pflegen dürfen
Das eigene Bewusstsein immer wieder aufs Neue darauf zu lenken, dass Alles auf Erden endlich ist, kann uns viel viel Gutes schenken
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
-
Tatjana_59
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4270
- Registriert: So 1. Jan 2012, 20:07
- Geschlecht: Frau
- Pronomen: Sie
- Hat sich bedankt: 695 Mal
- Danksagung erhalten: 477 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Danke für deine Worte liebe Frieda.Frieda hat geschrieben: Mi 17. Sep 2025, 10:09Eigentlich liebe Tatjana, können wir uns immer von unseren Liebsten verabschieden
Immer, wenn wir ins Bett gehen, ein achtsames und bewusstes "Gute Nacht"
Immer, wenn wir uns verabschieden um auf Arbeit, oder einkaufen
![]()
Du hast natürlich vollkommen Recht.
Du kennst ja mein Tagebuch, hast es verfolgt.
Dadurch kennst du auch die schwärzeste Zeit 2019 meines Lebens.
Doch aus diesem Jahr habe ich viel gelernt.
Das ganze Jahr hielt die Liebe meiner Frau unerschütterlich zu mir.
Ich hatte die Liebe zu ihr Gott sei Dank nur vergraben, aber wieder gefunden.
Seit 2020 verbringen wir jede Minute miteinander, abgesehen der Zeit wo sie im Büro ist.
Es gibt keinen Abend wo wir uns im Bett die Worte sagen, Schlaf gut, ich liebe dich.
Meine Tochter hält das für bescheuert, sie meint das muss man sich nicht jeden Tag sagen.
Der Partner spürt die Liebe auch so.
Für uns ist es sehr wichtig geworden und gegenseitig immer unsere Liebe zuzusichern.
Außer kleinen Meinungsverschiedenheiten die schnell aus der Welt geschafft wurden haben wir seit 2020 nicht mehr gestritten.
Trotzdem ist es für mich, im übrigen auch für meine Frau ein grausamer Gedanke, einfach die Augen zu schließen ohne sie wieder zu öffnen.
Der Tod ist einfach zu endlich!
Liebe Grüße Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
-
edeka
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 648
- Registriert: Sa 1. Okt 2016, 12:21
- Geschlecht: m
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Stuttgart
- Hat sich bedankt: 133 Mal
- Danksagung erhalten: 116 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Sowohl der Artikel als auch die Beiträge zeigen, daß die Menschen eben doch ziemlich unterschiedliche Ansichten und Wünsche zum Tod und zum eigenen sterben haben.
"Man sollte keine Angst vor dem Tod aber vor dem sterben haben" ?
Jein - Angst SOLLTE man eigentlich vor keinem haben. Aber die meisten (auch ich) haben Angst vor einem langen dahin siechen und vor Schmerzen beim Sterben, nicht vor dem Tod. Wenn jemand plötzlich stirbt, und alt war, sagt man auch gerne, so will ich auch gerne sterben.
Interessant finde ich an den Aussagen, daß es offenbar doch viele gibt, die lieber am Schluss alleine sterben, anstatt unter Aufsicht von Angehörigen. Gerade wenn man als sterbender nicht mehr kommunizieren kann, finde ich das irgendwie würdiger.
Ich denke die Kunst besteht darin, den Tod als Teil des Lebens anzunehmen. (Schwieriger ist es doch, schwere Krankheiten und Behinderungen anzunehmen)
Natürlich auch für die Hinterbliebenen. Ich habe noch nie verstanden, warum es "Trauerarbeit" braucht. Das klingt jetzt krass und ich würde damit im wahren Leben auch niemanden angreifen. Tatsächlich ist meine Erfahrung auch eher die, daß bei Beerdigungen nicht geweint wird, sondern die Leute eher gut gelaunt sind, sich freuen, alte Bekannte zu treffen, und einander schöne Geschichten vom verstorbenen erzählen , ohne zu trauern.
LG Ascona
"Man sollte keine Angst vor dem Tod aber vor dem sterben haben" ?
Jein - Angst SOLLTE man eigentlich vor keinem haben. Aber die meisten (auch ich) haben Angst vor einem langen dahin siechen und vor Schmerzen beim Sterben, nicht vor dem Tod. Wenn jemand plötzlich stirbt, und alt war, sagt man auch gerne, so will ich auch gerne sterben.
Interessant finde ich an den Aussagen, daß es offenbar doch viele gibt, die lieber am Schluss alleine sterben, anstatt unter Aufsicht von Angehörigen. Gerade wenn man als sterbender nicht mehr kommunizieren kann, finde ich das irgendwie würdiger.
Ich denke die Kunst besteht darin, den Tod als Teil des Lebens anzunehmen. (Schwieriger ist es doch, schwere Krankheiten und Behinderungen anzunehmen)
Natürlich auch für die Hinterbliebenen. Ich habe noch nie verstanden, warum es "Trauerarbeit" braucht. Das klingt jetzt krass und ich würde damit im wahren Leben auch niemanden angreifen. Tatsächlich ist meine Erfahrung auch eher die, daß bei Beerdigungen nicht geweint wird, sondern die Leute eher gut gelaunt sind, sich freuen, alte Bekannte zu treffen, und einander schöne Geschichten vom verstorbenen erzählen , ohne zu trauern.
LG Ascona
-
Frieda
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1411
- Registriert: Mo 27. Aug 2018, 15:57
- Geschlecht: Bio-Frau
- Pronomen: Sie
- Hat sich bedankt: 227 Mal
- Danksagung erhalten: 94 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
-
Frieda
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1411
- Registriert: Mo 27. Aug 2018, 15:57
- Geschlecht: Bio-Frau
- Pronomen: Sie
- Hat sich bedankt: 227 Mal
- Danksagung erhalten: 94 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Hallo Asconaascona hat geschrieben: Mi 17. Sep 2025, 11:17 ... Ich habe noch nie verstanden, warum es "Trauerarbeit" braucht. Das klingt jetzt krass und ich würde damit im wahren Leben auch niemanden angreifen. Tatsächlich ist meine Erfahrung auch eher die, daß bei Beerdigungen nicht geweint wird, sondern die Leute eher gut gelaunt sind, sich freuen, alte Bekannte zu treffen, und einander schöne Geschichten vom verstorbenen erzählen , ohne zu trauern.![]()
LG Ascona![]()
Ich verstehe deine Worte und ich möchte auch gar nicht sagen, dass sie falsch sind
Ich möchte dennoch gern (ohne hoffentlich aufdringlich zu sein) ein paar Punkte beleuchten, die für meine Wahrnehmung und in meiner Erfahrungen vergessen wurden.
Verwaiste Eltern die den Tod ihres minderjährigen Kindes erleben oder minderjährige Kinder die den Tod ihrer Eltern erleben, werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit NICHT auf der Beerdigung fröhlich sein, oder tanzen oder lachen (das kann ich dir garantieren
Und in diesen Fällen zahlt sich sehr sehr oft (wenn nicht sogar immer) der Kontakt zu einem Trauerbegleiter aus
Auch Erwachsene in allen Altersgruppen können Probleme bekommen, wenn sie mit dem Tod ihrer Liebsten konfrontiert werden.
Ich selbst habe zweimal das Thema Suizid miterlebt, was nochmal ein vollkommen anderes Thema, als zB Unfalltod ist. Die Hinterblieben von Verstorbenen die sich suizidiert haben, beschäftigen sich mit ganz anderen Fragen und Themen, als eine Familie die ein Unfallopfer betrauert.
Und welches Thema sich erst später nach der Beerdigung zeigt, ist das Thema Einsamkeit von alten Menschen. Alte Menschen die ihren Partner betrauern, wo die Kinder erwachsen sind und womöglich weggezogen sind, stehen mit dem Tod des Partners oft alleine da. Nicht immer leben noch gemeinsame Freunde des Paares und die Einsamkeit zieht mit dem Tod des Partners auf einmal ein.
Ein neuer Alltag muss sich finden, oder kleine neue Aufgaben können gefunden werden, die der Trauernde oft nicht sieht, weil es auch nicht untypisch ist mit dem Tod des Partners depressiv zu werden.
Es gibt viele andere Themen die uns in unserer Arbeit begegnen:
- Corona ist für uns immer noch ein Thema, weil immer noch Trauernde damit kämpfen in der letzten Stunde ihres geliebten Menschen nicht dabei gewesen zu sein
- andere Angehörige kämpfen mit Wut, weil die Bürokratie sie verzweifeln ließ (und da gibt es Fälle die sind zum Haare raufen, ehrlich)
- und verwaiste Eltern zB die mit Neid kämpfen, weil sie es nicht mehr mit ansehen können, wenn andere Eltern mit ihren Kindern auf dem Spielplatz spielen
- und und und
Vielleicht siehst du jetzt liebe Ascona, dass der Radius der Themenbereiche eines Traubegleiters doch recht umfangreich ist!?
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
-
edeka
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 648
- Registriert: Sa 1. Okt 2016, 12:21
- Geschlecht: m
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Stuttgart
- Hat sich bedankt: 133 Mal
- Danksagung erhalten: 116 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Am Ende allein | Medscape
Liebe Frieda,
ich wünsche dir ganz herzlich daß du diesen Menschen helfen kannst !
liebe Grüße, ascona
ich wünsche dir ganz herzlich daß du diesen Menschen helfen kannst !
liebe Grüße, ascona