Autogynophiles Hex Hex ...
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Wer möchte, kann sich vorstellen: bitte kurz fassen
und längere Diskussionen in den dafür vorgesehenen
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Baeramaela
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Autogynophiles Hex Hex ...

Post 1 im Thema

Beitrag von Baeramaela »

Liebe Leute,

nun habe ich es endlich geschafft, mich hier im Forum anzumelden. Ich lese schon seit ca. einem Jahr mit. Drauf gestoßen bin ich über die Suchmaschine mit dem Begriff Autogynophilie, weil hier ein Beitrag dazu enthalten ist, wo es genau um dieses Thema geht, wo auch zu einem Video verlinkt ist, das ich auch komplett geschaut habe (verlinke ich am Ende) und ich mich in der Beschreibung im Video größtenteils wiedergefunden habe: Ich bin ein Crossdresser, der sich am liebsten, wie mit Elfenmagie, in eine Cis-Frau verwandeln möchte, was mich sexuell erregt, aber auch die Option haben möchte, wieder zurück zum Mann zu gehen. Vielleicht will ich ja auch dauerhaft als Frau leben, aber diesen Gedanken denke ich einfach nicht weiter, weil ich keine Frau bin (46 XY - Chromosom, Cis-Mann). Ich zelebriere in meinem künstlerischen Schaffensprozess nur deswegen die Verwandlung in eine Frau, weil es mich sexuell erregt, diesen Gedankenfilm der Verwandlung abzuspielen. Es gibt aber auch seltene Momente, wo ich mich selbst versuche, z.B. zum Ausgehen äußerlich einer Cis-Frau anzugleichen (den Penis kann ich verstecken), bin aber auch sehr frustriert, wenn ich trotzdem noch als Mann wahrgenommen werde. Das klingt mach hohem Anspruch, aber ich kann einfach sonst nichts machen - alles andere ist fade. Eine Gesichtsoperation war besonders in der Zeit, als ich merkte, dass die jahrelange Hormoneinnahme nicht das brachte, was ich erhoffte, auch eine Option, aber ich habe Angst, sonst zu künstlich auszusehen. Auch bei einem guten Chirurgen in der Gesichtsfeminisierung ist einer anderen Transperson das Ergebnis misslungen, wieder eine andere ist gestorben. Das Risiko, dass es nicht so verläuft, wie ich es mir vorstelle, ist also groß.
Mir ist klar, dass Autogynophilie umstritten ist, weil der amerikanische Psychiater Ray Blanchard , der das untersucht hatte, sexuelle Identität mit sexueller Orientierung vermischt. Ich benutze dieses pathologisierende Wort, um damit arbeiten zu können. Bei mir ist das aber so, dass ich es nicht anders kenne. Schon zu Beginn der Pubertät erregte es mich, Frauenkleidung zu tragen. Meine sexuelle Erregung ist Teil meiner Identität. Deshalb, nimmt es mir nicht übel, kann ich Transidenten (also die mit geschlechtsangleichenden Operationen) nicht wirklich nachzuvollziehen kann. In deren Selbsthilfegruppen war ich dauernd anggeeckt, weil für mich das Ausleben als Cis-Frau das Ein und Alles ist. Die Leiterin der Gruppe meinte auch: "Ja, das wollen wir alle".
Vielleicht gibt es bei mir auch einfach kein Filter, der "Zwischentöne" akzeptiert. Ich will gleich das Optimum und bin frustriert, weil es das nicht gibt, oder nur mit sehr viel Mühe zu erreichen ist, wie hier:
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://i.postimg.cc/8z2PFhrk/lachinge.jpg

Übrigens: Ich bin Autist. Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr. Ich schreibe ja schon sehr viel für einen Begrüßungsbeitrag.
Seitdem ich in der Transidenten-Selbsthilfegruppe war, sind einige Jahre vergangen und ich hatte einfach ein Leben ohne Sex und Partnerschaft geführt, Psychotherapeuten können mir auch nicht helfen, ich bin nicht dauerhaft im Berufsleben belastbar, bis ich auf den Begriff Autogynophilie gestoßen bin.
Die Person in dem Video über Autogynophilie ist auch nicht gerade über die Neigung glücklich. Warum ist das bei mir auch so wild?
Ich suche auch nach Wegen, damit umzugehen. Mit mir selbst im reinen bin ich am ehesten in meinen Kurzgeschichten (Link am Ende dieses Beitrags). Dort stelle ich meinen alten Ego als Helden dar, der ungewöhnliche Wege findet, mit dem Alltag besser zurecht zu kommen, z.B. ist er neu in der Schule und hat Angst, dass er wie in der alten Schule wieder gemobbt wird, weil niemand mit ihm redet, oder er ausgegrenzt wird. Dann findet er eine Maske, mit dem er sich in ein bei den anderen Schülern beliebtes Mädchen verwandeln kann, womit man ihn nicht wiedererkennt und er fragt in dieser Rolle einfach nach: "Was denkt ihr über den Neuen?" Diese Geschichte soll auch soziokritische Probleme offenlegen. Es ist ein wenig wie in einem schon etwas älteren Film, deren Namen ich nicht her weiß, wo sich ein Junge über eine lange Blondhaarperücke in ein Mädchen verkleidet und von seinen Mitschülern so auch nicht wiedererkannt wird, nur etwas phantastischer.

Die Situation aus der Selbsthilfegruppe aber geht mir nicht aus dem Kopf. Vielleicht habe ich Großmachtsphantasien - will die Wunderwaffe, gleich das Optimum, statt kleine Brötchen zu backen, oder habe ich doch eher einer tiefliegende Störung, die mit meiner Geschlechtsidentität einhergeht, aber nicht meine Geschlechtsidentität ist? Oder soll ich doch einfach die Gesichts-OP machen und happy sein damit, wie ich bin? Darüber grübel ich schon sehr lange.


Sonst gibt es noch diese Bilder, wo ich aber schon denke, dass ich dort als Trans erkannt werde, aber trotzdem irgendwo schön sind:
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Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://i.postimg.cc/ZRjQdCSR/milch.jpg


Hier ist der Link zum Betrag über Autogynophilie:
viewtopic.php?t=24329
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Tag Baeramaela,

den Link zur Kurzgeschichte habe ich erstmal rausgenommen.
Ich denke für einen Beitrag zur Vorstellung reichen die übrigen ausführlichen Informationen in Wort und Bild erstmal.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 3 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Hallo Baeramaela,

ich habe jetzt echt lange überlegt, ob ich etwas zu deiner Vorstellung schreiben möchte. Aber ich merke für mich, ich will meinem Unwohlsein doch Worte geben.

Ich würde an dieser Stelle gerne sagen "Willkommen im Forum, fühl Dich wie zu Hause", aber das fällt mir ehrlich gesagt schwer.

Ich finde deinen Post verwirrend und widersprüchlich. Nicht transident, dafür AGP, aber Hormone nehmen und über feminisierende OPs nachdenken? Das bei vielen hier in der Anfangsphase einiges durcheinander gerät an Gefühlen und Selbstwahrnehmung ist verständlich, Du wirkst aber (auf mich) schon sehr "erfahren" und trotzdem purzelt da alles wild herum.

Das soll kein Angriff sein, aber ich möchte zum Ausdruck bringen, dass mir deine Situation und was Du genau möchtest einfach aus der Vorstellung nicht verständlich hervorgeht. Vielleicht geht es anderen da anders.

Was es mir - und das ist ein ganz persönliches Ding - aber so schwer macht ist die Tatsache, dass ich AGP als Konzept unfassbar...unsympathisch finde. Damit möchte ich nicht sagen das Du unsympathisch bist, ich kenne Dich ja gar nicht.

Aber AGP als Prinzip ist mir, seit ich zum ersten Mal davon gehört habe, zuwider. Ich bin trans*. Eine Transfrau um genau zu sein. Ich empfinde (und denke anscheinend) schon sehr lange nicht typisch männlich, vielleicht sogar nie. Für mich ist "Frau sein" (eher: als weiblich gelesen werden) nichts Erregendes. Schon gar nicht sexuell. Meine Kleidung ziehe ich an, weil sie schick ist, weil sie bequem ist, weil sie meinem jeweiligen Anspruch entspricht - und mich, weil es Kleidung für Frauen ist, dabei auch noch weiblich präsentiert. Ich kann aber auch meine alten Klamotten anziehen und fühle mich immer noch weiblich.

Was ich nie, nicht mal als Kind, empfunden habe, wenn ich mir ein Leben als Frau vorgestellt habe, war sexuelle Erregung. Es ist vollkommen egal was ich anziehe, Erregung ist da nicht. Ich habe auch nie, never, die Kleider meiner weiblichen Verwandten angezogen. Nicht die meiner Mutter, Oma oder Schwester. Dieses Eindringen in die Intimsphäre anderer (vor allem weiblicher Menschen) war für mich nicht mal im Ansatz akzeptabel.

AGP - allein das Schreiben dieser 3 Buchstaben geht mir schwer von der Hand - ist die Fetischisierung der Frau. Und ich, unsere Schwestern, unsere Mütter, Partnerinnen, Freundinnen und alle anderen Frauen auf dieser Welt SIND KEIN FETISCH. Wir sind nicht Sexobjekt. Wir sind nicht Objekt. Und das es "auto" heißt, macht es keinen Deut weniger... [denkt euch was ich sagen will]


--------------------
Doch genug davon. Das ist meine Meinung. Jede*r hier darf/soll bitte die Freiheit genießen, eine andere Haltung zu haben. Ich möchte Dich auch nicht aus dem Forum ausschließen oder ähnliches. Das steht mir nicht zu. Ich möchte eigentlich auch kein "Kink-Shaming" betreiben. Das ist schon ein Dilemma, wenn ich ehrlich bin.
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 4 im Thema

Beitrag von Helga »

Liebe Baeramaela,
zunächst einmal herzlich willkommen im Forum!
Für eine Vorstellung ist der Beitrag recht umfangreich.
Ohne mich in der Tiefe mit dem Begriff befasst zu haben: Worin unterscheidet sich Autogynophilie vom klassischen fetischistischen Transvestitismus? Ich verstehe allerdings nicht, wie dies mit einer Hormontherapie in Deckung zu bringen ist.
Hierin ist im übrigen nichts Verwerfliches zu erkennen. Bei den damit verbundenen Handlungen entgeht weder Eigen- noch Fremdschädigung.
Bevor hier noch mehr Steinewerferinnen um die Ecke kommen, die angeblich noch nie „gesündigt“ haben: Wer noch nie erlebt hat wie prickelnd es sein kann sich selbst erotisch zurecht zu machen, mit hübschen Dessous, Reizwäsche, High- Heels etc. ist im Grunde bedauernswert. Die neunzehnhundertsechziger Jahre sind jetzt seit 55 Jahren vorbei.
Liebe Grüße
Helga
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Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 5 im Thema

Beitrag von Vesta »

[youtube][/youtube]
Baeramaela hat geschrieben: Mi 30. Apr 2025, 12:22 Mir ist klar, dass Autogynophilie umstritten ist, weil der amerikanische Psychiater Ray Blanchard , der das untersucht hatte, sexuelle Identität mit sexueller Orientierung vermischt.
Mir ist der Begriff Autogyn(äk)ophilie ein paarmal untegekommen, weil eine Zeil lang vor allem in den USA versucht wurde, damit Transsexualität zu erklären, insbesondere von R. Blanchard, der ohnehin der Meinung war, dass er immer Recht habe und alle anderen sich irren. Unter Transsexuellen ist der Begriff sehr unbeliebt, nicht nur, weil er ihren Wunsch, dem anderen Geschlecht angehören zu wollen, als Fetisch abtut, sondern auch, weil er nichts von ihren Gefühlen erklären kann. Das dahinter stehende Konzept ist Schrott und hat nichts mit Transsexuaität zu tun. In Deutschland hatte der Begriff nie größere Verbreitung gefunden.

Ich dachte, das Konzept von Autogynophilie wäre längst beerdigt worden.

Ich empfehle, sehr vorsichtig zu sein, wenn sexuelle Wünsche treibend sind für die Transition.
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 6 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Liebe Baeramaela,
erstmals Willkommen hier im Forum. Mit deiner Vorstellung gehts mir genauso wie "Knäckebrötchen". Sie ist sehr lang, was ich überhaupt nicht kritisiere, aber auch für mich ists einigermaßen schwer sie zu verstehen. Trotzdem freue ich mich, dass du zu uns gefunden hast und hoffe, dass du dich bei uns wohl fühlst.
LG Christina
HeikeCD
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 7 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Hallo Baeramaela,

auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum. Ich denke auch es gibt die unterschiedlichsten Facetten bei jeder und jeder Jeck ist da eben anders, zumal eine erotische Komponente da, muß zwar nicht, kann aber, vielleicht bei einigen nur unterbewusst, doch irgendwie mitschwingt.

Liebe Grüße Heike
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen
Baeramaela
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 8 im Thema

Beitrag von Baeramaela »

Hi Leute,

Ich war erst einmal geschockt, weil ich die Reaktion von Knäckebrötchen so nicht erwartet hatte. Sie meint einerseits, dass sie mich nicht persönlich angreifen will, aber mit so Aussagen wie "Begrüßen fällt mir schwer" suggeriert sie nach meinem Empfinden das unangenehme Gefühl, nicht willkommen zu sein. Auch der Vorwurf, dass ich andere Frauen als Objekte "missbrauchen" würde, oder in deren Privatsphäre eindringe,ist mir völlig fern. Ich bin nicht der Wolf im Aussehen einer Cis-Frau, der in der Damenumkleide sich an nackten Frauen aufgeilt, falls es so gemeint war. Ich habe hier sehr persönliche Informationen preis gegeben, was ich normalerweise nicht mache, nicht nur, weil ich mich in einem Schutzraum wähnte, sonder auch einfach, weil ich verzweifelt bin. Bei meiner Sexualität gibt es einfach keine Alternative. Ich habe bewusst das Korsett der "einfach erklärbaren Welt", die Komfortzone, verlassen, aber anscheinend bin ich doch ganz anders gepolt unter Menschen, die schon anders gepolt sind, wo Frauenwäsche eben nicht sexuell erregend ist (an dieser Stelle danke ich dir für deine Offenheit). Ich kann verstehen, wenn wegen meiner ganz anderen Sicht auf die Dinge etwas durcheinander gepurzelt erscheint, aber was genau kannst du denn nicht verstehen? Etwa das, was Helga schon fragte?
Helga hat geschrieben: Mi 30. Apr 2025, 21:54 Worin unterscheidet sich Autogynophilie vom klassischen fetischistischen Transvestitismus? Ich verstehe allerdings nicht, wie dies mit einer Hormontherapie in Deckung zu bringen ist.
Ich las in dem Video zur Autogynophilie (Link am Ende des Betrags) die Kommentarfunktion durch und ich war überrascht, wie schlagfertig der Videoersteller dort die "schrottige", als widerlegt geltende Autogynophilie verteidigt. Auf einen Kommentar, wo behauptet wird, dass Autogynophilie nur DWT und Crossdressing ist, antwortet er, dass Autogynophilie das zugrundeliegende Phänomen des allgemeinen Frauverkörperns durch Männer gut beschreibt. Fetischistischen Transvestitismus würde ich mit meinem gefährlichen Halbwissen einfach mal dazu zählen.
Zitat: "Ich glaube nicht dass diese drei „Phänomene“ komplett unterschiedliche Dinge sind, sondern maximal drei verschiedene Bezeichnungen die sich Leute selbst geben, die alle die selbe zugrundeliegende emotionale Struktur besitzen: Starke positive Gefühle bei der Vorstellung selbst eine Frau zu sein, bzw. das verkörpern oder tragen zu können, was in unserer Gesellschaft dem gegensätzlichen Geschlecht zugeschrieben wird. Sein es Kleidung, Aussehen, Körper, Status, Rollenvorstellung oder Rechte. Der Begriff Autogynophilie beschreibt hierbei das zugrundeliegende Phänomen ganz gut."

Und wie es mit einer Hormontherapie in Deckung zu bringen ist? Anfang der 2000er, als ich mich als Transvestit outete, also in Frauenkleidern auf die Straße ging und einschlägige Lokalitäten der damaligen queeren Szene in Berlin aufsuchte, wurde schon gemunkelt, dass ich transsexuell sein könnte (weil ich ja unbedingt mein eigenes Selbst als Cis-Frau sein wollte). Mangels alternativer Erklärung hatte ich auch einfach geglaubt, selbst transsexuell zu sein und fing an, den Weg zu gehen, u.A. mit Hormontherapie. Dass es während des Alltagstests Episoden gab, wo ich als Mann unterwegs war, verschwieg ich einfach, dachte aber, dass es die Gesellschaft ist, die ein dauerhaftes Ausleben in der Frauenrolle schwer macht und ich ein Recht drauf habe, nicht dauernd angefeindet zu werden. Es gipfelte dann in den Wusch, mein Gesicht operativ feminisieren zu lassen. Aber, später kam ich zur Erkenntnis, dass ich eher ein Crossdresser bin und gab es auf, mich widernatürlich zu feminisieren. Ich hatte sogar wieder meinen alten Namen angenommen, aber ich crossdresse weiterhin. In der Beitragssektion des Autogynophilie-Videos ist auch von Leuten die Rede, die es bereut haben, die Transition durchgezogen zu haben, weil eine sexuelle Phantasie für die Transition treibend waren. Das hat mich schon sehr geschockt.

Und was ich will? Leute kennen lernen, denen es so geht wie mir. Erfahrungen austauschen. Mich normal zu fühlen.

Ich bin auch sehr geschichtsinteressiert, beschäftige mich mit der Vorzeit, wo Menschen, die nicht der Geschlechternorm entsprachen, als heilig angesehen wurden (z.B. der Kybelekult). Auch das Thema Anderswelt interessiert mich sehr.

Ich hoffe, dass man mich jetzt einigermaßen verstanden hat.


Video zur Autogynophilie:
https://www.youtube.com/watch?v=CY98NNO ... 3718276474
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 9 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Hallo Baeramaela,

"Zitat: "Ich glaube nicht dass diese drei „Phänomene“ komplett unterschiedliche Dinge sind, sondern maximal drei verschiedene Bezeichnungen die sich Leute selbst geben, die alle die selbe zugrundeliegende emotionale Struktur besitzen: Starke positive Gefühle bei der Vorstellung selbst eine Frau zu sein, bzw. das verkörpern oder tragen zu können, was in unserer Gesellschaft dem gegensätzlichen Geschlecht zugeschrieben wird. Sein es Kleidung, Aussehen, Körper, Status, Rollenvorstellung oder Rechte. Der Begriff Autogynophilie beschreibt hierbei das zugrundeliegende Phänomen ganz gut.""

Das dürfte hier doch auf eigentlich alle zutreffen. Könnte es ganz runtergebrochen nicht auch als das "Feiern" oder "Verehren" der Weiblichkeit gedeutet werden? Denn zu jedem Begriff gibt es ja immer positive wie negative Deutungen, je nach Dozenten. Und, bei einer ist eben die sexuelle Komponente mit im Spiel, bei anderen wiederum, ich z.B., ist das halt nur untergeordnet so. Oder gar nicht. Letztlich sind solche Begriffe doch nur Einordnungen um etwas zu beschreiben, ob zutreffend oder nicht kann ja nur ein Betroffener wissen.

LG Heike
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 10 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Baeramaela hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 14:36 Hi Leute,

Ich war erst einmal geschockt, weil ich die Reaktion von Knäckebrötchen so nicht erwartet hatte. Sie meint einerseits, dass sie mich nicht persönlich angreifen will, aber mit so Aussagen wie "Begrüßen fällt mir schwer" suggeriert sie nach meinem Empfinden das unangenehme Gefühl, nicht willkommen zu sein. Auch der Vorwurf, dass ich andere Frauen als Objekte "missbrauchen" würde, oder in deren Privatsphäre eindringe,ist mir völlig fern. Ich bin nicht der Wolf im Aussehen einer Cis-Frau, der in der Damenumkleide sich an nackten Frauen aufgeilt, falls es so gemeint war. Ich habe hier sehr persönliche Informationen preis gegeben, was ich normalerweise nicht mache, nicht nur, weil ich mich in einem Schutzraum wähnte, sonder auch einfach, weil ich verzweifelt bin. Bei meiner Sexualität gibt es einfach keine Alternative. Ich habe bewusst das Korsett der "einfach erklärbaren Welt", die Komfortzone, verlassen, aber anscheinend bin ich doch ganz anders gepolt unter Menschen, die schon anders gepolt sind, wo Frauenwäsche eben nicht sexuell erregend ist (an dieser Stelle danke ich dir für deine Offenheit).
Hallo Baeramaela,

zuerst einmal: cool, dass Du antwortest.

Dann: das ist eben die Herausforderung. Ich kenne Dich nicht und kann dich im Grunde überhaupt nicht persönlich angreifen und möchte das auch gar nicht. Vielleicht bist du ein echt netter Mensch?

Trotzdem bereitet mir AGP als Konzept eben Unwohlsein. Das kann ich nicht ändern. Und alles was ich bislang dazu gelesen, gesehen habe, vorallem von Menschen, die sich selbst als AGP bezeichnen (in anderen Foren) hat dieses Unwohlsein nur verstärkt.
Baeramaela hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 14:36 Ich kann verstehen, wenn wegen meiner ganz anderen Sicht auf die Dinge etwas durcheinander gepurzelt erscheint, aber was genau kannst du denn nicht verstehen? Etwa das, was Helga schon fragte?
Helga hat geschrieben: Mi 30. Apr 2025, 21:54 Worin unterscheidet sich Autogynophilie vom klassischen fetischistischen Transvestitismus? Ich verstehe allerdings nicht, wie dies mit einer Hormontherapie in Deckung zu bringen ist.
Ich las in dem Video zur Autogynophilie (Link am Ende des Betrags) die Kommentarfunktion durch und ich war überrascht, wie schlagfertig der Videoersteller dort die "schrottige", als widerlegt geltende Autogynophilie verteidigt. Auf einen Kommentar, wo behauptet wird, dass Autogynophilie nur DWT und Crossdressing ist, antwortet er, dass Autogynophilie das zugrundeliegende Phänomen des allgemeinen Frauverkörperns durch Männer gut beschreibt. Fetischistischen Transvestitismus würde ich mit meinem gefährlichen Halbwissen einfach mal dazu zählen.
Zitat: "Ich glaube nicht dass diese drei „Phänomene“ komplett unterschiedliche Dinge sind, sondern maximal drei verschiedene Bezeichnungen die sich Leute selbst geben, die alle die selbe zugrundeliegende emotionale Struktur besitzen: Starke positive Gefühle bei der Vorstellung selbst eine Frau zu sein, bzw. das verkörpern oder tragen zu können, was in unserer Gesellschaft dem gegensätzlichen Geschlecht zugeschrieben wird. Sein es Kleidung, Aussehen, Körper, Status, Rollenvorstellung oder Rechte. Der Begriff Autogynophilie beschreibt hierbei das zugrundeliegende Phänomen ganz gut."
Wenn es hier um eine sexualisierte, also im Grunde reduzierte und pervertierte, "Verkörperung von Frau" geht, ja. Das wäre auch eher typisch männlich, soweit ich das erlebt habe.

Das hat aber mit trans*, transidentität, transgender, nichts zu tun.
Baeramaela hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 14:36 Dass es während des Alltagstests Episoden gab, wo ich als Mann unterwegs war, verschwieg ich einfach, dachte aber, dass es die Gesellschaft ist, die ein dauerhaftes Ausleben in der Frauenrolle schwer macht und ich ein Recht drauf habe, nicht dauernd angefeindet zu werden. Es gipfelte dann in den Wusch, mein Gesicht operativ feminisieren zu lassen. Aber, später kam ich zur Erkenntnis, dass ich eher ein Crossdresser bin und gab es auf, mich widernatürlich zu feminisieren. Ich hatte sogar wieder meinen alten Namen angenommen, aber ich crossdresse weiterhin.
Also 2000 war ja noch mal einiges anders als heute. Du bist in den Prozess nach TSG eingestiegen, verstehe ich das richtig? Du hast definitiv das Recht auf ein Leben ohne Anfeindungen. Letztendlich ist es doch wohl die bessere Entscheidung gewesen, den Weg nicht bis zum Ende gegangen zu sein.
Baeramaela hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 14:36 In der Beitragssektion des Autogynophilie-Videos ist auch von Leuten die Rede, die es bereut haben, die Transition durchgezogen zu haben, weil eine sexuelle Phantasie für die Transition treibend waren. Das hat mich schon sehr geschockt.
Und das ist halt quasi exakt worauf ich hinaus wollte: AGP hat mit trans* nichts zu tun.

Für mich als Transfrau gibt es diesen Kink in Verbindung mit weiblicher Kleidung einfach nicht. Ich hab da nicht mehr und nicht weniger Empfindungen, wie früher in einer Boxershort. Sorry.

Baeramaela hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 14:36 Und was ich will? Leute kennen lernen, denen es so geht wie mir. Erfahrungen austauschen. Mich normal zu fühlen.

Ich bin auch sehr geschichtsinteressiert, beschäftige mich mit der Vorzeit, wo Menschen, die nicht der Geschlechternorm entsprachen, als heilig angesehen wurden (z.B. der Kybelekult). Auch das Thema Anderswelt interessiert mich sehr.

Ich hoffe, dass man mich jetzt einigermaßen verstanden hat.
So wie ich das hier sehe, findest Du hier solche Menschen. Ob es dir dabei hilft "Dich normal" zu fühlen, das wirst Du wohl selber herausfinden müssen, aber ich denke die Chancen stehen ganz gut.
HeikeCD hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 17:38 Hallo Baeramaela,

"Zitat: "Ich glaube nicht dass diese drei „Phänomene“ komplett unterschiedliche Dinge sind, sondern maximal drei verschiedene Bezeichnungen die sich Leute selbst geben, die alle die selbe zugrundeliegende emotionale Struktur besitzen: Starke positive Gefühle bei der Vorstellung selbst eine Frau zu sein, bzw. das verkörpern oder tragen zu können, was in unserer Gesellschaft dem gegensätzlichen Geschlecht zugeschrieben wird. Sein es Kleidung, Aussehen, Körper, Status, Rollenvorstellung oder Rechte. Der Begriff Autogynophilie beschreibt hierbei das zugrundeliegende Phänomen ganz gut.""

Das dürfte hier doch auf eigentlich alle zutreffen. Könnte es ganz runtergebrochen nicht auch als das "Feiern" oder "Verehren" der Weiblichkeit gedeutet werden? Denn zu jedem Begriff gibt es ja immer positive wie negative Deutungen, je nach Dozenten. Und, bei einer ist eben die sexuelle Komponente mit im Spiel, bei anderen wiederum, ich z.B., ist das halt nur untergeordnet so. Oder gar nicht. Letztlich sind solche Begriffe doch nur Einordnungen um etwas zu beschreiben, ob zutreffend oder nicht kann ja nur ein Betroffener wissen.

LG Heike
Hallo Heike,

ich weiß nicht, was Du mit "Feiern oder Verehren" der Weiblichkeit meinst. Ich feiere da gar nichts. Mein Körper ist halt leider falsch und das tat und tut weh, aber darum verehre ich Weiblichkeit ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil, wäre das meine Motivation gewesen, wäre ich nie in die Transition gegangen. Und ich glaube, meine Therapeutin hätte mir vernünftigerweise die Indikation zur HRT/GaOP nicht gegeben.

Das mag für CrossDresser anders sein, das kann und will ich nicht beurteilen - und werten schon gar nicht. Aber "auf eigentlich alle" trifft das definitiv nicht zu.

LG
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 11 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Baeramaela hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 14:36 In der Beitragssektion des Autogynophilie-Videos ist auch von Leuten die Rede, die es bereut haben, die Transition durchgezogen zu haben, weil eine sexuelle Phantasie für die Transition treibend waren. Das hat mich schon sehr geschockt.
Hey..

happy welcome.

Hmm..naja, das macht schon irgendwie Sinn, ist die Phantasie umgesetzt erübrigt sie sich von selbst.
Es ist ja dann keine Phantasie mehr, sondern Realität und wenn ich es richtig verstanden hab
ist an der Autogynophilie grade die Phantasie das tragende Element.

Ich habe nur ganz grob mal bei Wiki reingelesen und Blanchard hatte wohl 4 Subtypen definiert.
"Transvestische Autogynophilie: sexuelle Erregung durch den Akt oder die Phantasie, typisch weibliche Kleidung zu tragen.

Verhaltensautogynophilie: sexuelle Erregung durch den Akt oder die Phantasie, ein Verhalten auszuführen, welches als weiblich angesehen wird. Diese Verhaltensweisen können vom Stricken in Gegenwart anderer Frauen bis zu sexuellen Handlungen mit anderen Männern reichen. Zuletzt genanntes Verhalten stellt im Anbetracht der Autogynophilie jedoch keine echte Androphilie dar, da die Erregung nicht auf den männlichen Partner an sich gerichtet ist, sondern auf die Ausübung eines als typisch weiblich gesehenen Verhaltens.

Physiologische Autogynophilie: sexuelle Erregung durch Phantasien über den Besitz von Körperfunktionen, welche nur Frauen besitzen wie Menstruation, die Möglichkeit zur Schwangerschaft sowie auch zum Stillen.

Anatomische Autogynophilie: sexuelle Erregung durch die Phantasie, einen dem biologischen Norm entsprechenden Frauenkörper oder gewisse Teile davon selbst zu besitzen." -> https://de.wikipedia.org/wiki/Autogynophilie

Und für mich sind Phantasien nicht mal Wünsche, Phantasien sind Zustände die ausserhalb der Realität
stehen. Die Umsetzung zerstört die Phantasie. Damit ist sie nichts mehr wert und führt meist zu einer schnellen
Flucht aus dem umgesetzten Geschehen.

Und da liegt auch genau der Punkt im Unterschied zu einer Transidentität, hier geht man den Weg um
einen Zustand dauerhaft zu erreichen, es ist keine Phantasie, es ist Ultima Ratio.

Das dabei aber gar keine sexuelle Komponente drin sein darf find ich auch falsch, der Mensch hat wie
alle Wesen auch eine Form von Sexualität. Ich selbst sage ja auch, ohne GaOP werde ich keinen
Sex mehr haben, weil ich mich als Frau empfinde und als Frau kann ich (ich für mich) keinen Sex mit einem
eindeutig männlichen Geschlechtsteil haben unter keinen Umständen. Das hat nichts mit Weiblichkeit zu tun.
Es ist das 100%ige Gegenteil davon.
Und jede Frau mit der ich darüber geredet habe versteht das sofort.
Und ich darf mich auch selbst nice finden, das ist aber lange keine Autogynophilie.
Ich würde sogar sagen wer sagt sich selbst noch nie selbst "angefasst" zu haben, lügt zu 100%, nur dabei denke
ich nicht an mich in irgendeinem Zustand, sondern an andere Personen..

Du bist gut wie du bist Baeramaela, aber nochmal ganz klar, wir werden nie, nicht in diesem Leben,
Cis Frauen sein die Vorstellung wird immer Phantasie bleiben und das ist das was schmerzt.
Das erregt nicht, macht aber das Herz schwer..

Habs gut Marie (flo)

En esta vida todo es verdad y todo mentira
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Fr 2. Mai 2025, 18:57, insgesamt 1-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 12 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 18:23 ......
Moin Knäcke,

hab aus dem Stehgreif keine anderen Begriffe gefunden, passen vielleicht auch nicht ganz. Will hier in diesem Beitrag jetzt auch nicht abschweifen, nur kurz erklären was ich eigentlich meinte, aber die Begriffe "Sexobjekt" und "Fetisch" finde ich etwas deplatziert. Ich als CD bin dem weiblichen eher zugetan, mit Sexobjekt und Fetischisierung hat das gar nichts zu tun.

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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 13 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

HeikeCD hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 18:47
Knäckebrötchen hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 18:23 ......
Moin Knäcke,

hab aus dem Stehgreif keine anderen Begriffe gefunden, passen vielleicht auch nicht ganz. Will hier in diesem Beitrag jetzt auch nicht abschweifen, nur kurz erklären was ich eigentlich meinte, aber die Begriffe "Sexobjekt" und "Fetisch" finde ich etwas deplatziert. Ich als CD bin dem weiblichen eher zugetan, mit Sexobjekt und Fetischisierung hat das gar nichts zu tun.

LG Heike
Naja, das mit dem Fetisch ist ja explizit zentraler Punkt von AGP.

Und solange das "auto" wirklich auf sich beschränkt bleibt und "in den eigenen 4 Wänden", macht was ihr wollt.

Und wir reden ja hier auch nicht vom "klassischen" CD - AGP ist ne ganz andere Nummer. Das hat auch, soweit ich das hier bislang erleben durfte, nichts mit den Crossdressing-Erfahrungen und der dahinterstehenden Motivation zu tun. Es geht ja, und das hat Marie ja nett zitiert, bei AGP um die sexuelle Erregung bei den Handlungen. Und so erlebe ich euch nicht?
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 14 im Thema

Beitrag von Vesta »

HeikeCD hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 17:38 Starke positive Gefühle bei der Vorstellung selbst eine Frau zu sein, bzw. das verkörpern oder tragen zu können, was in unserer Gesellschaft dem gegensätzlichen Geschlecht zugeschrieben wird. Sein es Kleidung, Aussehen, Körper, Status, Rollenvorstellung oder Rechte. Der Begriff Autogynophilie beschreibt hierbei das zugrundeliegende Phänomen ganz gut.""
Autogynophile beschreibt dies als sexuellen Fetisch.
Autogynophilie will damit Transsexualität erklären (und keineswegs fetischistischen Transvestitismus).
Identität spielt in dem Konzept keine Rolle.
Damit ist das ganze Unsinn, weil die Transsexuellen sich darin nicht wiedererkennen können, sondern vielmehr durch die Reduktion auf den Fetisch in ihrem Selbstverständnis getroffen werden.

Und wenn das dann noch von einem bekannten Wissenschaftler vertreten wird, der meint, den Stein der Weisen gefunden zu haben, dann gibt das zwangsläufig böses Blut.
Das dürfte hier doch auf eigentlich alle zutreffen.
Nein, nicht mit der Beschreibung als Fetisch, die dem Konzept von Autogynophilie innewohnt.

Aus sexuellen Gründen darf man keine Transition machen, denn die Sexualität bleibt dabei nicht in der ursprünglichen Form erhalten, sondern wird durch Hormone und GaOP stark verändert.
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Re: Autogynophiles Hex Hex ...

Post 15 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 19:44Es geht ja, und das hat Marie ja nett zitiert, bei AGP um die sexuelle Erregung bei den Handlungen. Und so erlebe ich euch nicht?
Nicht! Genau. Ohne ?. Wenn ich mich anziehe dann ohne sexuelle Gefühle, sondern eher mit einer Form von Freude. Naja, lassen wir das hier in diesem Strang.
Vesta hat geschrieben: Fr 2. Mai 2025, 21:57 Und wenn das dann noch von einem bekannten Wissenschaftler vertreten wird, der meint, den Stein der Weisen gefunden zu haben, dann gibt das zwangsläufig böses Blut.
Hm, stimmt. Je nach Lesart eines Wissenschaftlers, von mir 'Dozent' genannt. Und wenn das falsch diagnostiziert oder interpretiert wird, dann wirds schwierig.

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