Aus (für mich) aktuellem Anlass also die Frage:Jaddy hat geschrieben: Do 20. Mär 2025, 12:40 Anreden sind "Herr" oder "Frau". Und auch hier noch ein kleiner Service: In schriftlicher Kommunikation einfach "Guten Tag, (vorname) (nachnname)".
Welche Möglichkeiten gibt es bei mündlicher Kommunikation?
Vordergründig erstmal das gleiche wie oben, aber was mache ich in einer Umgebung, wo der Vorname gar nicht bekannt ist (oder nicht dem eigenen Gender entspricht, weil noch keine Vä/Pä gemacht wurde)? Sowas hatte ich die letzten fünf Wochen. Da wurden alle mit "Herr" oder "Frau" angesprochen. Und mir fällt da einfach keine gute Lösung ein, daher habe ich mich am Ende für "Frau" entschieden, weil das am wenigsten unpassend war.
Nach obigem Muster wäre ich dort mit meinem alten, aber immer noch offiziellen, männlichen Vornamen + Nachname (*) angesprochen worden. Das wäre noch viel schlechter gewesen, weil ich diesen Namen ansonsten gar nicht mehr verwende.
Warum ist das nervig?
Weil jeder neue Mensch, der mit mir zu tun hatte, natürlich im System nachschaute, wie ich heiße, um mich korrekt ansprechen zu können. Und ich mich dann jedesmal neu erklären musste. Es war schließlich kein Fehler der Verwaltung, dass da "Frau" stand, gefolgt von einem männlichen Vornamen.
Und weil dies vor allem bei Anwesenheitskontrollen auch öffentlich stattfindet, wo ich nicht möchte, dass alle Anwesenden meinen alten Vornamen hören.
Ich frage mich gerade, wie das an Hochschulen heutzutage gehandhabt wird? Da gibt es ähnliche Situationen, wenn einen der Dozent zum ersten Mal im Seminar trifft, oder bei Pflichtveranstaltungen sie Namensliste durchgegangen wird.
LGL
(*) Hintergrund ist, dass nur der offizielle Name im System hinterlegt war und sich dies auch nicht ändern ließ. Anrede hingegen war "frei" wählbar unter den beiden klassischen Möglichkeiten.