Nicht-binär: Enbyphobie in 3 Minuten verstehen | msn
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Anne-Mette
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Nicht„binär: Enbyphobie in 3 Minuten verstehen | msn

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

In einer Gesellschaft, die auf Heterosexualität schwört und eine einheitliche sexuelle Orientierung verteidigt, werden nicht-binäre Menschen immer noch missverstanden und verachtet.

https://www.msn.com/de-at/nachrichten/o ... elemetry=1
Jaddy
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Re: Nicht„binär: Enbyphobie in 3 Minuten verstehen | msn

Post 2 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Gute Güte ist der schlecht übersetzt! Durch welche Maschine der wohl gejagt und dann ungeprüft veröffentlicht wurde. Selbst Google kann das (etwas) besser; jedenfalls nach Englisch.

Wer französisch versteht möge wohl besser das Original lesen: https://www.ma-grande-taille.com/societ ... obi-400258 Ich bin auch auf Übersetzungen angewiesen, aber durch vergleichen der Fehler und Hintergrundwissen erschliesst sich doch etwas.

Die meisten Kernaussagen sind richtig. Es gibt nichtbinäre Menschen und es gibt Enbyfeindlichkeit. Feindlichkeit, nicht "Phobie". Selbst wenn sie in irgendwelchen Ängsten ("Phobien") begründet sein sollte, ist sie im Effekt feindlich. Echte Phobien führen zu Vermeidung, nicht Angriff.

Aber nicht alle nichtbinären Menschen habe eine fluide Identität. Das ist nur eine Variante. Die meisten von uns haben eine stabile Koordinate im Genderverse. Die ist nur eben nicht, nicht ganz, oder nicht immer eindeutig "männlich" oder "weiblich" (was immer das genau bedeuten mag).

Die häufigsten Formen von Enbyfeindlichkeit erlebe ich auch so: Konstantes misgendern, abfällige Bemerkungen im Sinne von "es gibt nur ..., du kannst nichts anderes sein, das ist alles erfunden" usw.

Enbyfeindlichkeit ist definitiv eine Form von Transfeindlichkeit, von der auch trans Personen leider nicht ausgenommen sind. Es geht um die gleiche Freiheit, sich selbstbestimmt im Gendersystem positionieren zu können.

Ich bin auch langsam geneigt, der recht deprimierenden Sichtweise zu folgen, dass die meisten -feindlichkeiten auf unterschwelligen, geradezu animalischen Fortpflanzungstrieben basieren. Sprich: Insbesondere die cis binäre Mehrheit fühlt sich verunsichert, wenn sie andere nicht spontan zuordnen kann in den Rollenspielen der Sexualität; Räuber vs Beute, Konkurrenz vs Kompliz*in, sich der verweigerndes Objekt oder unklares Alien. Und was die Existenz jener Menschen für den eigenen Genpool bedeuten könnte. Seien sie nun homo/bi/pansexuell, trans/inter/nichtbinär/agender oder auch von ungewohntem Aussehen oder Herkunft. Eine zynische Idee, leider. Hoffentlich nicht unabänderlich.
Daniela04
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Re: Nicht„binär: Enbyphobie in 3 Minuten verstehen | msn

Post 3 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Vielen Dank für den Link zum französischen Text, Jaddy
Ich bin mit der französischen Sprache aufgewachsen. Der Originaltext ist auch sprachlich sehr komplex, deshalb scheitern die automatischen Übersetzungstools. Obwohl ich immer wieder ins Französische übersetze, war der Text für mich schwierig richtig zu verstehen.
Für mich ist es aber ein wertvoller Input für das Verständnis des Non-binären.

Lieber Gruss
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
Nicole Fritz
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Re: Nicht„binär: Enbyphobie in 3 Minuten verstehen | msn

Post 4 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Schade jetzt, dass mein Französisch nur für Einkaufen und Restaurant taugt. Also werde ich im Original nicht mehr verstehen als die KI.

Ich sehe es aus der Ecke der "Erwachten". Wenn wir uns als göttliche Wesen verstehen - nicht als Götter, sondern kleine Teile eines großen Göttlichen - sind Geschlecht und sexuelle Ausrichtung nur Erscheinungsformen unserer irdischen Biologie. Das Höhere hat kein Geschlecht, und kennt damit auch die ganzen Klischees nicht, die damit verbunden sind. So kann ein Mann beispielsweise mit anderen Männern Spaß an Sex-Spielen haben, sucht sich aber eine Frau, wenn er ein Kind haben will. Was sagt aber eine Frau, wenn sie mit Männern "betrogen" wird?

Anmerkung zu Google: Richtig interessant wird es mit Japanisch, weil hier die Sprachen sehr verschieden sind. Ich nutze Google aber gerne wegen der Umschrift in lateinische Buchstaben. Dann muss ich nicht irgendwo anders suchen, wie für mich unbekannte Kanji (chinesische Schriftzeichen) ausgesprochen werden. Beispiel: 私の友達 - watashi no tomodachi - mein Freund. Dann kann ich das im Computer in Silbenschrift - わたしのともだち - eingeben, und bekomme die passenden Kanji angezeigt.

Liebe Grüße
Nicole
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Re: Nicht„binär: Enbyphobie in 3 Minuten verstehen | msn

Post 5 im Thema

Beitrag von Lana »

Jaddy hat geschrieben: So 12. Jan 2025, 10:36 Aber nicht alle nichtbinären Menschen habe eine fluide Identität.
Ja, das ist etwas irritierend. Allerdings würde ich cette fluidité du Genre in diesem Text eher so verstehen, als dass damit ein Spektrum von Geschlechtsidentität en gemeint ist, auf dem die eigene Zuordnung an einen bestimmten Punkt rutschen kann. Also ein System mit fließenden Übergängen als Gegensatz zum etablierten binären System mit harten Grenzen.

Ich habe mir allerdings die maschinelle Übersetzung gespart, vielleicht verstehe ich den Text anderweitig falsch? Wäre auch kein Wunder, da die Autorin sich selbst als dompteuse de mots bezeichnet, also als "Wörter-Dompteurin". Vielleicht springen nicht all ihre Worte immer brav über das Stöckchen, das sie ihnen hinhält?

Ein weiteres spezifisch französisches Problem ist die Existenz von nur zwei grammatikalischen Geschlechtern (Genera) in dieser Sprache:
Alle Substantive sind maskulin oder feminin. Sonst gibt es nichts. Kein Neutrum. Das hat sicherlich Auswirkungen auf den sprachlichen Umgang und die Akzeptanz von Optionen oder Menschen, die nicht in eine dieser beiden Schubladen passen.


Jedoch:
Der Text hat mir das schöne französische Pronomen iel wieder in Erinnerung gebracht. Ich überlege mir gerade, ob das was für mich sein könnte...

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
Annette
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Re: Nicht„binär: Enbyphobie in 3 Minuten verstehen | msn

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Beitrag von Annette »

Bonjour

Ich habe den Text gelesen, in beiden Versionen, und da ich auch fliessend französisch spreche, kann ich bestätigen, dass die deutsche Übersetzung ziemlich genau dem Original entspricht, inhaltlich wohlbemerkt! Was das Sprachliche angeht, na ja, etwas daneben geraten. Liegt wohl daran, dass die übersetzende KI bestimmte französische Wörter (noch) nicht kennt oder ganze Redewendungen einfach nur wortwörtlich übersetzt. Dennoch finde ich die deutsche Version sehr verständlich.

Annette
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