Outing auf Arbeit
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SometimesSophie
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Outing auf Arbeit

Post 1 im Thema

Beitrag von SometimesSophie »

Hallo zusammen,

habt ihr Erfahrung, wie man ein Outing auf Arbeit macht. Gerade, wenn man die Firma auch gegebüber Kunden repräsentiert ... konservative Finanzbranche als Berater?

Kurzprofil:
- aktuell erst mal gesellschaftlich Transition, ohne HRT
- schlechtes passing
- männlicher Name (nicht das ich darauf bestehen würde oder das nicht perspektivisch ändern will)
- bisher ohne viel Worte nur casual androgyn (Damenkleidung: Sneakers, Jeans, T-Shirt), Augenmakeup, Ohrstecker, femininerer Frisur im Büro. Dort fällt es auf, aber mein Chef sitzt woanders, hat mich so aber gesehen, baer unklar wie offensichtlich es war. In Videokonferenzen bin ich auch so. Aber eben noch nie beim Kunden, hier wäre eh business oder business casual look angesagt. Aber davor muss ich js eh mit der Firma reden... nur wie und was schlage ich vor.

Ich meine ich will ja nicht meine Kunden in Verlegenheit bringen und auch nicht meine Firma. Und en femme mit männl. Namen ist auch eigenartig für alle.
Anne-Mette
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Re: Outing auf Arbeit

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich würde nicht ohne Not weitere Baustellen aufmachen, sondern mir eher die Anfälligkeit eines Kartenhauses vor Augen führen,
das mit jeder neuen Etage anfälliger für ernsthafte Gebäudeschäden wird.

Gruß
Anne-Mette
Vesta
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Re: Outing auf Arbeit

Post 3 im Thema

Beitrag von Vesta »

Viele Firmen (leider nicht alle) sind zwar tolerant und wohlwollend Trans-X gegenüber, aber sobald Kundenkontakte im Spiel sind, kommt auch von toleranten Vorgesetzten die Befürchtung ins Spiel, dass die Kunden ablehnend sein könnten und dass es deswegen weniger Aufträge geben werde. Manchmal ist das eine leichte unterschwellige Transphobie der Chefs, die sie nicht direkt äußern würden, aber ehrlich, ganz unbegründet sind die Befürchtungen auch nicht.

Daher:
- Ist es denkbar, dass du während der Transition (so zwei, drei Jahre) firmenintern eine andere Tätigkeit machen wirst ohne Kundenkontakte?
- Wenn nein, dann solltest du die Transition bei der Arbeit erst ganz zum Schluss machen, wenn privat alles klar ist und du Sicherheit und gutes Passing im weiblichen Auftreten hast.
Maya
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Re: Outing auf Arbeit

Post 4 im Thema

Beitrag von Maya »

SometimesSophie hat geschrieben: Do 22. Aug 2024, 22:22 wenn man die Firma auch gegebüber Kunden repräsentiert ... konservative Finanzbranche als Berater?
Mein persönlicher Rat als jahrzehntelanger Selbständiger, der mit ähnlich buntem Klientel arbeitet wie Du. Ich machs mal ganz kurz:
Lass das sein! Das geht in die Hose.
Zumindest wirst Du sicher nicht mehr lange mit Kunden in Kontakt treten.
Nur meine Meinung.
Ansonsten möchte ich auf Anne-Mettes Posting verweisen

LG, Maya
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
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Re: Outing auf Arbeit

Post 5 im Thema

Beitrag von SometimesSophie »

Danke für die alarmierenden Rückmeldungen. Sie sind gegenüber der modernen psychologischen Prakmatik des Ich-Fokus vermutlich sinnvoller :/
Zuletzt geändert von SometimesSophie am Do 22. Aug 2024, 23:37, insgesamt 1-mal geändert.
Magdalena
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Re: Outing auf Arbeit

Post 6 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

Was möchtest Du. Willst Du den kompletten Weg gehen, kommst Du um ein Gespräch mit Deinem Chef nicht herum.
Willst Du aber nur so gelegentlich feminin auftreten, mache es in Deiner Freizeit. Siehe auch Anne-Mettes Beitrag.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
ChristinaF
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Re: Outing auf Arbeit

Post 7 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Magdalena hat mit ihrem Beitrag völlig recht. Überlege es zweimal, bevor du evtl. unumkehrbare Schritte unternimmst. Alles Gute!
LG Christina
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Re: Outing auf Arbeit

Post 8 im Thema

Beitrag von SometimesSophie »

Meine Firma erarbeitet wohl etwas auf Basis von https://www.google.com/url?sa=t&source= ... kIjli2rQZC

ich bin mal gepannt. Es gibt erst mal bei uns ein paar Ansprechpartner zu Diversity und auch ein paar Mitarbeitende, die Trans sind, so dass ich mich erst mal vorsichtig erkundigen kann :)

Und ja, ich möchte "den" Weg zumindest weitergehen und es ist kein Freizeitvergnügen mehr. Das mit den Baustellen verstehe ich, gerade da js auch meine anderen Posts vermutlich zu der Empfehlung führten.
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Re: Outing auf Arbeit

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich würde erst einmal vollständig abklären, ob bei dir eine Transsexualität vorliegt.
Suche dir eine Beratungsstelle. Das sollte in Berlin kein soooo großes Problem sein.

Z.B. hier: https://www.transinterqueer.org/

... oder du guckst, wann im Sonntagsclub die geeignete Gruppen oder Beratungstage sind: https://www.sonntags-club.de/
SometimesSophie
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Re: Outing auf Arbeit

Post 10 im Thema

Beitrag von SometimesSophie »

Da bin ich dran. Habe transinterqueer schon um einen Termin gebeten und bin ja auch bei einer Psychologin schon vorstellig. Ah TIN* im Sonntagsclub, nach etwas googlen, klar, wenn ich Kinderbetreuung finde, gehe ich da auch mal hin. Danke für die Idee - Sonntagsclub kenne ich, aberr ich habe da meist nie was im Programm gefunden.

Das Gefühl ist, man muss diese Frage selbst beantworten, es wäre natürlich toll, wenn ich irgendwo hingehe und man ja/nein sagt.
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Re: Outing auf Arbeit

Post 11 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

SometimesSophie hat geschrieben: Fr 23. Aug 2024, 13:01 Das Gefühl ist, man muss diese Frage selbst beantworten, es wäre natürlich toll, wenn ich irgendwo hingehe und man ja/nein sagt.
Hallo Sophie,

das ist nicht nur gefühlt so. Am Ende kann dir niemand hinter die Stirn schauen. Ich bin damals zu meiner Therapeutin gegangen und hab gesagt "ich erwarte, dass Sie mich nach allen Regeln der Kunst auseinander nehmen. Ich möchte mir sicher sein, dass meine Vermutung, transsexuell zu sein auch zutrifft und ich nicht depressiv oder einfach "nur" in der Midlife-Crisis stecke..." Aber: nachdem sie ihre Diagnostik an mit durchexerziert hatte, habe ich auch eine klare Antwort auf meine Frage bekommen "Sorry, Sie sind psychisch voll gesund - aber halt trans." Und das hilft schon enorm, auch für das eigene Auftreten und damit für die Annahme durch Aussenstehende.

Was das Coming-Out an der Arbeit angeht, ich bin den Weg der kleinen Schritte gegangen und habe zuerst mit Kolleginnen gesprochen, auf deren Vertrauen und Vertraulichkeit ich mich verlassen konnte. Trotzdem bleibt ein Risiko: Du kannst deine Worte nicht ungehört machen. Am Ende, nach dem Gespräch mit meiner Chefin und in Abstimmung mit der Personalchefin, stand dann die Email an den Firmenverteiler mit 180+ Adressaten. Ich stehe als Laborleiterin relativ weit oben in der Nahrungskette und muss eh regelmäßig über den Verteiler mailen. Da wollte ich keinen Flurfunk: offene, ehrliche und vor allem selbstbestimmte Kommunikation.

Aber: es war schon mega aufregend, am Freitag als "Mann" und [Deadname] ins Wochenende zu gehen und am Montag als Transfrau Alice wieder aufzuschlagen - und es geht einfach weiter. Der Wahnsinn kümmert sich nicht um meine Befindlichkeiten.

Meine Erfahrung am Arbeitsplatz ist ausschließlich positiv. Und ich habe viel Kontakt zu Handwerkern, den gestandenen, teils bis unter die Nasenspitze tätowierten Kerls - manche sind sogar auf einmal gentlemännisch (der Kollege kriegt den krummen Spruch und mir hält man die Tür auf). Nur wenn ich telefonieren muss, das wird manchmal doof - die Stimme ist halt die eines 47-jährigen und dann kommt schonmal ein "eh... ich wollte eigentlich eine Frau XX sprechen? - Ja, die ist am Apparat, nur die Stimme passt noch nicht so wie sie soll. -Ahso. Entschuldigen sie bitte! Sie wollten mich sprechen, wie kann ich Ihnen helfen, Frau XX?" Und damit war's das.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft und Mut für die weiteren Schritte! Anne-Mette macht aber einen wirklich wichtigen Punkt: zuerst Mal Therapie!

Liebe Grüße
Alice
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Bibi Melina
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Re: Outing auf Arbeit

Post 12 im Thema

Beitrag von Bibi Melina »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 8. Okt 2024, 22:01 Nur wenn ich telefonieren muss, das wird manchmal doof - die Stimme ist halt die eines 47-jährigen und dann kommt schonmal ein "eh... ich wollte eigentlich eine Frau XX sprechen? - Ja, die ist am Apparat, nur die Stimme passt noch nicht so wie sie soll. -Ahso. Entschuldigen sie bitte! Sie wollten mich sprechen, wie kann ich Ihnen helfen, Frau XX?" Und damit war's das.
ja ja die gute alte stimme wer hat mit diesem nicht seine propleme aber dennoch sind wir was wir sind
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du
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Re: Outing auf Arbeit

Post 13 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 8. Okt 2024, 22:01 Transfrau Alice
Hey..

wenn du dich so siehst, wirst du das auch bleiben.
Das sag ich ohne es böse zu meinen. Versuchs doch mal mit trans Frau, denn trans ist nur eine Eigenschaft von dir
und ist nicht dein ganzes Wesen.
Knäckebrötchen hat geschrieben: Di 8. Okt 2024, 22:01 Nur wenn ich telefonieren muss, das wird manchmal doof - die Stimme ist halt die eines 47-jährigen und dann kommt schonmal ein "eh... ich wollte eigentlich eine Frau XX sprechen? - Ja, die ist am Apparat, nur die Stimme passt noch nicht so wie sie soll. -Ahso. Entschuldigen sie bitte! Sie wollten mich sprechen, wie kann ich Ihnen helfen, Frau XX?" Und damit war's das.
Hmmm..

hinter deiner Stimme oder das sie noch wie "die eines 47 jährigen" klingt, steckt auch ein psychologischer Haken.
Ich erkläre es mal so, ich weiss nicht ob du Geschwister hast oder immer noch sehr nah an deiner Geburtsstadt wohnst.
Bei mir ist es so, das ich nur mit meiner Schwester und ein paar alten Freunden meinen Dialekt spreche.
Das liegt daran, dass das ein Teil meiner Identität ist den ich damit verknüpfe und der dann fast automatisch anspringt.

Versuche ich mit fremden Personen meinen Ursprungsdialekt zu sprechen ist das nicht das Gleiche, es klingt nicht so
wie es sein sollte. Ich spreche den auch sonst nicht mehr, vielleicht ein paar Bruchstücke..

Übertrage das Ganze mal auf deinen Beruf. Du bist da in einer gewissen Position, an der sich nichts geändert hat,
ausser das du etwas anders aussiehst. Die Stimme die du dort nutzt, ist an deine, ich sag das nicht gerne,
Rolle im Unternehmen geknüpft. Ich denke auch dein Führungsstil, deine Kommunikation mit den Kollegen wird
fast genau gleich sein.
Es ist vollkommen egal wie alt du bist, wieviel du vielleicht geraucht hast oder Nächte du durchgemacht hast,
für die Stimme auch in Telefonaten ist es wichtig, das du diese Verbindung zwischen deiner alten Person
und der quasi neuen Person kapst, sonst wird sich an deiner Stimme nichts ändern.
Ist natürlich deine Entscheidung wie du in Zukunft weiter auftreten möchtest.
Irgendwann könnte es dir leicht auf den Geist gehen dich ständig erklären zu müssen wenn nur die Stimme
"sichtbar" ist.

Den Satz den ich oben fett im Zitat markiert habe-bitte, bitte steiche ihn, der behindert dich in deiner
Entwicklung und macht dich in weitesten Sinne nackt. Da steckt ziemlich viel "männliches" hmm, Gedankengut
drin, welches aber eher schlecht ist in dem Fall.

Schau gerne mal in meinen Thread hier, auch wenn er nicht mehr ganz aktuell ist.

viewtopic.php?t=17106

Es gibt auch Möglichkeiten mit einer "tiefen" Stimme weiblich oder mit einer "hohen" männlich zu klingen,
aber auch das hängt an dem was ich oben geschrieben habe, an der Art und in welchem Verhältnis
man mit anderen Personen kommuniziert.

Habt es gut, Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Outing auf Arbeit

Post 14 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich möchte das, was Marie geschrieben hat, unterstreichen. Aus meiner Sicht macht der Kopf Unterschied zwischen einem Mann in Frauenkleidern und einer transFRAU. Das Bewusstsein eine Frau zu sein ist enorm hilfreich. Da kann die Stimme auch mal auf Abwegen sein, aber auf Dauer gibt es eine Art Automatismus zum Weiblichen. Es geht auch nicht nur um die Stimme, sondern auch um die Art und Weise wie Frau sich ausdrückt. Da passiert unheimlich viel ganz unauffällig und subtil. Vielleicht sogar mehr als nur durch die Stimme alleine. Es ist das ganze Denken und Fühlen, das hier herein spielt.

Wenn Du wirklich den ganzen Weg gehen willst, halte ich es für sinnvoll, zunächst das eigene Innere auf "weiblich" einzustellen. Ich glaube, dass es nicht hilft, eine Sehnsucht zu spüren oder Kleidung zu wechseln. Das Äußerliche ist der Ausdruck dessen, was ich zeigen will. Die Sehnsucht kann den Weg aufzeigen, aber sie ist nicht der Weg und erst recht nicht das Ziel.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Outing auf Arbeit

Post 15 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Hallo Marie, Hallo Vicky,

bei allem Respekt, entspannt euch bitte. Interpretiert nicht mehr in ein Wort oder einen Satz als notwendig.

Marie: Was meine Stimme angeht, natürlich arbeite ich daran. Trotzdem gibt es diese Momente am Telefon und dann sollte man schon einen Weg für sich haben, damit umzugehen. Und warum sollte ich nicht offen kommunizieren? Meiner Erfahrung nach reicht diese kurze Aussage, mein Gegenüber kann mich einordnen und vor allem: ich habe es in solchen Fällen kein zweites Mal erwähnen müssen. Wenn ich aber still geblieben bin, wurde ich im nächsten Gespräch wieder als "Herr X" angesprochen, oder die aus dem Gespräch resultierende Email begann mit "Sehr geehrter Herr X" (und das, obwohl meine Geschäftsemail schon lange "alice.x@yadayada.de" lautet). Sobald ich auf die "Problematik" mit der Stimme hingewiesen habe - alles fein. Menschen sind leicht zu verunsichern und suchen sich das für sie Plausibelste um möglichst keine Fehler zu machen. Mit meiner Kommunikation schaffe ich Klarheit und damit Sicherheit für mein Gegenüber. Das Ergebnis ist eine Menge Respekt und manchmal sogar Bewunderung.

Davon abgesehen habe ich auch schon Komplimente für meine "Alt-Lage" bekommen, mit der ich "unbedingt in einen Chor muss!"

Vicky: ich nehme mal an, Du beziehst dich auf mich? Du musst mir wirklich nicht erklären, wie meine Weiblichkeit zu sein hat. Das passt schon ganz gut, danke.

Ihr dürft gerne "trans Frau/FRAU" oder irgendwas anderes schreiben, ich bleibe bei der offiziellen und grammatikalisch richtigen Schreibweise Transfrau, weil es für mich (persönlich) so vollkommen gar keine Relevanz für meine Selbstwahrnehmung hat. Dafür, und ich wiederhole mich hier gerne, lesen vielleicht auch Menschen meine Texte und Emails, die dem Thema "Trans" eher skeptisch gegenüberstehen, oder neu sind. Und jedes Abweichen vom Üblichen, jedes Beharren auf "ich bin aber eine trans FRAU! Eine FRAU!" macht nur mehr Ablehnung und Spaltung. Das sind genau die "hysterischen Typen in Frauenkleidern", die das Bild der Gesellschaft von Transidenten Menschen prägen und uns nur schaden.
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