Dieses widme ich insbesondere Natascha 1967, Lulu, Xeni, Claudia, Bettinchen, Dana, Jessica-KnaPpe, Bianca-TV, Natascha, Piak und all dene, mit denen wir seit kurzem schon so manchen herrlichen, konstruktiven Chat-Abendverbracht haben.
Aber auch allen Partnerinnen, die diese besondere Vorliebe ihrer (Ehe)männner nicht verstehen. Ich bin selbst eine Frau, von Kopf bis Fuss bewusst femenin eingestellt, doch warum sollen wir Männern nicht das gleiche Recht zustehen, so zu sein, wie sie sich fühlen??!!
Als allererstens sind wir Menschen und wurden frei geboren.Wie wir unsere Freiheit ausleben, sollte doch jedem selbst überlassen sein, jeder auf seine Art. Grenzen gibt uns nur die Gesellschaft vor. Wir sind zwar ein Teil davon, doch inwieweit wir Schafe eines vorgeschriebenen Systems sein wollen, dazu haben wir wohl eigene Entscheidungskraft.
Und hier möchte ich Moment nicht weiter ausschweifen, sondern direkt auf dem Punkt kommen. Es ist sicher für die Mehrheit der Frauen schwer zu verstehen, dass sie einen "femeninen" Partner an ihrer Seite haben, einen Mann zu lieben und zu respektieren, der auch gerne Damenunterwäsche, Kleider, Röcke, Pumps und Make-up steht. So etwas gehört sich doch nicht in unserer Gesellschaft!! Was soll die Familie sagen, Freunde, Kollegen, etc.? Sicherlich verläuft es bei jeder Partnerschaft anders aus. Bin erst seit kurzem in diesem Forum, aber soweit ich erkennen konnte, gibt es die Paare, wo die Frau das volle Verständnis für ihren Partner aufbringt, was ich hier nur applaudieren kann, dann wohl genau das Gegenteil, wo die Frau es abstossend findet. Aber auch der Fall, wo die Partnerin nichts weiss, weil eben der Mann, der "en femme" sich nicht traut, weil er glaubt, mehr zu verlieren, als zu gewinnen. Und die Frauen, die nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.
Leider habe ich hier keine Lösung parat für die Fälle, wo Ihr Crossdresser Eure Weiblichkeit nicht 100% ausleben könnt. Jeder tickt eben anders und leider gibt es nicht viele Frauen, die wissen, dass der Kern des Partners der gleiche bleibt, dass sie ihn nicht verlieren, wenn er mal auch mit Absätzen und Seidenstrumpfhosen ausgehen will... Das es sogar eine Bereicherung sein kann und die Vertrautheit enger geschnürrt wird. Eigentlich schade, dass hier keine Gleichberechtigung herrscht, aber jetzt geht"™s wirklich zu Orkidias und Joanas Story, die eben auch anders als alle anderen ist...
Meine Devise vorab: Das Leben ist ein Feld bunter Blumen, warum dürfen wir nicht die Blumen pflücken, die uns am besten gefallen...?? Ich tue es, so bin ich eben: Orkidia (abgeleitet von Orchideen, meine Lieblingsblumen)und herzlich willkommen in meinem Blumenreich:
Ich bin Spanierin, bin aber in einem kleinen verregneten Örtchen irgendwo mitten in NRW aufgewachsen. Damit möche ich Euch sagen, dass ich im Kopf eigentlich mehr deutsch ticke als spanisch (obwohl ich seit meinem 23. Lebensjahr in meiner Heimatstadt im Süden Spaniens lebe — war ein freier Entschluss) und gerne immer wieder nach Deutschland reise. Durch meinem Beruf hier habe auch andere tolle deutsche Städt kennengelernt, d.h. dass ich mich auch in Berlin, Hamburg, Hannover, Stuttgart und München gut auskenne (NRW Städte wie Kölle, Düsseldorf, Bonn ausgelassen, die kannte ich ja schon vorher). War 14 Jahre mit einem gutmütigen, aber für mein Temperament etwas langweilen Spanier verheiratet bis ich irgendwann auf einer Geschäftsreise nach Budapest im Flieger von Madrid aus meine deutschen jetztigen Ehemann (=Joana) kennenlernte. Sind übrigens in der gleichen Branche tätig. Damals wusste weder er noch ich, dass Joana einige Jahre später hier durch die Wohnung "stöckeln" würde. Am Anfang waren wir halt wie es so auf Geschäftsreisen passiert nur "Geliebte", bald wussten wir, dass wir "mehr" wollte. Wir verliebten uns, ich erkannte, dass ich den MANN MEINES LEBENS vor mir hatte und ihn nie verlieren wollte. Ihm ging es genauso. D.h. anfangs war eine wundeschöne Liebegeschichte, doch mit vielen Steine auf dem Weg. Dennoch Liebe ist mächtig: Sowohl er, als auch ich (mit 2 Kleinkindern) schafften es (trotz vieler Tränen) aus unseren alten Leben auszusteigen und wir zogen hier in Südspanien zusammen. Noch zu erwähnen, dass mein Mann seit ca. 9 Jahren auf der berühmtsten "deutsch-spanischen" Insel lebte (kennt ja jeder, oder??!) und alles hinter sich lies, um mit mir zusammenzusein, trotz fast 11 Jahre Altersunterschied... Aber hier ebenfalls - Liebe kennt weder Alter noch Hindernisse! Und dafür stehen wir Zeuge. Seit Ostern sind wir auch verheiratet und es gibt keinen herrlicheren Mann (bzw. Frau) an meiner Seite...
Sicher meint Joana jetzt, warum ich soviel um den Brei reden und nicht endlich zur Sache komme...wie aus meinem herrlich männlichen Mann Joana wurde, denn das ist es wohl was hier interessiert. Gehöre nun mal zu der Sorte Frau, die gerne eine einklingende Einführung schreiben, als direkt zum Thema zu kommen.. Ausserdem ist in mir eine verborgene Schriftstellerin
Bei uns war es nicht mein Mann, der mir (ich wie es bei Euch Crossdressern sonst der Fall ist) eines Tages sagte, dass er sich in Frauenkleidern wohl fühlte.
Sondern ICH war es, die ihm vor ca. 2 Jahren vorschlug, wie es wäre, wenn er man Frauensachen tragen würde. Wer dieses pervers oder ähnlich empfindet, soll hier einfach aufhören zu lesen. Allen anderen möchte ich gerne preisgeben: JA, ich als FRAU, finde Männer, die sich zu Frauen stylen einfach toll und das hat mich immer unheimlich angezogen. Bin ich anders als alle anderen Frauen, sicher, aber was scherrt es mich..Jeder hat seine Vorlieben..und ich eben meine... Kann man meinen, dass ich vielleicht eine lesbische Seite habe, ganz sicher, hatte auch mal eine lesbische Beziehung (lange her und dass war mit einer Frau, die lieber ein Mann sein wollte, echt paradox), aber ich stehe auf Männer, 100% und auf meinem Mann, als Mann mit seiner ganzen Männlichkeit ebenso.
Trotzdem habe ich irgendwann mal gemerkt, dass er innerlich etwas femenines an sich hatte, denn äusserlich mit seinem kanntigen Gesicht, breiten Schultern, Armen, Grösse und toller männlicher Behaarung (auf die ich leider auch stehe..dazu später mehr), ist er eben DER Mann schlechthin (nach dem sich auch Frauen gerne umdrehen) und ich, im Gegensatz, bin so richtig femenin. Trage gerne figurbetonte Kleider, Schmuck ist ein Musst, von Highheels gar nicht zu reden und ohne sorgfältig aufgetragenes Make-up gehe ich eh nicht gerne aus dem Haus. Dies schreibe ich, damit Ihr Euch ein Bild von uns machen könnt. Demnach, war mein damals noch-nicht-Ehemann geschockt, wo ich ihm erzählte, dass ich es schön finden würde, dass er sich mal als Frau geben würde. Es wäre eine Phantasie von mir, was ja auch stimmt....
Da ich aber meinen Mann kenne und Herausfoderungen für ihn das Grösste sind, wusste ich, dass er sich mit meinem besonderen "Wunsch" sofort ausseinandersetzen würde, was er dann auch tat.
Als allererstes fragte er mich zigmal, ob ich das auch wirklich ernst meinte, oder ob es wieder einer meiner verrückten Einfälle war, um ihn aus der Bahn zu schiessen. Als Beweis dafür schenkte ich ihm am Tag darauf einen verstellbaren Ring mit einem grossen schwarzen Stein und bat ihn den Ring zu tragen. Sein Gesicht war erstmal Staunen ohne Ende, doch zeigte ihm, wie eine Frau (wir sassen auf dem Sofa) sich mit den Händen bewegen würde....Dabei sah ich schon, welche Allergie sich mit diesem "weiblichen" Ring am Finger innerlich in ihm ausbreitete. Die Gestik, die ich ihm vorführte, fand er sicherlich albern, aber er ahmte sie mir tapfer nach. Und auch meine folgenden Aufforderung, aufzustehen und im Wohnzimmer wie eine Frau zu laufen, fand er total absurd. Aber er versuchte es...verliebte Männer sind eben zu (fast) allem fähig. Natürlich sah das in Jeans und Socken nicht so toll aus. Sein Becken schaffte auch keine einzige weibliche Bewegung. Er schaute mich nur entgeistert an, schaute den Ring an "ob er vielleicht magische Kräfte" hätte und verstand nur Bahnhof. Das war unserer zweiter Tag. Daraufhin lies ich ihn in den nächsten Tagen erstmal mit dem Thema in Ruhe. Ich wusste aber, dass er bereits "angebissen" hatte, denn er fing an sich mit "Crossdressing" (ich hatte ihm schon gebeichtet, dass "es" so hiess) im Internet auseinanderzusetzen. Nach ungefähr einer Woche kam er zu mir und sagte, dass es so nicht funktionieren würde und dass er ein altes Kleid von mir wollte, damit er sich irgendwie "weiblich" fühlen könnte. Ich erfüllte ihm aber nicht diesem Wunsch, denn ich wollte keine Kopie von mir, sondern er solle eine eigenständige Weiblichkeit entwickeln...Noch hatte Joana nicht einmal ihren Namen..
So, doch wie mein Mann es schaffte, sich zum ersten Mal sich in Joana zu verwandeln, dazu morgen mehr, denn es ist ja schon etwas spät heute geworden.
Und eigentlich habe ich noch gar nicht richtig mit unserer Geschichte angefangen, aber ich schreibe morgen gerne weiter, wenn Ihr an Joanas und meiner Geschichte interessiert seid...
Denn dann schreibe ich über Joanas Geburt und wie aus meinem einmaligen Mann eine sexy Joana wurde, mit der ich und er heute so viel Spass haben...
Hasta pronto (bis bald), Eure Orkidia
P.S. Es kann noch lustig und spannend werden...