Fachtagung "Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren" (+weitere Themen)
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Anne-Mette
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Fachtagung "Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren" (+weitere Themen)

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Beitrag von Anne-Mette »

21.03.2024, Merseburg: Fachtagung "Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren":

Beschreibung:

Lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und nichtbinäre queere (LSBTIQ*+) Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erleben gegenwärtig Abwertung und Ausschluss wie auch Sichtbarkeit und Unterstützung.

Auf der einen Seite wird das Thema medial und gesellschaftlich sichtbarer, rechtliche Veränderungen wie das Selbstbestimmungsgesetz werden auf den Weg gebracht und gleichzeitig nehmen verschiedene Formen von Queerfeindlichkeit, wie das Verbot von "Gendern", zu. Die widersprüchliche Situation geht mit psychosozialer Belastung und Unsicherheiten einher. Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen sind entsprechend gefordert, Teilnahme und Inklusion, Schutz und Schonraum sowie Auseinandersetzung und Dialog mit diesen Lebensperspektiven zu ermöglichen und junge queere Menschen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen.

Dazu braucht es sowohl Sensibilisierung und Parteilichkeit in den Regelangeboten, als auch queere Empowerment- und Schutzräume. Genau hier möchten wir mit der Fachtagung 2024 Impulse setzen, wie Fachkräfte aus dem breiten Kontext der Kinder- und Jugendhilfe, Schule und Schulsozialarbeit sich für die Zielgruppen öffnen können und gleichsam queerfeindlichen Angriffen und Strukturen begegnen können. Die Fachtagung zeigt konkrete Alltagserfahrungen von jungen LSBTIQ*+ Menschen auf und vermittelt methodische sowie konkrete handlungspraktische Ansätze, um dem gesetzlichen Auftrag "den unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen, Jungen sowie transidenten, nichtbinären und intergeschlechtlichen jungen Menschen zu berücksichtigen ("¦)" gerecht zu werden (SGB VIII -§9/3).

Für weitere Informationen zum Ablauf, den Inhalten der Workshops und zur Organisation der Veranstaltung besucht die Website der Fachtagung. Einige Workshops sind leider bereits ausgebucht.

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2) 11.04.2024, Berlin: Fachtag "Mehrelternschaft in Deutschland und den Niederlanden - mögliche Wege der rechtlichen Absicherung"

Beschreibung:

Es ist eines der großen Streitthemen unserer Zeit: Wer ist eigentlich Familie? Für unsere Rechtssysteme spielen die biologischen Verbindungen nach wie vor die Hauptrolle. Familie ist demnach die soziale Einheit, die aus leiblichen Eltern und Kindern besteht. Dieses Mutter-Vater-Kind-Prinzip ist maßgeblich und doch kann es die Realität nicht (mehr) komplett abbilden.

Kinder haben mitunter mehr als zwei Eltern, die sich tagtäglich um sie kümmern, Verantwortung übernehmen und Geborgenheit schenken. Doch auf dem Papier sieht das anders aus: bis heute gibt es kein Land in Europa, das mehr als zwei rechtliche Elternteile anerkennt. Familienmitglieder werden auf diese Weise de jure zu Fremden erklärt. Für Kinder, die in Mehrelternkonstellationen aufwachsen, bedeutet das viele praktische und rechtliche Nachteile.

In den Niederlanden hat sich eine Staatskommission schon vor einigen Jahren mit dem Thema befasst und empfohlen, rechtliche Elternschaft für bis zu vier Personen zu ermöglichen. Die niederländische Regierung hat die Empfehlungen in einem Brief an die Abgeordnetenkammer im Oktober 2023 befürwortet. Der deutsche Bundesjustizminister hat hingegen kürzlich Eckpunkte vorgelegt, die zwar die Absicherung vielfältiger Familienmodelle ermöglichen wollen und dabei auch Mehrelternfamilien im Blick haben, am rechtlichen Zwei-Eltern-Prinzip jedoch nicht rütteln wollen. Ist das noch zeitgemäß, oder ist das niederländische Modell auch ein Modell für Deutschland?

Dazu laden der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), die Stiftung "Meer Dan Gewenst" aus den Niederlanden und das Netzwerk der Europäischen Regenbogenfamilienverbände (NELFA) zu einem Fachworkshop und einer Podiumsdiskussion am 11. April 2024 in Berlin ein.

Ziel ist es, den Stand der Dinge zu ermitteln und mögliche Wege der rechtlichen Absicherung von Mehrelternfamilien zu erarbeiten:

Mit welchen Problemen sehen sich Mehreltern-Familien konfrontiert?
Welche rechtlichen Ideen und Lösungsvorschläge liegen bisher vor?
Gibt es berechtigte Gründe, am Zwei-Eltern-Prinzip festzuhalten oder bedarf es einfach mehr Mut, um Mehrelternfamilien rechtlich besser abzusichern?

Weitere Infos gibt es in Kürze hier.

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3) 18.06.2024, Erfurt: Fachtag "Selbstbestimmung stärken! Demokratie leben!"

Beschreibung:

Der Rechtsruck hat die Mitte unserer Gesellschaft erreicht. Rassistische, antisemitische, LSBTIQ*-feindliche Hetze und demokratiefeindliche Ideologien verstärken sich massiv gegenseitig und bedrohen vor allem marginalisierte Gruppen und die demokratische Zivilgesellschaft. In diesem Jahr finden Europa-, Landtags- und Kommunalwahlen statt. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, Teilhabe von marginalisierten Gruppen und die Grundwerte unserer Demokratie sind massiv bedroht und könnten in einigen Regionen auf dramatische Weise ausgehöhlt werden.

Wie kann die demokratische Zivilgesellschaft diesem Rechtsruck standhalten, den Zusammenhalt stärken und sich gegenseitig unterstützen? Wie können queere Menschen in ländlichen und strukturschwachen Räumen empowert werden? Was ist nötig, um die Regenbogenkompetenz in Bereichen wie Bildung, Sport oder in den Regelstrukturen der Wohlfahrtspflege sowie in Verwaltungen zu erhöhen? Wie können etablierte Regelstrukturen und Selbstvertretungen der LSBTIQ*-Communitys zusammenwirken, um für ein selbstbestimmtes Leben in der Demokratie zu werben und Anfeindungen entgegenzuwirken?

Zu diesen Fragen lädt das Kompetenznetzwerk "Selbst.verständlich Vielfalt" zahlreiche Expert*innen ein. Der Fachtag wird durch Gebärdensprachdolmetscher*innen (DGS) zur Gewährleistung einer barrierearmen Veranstaltung unterstützt.

Weitere Infos zum Fachtag folgen in Kürze auf der Website des Kompetenznetzwerks.
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