Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
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Anne-Mette
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Momo58
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Die Entscheidung der Schule ist einfach nur unverständlich, Dario wird hier stellvertretend für alle Transmenschen als Sexmonster, als Gefahr für Mitschülerinnen abgestempelt, von der fehlenden gesetzlichen Grundlage mal ganz abgesehen.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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Christiane
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Im Beitrag wurde allerdings die Möglichkeit eines Einzelzimmers angesprochen.
Ist zwar nicht das Gruppenerlebnis für ihn(sie), aber eine Teilnahme wäre möglich.
Allerdings kann ich nicht verstehen, dass die Schule mauert, wenn von allen Mädchen und deren Eltern die Einverständnis
vorliegt, dass es für sie o.k. ist, wenn er(sie) in ein Mädchenzimmer kommt.
Dann läge doch die Verantwortung gar nicht mehr bei der Schule.
Warum kann so etwas nicht mit normalem Menschenverstand und Augenmaß geregelt werden?
Klar, der Direktor steckt auch in der Klemme. Aber aus der kommt er relativ einfach raus.
Wenn die Möglichkeit gegeben ist, dass die Eltern und ihre Töchter dem Bezug eines Mädchenzimmers zustimmen,
muss nur geklärt werden, ob die rechtlichen Konsequenzen dann auch auf die Eltern und Töchter übergehen.
Ist dies der Fall, ist die Schule aus der Nummer raus und der Direx kann sich zurücklehnen, weil in diesem Fall kein Problem auf die Schule zukommen kann.
Fall erledigt.
Sollte dies nicht möglich sein, bleibt nur ein Einzelzimmer - oder Zuhause bleiben - so bitter wie das klingt.
Dann kann die Schule dem aus rechtlichen Gründen leider nicht zustimmen, auch wenn man das vielleicht möchte.
Ich würde dies genehmigen, mir aber vorher von seinen Eltern und den Eltern der Mädchen einen Haftungsausschluss unterzeichnen lassen - fertig.
Denn - sollte etwas vorfallen (was auch immer (??)) - kann es eine "Schulkarriere" doch ruckartig beenden. Da hätte ich auch Angst um meinen Job.
Vielleicht seh ich das auch zu blauäugig, oder zu lösungsorientiert.
Ist zwar nicht das Gruppenerlebnis für ihn(sie), aber eine Teilnahme wäre möglich.
Allerdings kann ich nicht verstehen, dass die Schule mauert, wenn von allen Mädchen und deren Eltern die Einverständnis
vorliegt, dass es für sie o.k. ist, wenn er(sie) in ein Mädchenzimmer kommt.
Dann läge doch die Verantwortung gar nicht mehr bei der Schule.
Warum kann so etwas nicht mit normalem Menschenverstand und Augenmaß geregelt werden?
Klar, der Direktor steckt auch in der Klemme. Aber aus der kommt er relativ einfach raus.
Wenn die Möglichkeit gegeben ist, dass die Eltern und ihre Töchter dem Bezug eines Mädchenzimmers zustimmen,
muss nur geklärt werden, ob die rechtlichen Konsequenzen dann auch auf die Eltern und Töchter übergehen.
Ist dies der Fall, ist die Schule aus der Nummer raus und der Direx kann sich zurücklehnen, weil in diesem Fall kein Problem auf die Schule zukommen kann.
Fall erledigt.
Sollte dies nicht möglich sein, bleibt nur ein Einzelzimmer - oder Zuhause bleiben - so bitter wie das klingt.
Dann kann die Schule dem aus rechtlichen Gründen leider nicht zustimmen, auch wenn man das vielleicht möchte.
Ich würde dies genehmigen, mir aber vorher von seinen Eltern und den Eltern der Mädchen einen Haftungsausschluss unterzeichnen lassen - fertig.
Denn - sollte etwas vorfallen (was auch immer (??)) - kann es eine "Schulkarriere" doch ruckartig beenden. Da hätte ich auch Angst um meinen Job.
Vielleicht seh ich das auch zu blauäugig, oder zu lösungsorientiert.
"Pünktchen sind immer süß!"
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Susi T
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Erinnert mich irgendwie an meine Jugend.
Da musste auch alles ordendlich geregelt sein.
Selbst als meine Mitschülerinen massiv gefordert haben mich, nach Sexuellen Mißbrauch vom Schwimmlehrer, bei ihnen in die Umkleide zu lassen, haben Klassenlehrerin und Schulleiter gemauert. Da hat noch nichtmal meine teilweibliche Körperlichkeit als Argument geholfen.
Gegen das Verbot eine Einzelkabiene zu nutzen konnten wir zwar nichts machen, genauso wenig wie gegen die Anweisung das ich mich erst umziehen durfte, wenn alle Jungs raus waren. Aber die Jungs haben sich nie wieder aus der Gemeinschaftsumkleide rausschicken lassen bevor die Mädchen geschlossen davor lautstark Position bezogen hatten. So haben wir weiteres verhindern können.
An der Schule gab es noch andere Fälle, gegen die lange nichts unternommen wurde. Aber irgendwann wurde wohl einer der Schlimmsten vorzeitig entlassen, nachdem eine meiner Mitschülerinen dort Schulleiterin geworden ist und ihm den Mißbrauch nachweisen konnte.
Da musste auch alles ordendlich geregelt sein.
Selbst als meine Mitschülerinen massiv gefordert haben mich, nach Sexuellen Mißbrauch vom Schwimmlehrer, bei ihnen in die Umkleide zu lassen, haben Klassenlehrerin und Schulleiter gemauert. Da hat noch nichtmal meine teilweibliche Körperlichkeit als Argument geholfen.
Gegen das Verbot eine Einzelkabiene zu nutzen konnten wir zwar nichts machen, genauso wenig wie gegen die Anweisung das ich mich erst umziehen durfte, wenn alle Jungs raus waren. Aber die Jungs haben sich nie wieder aus der Gemeinschaftsumkleide rausschicken lassen bevor die Mädchen geschlossen davor lautstark Position bezogen hatten. So haben wir weiteres verhindern können.
An der Schule gab es noch andere Fälle, gegen die lange nichts unternommen wurde. Aber irgendwann wurde wohl einer der Schlimmsten vorzeitig entlassen, nachdem eine meiner Mitschülerinen dort Schulleiterin geworden ist und ihm den Mißbrauch nachweisen konnte.
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Hotte
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Ich musste jedes Mal bei den Mädchen ins Zimmer und ich fand das auch nicht schön. Da hat keiner gesagt, ein Junge im Mädchenzimmer geht ja nicht.
Bei Dario sieht man von außen, da ist etwas anders. Deshalb wird so ein Bohei gemacht.
Über ein Einzelzimmer wäre ich (!) sehr glücklich gewesen, weil ich genau das, was Dario sich so sehnlich wünscht, als enorm belastend erlebt habe.
Bei meiner Abschlussfahrt hatten meine Eltern zum Glück ein Einsehen und haben einfach die Einverständniserklärung zur Teilnahme nicht unterschrieben. (Wir waren zu der Zeit alle über 18 und der Vollwaise in unserer Stufe hat sich so richtig aufgeregt, dass er so derartig diskriminiert wurde, weil er ja nun niemanden hatte, der für ihn unterschreiben konnte.)
Bei Dario sieht man von außen, da ist etwas anders. Deshalb wird so ein Bohei gemacht.
Über ein Einzelzimmer wäre ich (!) sehr glücklich gewesen, weil ich genau das, was Dario sich so sehnlich wünscht, als enorm belastend erlebt habe.
Bei meiner Abschlussfahrt hatten meine Eltern zum Glück ein Einsehen und haben einfach die Einverständniserklärung zur Teilnahme nicht unterschrieben. (Wir waren zu der Zeit alle über 18 und der Vollwaise in unserer Stufe hat sich so richtig aufgeregt, dass er so derartig diskriminiert wurde, weil er ja nun niemanden hatte, der für ihn unterschreiben konnte.)
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Lana
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Hallo Hotte,
LGL
Wärst du denn gerne im Jungszimmer gewesen?Hotte hat geschrieben: Do 8. Feb 2024, 23:05 Ich musste jedes Mal bei den Mädchen ins Zimmer und ich fand das auch nicht schön. Da hat keiner gesagt, ein Junge im Mädchenzimmer geht ja nicht.
LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Warum unterschreiben Eltern Einverständniserklärungen für Volljährige?Hotte hat geschrieben: Do 8. Feb 2024, 23:05 Bei meiner Abschlussfahrt hatten meine Eltern zum Glück ein Einsehen und haben einfach die Einverständniserklärung zur Teilnahme nicht unterschrieben. (Wir waren zu der Zeit alle über 18 und der Vollwaise in unserer Stufe hat sich so richtig aufgeregt, dass er so derartig diskriminiert wurde, weil er ja nun niemanden hatte, der für ihn unterschreiben konnte.)
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Claudia-67
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Hallo,
natürlich will keiner den Kopf hin halten. Ist ja heute modern. Nur dann wäre die sauberste Lösung gewesen die Klassenfahrt ganz abzusagen. Klar, nicht schön für die Schüler. Nur so macht das jetzt richtig die Runde in der Öffentlichkeit. Das zeigt aber auch, wie wenig noch immer Rücksicht auf solche Themen gelegt wird. Die STellenausschreibungen machten die Verwaltungen für m/w/d, in der Realität bekommen sie es nicht hin und denken noch immer binär. Vielleicht werden nun in der Verwaltung mal Leute wach, dass es eben derartige Personen gibt und man die respektieren sollte. Ich bezweifle es eher.
Zum Thema Schwimmbad...
In Rheine hat ein neues Schwimmbad eröffnet, für viel Geld gebaut. Anstatt Unisex-Einzelkabinen zu bauen und nur die Duschen für beide Geschlechter getrennt, gibt es strikt getrennte Einzelumkleiden für Damen und Herren. Immerhin gibt es in den Sammelduschen wenigstens ein oder zwei Duschplätze mit Sichtschutz.
Auf die Anfrage an die Geschäftsleitung, was diverse Personen, Intersexuelle oder Transpersonen, die noch keine Vä/Pä haben, machen sollen kam noch keine Antwort. In den Nachbarstädten konnte man das vor 40 Jahren schon besser...
Liebe Grüße
Claudia
natürlich will keiner den Kopf hin halten. Ist ja heute modern. Nur dann wäre die sauberste Lösung gewesen die Klassenfahrt ganz abzusagen. Klar, nicht schön für die Schüler. Nur so macht das jetzt richtig die Runde in der Öffentlichkeit. Das zeigt aber auch, wie wenig noch immer Rücksicht auf solche Themen gelegt wird. Die STellenausschreibungen machten die Verwaltungen für m/w/d, in der Realität bekommen sie es nicht hin und denken noch immer binär. Vielleicht werden nun in der Verwaltung mal Leute wach, dass es eben derartige Personen gibt und man die respektieren sollte. Ich bezweifle es eher.
Zum Thema Schwimmbad...
In Rheine hat ein neues Schwimmbad eröffnet, für viel Geld gebaut. Anstatt Unisex-Einzelkabinen zu bauen und nur die Duschen für beide Geschlechter getrennt, gibt es strikt getrennte Einzelumkleiden für Damen und Herren. Immerhin gibt es in den Sammelduschen wenigstens ein oder zwei Duschplätze mit Sichtschutz.
Auf die Anfrage an die Geschäftsleitung, was diverse Personen, Intersexuelle oder Transpersonen, die noch keine Vä/Pä haben, machen sollen kam noch keine Antwort. In den Nachbarstädten konnte man das vor 40 Jahren schon besser...
Liebe Grüße
Claudia
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Hotte
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Die Schule hatte die Einverständniserklärungen gefordert, weil man davon ausging, dass die Eltern die Kosten würden tragen müssen.Linda Hostedder hat geschrieben: Fr 9. Feb 2024, 07:00Warum unterschreiben Eltern Einverständniserklärungen für Volljährige?Hotte hat geschrieben: Do 8. Feb 2024, 23:05 Bei meiner Abschlussfahrt hatten meine Eltern zum Glück ein Einsehen und haben einfach die Einverständniserklärung zur Teilnahme nicht unterschrieben. (Wir waren zu der Zeit alle über 18 und der Vollwaise in unserer Stufe hat sich so richtig aufgeregt, dass er so derartig diskriminiert wurde, weil er ja nun niemanden hatte, der für ihn unterschreiben konnte.)
Bis zur Unterstufe ja. Später dann war ich einfach nur froh, wenn ich meine Ruhe hatte und wenn ich schon hätte mitfahren müssen, wäre mir ein Einzelzimmer recht gewesen.
post trans*
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Zunächst einmal vielen Dank liebe Anne-Mette für den Thread und den Link!Anne-Mette hat geschrieben: Mi 7. Feb 2024, 18:06 "Lokalzeit aus Dortmund"
https://www.ardmediathek.de/video/lokal ... NlZGY2MTk2
Ich habe mir gleich das Video angeschaut und sofort Parallelen zwischen Dario und Patrick festgestellt. Beide leben offen ihre Transidentität aus und gehen noch zur Schule. Jedoch enden die Gemeinsamkeiten beim Verhalten der Mitschüler, Schule und anderen Leuten, wenn es um Toleranz geht. Das Verhalten der Schule und zuständigen Behörde sehe ich ziemlich "schwammig" - niemand möchte sich der Verantwortung stellen und klar eine Stellung beziehen. Ich finde das sehr enttäuschend, da so die nötige Unterstützung für Dario völlig fehlt. Ich finde auch die Schule ist dahingehend verpflichtet, jeden Schüler gleich zu behandeln - egal welchen Geschlechts er/sie sich angehörig fühlt. Dennoch weiß ich auch, in welcher Zwickmühle die Parteien Schule und Behörde steckt, denn wie man sieht, benötigt dieses Thema Fingerspitzengefühl - wohl leider immer noch in unserer heutigen Zeit, wo sich doch alle gern so offen zeigen
So fällt eben auf, was immer mit Trans* in Verbindung gebracht wird und es wird deutlich wie (in)tolerant die Mitmenschen sind. Das schulische Mobbing und Beleidigungen sind natürlich Dinge die die Schule dringend in Griff bekommen muss, von daher habe ich eine Menge Respekt vor Dario, daß er weiterhin den Mut hat und sich den täglichen schulischen Herausforderungen so offen stellt. Sehr positiv sehe ich auch die Unterstützung von Darios Eltern, allein das gibt Dario genug Kraft die Widerstände in der Schule zu ertragen. Gegenüber diesen negativen Erfahrungen sticht förmlich das positive Verhalten sowohl der Schüler, wie Eltern, die sich bejahend zum Schulausflug (inkl. Zimmerfrage...) entschieden zeigten! Leider geht aus dem Video nicht hervor, ob sich Dario (schulisch) erst geoutet hat oder ob ihn/sie die Mitschüler*innen so schon ewig kennen.
Natürlich möchte ich Darios Erfahrung mit Patricks vergleichen. Wer bisher nicht weiß, wer Patrick ist, kann das kurz hier nachlesen - Beitrag 38: viewtopic.php?t=27100&start=30
Patrick steht vor deutlich weniger Problemen als Dario. Mobbing gibt es so gut wie gar nicht, akzeptiert ist er auch - somit gibt es schulisch keine nennenswerten Probleme. Auch Schulausflüge (wie sie im Video genannt werden) liefen bisher reibungslos - selbst von Elternseite gab es bisher keine Einwände. Wenn es geht, teilt er sich ein Zimmer mit einer Mitschülerin, beide sind da schon gut eingespielt. Ich denke, daß das bei Patrick so gut läuft liegt zu großen Teilen daran, daß ihn seine Mitschüler*innen (und Lehrkräfte) bereits seit Schulanfang so kennen.
Solche Berichte finde ich immer sehr interesssant, da es für mich wichtig ist zu erfahren, welche Erfahrungen Betroffene in anderen Regionen unserer Republik machen.
Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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Susi T
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Re: Keine Klassenfahrt wegen sexueller Identität | WDR
Das wichtige bei sowas ist die Gemeinschaft.
Dario hat den Anschluß zu seinen Mitschülerinnen, die ihre volle Unterstützung einbringen. Die Schule blockt diesen und bietet ihm Isolation/Einzelzimmer an und das in einer Situation, wo die Mitschüler nichts mit ihm zu tun haben wollen.
Wenn da was passiert, wer hat dann die Grundlage für Mobbing gelegt oder ausgebaut?
Isolation ist keine Hilfe sondern das Gegenteil.
Da es hier um Geschlechtsidentität geht, kann dann sogar noch schlimmeres passieren. Wäre nicht das erstemal.
Dario hat den Anschluß zu seinen Mitschülerinnen, die ihre volle Unterstützung einbringen. Die Schule blockt diesen und bietet ihm Isolation/Einzelzimmer an und das in einer Situation, wo die Mitschüler nichts mit ihm zu tun haben wollen.
Wenn da was passiert, wer hat dann die Grundlage für Mobbing gelegt oder ausgebaut?
Isolation ist keine Hilfe sondern das Gegenteil.
Da es hier um Geschlechtsidentität geht, kann dann sogar noch schlimmeres passieren. Wäre nicht das erstemal.
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