Waldorfschule verbrennt Gay-"Bösewicht"
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Anne-Mette
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Waldorfschule verbrennt Gay„"Bösewicht"

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Die Waldorfschule Itzehoe sorgt mit einer queerfeindlichen Aktion für Kopfschütteln: Auf einem Herbstfest wird vor Schüler*innen ein Drachen verbrannt, der als "gay" markiert wurde.

queer.de und andere Anbietende berichten

https://www.queer.de/detail.php?article ... IQ0KFJ4SWs
Magdalena
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Re: Waldorfschule verbrennt Gay„"Bösewicht"

Post 2 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

da kann man sich nur fragen, was sonst noch in dieser "Schule" für ein Weltbild vermittelt wird! Und wie werden die Schüler später als Erwachsene mit queren Menschen umgehen?

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Momo58
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Re: Waldorfschule verbrennt Gay„"Bösewicht"

Post 3 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Schon der Gründer der Waldorfschulen war am rechten Rand zu finden. Sein Zitat "die weiße Rasse ist die zukünftige am Geiste schaffende Rasse" sagt hier wohl alles aus. Derzeit sind auffällig viele Impfgegner und Coronaleugner an den Waldorfschulen zu finden. Ehemalige Lehrer reden sogar von sektenähnlichen Strukturen. Transfeindlichkeit ist dort längst gesellschaftsfähig geworden. Das verbrennen eines Drachens der als gay markiert war, kann daher als rechts und LSBTIQ-feindlich angesehen werden. Die Löschung von kritischen Kommentaren auf den Webseiten der Waldorfschule ist dabei nur ein weiterer Meilenstein rechter Gesinnung.

Nachtrag
An der Waldorfschule in Ravensburg hat es 6 Monate gedauert, bis ein Lehrer, der dem Reichsbürgern angehört, endlich entlassen wurde, das aber wohl nur aufgrund des öffentlichen Drucks. Wie viele Schüler er in dieser Zeit einer rechten Gehirnwäsche unterzogen hat, bleibt dabei offen.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
chrisvomsee
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Re: Waldorfschule verbrennt Gay„"Bösewicht"

Post 4 im Thema

Beitrag von chrisvomsee »

Hi Ihr,

Ich berichte mal von unserer Schule, um zu verdeutlichen, dass es in dem Fall vermutlich so ist wie es immer ist: "man darf nicht alle in einen Topf werfen" ... (was hier ja auch nicht gemacht wurde)
Also:
Meine Jungs sind auf einer Waldorfschule.
Es gibt dort aktuell ein Transjunge (Mädchen , welches sagt sie wäre gerne Junge) in einer Klasse, in der er sehr gut betreut wird und in der Klasse gut anerkannt ist.
Über die Elternabende sind auch alle Eltern informiert. Es ist auch Thema in der Klasse.
Fakt ist, in Waldorfschulen kommt es sehr auf die jeweiligen KlassenlehrerInnen an und auf die Schulleitung.
Vor ein paar Jahren gab es an unserer Schule auch ein Junge, welcher als Mädchen den Abschluss gemacht hat.
Sie hatte allerdings Glück mit dem wohl fähigsten Klassenlehrer der Schule.

Aber es ist schon so, dass die Waldorfeltern im Schnitt wohl etwas vermehrt eine esotherische Grundeinstellung haben.
Dafür sind sie im Schnitt etwas engagierter dabei würde ich sagen.
In der Corona Zeit gab es tatsächlich (gefühlt) etwas mehr Maskengegner und Querdenker, doch die Schulleitung hat hier, bei uns zumindest, sehr klar Stellung bezogen und die Vorschriften durchgesetzt.

Als sehr "rechts" würde ich Waldorfeltern nicht einschätzen.
Durch den eher esotherischen und oft auch christlichen Ansatz sind sie gerne mal überfordert mit "Neuem", aber meist sehr offen für Gespräche und andere Meinungen.
Wer mich kennt zum Beispiel weiß, dass ich mit Esotherik grad mal überhaupt nichts anfangen kann, ich auf der Gitarre schon ungern den D-Moll Akkord spiele weil dieser aus den Tönen A F und D besteht, und dass ich sicherlich sehr offen bin für Neues.
Es gibt auch mittlerweile 2 Waldorfeltern diie meine weibliche Seite kennen.

Zum Thema "Rechte Gesinnung auf Waldorfschulen" würde ich behaupten, dass auf unserer Schule der Prozentsatz der AFD Wähler deutlich "unter" dem Duchschnitt liegt.

Dies natürlich meine ganz persönlichen Erfahrungen. Aus unserer Schule, welche möglicherweise nicht den Durchschnitt wiederspiegelt.

Dass der Waldorfgünder Steiner sehr rechs war, gilt heutzutage allerdings tatsächlich als sehr wahrscheinlich.
Diese Grundhaltung war damals aber leider auch sehr gängig :-/

Aber wie schon Anfangs gesagt, Berichte aus einer Schule zu verallgemeinern macht kein Sinn und wird der Sache (wie immer) nicht gerecht.

Ich hoffe ich konnte etwas beitragen zum Thema,

Liebe Grüße

Chris
Ich will so sein, so wie ich bin, mal Mann, mal Frau, gern zwischendrin.
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Re: Waldorfschule verbrennt Gay„"Bösewicht"

Post 5 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Ich würde die Waldorfschulen, auch nicht pauschal in die rechte Ecke drücken.
Die Grundidee stammt zwar von Rudolf Steiner, aber die Nazis hätten es nie umgesetzt, weil es ihrem Gedankengut widersprach.
Und eine Gesellschaft frei von rechtem Gedankengut ist sowieso illusorisch.
Man sieht es ja auch bei uns in Deutschland.
Ob Esoteriker, Tierschützer oder Naturschützer, sie alle berühren Gedankengut, welches im Rechten Lager zu finden ist.
Deswegen sind sie selber aber noch lange keine Nazis.
In einem Land mit Grenzen sind die Resourcen nun einmal begrenzt und können nicht an eine wachsende Bevölkerung verteilt werden.
Das Schächten ist Tierquälerei.
Und die sozialen und ökologischen Probleme steigen mit der Zunahme der Bevölkerung.
Hier sollte man die Antworten nicht den Rechten überlassen, sondern selber Antworten finden.
Statt Andersdenkendem die Meinung vorzuschreiben.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
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Anne-Mette
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Re: Waldorfschule verbrennt Gay„"Bösewicht"

Post 6 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Das NDR-Fernsehen dazu mit Stellungnahme eines Vertreters des LSVDs:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Que ... 51616.html
Olivia
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Re: Waldorfschule verbrennt Gay„"Bösewicht"

Post 7 im Thema

Beitrag von Olivia »

Ich empfehle das Buch

"WALDORF CONNECTION
Rudolf Steiner und die Anthroposophen"

von Guido und Michael Grandt, Alibri Verlag, ISBN 3-932710-09-6.

Über das Buch:
"Die Anthroposophie genießt weithin den Ruf, eine tolerante, hochgeistige Weltanschauung zu sein; die Waldorfpädagogik wird von vielen Eltern als Kreativität und Selbstwertgefühl fördernde Alternative zum Unterricht in einer Regelschule angesehen. Zu Unrecht meinen die Journalisten Guido und Michael Grandt.
Die Autoren vergleichen Anspruch und Wirklichkeit der Waldorf Connection anhand der Öffentlichkeitsarbeit der Anthroposophen, der Rezeption der Lehren Rudolf Steiners und anhand von Theorie und Praxis der Waldorfpädagogik. Sie dokumentieren die okkulten und rassistischen Anteile an der Weltanschauung Steiners und gehen der Frage nach, inwiefern diese noch heute in der Athroposophie nachwirken. Sie setzten sich ausführlich mit dem pädagogischen Konzept und dem Unterricht der Waldorfschulen auseinander und erörtern den Einfluss der Anschauungen des 'Meisters' "
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Re: Waldorfschule verbrennt Gay„"Bösewicht"

Post 8 im Thema

Beitrag von Susi T »

Olivia hat geschrieben: Mi 18. Okt 2023, 09:32 okkulten und rassistischen Anteile
Vor ca. 25 Jahren hatte ich einen solchen Fall auf der Arbeit und um zu Begreifen muss man es erlebt haben.
Uns zusammen zu bringen war natürlich ein kluger Schachzug, ihn der als Betriebsleiter wegen Verfehlungen auf Labosleiterebene zurück gestuft wurde und mich, der/die nach abgeschlossenen Projekt von Laborleitung wieder zurück geparkt wurde. Man wusste das er früher ganze Labormanschaften in die Psychatrie oder Selbstmord getrieben hatte. Das passierte, wenn er sich an zuwenig Personen austoben musste. Ich selber hab seinen Unsinn an mich abgleiten lassen, aber als neue Kollegen dazu kamen, blieb mir nichts anderes übrig als ihn klar in die Schranken zu weisen. Damals war ich noch Gesund und hatte die Möglichkeit Verstand und Instinkt gut zu verknüpfen(und die Auseinandersetzung fand in einem Bereich statt, indem ich meine Stärken optimal ausspielen konnte). Das niemand anderes in der Forschung im Geistig paroli bieten konnte, hat er mir im Laufe der Jahre immerwieder stolz vorgeführt, wie ein kleines Kind das den Eltern Kunststückchen vorführt.
Immer bemüht andere Menschen wie dumme Äffchen zu behandeln/dressieren.
In der Rudolf Steiner Bewegung war er sicherlich kein Nobody, auch dort wird er sein IQ von 165 sicherlich zu Genüge ausgelebt haben und hat mir da viel Zeug berichtet, was ich aber gerne vergessen habe.
Seine Einstellung anderen/niederen Menschen hab ich mir aber laufend anhören müssen. Sicherlich hätte ich mehr dagegen sagen sollen, aber er war trotz allem mein Chef und er war auch so schon extrem anstrengend. Ich hab mich damit begnügt Auswirkungen auf andere (und die Arbeit) die mir wichtig waren zu verhindern. Vorallem die direkten Kollegen im Labor und ein paar nette Laborleiter, andere Laborleiter und ihre Cheffs hatten die Möglichkeiten sich selbst zu schützen.
Sicherlich ist es nur ein Einzelfall, aber das Menschenbild was er hatte war schon erschreckend und so wie er mir immer wieder erzählt hat, stand er damit nicht allein.
Vieleicht ist es ja Heutzutage besser geworden, aber scheinbar gibt es immernoch ewig Gestrige.
Liebe Grüße, Tira (flo)
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