Homo- und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27022
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 181 Mal
- Danksagung erhalten: 2020 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Homo„ und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
Neue Daten der Innenverwaltung zeigen: Die Zahl der queer- und transfeindlichen Straftaten bleibt auch 2023 auf erschreckend hohem Niveau.
https://taz.de/Homo--und-Transphobie-in ... /!5952833/
https://taz.de/Homo--und-Transphobie-in ... /!5952833/
-
Franziska
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 365
- Registriert: Di 8. Aug 2023, 22:08
- Geschlecht: Teilzeitfrau
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Raum Bonn
- Hat sich bedankt: 220 Mal
- Danksagung erhalten: 134 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Homo„ und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
Es ist schon traurig, diese queer- und transfeindlichen Straftaten. Aber es sind ja nicht nur wir und es betrifft nicht nur Berlin.
Die Gewalt gegenüber Minderheiten, aber auch den Schwachen in unserer Gesellschaft ist enorm gewachsen.
Man muss sich fragen, woher kommt diese Gewalt, die ja teilweise schon in den Schulen beginnt.
Es ist für mich immer wieder ein Rätsel. Sind die Täter nur die rechts- und linksradikalen in Deutschland?
Wo bleiben die Werte, für die unsere Gesellschaft eigentlich steht? Was passiert in den Elternhäusern?
Es bleiben Fragen über Fragen.
Wie sagte mal unser ehemaliger Bundespräsident Roman Herzog: "..es muss ein Ruck durch die Gesellschaft gehen"¦"
Ich habe aber leider die Befürchtung, auf diesen Ruck werden wir noch lange warten müssen.
Ich wünsche uns allen trotzdem ein schönes und friedvolles Wochenende und genießt den Spätsommer.
-
Die Gewalt gegenüber Minderheiten, aber auch den Schwachen in unserer Gesellschaft ist enorm gewachsen.
Man muss sich fragen, woher kommt diese Gewalt, die ja teilweise schon in den Schulen beginnt.
Es ist für mich immer wieder ein Rätsel. Sind die Täter nur die rechts- und linksradikalen in Deutschland?
Wo bleiben die Werte, für die unsere Gesellschaft eigentlich steht? Was passiert in den Elternhäusern?
Es bleiben Fragen über Fragen.
Wie sagte mal unser ehemaliger Bundespräsident Roman Herzog: "..es muss ein Ruck durch die Gesellschaft gehen"¦"
Ich habe aber leider die Befürchtung, auf diesen Ruck werden wir noch lange warten müssen.
Ich wünsche uns allen trotzdem ein schönes und friedvolles Wochenende und genießt den Spätsommer.
-
Genieße Deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst Du gestern nicht mehr nachholen.
Und später kommt früher als Du denkst.
Albert Einstein
Und später kommt früher als Du denkst.
Albert Einstein
-
Blossom
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3967
- Registriert: Sa 18. Jan 2020, 21:09
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Waltrop
- Hat sich bedankt: 173 Mal
- Danksagung erhalten: 45 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Homo„ und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
nun, der geht doch bereits durch die Gesellschaft ... nur in die falsche Richtung!Franziska hat geschrieben: Sa 2. Sep 2023, 17:48 "..es muss ein Ruck durch die Gesellschaft gehen"¦"
Und bitte nicht vergessen: Mindestens 100 Frauen verlieren Jahr für Jahr ihr Leben durch Gewalt des Partners - und die Täter haben hier ganz sicher keine rechten oder linken Vorstellungen, die sie dazu bringen.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
-
Nora_7
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2071
- Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Pfalz
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Homo„ und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
Wir hatten am Freitag wieder Stammtisch, 28 Personen in einem Biergarten, wo wir immer wieder willkommen sind. Wir hatten in letzter Zeit 2 neue Locations ausprobiert, in beiden bat uns der Wirt, möglichst bald wiederzukommen: Ihr seid so ein tolles und lustiges Publikum. Interessant: In der Gruppe ist auch ein Transmann, der auch bestätigt, dass Frauen unter sich (meistens — muss hier ja vorsichtig sein weil ggf. 1 Person nicht dem statistischen Mittel entsprechen könnte) viel gelöster und lustiger sind als Männerrunden.
Dem gegenüber stehen die Übergriffe und Hasskommentare in den Medien, die gezielt von bestimmten Gruppen. Obwohl die meisten Kommentare Bots/Fakes sind, merkt es keiner, und es wird immer wieder draufgehauen. 2 Sendungen über trans in Stern TV — fast nur Horror-Kommentare, die an die 30er/40er Jahre erinnern. Am bösartigsten waren die — von Männern und Frauen (Bots?) — zu den Kinderlesungen von Trans-Personen. Warum tut man so etwas unseren Kindern an: Meine Standardantwort ist: Damit sie nicht so wie ihre Eltern werden - voller Hass gegen alles, was nicht dem elterlichen "Normalverständnis" entspricht. Ich frage auch immer nach deren Definition von "normal". Antwort: Schweigen im Walde.
Bei unseren Gesprächen am Freitag waren wir uns aber auch einig, dass die Medien wohl aus Sensationslust und inhaltlicher Inkompetenz vorwiegend schrille Typen zeigen, die den TS- und den meisten TG-Erscheinungen im Alltag nicht entsprechen und somit ein deutlich verzerrtes Bild abgeben. Auch die CSDs mit der teilweise extremen Hervorhebung von — auch primären -Geschlechtsmerkmalen und ungewöhnlichen Kostümierungen bis zur SM-Show tragen nicht wirklich zur Akzeptanz bei — für die meisten sind das Exoten, Randgruppen, denen in der Politik viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Vieles ist Privatsache und weit entfernt vom ungestörten Leben im Alltag — was man ja eigentlich will.
Zurück zu uns: Wir fühlen uns so akzeptiert, auch wenn viele nicht das vollendete Pasing haben, immer wieder Debütantinnen dabei sind. Bei der letzten Motto-Party war der Kneipenabend in Heidelberg mitten im Volk und einer turbulenten Innenstadt ein wichtiges und großartiges Erlebnis. Machen wir wieder! Einfach normal, wie bei anderen auch.
Liebe Grüße Nora
Dem gegenüber stehen die Übergriffe und Hasskommentare in den Medien, die gezielt von bestimmten Gruppen. Obwohl die meisten Kommentare Bots/Fakes sind, merkt es keiner, und es wird immer wieder draufgehauen. 2 Sendungen über trans in Stern TV — fast nur Horror-Kommentare, die an die 30er/40er Jahre erinnern. Am bösartigsten waren die — von Männern und Frauen (Bots?) — zu den Kinderlesungen von Trans-Personen. Warum tut man so etwas unseren Kindern an: Meine Standardantwort ist: Damit sie nicht so wie ihre Eltern werden - voller Hass gegen alles, was nicht dem elterlichen "Normalverständnis" entspricht. Ich frage auch immer nach deren Definition von "normal". Antwort: Schweigen im Walde.
Bei unseren Gesprächen am Freitag waren wir uns aber auch einig, dass die Medien wohl aus Sensationslust und inhaltlicher Inkompetenz vorwiegend schrille Typen zeigen, die den TS- und den meisten TG-Erscheinungen im Alltag nicht entsprechen und somit ein deutlich verzerrtes Bild abgeben. Auch die CSDs mit der teilweise extremen Hervorhebung von — auch primären -Geschlechtsmerkmalen und ungewöhnlichen Kostümierungen bis zur SM-Show tragen nicht wirklich zur Akzeptanz bei — für die meisten sind das Exoten, Randgruppen, denen in der Politik viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Vieles ist Privatsache und weit entfernt vom ungestörten Leben im Alltag — was man ja eigentlich will.
Zurück zu uns: Wir fühlen uns so akzeptiert, auch wenn viele nicht das vollendete Pasing haben, immer wieder Debütantinnen dabei sind. Bei der letzten Motto-Party war der Kneipenabend in Heidelberg mitten im Volk und einer turbulenten Innenstadt ein wichtiges und großartiges Erlebnis. Machen wir wieder! Einfach normal, wie bei anderen auch.
Liebe Grüße Nora
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
-
Jaddy
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3968
- Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
- Geschlecht: a_binär / a_gender
- Pronomen: en/en/ens
- Wohnort (Name): nahe Bremen
- Hat sich bedankt: 280 Mal
- Danksagung erhalten: 1225 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Homo„ und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
Zu fast allem volle Zustimmung, Nora.
Vor allem zum Thema "Damit sie nicht so wie ihre Eltern werden - voller Hass gegen alles, was nicht dem elterlichen "Normalverständnis" entspricht".
Der Punkt ist: CSDs, Pride Paraden etc dienen dem gleichen Ziel. Es ist keine Werbung, sondern soll einfach nur demonstrieren, dass einige von den ganz normalen Leuten, denen wir täglich begegnen auch mal solche Dinge tun. Damit, wenn das mal im privaten Umfeld auftaucht, sie eben nicht mit Hass und Vorurteilen reagieren. Da hat sich auch viel getan, zum Beispiel bei der Akzeptanz von BDSM in den letzten 30 Jahren. Ich kenne die Generation vor mir, die sehr clandestin unterwegs war, mit geheimen Adressbüchern, Nicknames und komplizierten Prozeduren, anonym Kontakte weiterzugeben. Das hat sich grundlegend verbessert. Dazu haben auch CSDs beigetragen.
Das schrille, bunte mag dir seltsam und unverständlich vorkommen. Übertrieben, vielleicht "pervers". Das sind aber so ziemlich die gleichen Gefühle, die "wir" cgenderdiversen Menschen in cis binären auslösen. Die machen da keinen prinzipiellen Unterschied, und wir sollten das auch nicht tun. Es geht in allen Fällen darum, auch das zu akzeptieren, was wir persönlich nicht nachvollziehen können. Die Knackpunkte, zum Beispiel die Frage der Legitimität, macht sich an ganz anderen Dingen als Outfits und Praktiken fest.
Übrigens werden nackte Geschlechtsteile auf CSDs von der Orga nicht geduldet. Ich bin seit 1997 auf vielen Pride Paraden dabei gewesen. Die meisten davon in kinky Outfits - "ungewöhnlichen Kostumierungen" - und bei Gleichgesinnten. Wir waren immer offiziell angemeldet und die Regeln der CSD-Orga sind seitdem die gleichen: Keine nackten Genitalien, keine SM-Praktiken. Selbst die Puppy-Masken, die Pferdehalfter etc waren in der Diskussion.
Vor allem zum Thema "Damit sie nicht so wie ihre Eltern werden - voller Hass gegen alles, was nicht dem elterlichen "Normalverständnis" entspricht".
Der Punkt ist: CSDs, Pride Paraden etc dienen dem gleichen Ziel. Es ist keine Werbung, sondern soll einfach nur demonstrieren, dass einige von den ganz normalen Leuten, denen wir täglich begegnen auch mal solche Dinge tun. Damit, wenn das mal im privaten Umfeld auftaucht, sie eben nicht mit Hass und Vorurteilen reagieren. Da hat sich auch viel getan, zum Beispiel bei der Akzeptanz von BDSM in den letzten 30 Jahren. Ich kenne die Generation vor mir, die sehr clandestin unterwegs war, mit geheimen Adressbüchern, Nicknames und komplizierten Prozeduren, anonym Kontakte weiterzugeben. Das hat sich grundlegend verbessert. Dazu haben auch CSDs beigetragen.
Das schrille, bunte mag dir seltsam und unverständlich vorkommen. Übertrieben, vielleicht "pervers". Das sind aber so ziemlich die gleichen Gefühle, die "wir" cgenderdiversen Menschen in cis binären auslösen. Die machen da keinen prinzipiellen Unterschied, und wir sollten das auch nicht tun. Es geht in allen Fällen darum, auch das zu akzeptieren, was wir persönlich nicht nachvollziehen können. Die Knackpunkte, zum Beispiel die Frage der Legitimität, macht sich an ganz anderen Dingen als Outfits und Praktiken fest.
Übrigens werden nackte Geschlechtsteile auf CSDs von der Orga nicht geduldet. Ich bin seit 1997 auf vielen Pride Paraden dabei gewesen. Die meisten davon in kinky Outfits - "ungewöhnlichen Kostumierungen" - und bei Gleichgesinnten. Wir waren immer offiziell angemeldet und die Regeln der CSD-Orga sind seitdem die gleichen: Keine nackten Genitalien, keine SM-Praktiken. Selbst die Puppy-Masken, die Pferdehalfter etc waren in der Diskussion.
-
AndreaX
- Beiträge: 23
- Registriert: Mi 2. Aug 2023, 12:57
- Pronomen: sie/ihr
- Wohnort (Name): München
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Homo„ und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
Nora_7 hat geschrieben: So 3. Sep 2023, 11:11 Am bösartigsten waren die — von Männern und Frauen (Bots?) — zu den Kinderlesungen von Trans-Personen.
Wenn das so abgefragt wurde stimmt ja schon die Frage nicht. Es geht doch um Drag Lesungen. Aber das ist einfach zu viel verlangt vermutlich...
Von der rechten Propagandamaschinerie vor allem.Nora_7 hat geschrieben: So 3. Sep 2023, 11:11 für die meisten sind das Exoten, Randgruppen, denen in der Politik viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Den Leuten hats völlig den Kopf verdreht, und man merkt sofort wo die Leute ihren Spin her haben, aber das merken sie selbst nicht. Das verfängt leider als Thema, weil dann muss man sich nicht mit ernsthaften Themen beschäftigen.
Quelle: https://i.redd.it/lpq1laiu4sib1.jpgWie man aus der Spirale rauskommt, weiß ich zur Zeit selber nicht. Das könnte nur die große konservative Partei schaffen, aber, wie man sieht, spielt die dieses Spiel fröhlich mit im Moment.
Hier noch was, das eher humorvoll da an die AFD-spezielle Besessenheit rangeht (Bundestag, man glaubt es kaum
https://www.youtube.com/watch?v=JF_w3vacl8g
(PS: wählt, wen ihr wollt! Keine Werbung!)
Zum Thema CSD, das ist noch alles viel zu Zahm im Vergleich zu dem Faschingsgedöhns, das Monatelang durch die Städte und Dörfer rattert jedes Jahr. Aber das ist Hetero und Tradition und voll okay.
Zuletzt geändert von AndreaX am So 3. Sep 2023, 17:05, insgesamt 2-mal geändert.
-
Nora_7
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2071
- Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Pfalz
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Homo„ und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
Man kann natürlich Erbsen zählen. Drag Queens zählen für mich zur Trans-Szene. Außerdem wurd enicht abgefragt, sondern freie Kommentare abgegeben. Ich habe nichts von Um-/Abfragen geschrieben.AndreaX hat geschrieben: So 3. Sep 2023, 16:59 Wenn das so abgefragt wurde stimmt ja schon die Frage nicht. Es geht doch um Drag Lesungen. Aber das ist einfach zu viel verlangt vermutlich...
So ist es nicht gemeint, es geht auch nicht um nackt. Ich habe auf CSDs schon Schausteller aus der Gay-Szene erlebt, die mit "Penis-Sack-String" auf der Parade liefen. Was wollen sie damit aussagen und vor allem bewegen? Und ich kenne viele aus der BDSM-Welt, war als DJane auf Tantra-Partys. U.v.m. Alles kein Thema, wenn es nicht auf der Straße praktiziert wird. mein moralisches Empfinden kann nichts dabei erschüttern, aber mein ästhetisches. Und abgesehen von dem Interesse von Einzelpersonen seine /ihre sexuellen Vorlieben zu präsentieren sollte er (meistens)/sie sich die Frage stellen: nutzt es dem Anliegen der gesellschaftlichen Anerkennung oder ist es kontraproduktiv? Da CSDs ein Forum für viele ganz unterschiedliche Gruppen sind, werden in der Bevölkerung beim Thema Trans schnell Assoziationen zu den Paradiesvögeln iin den Medien und beim CSD geknüpft.Jaddy hat geschrieben: So 3. Sep 2023, 13:08 Der Punkt ist: CSDs, Pride Paraden etc dienen dem gleichen Ziel. Es ist keine Werbung, sondern soll einfach nur demonstrieren, dass einige von den ganz normalen Leuten, denen wir täglich begegnen auch mal solche Dinge tun. Damit, wenn das mal im privaten Umfeld auftaucht, sie eben nicht mit Hass und Vorurteilen reagieren. Da hat sich auch viel getan, zum Beispiel bei der Akzeptanz von BDSM in den letzten 30 Jahren. Ich kenne die Generation vor mir, die sehr clandestin unterwegs war, mit geheimen Adressbüchern, Nicknames und komplizierten Prozeduren, anonym Kontakte weiterzugeben. Das hat sich grundlegend verbessert. Dazu haben auch CSDs beigetragen.
Das schrille, bunte mag dir seltsam und unverständlich vorkommen. Übertrieben, vielleicht "pervers". Das sind aber so ziemlich die gleichen Gefühle, die "wir" cgenderdiversen Menschen in cis binären auslösen. Die machen da keinen prinzipiellen Unterschied, und wir sollten das auch nicht tun. Es geht in allen Fällen darum, auch das zu akzeptieren, was wir persönlich nicht nachvollziehen können. Die Knackpunkte, zum Beispiel die Frage der Legitimität, macht sich an ganz anderen Dingen als Outfits und Praktiken fest.
Übrigens werden nackte Geschlechtsteile auf CSDs von der Orga nicht geduldet.
Naja, dazwischen liegen Welten in der Selbstdarstellung.AndreaX hat geschrieben: So 3. Sep 2023, 16:59 Zum Thema CSD, das ist noch alles viel zu Zahm im Vergleich zu dem Faschingsgedöhns, das Monatelang durch die Städte und Dörfer rattert jedes Jahr. Aber das ist Hetero und Tradition und voll okay.
Liebe Grüße Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
-
AndreaX
- Beiträge: 23
- Registriert: Mi 2. Aug 2023, 12:57
- Pronomen: sie/ihr
- Wohnort (Name): München
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Homo„ und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
Sehe ich ähnlich, aber Labels gibt man sich nur selbst. Und es gibt Drags, die da sehr eigen sind. Deswegen finde ich's immer schwierig wenn das von außen als alles eins benannt wird, insbesondere in der Presse.
Aber das Ding ist, dass da j nicht Liese Müller im Faltenrock sitzt und vorliest, die im realen Leben eben genau nicht auffallen will, sondern Prinzessin Ronda Royale in vollem Ornat. Das ist ja einfach extremes dress up. Oder eben "tolle Kostümierung" für Kinder. So wars hier bei uns zumindest. Alltagsgenderism ist da ja nicht das Thema... entgegen rechter Propaganda.
Alles gut, deswegen hab ich's ja als Frage formuliertAußerdem wurd enicht abgefragt, sondern freie Kommentare abgegeben. Ich habe nichts von Um-/Abfragen geschrieben.
-
Blossom
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3967
- Registriert: Sa 18. Jan 2020, 21:09
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Waltrop
- Hat sich bedankt: 173 Mal
- Danksagung erhalten: 45 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Homo„ und Transphobie in Berlin: Feindbild Queers | taz
Danke, Klartext humorvoll verpackt ... Hat mich echt zum Schmunzeln gebracht.AndreaX hat geschrieben: So 3. Sep 2023, 16:59 Hier noch was, das eher humorvoll da an die AFD-spezielle Besessenheit rangeht (Bundestag, man glaubt es kaum)
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)