gefährlicheBrustimplantate
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alexa68

gefährlicheBrustimplantate

Post 1 im Thema

Beitrag von alexa68 »

Brustimplantate der Firma Rofil mit Gefahren für die Gesundheit

Dieses Schreiben möchte über die erhöhte Gesundheitsgefährdung von
Brustimplantaten der Firma Rofil berichten mit der Bitte, diese Information in den Selbsthilfegruppen und Foren zu verbreiten.

In einem Schreiben vom 19.04.2011 warnt das Universitätsklinikum Essen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe vor der Gesundheitsgefahr durch Silikonimplantate, die dort zur operativen Brustplastik in "der Vergangenheit" benutzt worden sind. Das Schreiben ist unterzeichnet von dem Direktor der Klinik Univ.-Prof. Dr. med. Rainer Kimmig und dem leitenden Oberarzt Dr. Hoffmann.

Nach dem Schreiben handelt es sich dabei um Brustimplantate der Firma Rofil Medical Nederland B. V mit folgenden Typbezeichungen:
-· Typ IMGHV-TX
-· Typ IMGHC-MX
-· Typ IMGHC-LS

Es heißt:
"Möglicherweise wurden bei Ihnen in der Vergangenheit Brustimplantate der Firma Rofil Nederland B.V. des Typs IMGHC-TX, IMGHC-MX und IMGHC-LS oder der Firma PIP eingesetzt. Die Implantate des niederländischen Herstellers entsprechen nach Aussage der
zuständigen Behörden denen der französischen Firma PIP. Bei der Überprüfung dieser Herstellerfirma durch die französischen Gesundheitsbehören wurde festgestellt, dass die Firma die ursprüngliche Silikongelfüllung durch ein anderes Gel ersetzt hatte, welches von
den Herstellungsdaten für diese Implantate abwich. Dabei handelt es sich um ein Gel aus einer Substanz der Silikonfamilie, allerdings nicht von der Qualität, die von einem für Brustimplantate bestimmten Silikongel gefordert wird."

Der Brief informiert im Weiteren über mögliche gesundheitlichen Gefahren, die von diesen Implantaten ausgehen können:
"In durchgeführten Tests zur mechanischen Sicherheit wurden die geltenden Standards für Brustimplantate eingehalten. Im Dehnungs-Reiß-Test (Rupturen)wurden die Standards jedoch nicht erfüllt. Dieses Ergebnis demonstriert die Brüchigkeit der mit PIP Gel gefüllten
Hüllen, die über dem Durchschnitt liegt. Im Falle einer Ruptur der Hülle oder durch Entweichen von Gel durch die Hülle kann es zu einem Kontakt des Gels mit der Haut kommen.

Ein Test hat belegt, dass das Gel keine akut toxische also giftige Wirkung auf das Gewebe hat. Die Ergebnisse des intramedialen Irritationstestes zeigen jedoch eine Reizwirkung des verwendeten Gels. Zudem wurden weitere Tests zur Genotoxizität in Auftrag gegeben. Das
bedeutet, dass man die Wirkung des Gels dahingehend untersucht, ob diese Änderungen im genetischem Material von Zellen auslöst. Die Ergebnisse stehen noch aus."

Schließlich werden Empfehlungen ausgesprochen für alle Patientinnen, die diese Brustimplantate der Firma Rofil erhalten haben:
"Die letzte Ultraschalluntersuchung sollte nicht länger als 6 Monate zurückliegen. Bei einer Ruptur bzw. dem Verdacht sollten beide Prothesen explantiert, also entfernt werden. Ob in
sonstigen Fällen eine Explantation erforderlich ist, ist eine Einzelfallentscheidung unter Berücksichtigung weiterer Aspekte auf Grundlage Ihrer persönlichen individuellen Situation, die Sie mit Ihrem behandelnden Arzt unmittelbar besprechen sollten.
Da dieser Brief lediglich eine ergänzende Information sein kann und in keinem Falle die ärztliche Behandlung und das Gespräch zwischen Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt ersetzt, raten wir dringend an, Ihren behandelnden Arzt aufzusuchen und individuell abzuklären ob Risiken durch Ihre Implantate bestehen und welche Empfehlungen es gibt."

Dieser Brief hat keinen fundierten Informationswert für die Patientinnen, schürt aber Angst und Ungewissheit, das Gefühl, in sich eine gesundheitsgefährdende "Zeitbombe" zu tragen. Es verwundert, dass dieses Schreiben erst jetzt von der Uni Essen verfasst worden ist, nachdem das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen bereits am 5.7.2010 eine Sicherheitswarnung (http://www.basg.at/uploads/media/GZ_INS_100977-
0001-002.pdf) zu den Mammaimplantaten der Firma Rofil bekannt gegeben hatte. Hier besteht noch Klärungsbedarf.

Es verwundert weiter, warum von der gynäkologischen Abteilung der Uni Essen weder weitere Hilfen (ergänzende Quellenangaben mit wissenschaftlichen Informationen und therapeutischen Empfehlungen für die weiter behandelnden Ärzte und Ärztinnen, etc.) noch eine Form der persönlichen Beratung für die betroffenen Frauen (z.B. ein
Beratungstelefon in der Abteilung) als Zeichen von Fürsorge und Mitverantwortung angeboten werden. Stattdessen werden die weiteren Handlungsschritte an die Patientinnen und die Ärzte und Ärztinnen der Nachsorgen delegiert.

Konsequenz für betroffene Frauen

Da nicht nachvollzogen werden kann, ob alle Patientinnen aus Essen dieses Informationsschreiben erhalten haben und ob noch in anderen Kliniken ebenfalls Implantate der Firma Rofil und PIP benutzt worden sind, scheint es geboten, uns nun schnell und breitflächig zu informieren und nach den Schreiben aus Essen eine gynäkologische Beratung bzw. Nachuntersuchungen dringend zu empfehlen, um
gesundheitliche Folgeschäden abzuwenden.

Jede Frau nach Implantation kann in dem persönlichen Produktpass, der nach der Operation ausgehändigt worden sein sollte, prüfen, welche Implantate sie erhalten hat. Sollte dieser Pass nicht mehr vorhanden sein, kann die Info über die verwendeten Präparate aus der Krankenakte der jeweiligen Klinik erfahren werden.

Zur Diskussion von Silikongelen als Implantat

Die Diskussion um Silikone als Implantatprodukt ist nicht neu, wird rege, kontrovers und zum Teil sehr emotional geführt. Das Internet quillt über mit links zu diesem Thema. Etwas Hintergrundwissen ließ sich nach einem Austausch mit dem Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (http://www.akf-info.de)
erfahren. Das Thema Brustimplantate wird dort seit den Vorfällen um die französische Firma PIP diskutiert und verfolgt.

Es ist insgesamt bedauerlich, dass es viel zu wenig kritische Informationen über die Komplikationen nach Silikonimplantation gibt, leider sind die präoperativen ärztlichen Aufklärungen oft auch nicht ausreichend. Dabei soll der therapeutische Wert einer Implantation sowohl für transsexuelle als auch für an Brustkrebs erkrankte Frauen nicht im Geringsten angezweifelt werden. Eine Implantation ist oft sehr hilfreich, ein gesundes Körpergefühl zu bekommen.
Die Informationspraxis und —güte ist jedoch sicherlich zu verbessern, vielleicht können und müssen wir das für uns selber organisieren.

Annette Güldenring
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Re: gefährlicheBrustimplantate

Post 2 im Thema

Beitrag von Cybill »

Was für ein Glück, dass ich nur "Natur" auf den Rippen habe!
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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