N3 | Investitionen in Arztpraxen: Gewinn für Investoren, Risiko für Patienten
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Anne-Mette
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N3 | Investitionen in Arztpraxen: Gewinn für Investoren, Risiko für Patienten

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Nora_7
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Re: N3 | Investitionen in Arztpraxen: Gewinn für Investoren, Risiko für Patienten

Post 2 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Jein. Ich sehe bei den mir bekannten jüngeren Ärzten, vor allem Fachärzten, einen starken Trend zu einer individuellen Work/Life Balance. Besonders ausgeprägt ist dies bei Frauen. Die Frauenquote bei Ärzten liegt inzwischen bei über 50%, Tendenz weiterhin steigend, so dass sich das Problem verstärkt. Manche Frauen wollen nur 3 Tage/Woche arbeiten, was in eigener Praxis nicht funktioniert. Sie wollen auch kein finanzielles Risiko eingehen, daher auch statt Gemeinschaftspraxis Angestelltenverhältnis. Augenärzte sind die Großverdiener unter den niedergelassenen Ärzten, da sie den höchsten Anteil IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen) haben. Die Patienten werden beim Besuch regelrecht erpresst: "Wir können die Diagnose nicht eindeutig stellen, dafür benötigen wir noch folgende Zusatzdiagnostik (die die Kasse "leider" nicht zahlt"). Bitte zahlen sie die Rechnung in Höhe von 90€ vor dem Verlassen der Praxis." Die Kassen weisen zwar auf eine Überflüssigkeit hin, erklären aber nicht weitgehend genug, warum und was die Alternativen sind. Wollen sie wohl auch nicht, dann würde es ja ihr Geld kosten.

Einen möglichen Versorgungsengpass aufgrund von Insolvenzen sehe ich nicht, da die Ärzte die einzelnen Praxen dann selbst günstig weiterführen können. Dass viel größere Problem ist der grundsätzliche Ärztemangel. In "meinem" Augen-MVZ sind die mehrheitlich beschäftigten jungen Ärztinnen sehr gebährfeudig, Ersatz gibt es nicht immer, und so werden die Wartezeiten immer länger. Und dann werden die Oldies mit 70+ wieder ran gelassen.

Liebe Grüße Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
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