ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr
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Anne-Mette
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ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Das Parlament in Kampala hat harte Strafen beschlossen. Homosexuellen droht im schlimmsten Fall der Tod. Auch Heterosexuelle müssen mit Gefängnis rechnen - wenn sie helfen.

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ ... q-100.html
Jasmine
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Re: ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr

Post 2 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich habe mir gerade noch diesen Artikel durchgelesen:

https://web.de/magazine/politik/hass-ho ... a-38002152

Liebe Grüße Jasmine
Marlene K.
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Re: ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr

Post 3 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

https://taz.de/LGBTQI-feindliches-Geset ... /!5934947/
Es betrifft auch "nur" trans" Menschen, nicht nur schwule Männer. Die meisten nicht Betroffenen machen in Uganda und wohl auch in vielen anderen Ländern, auch bei uns, keinen Unterschied.
...
Es war der Anfang einer langen Reihe an Ereignissen, die Josephs ganzes Leben in nur wenigen Wochen über den Haufen geworfen hat. Der Grund: Joseph ist transgender und ein aktives Mitglied der kleinen, aber sehr agilen LGTBQI-Gemeinde in Uganda. Bislang hat er aus seiner Identität keinen Hehl gemacht. Joseph ging gern aus als Josephine, trug in der Öffentlichkeit Kleider, Lippenstift und hochhackige Schuhe.
...
Seit dem Abend im März traut sich Josephine jedoch nicht mehr in die Öffentlichkeit. An diesem Montag hat nun auch Präsident Yoweri Museveni dem umstrittenen Antihomosexualitätsgesetz zugestimmt.
...
Auch die TAZ trennt nicht, wobei ich nicht entscheiden möchte, wie wichtig hier Schubladen wären. Für mich lehne ich diese ja ab.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Lavendellöwin
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Re: ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr

Post 4 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hi..


Laut einer Organisation mit der ich in Kontakt stehe bedeutet das Gesetz das nun bald in Kraft tritt folgendes:


"¢Jede Person, die für die Teilnahme an gleichgeschlechtlichen Handlungen zwischen Erwachsenen verurteilt wird, muss mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen;
"¢Jede Person, die "Homosexualität fördert", wird mit 20 Jahren Gefängnis bestraft;
"¢Personen, die zulassen, dass ihre Räumlichkeiten für "homosexuelle Handlungen" genutzt werden, müssen mit 7 Jahren Haft rechnen;
"¢Wer es versäumt, "homosexuelle Handlungen" zu melden, muss mit 5 Jahren rechnen;
"¢Und einer Person, die wegen "schwerer Homosexualität" angeklagt wird, droht die Todesstrafe.

Das ist schon ziemlich heftig.. :shock:

und ja Marlene ob du trans* und hetero (oder bi oder pan oder...) bist macht keinen Unterschied
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Maya
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Re: ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr

Post 5 im Thema

Beitrag von Maya »

EmmiMarie hat geschrieben: Di 30. Mai 2023, 08:41 Hi..


Laut einer Organisation mit der ich in Kontakt stehe bedeutet das Gesetz das nun bald in Kraft tritt folgendes:
.......
"¢Wer es versäumt, "homosexuelle Handlungen" zu melden, muss mit 5 Jahren rechnen;
.......
Das scheint wohl nicht mehr drin zu stehen.
Es wird wohl niemand mehr bestraft, der homosexuelle Handlungen NICHT anzeigt.
Ich zitiere mal von hier:
https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... ritik.html
In der unterzeichneten Version nicht mehr enthalten ist eine sechsmonatige Haftstrafe für Personen, die es versäumen, mutmaßliche homosexuelle Handlungen der Polizei melden.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Hakuna Matata
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Re: ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr

Post 6 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Maya hat geschrieben: Di 30. Mai 2023, 08:59 Ich zitiere mal von hier:
https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... ritik.html

Naja T-Online

das ist alles was ich dazu habe (die unterscheiden auch zwischen hat stattgefunden und könnte haben)

On 21 April, President Museveni sent the bill back to Parliament, which passed it again on 2 May with minor amendments by a vote of 348 to 1. Museveni signed it into law on 29 May.[21]

Under the Act:

The maximum penalty for homosexual acts is life imprisonment, while the maximum penalty for attempted homosexual acts is imprisonment for 10 years. Furthermore, people convicted of homosexuality or attempted homosexuality cannot be employed in childcare facilities even after release.
The maximum penalty for "aggravated homosexuality" is death, while the maximum penalty for attempted "aggravated homosexuality" is imprisonment for 14 years. Furthermore, people convicted of aggravated homosexuality or attempted aggravated homosexuality cannot cannot be employed in childcare facilities even after release. Aggravated homosexuality is defined as sexual intercourse with a person older than 75 or younger than 18, a person not consenting or unable to consent, or a disabled or mentally ill person. Serial offenders (meaning those who were convicted of homosexuality multiple times) are also defined as "aggravated homosexuals".
The maximum penalty for minors convicted of homosexuality is imprisonment for 3 years.
The maximum penalty for knowingly renting premises to people who wish to engage in homosexual acts on such a premise is imprisonment for 10 years.
The maximum penalty for promoting homosexuality is imprisonment for 20 years.
The maximum penalty for sharing homosexual pornography with a minor is imprisonment for 20 years.
The maximum penalty for recruitment or transportation of a child to facilitate homosexual sex is imprisonment for life.
The maximum penalty for "purporting to contract a same-sex marriage", as well as for knowingly attending a purpoted same-sex marriage ceremony is imprisonment for 10 years.
The maximum penalty for failing to report a witnessed homosexual act is imprisonment for 5 years. Lawyers acting in their official capacity are extempt from this provision.
The maximum penalty for falsely accusing another person of homosexuality is imprisonment for 1 year.


Habt es gut...
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Re: ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr

Post 7 im Thema

Beitrag von Maya »

Der Gegenwind weht aber schon recht rauh.
Die ersten 25 Millionen hat es Uganda schon gekostet.
Und das ist erst der Anfang.
Mal schauen, wieviel Millionen denen ihr neues Gesetz wert ist.

https://www.gmx.net/magazine/politik/ug ... r-38267524

Da steht übrigens auch noch mal, dass in der überarbeiteten Version, die 6 monatige Haft fürs Nichtanzeigen entfällt.
Wie auch immer. Unglaublich, so ein Gesetz, was auch noch von der Bevölkerung mehrheitlich gebilligt sein soll.
Irgendwie dreht sich der gesamte Planet gerade rückwärts. :roll:

LG

Maya
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Re: ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr

Post 8 im Thema

Beitrag von Lana »

Interessant ist auch, dass die eigentliche Ursache dieser Politik nie erwähnt wird. Hier mal eine Ausnahme:
In Uganda sind seit dem Jahr 2009 schon mehrmals Versuche unternommen worden, die Strafen für nichtheterosexuelle Lebensformen über das aktuelle Maß (bis zu 14 Jahre Haft) hinaus zu verschärfen; Letzteres wurde von der britischen Kolonialmacht und von deren Kirche eingeführt. Angestoßen wurden diese Versuche jeweils von Politikern, die evangelikalen Netzwerken mit besten Beziehungen in die USA angehörten; prominente US-Evangelikale begleiteten ihre Entwicklung.
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9255


Also mal wieder ein "Kulturexport" aus den USA, aufbauend auf der verklemmten Sexualmoral, die die britischen Kolonialherren in Afrika überhaupt eingeführt haben. Wahrscheinlich damals schon mit ähnlichen Gesetzen, aus britischer Feder.

Da ist es doch ein bisschen billig, lediglich auf die Verantwortlichen in Afrika selbst zu verweisen und ihnen die alleinige Schuld in die Schuhe zu schieben.
Wo ist denn die feministische Außenpolitik, wenn man sie mal braucht? Welche Programme unterstützt die Bundesregierung konkret? Und warum haben diese Programme keine sichtbaren Auswirkungen auf die Politik, die Einflussnahme US-amerikanischer Evangelikaler aber schon?
Das wären doch Fragen, die man in Berlin mal beantworten müsste. Falls es denn wirklich jemand interessieren würde...

In dem Artikel steht auch, dass diese Bestrebungen nicht nur in Uganda vorangetrieben werden. Ghana könnte als nächstes dran sein.
Da wird es dann in ein paar Jahren wieder nur ein paar erschreckte Bemerkungen in der deutschen Presse geben. Die Textbausteine kann man von der aktuellen Berichterstattung aus Uganda übernehmen.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
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Re: ZDF | Ugandas queere Menschen in Lebensgefahr

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Lana hat geschrieben: Do 1. Jun 2023, 11:42Also mal wieder ein "Kulturexport" aus den USA
Nicht nur. Das BMZ (Ministerium Entwicklungshilfe) und die Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) finanzierten 2007-2018 mit an Projekten, die von ultra-religiösen organisiert werden.

https://nitter.net/i/status/1665465113061609473 verlinkt diesen Artikel mit den Zusammenhängen. Dort wird auch auf National Prayer Breakfast eingegangen; einer US-Organisation mit Dependencen, die so hinterlistig menschenfeindlich ist, dass mir die Labels ausgehen, die ich hier schreiben dürfte. Dass weder das Ministerium, zu der Zeit unter FDP- und CSU-Leitung[1], noch die CDU-Stiftung da ausreichend geprüft haben oder etwas einzuwenden hatten, ist unglaublich.

Es ist übrigens sicher, dass all die menschenfeindlcihen Netze und Organisationen auch in D und EU aktiv sind, um Menschen wie uns [ja, uns alle] am liebsten zu vernichten - aber mindestens maximal zu verdrängen. Siehe den EU-Bericht vom letzten(?) Jahr.

[1] Der eine Minister zu Beginn, Dirk Niebel (FDP), war ein entwicklungspolitischer Totalausfall, der hauptsächlich der deutschen (Waffen)industrie Geschäfte verschaffen wollte. Aber sein Nachfolger, Gerd Müller (CSU), war eigentlich ein "Guter". Mit sehr sinnvollen Ansätzen, aber natürlich von Kabinett, Kanzlerin usw ausgebremst.
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