Ein weiterer Schritt...
-
NB-Sabine
- schau
- Beiträge: 74
- Registriert: So 29. Jan 2023, 21:00
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 60 Mal
- Danksagung erhalten: 30 Mal
- Kontaktdaten:
Ein weiterer Schritt...
Ich war gestern das erste Mal bei einem Selbsthilfetreffen für Transsexuelle, auch wenn ich selbst nicht Transsexuell bin, sondern nur wie eine Frau leben und auch Frauenkleidung tragen möchte, obwohl ich Mann bin und bleibe.
Es war insgesamt ein sehr intensives Erlebnis.
Ich habe meiner Frau erzählt, dass ich zu dem Treffen gehen möchte. Sie fragte nur: "Ich dachte das (transsexuell) bist Du nicht." Ich antwortete darauf: "Stimmt, ich bin nicht transsexuell, möchte aber trotzdem hingehen."
Ich habe mich dann rasiert, umgezogen und geschminkt, noch größere Ohrringe rein gemacht. Ich hatte ziemlich "schiss", dass meine Frau doch anfangen könnte mit mir rumzusikutieren oder sogar zu streiten.
Als ich mich dann verabschiedet habe, kam nur die Frage, ob ich nicht zu früh dran wäre. Ich meinte dann, dass ich die Adresse ja erst noch finden muss. Die Verabschiedung fiel distanzierter und kühler aus als sonst, ohne Umarmung und Abschiedskuss und kurz darauf saß ich dann tatsächlich schon im Auto, ganz ohne Streit oder unschöne Diskussionen.
Von der Organisatorin des Treffens gab's zur Begrüßung ein Kompliment: "Schick siehst Du aus!". Beim Treffen selbst gingen die Gespräche um alles Mögliche. Manche Erfahrungen mit der eigenen Familie kannte ich auch, andere dagegen, z.B. wegen des Namens bzw. der Anrede gar nicht. Es ging auch viel um Computerspiele und um Bücher schreiben, beides nicht so meine Interessen.
Die Organisatorin selbst ist Transfrau, die anderen 3 Personen Transmänner. Es war schon irgendwie eine neue Erfahrung, dass andere das haben wollen, z.B. Bart oder Körperbehaarung, von dem man selbst froh ist, dass man es nicht hat oder das man lieber los wäre.
Zum Schluss gingen wir noch ins nahe gelegene Mc Donald. Es hat schlicht und einfach niemanden interessiert, dass ich (als Mann erkennbar) Rock getragen habe. Eigentlich habe ich das schon so erwartet, aber jetzt habe ich die ganz reale Bestätigung, dass es keinen Grund gibt es (immer) wieder zu tun.
Als ich wieder heim kam, habe ich mich unaufgefordert, einfach wieder umgezogen und es war zwischen uns alles wieder wie immer. Da hätte ich insgesamt mit deutlich mehr Konfliktpotential gerechnet und bin froh, dass es keine Streitereien darum zwischen uns gab. Vielleicht können wir irgendwann auch gemeinsam so weg gehen...
Es war insgesamt ein sehr intensives Erlebnis.
Ich habe meiner Frau erzählt, dass ich zu dem Treffen gehen möchte. Sie fragte nur: "Ich dachte das (transsexuell) bist Du nicht." Ich antwortete darauf: "Stimmt, ich bin nicht transsexuell, möchte aber trotzdem hingehen."
Ich habe mich dann rasiert, umgezogen und geschminkt, noch größere Ohrringe rein gemacht. Ich hatte ziemlich "schiss", dass meine Frau doch anfangen könnte mit mir rumzusikutieren oder sogar zu streiten.
Als ich mich dann verabschiedet habe, kam nur die Frage, ob ich nicht zu früh dran wäre. Ich meinte dann, dass ich die Adresse ja erst noch finden muss. Die Verabschiedung fiel distanzierter und kühler aus als sonst, ohne Umarmung und Abschiedskuss und kurz darauf saß ich dann tatsächlich schon im Auto, ganz ohne Streit oder unschöne Diskussionen.
Von der Organisatorin des Treffens gab's zur Begrüßung ein Kompliment: "Schick siehst Du aus!". Beim Treffen selbst gingen die Gespräche um alles Mögliche. Manche Erfahrungen mit der eigenen Familie kannte ich auch, andere dagegen, z.B. wegen des Namens bzw. der Anrede gar nicht. Es ging auch viel um Computerspiele und um Bücher schreiben, beides nicht so meine Interessen.
Die Organisatorin selbst ist Transfrau, die anderen 3 Personen Transmänner. Es war schon irgendwie eine neue Erfahrung, dass andere das haben wollen, z.B. Bart oder Körperbehaarung, von dem man selbst froh ist, dass man es nicht hat oder das man lieber los wäre.
Zum Schluss gingen wir noch ins nahe gelegene Mc Donald. Es hat schlicht und einfach niemanden interessiert, dass ich (als Mann erkennbar) Rock getragen habe. Eigentlich habe ich das schon so erwartet, aber jetzt habe ich die ganz reale Bestätigung, dass es keinen Grund gibt es (immer) wieder zu tun.
Als ich wieder heim kam, habe ich mich unaufgefordert, einfach wieder umgezogen und es war zwischen uns alles wieder wie immer. Da hätte ich insgesamt mit deutlich mehr Konfliktpotential gerechnet und bin froh, dass es keine Streitereien darum zwischen uns gab. Vielleicht können wir irgendwann auch gemeinsam so weg gehen...
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)
-
petra0103
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 468
- Registriert: Mo 13. Sep 2021, 20:47
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Erlangen
- Hat sich bedankt: 176 Mal
- Danksagung erhalten: 94 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Hallo Sabine,
es freut mich für Dich, dass Du den Mut aufgebracht hast. Viele Zweifel sind dem eigenen Kopfkino geschuldet. Egal wie Du rausgehst, 100% en femme, en femme aber ungeschminkt oder auch hybrid, das wichtigste ist nicht das Äussere, sondern Dein Selbstbewusstsein. Wenn du zu 100% dahinter stehst, kannst Du in (nahezu) jedem Outfit auf die Straße gehen.
Ich selber gehe mittlerweile auch zu dem Stammtisch einer Selbsthilfegruppe. In dieser Gruppe habe ich bisher Transfrauen und Crossdresser wie mich kennengelernt. Ich bin mit dem, was ich bisher erreicht habe vollkommen zufrieden, habe keinerlei Ambitionen Richtung Transition. Trotzdem bin ich froh Kontakt mit Transfrauen zu haben, es sind für mich wichtige Erfahrungen, die ich da sammeln kann.
Deiner Frau solltest Du alle Zeit lassen, sich auf diese für sie ungewohnte Situation einzustellen. Ganz wichtig ist das Reden miteinander. Ich denke es ist schon einmal ein positiver Ansatz, dass sie Deine Vorlieben duldet.
Liebe Grüße
Petra
es freut mich für Dich, dass Du den Mut aufgebracht hast. Viele Zweifel sind dem eigenen Kopfkino geschuldet. Egal wie Du rausgehst, 100% en femme, en femme aber ungeschminkt oder auch hybrid, das wichtigste ist nicht das Äussere, sondern Dein Selbstbewusstsein. Wenn du zu 100% dahinter stehst, kannst Du in (nahezu) jedem Outfit auf die Straße gehen.
Ich selber gehe mittlerweile auch zu dem Stammtisch einer Selbsthilfegruppe. In dieser Gruppe habe ich bisher Transfrauen und Crossdresser wie mich kennengelernt. Ich bin mit dem, was ich bisher erreicht habe vollkommen zufrieden, habe keinerlei Ambitionen Richtung Transition. Trotzdem bin ich froh Kontakt mit Transfrauen zu haben, es sind für mich wichtige Erfahrungen, die ich da sammeln kann.
Deiner Frau solltest Du alle Zeit lassen, sich auf diese für sie ungewohnte Situation einzustellen. Ganz wichtig ist das Reden miteinander. Ich denke es ist schon einmal ein positiver Ansatz, dass sie Deine Vorlieben duldet.
Liebe Grüße
Petra
-
Valerie Bellegarde
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1737
- Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
- Geschlecht: Part time lady
- Pronomen: Mal so, mal anders
- Hat sich bedankt: 92 Mal
- Danksagung erhalten: 174 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
petra0103 hat geschrieben: So 12. Mär 2023, 09:33 Hallo Sabine,
es freut mich für Dich, dass Du den Mut aufgebracht hast.
....... Ich denke es ist schon einmal ein positiver Ansatz, dass sie Deine Vorlieben duldet.
Liebe Grüße
Petra
Liebe Petra,
Das trifft es genau. Dieses "dulden" kommt zuallererst. Ich für mich selbst bin inzwischen dort angekommen, heute dulde ich mein so-sein als Crossdresser, weil ich inzwischen weiß, dass ich es sowieso nicht ändern kann. Und eigentlich empfinde ich es als mehr als nur einen "Ansatz". Ich suche/brauche ich eigentlich nicht mehr als diese Stufe. und ich suche auch keine äußere Anerkennung für das, was ich als CD mache. Aber ich dulde es bei mir, ich bin nicht mehr im Streit mit mir selbst, im Gegenteil, eigentlich finde ich diese Phasen in meinem Leben sehr positiv und richtig schön.
Valerie
-
Patricia
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 928
- Registriert: So 13. Okt 2019, 21:55
- Geschlecht: Ökotantenazubine
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 53 Mal
- Danksagung erhalten: 82 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Hallo Sabine,
beim Lesen deines Posts bin ich auf diese Formulierung gestossen die mir irgendwie keine Ruhe lässt. Du schreibst du möchtest wie eine Frau leben und Dich so kleiden bist und bleibst aber ein Mann. Daher meine Frage was bedeutet es für Dich wie eine Frau zu leben? Für mich sind diese beiden Aussagen nämlich in sich total widersprüchlich.
Es ist nicht irgendwie böse gemeint, es ist eher meinem persönlichem Unwissen oder mangelndem Vorstellungsvermögen geschuldet, daher die Frage.
LG
Patricia
beim Lesen deines Posts bin ich auf diese Formulierung gestossen die mir irgendwie keine Ruhe lässt. Du schreibst du möchtest wie eine Frau leben und Dich so kleiden bist und bleibst aber ein Mann. Daher meine Frage was bedeutet es für Dich wie eine Frau zu leben? Für mich sind diese beiden Aussagen nämlich in sich total widersprüchlich.
Es ist nicht irgendwie böse gemeint, es ist eher meinem persönlichem Unwissen oder mangelndem Vorstellungsvermögen geschuldet, daher die Frage.
LG
Patricia
-
NB-Sabine
- schau
- Beiträge: 74
- Registriert: So 29. Jan 2023, 21:00
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 60 Mal
- Danksagung erhalten: 30 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Hallo Patricia,
Ich verorte mich insgesamt eher in der "Mitte", wobei mein sozialverhalten eher weiblich ist. Ich bin einige Zeit nach der Geburt unserer Tochter auch zuhause geblieben, habe Erziehungsurlaub gemacht, die Kinder zum Kindergarten und zur Schule gebracht, bin mit ihnen zur Kinderärztin gegangen und habe da jeweils überwiegend Mütter getroffen. Auch beim Einkommen ist es umgekehrt, wie in traditionellen Vorstellungen. Meine Frau ist Hauptverdienerin und ich habe ein geringfügiges Nebeneinkommen mit einem Kleingewerbe. Das was sich eigentlich ändert ist immer nur das, wie offensichtlich ich meine weibliche Seite, meine weiblichen Wesenszüge eben auch äußerlich zeige. Bei Gesprächen, z.B. in der Tanzschule bin ich immer eher bei den Frauen, egal ob es die Themen wie Kleidung, Schminke und andere schöne Dinge sind, statt Autos, Motoren und Fußball oder auch wenn so eine "Mann gegen Frau"-Atmosphäre entsteht. Selbst das Hobby Tanzen ist ja bei Männern weit weniger verbreitet als bei Frauen. Da ich das schon seit 1988 mache, kann ich inzwischen auch viele Frauenschritte und manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich "vergesse", dass ich beim Tanzen der Mann bin und die Männerschritte machen sollte...ich übe oft inzwischen vollkommen ungeniert auch die Frauenschritte mit, die ich noch nicht so gut kann. Ich bewege mich also eigentlich immer wieder ganz selbstverständlich über die Grenzen hinweg.
Mir geht es nicht darum, dass ich Weiblichkeit zeigen will, das ist eher ein Nebeneffekt, der mich aber nicht mehr stört. Wenn mich heute jemand Mädchen nennt, empfinde ich das eher als Kompliment und nicht mehr als unangenehm. Schminken, Nägel lackieren, und Accessioires tragen mache ich, weil ich es schön finde, obwohl es andere für weiblich halten könnten, weil es eben für Männer untypisch ist und sonst meist nur von Frauen gemacht wird. Auch das tragen weiblicher Kleidung ist ein Bedürfnis, allerdings eben nicht mit dem Ziel Weiblichkeit auszudrücken oder zu zeigen, sondern einfach, weil mir die Kleidung gefällt, männliche Kleidung finde ich meist äußerst langweilig (quadratisch, praktisch, gut?) Bisher bekomme ich vieles davon in meiner Partnerschaft "durchgewunken", auch Frauenkleidung, der Rock ist aktuell die (Schmerz)Grenze für meine Frau, wobei ich es machen kann, wenn sie nicht dabei ist und aktuell noch nicht in unserem Wohnort, weil sie Angst hat vor negativen Reaktionen anderer oder was andere, besonders Menschen, die uns beide kennen, darüber denken (könnten).
Irgendwie ist das auch immer das Thema mit Henne und Ei, was war zuerst bzw. ist Urschache und was die Wirkung.
Ich möchte wie eine Frau leben, obwohl ich körperlich Mann bin und bleibe. Für mich ist die Männerrolle vor allem durch Verlust/Verzicht geprägt, auch und gerade, was die Mode für Männer angeht, aber auch was das Zulassen von Gefühlen und ähnlichem betrifft.
Am Ende ist es immer schwierig eine Persönlichkeit mit wenigen Worten zu beschreiben. Vieles was früher undenkbar schien hat inzwischen den Weg in meinen Alltag gefunden, manches noch nicht. Als größte Herausforderung empfinde ich es immer noch, meinen Bedürfnissen Raum zu geben ohne unsere Ehe und Familie damit zu gefährden.
Viele Grüße - NB-Sabine
Ich verorte mich insgesamt eher in der "Mitte", wobei mein sozialverhalten eher weiblich ist. Ich bin einige Zeit nach der Geburt unserer Tochter auch zuhause geblieben, habe Erziehungsurlaub gemacht, die Kinder zum Kindergarten und zur Schule gebracht, bin mit ihnen zur Kinderärztin gegangen und habe da jeweils überwiegend Mütter getroffen. Auch beim Einkommen ist es umgekehrt, wie in traditionellen Vorstellungen. Meine Frau ist Hauptverdienerin und ich habe ein geringfügiges Nebeneinkommen mit einem Kleingewerbe. Das was sich eigentlich ändert ist immer nur das, wie offensichtlich ich meine weibliche Seite, meine weiblichen Wesenszüge eben auch äußerlich zeige. Bei Gesprächen, z.B. in der Tanzschule bin ich immer eher bei den Frauen, egal ob es die Themen wie Kleidung, Schminke und andere schöne Dinge sind, statt Autos, Motoren und Fußball oder auch wenn so eine "Mann gegen Frau"-Atmosphäre entsteht. Selbst das Hobby Tanzen ist ja bei Männern weit weniger verbreitet als bei Frauen. Da ich das schon seit 1988 mache, kann ich inzwischen auch viele Frauenschritte und manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich "vergesse", dass ich beim Tanzen der Mann bin und die Männerschritte machen sollte...ich übe oft inzwischen vollkommen ungeniert auch die Frauenschritte mit, die ich noch nicht so gut kann. Ich bewege mich also eigentlich immer wieder ganz selbstverständlich über die Grenzen hinweg.
Mir geht es nicht darum, dass ich Weiblichkeit zeigen will, das ist eher ein Nebeneffekt, der mich aber nicht mehr stört. Wenn mich heute jemand Mädchen nennt, empfinde ich das eher als Kompliment und nicht mehr als unangenehm. Schminken, Nägel lackieren, und Accessioires tragen mache ich, weil ich es schön finde, obwohl es andere für weiblich halten könnten, weil es eben für Männer untypisch ist und sonst meist nur von Frauen gemacht wird. Auch das tragen weiblicher Kleidung ist ein Bedürfnis, allerdings eben nicht mit dem Ziel Weiblichkeit auszudrücken oder zu zeigen, sondern einfach, weil mir die Kleidung gefällt, männliche Kleidung finde ich meist äußerst langweilig (quadratisch, praktisch, gut?) Bisher bekomme ich vieles davon in meiner Partnerschaft "durchgewunken", auch Frauenkleidung, der Rock ist aktuell die (Schmerz)Grenze für meine Frau, wobei ich es machen kann, wenn sie nicht dabei ist und aktuell noch nicht in unserem Wohnort, weil sie Angst hat vor negativen Reaktionen anderer oder was andere, besonders Menschen, die uns beide kennen, darüber denken (könnten).
Irgendwie ist das auch immer das Thema mit Henne und Ei, was war zuerst bzw. ist Urschache und was die Wirkung.
Ich möchte wie eine Frau leben, obwohl ich körperlich Mann bin und bleibe. Für mich ist die Männerrolle vor allem durch Verlust/Verzicht geprägt, auch und gerade, was die Mode für Männer angeht, aber auch was das Zulassen von Gefühlen und ähnlichem betrifft.
Am Ende ist es immer schwierig eine Persönlichkeit mit wenigen Worten zu beschreiben. Vieles was früher undenkbar schien hat inzwischen den Weg in meinen Alltag gefunden, manches noch nicht. Als größte Herausforderung empfinde ich es immer noch, meinen Bedürfnissen Raum zu geben ohne unsere Ehe und Familie damit zu gefährden.
Viele Grüße - NB-Sabine
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)
-
Lavendellöwin
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3246
- Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 526 Mal
- Danksagung erhalten: 874 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Hmm...
sei mir nicht böse, aber das klingt etwas nach internalisierten Klischees.
Wenn da eine andere Aufgabenteilung wie in der "Norm" besteht hat das doch nicht wirklich was mit
Weiblichkeit oder Männlichkeit zu tun. Nach deiner Lesart wäre mein Lieblingsmensch eindeutig männlich,
ist sie aber nicht nur weil sie die typisch männliche Rolle bei uns ausfüllt.
Und mich macht das auch nicht zur Frau, zumindest nicht das was von Klischees ausgeht.
Ich habe Formation getanzt und kann Herren- wie Damenschritte, aber das war für mich nur logisch
damit ich beides tanzen kann, nicht weil es ein geschlechtlicher Ausdruck wäre.
Sicher weisst du das oft ein Damenüberschuss in den Schulen besteht und frau deshalb fast zwangsläufig
auch die Herrenschritte lernt. Sind das dann Männer? Nee sicher nicht...hihi..schräge Vorstellung.
Egal ob als Frau oder als Mann hat man seine Aufgaben und lebt und erfüllt diese, ob das jetzt
Schminken oder Rennfahren ist, ist recht unerheblich. Ich kenne eine Transfrau aus England die mit Begeisterung
Rennen fährt und auch ich liebe den Motorsport, Snowboard fahren, skaten, alles was mit Geschwindigkeit zu tun hat,
warum auch nicht.
Manchmal weiss ich nicht mal, was dieses als Mann oder Frau fühlen sein soll. Ich weiss nur, das ich meinen
Körper nicht so annehmen konnte wie war, seit der Kindheit nicht und noch nicht mal da bin ich mir sicher
ob das wirklich Weiblichkeit ist. Es ist da einfach nur das unbestimmte Gefühl das das nicht okay war.
Naja..habt es gut Marie
sei mir nicht böse, aber das klingt etwas nach internalisierten Klischees.
Wenn da eine andere Aufgabenteilung wie in der "Norm" besteht hat das doch nicht wirklich was mit
Weiblichkeit oder Männlichkeit zu tun. Nach deiner Lesart wäre mein Lieblingsmensch eindeutig männlich,
ist sie aber nicht nur weil sie die typisch männliche Rolle bei uns ausfüllt.
Und mich macht das auch nicht zur Frau, zumindest nicht das was von Klischees ausgeht.
Ich habe Formation getanzt und kann Herren- wie Damenschritte, aber das war für mich nur logisch
damit ich beides tanzen kann, nicht weil es ein geschlechtlicher Ausdruck wäre.
Sicher weisst du das oft ein Damenüberschuss in den Schulen besteht und frau deshalb fast zwangsläufig
auch die Herrenschritte lernt. Sind das dann Männer? Nee sicher nicht...hihi..schräge Vorstellung.
Egal ob als Frau oder als Mann hat man seine Aufgaben und lebt und erfüllt diese, ob das jetzt
Schminken oder Rennfahren ist, ist recht unerheblich. Ich kenne eine Transfrau aus England die mit Begeisterung
Rennen fährt und auch ich liebe den Motorsport, Snowboard fahren, skaten, alles was mit Geschwindigkeit zu tun hat,
warum auch nicht.
Manchmal weiss ich nicht mal, was dieses als Mann oder Frau fühlen sein soll. Ich weiss nur, das ich meinen
Körper nicht so annehmen konnte wie war, seit der Kindheit nicht und noch nicht mal da bin ich mir sicher
ob das wirklich Weiblichkeit ist. Es ist da einfach nur das unbestimmte Gefühl das das nicht okay war.
Naja..habt es gut Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
-
NB-Sabine
- schau
- Beiträge: 74
- Registriert: So 29. Jan 2023, 21:00
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 60 Mal
- Danksagung erhalten: 30 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Für mich geht es genau darum mich nicht durch Klischees oder Geschlechterrollen einschränken zu lassen. Ich zeige damit nur auf, an welchen Stellen meine Bedürfnisse mit Rollenvorstellungen kollidieren. Mir geht es auch nicht darum weiblich zu sein oder zu wirken und ich bin mit meinem körperlichen Geschlecht zufrieden, nur nicht mit den damit verbunden Erwartungen an mich.EmmiMarie hat geschrieben: So 12. Mär 2023, 16:14 sei mir nicht böse, aber das klingt etwas nach internalisierten Klischees.
Deshalb ja auch Leben wie eine Frau und nicht als Frau. Dinge tun und lassen zu können, die man oft nur Frauen zugesteht, obwohl ich keine Frau bin und auch nicht werde.
Ich kann es letztlich nicht besser beschreiben.
Als Kind durfte ich nicht mal Ohrringe tragen, weil Mann das nicht macht bzw. weil das nur Frauen machen. Das war mein erster Konflikt mit dem Rollenbild meiner Eltern, besonders meines Vaters. Das ging dann immer weiter, später wurde ich z.B. für lange Haare kritisiert, weil das nicht zur Vorstellung meines Vaters für einen ordentlichen Beamtensohn gepasst hat. Der Ursprung ist für mich also immer mein Bedürfnis und bei manchen Bedürfnissen gibt es dann eben Konflikte mit den immer noch vorhandenen Rollenvorstellungen. Auch, dass ich damals zuhause, bei den Kindern, geblieben bin gab handfeste Konflikte mit meinem Schwiegervater. Der fragte immer nur: "Warum geht der nicht arbeiten". Meine Schwiegermutter hat daraufhin mal von meiner Frau die Antwort bekommen: "Wenn wir nicht getauscht hätten, würde unsere Tochter nicht mehr leben, dann wäre ich an meiner Aufgabe irgendwann verzweifelt und hätte sie "aus dem Fenster geworfen".
Wir hatten einfach sehr konservative Eltern, besonders dominante Väter. Das kostet dann echt Energie sich diesen Erwartungen zu widersetzen. Wenn man immer das Gefühl vermittelt bekommt, dass man diesen Erwartungen nie entspricht, die Erwartungen also nie erfüllt, dann ergibt sich daraus gleich das nächste Problem, dass man kein Selbstbewußtsein bzw. Selbstwertgefühl hat.
Es gibt immer eine Aufgabenteilung, die muss aber nicht geschlechtsabhängig sein und ist sie in unsere Familie eben auch nicht.
Mir ist auch klar, dass eine Frau, die den Männerschritt tanzt, deshalb nicht zum Mann wird, ich erlebe aber auch, dass es weit weniger auffält, wenn zwei Frauen miteinander tanzen, als wenn zwei Männer zusammen tanzen. Ich kann mich nicht erinnern, dass es schonmal ein Paar aus zwei Männern gab. Dass zwei Frauen miteinander tanzen ist Gewohnheit, wenn zwei Männer miteinander tanzen, kommen sofort Fragen, weil es eben nicht den Rollenvorstellungen und nicht den Gewohnheiten entspricht, obwohl es objektiv keinen Grund gibt, darauf anders zu reagieren bzw. überhaupt darauf zu reagieren. Das ist aber eben der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Theoretisch gibt es heute in (fast) keinem Bereich überhaupt einen Grund die Menschen und Kleidung in weiblich und männlich aufzuteilen oder von Männerberufen und Frauenberufen zu reden und trotzdem passiert es noch täglich. Selbst divers "macht letztlich nur eine dritte Schublade auf", das Schubladendenken bleibt damit aber letztlich leider trotzdem erhalten.
Wer sich nicht nach den Rollenvorstellungen richtet, bietet Angriffsfläche und muss dann gegebenenfalls lernen damit umzugehen. Was man wahrnimmt ist eben letztlich die latent immer vorhandene Erwartungshaltung der Mitmenschen, z.B. wenn eine Lehrerin allen ernstes sagt, Brandschutz sei ein Jungenthema. Zum Glück gibt es dann auch Mädchen und Frauen, die trotzdem zur Feuerwehr gehen. Unsere Tochter hatte mal einen Vorgesetzten, der zu ihr gesagt hat, Frauen hätten nichts in dem Beruf (Fachinformatiker*in) zu suchen. Zum Glück hat sie sich nicht beirren lassen und einen anderen Arbeitsplatz gefunden, an dem sie auch als Fachinformatikerin akzeptiert ist.
Vielleicht kann man jetzt ein bißchen besser verstehen, wo ich stehe. Für mich selbst spielt das eigentlich keine Rolle mehr. Unsere Väter leben nicht mehr. Aber andere stellen die Fragen halt doch immer wieder mal. Und einzelne Begriffe reichen eben nicht um eine ganze Persönlichkeit oder gar eine Entwicklung von ca. 18 Jahren zu beschreiben.
Viele Grüße - NB-Sabine
P.S.: Ich habe meine Geschichte von Frühjahr 2005 bis Mitte 2013 aufgeschrieben, in Word ca. 70 Seiten...wäre ein bißchen viel fürs Forum...
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)
-
Lavendellöwin
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3246
- Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 526 Mal
- Danksagung erhalten: 874 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Hey...
alles gut, du brauchst keine Erklärungen für irgendwas zu finden.
Es kommt mir nur manchmal so vor, wie wäre ich in einem anderen Land unter völlig anderen
Gegebenheiten aufgewachsen, oder in einem anderen Jahrhundert. Bin ich auch zum Teil tatsächlich.
Mein Dad war auch verbeamtet an der Uni in einem Institut tätig und die einzige Anforderung
die ich je von ihm bekommen habe, war ein gutes Leben zu leben was zu mir passt.
Ich habe schon früh jede Unterstützung bekommen, daher verstehe ich kaum, was andere erleben
mussten und mich schmerzt das teilweise.
Auch deshalb weil ich merke das viele diese verkorkste Denke ihrer Eltern auch noch unterschwellig
weiterführen. Kippt das auf den Müllhaufen der Geschichte wo das auch hingehört, ehrlich.
Wo ich aber eigentlich darauf raus möchte, ist das was du mit "Leben wie eine Frau" meinst
das was dir sozialisiert wurde, aber nicht das was Leben wie eine Frau oder Frau sein für andere eigentlich ist.
Und aus dem Grund kannst du es nicht besser beschreiben und die weitaus meisten nicht erklären.
Alles Liebe Marie
alles gut, du brauchst keine Erklärungen für irgendwas zu finden.
Es kommt mir nur manchmal so vor, wie wäre ich in einem anderen Land unter völlig anderen
Gegebenheiten aufgewachsen, oder in einem anderen Jahrhundert. Bin ich auch zum Teil tatsächlich.
Mein Dad war auch verbeamtet an der Uni in einem Institut tätig und die einzige Anforderung
die ich je von ihm bekommen habe, war ein gutes Leben zu leben was zu mir passt.
Ich habe schon früh jede Unterstützung bekommen, daher verstehe ich kaum, was andere erleben
mussten und mich schmerzt das teilweise.
Auch deshalb weil ich merke das viele diese verkorkste Denke ihrer Eltern auch noch unterschwellig
weiterführen. Kippt das auf den Müllhaufen der Geschichte wo das auch hingehört, ehrlich.
Wo ich aber eigentlich darauf raus möchte, ist das was du mit "Leben wie eine Frau" meinst
das was dir sozialisiert wurde, aber nicht das was Leben wie eine Frau oder Frau sein für andere eigentlich ist.
Und aus dem Grund kannst du es nicht besser beschreiben und die weitaus meisten nicht erklären.
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3886
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 140 Mal
- Danksagung erhalten: 1027 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Ich denke, die Punkte, die Marie aufwirft, sind Erfahrungen, die viele von uns machen oder gemacht haben. Da muss Jede/r den eigenen Weg finden. Ich halte es für sehr wertvoll, über diese Punkte nachzudenken. Aus meiner Sicht ist es wesentlich zu unterscheiden, was eigene Gefühle sind und was durch Regeln und Erwartungen im eigenen Denken und Handeln bestimmt ist. Die Frauenbewegung hat gerade darum gerungen, dass die Klischees aufgeweicht werden, damit jede Frau ihren Weg gehen kann, der für sie maßgebend ist. Sabine, Du hast einige Punkte aufgegriffen, die noch stark klischeebehaftet sind, teilweise eine gesellschaftliche Realität darstellen. Letztlich liegt im Anspruch der Frauenbewegung ein innerer Widerspruch zu Grunde. Zum einen wollen sie geichgestellt in den Aufgaben und Möglichkeit zu den Männern sein, sich aber doch mittels Äußerlichkeiten von ihnen abheben.
Auch viele von uns nutzen Klischees und Vereinbarungen um uns auszudrücken. Wir wollen unser inneres Empfinden zeigen und benötigen diese Mittel dazu. Wie sonst soll man denn die eigene gefühlte Weiblichkeit zeigen ? Man kann und darf sich "in der Mitte" zeigen. Es bedarf keiner Rechtfertigung. Aber ausgehend von mir, habe die männliche Seite sehr stark als Anforderung und Erwartung von außen gelebt (und lebe es z.T. noch). Erst nach und nach komme ich auf den Trichter, wer sich in meinem Inneren befindet. Aber dieser Mensch ist nicht statisch. In dem Maße, in dem ich mich mit mir selber beschäftige (ohne Einflussnahme von außen) merke ich ,dass ich mich z.T. selber formen kann. Die Differenz der Gefühle, die ich alleine und in der Gegenwart anderer habe, ist ein Maß dafür, dass ich mich nur teilweise selber lebe. Es ist nicht die Frage, ob ich Mann bin oder Frau. Es ist die Frage, wie sehr ich meine eigenen Antriebe nutze, mein Leben zu leben.
Es gibt keine Definition von Mann oder Frau. Das ist abhängig von der Perspektive, die man einnimmt. Gestalt, Gene, Verhalten, Gebährfähigkeit, Hormonspiegel, Gefühl ... all das sind einzele Kriterien. Als Paket muss es eine große Spannweite von "mehr" oder "weniger" Frau geben. Wir alle sind wie ein Puzzle aus diesen Kriterien. Und die sind z.T. in der Zeit veränderlich. Letztlich kann es "die Frau" oder "den Mann" nicht geben. Es geht darum, sich auf sich selber zu konzentrieren, wenn es darum geht, sich zu verorten. Der "Summenparameter" Geschlecht ist in seine einzelne Bestandteile zu zerlegen und in den Punkten, sich aus den Gegebenheiten zu definieren. Wenn wir nur auf den Summenparameter schauen, werden wir immer in das Kreuzfeuer von Deutungshoheiten kommen. Ich fühle mich weiblich, geben mir die äußere Form, trage gesellschaftlich definierte Frauenkleidung und möchte dann in der Summe als Frau akzeptiert werden. Aber das schwankt über die Zeiträume. Wenn ich mir im Jetzt klar werde, wie ich fühle und so handle, bin ich mit mir im Reinen. Wie sehe ich mich, wie will Ich mich ausdrücken ?
Ist es nicht das, wonach wir uns sehnen ? Warum tun wir es nicht einfach und machen uns lieber einen dicken Kopf ?
Auch viele von uns nutzen Klischees und Vereinbarungen um uns auszudrücken. Wir wollen unser inneres Empfinden zeigen und benötigen diese Mittel dazu. Wie sonst soll man denn die eigene gefühlte Weiblichkeit zeigen ? Man kann und darf sich "in der Mitte" zeigen. Es bedarf keiner Rechtfertigung. Aber ausgehend von mir, habe die männliche Seite sehr stark als Anforderung und Erwartung von außen gelebt (und lebe es z.T. noch). Erst nach und nach komme ich auf den Trichter, wer sich in meinem Inneren befindet. Aber dieser Mensch ist nicht statisch. In dem Maße, in dem ich mich mit mir selber beschäftige (ohne Einflussnahme von außen) merke ich ,dass ich mich z.T. selber formen kann. Die Differenz der Gefühle, die ich alleine und in der Gegenwart anderer habe, ist ein Maß dafür, dass ich mich nur teilweise selber lebe. Es ist nicht die Frage, ob ich Mann bin oder Frau. Es ist die Frage, wie sehr ich meine eigenen Antriebe nutze, mein Leben zu leben.
Es gibt keine Definition von Mann oder Frau. Das ist abhängig von der Perspektive, die man einnimmt. Gestalt, Gene, Verhalten, Gebährfähigkeit, Hormonspiegel, Gefühl ... all das sind einzele Kriterien. Als Paket muss es eine große Spannweite von "mehr" oder "weniger" Frau geben. Wir alle sind wie ein Puzzle aus diesen Kriterien. Und die sind z.T. in der Zeit veränderlich. Letztlich kann es "die Frau" oder "den Mann" nicht geben. Es geht darum, sich auf sich selber zu konzentrieren, wenn es darum geht, sich zu verorten. Der "Summenparameter" Geschlecht ist in seine einzelne Bestandteile zu zerlegen und in den Punkten, sich aus den Gegebenheiten zu definieren. Wenn wir nur auf den Summenparameter schauen, werden wir immer in das Kreuzfeuer von Deutungshoheiten kommen. Ich fühle mich weiblich, geben mir die äußere Form, trage gesellschaftlich definierte Frauenkleidung und möchte dann in der Summe als Frau akzeptiert werden. Aber das schwankt über die Zeiträume. Wenn ich mir im Jetzt klar werde, wie ich fühle und so handle, bin ich mit mir im Reinen. Wie sehe ich mich, wie will Ich mich ausdrücken ?
Ist es nicht das, wonach wir uns sehnen ? Warum tun wir es nicht einfach und machen uns lieber einen dicken Kopf ?
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Susi T
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1271
- Registriert: Mi 4. Mai 2022, 23:44
- Geschlecht: Frau mit Varianzen
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Pfalz
- Hat sich bedankt: 933 Mal
- Danksagung erhalten: 1124 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Auch wenn ich es halbwegs verstehe, so sehe ich mal wieder das altbekannte Problem. Schubladendenken gepaart mit einem hohen Tellerrand.
Was macht Frau aus? Was Mann? Ich glaube den einzelnen Parameter gibt es nicht.
Das tanzen ist für mich so ein schönes Beispiel. Ich konnte und kann nicht tanzen. Trotz Tanzschule habe ich den armen Frauen nur immer auf den Füßen getreten. Außer einmal in meinem Leben, einen traumhaften Abend zusammen mit meiner Traumfrau, die damals genauso wie heute in fester Partnerschaft lebt. Trotzdem gehörte dieser Abend uns, obwohl sie eigendlich nicht mit mir tanzen wollte. Denn sie brachte seid Wochen ihrer Cousine das Tanzen bei und wollte nicht für diesen Abend wieder zurück auf den Frauenschritt wechseln. Also habe ich angeboten diesen zu Probieren. Natürlich konnte ich keine Schritte und das beigebracht zu bekommen, hätte den ganzen Abend gedauert. Ich habe mich einfach führen lassen, habe sie gespiegelt und wir waren glücklich für eine Nacht.
Natürlich heißt das nicht, das mich das zur Frau macht, das zeigt nur mein Einfühlungsvermögen und meine Freude an diesem Wundervollen Abend. Aber trotzdem sind diese Momente Teil meines Lebens, eines Lebens in dem meine Freundinnen die Frage von Fremden ob ich ein Mädchen oder Junge sei in meiner Jugend beantwortet haben mit : "Gehört zu uns"
Nein sie haben nicht gesagt das ich ein Mädchen bin, ich gehörte einfach dazu, ich durfte sein und ist das nicht das was viele hier suchen? Klar hab ich unzählige andere Beispiele, aber jedes dieser Beispiele kann man zerreden. Aber warum sollte man das wollen? Ich bin gerne so wie ich bin, warum mir das wegnehmen, oder zerreden? Ist es nicht das gegen das wir uns eigendlich behaupten wollen?
Warum sind wir selbst manchmal kritischer als andere?
Manchmal machen wir uns das Leben schwerer als es eigentlich ist.
Klar läßt sich Frausein nicht an Äusserlichkeiten festmachen,aber das allein wurde ja gar nicht behauptet, ja sogar vieles ganz vorsichtig formuliert. Das ist doch schonmal ein netter Versuch sich verständlich zu machen.
Liebe Grüße Tira,
die manchmal auch sehr kritisch sein kann, obwohl sie weiß das das eigentlich gar nicht nötig ist
Hab dich lieb Marie
Was macht Frau aus? Was Mann? Ich glaube den einzelnen Parameter gibt es nicht.
Das tanzen ist für mich so ein schönes Beispiel. Ich konnte und kann nicht tanzen. Trotz Tanzschule habe ich den armen Frauen nur immer auf den Füßen getreten. Außer einmal in meinem Leben, einen traumhaften Abend zusammen mit meiner Traumfrau, die damals genauso wie heute in fester Partnerschaft lebt. Trotzdem gehörte dieser Abend uns, obwohl sie eigendlich nicht mit mir tanzen wollte. Denn sie brachte seid Wochen ihrer Cousine das Tanzen bei und wollte nicht für diesen Abend wieder zurück auf den Frauenschritt wechseln. Also habe ich angeboten diesen zu Probieren. Natürlich konnte ich keine Schritte und das beigebracht zu bekommen, hätte den ganzen Abend gedauert. Ich habe mich einfach führen lassen, habe sie gespiegelt und wir waren glücklich für eine Nacht.
Natürlich heißt das nicht, das mich das zur Frau macht, das zeigt nur mein Einfühlungsvermögen und meine Freude an diesem Wundervollen Abend. Aber trotzdem sind diese Momente Teil meines Lebens, eines Lebens in dem meine Freundinnen die Frage von Fremden ob ich ein Mädchen oder Junge sei in meiner Jugend beantwortet haben mit : "Gehört zu uns"
Nein sie haben nicht gesagt das ich ein Mädchen bin, ich gehörte einfach dazu, ich durfte sein und ist das nicht das was viele hier suchen? Klar hab ich unzählige andere Beispiele, aber jedes dieser Beispiele kann man zerreden. Aber warum sollte man das wollen? Ich bin gerne so wie ich bin, warum mir das wegnehmen, oder zerreden? Ist es nicht das gegen das wir uns eigendlich behaupten wollen?
Warum sind wir selbst manchmal kritischer als andere?
Manchmal machen wir uns das Leben schwerer als es eigentlich ist.
Klar läßt sich Frausein nicht an Äusserlichkeiten festmachen,aber das allein wurde ja gar nicht behauptet, ja sogar vieles ganz vorsichtig formuliert. Das ist doch schonmal ein netter Versuch sich verständlich zu machen.
Liebe Grüße Tira,
die manchmal auch sehr kritisch sein kann, obwohl sie weiß das das eigentlich gar nicht nötig ist
Hab dich lieb Marie
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
-
Patricia
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 928
- Registriert: So 13. Okt 2019, 21:55
- Geschlecht: Ökotantenazubine
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 53 Mal
- Danksagung erhalten: 82 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Hallo Sabine,
vielen Dank für deine Antwort. Für mich ergibt sie durchaus Sinn. Sogar sehr viel. Mir ging es früher in vielen Punkten ähnlich.
LG
Patricia
vielen Dank für deine Antwort. Für mich ergibt sie durchaus Sinn. Sogar sehr viel. Mir ging es früher in vielen Punkten ähnlich.
LG
Patricia
-
chris
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 170
- Registriert: Sa 7. Dez 2019, 15:03
- Geschlecht: männlich
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 25 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Liebe Val,Valerie Bellegarde hat geschrieben: So 12. Mär 2023, 10:48
Das trifft es genau. Dieses "dulden" kommt zuallererst. Ich für mich selbst bin inzwischen dort angekommen, heute dulde ich mein so-sein als Crossdresser, weil ich inzwischen weiß, dass ich es sowieso nicht ändern kann. Und eigentlich empfinde ich es als mehr als nur einen "Ansatz". Ich suche/brauche ich eigentlich nicht mehr als diese Stufe. und ich suche auch keine äußere Anerkennung für das, was ich als CD mache. Aber ich dulde es bei mir, ich bin nicht mehr im Streit mit mir selbst, im Gegenteil, eigentlich finde ich diese Phasen in meinem Leben sehr positiv und richtig schön.
Valerie![]()
schöner hätte ich es auch nicht ausdrücken können.
Danke dafür
LG
chris
-
Valerie Bellegarde
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1737
- Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
- Geschlecht: Part time lady
- Pronomen: Mal so, mal anders
- Hat sich bedankt: 92 Mal
- Danksagung erhalten: 174 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein weiterer Schritt...
Freut mich sehr, liebe Chris, dass es dein Empfinden ebenfalls so gut trifft. Bis bald, eventuell im chat heute abend?
L.G Valerie
L.G Valerie