Schwierige Phase...
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Lebensplanung, Standorte
ekejt
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Schwierige Phase...

Post 1 im Thema

Beitrag von ekejt »

Über das letzte Jahr war ich einer Phase, wo ich manchmal sogar dachte, dass das Verlangen mich in Katharina zu verwandeln weg war. Ab und zu gab es Momente in denen sie mal in meinen Gedanken war aber nichts berauschendes.

In den letzten paar Wochen ist jedoch etwas "explodiert", die Gedanken und der Drang mich in Katharina zu verwandeln sind so stark zurück, dass sie mich täglich die ganze Zeit zu schaffen machen.

Alle Klamotten etc. hatte ich zum Glück versteckt, mir war schon klar, dass der Tag wahrscheinlich kommen wird wo es nochmal losgehen kann.
Außerdem wäre es ärgerlich die hübsche Kleidung wegzuschmeißen.

Letzte Woche gönnte ich mir ein Hotelzimmer um mich in Ruhe als Katharina auszuleben. Natürlich war es ein wunderschöner Moment, vor allem nach so langer Zeit.
Ich hatte auch ein paar neue Klamotten und eine neue Perücke die ich bisher noch nicht wirklich ausprobiert hatte, was es dann sogar noch etwas schöner machte.

Irgendwie scheint der Moment gekommen zu sein um zu verstehen, ich bin halt so wie ich bin und irgendwie muss es jetzt weitergehen, es wird bestimmt anders werden.
Jedoch ist es auch so eine Phase wo ich nicht wirklich sagen kann wie weit ich gehen will.
Hormone etc. wären definitiv keine Option, ich hoffe auch, es bleibt so. Es wäre einfach zu weit, zumindest jetzt.
Aber in Zukunft.....das weiß wohl keiner.
Momentan habe ich den Wunsch mehr Zeit als Katharina zu verbringen, öfter rauszugehen und so die üblichen Sachen wie Shopping oder bloß ein einfachen Spaziergang zu machen, leider fehlt hier noch der Mut und die Freiheit.

Heute ist wieder so ein Tag wo das Verlangen Katharina zu sein extrem ist, Ablenkung mit was auch immer hilft hier wenig.
Die Möglichkeit habe ich leider nicht und meine Freundin weiß von ihr ebenfalls noch nichts d.h. zu hause ist es vorerst unmöglich mich auszuleben.

Wäre sie nicht an meiner Seite, dann wäre ich bestimmt schon offener damit umgegangen.

Ich spiele auch mit den Gedanken seit längerer Zeit es ihr zu sagen, wobei die Wahrscheinlichkeit, dass sie es positiv aufnimmt sehr gering ist. Der Verlust ist generell größer als der Gewinn.

Letztens gab es sogar so verzweifelte Momente, egal es soll kommen wie es ist, diese Last soll aber weg, einfach frei sein.

Die Zeit wird es zeigen, es kommen aber anscheinen vorerst schwierige Tage auf mich zu und ich befürchte nur mit dem versteckten Crossdressing wird es auf die Dauer schwierig.

LG

Katrin
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Re: Schwierige Phase...

Post 2 im Thema

Beitrag von Fiona »

Hallo Katrin

ich habe gerade noch mal deinen Vorstellungsbeitrag gelesen und die Antworten dazu. Da geht meines Erachtens schon sehr viel draus vor, was meine Vorrednerinnen dir vorschlagen würden.

Keine Ahnung, ob der Hamburger Stammtisch für dich eine Möglichkeit wäre, um sich mit uns mal auszutauschen, da du in deinem Profil und in deiner Vorstellung gar nicht geschrieben hast, aus welcher Ecke von Deutschland du eigentlich kommst.

Unter dem Strich kann ich dir nur sagen dass die ganze Heimlichtuerei auf Dauer sehr anstrengend und gefährlich wird, da die Wahrscheinlichkeit immer mehr steigt, dass du nachlässig wirst und sie doch eine Kleinigkeit anfängt zu spüren.

Gerne stehe ich dir für spezielle Fragen auch per PN zur Seite, wenn du magst.

Liebe Grüße aus Hamburg, Fiona
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.
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Re: Schwierige Phase...

Post 3 im Thema

Beitrag von ekejt »

Hamburg ist leider etwas weit weg. Ich muss mal schauen, ob sich etwas in Richtung Hamburg planen lässt. Danke trotzdem für den Tipp.
Dunja
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Re: Schwierige Phase...

Post 4 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo Katrin,

das kommt mir bekannt vor.
Trotz aller Vorsicht gab es Momente in denen ich erwischt oder etwas gefunden wurde. Da kommst Du in Erklärnot. Ich bin mir sicher, irgendwann kommt der Tag, an dem alles auffliegt.
Bei mir wollte meine Frau einfach wissen, was ich verheimliche.
Auslöser waren meine damaligen Aktivitäten im Forum. Aufgefallen waren meinem Schatz, dass ich schnell alles geschlossen habe, wenn Sie in die Nähe kam. Oder in der Nacht aktiv war.
Dann musst Du entweder gut ausweichen können, oder Du willst nicht mehr ausweichen. So ist es mir ergangen. Dann outest Du dich doch irgendwann.
Letztens gab es sogar so verzweifelte Momente, egal es soll kommen wie es ist, diese Last soll aber weg, einfach frei sein
.
Genau das meine ich damit.

Ich bin der Meinung, dann ist der Schaden größer und deine Partnerin ist meiner Ansicht nach zu Recht verletzt.
Ich bin nun auch getrennt, seit rund 2 Jahren, genau deswegen.
Vorschläge in denen ein Outing gut ausgegangen ist, gibt es hier etliche.
Ich wünsche viel Glück und Erfolg, und eine aufgeschlossene Partnerin.
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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Re: Schwierige Phase...

Post 5 im Thema

Beitrag von tina75 »

Hi Katrin.

Kenne ich, tausend formulierte Sätze im Kopf. Diesen tiefen Wunsch ihr alles zu sagen, dieses Hoffen auf Verständnis (oder irgendeine Reaktion). Tausend verpasste Momente, tausend Klöse im Hals, tausendmal "fck" gedacht und es wieder runtergeschluckt.
Dein "Moment" wird ganz sicher kommen. Unerwartet, ungeplant, überraschend. Mach dir jetzt nicht zuviel Druck. Lebe und liebe deine Katrin. Der Rest passiert schon irgendwie, irgendwann... du musst nur den Mut haben und dann zu Katrin stehen.

fühl dich mal gedrückt, Deine Tina
würde, wäre, wenn- einen Schritt nach dem anderen...🍀
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Re: Schwierige Phase...

Post 6 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Katrin,

ich denke, je mehr und länger Du das unterdrückst, desto heftiger könnte es irgendwann ausbrechen. Bei mir war es ganz schwach bereits in der Kindheit vorhanden. Es war einmal beim Karneval, als ich bereits berufstätig war, da tanzte ich die ganze Nacht durch in einem irischen Pub in Frauenkleidern. Das war damals mehr als nur eine Verkleidung. Bei mir brach es dann erst mit 58 durch, als meine Mutter verstorben war.

Eine kurze Zeit zog ich mich immer irgendwo auf einer Toilette um. Dann wurde es mir zu blöd, und ich zeigte mich ganz offen als Nicole. Nach etwa einem halben Jahr schaffte ich dann den Mann-Modus ab. Ich ging zu einer Trans-Selbsthilfegruppe. Dort begriff ich so ziemlich von Anfang an, dass Hormone und OP für mich keine Option sind. Nach etwa zwei Jahren ließ das Frau sein wollen mehr und mehr nach. Die eigenen Haare waren inzwischen lang genug, und mit dem Schminken wurde es immer weniger. Die Kleidung änderte sich von betont weiblich zu einem Hybrid-Modus hin. Nach den Phasen 'heimlicher Crossdresser', 'Teilzeit-Frau' und 'Vollzeit-Transvestit' definiere ich mich jetzt als nicht binär.

Zum Thema Partnerschaft: Ich habe mich nie bei meiner Mutter oder bei einer Freundin geoutet. Meine Mutter wusste es höchst wahrscheinlich. Sie hatte den Schlüssel zu meiner Wohnung. Wenn sie also heimlich meine Kleiderschränke durchsuchte, sah sie die Frauenkleider. Geredet haben wir darüber nie. Und solange ich nicht im normalen Alltag als Frau herum lief, war es wohl in Ordnung. Als ich endlich vollständig geoutet war, fiel eine große Last von mir ab. Aus heutiger Sicht würde ich mit einer Partnerin offen über meine Neigung reden. Dann findet sich entweder eine für beide akzeptable Lösung oder es kommt zur Trennung. Das ewige Versteckspiel kostet viel Kraft, die man anderswo viel sinnvoller einsetzen könnte.

Liebe Grüße
Nicole
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Re: Schwierige Phase...

Post 7 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi Katrin,

ich kenne das, was Du beschreibst bei in ähnlicher Weise, außer, dass meine Frau grundsätzlich Bescheid weiß.

Bei dem Satz kam mir ein Gedanke:
ekejt hat geschrieben: So 27. Nov 2022, 23:10 Wäre sie nicht an meiner Seite, dann wäre ich bestimmt schon offener damit umgegangen.
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass sie für Deine "Zurückhaltung" verantwortlich ist. Ich bin mir fast sicher, dass Du das nicht sagen wolltest, aber vielleicht lohnt es sich, darüber nachzudenken. Letztlich bis Du für Dein Verhalten verantwortlich. Warum also diese Zurückhaltung ? Katrin ist Dir wichtig und Deine Freundin auch (nehme ich an). Aus meiner Sicht ist die Alternative beides zusammenbringen oder für eine Seite entscheiden. Entweder triffst Du die Entscheidung oder sie wird für Dich getroffen. Beides geht auf Dauer nicht oder wenn es herauskommt und damit kein Problem verbunden ist (ja, das gibt es), hast evtl. viel Zeit verloren.

Einmal sagte jemand zu mir, dass ein gelungenes Leben ein aktives Leben ist. Wenn Entscheidungen für Dich getroffen werden, ist das aber nicht aktiv, sondern passiv.

Ich denke, Probleme löst man Step by Step und nicht mit allem auf einmal. Du kannst ja eine Initiative starten, in dem Du einen Satz, a là "Mir gefällt ,,, gut. Wie fühlt sich das an ?" fallen lässt und kannst schauen, wie sie darauf reagiert. Vielleicht kommt sie sogar von sich aus zu weiteren Fragen. Du hast die Initiative begonnen, überlässt ihr aber die Intensität. Entweder bleibt sie dran oder Du.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Schwierige Phase...

Post 8 im Thema

Beitrag von Shoshana »

Hallo Katrin,

es wurde ja schon einiges geschrieben aber ein paar Anmerkungen habe ich noch. Habe dazu mal einen Teil deines Textes hierher zitiert:
ekejt hat geschrieben: So 27. Nov 2022, 23:10 Irgendwie scheint der Moment gekommen zu sein um zu verstehen, ich bin halt so wie ich bin und irgendwie muss es jetzt weitergehen, es wird bestimmt anders werden.

Momentan habe ich den Wunsch mehr Zeit als Katharina zu verbringen, öfter rauszugehen und so die üblichen Sachen wie Shopping oder bloß ein einfachen Spaziergang zu machen, leider fehlt hier noch der Mut und die Freiheit.

Die Möglichkeit habe ich leider nicht und meine Freundin weiß von ihr ebenfalls noch nichts d.h. zu hause ist es vorerst unmöglich mich auszuleben.

Wäre sie nicht an meiner Seite, dann wäre ich bestimmt schon offener damit umgegangen.
Ja, es wird sicher Zeit zu akzeptieren, dass dieses Verlangen ein Teil von dir ist. Ohne dieses wärst du ein anderer Mensch und das mag zwar zu- und abnehmen aber weggehen wird es nicht.

Mut brauchst du sicherlich aber nicht wirklich um als Kathrin raus zu gehen, dafür umso mehr um dich deinen Ängsten zu stellen. Dabei fängt die Freiheit im eigenen Kopf an und erst wenn du auch diese Seite deiner Persönlichkeit akzeptiert hast können auch andere dies tun.

Du hast wohl eine Vermutung wie deine Freundin reagieren dürfte. Aber ob die richtig ist? Auf Dauer wird ein Verstecken nicht funktionieren. Entweder fliegt das irgend wann auf oder es kostet so viel Kraft, dass etwas anderes drunter leidet bzw. sogar zu Bruch geht. Wäre das Verheimlichen nicht auch ein fortgesetzter Vertrauensbruch?

LG, Shoshana
Care about what other people think and you will always be their prisoner. - Lao Tzu
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Re: Schwierige Phase...

Post 9 im Thema

Beitrag von ekejt »

Hi zusammen,

vielen herzlichen Dank für die hilfreichen, ausführlichen Antworten und Erfahrungsberichte :)

Ich muss noch einiges etwas durchsickern lassen.
Das mit dem Verheimlichen ist moralisch natürlich anstrengend und gefühlt ist es auch für mich selbst etwas wie ein Vertrauensbruch, dadurch entstehen nicht zufällig gewisse Schuldgefühle.
Leider ging es bisher rückblickend nicht anders, durch diese Zeit geheim Katharina zu sein gab mir auch die Möglichkeit Erfahrung zu sammeln und mich selbst auch besser zu verstehen.
Hätte ich die heutige Erfahrung vor ca. 10 Jahren oder so, dann wäre wahrscheinlich einiges anders.

Ich versuche schon seit einiger Zeit einen Ansatz zu finden wie ich das Thema ansprechen soll.
Eine der Standardfragen die sicherlich kommen wird, wie weit ich gehen will. Ob es nicht mehr als nur gelegentliches Frau sein ist.
Ehrlich und sicher darauf zu Antworten wäre schon etwas schwierig. Sicherlich auch ein Hindernis um in der momentanen Situation das Gespräch mit der Freundin anzufangen.

LG

Katrin
Zuletzt geändert von ekejt am Di 29. Nov 2022, 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
Anne-Mette
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Re: Schwierige Phase...

Post 10 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Tag,
ekejt hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 18:04 Eine der Standardfragen die sicherlich kommen wird, wie weit ich gehen will. Ob es nicht mehr als nur gelegentliches Frau sein ist.
Bei der Beantwortung der Frage könnte eine Selbsthilfegruppe oder eine fachliche Beratung helfen.
Ich würde dir empfehlen, so eine Stelle zu suchen und Kontakt aufzunehmen.
Es wird sciherlich nicht so einfach für dich sein, allein mit möglichen eigenen Fragen und Ängsten und den Ängsten und Befürchtungen der Freundin umzugehen.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Schwierige Phase...

Post 11 im Thema

Beitrag von melody1992 »

Hallo, (sym)

ich hatte damals ganz ähnliche Probleme mit meiner Freundin.
Ein offener und ehrlicher Umgang ist aber wichtig. Wenn sie es
selbst herausfindet, wird es umso schwieriger zu erklären sein.

Wir hatten damals Pläne zusammen zu ziehen und ich wollte mich
meiner Freundin unbedingt mitteilen, bevor wir zusammen ziehen.
Es war schwer genug die Frauensachen und Kosmetik vor jedem
Besuch zu verstecken, besonders wenn sie überraschend mal
in der Tür stand.

Leider kam meine Freundin damit nicht klar und es kam zur Trennung.
Das war nicht einfach aber mittlerweile sind wir zumindest wieder gute
Freundinnen und treffen uns wieder regelmäßig. Ich habe mich nach der
Trennung dann umso häufiger als Frau ausgelebt und bin regelmäßig
nachts in Clubs und Cocktailbars unterwegs gewesen. Auf diesem Weg
habe ich dann auch meinen neuen Freund kennengelernt. Da er mich als
Frau kennengelernt hat, hatte er nie ein Problem mit meiner Neigung.

Letztendlich musst du aber wissen was du tust und ob du dich deiner
Freundin anvertraust. Die Frage ist eher ob du langfristig damit klar
kommst deine 2. Identität nicht ausleben oder vor deiner Freundin
geheim halten zu können. Wenn du das nicht eindeutig mit JA
beantworten kannst, bleibt dir eigentlich nur eine Wahl.

Liebe Grüße, Melanie (dr)
Helga
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Re: Schwierige Phase...

Post 12 im Thema

Beitrag von Helga »

ekejt hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 18:04 Eine der Standardfragen die sicherlich kommen wird, wie weit ich gehen will. Ob es nicht mehr als nur gelegentliches Frau sein ist.
Ehrlich und sicher darauf zu Antworten wäre schon etwas schwierig. Sicherlich auch ein Hindernis um in der momentanen Situation das Gespräch mit der Freundin anzufangen.
Liebe Katrin,
du setzt dich hiermit nur unnötig selbst unter Druck.
Der Prozess zu klären: "Was will ich eigentlich?" ist sehr langwierig, egal ob alleine oder mit Unterstützung.
Diese Frage ist aber auch nicht wirklich vordringlich. Vordringlich ist für dich (so entnehme ich es zumindest deinen Beiträgen) das Ausleben von Katrin, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Weder deiner Freundin, noch dir selbst gegenüber.
Wenn du dahin kommst deine Neigungen regelmäßig, ohne Angst und schlechtes Gewissen (also mehr oder weniger frei) ausleben zu können, wirst du feststellen, dass der Leidensdruck, den Katrin dir derzeit bereitet, deutlich abnimmt. Wer jederzeit kann, muss nicht jede Gelegenheit ausnutzen. Es ist auch mal schön für sich selbst festzustellen: "Ich habe heute keine Lust mich zu schminken, ich möchte auch mal wieder etwas 'männliches' tun!"
Ratschläge wie du das Gespräch anfangen kannst gibt es hier im Forum viele: Schaut euch zusammen einen Film wie "Manche mögens heiß" oder "Priscilla" (nur keine ernstgemeinten Dokus, das geht nach hinten los) an, besucht eine Travestie- Show, lasst euch von Olivia Jones durch den Kiez führen..., schau wie deine Freundin reagiert und versuch auf den Zug aufzuspringen. Zeig ihr Bilder, schreib ihr einen Brief... .
Sollte tatsächlich die obenstehende Frage aufgeworfen werden, kannst du nur wahrheitsgemäß antworten: "Das ist für mich derzeit keine Option."
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Karla
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Re: Schwierige Phase...

Post 13 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe Katrin,
auch einige Userinnen des Forums dachten mal, sie wären "nur" CD...
Mit diesem Risiko muß jede unserer Partnerinnen leben, ich habe seit über 35 Jahren keine der 3 Partnerinnen diesbezüglich getäuscht.
Manche von uns hält gelegentliches CD lebenslang durch, ohne daß der Mann nicht mehr funktioniert, bei anderen geht es bis zur GaOP, in Einzelfällen mit Wechsel der sexuellen Orientierung.
Bei mir war es dann vor 3 Jahren so weit, daß ich die männliche Rolle abgelegt habe.

Arbeitshypothese: tendenziell funktioniert "der Kerl" um so besser und ggf. länger, wenn er in der Beziehung keine Angst vor überraschendem Zwangsouting und Ablehnung / Verlassenwerden deswegen haben muß! (mein "Zwillingsbruder" hat dies über 30 Jahre durchgehalten, bis ich IHN in der Versenkung verschwinden lassen mußte)
ekejt hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 18:04 Eine der Standardfragen die sicherlich kommen wird, wie weit ich gehen will. Ob es nicht mehr als nur gelegentliches Frau sein ist.
LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: Schwierige Phase...

Post 14 im Thema

Beitrag von Lina »

@Katrin

Es ist natürlich schrecklich so alles im Verborgenen zu machen oder zu unterdrücken.
Ich habe über die Jahre mit so vielen Kontakt gehabt und weiss, dass dies in keinem Fall auf Dauer ging.
Cappuccina
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Re: Schwierige Phase...

Post 15 im Thema

Beitrag von Cappuccina »

Liebe Katrin,

ich kann Dir von meiner Seite aus sagen, das es für mich sehr schwierig gewesen wäre,
wenn meine Freundin nicht mit offenen Karten gespielt hätte.
Auch bei evtl. Schwankungen ist für mich ein ehrliches "ich weiss auch nicht"
1.000x besser als fehlendes Vertrauen in einander.

Ich drück Euch die Däumchen,
dass ihr Euren Weg findet,
Schritt für Schritt
offen und liebevoll
miteinander.

Cappuccina
(cof)
***keep smiling***
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