BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten
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Anne-Mette
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Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

ChristinaF
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 2 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Zum Haare ausreißen. Immer wieder werden wir diskriminiert. Dann große Worte der Entschuldigung mit bla, bla, bla. Aber hin zur Akteptanz unserer geht immer noch sehr schleppend.
LG Christina
Annette
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 3 im Thema

Beitrag von Annette »

Guten Tag,

ich glaube eher dass es sich hierbei nicht um vorsätzliche Diskriminierung einer Trans-Person gehandelt hat, sondern vielmehr um (vielleicht übertriebene) Vorsicht. Tatsache ist, das Gespräch ist telefonisch gewesen und somit konnte die zuständige Kontaktperson sich nicht visuell auf die Richtigkeit der persönlichen Daten der Anruferin überzeugen. Denn nicht hinter jeder Frau mit tiefer Stimme mag eine ehrliche Kundin stecken und Vorsicht, gerade beim Verleih von Fahrzeugen, walten zu lassen ist auf jeden Fall angebracht. Es scheint logisch und plausibel anzunehmen, dass es sich um nicht mehr als eine, letztendlich für beide Parteien, unangenehme Verwechslung gehandelt hat. Wäre das Gespräch in echt, also nicht telefonisch, sondern mit persönlichem Kontakt gewesen, so wäre es womöglich gar nicht so weit gekommen.

Das was geschehen ist, möchte ich auf keinen Fall herunterspielen, doch eine übetriebene Vorsichtsmassnahme ist die wahrscheinlichste aller Möglichkeiten. Nach wie vor gilt das Unschuldsprinzip, nicht nur in der Rechtsprechung.

Liebe Grüsse,
Annette
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 4 im Thema

Beitrag von -=Tom=- »

Ich kann Annette nur beipflichten. Ich arbeite selber in der Automobilbranche und wir haben mit einem deutlichen Anstieg der Betrugsfälle zu kämpfen. Wir kontrolieren alles doppelt und dreifach und sollte etwas nicht 100% stimmig sein, wird abgelehnt. Hier liegt dann keine Diskriminierung vor, sonder der Schutz des Unternehmens hat oberste Priorität! Und wieder leidet ein großer Anteil durch das Handeln einiger wenige.....

Und das ganze hat, wie im Bericht geschrieben, nichts mit Engstirnigkeit zu tun! Wenn einem Unternehmen durch Betrugsfälle 5-6 stellige Beträge verloren gehen, dann wird alles für potenzielle Kunden deutlich schwieriger. Das ganze dann auf der Basis der Dikriminierung aufzubauschen finde ich äußerst fragwürdig.

Das ganze hätte auch mir in einem Beruf passieren können und ich hätte der Person auch nicht ohne persönlichen Kontakt geglaubt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen was manche Menschen so am Telefon versuchen und kein Verständnis für weiter Überprüfungen haben.
In dem beschriebenen Fall liegt meines Erachtens nach keine Diskriminierung von Transpersonen vor, sonder nur eine vorschnelle Berichterstattung mit zu wenig Hintergrundrecherche. Die Angestellten in dem Unternehmen haben nur nach Anweisung gehandelt. Ein bischen mehr Fingerspitzengefühl wäre schon wünschenswert, wer weiß aber was an dem Tag schon alles vorgefallen ist :wink: .
Liebe Grüße

Tom
Blossom
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 5 im Thema

Beitrag von Blossom »

ChristinaF hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 09:31 Immer wieder werden wir diskriminiert. Dann große Worte der Entschuldigung mit bla, bla, bla.
Als ich heute morgen die wenigen Zeilen las, ging mir das durch den Kopf, was Annette und Tom schrieben. Ich hatte vor der Arbeit nur keine Zeit, es auszuformulieren.
Weshalb ich dich zitiere? Weil ich denke, dass du nicht eine Sekunde über eventuelle Gründe für die Entscheidung der Firma nachgedacht hast. Ich bin mir sicher, die Dame hätte einen Wagen bekommen, wäre sie direkt vor Ort aufgekreuzt. Da hätte sich die Angelegenheit schnell in Luft ausgelöst und kein Hahn irgendwie gekräht. Bevor ich persönlich mich diskriminiert fühle, gehe ich in mich und hinterfrage objektiv den Vorfall. Es täte dir gut, gleiches zu tun.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 6 im Thema

Beitrag von Michi »

Annette hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 13:13 Denn nicht hinter jeder Frau mit tiefer Stimme mag eine ehrliche Kundin stecken
Wenn man so denkt, macht man sich nur etwas vor.

Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, dass es für Betrüger ein Problem darstellt, einen Lockvogel mit einer zur amtlichen Geschlechtsangabe des Opfers passenden Stimme zu benutzen?

Blossom hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 20:57 Weil ich denke, dass du nicht eine Sekunde über eventuelle Gründe für die Entscheidung der Firma nachgedacht hast.
Nun, ich hab's getan .. mit obigem Ergebnis. :wink:


Liebe Grüße
Michi
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 7 im Thema

Beitrag von conny »

Es geht darum, die Gefahr von Betrugsfällen zu minimieren, wohl wissend, dass man diese nicht 100%ig ausschließen kann.
Lavendellöwin
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 8 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

ChristinaF hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 09:31 Zum Haare ausreißen. Immer wieder werden wir diskriminiert. Dann große Worte der Entschuldigung mit bla, bla, bla. Aber hin zur Akteptanz unserer geht immer noch sehr schleppend.
Hey Christina,

ich denke die Person weiss um ihre Stimme und dann wird es auch nicht das erste Mal
gewesen sein, das Zweifel aufgekommen sind.
Und Vorsicht ist nicht gleich Diskriminierung.

Hmm, dann gibt es immer noch 2 Möglichkeiten-buchen über die Internetpräsenz des
Unternehmens oder einer Agentur
oder direkt vor Ort gehen und sich nicht die Möglichkeit auswählen, die am ehesten
schief geht.

Schon seltsam wie sich manche selbst ein Bein stellen..

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 9 im Thema

Beitrag von Blossom »

MichiWell hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 22:08 Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, dass es für Betrüger ein Problem darstellt, einen Lockvogel mit einer zur amtlichen Geschlechtsangabe des Opfers passenden Stimme zu benutzen?
Es gibt halt solche und solche Täter.
Auch wenn ich gerade an einem Manuskript arbeite, im Hintergrund läuft aktuell eine Sendung über "dumme Straftäter", die dürften laut Kriminalstatistik wohl in der Überzahl sein. Man sollte also nicht schlicht davon ausgehen, dass jede Tat wohlüberlegt ist, nicht wahr?
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 10 im Thema

Beitrag von conny »

Kann man denn die Reaktion am Telefon nun wirklich nicht als (absichtliche) Diskriminierung verstehen? :roll:
Sollte man doch irgendwie hinbekommen.
Michi
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 11 im Thema

Beitrag von Michi »

Blossom hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 22:46 "dumme Straftäter"
Womit wir wieder den Bogen zum Generalverdacht gezogen haben. Dass wir damit wir auch jede anständige Cis-Frau mit tiefer Stimme (von denen es mehr als genug gibt) unter Generalverdacht stellen .. ist bestimmt nicht so schlimm? TERFs werden sich wieder bestätigt fühlen. :wink:
Blossom hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 22:46 die dürften laut Kriminalstatistik wohl in der Überzahl sein.
Die Kriminalstatistik sagt uns auch, dass die Überzahl der Menschen nicht kriminell ist.


Liebe Grüße
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 12 im Thema

Beitrag von Blossom »

MichiWell hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 23:39 Womit wir wieder den Bogen zum Generalverdacht gezogen haben.
Also mal ehrlich. Das ist doch Blödsinn. An keiner Stelle wurde mir ein solcher Bogen gezogen, geschweige denn cis Frauen mit tiefer Stimme. Immer schön bei dem bleiben, was ich schreibe ... denn ich denke, dass ich schon sachlich bin. Also nichts hineininterpretieren, was da nicht mal im Subtext steht, nur um die eigene Meinung zu untermauern.

Ich nehme dir nicht deine Sichtweise der Dinge ... Ich mache aber klar, dass meine eine andere ist ... Punkt.
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 13 im Thema

Beitrag von Lina »

ChristinaF hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 09:31 Zum Haare ausreißen. Immer wieder werden wir diskriminiert. Dann große Worte der Entschuldigung mit bla, bla, bla. Aber hin zur Akteptanz unserer geht immer noch sehr schleppend.
LG Christina
Was mehr hast du denn erwartet? Ein Mitarbeiter stellt sich blöd an und handelt eigenmächtig gegen Firmenpolitik.
Geschäftsleitung interveniert und verspricht Besserung der Verfahren.
Was möchtest du noch?
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 14 im Thema

Beitrag von conny »

MichiWell hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 23:39 Womit wir wieder den Bogen zum Generalverdacht gezogen haben.
Dass bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, sehe ich nicht als Generalverdacht. Die Firma (und andere?)
handelt, davon darf man ausgehen, auf Grund von negativen Erfahrungen bei telef. Buchungen und hat bei Betrügereien bestimmte Indizien ausgemacht.
Leider triffft es dann auch mal die Falschen.
Ich musste letzends beim einchecken in einem Hotel das Zimmer vorab bezahlen und für Ausgaben an der Bar wurde pauschal ein Beitrag auf meiner Kreditkarte geblockt. Generalverdacht!? Diskriminierung eines körperbehinderten Menschen?
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 15 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

MichiWell hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 23:39 Womit wir wieder den Bogen zum Generalverdacht gezogen haben. Dass wir damit wir auch jede anständige Cis-Frau mit tiefer Stimme (von denen es mehr als genug gibt) unter Generalverdacht stellen
conny hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 23:07 Kann man denn die Reaktion am Telefon nun wirklich nicht als (absichtliche) Diskriminierung verstehen?
Hey..

nein, ich kann das nicht als Diskriminierung verstehen.

Jetzt stell dir mal vor, du sitzt da an der Reservierungs-Hotline und hast ausser
den Personendaten vielleicht nur eine Stimme um die Person zu verifizieren. Sonst nichts.
Eine Person ruft an stellt sich vor und klingt wie ein Mann was nicht nur an der Höhe
oder Tiefe der Stimme liegt, sondern auch an noch ein paar anderen Faktoren.
Wie nimmst du die Person wahr?

Das ist genau so wie wenn mir jemand sagt "ja, ja, ich hab ein Update gemacht"
ich sehe aber in den Live-Daten das eben keins gemacht ist. Wie komme ich mir wohl vor?
Ja, genau, verar....

Der Mitarbeiter hat einfach seiner Wahrnehmung vertraut, da ist kein Generalverdacht.
Und auch bei ich sage mal sehr "männlichen" Cis-Frauen, sind es die Feinheiten die das
Frausein ausstrahlen-völlig egal wie tief deren Stimme oder sogar der Look ist.

Alles Liebe Marie (flo)
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