RBB/NDR: Jeder Tag ein Kampf? Queere Menschen in Deutschland
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Anne-Mette
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Re: RBB/NDR: Jeder Tag ein Kampf? Queere Menschen in Deutschland
Ich ziehe folgende Frage mal aus dem Artikel: "Wie tolerant ist unser Land also tatsächlich?"
Ich denke, das ist regional abhängig. Sachsen gilt weithin als sehr konservativ, dennoch ist meine Region um Plauen (ich zähle mal den Vogtlandkreis und das Erzgebirge dazu) eher "verschlafen", was bedeutet, daß ich als homosexueller Transgender wenig mit Ausgrenzung, Diskriminierung, Erniedrigungen oder gar körperlichen Übergriffen zu tun habe. Auch wenn ich bei Tina und Karo in Reichenbach unterwegs bin, fühle ich mich frei zu tun und zu lassen, was ich möchte - das kann aber ganz anders aussehen, wenn ich (in einer Großstadt) vielleicht in Leipzig, Dresden oder Erfurt einen Club besuchen würde. Was ich hier im Forum immer aus Großstädten oder Ballungsräumen lese, was bsw. Ausgrenzung oder Diskriminierung betrifft, ist in meiner Region bisher nicht der Fall gewesen. Damit möchte ich nicht sagen, daß auch ich hin und wieder auf Leute treffe (oder in der Vergangenheit traf...) die homo- oder transphob sind und ich deren Ablehung zu spüren bekomme. Ich finde jede*r darf seine Meinung haben und wenn jemand mit mir als homosexueller Transgender ein Problem hat, dann diskutiere ich da nicht groß, sondern lasse jedem seine Meinung zu gestehen - auch wir müssen Toleranz auf die Ansichten andersdenkender zeigen, wenn WIR Toleranz erwarten. Natürlich hat das auch seine Grenzen, denn körperliche Übergriffe werden definitiv
Ich gehe mit meiner Homosexualität sehr frei um was bedeutet, daß auf Arbeit, beim Tanz/Ballett oder sonst wo jede*r davon weiß und sich bisher niemand daran gestört hat. Dennoch ist meine Region in Sachen homosexueller Aufklärung was Veranstaltungen, etc. angeht ziemlich im "Hinterland". Da ich mit der Plauener Gleichstellungsbehörde in Kontakt stehe, versuchen wir derzeit noch vor den Schulferien in einer Plauener Schule eine Info-Veranstaltung bezüglich Homosexualität, Liebe & Sex auf die Beine zu stellen, wo ich als Gastrednerin fungieren möchte - ich hoffe, wir können das auf die Beine stellen!
Um noch mal auf die Eingangsfrage zurückzukommen, würde ich sagen, daß es eine Pauschalantwort dazu nicht gibt. Man kann zwar Statistiken und Befragungen durchführen, aber letztendlich macht jede*r von uns seine eigenen Erfahrungen.
Eure Ansichten würden mich interessieren!
Jennifer
Ich denke, das ist regional abhängig. Sachsen gilt weithin als sehr konservativ, dennoch ist meine Region um Plauen (ich zähle mal den Vogtlandkreis und das Erzgebirge dazu) eher "verschlafen", was bedeutet, daß ich als homosexueller Transgender wenig mit Ausgrenzung, Diskriminierung, Erniedrigungen oder gar körperlichen Übergriffen zu tun habe. Auch wenn ich bei Tina und Karo in Reichenbach unterwegs bin, fühle ich mich frei zu tun und zu lassen, was ich möchte - das kann aber ganz anders aussehen, wenn ich (in einer Großstadt) vielleicht in Leipzig, Dresden oder Erfurt einen Club besuchen würde. Was ich hier im Forum immer aus Großstädten oder Ballungsräumen lese, was bsw. Ausgrenzung oder Diskriminierung betrifft, ist in meiner Region bisher nicht der Fall gewesen. Damit möchte ich nicht sagen, daß auch ich hin und wieder auf Leute treffe (oder in der Vergangenheit traf...) die homo- oder transphob sind und ich deren Ablehung zu spüren bekomme. Ich finde jede*r darf seine Meinung haben und wenn jemand mit mir als homosexueller Transgender ein Problem hat, dann diskutiere ich da nicht groß, sondern lasse jedem seine Meinung zu gestehen - auch wir müssen Toleranz auf die Ansichten andersdenkender zeigen, wenn WIR Toleranz erwarten. Natürlich hat das auch seine Grenzen, denn körperliche Übergriffe werden definitiv
Ich gehe mit meiner Homosexualität sehr frei um was bedeutet, daß auf Arbeit, beim Tanz/Ballett oder sonst wo jede*r davon weiß und sich bisher niemand daran gestört hat. Dennoch ist meine Region in Sachen homosexueller Aufklärung was Veranstaltungen, etc. angeht ziemlich im "Hinterland". Da ich mit der Plauener Gleichstellungsbehörde in Kontakt stehe, versuchen wir derzeit noch vor den Schulferien in einer Plauener Schule eine Info-Veranstaltung bezüglich Homosexualität, Liebe & Sex auf die Beine zu stellen, wo ich als Gastrednerin fungieren möchte - ich hoffe, wir können das auf die Beine stellen!
Um noch mal auf die Eingangsfrage zurückzukommen, würde ich sagen, daß es eine Pauschalantwort dazu nicht gibt. Man kann zwar Statistiken und Befragungen durchführen, aber letztendlich macht jede*r von uns seine eigenen Erfahrungen.
Eure Ansichten würden mich interessieren!
Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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ChristinaF
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Re: RBB/NDR: Jeder Tag ein Kampf? Queere Menschen in Deutschland
Sehe ich genauso wie du, Jennifer. Ist bei mir in einer kleineren Stadt in Niederbayern auch nicht anders. Meine Mitmenschen kommen mit mir als Frau eigentlich recht gut zurecht. Und in der Arbeit habe ich auch keinerlei Probleme, ebenso mit der Nachbarschaft. Und Fragen zu meiner Person, die ich nie als Kritik an mir sehe, werden ohne Hektik oder "Aggression" beantwortet.
Vielleicht hängts auch damit zusammen, dass ich sehr positiv auf die Leute zugehe?
LG Christina
Vielleicht hängts auch damit zusammen, dass ich sehr positiv auf die Leute zugehe?
LG Christina