Einfach sein...
-
Marcia V
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 228
- Registriert: Fr 22. Apr 2022, 23:46
- Geschlecht: Wer weiß
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Raum Stuttgart
- Hat sich bedankt: 212 Mal
- Danksagung erhalten: 559 Mal
- Kontaktdaten:
Einfach sein...
Vielleicht brauche ich doch jemanden der mir seine Meinung sagt.
Bin jetzt von der maskulinen Spätschicht zu Hause Kinder / Jugendliche da (mit Partner), Frau vorm Fernseher, ich in Keller vorm PC, leicht angetrunken von Whisky. Ich habe so eine Sehnsucht nach Marcia aber keine Chance dies zu erfüllen.
Ich will reisen, Länder, Orte, Menschen sehen. Bin eingespannt im männlichen Schraubstock (Arbeit und Pflichten), die ich eigentlich, von außen betrachtet, perfekt ausfülle. Will aber Marcia Freiraum geben, empfinden, leben - kein verstecken.
Verstehst Ihr das? Ich bin so wenig weiblich - erotisch oder anders ausgedrückt....Frau.
Ich will mich nicht lächerlich machen, verstecken warum ist das alles so schwer?
Wie gesagt, leicht angetrunken, ich bin ich im Herbst meines Lebens und frage mich ob alles, meine Frau, meine geliebten Söhne nur ein Alibi, eine Aufrechterhaltung des Statements ist?
Bin ich nun der perfekte männliche Partner oder jemand der sein Leben anders definiert? Oder setzt ich meine Erwartungen in diesen schweren Zeiten einfach zu hoch? Krieg, Krisen usw., - vielleicht muss man sich einfach zurückstellen.
brauche ich Hilfe oder bin ich einfach zu wenig, oder vielleicht auch zu viel Mensch.
eure Marcia
Bin jetzt von der maskulinen Spätschicht zu Hause Kinder / Jugendliche da (mit Partner), Frau vorm Fernseher, ich in Keller vorm PC, leicht angetrunken von Whisky. Ich habe so eine Sehnsucht nach Marcia aber keine Chance dies zu erfüllen.
Ich will reisen, Länder, Orte, Menschen sehen. Bin eingespannt im männlichen Schraubstock (Arbeit und Pflichten), die ich eigentlich, von außen betrachtet, perfekt ausfülle. Will aber Marcia Freiraum geben, empfinden, leben - kein verstecken.
Verstehst Ihr das? Ich bin so wenig weiblich - erotisch oder anders ausgedrückt....Frau.
Ich will mich nicht lächerlich machen, verstecken warum ist das alles so schwer?
Wie gesagt, leicht angetrunken, ich bin ich im Herbst meines Lebens und frage mich ob alles, meine Frau, meine geliebten Söhne nur ein Alibi, eine Aufrechterhaltung des Statements ist?
Bin ich nun der perfekte männliche Partner oder jemand der sein Leben anders definiert? Oder setzt ich meine Erwartungen in diesen schweren Zeiten einfach zu hoch? Krieg, Krisen usw., - vielleicht muss man sich einfach zurückstellen.
brauche ich Hilfe oder bin ich einfach zu wenig, oder vielleicht auch zu viel Mensch.
eure Marcia
Ich bin gerade wie ich bin, weil ich mich jetzt genau so brauche.
-
Laila-Sarah
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3296
- Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
- Geschlecht: TG
- Pronomen: kontextuell bitte
- Hat sich bedankt: 12 Mal
- Danksagung erhalten: 40 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Liebe Marcia,
Ich denke es ist eine rhetorische Frage, die du in deinem Beitrag stellst.
Was ist dir wichtiger. Die Ehrlichkeit zu dir selbst oder die Meinung der Gesellschaft?
Die Antwort weißt du aber der Preis nonkonform mit der hetero normativen Gesellschaft zu werden und die eventuellen Implikationen für dein Familienleben sind immer die grossen Hürden, die es zu nehmen gilt.
Manche machen es ohne viel Zeit zu verlieren, manche mit 89 Jahren und manche arrangieren sich damit und leben es nie aus. Es gibt keine einheitliche/richtige Antwort.
LG
Ich denke es ist eine rhetorische Frage, die du in deinem Beitrag stellst.
Was ist dir wichtiger. Die Ehrlichkeit zu dir selbst oder die Meinung der Gesellschaft?
Die Antwort weißt du aber der Preis nonkonform mit der hetero normativen Gesellschaft zu werden und die eventuellen Implikationen für dein Familienleben sind immer die grossen Hürden, die es zu nehmen gilt.
Manche machen es ohne viel Zeit zu verlieren, manche mit 89 Jahren und manche arrangieren sich damit und leben es nie aus. Es gibt keine einheitliche/richtige Antwort.
LG
The trick is to keep breathing
I have big dreams and a small world in between
I have big dreams and a small world in between
-
Account gelöscht
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 189
- Registriert: So 1. Mai 2022, 17:28
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Ich weiß nicht, ob meine Antwort dazu passt, aber ich denke immer in 80% zu 20%. Man ist mit seinem Leben zu 80% zufrieden. Frau, Wohnung, Job, Kinder. Aber es sind diese 20% die fehlen, die einen Reiz auslösen oder ausmachen. Diese 20% sind die Sehnsucht. Man läuft aber Gefahr bei dem Streben nach diesen 20%, Teile der 80% zu verlieren. Am Ende sind die Hände leerer als vorher.
-
Momo58
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1662
- Registriert: Do 13. Dez 2012, 15:13
- Geschlecht: transident
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Hinter dem Mond gleich links
- Hat sich bedankt: 299 Mal
- Danksagung erhalten: 362 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Hallo Matcia,
Natürlich kommen Zweifel. Der Alkohol löst aber deine Unsicherheit nicht auf. Hab Mut, steh zu dir und wenn du hin fällst, steh wieder auf und mach weiter. Warum bestraft du dich durch Entsagung? Du hast doch etwas besseres verdient, z. B. dein Glück und deine weibliche Seite. Deine altersbedingt männlichen Gesichtszüge kannst du wunderbar mit Schminke Weg zaubern. Die richtige alltagstaugliche Kleidung, logopädisches Stimmtraining und jeder wird dich für eine ältere elegante Frau halten.
Natürlich kann es sein, dass sich deine Frau oder deine Kinder nicht damit abfinden können. Nicht jede von uns hat das Glück, dass die Familie das mit trägt.
Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg, wohin er dich auch immer führt.
Liebe Grüße
Manuela
Ich halte die Sehnsucht für ein Zeichen, dass du endlich die sein möchtest, die du schon immer warst. Das ist wie ein Wegweiser.Ich hab so eine Sehnsucht
Das ist herrlich. Warte nicht so lange damit wie ich. Heute bin ich zu krank um zu reisen. Ich denke aber, du bist bereits auf einer viel größeren Reise, als in andere Länder. Du machst doch schon die ersten Schritte auf der längsten Straße der Welt; du befindest dich auf dem Weg zu dir selbst.Ich will reisen
Natürlich kommen Zweifel. Der Alkohol löst aber deine Unsicherheit nicht auf. Hab Mut, steh zu dir und wenn du hin fällst, steh wieder auf und mach weiter. Warum bestraft du dich durch Entsagung? Du hast doch etwas besseres verdient, z. B. dein Glück und deine weibliche Seite. Deine altersbedingt männlichen Gesichtszüge kannst du wunderbar mit Schminke Weg zaubern. Die richtige alltagstaugliche Kleidung, logopädisches Stimmtraining und jeder wird dich für eine ältere elegante Frau halten.
Natürlich kann es sein, dass sich deine Frau oder deine Kinder nicht damit abfinden können. Nicht jede von uns hat das Glück, dass die Familie das mit trägt.
Der Weg zu dir selbst, zu deiner eigenen Ehrlichkeit legt dir einige Steine hin. Diese Steine zu beseitigen, ist deine Aufgabe. Jeder Stein bedeutet emotionalen Schmerz. Jeder seelische Schmerz will angesehen und bearbeitet werden. Natürlich ist der Weg zu dir selbst nicht nur schwer. Es gibt auch Momente die schön sind, die du genießen kannst.Warum ist das alles so schwer
Das kannst nur du selbst wissen. Ich war auch mal an dieser Kreuzung auf dem Weg zu mir selbst. Ich machte mich auf die Suche nach einem Therapeuten. Die meisten Therapeuten kennen sich nicht gut genug aus mit queeren Themen. Ich geriet an einen Psychologen, der mit Hilfe der Konversionstherapie einen ganzen Kerl aus mir machen wollte, was mein Leiden jedoch nur vergrößert hat. Ein paar Jahre später, da war ich etwa 60 Jahre alt, hatte ich eine Therapeutin gefunden bei der ich genug Selbstbewußtsein, Selbstsicherheit gelernt habe um letztlich den Weg erfolgreich zu Ende zu gehen. Heute ist mein Körper angeglichen und auch rechtlich wurde ich eine Frau. Hilfe findest du auch bei KISS in Stuttgart. Dort gibt es meines Wissens nach eine Selbsthilfegruppe.brauche ich Hilfe
Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg, wohin er dich auch immer führt.
Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
-
Petra N.
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 300
- Registriert: Sa 26. Mär 2022, 22:07
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Um Ulm herum...
- Hat sich bedankt: 25 Mal
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Hallo Marcia,
Ich kann es gut nachempfinden wie es dir geht, ich bin auch um die 60 und habe dasselbe Zweifel wie du.
Als Petra werde ich gerne raus, allerdings fehlt mir der Mit dazu. Ich habe ein paar Schritte vor der Tür gemacht, aber von einen "coming out" bin ich weit entfernt. Wie bei dir meine Familie wissen nichts davon. Ich habe ein Therapeut gesucht weil ich glaube der Gedankenaustausch wird mir gut tun. Wie es läuft kann ich dir wissen lassen. Meine angst dafür an der falsche Therapeut zu laufen ist aber vielleicht berechtigt, wie Momo es geschrieben hatte sind nicht alle Therapeuten auf die gleiche Niveau. Leute sind verschieden, und einen Lösung für mich ist wahrscheinlich nicht direkt an dir übertragbar. Aber dein Weg musst du selber laufen, und du wirst keine Lösungen in leere Flaschen finden.
Wir sind hier alle hilfsbereit, und reden miteinander können wir immer. Leider habe ich keine Patentlösung und ich suche auch selber nach Antworten. Ich wünsche dir alles gute, und hoffe das du dein Weg findest..
LG Petra
Ich kann es gut nachempfinden wie es dir geht, ich bin auch um die 60 und habe dasselbe Zweifel wie du.
Als Petra werde ich gerne raus, allerdings fehlt mir der Mit dazu. Ich habe ein paar Schritte vor der Tür gemacht, aber von einen "coming out" bin ich weit entfernt. Wie bei dir meine Familie wissen nichts davon. Ich habe ein Therapeut gesucht weil ich glaube der Gedankenaustausch wird mir gut tun. Wie es läuft kann ich dir wissen lassen. Meine angst dafür an der falsche Therapeut zu laufen ist aber vielleicht berechtigt, wie Momo es geschrieben hatte sind nicht alle Therapeuten auf die gleiche Niveau. Leute sind verschieden, und einen Lösung für mich ist wahrscheinlich nicht direkt an dir übertragbar. Aber dein Weg musst du selber laufen, und du wirst keine Lösungen in leere Flaschen finden.
Wir sind hier alle hilfsbereit, und reden miteinander können wir immer. Leider habe ich keine Patentlösung und ich suche auch selber nach Antworten. Ich wünsche dir alles gute, und hoffe das du dein Weg findest..
LG Petra
"Nichts ist wichtiger als Mitgefühl für das Leid anderer. Nichts. Keine Karriere, kein Reichtum, nicht Intelligenz und ganz sicher nicht Status. Wir müssen Mitgefühl haben, wenn wir in Würde leben wollen"
- Audrey Hepburn
- Audrey Hepburn
-
Dali
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 209
- Registriert: Sa 21. Aug 2021, 16:47
- Geschlecht: Je nachdem
- Pronomen: Er
- Wohnort (Name): Schweden
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Hi Marcia.
Ich habe heute erst genau dieselben Gedanken gehabt, als ich auf der Autobahn unterwegs war, um meine Frau vom KKH abzuholen.
Ganz genau dasselbe ist mir durch den Kopf gegangen.
Und ich habe genauso wenig eine Antwort darauf gefunden, wie du und wie wahrscheinlich viele andere hier.
Ist vielleicht kein Trost, aber du bist damit nicht alleine.
LG
Dali
Ich habe heute erst genau dieselben Gedanken gehabt, als ich auf der Autobahn unterwegs war, um meine Frau vom KKH abzuholen.
Ganz genau dasselbe ist mir durch den Kopf gegangen.
Marcia V hat geschrieben: Sa 7. Mai 2022, 01:35 Verstehst Ihr das? Ich bin so wenig weiblich - erotisch oder anders ausgedrückt....Frau.
Ich will mich nicht lächerlich machen, verstecken warum ist das alles so schwer?
Und ich habe genauso wenig eine Antwort darauf gefunden, wie du und wie wahrscheinlich viele andere hier.
Ist vielleicht kein Trost, aber du bist damit nicht alleine.
LG
Dali
-
Lina - Christine
- Beiträge: 22
- Registriert: So 1. Jul 2018, 20:44
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dresden
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Hallo Marcia 
Wie ist denn der Stand deines sozialen Umfeldes?
Bist du geoutet?
Damit meine ich nicht unbedingt in der Richtung: Ich bin Trans, sondern mehr in Richtung Gefühlswelt, Vorlieben und Wünsche.
Wenn Marcia sich entwickeln möchte braucht sie Freiräume und vor allem Unterstützung seitens Familie und Freunde.
Diesen Weg allein im dunklen Hinterzimmer zu starten wird dich nicht weiter bringen.
Ohne Unterstützung wäre ich heute nicht Lina.
Ich möchte auch nicht mehr zurück. Lina hat mein Leben um so vieles bereichert.
Der Weg dahin ist aber schwer und mit einer langen Selbstfindungsphase verbunden. Diese kann dich sehr belasten und ohne Auffangnetz seitens deines sozialen Umfeldes auch mental negativ beeinflussen.
Du willst Frau sein, dann sehe ich nur einen Weg.. reden. Das können wir doch von Natur aus gut.
Wie ist denn der Stand deines sozialen Umfeldes?
Bist du geoutet?
Damit meine ich nicht unbedingt in der Richtung: Ich bin Trans, sondern mehr in Richtung Gefühlswelt, Vorlieben und Wünsche.
Wenn Marcia sich entwickeln möchte braucht sie Freiräume und vor allem Unterstützung seitens Familie und Freunde.
Diesen Weg allein im dunklen Hinterzimmer zu starten wird dich nicht weiter bringen.
Ohne Unterstützung wäre ich heute nicht Lina.
Ich möchte auch nicht mehr zurück. Lina hat mein Leben um so vieles bereichert.
Der Weg dahin ist aber schwer und mit einer langen Selbstfindungsphase verbunden. Diese kann dich sehr belasten und ohne Auffangnetz seitens deines sozialen Umfeldes auch mental negativ beeinflussen.
Du willst Frau sein, dann sehe ich nur einen Weg.. reden. Das können wir doch von Natur aus gut.
-
Marcia V
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 228
- Registriert: Fr 22. Apr 2022, 23:46
- Geschlecht: Wer weiß
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Raum Stuttgart
- Hat sich bedankt: 212 Mal
- Danksagung erhalten: 559 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Hallo Zusammen, danke für eure Antworten und Beistand.
Vieles weiß man im Grunde ja selber und kann sich reflektieren aber dieses sich dann einzugestehen ist schon schwerer. Eine zweite Meinung zählt da oft mehr als die eigene.
Ja Lina - Christine mein "Soziales Umfeld". Ich hab das hier im Forum schon einmal angerissen. Meiner Frau habe ich vor ca. 20 Jahren gebeichtet das ich gerne Frauenkleidung trage und sie hatte Verständnis dafür. Wir sind sogar, zwar nur am Fasching, aber immerhin, zusammen ausgegangen
sie als Mann und ich als Frau. Das war ein riesen Spaß.
Heute nach 25 Ehejahren, zwei Kindern sind wir eher eine Lebensgemeinschaft, streiten nicht mal mehr und lassen uns in Ruhe. Aber wir respektieren uns und sind auch treu (warum auch immer).
Meine Eltern, die auch hier im Haus wohnen (ein Stockwerk höher) noch sonst jemand in der Familie oder Freundeskreis weiß oder ahnt von meinen Sehnsüchten.
In der Regel verkleide ich mich als Mann und steh Ihn dann auch.
Nochmals Danke euch allen
Marcia
Vieles weiß man im Grunde ja selber und kann sich reflektieren aber dieses sich dann einzugestehen ist schon schwerer. Eine zweite Meinung zählt da oft mehr als die eigene.
Ja Lina - Christine mein "Soziales Umfeld". Ich hab das hier im Forum schon einmal angerissen. Meiner Frau habe ich vor ca. 20 Jahren gebeichtet das ich gerne Frauenkleidung trage und sie hatte Verständnis dafür. Wir sind sogar, zwar nur am Fasching, aber immerhin, zusammen ausgegangen
Heute nach 25 Ehejahren, zwei Kindern sind wir eher eine Lebensgemeinschaft, streiten nicht mal mehr und lassen uns in Ruhe. Aber wir respektieren uns und sind auch treu (warum auch immer).
Meine Eltern, die auch hier im Haus wohnen (ein Stockwerk höher) noch sonst jemand in der Familie oder Freundeskreis weiß oder ahnt von meinen Sehnsüchten.
In der Regel verkleide ich mich als Mann und steh Ihn dann auch.
Nochmals Danke euch allen
Marcia
Ich bin gerade wie ich bin, weil ich mich jetzt genau so brauche.
-
Theresa
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 427
- Registriert: So 28. Jul 2013, 14:35
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Münsterland
- Hat sich bedankt: 23 Mal
- Danksagung erhalten: 5 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Hallo Marcia,
ich kann dich gut verstehen.
Ich würde versuchen, einen Psychologen zu finden, mit dem du das alles bereden kannst. Der Vorteil ist, man hat das Gefühl, einen ersten Schritt für sich zu tun.
Alles Andere ist von außen betrachtet, zu schwer einzuschätzen, um Ratschläge zu geben.
Das Problem mit dem Alter kenne ich. Bin auch spät Berufene und denke mir auch manchmal, ob sich der Aufwand noch lohnt. Bin mit 61 Jahren dabei zu versuchen, die Indikation zu bekommen.
ich kann dich gut verstehen.
Ich würde versuchen, einen Psychologen zu finden, mit dem du das alles bereden kannst. Der Vorteil ist, man hat das Gefühl, einen ersten Schritt für sich zu tun.
Alles Andere ist von außen betrachtet, zu schwer einzuschätzen, um Ratschläge zu geben.
Das Problem mit dem Alter kenne ich. Bin auch spät Berufene und denke mir auch manchmal, ob sich der Aufwand noch lohnt. Bin mit 61 Jahren dabei zu versuchen, die Indikation zu bekommen.
-
Lina - Christine
- Beiträge: 22
- Registriert: So 1. Jul 2018, 20:44
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dresden
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Einfach Lina 
Ich stimme zu, dass man so eine Situation von außen viel zu schwer beurteilen kann. Jedoch können wir von unseren Erfahrungen berichten und Perspektiven aufzeigen.
Das versuche ich dann mal kurz:
Gestern habe ich mich mit einem langjährigen Freund und einem meiner besten Freunde einfach zum Reden getroffen. Das Gespräch hat sich sehr schnell in eine tiefgründige Richtung entwickelt und wir haben dann 3 Stunden einfach über unsere Probleme gesprochen. SHG lite
Das würde ich dir auch empfehlen. Es hat so ungemein gut getan und ein tiefes Verständnis für einander gebracht.
Jetzt kann ich natürlich deinen Freundeskreis nicht einschätzen und inwieweit sich da das Weltbild bzgl CD/Trans verhält. Aber vielleicht kennst du ja jemanden, der dem positiv gestimmt ist.
Ich denke dein Fass ist voll und das merkst du gerade auch in Form von aufkommenden Sehnsüchten. Du solltest unbedingt jemanden finden, dem du dich anvertrauen kannst.
Mr. Whiskey wird dein Leid auf jeden Fall nicht lindern.
Und solltest du dir dies im Moment nicht zutrauen, dann biete ich dir auch gern an einfach mal zuzuhören.
Einfach mal Discord anschmeißen und los gehts.
Ich stimme zu, dass man so eine Situation von außen viel zu schwer beurteilen kann. Jedoch können wir von unseren Erfahrungen berichten und Perspektiven aufzeigen.
Das versuche ich dann mal kurz:
Gestern habe ich mich mit einem langjährigen Freund und einem meiner besten Freunde einfach zum Reden getroffen. Das Gespräch hat sich sehr schnell in eine tiefgründige Richtung entwickelt und wir haben dann 3 Stunden einfach über unsere Probleme gesprochen. SHG lite
Das würde ich dir auch empfehlen. Es hat so ungemein gut getan und ein tiefes Verständnis für einander gebracht.
Jetzt kann ich natürlich deinen Freundeskreis nicht einschätzen und inwieweit sich da das Weltbild bzgl CD/Trans verhält. Aber vielleicht kennst du ja jemanden, der dem positiv gestimmt ist.
Ich denke dein Fass ist voll und das merkst du gerade auch in Form von aufkommenden Sehnsüchten. Du solltest unbedingt jemanden finden, dem du dich anvertrauen kannst.
Mr. Whiskey wird dein Leid auf jeden Fall nicht lindern.
Und solltest du dir dies im Moment nicht zutrauen, dann biete ich dir auch gern an einfach mal zuzuhören.
Einfach mal Discord anschmeißen und los gehts.
-
Helga
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1216
- Registriert: Sa 9. Mär 2019, 22:07
- Geschlecht: m, Feiertagsfrau
- Pronomen: fallabhängig
- Wohnort (Name): Norddeutschland
- Hat sich bedankt: 79 Mal
- Danksagung erhalten: 105 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Liebe Marcia,
wie sehr sich Lebensläufe und Gedanken doch gleichen. Was treibt uns mit 50+ nur um so schwermütige Gedanken zu wälzen, die das ganze bisherige Leben in Frage stellen wollen.
Wie soll ein Mensch, der die Wahrheit über sich selbst nicht kennt, zu sich selber ehrlich sein? Wo bekommt er die Wahrheit her, sofern es überhaupt eine gibt? Jedesmal wenn ich den Spruch mit der "Ehrlichkeit zu sich selbst" lese, dann dient dieser als Rechtfertigung für eine HRT. Scheint wohl ein Standard- Spruch von Therapeuten zu sein. Wenn ehrlich, dann bitte auch wirklich ehrlich. Allein die Tatsache, dass ein Y- Chromosom tragender Mensch mit althergebrachten Männlichkeits- Klischees fremdelt, bedeutet noch lange nicht, dass er in Wirklichkeit eine Frau ist. Da gibt es noch einige "Missing Links" in der Beweiskette.
Gegenprobe. Was wäre wenn? Mit Mitte 20 in der ersten eigenen Wohnung hatte ich eine intensive Zeit als Stubentranse. Was wäre wenn ich mich rausgetraut hätte, möglicherweise zu einer Selbsthilfegruppe oder einer Beratungsstelle gegangen wäre? Wenn diese mich davon überzeugt hätten eine Transition (damals noch "Geschlechtsumwandlung") durchzuführen? Ich weiß nicht, ob ich mein technisches, männerdominiertes Studium abgeschlossen hätte. Aber selbst wenn, wahrscheinlich hätte ich die Position, die ich heute innehabe nicht erreicht. (Sorry, das widerspricht jetzt jeder Gendergerechtigkeit, aber zu mir selber muss ich nicht politisch korrekt sein.) Ganz sicher hätte ich meine heutige Frau nicht kennen gelernt, mit Sicherheit aber hätten meine Kinder nie das Licht der Welt erblickt. Wäre ich glücklicher gewesen? Möglicherweise zeitweilig durch die Wirkung der Hormonpräparate. Aber auf Dauer? Ich muss mich keinen Phantastereien hingeben, dass ich einen tollen Mann kennengelernt hätte, dem ich eine Gute Ehefrau geworden wäre, mit dem ich zwei Kinder adoptiert hätte, für die ich ganz in der Mutterrolle aufgegangen wäre. Derartige Wunschträume sind auch für viele Bio- Frauen unerfüllt geblieben. Ich hätte es vermutlich auf dem ohnehin schwierigen Markt der lesbischen Frauen versucht, hätte mich dann vermutlich irgendwann um überhaupt mal menschliche Nähe zu spüren von Typen abschleppen lassen, die sonst keine abbekamen, um dann frustriert alleine zu leben. Soweit ich mich nicht umgebracht hätte und meine Leber 30 Jahre Hormopräparate irgendwie noch weggesteckt hätte.
Auch ohne Schwarzmalerei aber auch ohne rosarote Brille: Mit Transition würde es mir heute definitiv schlechter gehen!
Liebe Marcia, entschuldige Bitte den Exkurs, aber wenn wieder heute mit unserem Schicksal hadern müssen wir immer wieder das "Was wäre wenn" betrachten, um dann häufig festzustellen, dass wir aus mehreren Optionen tatsächlich die bestmögliche Alternative gezogen haben.
Liebe Grüße
Helge
wie sehr sich Lebensläufe und Gedanken doch gleichen. Was treibt uns mit 50+ nur um so schwermütige Gedanken zu wälzen, die das ganze bisherige Leben in Frage stellen wollen.
Diese Frage kann jeder Mensch eigentlich nur für sich selbst beantworten. Die Antwort, die ich für mich selbst darauf gefunden habe lautet: "nein!" Obwohl ich seit Jahren meine weibliche Seite zulasse und sie gelegentlich auch intensiv auslebe, wodurch neue Interessen und Leidenschaften entstehen, sind die alten Interessen und Hobbys trotzdem noch da. Ich schraube noch immer gerne an alten Autos, arbeite immer noch gerne mit Holz, und tausche den ölverschmierten Blaumann (nach einer gründlichen Dusche) gerne gegen ein hübsches Kleid. Frau, Kinder, handwerkliches Interesse, technischer Beruf: Dies alles sind keine Alibis um als "echter Kerl" dazustehen, sondern es sich Teile meines Lebens, Bausteine meiner Persönlichkeit. Die Neigung zur Weiblichkeit ist halt nicht meine Persönlichkeit sondern lediglich eine Facette meiner Persönlichkeit, die leider viel zu lange unterdrückt war. Seitdem ich diese Facette akzeptiert habe und neben allem anderen zulasse, fühlt sich alles sehr viel runder und vollständiger an. Wenn ich ein Fazit meines bisherigen Lebens ziehen sollte: Es hat zwar den einen oder anderen Fehler gegeben, im Großen und Ganzen ist aber alle gut so wie es ist, und wird nur noch besser. Das spührt übrigens auch meine Frau, die anfänglich hin- und hergerissen war und sich sich mit dieser Facette nicht so recht anfreunden konnte.Marcia V hat geschrieben: Sa 7. Mai 2022, 01:35 ich bin ich im Herbst meines Lebens und frage mich ob alles, meine Frau, meine geliebten Söhne nur ein Alibi, eine Aufrechterhaltung des Statements ist?
Liebe Laila,Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 7. Mai 2022, 10:25 Was ist dir wichtiger. Die Ehrlichkeit zu dir selbst oder die Meinung der Gesellschaft?
Wie soll ein Mensch, der die Wahrheit über sich selbst nicht kennt, zu sich selber ehrlich sein? Wo bekommt er die Wahrheit her, sofern es überhaupt eine gibt? Jedesmal wenn ich den Spruch mit der "Ehrlichkeit zu sich selbst" lese, dann dient dieser als Rechtfertigung für eine HRT. Scheint wohl ein Standard- Spruch von Therapeuten zu sein. Wenn ehrlich, dann bitte auch wirklich ehrlich. Allein die Tatsache, dass ein Y- Chromosom tragender Mensch mit althergebrachten Männlichkeits- Klischees fremdelt, bedeutet noch lange nicht, dass er in Wirklichkeit eine Frau ist. Da gibt es noch einige "Missing Links" in der Beweiskette.
Gegenprobe. Was wäre wenn? Mit Mitte 20 in der ersten eigenen Wohnung hatte ich eine intensive Zeit als Stubentranse. Was wäre wenn ich mich rausgetraut hätte, möglicherweise zu einer Selbsthilfegruppe oder einer Beratungsstelle gegangen wäre? Wenn diese mich davon überzeugt hätten eine Transition (damals noch "Geschlechtsumwandlung") durchzuführen? Ich weiß nicht, ob ich mein technisches, männerdominiertes Studium abgeschlossen hätte. Aber selbst wenn, wahrscheinlich hätte ich die Position, die ich heute innehabe nicht erreicht. (Sorry, das widerspricht jetzt jeder Gendergerechtigkeit, aber zu mir selber muss ich nicht politisch korrekt sein.) Ganz sicher hätte ich meine heutige Frau nicht kennen gelernt, mit Sicherheit aber hätten meine Kinder nie das Licht der Welt erblickt. Wäre ich glücklicher gewesen? Möglicherweise zeitweilig durch die Wirkung der Hormonpräparate. Aber auf Dauer? Ich muss mich keinen Phantastereien hingeben, dass ich einen tollen Mann kennengelernt hätte, dem ich eine Gute Ehefrau geworden wäre, mit dem ich zwei Kinder adoptiert hätte, für die ich ganz in der Mutterrolle aufgegangen wäre. Derartige Wunschträume sind auch für viele Bio- Frauen unerfüllt geblieben. Ich hätte es vermutlich auf dem ohnehin schwierigen Markt der lesbischen Frauen versucht, hätte mich dann vermutlich irgendwann um überhaupt mal menschliche Nähe zu spüren von Typen abschleppen lassen, die sonst keine abbekamen, um dann frustriert alleine zu leben. Soweit ich mich nicht umgebracht hätte und meine Leber 30 Jahre Hormopräparate irgendwie noch weggesteckt hätte.
Auch ohne Schwarzmalerei aber auch ohne rosarote Brille: Mit Transition würde es mir heute definitiv schlechter gehen!
Liebe Marcia, entschuldige Bitte den Exkurs, aber wenn wieder heute mit unserem Schicksal hadern müssen wir immer wieder das "Was wäre wenn" betrachten, um dann häufig festzustellen, dass wir aus mehreren Optionen tatsächlich die bestmögliche Alternative gezogen haben.
Liebe Grüße
Helge
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
-
Dali
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 209
- Registriert: Sa 21. Aug 2021, 16:47
- Geschlecht: Je nachdem
- Pronomen: Er
- Wohnort (Name): Schweden
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Das hört sich für mich ein Stück weit nach Resignation an und das du eigentlich auf 2 Baustellen kämpfst. Die eingefahrene Beziehung und der Drang zu Marcia.Marcia V hat geschrieben: So 8. Mai 2022, 21:26 Heute nach 25 Ehejahren, zwei Kindern sind wir eher eine Lebensgemeinschaft, streiten nicht mal mehr und lassen uns in Ruhe.
Soweit war ich auch schon, da wir auch schon seit über 25 Jahren verheiratet sind, vielleicht kommt das einfach nach so einer langen Zeit, wenn man nicht aufpasst.
Das muss aber nicht so bleiben, es ist ja auch nicht besonders toll. Vor allem, weil deine Frau ja scheinbar Verständnis für deine Neigung hat. Und das ist schon viel wert. Hier hilft nur reden, reden, reden. Bei uns hat es ja zumindest funktioniert.
Der Punkt ist, zumindest in deinem Familiären Umfeld könntest du doch schon mal Marcia einbeziehen, sofern das mit deinen Kindern zu handeln ist.
Und was spricht gegen das Reisen? Hast du mit deiner Frau schon mal über dieses Thema gesprochen? Ein Mädelswochenende in einer interessanten Stadt zum Beispiel?
Ich drücke euch die Daumen.
LG
Dali
-
tina75
- Beiträge: 42
- Registriert: Mo 18. Apr 2022, 03:46
- Pronomen: beides er/sie
- Wohnort (Name): Dortmund
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 3 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
hallo Marcia,
irgendwie und irgendwo entdecke ich in so vielen Beträgen erschreckende Paralellen zu meinem eigenen Leben.
Ich verstehe dich nur zugut, dieses Gefühl eher in einer halbwegs funktionierenden WG zu leben, deine Rolle zu spielen und den Schein zu wahren. Im Grunde geht's mir auch so- ging's mir auch so. Meine Frau wusste von meiner Neigung, meinen Wunsch Frauenkleider zu tragen, richtig wirklich ausgelebt habe ich das nie. Den Freiraum hätte ich gehabt, im Gegensatz zu vielen anderen echt viel.
Mich hat, denke ich heute, mein Schamgefühl abgehalten. Und dieses unterschwellige "ich enttäusche sie damit".
Dieses Schulterzucken, Desinteresse, dieses "mach doch- mir doch egal" hat mich wahrscheinlich mehr verletzt als ein klares Nein. Nichts kränkt mehr als das Dessinteresse am eigenen Partner.
Ich habe lange gebraucht um erstmal alle Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse für mich selbst zu sortieren. Das erste Wort, der erste Schritt hin zu einer offenen, ungebremsten Kommunikation mit meiner wirkte wie ein Befreiungsschlag.
Ich befinde mich immernoch am Anfang, Tina gibts immernoch "nur" hier- aber wir reden viel, sie fragt jetzt mehr, ich frage mehr... und nicht nur über mich. Wieviel Tina wir in unserer Ehe vertragen, wieviel wir der Familie zutrauen oder Freunden oder der Welt müssen wir sehen.
Fass dir ein Herz, mach den Schritt auf deine Frau zu- nimm sie in den Arm und sag, das du sie brauchst- und Marcia auch.
viele schöne Momente wünscht dir Tina
irgendwie und irgendwo entdecke ich in so vielen Beträgen erschreckende Paralellen zu meinem eigenen Leben.
Ich verstehe dich nur zugut, dieses Gefühl eher in einer halbwegs funktionierenden WG zu leben, deine Rolle zu spielen und den Schein zu wahren. Im Grunde geht's mir auch so- ging's mir auch so. Meine Frau wusste von meiner Neigung, meinen Wunsch Frauenkleider zu tragen, richtig wirklich ausgelebt habe ich das nie. Den Freiraum hätte ich gehabt, im Gegensatz zu vielen anderen echt viel.
Mich hat, denke ich heute, mein Schamgefühl abgehalten. Und dieses unterschwellige "ich enttäusche sie damit".
Dieses Schulterzucken, Desinteresse, dieses "mach doch- mir doch egal" hat mich wahrscheinlich mehr verletzt als ein klares Nein. Nichts kränkt mehr als das Dessinteresse am eigenen Partner.
Ich habe lange gebraucht um erstmal alle Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse für mich selbst zu sortieren. Das erste Wort, der erste Schritt hin zu einer offenen, ungebremsten Kommunikation mit meiner wirkte wie ein Befreiungsschlag.
Ich befinde mich immernoch am Anfang, Tina gibts immernoch "nur" hier- aber wir reden viel, sie fragt jetzt mehr, ich frage mehr... und nicht nur über mich. Wieviel Tina wir in unserer Ehe vertragen, wieviel wir der Familie zutrauen oder Freunden oder der Welt müssen wir sehen.
Fass dir ein Herz, mach den Schritt auf deine Frau zu- nimm sie in den Arm und sag, das du sie brauchst- und Marcia auch.
viele schöne Momente wünscht dir Tina
würde, wäre, wenn- einen Schritt nach dem anderen...🍀
-
Lorelai74
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 746
- Registriert: So 7. Jan 2018, 21:14
- Geschlecht: Abgeschafft
- Pronomen: Xier
- Wohnort (Name): Raum Leonberg -Stgt
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Hallo Marcia,Marcia V hat geschrieben: Sa 7. Mai 2022, 01:35 Vielleicht brauche ich doch jemanden der mir seine Meinung sagt.
Will aber Marcia Freiraum geben, empfinden, leben - kein verstecken.
Verstehst Ihr das? Ich bin so wenig weiblich - erotisch oder anders ausgedrückt....Frau.
Ich will mich nicht lächerlich machen, verstecken warum ist das alles so schwer?
eure Marcia
Ich hab mir nochmal dein Profilbild angesehen.
Mein Eindruck war ich sehr eine Frau.
Ich kann den Eindruck dass sie wenig weiblich war nicht teilen.
Woher kommt der Eindruck?
Du sagst du bist wenig erotisch. Wann ist eine Frau erotisch? Was macht dass aus für dich? Warum wäre es dir wichtig das zu sein?
Es ist so schwer wie du es dir machst.
Nicht "Lächerlich" machen - woher kommt der Satz in dir?
Warum denkst du dass du dich lächerlich machen würdest?
Letztlich können wir nie ganz beeinflussen was die anderen Menschen über uns denken.
Vielleicht wäre es ja auch ganz anders.
Gut wäre es wenn du dich in einem sicheren Raum, also z.B einem Stammtisch, mal raustraust und fühlst wie es ist den Teil in dir zu leben.
Hab es gut und alles gute auf deinem Weg.
VLG
Lori
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
-
Laila-Sarah
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3296
- Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
- Geschlecht: TG
- Pronomen: kontextuell bitte
- Hat sich bedankt: 12 Mal
- Danksagung erhalten: 40 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Einfach sein...
Liebe Helga,Helga hat geschrieben: Mo 9. Mai 2022, 22:49Liebe Laila,Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 7. Mai 2022, 10:25 Was ist dir wichtiger. Die Ehrlichkeit zu dir selbst oder die Meinung der Gesellschaft?
Wie soll ein Mensch, der die Wahrheit über sich selbst nicht kennt, zu sich selber ehrlich sein? Wo bekommt er die Wahrheit her, sofern es überhaupt eine gibt? Jedesmal wenn ich den Spruch mit der "Ehrlichkeit zu sich selbst" lese, dann dient dieser als Rechtfertigung für eine HRT.
Vorweg: Ich wollte dich nicht triggern.
Aber für mich ist die ganze Sache nicht so verwirrend und es geht auch nicht um die Gewissheit sich gut und endgültig zu kennen es ist auch kein allgemeiner Appel an alle CDs eine HRT zu machen. Die HRT Sache hast du jetzt selbst beigetragen.
Wenn ein Mensch schreibt:
Ich würde gerne so und so sein/leben aber kann es nicht wegen dem wie ich jetzt bin und die Gesellschaft mich sieht oder gerne hätte etc.
Bezogen auf diese eine Aussage. Ist dann für mich klar was da fehlt und gewünscht wird und warum es zurückgehalten wird. Und in diesem Kontext heißt die Lösung auch nicht unbedingt eine HRT zu machen sondern glücklicher zu werden.
Die 'Lösung" gibt es eigentlich nicht aber man kann halt zu seinen Wünschen oder Sehnsüchten oder vielleicht sogar seinen Wesen stehen oder genau so weiter machen wie bis jetzt. Oder irgend etwas dazwischen.
Es gibt also das Ich und das über Ich und wie man sich zwischen denen positioniert.
Kleiner Tipp: irgend wann gibt das über Ich nach bzw. definiert dich anders und akzeptiert dich so. Als nicht binär, als Transfrau, fetischistischer Transvestit jenachdem was du sein möchtest oder auch bist.
LG
The trick is to keep breathing
I have big dreams and a small world in between
I have big dreams and a small world in between