Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
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Anne-Mette
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Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Moin,
eine Kolumne
Warum sich ein Mensch, der sich die Macht, gehört zu werden, lange erarbeitet hat, sie dazu nutzt, gegen eine Repressalien ausgesetzte Minderheit zu polemisieren, ist unserer Kolumnistin ein Rätsel.
https://www.spiegel.de/kultur/alice-sch ... bbc9a27b5a
Aus dem Text:
denn argumentativ ist das Buch so schnell an die Wand zu klatschen, dass man keinen Shitstorm benötigen würde.
eine Kolumne
Warum sich ein Mensch, der sich die Macht, gehört zu werden, lange erarbeitet hat, sie dazu nutzt, gegen eine Repressalien ausgesetzte Minderheit zu polemisieren, ist unserer Kolumnistin ein Rätsel.
https://www.spiegel.de/kultur/alice-sch ... bbc9a27b5a
Aus dem Text:
denn argumentativ ist das Buch so schnell an die Wand zu klatschen, dass man keinen Shitstorm benötigen würde.
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Blossom
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Deutlicher Kommentar und voll auf den Punkt.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Jasmine
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Liebes Blümchen, das hast du gut ausgedrückt. Ich wollte gerade etwas ähnliches schreiben aber du warst schneller.
Allerdings möchte ich noch hinzufügen das solche Menschen wie Frau Schwarzer mit ihren Möglichkeiten die Gesellschaft spalten. Auch wenn sie nicht zur Gewalt aufruft, so sehe ich ihre Stimmungsmache als gefährlich an.
Liebe Grüße Jasmine
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Lavendellöwin
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Hmm..
ihr könnt ja sagen, was ist mit dir los, aber ich lese
das Buch gerade, vorher habe ich von Till Randolf Amelung,
ein trans Mann, "Transaktivismus gegen Radikalfeminismus"
gelesen...
ich schaue mir das selber an und bilde mir meine Meinung selbst.
Dafür brauche keine Kolumnen von keine Ahnung wem.
Und ich zerreisse auch nichts was ich mir nicht selbst wirklich
angeschaut habe..
Alles Liebe Marie
ihr könnt ja sagen, was ist mit dir los, aber ich lese
das Buch gerade, vorher habe ich von Till Randolf Amelung,
ein trans Mann, "Transaktivismus gegen Radikalfeminismus"
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Blossom
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Das sehe ich etwas differenzierter, da sich Frau Schwarzer immer mehr zur Lachnummer macht ... auch hat man der vorbestraften Frau Saubermann noch längst nicht ihre massive Steuerhinterziehung verziehen ... ihre Moral hat sie damit klar zum Ausdruck gebracht ... Letztlich wird sie sich einer sich verändernden Gesellschaft stellen müssen - ob es ihr nun passt oder nicht.Jasmine hat geschrieben: Sa 9. Apr 2022, 16:52 das solche Menschen wie Frau Schwarzer mit ihren Möglichkeiten die Gesellschaft spalten.
Ich räume aber ein, dass Menschen die Machtpositionen nutzen (von denen sie vielleicht glauben, sie noch zu haben) durchaus den Versuch einer Spaltung versuchen, um ihre eigene Stellung wieder zu verbessern ... Es ist klar, dass eine solche Person - selbst wenn sie in Wort oder Schrift nicht unmittelbar zur Gewalt aufruft - auch immer Personen erreicht, die dazu bereit sind. Ja, insoweit ist Stimmungsmache gefährlich ... Für mich persönlich ist ihre Stimmungsmache ein solcher Aufruf - und allein deshalb schon verabscheuungswürdig.
Sie ist 79 Jahre alt, Jasmine ... da können wir uns vielleicht auch gnädig zeigen, oder? Vermutlich erledigt sich das Problem "Schwarzer" bis spätestens 2030 auf biologische Weise von allein.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
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Lavendellöwin
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
hmmm...ja sicher wird sie irgendwann nicht mehr da sein..aber dann ist es Chantal LuisBlossom hat geschrieben: Sa 9. Apr 2022, 17:07 Sie ist 79 Jahre alt, Jasmine ... da können wir uns vielleicht auch gnädig zeigen, oder? Vermutlich erledigt sich das Problem "Schwarzer" bis spätestens 2030 auf biologische Weise von allein.
die sie beerbt und die grade mal 53 ist.
Nein, das "Problem" erledigt sich nicht einfach...es wird radikaler werden und es ist
jetzt schon zu spüren.
Wenn es keine Verständigung mehr gibt, ist alles nur schlechter als es jemals war.
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Liebes Blümchen, danke das habe ich noch nicht gewußt oder wieder vergessen.
https://taz.de/Alice-Schwarzer-und-die-Steuer/!5049061/
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... 02263.html
https://www.ecowoman.de/alice-schwarzer ... zeige-2960
Zitat: Schwarzer selbst legitimiert ihr Handeln, in dem sie sagt, dass sie das Konto nie angerührt (schön gespart"¦) und es nur für den "Notfall" geführt hätte, da sie eine Zeitlang Angst hatte ins Ausland gehen zu müssen, da die "Hatz" gegen sie so groß war.
Liebe Grüße Jasmine
https://taz.de/Alice-Schwarzer-und-die-Steuer/!5049061/
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... 02263.html
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Zitat: Schwarzer selbst legitimiert ihr Handeln, in dem sie sagt, dass sie das Konto nie angerührt (schön gespart"¦) und es nur für den "Notfall" geführt hätte, da sie eine Zeitlang Angst hatte ins Ausland gehen zu müssen, da die "Hatz" gegen sie so groß war.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Das wird wohl so sein ... aber mal ehrlich: Würden nicht auch wir ihr oder dieser Chantal laufend eine Plattform bieten, sie schlichtweg mal alle ignorieren, würde das auch was bringen. Denn genau das, wäre ja nicht in ihrem Sinne.EmmiMarie hat geschrieben: Sa 9. Apr 2022, 17:12 hmmm...ja sicher wird sie irgendwann nicht mehr da sein..aber dann ist es Chantal Luis
Letztlich ist mir völlig egal, wie weit diese beiden Frauen ihr Maul aufreißen. Ich lebe mein Leben, bin happy und gut ist, und als SPD-Mitglied arbeite ich zumindest lokal für unsere Interessen. Das Selbstbestimmungsrecht wird kommen - da kann sie über trans, divers, etc. wettern wie und verbreiten was sie will. Ihre Meinung ist letztlich nicht ausschlaggebend, und schon gar nicht der breiten Gesellschaft - zumindest nicht von der, mit der ich zu tun habe.
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Billie Jean King (*1943)
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Anne-Mette
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Können wir bitte beim Thema bleiben?
Die Verknüpfung der "Altlasten" mit den aktuellen Entwicklungen finde ich falsch, auch wenn ich ihr damaliges Verhalten nicht beschönigen möchte.
Es wäre besser, eine Auseinandersetzung im aktuell hochkochenden Thema zu belassen, denke ich.
Einige Menschen haben den Schwenk von einer "leidensbegründeten Transsexualität" zu einer freien Entscheidung über das eigene Geschlecht nicht ganz nachvollziehen können,
verstehen sicherlich auch nicht, wie aus einer Abschaffung des "Transsexuellengesetzes" ein "Selbstbestimmungsgesetz für Alle" - ohne zu benennenden Grund für eine Änderung des Namens und des Geschlechtsstandes - werden kann.
Sie empfinden eine "Bedrohungslage" durch eine vermutete Vielzahl von Menschen, die in gesellschaftliche Räume "eindringen" könnten, von denen sie die Meinung haben, sie würden diesen Menschen nicht zustehen.
Allerdings beziehen sie transsexuelle Menschen, die aus ihrer Transsexualität begründete Änderungswünsche bezüglich ihres Geschlechtseintrages haben, in vielen Fällen ein.
Die Verknüpfung der "Altlasten" mit den aktuellen Entwicklungen finde ich falsch, auch wenn ich ihr damaliges Verhalten nicht beschönigen möchte.
Es wäre besser, eine Auseinandersetzung im aktuell hochkochenden Thema zu belassen, denke ich.
Einige Menschen haben den Schwenk von einer "leidensbegründeten Transsexualität" zu einer freien Entscheidung über das eigene Geschlecht nicht ganz nachvollziehen können,
verstehen sicherlich auch nicht, wie aus einer Abschaffung des "Transsexuellengesetzes" ein "Selbstbestimmungsgesetz für Alle" - ohne zu benennenden Grund für eine Änderung des Namens und des Geschlechtsstandes - werden kann.
Sie empfinden eine "Bedrohungslage" durch eine vermutete Vielzahl von Menschen, die in gesellschaftliche Räume "eindringen" könnten, von denen sie die Meinung haben, sie würden diesen Menschen nicht zustehen.
Allerdings beziehen sie transsexuelle Menschen, die aus ihrer Transsexualität begründete Änderungswünsche bezüglich ihres Geschlechtseintrages haben, in vielen Fällen ein.
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Blossom
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Stimmt.Anne-Mette hat geschrieben: Sa 9. Apr 2022, 17:42 Es wäre besser, eine Auseinandersetzung im aktuell hochkochenden Thema zu belassen, denke ich.
Mir gings auch nicht um die "Altlast", sondern wurde von mir als Hinweis auf ihre Moral und Wertvorstellung genutzt.
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Michi
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Hallo Marie,EmmiMarie hat geschrieben: Sa 9. Apr 2022, 17:00 ich schaue mir das selber an und bilde mir meine Meinung selbst.
ich stimme dir prinzipiell zu.
Allerdings sehe ich nicht ein, dass ich die Schwarzer durch Kauf ihres Buches alimentieren soll, wo sie doch schon vorab ausgiebig ihre überheblich-verächtliche Einstellung zu Menschen mit Transidentität höchst selbst auf abschreckende Weise zur Schau gestellt hat.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Hi Michi,MichiWell hat geschrieben: Sa 9. Apr 2022, 19:50 Allerdings sehe ich nicht ein, dass ich die Schwarzer durch Kauf ihres Buches alimentieren soll, wo sie doch schon vorab ausgiebig ihre überheblich-verächtliche Einstellung zu Menschen mit Transidentität höchst selbst auf abschreckende Weise zur Schau gestellt hat.
du musst niemand alimentieren.
Wir können ja eine Art Bücherzirkel machen-wenn ich damit fertig bin, mir Gedanken gemacht
und nochmal nachgelesen habe, packe ich das Buch gerne in ein Päckchen und schicke es dir.
Oder sonst einer Person, die sich vorurteilsfrei informieren möchte..
ich muss einfach nochmal an der Stelle sagen, das ich es für falsch halte auf egal welche
Person verbal einzuschlagen, wenn man nicht selbst gelesen hat.
Meine Eltern haben mich frei erzogen, mit dem Gedanken im Hintergrund das alles erst mal sein darf.
Einfach nur Meinungen übernehmen gibt es in meinem Ethikprogramm in der Form, eher selten...
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Marielle
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Hallo zusammen,
vorab: Dieser Beitrag ist keine Kritik an Anne-Mettes Beitrag. Es ist nichtmal eine direkte Reaktion darauf. Ich nehme das folgende Zitat nur als Aufhänger für meinen Beitrag, weil es mir dafür passend erscheint.
Die Krux mit dem 'zu benennenden Grund' ist nach wie vor, dass niemand in der Lage ist, einen Grund, d.h. eine Diagnose (genetisch, hormonell, neurologisch, spirituell....), zu liefern, die eine Transgeschlechtlichkeit oder -identität nachvollziehbar und 'prüffähig' machen würde. Es handelt sich um Aussagen über individuelle Gewissheiten, für die es bis dato jedoch keine Belegbarkeit gibt.
Auf diesem Verständnis beruht die Idee des Selbstbestimmungsgesetzes. Nach diesem Verständnis muss es auch zwingend für Alle gestaltet werden; eben weil es an einer Diagnose zur Bestimmung einer spezifischen 'Betroffenengruppe' fehlt.
Gott oder sonstwem sei dank, ist es in den letzten Jahren gelungen, die körperliche Anpassungsbereitschaft, die als Pseudo-Diagnose sowohl von einigen Betroffenen angeboten, als auch von Anderen gefordert wurde, weitestgehend aus der Diskussion zu bringen. Diese 'Diagnose' widerspricht nämlich nicht nur den Feststellungen des BVerfG hinsichtlich der grundgesetzlichen Anforderungen an den rechtlichen Umgang mit Betroffenen, sondern auch der Erfahrung, dass es betroffene Personen gibt, die ihre Selbstbeschreibung (Identität?) nicht an binären körperlichen Eigenschaften festmachen, jedoch trotzdem zum Spektrum der Transgeschlechtlichkeit gehören. Gender? Sex? Gehirn? Gonaden? Nichts genaues weiss man eben nicht.
In einer wesentlichen Hinsicht ist das Thema 'Geschlechtlichkeit / Transgeschlechtlichkeit' damit dem Glauben im religiösen Sinn sehr ähnlich. Niemand hat 'Beweise'; nicht dafür und nicht dagegen. Aber es gibt klare Aussagen über individuelle Gewissheiten; bei Gläubigen und Atheist_innen genauso wie bei 'uns' und 'den anderen'.
Frau Schwarzer handelt und spricht wie eine, die die Existenz Gottes beweisen oder widerlegen kann (natürlich ohne es wirklich zu können). Sie versucht, ihre individuelle Gewissheit zur überindivuellen Norm zu erklären und ist damit um keinen Deut besser, als gläubige oder atheistische Fundamentalist_innen. Nur: Diskussionen mit Fundamentalist_innen sind vergebene Liebesmüh, vertane Zeit. Sie führen zu nichts Konstruktivem.
Wir sollten mit denen reden, die verstehen, warum wir hierzulande die Freiheit der Religionsausübung und auch die Freiheit, von Religion frei zu sein, haben; eben weil niemand dieses oder jenes beweisen kann. Von diesen Menschen gibt es reichlich und einige von denen haben Bedenken, über die man mit ihnen respektvoll reden muss und reden kann. Die anderen, die Fundis, sollten wir eher ertragen und sie ihren Allwissenheitsfantasien überlassen.
Habt es gut
Marielle
vorab: Dieser Beitrag ist keine Kritik an Anne-Mettes Beitrag. Es ist nichtmal eine direkte Reaktion darauf. Ich nehme das folgende Zitat nur als Aufhänger für meinen Beitrag, weil es mir dafür passend erscheint.
Einige Menschen haben den Schwenk von einer "leidensbegründeten Transsexualität" zu einer freien Entscheidung über das eigene Geschlecht nicht ganz nachvollziehen können,
verstehen sicherlich auch nicht, wie aus einer Abschaffung des "Transsexuellengesetzes" ein "Selbstbestimmungsgesetz für Alle" - ohne zu benennenden Grund für eine Änderung des Namens und des Geschlechtsstandes - werden kann.
Die Krux mit dem 'zu benennenden Grund' ist nach wie vor, dass niemand in der Lage ist, einen Grund, d.h. eine Diagnose (genetisch, hormonell, neurologisch, spirituell....), zu liefern, die eine Transgeschlechtlichkeit oder -identität nachvollziehbar und 'prüffähig' machen würde. Es handelt sich um Aussagen über individuelle Gewissheiten, für die es bis dato jedoch keine Belegbarkeit gibt.
Auf diesem Verständnis beruht die Idee des Selbstbestimmungsgesetzes. Nach diesem Verständnis muss es auch zwingend für Alle gestaltet werden; eben weil es an einer Diagnose zur Bestimmung einer spezifischen 'Betroffenengruppe' fehlt.
Gott oder sonstwem sei dank, ist es in den letzten Jahren gelungen, die körperliche Anpassungsbereitschaft, die als Pseudo-Diagnose sowohl von einigen Betroffenen angeboten, als auch von Anderen gefordert wurde, weitestgehend aus der Diskussion zu bringen. Diese 'Diagnose' widerspricht nämlich nicht nur den Feststellungen des BVerfG hinsichtlich der grundgesetzlichen Anforderungen an den rechtlichen Umgang mit Betroffenen, sondern auch der Erfahrung, dass es betroffene Personen gibt, die ihre Selbstbeschreibung (Identität?) nicht an binären körperlichen Eigenschaften festmachen, jedoch trotzdem zum Spektrum der Transgeschlechtlichkeit gehören. Gender? Sex? Gehirn? Gonaden? Nichts genaues weiss man eben nicht.
In einer wesentlichen Hinsicht ist das Thema 'Geschlechtlichkeit / Transgeschlechtlichkeit' damit dem Glauben im religiösen Sinn sehr ähnlich. Niemand hat 'Beweise'; nicht dafür und nicht dagegen. Aber es gibt klare Aussagen über individuelle Gewissheiten; bei Gläubigen und Atheist_innen genauso wie bei 'uns' und 'den anderen'.
Frau Schwarzer handelt und spricht wie eine, die die Existenz Gottes beweisen oder widerlegen kann (natürlich ohne es wirklich zu können). Sie versucht, ihre individuelle Gewissheit zur überindivuellen Norm zu erklären und ist damit um keinen Deut besser, als gläubige oder atheistische Fundamentalist_innen. Nur: Diskussionen mit Fundamentalist_innen sind vergebene Liebesmüh, vertane Zeit. Sie führen zu nichts Konstruktivem.
Wir sollten mit denen reden, die verstehen, warum wir hierzulande die Freiheit der Religionsausübung und auch die Freiheit, von Religion frei zu sein, haben; eben weil niemand dieses oder jenes beweisen kann. Von diesen Menschen gibt es reichlich und einige von denen haben Bedenken, über die man mit ihnen respektvoll reden muss und reden kann. Die anderen, die Fundis, sollten wir eher ertragen und sie ihren Allwissenheitsfantasien überlassen.
Habt es gut
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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NikolaAusR
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Oder die Interessierte*n sehen sich das im Spiegel verlinkte 36-min-Video des SRF an.
Da gibt es m. E. ausreichend O-Ton.
https://www.srf.ch/play/tv/gredig-direk ... c6a51c6d7e
Wer trans* sagt muss auch cis sagen
Klar definier ich mich binär :-)
01000110 % weiblich
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Svetlana L
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Re: Spiegel: Alice Schwarzer über Transsexualität. Die große Kränkung
Nur am Rande, weil es hier ja bereits erwähnt wurde. Zu Amelungs Buch gibt es auf queer.de einen kritischen Kommentar: Ausgerechnet der Querverlag biedert sich bei den TERFs an
Beim Schwarzer-Buch war (und bin) ich hin- und hergerissen. ob ich ihr das Geld in den Rachen schmeißen soll. Bei dem Buch soll es sich ja um eine "Streitschrift" handeln. Das bedeutet für mich, dass beide Seiten zu Wort kommen und Argumente ausgetauscht werden. Das allerdings kann ich mir bei Alice Schwarzer so gar nicht vorstellen. Auch in der aktuellen (oder der letzten) Emma gab es zahlreiche (vermutlich nicht positive) Beiträge zu trans-Themen, aber auch da war mir das Geld zu schade.
Beim Schwarzer-Buch war (und bin) ich hin- und hergerissen. ob ich ihr das Geld in den Rachen schmeißen soll. Bei dem Buch soll es sich ja um eine "Streitschrift" handeln. Das bedeutet für mich, dass beide Seiten zu Wort kommen und Argumente ausgetauscht werden. Das allerdings kann ich mir bei Alice Schwarzer so gar nicht vorstellen. Auch in der aktuellen (oder der letzten) Emma gab es zahlreiche (vermutlich nicht positive) Beiträge zu trans-Themen, aber auch da war mir das Geld zu schade.
Hawadehre
Svetlana
As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
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