FFF
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Blossom
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Re: FFF
Hatte ich bereits im Radio gehört. Unverständlich und für mich nicht nachvollziehbar - insbesondere im historischen Kontext. Richtig krass ist aber:
In einer Chat-Nachricht an Maltzahn hatte die Gruppe der Musikerin die Absage mitgeteilt, gleichzeitig aber gesagt, dass ihr Auftritt möglich sei, wenn sie sich bis Freitag ihre Dreadlocks abschneide.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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heike65
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Re: FFF
Ja ist so wie: Transsexuelle Frauen dürfen sich die Augenbrauen nicht zupfen lassen oder müssen sich ihre Titten wegoperieren lassen, oder Transmänner dürfen keinen Bartwuchs haben, so etwas ist ja Cis Personen vorbehalten, zumindest wenn sie FFF konform sein wollen
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Maximiliana
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Re: FFF
Hm....F...sechster Buchstabe im Alphabet...FFF...(666)
Ob es da einen Zusammenhang gibt ^^
.
Liebe Grüße
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Wo die Angst ist, da geht es lang .
(Günter Ammon )
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Tina-K.
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Re: FFF
.
Soll wohl was mit Hexen zu tuen haben...??
Ich als Hexe kann dazu nur sagen, da besteht kein Zusammenhang.
Ansonsten sollte man Fridays for future nicht diskriminieren...mM
Und wenn Du schon FFF in Zahlen umwandelst, dann hexadezimal.... 4095
......

Soll wohl was mit Hexen zu tuen haben...??
Ich als Hexe kann dazu nur sagen, da besteht kein Zusammenhang.
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Re: FFF
Angesichts solchen Verhaltens kann man über sie doch nur lachen ... Kein Mensch, der halbwegs bei Verstand ist, hängt sich an einer Frisur auf, wo es doch wohl um Größeres gehen sollte. Ganz abgesehen davon, dass es nicht deren erster Fauxpax ist ... schmunzelTina-K. hat geschrieben: Fr 25. Mär 2022, 22:39 Ansonsten sollte man Fridays for future nicht diskriminieren...mM
Hier mal was aus 2019:
https://www.rnd.de/politik/satire-frida ... ZRKSI.htmlIn einem Tweet schrieb Fridays for Future Germany:
"Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei."
Noch menschenverachtender geht's ja wohl kaum.
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Nora_7
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Re: FFF
Schon länger sehe ich bei den "spätpubertären Luxusgirlies" einen sehr deutlichen Hang zu Methoden des Faschismus unter dem Ökolabel. Meinungsavielfalt ist verpönt, alle unterwerfen sich der Devise "1 Problem = 1 (einfache) Lösung" unter Ausschluß jeglicher Konsequenzen für die vielfältig Betroffenen, also für alle.
Bei den Demos werden auch verschiedene Themen wild vermischt. Bei uns war gestern auch Demo, ein Mann wurde interviewt und ist auch strikt gegen die 100 Mrd für Verteidigung, das Geld müßte in Bildung investiert werden. Für mich grenzenlos naiv. Leider wird nie nachgehakt, weil der Journalist wohl an der Verteidigung unser sehr freien Gesellschaft auch nicht interessiert ist. Und das gilt für mich auch gegenüber absolutistischen, rechthaberischen Ansätzen wie bei FFF. Da braucht man derzeit kein Militär, sondern harte Argumente, die die Widersprüche klar aufzeigen.
Gebrüllt haben sie "Kohlekraftwerke SOFORT abschalten". Nett, aber idiotisch, wenn man ggf. ganz rasch auch kein Gas hat. Haushalte haben Vorrang vor Industrie. Also Kurzarbeit, Entlassungen, Produktionsausfall.... Bei uns ist Flaute, Windräder stehen erwartungsgemäß still (wie letzten Sommer auch), Solarförderung für Endverbraucher war bisher nicht wirklich sooooo attraktiv (lächerliche Einspeisevergütung). Wird sich ändern, dafür sind jetzt Rohstoffe und Chips für die Anlagen knapp. Die Welt ist nicht so einfach wie manche Hirne gestrickt sind.
Shitstorm aus bekannten Richtungen erwartet.
Nora_7
Bei den Demos werden auch verschiedene Themen wild vermischt. Bei uns war gestern auch Demo, ein Mann wurde interviewt und ist auch strikt gegen die 100 Mrd für Verteidigung, das Geld müßte in Bildung investiert werden. Für mich grenzenlos naiv. Leider wird nie nachgehakt, weil der Journalist wohl an der Verteidigung unser sehr freien Gesellschaft auch nicht interessiert ist. Und das gilt für mich auch gegenüber absolutistischen, rechthaberischen Ansätzen wie bei FFF. Da braucht man derzeit kein Militär, sondern harte Argumente, die die Widersprüche klar aufzeigen.
Gebrüllt haben sie "Kohlekraftwerke SOFORT abschalten". Nett, aber idiotisch, wenn man ggf. ganz rasch auch kein Gas hat. Haushalte haben Vorrang vor Industrie. Also Kurzarbeit, Entlassungen, Produktionsausfall.... Bei uns ist Flaute, Windräder stehen erwartungsgemäß still (wie letzten Sommer auch), Solarförderung für Endverbraucher war bisher nicht wirklich sooooo attraktiv (lächerliche Einspeisevergütung). Wird sich ändern, dafür sind jetzt Rohstoffe und Chips für die Anlagen knapp. Die Welt ist nicht so einfach wie manche Hirne gestrickt sind.
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anika500
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Re: FFF
als hätten wie keine anderen probleme im moment!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!sich ueber so was auszulassen,ich verstehe manchmal die welt nicht mehr!!!!!!!!!!!!!!!
gruesse anika
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Anne-Mette
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Re: FFF
Vielleicht solltest du die Vorurteile mal neu sortieren.Nora_7 hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 09:46 Schon länger sehe ich bei den "spätpubertären Luxusgirlies" einen sehr deutlichen Hang zu Methoden des Faschismus unter dem Ökolabel.
Wir sollten die Ängste der folgenden Generationen schon ernst nehmen - und auch wenn es nicht unsere eigene Protestform sein sollte, dann ist es nicht lächterlich und verächtlich zu machen.
Wenn man sich auf so ein Niveau begibt, könnte als Konter kommen, dass es ja schließlich auch "nochspäterpubertierenede Luxusgirlies in ihren SUVs gibt..."; aber das lassen wir mal
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Nora_7
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Re: FFF
Das ist ja nicht das Problem, sondern die Anmaßung, ohne Berücksichtigung anderer Optionen EINE Lösung mit faschistischen Methoden durchboxen zu müssen. Und das auf Grundlage ihrer umfassenden Unerfahrenheit. Was interessiert sie der Mensch, der jeden Tag um seinen Job, seine Existenz kämpfen müssen. Das prangere ich an, denn SO darf eine gesellschaftliche Zukunft NICHT aussehen.Anne-Mette hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 11:06 Wir sollten die Ängste der folgenden Generationen schon ernst nehmen
Wenn ich mir die naiven Kommentare der Mitläufer lese, graut es mir.
Ich habe selbst Kinder, Neffen, Nichten. Alle haben Führungsfunktionen im Beruf und sehen, was welche Auswirkungen auf Mitarbeiter und Firma haben. Und so sehen alle das Thema deutlich differenzierter, vielschichtiger, vor allem die möglichen Konsequenzen.
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Jaddy
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Re: FFF
Die Dreadlocks-Sache fand ich auch etwas überzogen. Zuerst. Also generell.
Dann hab ich mir Stimmen aus der Schwarzen und farbigen Community angehört, aus Deutschland und USA. Das ordnet es schon reichlich anders ein. Das Problem, dass nicht-weisse Menschen (auch) wegen ihrer Haare und Frisuren markiert und diskriminiert werden, besteht. Von Bemerkungen über einfach anfassen bis Ablehnung / Rauswurf im Job. Ich hab die Rückmeldungen von Betroffenen hier in Deutschland. Dass andere weisse Menschen sich dann ähnliche Styles zulegen und damit - wegen ihrer Mehrheitsprivilegien - eben nicht die gleichen negativen Erfahrungen machen, ist für viele nicht-weisse deshalb schwer erträglich.
Sehr gute Erklärung von John Oliver hier. Es ist wohl in D nicht ganz so krass, aber nur in Nuancen besser.
(Ja, weisser Mann erklärt die Welt. Allerdings so informiert und so viel O-Ton, dass es sehr viel Lob von Betroffenen gab. Gutes Team, denke ich. Das heisst: Die eigenen Privilegien udn Reichweiten für andere nutzen)
Also: So ganz von der Hand zu weisen ist das nicht, auch wenn diese konkrete Absage vielleicht an der Grenze des nachvollziehbaren ist. Eine generelle Pro/Contra-Aussage finde ich persönlich ausserordentlich schwierig. Ja, Kultur entsteht durch Austausch, aber nicht im luftleeren Raum, nicht ohne Verbindungen zum täglichen Erleben. Die meisten von uns fänden es vermutlich auch nicht so prickelig, wenn Leute aus modischen Gründen und völlig ignorant gegenüber der Vergangenheit mit Versatzstücken aus der Nazi-Zeit rumspielen. Religiöse Menschen mögen ihre Symbole nicht verkitscht sehen. Es gibt da schon eine schwammige und sensible Grenze, was ertragen werden muss und was einfach nicht getan werden sollte.
Auf der anderen Seite hat die betreffende Musikerin schon vorher Irritationen verursacht, weil sie aus Genres kopiert, die für enige diskriminierte Gruppen eine identitätsstiftende Bedeutung haben. Ohne Referenzen, ohne Wertschätzung. So jedenfalls wurde es wahrgenommen.
Dann hab ich mir Stimmen aus der Schwarzen und farbigen Community angehört, aus Deutschland und USA. Das ordnet es schon reichlich anders ein. Das Problem, dass nicht-weisse Menschen (auch) wegen ihrer Haare und Frisuren markiert und diskriminiert werden, besteht. Von Bemerkungen über einfach anfassen bis Ablehnung / Rauswurf im Job. Ich hab die Rückmeldungen von Betroffenen hier in Deutschland. Dass andere weisse Menschen sich dann ähnliche Styles zulegen und damit - wegen ihrer Mehrheitsprivilegien - eben nicht die gleichen negativen Erfahrungen machen, ist für viele nicht-weisse deshalb schwer erträglich.
Sehr gute Erklärung von John Oliver hier. Es ist wohl in D nicht ganz so krass, aber nur in Nuancen besser.
(Ja, weisser Mann erklärt die Welt. Allerdings so informiert und so viel O-Ton, dass es sehr viel Lob von Betroffenen gab. Gutes Team, denke ich. Das heisst: Die eigenen Privilegien udn Reichweiten für andere nutzen)
Also: So ganz von der Hand zu weisen ist das nicht, auch wenn diese konkrete Absage vielleicht an der Grenze des nachvollziehbaren ist. Eine generelle Pro/Contra-Aussage finde ich persönlich ausserordentlich schwierig. Ja, Kultur entsteht durch Austausch, aber nicht im luftleeren Raum, nicht ohne Verbindungen zum täglichen Erleben. Die meisten von uns fänden es vermutlich auch nicht so prickelig, wenn Leute aus modischen Gründen und völlig ignorant gegenüber der Vergangenheit mit Versatzstücken aus der Nazi-Zeit rumspielen. Religiöse Menschen mögen ihre Symbole nicht verkitscht sehen. Es gibt da schon eine schwammige und sensible Grenze, was ertragen werden muss und was einfach nicht getan werden sollte.
Auf der anderen Seite hat die betreffende Musikerin schon vorher Irritationen verursacht, weil sie aus Genres kopiert, die für enige diskriminierte Gruppen eine identitätsstiftende Bedeutung haben. Ohne Referenzen, ohne Wertschätzung. So jedenfalls wurde es wahrgenommen.
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Michi
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Re: FFF
Hallo Jaddy,Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 11:54 Die Dreadlocks-Sache fand ich auch etwas überzogen. Zuerst. Also generell.
zuerst einmal danke für deine Worte.
Soweit ich das verstanden habe, hat Thema "kulturelle Aneignung" wohl seine Ursprünge in der berechtigten und nachvollziehbaren Kritik am sogenannten Blackfacing.
Allerdings hat sich das immer mehr verselbständigt und ist inzwischen so allumfassend, dass es zur Perversion seiner Selbst neigt.
Wollte man diese Entwicklung beibehalten, so dürfte sich keine Transfrau weibliche Attribute zu eigen machen, wie auch kein Transmann männliche, und kein Mensch dürfte sich eine Glatze scheren, weil Krebskranken durch die Chemotherapie die Haare ausfallen, und es auch als Form von kultureller Aneignung gedeutet werden kann.
Davon weiß ich nichts, dennoch würde ich eine entsprechend formulierte Kritik besser finden, als diesen plakativen Frontalangriff mit der kulturellen Aneignung. Denn so verkommt die Kritik an einem tatsächlichen Problem zum bloßen Werkzeug, zur Waffe, mit der man jemand, den man irgendwie nicht mag, bequem niedergeknüppelt. Und die Kritiker (hier aus den Reihen des FFF) erweisen ihrer Sache nur einen Bärendienst .. also ein "lose lose" statt einem "win win".Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 11:54 Auf der anderen Seite hat die betreffende Musikerin schon vorher Irritationen verursacht, weil sie aus Genres kopiert, die für enige diskriminierte Gruppen eine identitätsstiftende Bedeutung haben. Ohne Referenzen, ohne Wertschätzung. So jedenfalls wurde es wahrgenommen.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Blossom
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Re: FFF
Nun, dem halte ich entgegen, dass sich die Bewegung die Dreadlocks zu eigen gemacht hat. Sie aber durchweg in sehr vielen Kulturkreisen vorkommen, historisch, aber auch relgiös tradiert. So heißt es im 4ten Buch Moses , wenn sich jemand dem Herrn geweiht habe, "soll kein Schermesser über sein Haupt fahren. Bis die Zeit um ist, für die er sich dem Herrn geweiht hat, ist er heilig und soll das Haar auf seinem Haupt frei wachsen lassen." Quelle: Claudius Seidl, Dreadlocks, In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25. März 2022Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 11:54 Dann hab ich mir Stimmen aus der Schwarzen und farbigen Community angehört, aus Deutschland und USA. Das ordnet es schon reichlich anders ein.
"Inzwischen ist das Tragen von Dreadlocks jedoch vom Mainstream vereinnahmt worden und hat seine explizit politische Aussage verloren." Quelle: Hauke Dorsch: Afrikanische Diaspora und Black Atlantic. LIT Verlag Münster, 2000, ISBN 978-3-8258-3929-1, S. 132
Auch trug Amanda Lind, ehemalige schwedische Ministerin für Kultur und Grünen-Politikerin, eine solche Frisur - und wurde diesbezüglich nicht angefeindet. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Amanda_Lind
In meinen Augen ist es wie mit so vielen Dingen: Man kann alles auf die (Haar)-Spitze treiben, bis hin zur Absurdität. Sich an der Frisur einer Person aufzuhängen (und einem inzwischen nicht mehr zeitgemäßen Kontext der Bürgerrechts- und Black-Power-Bewegung in den 1950er und 1960er Jahren) ist m.E. nicht zielführend und letztlich Haarspalterei. Ganz abgesehen davon betrachte ich Dreadlocks als einen Ausdruck kreativer Selbstentfaltung oder Abgrenzung, als ein Symbol von Individualität und Rebellionsform gegen traditionelle Konventionen und Einschränkungen.
So rebelliere ich zwar nicht über meine Frisur, aber doch oft über Kleidung - wenn ich als Punkerin oder Goth herumlaufe, und schon gleich gar nicht "altersgemäß". Jedem/r das seine/ihre. Dergleichen zu akzeptieren würde die Welt gleich ein wenig friedlicher machen, sodass wir unseren Fokus wieder auf die wirklich anzupackenden Probleme richten könnten.
Liebe Grüße vom
Blümchen
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Jaddy
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Re: FFF
Interessant in dem Zusammenhang finde ich, dass die TERF-Argumentation im Kern auch genau auf kulturelle Aneignung hinausläuft.MichiWell hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 12:53 Allerdings hat sich das immer mehr verselbständigt und ist inzwischen so allumfassend, dass es zur Perversion seiner Selbst neigt.
Wollte man diese Entwicklung beibehalten, so dürfte sich keine Transfrau weibliche Attribute zu eigen machen, wie auch kein Transmann männliche, und kein Mensch dürfte sich eine Glatze scheren, weil Krebskranken durch die Chemotherapie die Haare ausfallen, und es auch als Form von kultureller Aneignung gedeutet werden kann.
Es ist nicht einfach. Nicht bei Dreadlocks, nicht bei genderspezifischen Attributen. Oder wie kommen sich trans Frauen vor, wenn sich (definitive) cis Männer im Fasching in Fummel schmeissen? Wie kommen sich alleine cis Frauen vor, wenn die gleichen Männer sie täglich aufgrund ihres Geschlechts beschränken? Es ist eine Frage von Hierarchie und Macht, die auch dadurch demonstriert wird, dass identitätsstiftende Symbole einfach benutzt werden, ohne die Problematik der betroffenen Gruppe wahrzunehmen und sie zu würdigen.
In der "breiten Öffentlichkeit" ja, da stimme ich dir zu. Aber wir, die wir wohl nicht in den Plattformen von FFF involviert sind und schon gar nicht bei der betreffenden Regionalgruppe (merke: FFF ist keine stringente Organisation, sondern ein sehr dynamisches Netzwerk), kriegen nur die Endpunkte mit, nicht die Diskussionen, nicht die Hintergründe. Bisher gibt es seitens der FFF-Gruppe in Hannover meines Wissens nur die von Ronja Maltzahn veröffentlichte Absage. Inzwischen haben sich Gruppe und Musikerin aber recht friedlich zueinander verhalten. Viel erwachsener, als Medien und komplett Aussenstehende das jetzt für ihre eigene Agenda ausschlachten.MichiWell hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 12:53Davon weiß ich nichts, dennoch würde ich eine entsprechend formulierte Kritik besser finden, als diesen plakativen Frontalangriff mit der kulturellen Aneignung. Denn so verkommt die Kritik an einem tatsächlichen Problem zum bloßen Werkzeug, zur Waffe, mit der man jemand, den man irgendwie nicht mag, bequem niedergeknüppelt. Und die Kritiker (hier aus den Reihen des FFF) erweisen ihrer Sache nur einen Bärendienst .. also ein "lose lose" statt einem "win win".Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 11:54 Auf der anderen Seite hat die betreffende Musikerin schon vorher Irritationen verursacht, weil sie aus Genres kopiert, die für enige diskriminierte Gruppen eine identitätsstiftende Bedeutung haben. Ohne Referenzen, ohne Wertschätzung. So jedenfalls wurde es wahrgenommen.
Analogie aus anderem Bereich: Die "Gurkenverordnung der EU" damals. Bild regt sich auf, Bürgys regen sich auf, Stammtische explodieren. "Wollen die jetzt auch noch krumme Gurken verbieten?". Nein. Wollten sie nicht und haben sie nicht. Es wurde auf Initiative (lies: Lobbyismus) der grossen Handelsketten ein Katalog von Handelsklassen geschaffen, der u.a. auch Merkmale für Gurken verschiedener Qualitäten enthielt. Aus Sicht und zum Nutzen der Groß- und Einzelhandels-Konzerne! Und die sagten dann zu den Erzeugenden: "OK, wir kaufen von euch nur noch Klasse 1, weil einfacher und kostengünstiger für uns und bei unseren Kundys beliebter" - jenen, die sich dann über die "Gurken-Verordnung" aufregten.
Aber angekommen in Presse und den Alltagsdiskussionen sind nur völlig verkürzte und entstellte Schlagzeilen.
Ähnlich bei FFF und Parteien und anderen Gruppen. Hier im Thread wurde ja auch wild drauf los gehämmert, dass sich FFF auch polemisch gegen die (vor allem) "alten, weissen Männer(tm)" richtet, die in den Augen der Jüngeren eine "nach uns die Sintflut"-Politik machen. Was ständig übersehen wird: FFF bezieht sich mit den Forderungen immer wieder auf Scientists for Future, also klare wissenschaftliche Fakten, die genau zu den Forderungen führen: Fossile Stoffe ersetzen, regenerative Energien ausbauen, Artenvielfalt schützen, klimaschädliche Gase aus der Atmosphäre, usw. Selbst Extinction Rebellion bezieht sich auf die IPCC-Berichte, wo sehr sehr viele (optisch) "alte weisse Männer" mitarbeiten.
Stefan Rahmsdorf zum Beispiel ist optisch auch ein "alter weisser Mann", aber wissenschaftlich und politisch nicht. Überhaupt muss ein Mensch für das Label "alter weisser Mann" weder alt, noch weiss, noch Mann sein.