republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»
republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Mirjam
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1414
Registriert: Do 11. Mai 2017, 12:34
Geschlecht: Ökotante
Pronomen:
Wohnort (Name): Köln
Forum-Galerie: gallery/album/413
Hat sich bedankt: 51 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 1 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo ihr Lieben,

ich habe es schon vor ein paar Tagen gefunden, jetzt komme ich endlich dazu es euch auch zu zeigen: Ein wie ich finde sehr interessantes Interview mit der Transformations-­forscherin Maja Göpel. Ja, es ist nicht gerade kurz, trotzdem hat es sich für mich gelohnt es ganz zu lesen. Vielleicht ja auch für die eine oder den anderen von euch? Traut euch einfach und klickt hier ;)

Ein Zitat daraus:
Neben Transparenz über die Wirkung politischer Entscheidungen braucht es auch eine Verantwortungs-­übernahme privilegierter Personen. In diesen Kreisen findet sich zum Teil ein sehr aggressiver Ton mit dem Anstrich eines vulgär ausgelegten Liberalismus: -«Lass mich bloss in Ruhe in meinem Lebensstil! Ist mir total egal, was die Konsequenzen meines Handelns sind. Und wenn du mir das vorhalten willst, dann bist du der Moral-­apostel.-» Hier wird die zweite wichtige Hälfte der liberalen Freiheit, nämlich die Über-­nahme von Verantwortung für Entscheidungen, schlicht gestrichen.
LG, Mirjam )))(:
ExuserIn-2022-05-22
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 725
Registriert: Di 26. Nov 2019, 19:14
Geschlecht: M
Pronomen:
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Es kann transformiert werden was will, ich werde an meinem Lebensstil als Otto Normal ganz sicher nichts ändern. Wer zur steuerzahlenden Mittelschicht zählt hat schon immer die Arschkarte gehabt. Und das wird sich auch mit der kommenden Zitronen Regierung nicht ändern. Dh die Spielräume die mir als Normalverbraucher, Normalverdiener bleiben werde ich auch voll ausschöpfen.
Da ist es mir völlig Schnuppe was transformiert oder reformiert wird. Es kann gerne mal so reformiert werden das die die um 5 Uhr aus dem Bett fallen mehr netto vom brutto haben. Und ansonsten ist mir das alles Wurscht!
Moral muss man sich leisten können!
Shushi Rolls , not Gender Roles
Jasmine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 6432
Registriert: Di 16. Jul 2013, 08:25
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 3 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 3 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Zu meinem Lebensstil gehört, das ich mich viel mehr mit der Natur befasse und mein Lebensziel ein erfülltes Leben mit viel Liebe ist. Ich möchte auch nicht so viel zur Politik schreiben, sie wird es ohnehin schwer haben die aufgerissenen Gräben zu zu schütten, die Schere zwischen arm und reich wieder ein wenig zu schließen. Vielleicht sollten wir wirklich ein wenig umdenken welche Welt wir der nächsten Generation hinterlassen. Liebe Alyssa, Moral heißt: Gesamtheit von ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren, die von ihr als verbindlich akzeptiert werden. https://www.google.com/search?q=Moral&o ... e&ie=UTF-8
Deinen Satz: Moral muss man sich leisen können, kann ich nicht verstehen.
Sonntägliche Grüße Jasmine
ExuserIn-2022-05-22
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 725
Registriert: Di 26. Nov 2019, 19:14
Geschlecht: M
Pronomen:
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 4 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Nun ganz einfach. Wer mit jedem Euro nachzählend sein Leben bestreitet und das täglich an der Kasse merkt wird null Interesse an den guten moralische nachhaltigen Visionen haben. Wie sieht denn die Realität aus? Wer wenig hat zahlt wenig , wer viel hat lacht über die tollen nachhaltigen Visionen. Und wer dazwischen hängt geschätzt die Hälfte kotzt weil die Luft auch mit der Limetten Regierung noch dünner werden wird. Mir muss niemand mit Visionen für 2100 kommen. 2021 ist schon anstrengend genug. Mir ist das Hemd näher als der Hose. Wenn mein verfügbares Netto schrumpft dann ist mir jede Transformation Schnuppe und Geiz ist geil gewinnt an ganz neuer Bedeutung. Oder anders gesagt wenn meine klimapolitischen Belastungen steigen rückt das 5 Euro T Shirt von Primark das aus Bangladesch kommt umso stärker in Fokus!
Also Moral muss man sich leisten können!
Shushi Rolls , not Gender Roles
manchmal_melissa
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 270
Registriert: Fr 7. Mai 2021, 09:08
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 194 Mal
Danksagung erhalten: 449 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 5 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

Hallo Alyssa,

ich kann natürlich nicht für dich sprechen, weil ich deine Situation nicht kenne, aber mein Eindruck ist: Moral muss man sich leisten wollen. Solange sich jeder selbst der Nächste ist, wird das nichts mit dem Klimaschutz und anderen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Es muss sich jeder, der irgendwie privilegiert ist, und zumindest bei uns ist das die große Mehrheit (auch die Mittelschicht, zu der du garantiert nicht gehörst, wenn du jeden Euro nachzählen musst), zurücknehmen. Denn, und das wird in dem Interview mehr als deutlich: in letzter Konsequenz wird es teurer, wenn wir nichts tun und nur nach uns selbst schauen.

Liebe Grüße,
Melissa
Patricia
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 928
Registriert: So 13. Okt 2019, 21:55
Geschlecht: Ökotantenazubine
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 6 im Thema

Beitrag von Patricia »

manchmal_melissa hat geschrieben: So 3. Okt 2021, 18:32 Hallo Alyssa,

ich kann natürlich nicht für dich sprechen, weil ich deine Situation nicht kenne, aber mein Eindruck ist: Moral muss man sich leisten wollen. Solange sich jeder selbst der Nächste ist, wird das nichts mit dem Klimaschutz und anderen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Es muss sich jeder, der irgendwie privilegiert ist, und zumindest bei uns ist das die große Mehrheit (auch die Mittelschicht, zu der du garantiert nicht gehörst, wenn du jeden Euro nachzählen musst), zurücknehmen. Denn, und das wird in dem Interview mehr als deutlich: in letzter Konsequenz wird es teurer, wenn wir nichts tun und nur nach uns selbst schauen.

Liebe Grüße,
Melissa
Ich stimme mit dieser Aussage überein. Es ist nicht die Frage, ob wir uns Moral leisten können, sondern ob wir uns Moral leisten wollen.
Jeder Mensch, auch die Ärmsten unter uns, kann was dazu beitragen. Möglichkeiten gibt es dazu viele. Auch ich habe früher ähnlich argumentiert. Ich habe behauptet Lebensmittel, welche ökologischer angebaut werden, kann ich mir nicht leisten, dies und jenes kann ich mir nicht leisten, bis ich begriff, dass ich damit falsch liege.

Ich kann mit Kleinigkeiten anfangen. Ich achte beim Nahrungskauf heutzutage vermehrt darauf Bio-Produkte aus Deutschland, vorzugsweise aus meiner Region zu kaufen. Zu meiner großen Überraschung gebe ich deutlich weniger Geld aus und werfe auch deutlich weniger weg, weil es nicht so schnell gammelt wie Billigware aus dem Discounter. Auch wenn es mir manchmal schwerfällt achte ich darauf, dass die Ware, die ich kaufe, regional erzeugt wird, wodurch sich ihr CO2-Fingerabdruck verringert und es stärkt auch unsere eigene Landwirtschaft. Ganz toll finde ich dabei, dass sich die von mir produzierte Müllmenge um Einiges reduziert hat, denn das Gemüse auf dem Markt ist selten in Plastik verpackt. Ich esse weniger Billig-Fleisch und kaufe stattdessen Fleisch höherer Qualität. Es gibt zwar seltener Fleisch, dafür ist es leckerer. Ich laufe zum Einkauf zu Fuß und fahre nicht mit dem Auto, ok zugegeben das muss sich frau erlauben können (aus zeitlichen Gründen). Jede Änderung zugunsten der Umwelt oder zugunsten von Menschen ist nützlich, denn wenn wir uns alle uns endlich dazu bekennen, dass wir nur diese eine Welt haben und sie schützen müssen, wird es dieser Welt was bringen.
Was Kleidung angeht, so kaufe ich meine Klamotten neuerdings im Second Hand Laden (danke, dass du es mir gezeigt hast Miri (ki) ) Und plötzlich habe ich deutlich bessere Klamotten als die Billigware, die ich meinte mir beim Kik oder Ähnlichen kaufen zu müssen.

Mittlerweile denke ich, dass eine Aussage wie: "Ich kann mir Moral nicht leisten" schlichtweg als "Ich bin zu bequem in meinem Leben was ändern zu wollen" zu verstehen ist.
Ich verstehe es wenn Menschen sagen, sie wollen an ihrem Leben nichts ändern, denn auch ich höre diese Stimme in meinem Kopf, auch ich will eine gewisse Form von Luxus und Bequemlichkeit, aber es geht einfach nicht mehr lange gut.
Ich habe drei Kinder und mittlerweile mache ich mir weniger Sorgen darum, wie die Welt sein wird, wenn ich mal alt bin, sondern vielmehr darum, welche Welt ich meinen Kindern und meinen Enkeln hinterlasse. Ich bin zwar mit meinen bald 46 Jahren noch recht jung, aber ich habe schon einiges erlebt und ich hatte das Privileg, in einer kriegsfreien Region ohne große Umweltktastrophen aufzuwachsen, in der die Beschaffung von Nahrung und sauberen! Wassers kein Problem gewesen ist. Dies ist jedoch für unsere Kinder nicht mehr wirklich gesichert.

LG
Patricia
Michi
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 5992
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Pronomen: sie
Forum-Galerie: gallery/album/11
Hat sich bedankt: 730 Mal
Danksagung erhalten: 889 Mal
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 7 im Thema

Beitrag von Michi »

manchmal_melissa hat geschrieben: So 3. Okt 2021, 18:32 Moral muss man sich leisten wollen.
Hallo Melissa,

da ist sicher was dran. Ein anderer Satz, der mir dazu einfällt: Der Barmer ist kein Armer.

Den kenne ich noch von meinen Großeltern, die nicht sehr viel hatten, aber nach meiner Erinnerung zufrieden lebten.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
ExuserIn-2022-05-22
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 725
Registriert: Di 26. Nov 2019, 19:14
Geschlecht: M
Pronomen:
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Ich sage dazu nur noch - ohne mich. Wer zu den Gutmenschen oder sogar sehr gut Menschen zählen möchte, darf das gerne tun. Ich nicht. Manchen Luxus kann und will ich mir nicht leisten. Meine Bananen werden auch weiterhin von Aldi oder Lidel sein. Geiz ist halt manchmal nicht nur geil, sondern erforderlich....
Oder anders zugespitzt wenn ich mich zwischen tauenden Eisbergen oder Rentenlücke zu entscheiden habe dürfte klar wo mein übrig bleibender Euro hingeht. Im Gegensatz zum Staat kann ich den Euro nur einmal ausgeben. Also wird Geiz ist geil und erforderlich unter den Limetten noch relevanter werden als bisher.
Shushi Rolls , not Gender Roles
Mirjam
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1414
Registriert: Do 11. Mai 2017, 12:34
Geschlecht: Ökotante
Pronomen:
Wohnort (Name): Köln
Forum-Galerie: gallery/album/413
Hat sich bedankt: 51 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 9 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hmm Alyssa ... wenn ich das, was du eben geschrieben hast:
Alyssa hat geschrieben: So 3. Okt 2021, 19:47 Ich sage dazu nur noch - ohne mich. Wer zu den Gutmenschen oder sogar sehr gut Menschen zählen möchte, darf das gerne tun. Ich nicht. Manchen Luxus kann und will ich mir nicht leisten. Meine Bananen werden auch weiterhin von Aldi oder Lidel sein. Geiz ist halt manchmal nicht nur geil, sondern erforderlich....
mit dem, was du vor 2 Wochen hier geschrieben hattest:
Alyssa hat geschrieben:Da ich in sechs Wochen eine tolle und teure Fernreise vorhabe [...]
dann passt das für mich nicht wirklich zusammen. Mit Verlaub, du kannst es dir leisten die Bio-Bananen im Weltladen zu kaufen, du willst es dir nur nicht leisten, weil dir deine tolle und teure Reise wichtiger ist. Aber dann fände ich es angebracht auch dazu zu stehen und nicht zu versuchen dich rauszureden.

Mirjam
ExuserIn-2022-05-22
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 725
Registriert: Di 26. Nov 2019, 19:14
Geschlecht: M
Pronomen:
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 10 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Klar stehe ich dazu denn ersten ist teuer relativ, zweitens seit langen wieder eine Reise, drittens jeder Groschen zusammen gespart und nicht nebenbei vom Himmel gefallen und Prioritäten setzt jeder anders. Wer meint er muss sich den dreimal so teueren Kaffee vom dritte Welt kaufen und fährt nur an die Ostsee kann das gerne machen wenn er meint das er damit a sein Gewissen und b die Welt rettet. Ich war noch nie politisch korrekt und Gutmensch werde ich auch nicht.
Das ist ja ohnehin mittlerweile die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen "” sich als Gutmensch und Weltretter zu präsentieren und sich dann ärgern wenn der Rest der Welt darüber lacht.
Shushi Rolls , not Gender Roles
Nora_7
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2071
Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
Pronomen:
Wohnort (Name): Pfalz
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 11 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Also, es gibt hier Leute, die ständig versuchen, andere mit ihrer persönliche gesellschaftliche Meinung zu indoktrinieren. Alyssa hat dies sichtlich satt.
Mit der Moral anzufangen, ist auch falsch. Keine Politik kann Moral-basiert überleben. Denn dann müßte sie alles ertragen ohne selektiv gegensteuern zu können. Soll Deutschland alle Flüchtlinge der Welt aufnehmen? Wie entscheide ich, was das Land überhaupt verkraften kann. U.v.m. Kann ich die überhaupt unterbringen — Wohnraum ist eh knapp. Usw.

Und beim Klima habe ich absolut genug von den ultranaiven Vorstellungen, dass ein "Verkehrswende" die Probleme löst. Im ländlichen Raum überhaupt nicht finanzierbar, da kritische Mengen/Strecke durch unterschiedliche Bedarfszeiten nie erreicht werden. Ich kann zig Beispiele anführen, wo wertvolle Lebenszeit durch sinnlos-ökologische Wunschvorstellungen vernichtet werden würde. Und manche Leute meinen wirklich ernsthaft, (Lasten-)-Fahrräder und Busse/Bahn vorzuschreiben statt Auto. Haha — Bus fährt bei mir alle Stunde, wenn ich aus einem Laden rauskomme, muß ich immer wieder auf den nächsten zum nächsten Laden warten (kaufe nicht nur in einem Geschäft ein), Getränkepacks, alle Einkäufe usw. mitschleppen. Und am Ende noch 300m den Berg hoch. So ein Schwachsinn, das anders als mit Auto lösen zu wollen. Oh — Taxi vergessen. Aber den wirtschaftlichen Totalunsinn tue ich mir nicht an.

Der Grün-Linke deutsche Klima-Alleingang ist völlig absurd und für Lebensqualität, Wohlstand (besonders der unteren Einkommen) und Wirtschaft ruinös. Dafür wird der Effekt auf's Klima minimal, wenn überhaupt global meßbar, sein.

Ich habe diese illusionstriefenden und von jeder detaillierten Sachkenntnis ungetrübten möchtegernideologischen Thesen einfach satt. Und mache, was ICH für richtig halte. Ich bin dafür intelligent und bewußt genug. Wer nicht wird, wird heute nicht mehr Wirt, sondern Aktivist oder Ideologe.

Und das bedeutet für mich nicht keine Rücksicht. Ich will mich hier nicht wiederholen, aber bei mir laufen viele Energiesparmaßnahmen. Aber ich lasse mir mein Leben nicht als spaßfreie Zone, dafür Öko-Masochismus geprägt von Aktivisten - wie den Luxus-Girlies von FFF - und fachliche Dilettanten, vorschreiben. So langsam werde ich auch wütend über Daueroberlehrer mit streng limitierter Kompetenz.

Den Ideologinnen hier möchte ich auch empfehlen, einmal den hohen Anteil der FDP bei den Jungwählern zu reflektieren. Es gibt doch Entscheidungen ohne Indoktrination.

Nora-7
Zuletzt geändert von Nora_7 am So 3. Okt 2021, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Patricia
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 928
Registriert: So 13. Okt 2019, 21:55
Geschlecht: Ökotantenazubine
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 12 im Thema

Beitrag von Patricia »

Ich bin sicherlich keine großartige Weltretterin, ich habe nur irgendwann festgestellt, dass ich für meine Arbeit einen fairen Lohn erwarte, um damit ein halbwegs angenehmes Leben führen zu können. Kurz danach kam aber die Erkenntnis, dass ich anderen Menschen eben dieses Leben verweigere, wenn ich Produkte kaufe, die nicht fair gehandelt oder nur gewinnoptimiert produziert werden. Was ich für mich selbst beanspruche versuche ich auch anderen zu gönnen ...

LG
Patricia
ExuserIn-2022-05-22
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 725
Registriert: Di 26. Nov 2019, 19:14
Geschlecht: M
Pronomen:
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 13 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Patricia_cgn hat geschrieben: So 3. Okt 2021, 21:51 Ich bin sicherlich keine großartige Weltretterin, ich habe nur irgendwann festgestellt, dass ich für meine Arbeit einen fairen Lohn erwarte, um damit ein halbwegs angenehmes Leben führen zu können. Kurz danach kam aber die Erkenntnis, dass ich anderen Menschen eben dieses Leben verweigere, wenn ich Produkte kaufe, die nicht fair gehandelt oder nur gewinnoptimiert produziert werden. Was ich für mich selbst beanspruche versuche ich auch anderen zu gönnen ...

LG
Patricia
Das sicher sehr löblich und sicher nicht verwerflich. Nur geht es anderen mittlerweile mächtig auf den Zünder wenn naive gut situierte Aktivisten daher kommen und andern ihre Sichtweise und Lebensweise aufzwängen wollen. Jeder muss selbst entscheiden was sein Geldbeutel hergibt und wie er das mit sich ausmacht. Es gibt kein Schema F. Ich möchte aber behaupten das viele ihren Wirkungskreis überschätzen und vieles nur dazu dient das Gewissen zu beruhigen obwohl sie eigentlich wissen das es kaum Nutzen bringt.
Um es mal deutlich zu sagen die Energiesparbirne wird nicht die Gletscher retten auch wenn man es hofft. Und die Stromrechnung ist dadurch bei mir auch nicht geringer geworden.
Shushi Rolls , not Gender Roles
Nora_7
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2071
Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
Pronomen:
Wohnort (Name): Pfalz
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 14 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Alyssa hat geschrieben: So 3. Okt 2021, 22:13 Jeder muss selbst entscheiden was sein Geldbeutel hergibt und wie er das mit sich ausmacht.
Die Preise für Lebensmittel - vor allen gesunde wie Obst - explodieren jetzt schon. Die Inflationsrate liegt bereits bei ca. 4%, die mit weiterer "Klima-Gebühren-Abzocke" ab 2022 zusätzlich erhöht wird. Energiekosten werden bald mehrThema sein als Kaltmiete. Man macht ein Volk kaputt, wenn politische Kreise versuchen, Grundsatzprobleme durch Preise zu lösen. Das hätten sie vielleicht vorher mal beim Tabakkonsum testen sollen... Denn so wird die Schere zwischen arm und reich noch größer, denn so hohe Erstattungen an Bedürftige kann es gar nicht geben. Wenn immer mehr Dinge zum Luxusgut werden, weil sie ja nicht "ökologisch" sind, beginnt eine neue Neiddiskussion. Und die ist nicht weit entfernt, wenn z.B. der Sonntagsausflug mit Familie und Kaffeetrinken im Restaurant für viele unerschwinglich wird. Derzeit werden die Speisekarten jede Woche neu gedruckt - weil die Preise stetig angehoben werden. Noch ein reales Beispiel: Im Jahr 2000 war mein Stromverbrauch doppelt so hoch wie heute. Die Kosten waren 1/3 von heute. Und für kurze Zeit habe ich sie im Griff - dank 20.000€ Solar-Investition (Frage - wer hier kann das mal so), aber nur wenn dauerhaft die lächerliche Einspeisevergütung von 8ct/kwh + MwSt. erhöht wird. Denn ich zahle für Netzstrom 27ct/kwh + MwSt. Politisch-finanzielle Abstrafung für ökologisches Verhalten. Moral? Haha. Gruß an die Klugscheißer.

LG Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
heike65
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 819
Registriert: So 10. Feb 2019, 18:35
Pronomen: Du
Wohnort (Name): Kappeln
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: republik.ch: «Die Frage nach dem Lebensstil wird sich bald sehr stark stellen»

Post 15 im Thema

Beitrag von heike65 »

Wenn ich die Antworten von manchen hier lese: habt ihr keine Nachkommen denen ihr eine halbwegs lebenswerte Perspektive hinterlassen möchtet ?
Zählt nur das hier jetzt und ich ?
Gesperrt

Zurück zu „Religion, Politik und Gesellschaft“