LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr
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Momo58
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LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 1 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Lebensgefahr für die LSBTIQ-Community in Afghanistan. Bericht des Spiegel.

https://www.spiegel.de/ausland/lgbtq-co ... cc568cfeda
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Anne-Mette
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

eine weitere Mitteilung dazu:

"Auch sexuelle Minderheiten müssen aus Afghanistan evakuiert werden"

https://www.ggg.at/2021/08/26/auch-sexu ... -212307009
Laila-Sarah
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 3 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Gerade leuchtet die Taschenlampe auf Afganistan aber es wird in so einigen Stellen auf der Welt so sein. Siehe z.b Afrika oder Golfstaaten. Was können wir da wirklich tun?

Es gibt ja den Grundsatz:
Think global - act local

Was können wir hier in Deutschland machen?

LG
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Jasmine
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 4 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 13:52 .............Was können wir hier in Deutschland machen?
z.B. bei der Wahl in 4 Wochen das Kreuz an der richtigen Stelle machen. Welche Parteien haben denn die Ortshelfer, deren Familienangehörige und weitere gefährdete Personen schutzlos ihrem Schicksal überlassen?
Liebe Grüße Jasmine
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 5 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Jasmine hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 14:53
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 13:52 .............Was können wir hier in Deutschland machen?
z.B. bei der Wahl in 4 Wochen das Kreuz an der richtigen Stelle machen. Welche Parteien haben denn die Ortshelfer, deren Familienangehörige und weitere gefährdete Personen schutzlos ihrem Schicksal überlassen?
Liebe Grüße Jasmine
Und die anderen wurden es anders machen ? Ich habe manchmal das Gefühl, unseren Politikern und auch uns ist die Welt ziemlich egal, es sei denn die Presse fokussiert auf eine aktuelle Sache. Dann wird so getan als ob wir alles Unrecht auf der Welt schon erfolgreich bekämpft haben aber nur diese eine Sache nicht. Entsetzt schreien die Oppositionellen "Frechheit" und blasen zum Shitstorm auf die Regierung und unser Gewissen ist wieder rein. Denn wir verkaufen die Waffen und destabilisieren diese Regionen gemeinsam in der Nato aber das macht nichts. Und die Leute dort wollen wir auch nicht hier haben. Irgendwie sind das doch Krokodilstränen unserer Politiker und das Ganze ein sehr sarkastischer Farce.
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melody1992
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 6 im Thema

Beitrag von melody1992 »

Hallo )))(:

wen soll man denn dann wählen?

Es geht nicht um die Frage welche Parteien versagt haben,
sondern darum welche Partei(en) es besser gemacht hätten.

LG, Mel (ki)
Jasmine hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 14:53
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 13:52 .............Was können wir hier in Deutschland machen?
z.B. bei der Wahl in 4 Wochen das Kreuz an der richtigen Stelle machen. Welche Parteien haben denn die Ortshelfer, deren Familienangehörige und weitere gefährdete Personen schutzlos ihrem Schicksal überlassen?
Liebe Grüße Jasmine
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 7 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Ich finde die Diskussion läuft in die Sackgasse Namens westliche Werte in völlig andere Kulturen exportieren. Das gilt auch bei dem Thema Lgbt. Wir sehen das durch die westliche Brille. Das hat in den letzten 20 Jahren wenig gebracht. Das Ende sehen wir gerade. Mäßigend einwirken Ja. Aber mehr bedeutet in meinen Augen ein tiefes eindringen in kulturelle Rahmenbedingungen. Ein westliches Einfordern von Toleranz wäre da schon ein Erfolg so das es nicht in lebensbedrohender Verfolgung endet. Aber mehr dürfte eine Illusion sein.
Grundsätzlich halte ich gar nichts davon völlig anderen Kulturen unsere Werte als Maßstab zu setzen.
Was wäre wohl wenn das umgekehrt geschehen würde? Würde ich wenig gut finden.
Wo ist denn eigentlich festgelegt worden das wir unsere Maßstäbe in die ganze Welt exportieren sollen? Hat das nicht Ähnlichkeiten mit den Missionaren im 18 Jahrhundert wo die "Wilden" mit dem christlichen Glauben beglückt wurden? Ggf auch mit Schwert und Flinte.
Ich bin kein Anhänger des Slogans One World. Eher ein Planet. Aber tausende Kulturen.
Ich habe gelesen das die Chinesen zwar wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afghanistan wollen aber kein Interesse an Einmischungen in deren Kultur beabsichtigten. Sie wollen das nämlich selbst nicht. Ich wette das sie damit punkten.
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Michi
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 8 im Thema

Beitrag von Michi »

Alyssa hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 18:10 Ich finde die Diskussion läuft in die Sackgasse Namens westliche Werte in völlig andere Kulturen exportieren.
Das klingt mir etwas zu pauschal. Möchtest du eventuell etwas konkretisieren, welche Werte wir nicht exportieren sollten?
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Momo58
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 9 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Die Taliban werden unsere Werte sowieso nicht importieren. Sie zeigen doch ganz deutlich, was sie wollen. Der afghanische Volkssänger Fawad Andarawi wurde in der Stadt Baghlan von den Taliban besucht. Sie ließen sich Tee servieren um ihn einen Tag später zu ermorden.
Die Taliban werden sich auf den Koran berufen und die LSBTIQ-Community eliminieren. Die Angst unserer Mitstreiter in Afghanistan ist mehr als berechtigt.

LG Manuela
Zuletzt geändert von Momo58 am Mo 30. Aug 2021, 19:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 10 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Nehmen wir als Beispiel mal Saudi Arabien wo Frauen auch vielen Einschränkungen unterworfen sind: Scheidung, Heirat, die selbstständige Entscheidung über Arbeit, Familie, der Mann gilt als das bestimmend Familienoberhaupt"¦ dann die Rechtssprechung nach der Scharia mit ihren ggf. irrationalen Strafen. Die Verschleierung .. und dann die Akzeptanz der Homosexuellen.
Und Saudi Arabien zählt noch nicht mal zu der Liga wie Afghanistan! Für uns alles völlig irrational und total rückständig. Selbst sowas wie Auto fahren geht nicht. Das ist nicht überall so aber dort schon. Ich sehe es nicht als unsere Aufgabe deswegen die NATO dorthin zu schicken.
Rückblick: ca 1800"”1850 . Europa entwickelte sich und wir teilen Afrika in Kolonien auf. Da gingen alte weiße Männer in den afrikanischen Busch und brachten den "Wilden" europäische Kleidung, den christlichen Glauben und versuchten mit dem Lineal aus Stämmen Nationen zu bilden. Siehe heutige Grenzen. Missionare verurteilten das anbeten von irgendwelchen merkwürdigen Dingen und hingen ein Kruzifix an die Palme und brachten damit das angebliche Paradies. Nebenbei besorgten wir uns auch deren Rohstoffe.
2021: wir wollen erst Terroristen bekämpfen und ändern dann das Ziel zur Nation Building. Aus diversen Volksgruppen soll eine Nation mit europäischen Menschenrechte werden. Ergebnis negativ.
Eigentlich müsste man nach der Logik auch in Saudi Arabien Krieg führen um Menschenrechte und Frauenrechte durchzusetzen.
Ich habe gelesen Nation Building hat nur zweimal im 20 Jahrhundert funktioniert: Deutschland und Japan nach 1945.
Mein Fazit ein Planet und tausende Kulturen.
Zuletzt geändert von ExuserIn-2022-05-22 am Mo 30. Aug 2021, 19:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 11 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Momo58 hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 19:29 Die Taliban werden unsere Werte sowieso nicht importieren. Sie zeigen doch ganz deutlich, was sie wollen. Der afghanische Volkssänger Fawad Andarawi wurde in der Stadt Baghlan von den Taliban besucht. Sie ließen sich Tee servieren um in einen Tag später zu ermorden.
Die Taliban werden sich auf den Koran berufen und die LSBTIQ-Community eliminieren. Die Angst unserer Mitstreiter in Afghanistan ist mehr als berechtigt.

LG Manuela
Ja sicher schlimm und verwerflich. Aber was bleibt denn? Missionare, Militär? Oder die Entwicklungshilfe einstellen?
Eine andere Kultur mit anderen Regeln.
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Jasmine
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 12 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 16:33 .................Und die anderen wurden es anders machen ? ....................
Zumindest sollten die Grünen mal die Kanzlerin stellen. Mal sehen ob sie es besser können. Meiner Meinung nach sind 16 Jahre Unionsregierung genug und GroKo sowieso. Ist meine persönliche Meinung. Wie sprach Herr Söder in der Presse: "......robuste Bundeswehreinsätze" und "......bewaffnete Kampfdrohnen", das heißt für mich Kampfeinsätze. Ich möchte nicht, das von Deutschland ein Krieg ausgeht. Darum wähle ich die Grünen.

Was wollten denn die Grünen z.B. im April? Zitat: Verantwortung anerkennen - Gruppenverfahren zur Aufnahme afghanischer Ortskräfte einführen
https://dip.bundestag.de/vorgang/verant ... ren/246370

Aber ehrlich gesagt, zuviel Politik ist für mich inakzeptabel. Ich habe viel in meinem Leben gelernt.
melody1992 hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 16:38 Hallo )))(:
wen soll man denn dann wählen?

Es geht nicht um die Frage welche Parteien versagt haben,
sondern darum welche Partei(en) es besser macht
Ich persönlich meine, das eine Partei die 16 Jahre regiert hat und jetzt einen Machtanspruch haben will, abgewählt werden sollte. Afghanistan, Corona-Krise, Klima-Krise, Masken-Skandale usw. - Mir reicht das. Sollten die Grünen die Mehrheit bekommen, dann werden wir ja sehen ob sie es besser können.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 13 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Übrigens: in China kommen Uiguren in Umwrziehungslager. Ich glaube Moslems. Sollte man nicht da auch wegen den Menschenrechten intervenieren? Juckt niemand. Also das verbreiten von Menschenrechte dürfte ein heisses Eisen bleiben. Nur weil es überall Fernsehen gibt heißt das nicht das alles zusammen gewachsen ist. Eine Illusion.
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 14 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Also ich denke die Welt globalisiert sich zunehmend eh von selbst und solche rückständigen Staaten haben eine für Geschichtsbücher kurze Halbwertszeit vor sich. Das es nicht um Menschenrechte sondern Bodenschätze geht sehen wir eh bei Saudi Arabien, die ja in Menschenrechte Rat mitsitzen als ob sie anderen Menschenrechte beibringen könnten. Aber mit solchen "Demokratisierungen" wie in Afghanistan, Irak, Syrien etc. Verzögern wir den Globalisierungsprozess in dem wir Antipathie schaffen. Zuckerbrot anstelle von Peitsche. Dann geht es schneller. Man kann niemanden Freiheit und Demokratie einbomben. Es geht nicht. Man muss deren Kultur schon respektieren auch wenn es vielen wie auch mir ausserst schwer fällt. Aber die brauchen Geld und wir haben Geld und so kann man viele Schicksale akut retten. Ein Kredit würde die Taliban zb gefügiger machen.
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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr

Post 15 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 20:06 Also ich denke die Welt globalisiert sich zunehmend eh von selbst und solche rückständigen Staaten haben eine für Geschichtsbücher kurze Halbwertszeit vor sich. Das es nicht um Menschenrechte sondern Bodenschätze geht sehen wir eh bei Saudi Arabien, die ja in Menschenrechte Rat mitsitzen als ob sie anderen Menschenrechte beibringen könnten. Aber mit solchen "Demokratisierungen" wie in Afghanistan, Irak, Syrien etc. Verzögern wir den Globalisierungsprozess in dem wir Antipathie schaffen. Zuckerbrot anstelle von Peitsche. Dann geht es schneller. Man kann niemanden Freiheit und Demokratie einbomben. Es geht nicht. Man muss deren Kultur schon respektieren auch wenn es vielen wie auch mir ausserst schwer fällt. Aber die brauchen Geld und wir haben Geld und so kann man viele Schicksale akut retten. Ein Kredit würde die Taliban zb gefügiger machen.
Na ich weiß nicht. Man kann zwar einzeln helfen was sicher gut ist aber damit hilft solchen Fundamentalisten auch. Das stützt dann noch das System. Ein großer Unterstützer ist Pakistan noch. Der wiederum ist auch im Westen ein guter Bekannter. Und so dreht sich alles im Kreis. Dreht man am Geldhahn trifft es die falschen oder es springen andere ein. Ob man Taliban mit Dollar kaufen kann möchte ich bezweifeln. Ideologie ist meist stärker. Man darf nicht vergessen das ist nicht nur eine Weltanschauung wie der Kommunismus das eine Religion mit Extremismus Charakter. Zumindest in der Auslegung.
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