Luise F. Pusch und der Genderstern
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Anne-Mette
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Jaddy
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Re: Luise F. Pusch und der Genderstern
Es kommt sehr raus, dass sie nicht so sehr um allgemeine Inklusivität oder Entgenderung bemüht ist, sondern dadurch vielmehr eine Fortschreibung der Benachteiligung von Frauen und Erasure. Sprich: Wenn es weniger Genderei gibt, kommen Frauen wieder nicht angemessen vor. D.h. sie möchte eher mehr Unterschiede betonen, Gender mehr betonen, (sprachliche) Segregation verstärken.
Das Inklusionszeichen anderswo zu schreiben hat Lann Hornscheidt auch vorgeschlagen. Variabel, nicht festgelegt, wechselnd in allen gegenderten Wörtern. Ein i mit Sternchen wäre wohl leider zu unsichtbar. I mit Doppelpunkt sprachlich aber sogar korrekt. Lehrerïn oder FahrerÃn.

Das würde Frau Pusch aber wohl nicht gefallen.
Ein verständlicher, sehr schwieriger Konflikt, einerseits unterschiedliche Identitätsgefühle zu respektieren, aber andererseits unterschiedliche Behandlung zu verringern. Ich sehe aber ehrlich gesagt in der Abwägung weniger Vorteile in der Verstärkung der Stereotype. Das geht mir zu sehr in Richtung Mario Barth.Die Queer-Community hat das Ganze als Platzhalter konzipiert, der Unterstrich stand für die Gruppe, die dazwischen steht, zwischen Männern und Frauen. Und das ist ein Fehler: Männer bekommen damit den Wortstamm und die Frauen wieder bloß die blöde Endung —innen. Also, selbst wenn ich das nun, wie das große I, mit dem Knacklaut ausspreche, hätte ich das Sternchen gern woanders. Das Femininum darf nicht durch den Genderstern zerrissen, zerlegt, in drei Teile geteilt werden.
Das Inklusionszeichen anderswo zu schreiben hat Lann Hornscheidt auch vorgeschlagen. Variabel, nicht festgelegt, wechselnd in allen gegenderten Wörtern. Ein i mit Sternchen wäre wohl leider zu unsichtbar. I mit Doppelpunkt sprachlich aber sogar korrekt. Lehrerïn oder FahrerÃn.
Das Problem des "länger und lästiger", zum Beispiel bei "Ministerinnen und Minister" und_oder "Minister_innen" liesse sich allerdings auch anders lösen: Durch entgenderte, kürzere Formen. Lehrx, Lehry bzw Fahrx, Fahry. Plural mit -ys. Mach ich ja hier schon experimentellWir müssten den Genderstern als Meta-Symbol begreifen. Es ist egal, ob er am Anfang oder am Ende des Wortes steht, aber bitte nicht in der Mitte. Ähnlich wie die Gänsefüßchen, also die Anführungszeichen, angeben, hier haben wir ein Zitat, oder anzeigen: das ist ironisch gemeint. Ein Gendersternchen irgendwo am Wort würde also bedeuten: Dieses Wort ist inklusiv. Alle Geschlechter sind mitgemeint.
Das würde Frau Pusch aber wohl nicht gefallen.
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Marlene K.
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Re: Luise F. Pusch und der Genderstern
Viele werden denken "Was hat das Mit uns zu tun?". Ich denke, wenn wir uns vorstellen es würde über unsere Forderung nach Selbstidentifikation gesprochen werden die Parallelen schnell klar.
Ich war über diese "Unterhaltungssendung", die auch in der Zeit und der TAZ diskutiert wurde entsetzt und verärgert.
https://www.ardmediathek.de/wdr/video/d ... zIyMDlhMQ/
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Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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