Wo führt mein Weg noch hin
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AnjaT
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Wo führt mein Weg noch hin
Hallo Ihr Lieben,
das wird jetzt wohl ein längerer Beitrag. Wo führt mein Weg noch hin? Ich bin mal wieder im Auf und Ab der Gefühle. Eigentlich habe ich mich mit meiner weiblichen Seite gut eingerichtet, meine Frau steht zu mir, ich habe einige Freiheiten, ich kann mich draußen einigermaßen sicher und unbehelligt (fast immer) bewegen, aber ich komme mit der Situation nicht mehr klar. Dieses ständige hin und her zwischen den Rollen macht mich doch fertig.
Wenn jetzt die gute Fee mit den drei Wünschen käme, ich hätte nur einen Wunsch. Ich muss mich doch noch zu oft verstecken und aufpassen. Immer wieder passieren Sachen wo ich mal was liegen lasse, dann fällt der Nagellack auf, es ist nicht einfach das immer zu erklären. Kurz gesagt "¦. ich bin einfach in einer ganz dummen Situation.
Ich möchte das alles nicht mehr. Immer muss ich den starken Mann geben. In meinem kleinen Betrieb sowieso, aber auch in der Familie werde ich gefordert.
Ich weiß jetzt seit gut 45 Jahren das ich anders bin, mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Aber jetzt will ich das nicht mehr verstecken. Aber hätte ich die Kraft für einen Neuanfang und löst das alle Probleme?
Ist das jetzt der berühmte Leidensdruck? Ich habe immer öfter Zeiten in denen ich mich zurück ziehe, zu nichts mehr Lust habe und langjährige Hobbys vernachlässige.
Wann habt ihr Mädels hier im Forum eigentlich gemerkt wann die richtige Zeit für den nächsten großen Schritt gekommen ist? Gibt es eigentlich den richtigen Zeitpunkt oder ist das ein schleichender Übergang. Ich habe mal gelesen der Unterschied zwischen CD und TS sind 2 Jahre. Naja der Vergleich ist vielleicht recht grob, aber da könnte manchmal was dran sein.
Wie ihr seht drehen sich meine Gedanken einfach nur noch im Kreis. Es wäre so toll wenn ich da die richtige Ausfahrt finden könnte.
So, jetzt habe ich mir einiges von der Seele geschrieben. Es wäre sehr schön wenn mir die Eine oder andere von euch weiter helfen könnte.
Liebe Grüsse Anja
das wird jetzt wohl ein längerer Beitrag. Wo führt mein Weg noch hin? Ich bin mal wieder im Auf und Ab der Gefühle. Eigentlich habe ich mich mit meiner weiblichen Seite gut eingerichtet, meine Frau steht zu mir, ich habe einige Freiheiten, ich kann mich draußen einigermaßen sicher und unbehelligt (fast immer) bewegen, aber ich komme mit der Situation nicht mehr klar. Dieses ständige hin und her zwischen den Rollen macht mich doch fertig.
Wenn jetzt die gute Fee mit den drei Wünschen käme, ich hätte nur einen Wunsch. Ich muss mich doch noch zu oft verstecken und aufpassen. Immer wieder passieren Sachen wo ich mal was liegen lasse, dann fällt der Nagellack auf, es ist nicht einfach das immer zu erklären. Kurz gesagt "¦. ich bin einfach in einer ganz dummen Situation.
Ich möchte das alles nicht mehr. Immer muss ich den starken Mann geben. In meinem kleinen Betrieb sowieso, aber auch in der Familie werde ich gefordert.
Ich weiß jetzt seit gut 45 Jahren das ich anders bin, mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Aber jetzt will ich das nicht mehr verstecken. Aber hätte ich die Kraft für einen Neuanfang und löst das alle Probleme?
Ist das jetzt der berühmte Leidensdruck? Ich habe immer öfter Zeiten in denen ich mich zurück ziehe, zu nichts mehr Lust habe und langjährige Hobbys vernachlässige.
Wann habt ihr Mädels hier im Forum eigentlich gemerkt wann die richtige Zeit für den nächsten großen Schritt gekommen ist? Gibt es eigentlich den richtigen Zeitpunkt oder ist das ein schleichender Übergang. Ich habe mal gelesen der Unterschied zwischen CD und TS sind 2 Jahre. Naja der Vergleich ist vielleicht recht grob, aber da könnte manchmal was dran sein.
Wie ihr seht drehen sich meine Gedanken einfach nur noch im Kreis. Es wäre so toll wenn ich da die richtige Ausfahrt finden könnte.
So, jetzt habe ich mir einiges von der Seele geschrieben. Es wäre sehr schön wenn mir die Eine oder andere von euch weiter helfen könnte.
Liebe Grüsse Anja
Leben Sie es, ohne sich weh zu tun - Zitat aus dem Blog von Svenja aus Kiel -
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Kathi87
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Re: Wo führt mein Weg noch hin
Liebe Anja,
wie immer die Standard Floskel es gibt keine ideal Lösung.
Zu deiner Frage wann ich wusste das jetzt der Zeitpunkt gekommen ist?
Als mein Leben mir aus den Fingern glitt und ich nur noch ein Schatten von dem Menschen war der ich mal war. Die Entscheidung das ich den Schritt gehen werde stand schon vor mittlerweile 8 Jahren fest, ich habe mich dann in die Arbeit gestürzt und mich selbst verloren. Erst als ich an den oben geschriebenen Punkt gekommen bin und die Entscheidung getroffen habe... habe ich es geschafft mich auf dem Weg zu mir selbst zurück zu machen.
Ich wusste mit 6 Jahren schon das ich eigentlich eine Frau bin und seitdem habe ich es verdrängt, dann habe ich es ausgesprochen und der Gedanke hat sich festgebissen und mein Leben belastet bis ich es zugelassen habe.
Du schreibst du hast Freiheiten, aber du hast angst entdeckt zu werden oder vergisst Sachen?! Aber wer setzt dir die Regeln, wer sagt dir das du immer der starke Mann sein musst? das sind Regeln in deinem Kopf, deshalb gleich an Transition zu denken ist in meinen Augen keine gute Idee, heißt nicht das ich dir das absprechen möchte.
Ich bin bei der Bundeswehr mein Psych hat mich genau das gefragt. Er hat gefragt ob ich mir erhoffe wenn ich als Frau lebe(fürchterliche Formulierung, aber besser fällt es mir nicht ein) das ich nicht mehr so diese starke Rolle einnehmen muss. Ich habe gesagt ich bin eine Vorgesetzte und ob ich nun Mann bleibe oder endlich Frau bin, ändert nichts daran wie stark meine Rolle sein wird, ich muss genauso Charakter stark, bestimmend und Führungsverantwortung tragen wie jeder andere Mann. Es ist nicht das Ziel solche Ansprüche von anderen an mich oder auch von mir an mich selbst damit zu beenden, denn ich lebe das gleiche Leben weiter nur für mich ein ausgeglicheneres. Ja ich weiß aktuell mit vielen Höhen und Tiefen.
Du bestimmst die regeln, ich habe mich als Mann auch oft genug an der Schulter meiner Frau ausgeheult oder lag beleidigt im Bett^^
Ich hoffe ich habe nicht all zu viel geschwafelt.
Liebe Grüße
Kathi
wie immer die Standard Floskel es gibt keine ideal Lösung.
Zu deiner Frage wann ich wusste das jetzt der Zeitpunkt gekommen ist?
Als mein Leben mir aus den Fingern glitt und ich nur noch ein Schatten von dem Menschen war der ich mal war. Die Entscheidung das ich den Schritt gehen werde stand schon vor mittlerweile 8 Jahren fest, ich habe mich dann in die Arbeit gestürzt und mich selbst verloren. Erst als ich an den oben geschriebenen Punkt gekommen bin und die Entscheidung getroffen habe... habe ich es geschafft mich auf dem Weg zu mir selbst zurück zu machen.
Ich wusste mit 6 Jahren schon das ich eigentlich eine Frau bin und seitdem habe ich es verdrängt, dann habe ich es ausgesprochen und der Gedanke hat sich festgebissen und mein Leben belastet bis ich es zugelassen habe.
Du schreibst du hast Freiheiten, aber du hast angst entdeckt zu werden oder vergisst Sachen?! Aber wer setzt dir die Regeln, wer sagt dir das du immer der starke Mann sein musst? das sind Regeln in deinem Kopf, deshalb gleich an Transition zu denken ist in meinen Augen keine gute Idee, heißt nicht das ich dir das absprechen möchte.
Ich bin bei der Bundeswehr mein Psych hat mich genau das gefragt. Er hat gefragt ob ich mir erhoffe wenn ich als Frau lebe(fürchterliche Formulierung, aber besser fällt es mir nicht ein) das ich nicht mehr so diese starke Rolle einnehmen muss. Ich habe gesagt ich bin eine Vorgesetzte und ob ich nun Mann bleibe oder endlich Frau bin, ändert nichts daran wie stark meine Rolle sein wird, ich muss genauso Charakter stark, bestimmend und Führungsverantwortung tragen wie jeder andere Mann. Es ist nicht das Ziel solche Ansprüche von anderen an mich oder auch von mir an mich selbst damit zu beenden, denn ich lebe das gleiche Leben weiter nur für mich ein ausgeglicheneres. Ja ich weiß aktuell mit vielen Höhen und Tiefen.
Du bestimmst die regeln, ich habe mich als Mann auch oft genug an der Schulter meiner Frau ausgeheult oder lag beleidigt im Bett^^
Ich hoffe ich habe nicht all zu viel geschwafelt.
Liebe Grüße
Kathi
Zuletzt geändert von Kathi87 am Di 20. Okt 2020, 19:27, insgesamt 2-mal geändert.
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
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Aria
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Re: Wo führt mein Weg noch hin
Genau so ist das! Es hat überhaupt nix mi "Rolle erfüllen" zu tun. Denn auch dann als Frau - wenn es dann mal soweit ist - gibt es Erwartungshaltungen an diese "Rolle" die ganz schön nervig und anstrengend sein können. Aber das weiß man halt nicht, wenn man immer nur mal auf "Urlaub als Frau" vom männlichen Leben geht.Kathi87 hat geschrieben: Di 20. Okt 2020, 18:32 Ich bin bei der Bundeswehr und mein Psych hat mich genau das gefragt. Er hat gefragt ob ich mir erhoffe wenn ich als Frau lebe(fürchterliche Formulierung, aber besser fällt es mir nicht ein) das ich nicht mehr so diese starke Rolle einnehmen muss. Ich habe gesagt ich bin bei der Bundeswehr und ob ich nun Mann bleibe oder endlich Frau bin, ändert nichts daran wie stark meine Rolle sein wird, ich muss genauso Charakter stark, bestimmend und Führungsverantwortung tragen wie jeder andere Mann. Das ist nicht der Ziel meines Weges....
@ Anja
Es ist vielmehr ein "satt haben" von diesem falschen Leben, von dem man dachte, dass es das richtige sein muss. Dieses ständige Gedankenkarussell, dass einfach nie aufhört, dass einen fix und fertig macht und gefühlt jeden Tag neben der Arbeit einen Marathon laufen lässt. Und wenn man dann nicht mehr richtig schlafen kann obwohl man fix und fertig ist, weil einen eine Brustenge aufwachen lässt und das Herz rast. Dann, ja dann könnte es der Fall sein, dass man was ändern muss.
¡no lamento nada!
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Momo58
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Re: Wo führt mein Weg noch hin
Hi Anja,
diese innere Zerrissenheit kenne ich nur zu gut. Ich habe viel zu viel psychische Kraft vergeudet, um der zu sein, der ich nie war, der angeblich Starke, der Macho usw. Der Leidensdruck spielte bei mir schon eine Rolle. Als der groß genug war, kippte bei mir ein innerer Schalter um. Ich fragte mich die selben Fragen, die du dir im Moment stellst. Ich wollte mich nicht mehr selbst quälen. Ich packte die Männerklamotten in ein paar Umzugskisten und stellte sie in den Keller , um sie später zu entsorgen. Ich lebte ab diesem Tag als die, die ich schon immer war, eine transidente Frau. Das war eine totale Erleichterung. Dann folgten Outings, die begleitende Therapie und die Personenstands-/Vornamensänderung. Die Ehe wurde in eine gleichgeschlechtliche Ehe umgewandelt. Du kannst dein Geschlecht angleichen, musst es aber nicht. Die Alltagsprobleme bleiben dir erhalten, blaue Augen bleiben blau, trotz Personenstandsänderung, z. B. Ärger mit Windows-updates oder ein defekter Wasserhahn. Es kann sein, dass du dich als Frau besser durchsetzen kannst, aber du hast auch die Möglichkeit als "hilflose" Frau um Hilfe zu bitten. Meine weibliche Kleidung ist sehr farbenfroh und ich kann viel mehr untereinander kombinieren. Am Anfang habe ich mich an selbsternannten Transaktivistinnen orientiert, habe aber sehr schnell erkannt, dass ich besser meinen eigenen Weg gehe. Heute bin ich dankbar, dass ich mich so entschieden habe.
Liebe Grüße
Manuela
diese innere Zerrissenheit kenne ich nur zu gut. Ich habe viel zu viel psychische Kraft vergeudet, um der zu sein, der ich nie war, der angeblich Starke, der Macho usw. Der Leidensdruck spielte bei mir schon eine Rolle. Als der groß genug war, kippte bei mir ein innerer Schalter um. Ich fragte mich die selben Fragen, die du dir im Moment stellst. Ich wollte mich nicht mehr selbst quälen. Ich packte die Männerklamotten in ein paar Umzugskisten und stellte sie in den Keller , um sie später zu entsorgen. Ich lebte ab diesem Tag als die, die ich schon immer war, eine transidente Frau. Das war eine totale Erleichterung. Dann folgten Outings, die begleitende Therapie und die Personenstands-/Vornamensänderung. Die Ehe wurde in eine gleichgeschlechtliche Ehe umgewandelt. Du kannst dein Geschlecht angleichen, musst es aber nicht. Die Alltagsprobleme bleiben dir erhalten, blaue Augen bleiben blau, trotz Personenstandsänderung, z. B. Ärger mit Windows-updates oder ein defekter Wasserhahn. Es kann sein, dass du dich als Frau besser durchsetzen kannst, aber du hast auch die Möglichkeit als "hilflose" Frau um Hilfe zu bitten. Meine weibliche Kleidung ist sehr farbenfroh und ich kann viel mehr untereinander kombinieren. Am Anfang habe ich mich an selbsternannten Transaktivistinnen orientiert, habe aber sehr schnell erkannt, dass ich besser meinen eigenen Weg gehe. Heute bin ich dankbar, dass ich mich so entschieden habe.
Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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Jaddy
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Re: Wo führt mein Weg noch hin
Jepp. Bzw ist es deine persönliche Variante. Und es ist gut, dass dir das jetzt auffällt, wo du die Lage relativ unter Kontrolle hast. Bis zum Zusammenbruch oder einer anderen Katastrophe zu warten ist eher nicht so prima. Manche merken es aber erst dann.
Ich hatte glücklicherweise keine Katastrophen. Bei mir war es fast _zu_ gut. Eigentlich alles problemlos eingerichtet, alle Freiheiten, auch was Klamotten etc anging, aber darunter doch ne ganze Menge verdrängt, was erst zum Vorschein kam, als ich es probiert habe. Wer weiss, welche verdrängten Bedürfnisse bei dir zum übersehen, vergessen usw führen.
Kathis Anregungen finde ich sehr wichtig: Was würde sich ändern und was hindert dich eigentlich?
Und ich setze noch eine hinterher: Was bringt dir wirklich was?
Vielleicht ist eine Transition noch nicht oder gar nicht die richtige Lösung. Aber der erste Schritt dahin ist vielleicht sinnvoll, dir ne kundige Fachperson zu suchen, die dir beim finden der richtigen Lösungen hilft.
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AnjaT
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Re: Wo führt mein Weg noch hin
Hallo Kathi, Aria, Momo und Jaddy,
vielen lieben Dank für eure Beiträge, ja ihr habt mir da schon sehr mit geholfen.
Liebe Kathi,
nein du hast nicht zu viel geschwafelt, was ich mitgenommen habe, auch als Frau kann/muss man Verantwortung übernehmen. Was aber leider nichts daran ändert das ich als Mann wahrgenommen werde. Aber ich werde vielleicht mehr weiblichkeit in mein Tun und Denken bringen.
Liebe Aria,
ja ich habe es wirklich satt und alles was du dazu geschrieben hast trifft leider auf mich zu. Es geht mir auch gesundheitlich nicht gut. Also wird es Zeit was zu tun.
Liebe Momo,
du hast also die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht und warst mutig genug die richtigen Schritte zu gehen. Da hakt es noch bei mir, siehe Gedankenkarussell.
Liebe Jaddy,
du meinst also das ich die Signale meines Körpers richtig verstehe und jetzt noch rechtzeitig was machen kann. Ja du hast recht "¦. bringt mir das wirklich was? Das werde ich wohl selber nicht rausfinden. Da kämpfe ich schon zu lange mit rum.
Ich werde mir wohl einen Therapeuten suchen.
Also nochmal vielen Dank an euch alle. Ich packe es jetzt einfach an, ein Anfang ist gemacht.
Liebe Grüsse eure Anja
vielen lieben Dank für eure Beiträge, ja ihr habt mir da schon sehr mit geholfen.
Liebe Kathi,
nein du hast nicht zu viel geschwafelt, was ich mitgenommen habe, auch als Frau kann/muss man Verantwortung übernehmen. Was aber leider nichts daran ändert das ich als Mann wahrgenommen werde. Aber ich werde vielleicht mehr weiblichkeit in mein Tun und Denken bringen.
Liebe Aria,
ja ich habe es wirklich satt und alles was du dazu geschrieben hast trifft leider auf mich zu. Es geht mir auch gesundheitlich nicht gut. Also wird es Zeit was zu tun.
Liebe Momo,
du hast also die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht und warst mutig genug die richtigen Schritte zu gehen. Da hakt es noch bei mir, siehe Gedankenkarussell.
Liebe Jaddy,
du meinst also das ich die Signale meines Körpers richtig verstehe und jetzt noch rechtzeitig was machen kann. Ja du hast recht "¦. bringt mir das wirklich was? Das werde ich wohl selber nicht rausfinden. Da kämpfe ich schon zu lange mit rum.
Ich werde mir wohl einen Therapeuten suchen.
Also nochmal vielen Dank an euch alle. Ich packe es jetzt einfach an, ein Anfang ist gemacht.
Liebe Grüsse eure Anja
Leben Sie es, ohne sich weh zu tun - Zitat aus dem Blog von Svenja aus Kiel -
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Ulrike-Marisa
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Re: Wo führt mein Weg noch hin
Moin Anja,
...das es keinen Königsweg gibt, ist glaube ich klar, aber...habe ich schon mal geschrieben...
Das Leben, d.h. unser Leben hier und jetzt sind wir gehalten zu gestalten, möglichst in einer Weise, die uns persönliches Glück und Zufriedenheit schenken kann. Das wird nicht immer möglich sein, aber wir können daran arbeiten, verträgliche Lebenskompromisse zu schließen mit unseren uns umgebenden Menschen und letztlich mit uns selbst, indem wir unser sein für uns selbst akzeptieren und für unser Leben zulassen. Alles andere ist Beiwerk, nice to have. Wir die Betroffenen müssen zuallererst mit uns selbst zurechtkommen, dann ist schon ein wesentliches Stück des Weges geschafft. Die Freude über das eigene Sein,kann sich dann auch auf andere übertragen.
Die Gedanken sind frei...
Geh aus mein Herz und suche Freud...
Vielleicht kann so eine Sichtweise der Dinge ein wenig helfen...Ich weiß es seit meiner Kindheit, dass ich einfach anders war, es hat aber erst moderner Kommunikationstechnik sprich Internet bedurft, hier im Forum die Informationen zu finden, damit ich mich selbst verstehen konnte. Früher vor 50, 60 Jahren war das Thema nicht diskutabel. Da gabs ne Ohrfeige und das wars, als ich zu Hause mal ansprach, dass ich einen Mädchennamen haben wollte und beim Klamottentausch mit meiner Freundin in der Grundschulzeit gabs mächtigen Ärger...
Grüße, Ulrike-Marisa
...das es keinen Königsweg gibt, ist glaube ich klar, aber...habe ich schon mal geschrieben...
Das Leben, d.h. unser Leben hier und jetzt sind wir gehalten zu gestalten, möglichst in einer Weise, die uns persönliches Glück und Zufriedenheit schenken kann. Das wird nicht immer möglich sein, aber wir können daran arbeiten, verträgliche Lebenskompromisse zu schließen mit unseren uns umgebenden Menschen und letztlich mit uns selbst, indem wir unser sein für uns selbst akzeptieren und für unser Leben zulassen. Alles andere ist Beiwerk, nice to have. Wir die Betroffenen müssen zuallererst mit uns selbst zurechtkommen, dann ist schon ein wesentliches Stück des Weges geschafft. Die Freude über das eigene Sein,kann sich dann auch auf andere übertragen.
Die Gedanken sind frei...
Geh aus mein Herz und suche Freud...
Vielleicht kann so eine Sichtweise der Dinge ein wenig helfen...Ich weiß es seit meiner Kindheit, dass ich einfach anders war, es hat aber erst moderner Kommunikationstechnik sprich Internet bedurft, hier im Forum die Informationen zu finden, damit ich mich selbst verstehen konnte. Früher vor 50, 60 Jahren war das Thema nicht diskutabel. Da gabs ne Ohrfeige und das wars, als ich zu Hause mal ansprach, dass ich einen Mädchennamen haben wollte und beim Klamottentausch mit meiner Freundin in der Grundschulzeit gabs mächtigen Ärger...
Grüße, Ulrike-Marisa
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AnjaT
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Re: Wo führt mein Weg noch hin
Hallo Ihr Lieben,
auf meiner Suche nach einem Therapeuten habe ich zwei Praxen gefunden. Dr. Falke in Duisburg und ein Fachzentrum für Psychotherapie in Düsseldorf. Letztere Praxis scheint ein größerer Laden mit vielen Niederlassungen zu sein. Beide werben ausdrücklich mit Ihrer Erfahrung auf unserem (Trans) Gebiet.
Kennt jemand von euch diese Praxen? Wie ich immer wieder lese ist der richtige Therapeut ja auch Glückssache.
Bei meiner Suche bin ich dann noch auf die SHG vom Gendertreff in Düsseldorf gestoßen. Treffen sind ja im Moment eher nicht angesagt, aber hat jemand von euch einen Kontakt da hin?
Würde mich über Hinweise wirklich freuen.
Liebe Grüsse Anja
auf meiner Suche nach einem Therapeuten habe ich zwei Praxen gefunden. Dr. Falke in Duisburg und ein Fachzentrum für Psychotherapie in Düsseldorf. Letztere Praxis scheint ein größerer Laden mit vielen Niederlassungen zu sein. Beide werben ausdrücklich mit Ihrer Erfahrung auf unserem (Trans) Gebiet.
Kennt jemand von euch diese Praxen? Wie ich immer wieder lese ist der richtige Therapeut ja auch Glückssache.
Bei meiner Suche bin ich dann noch auf die SHG vom Gendertreff in Düsseldorf gestoßen. Treffen sind ja im Moment eher nicht angesagt, aber hat jemand von euch einen Kontakt da hin?
Würde mich über Hinweise wirklich freuen.
Liebe Grüsse Anja
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Momo58
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Re: Wo führt mein Weg noch hin
Zu den Therapeuten kann ich leider nichts sagen, aber im Gendertreff gibt's für die Zeit des Lockdowns auch ein virtuelles Selbsthilfetreffen.
LG Manuela
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