War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?
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Lebensplanung, Standorte
Laila-Sarah
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War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 1 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

ich bin schon wieder wissbegierig und neugierig und möchte von den Mitglieder_innen, die sich von ihren Geschlechtsteilen gestört fühlen/fühlten folgendes wissen:

War dieser Zustand bei euch immer schon da oder kam sie irgendwann im laufe der Entwicklung dazu?
Und beim letzteren wurde mit der Zeit mehr oder kam es mit der maximalen Ausprägung dazu?
Was hat mehr gestört: Die fehlenden Brüste oder der Penis (MzF) Die vorhandenen Brüste oder die Vagina (FzM) ?

Viel Info im Netzt scheint es über die Zeitliche Entwicklung bei Körperdysphorie auch nicht zu geben. Daher gehe ich aus, dass es ein Zusand ist, was von Anfang an da ist ;)

VlG
Zuletzt geändert von Laila-Sarah am Sa 26. Sep 2020, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Céline
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 2 im Thema

Beitrag von Céline »

Hi,
Bei mir hat es sich erst ca. 2015/16 schleichend angekündigt. und wurde dann immer schlimmer je mehr ich das " Puzzle " zusammen setzte und so langsam zu verstehen begann warum in meinem Leben so vieles anders war und ich es von Kind an nie verstand was mit mir los ist. Letztlich war es ein Video das mich aufhören ließ.Es handelte sich um das Leben einer Transfrau und ich saß da und war total perplex weil ich mich darin komplett selbst gesehen habe. In den letzten 5 Jahren suchte ich mich dann Stück für Stück selbst und es dauerte wirklich lange bis ich Céline im Spiegel sah.
Ich kann nicht sagen das ich mit meinem Körper komplett unglücklich bin aber dazu hat mein Umfeld auch beigetragen das mich so aktzeptiert wie ich bin und mir die Schamm größtenteils genommen hat. Was aber nicht heißt das ich meine Angleichung nicht mache sondern nur das ich mich für meinen Körper nicht mehr schämme.
Als Kind und Jugendlicher konnte ich tatsächlich nicht sagen im falschen Körper zu stecken, es stimmte halt einfach etwas nicht und ich führte zeitlebens ein Doppelleben.
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 3 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Bei mir finde ich das schwierig zu sagen. Es war nämlich die längste Zeit vor allem ein Problem der Wahrnehmung. Dieser Körper fühlte sich nicht wirklich gut, nützlich, passend, richtig an. Aber ich hatte auch keine alternative Zielvorstellung.

Ich beschreibe den damaligen Zustand häufig als "ungeliebte Mietwohnung". Ist eben so, hat etliche Macken, aber läßt sich auch nicht wirklich ändert oder aufpeppen und Umzug kommt irgendwie auch nicht in Frage. Der wichtigste Punkt aber war, in der Metapher bleibend, dass ich gar keine Idee hatte, dass es sich überhaupt auch viel viel angenehmer wohnen lässt. Ich hatte eher so den Eindruck, dass es doch wohl allen anderen auch so geht wie mir. Dass das Gefühl "normal" sei.

Dementsprechend wenig hab ich mich um meine "Wohnung" gekümmert, was natürlich entsprechende Folgen hatte. Dass ich tatsächlich aktiv mein "Wohngefühl" verbessern kann, kam erst ab 2011 mit der bewusst geplanten, berechneten Gewichtsabnahme. Da hatte ich zum ersten Mal die Kontrolle und sie funktionierte auch.

Ab 2017 habe ich dann mit zunehmender Geschwindigkeit immer weitere Veränderungen angetestet und, wenn sie sich gut anfühlten, fortgesetzt. Die dysphorischen Gefühle habe ich immer erst im Nachhinein verstanden, also was ich alles an "nicht-richtig-Gefühl" wohl verdrängt hatte. Nur gelegentlich kamen auf dem Weg dann einzelne Aspekte hoch, aber eher weil die Veränderung nicht schnell genug ging, gerade bei der Epilation. Tatsächlich habe ich erst 2 Monate vor der OP verstanden, Bunny sei Dank, wie viel Dysphorie ich bzgl meiner Genitalien hatte und dass es keineswegs nur um "praktische und ästhetische Aspekte" ging...

Nur: Eine echte Zielvorstellung habe ich immer noch nicht. Ich bin nur immer wieder überrascht, dass mein Gefühl für meinen Körper immer noch besser werden kann. Heck, so norm-fern mein Körper aktuell auch erscheinen mag: Zum ersten Mal mag ich ihn komplett zeigen!

tl;dr da haben sich bei mir über Jahrzehnte Dysphorie und gleichzeitige Verdrängung oder "Zuschüttung" gleichmässig hochgeschaukelt. Erst als ich erkannte, dass sich Veränderung lohnen kann, wurde langsam und im Nachhinein das ganze Ausmass klar.
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 4 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 15:05 ich bin schon wieder wissbegierig und neugierig und möchte von den Mitglieder_innen, die sich von ihren Geschlechtsteilen gestört fühlen/fühlten folgendes wissen
spannende Frage und super das du sie stellst...denn tatsächlich denke ich da grade viel drüber nach und spüre
ganz genau hin (dr)
Céline hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 15:31 und wurde dann immer schlimmer je mehr ich das " Puzzle " zusammen setzte
der Satz von Céline stimmt auch für mich, nur das sie es anders meint..

ach ich erzähle einfach mal...

ich bin jetzt 2 Jahre und fast einen Monat in HRT. Am Anfang habe ich äusserlich recht
schnell Fortschritte gemacht, also das Brustwachstum war da, die Haut wurde feiner,
sogar die Fettverteilung hat sich in eine gute Richtung bewegt.
Seit 1 Jahr steht das nun still und zuletzt hatte ich den Eindruck, das ich sogar eine
gewisse Rückentwicklung habe.
Und das obwohl die Laborwerte gut sind. Trotzdem habe ich beim Endotermin am 15.9.
darum gebeten wieder von Lenzetto auf Gynokadin umzustellen.
Das nur so ganz nebenbei...

viel wichtiger ist, was ich dabei gefühlt habe und mit deiner Fragestellung zu tun hat.
Während ich in der Anfangszeit spürte wie sich Körper und Geist annähern und vereinen,
wird die "Lücke" quasi gerade wieder grösser...es ist fast so als würde mein Inneres
schnell laufen und der Körper hat es sich irgendwo auf einer Parkbank gemütlich gemacht.
Anders gesagt es zerreisst mich gerade.
Und das trotz positiver Rückmeldungen, die kann ich nicht mal erst nehmen, ich halte sie
teils für Aussagen um mich zu beruhigen.
Ich habe 2 - 3 cm Brustumfang verloren, ich weiss das weil ichs messe und verrückerweise
in eine Tabelle eintrage :roll:

naja..

ich hatte nie einen grossen Bezug zu dem Penis. Das schwankte irgendwo zwischen mir egal ob er da ist,
ich brauche ihn nicht und warum ist der überhaupt da. Momentan stört er mich aber immer mehr
in meiner Wahrnehmung meines Körpers. Wenn ich nackt vor dem Spiegel stehe hängt da ein Ding
was ausserhalb meiner Gefühlsgrenzen ist. Manchmal machen wir zuhause sogar Witze darüber..
Von einer OP würde ich mir jetzt erhoffen, das mein Geist doch wieder mehr den Körper annimmt.
Ich habe ja nur diesen einen in diesem Leben...

Ich würde sagen das die Körperdysphorie sehr schwankend ist und kein gerader Verlauf sichtbar,
es ist noch nicht mal klar, ob sich je eine komplette Zufriedenheit einstellt.
Ich kann dir aber sagen, das die schönste Zeit die Anfangszeit in der Hormontherapie war,
was ich da gespürt hab war einfach nur wunderbar, auch wenn es manchmal schwer zu begreifen war.
Und auch nicht immer nur schön, dafür aber wahnsinnig befreiend.

Ja..hmm..also..ich spürte die Dysphorie früh, dann wurde sie überdeckt, teils aufgelöst, dann kam
die Angleichung, dann wieder Differenz-wenn jemand davon spricht es ist ein Wunsch eine Frau zu
sein, hat diese Person keine Ahnung.

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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 5 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 16:03 Nur: Eine echte Zielvorstellung habe ich immer noch nicht. Ich bin nur immer wieder überrascht, dass mein Gefühl für meinen Körper immer noch besser werden kann. Heck, so norm-fern mein Körper aktuell auch erscheinen mag: Zum ersten Mal mag ich ihn komplett zeigen!

tl;dr da haben sich bei mir über Jahrzehnte Dysphorie und gleichzeitige Verdrängung oder "Zuschüttung" gleichmässig hochgeschaukelt. Erst als ich erkannte, dass sich Veränderung lohnen kann, wurde langsam und im Nachhinein das ganze Ausmass klar.

Hey..

ich muss das jetzt fragen..wenn du immer noch keine echte Zielvorstellung hast,
was macht dich sicher, das dir das ganze Ausmass klar ist, dein Körpergefühl nicht noch besser werden könnte
und die OP so wie sie war, richtig war?

Ich weiss, das du nicht losläufst und irgendwas machst, sondern schon genau hinsiehst, aber eben hatte
ich ein Fragezeichen bekommen.

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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 6 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 15:05 Was dieser Zustand bei euch immer schon da oder kam sie irgendwann im laufe der Entwicklung dazu.
Und beim letzteren wurde mit der Zeit mehr oder kam es mit der maximalen Ausprägung dazu?
Was hat mehr gestört: Die fehlenden Brüste oder der Penis (MzF) Die vorhandenen Brüste oder die Vagina (FzM) ?
Frage 1: Wie kann ich das wissen ? Die Erinnerungen an die frühe Kindheit ist mir nicht gegeben. Darüber hinaus sind Erinnerungen sehr anfällig gegen Veränderungen, z.B. Sicherheit von Zeugenaussagen (und die sind meist sehr kurzfristig). Aber prinzipiell ist das Thema bei mir schon sehr alt.

Frage 2: Das schwankt mit der Zeit. Es wurde insofern mehr als ich über das Netz zu mehr Infos gekommen bin. Da habe ich verstanden, dass das vielleicht ungewöhnlich, aber eigentlich normal ist.

Frage 3: Mir ist meine körperliche Integrität wichtig. Insofern lebe ich mit meinem Penis, auch wenn die Bedeutung nicht so groß ist. Brüste, auch wenn sie nur künstlich sind, gehören zu meinem Körper dazu. EIngriffe lehne ich aus gleichem Grund ab. Mein Körper funktioniert so wie er ist, wunderbar. Da möchte ich nicht eingreifen, auch wenn ich manchmal eine körperliche Weiblichkeit vermisse. Da das aber nicht ständig so ist, kann ich das gut kompensieren, zumal in letzter Zeit auch im Zusammenleben mit meiner Frau das besser läuft. Ich akzeptiere mich zunehmend in meinem seelischen/geistigen "Zwitterstatus".

Ich hoffe, dass ich Dir etwas helfen konnte.
Viele Grüße
Vicky

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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 7 im Thema

Beitrag von Wally »

Die Körper-Dysphorie war bei mir wohl schon immer da. Den Stolz anderer Jungen vor und erst recht nach der Pubertät auf den eigenen Penis konnte ich nie nachvollziehen: ich persönlich habe mich dieses Körperteils immer entsetzlich geschämt - am allermeisten bei Erektion. Noch während der Pubertät kriegte ich mal ein Ekzem an einem Hoden - da habe ich wohl irgend eine der vielen Plastikfasern, die man in den 60ern für Kleidung ausprobiert hat, schlecht vertragen. Ich habe tatsächlich wochenlang sehnlichst gehofft, das sei Krebs, und man würde mir deswegen dieses ganze, peinliche Gehänge wegschneiden... Das heilte aber "leider" nach ein paar Wochen von selber wieder ab. :(

Bartwuchs und Stimmbruch erwartete ich in der Pubertät - sehnlichst, weil man mir ja einerseits beigebracht hatte, ich sei ein Junge und würde zu einem Mann, ich aber andererseits wegen meiner mädchenhaften Gefühlswelt sozial allergrößte Schwierigkeiten hatte, als Junge auch anerkannt zu werden. Da erhoffte ich mir von Stimmbruch und Bartwuchs eine Hilfe.

Nicht erwartet (weil zunächst gar nicht bewußt mit Männlichkeit/Weiblichkeit in Verbindung gebracht) habe ich allerdings das pubertäre Knochen- und Körperstamm-Wachstum. Und obwohl ich mit 55 kg bei 170 cm Körpergröße nun wirklich alles andere als dick war, kam mir mein Bauch im Verlauf der Pubertät zunehmend abstrus dick und fett vor, weil sich halt die vorher noch vorhandene, kindliche Taille auswuchs. Und die Knöchel an Hand- und Fußgelenken standen plötzlich so heraus, dass ich ernsthaft befürchtete, das seien Knochentumore. Irgendwie hatte ich da wohl in irgendeiner Ecke meiner Psyche ein Bild davon gespeichert, wie mein Körper im Verlauf des jugendlichen Wachstums aussehen sollte - und das ging nun in eine völlig andere, für mein Gefühl "falsche" Richtung.

Herzliche Grüße
Wally
Herzliche Grüße
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Bibi Melina
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 8 im Thema

Beitrag von Bibi Melina »

Hallo Leila-Sarah

nun in dem punkt kann nur jede/r von sich selbst berichten wie oder wann es begonnen hat so nun auch meine geschichte

es war im jahre 1985/86 als ich gerspürt hatte das was nicht stimmte mit meinem körper aber ein outing war auch damals unmöglich gewesen
denn dann hätte es blos ein paar an die ohren gegeben und es hat geheissen entweder bist du jetzt wieder nromal oder es setzt noch ein paar hinterher /damals war ich 5-6 jahre alt so genau kann ich das auch nciht mehr sagen)
ich fügte mich in die rolle des jungen bzw mannes und es ging sogar eine ganze zeit sehr gut ohne diversen propleme.
doch dann im laufe meiner ausbildunbg im jahre 2000-2003 zur hauswirtschaft brach das was ich verdrängt hatte immer wieder ein wenig mehr ein wenig weniger wieder durch heisst ich habe mal angefangen die nägel mit nem filzer zu bemalen und so aber musste das spätstens am nächsten tag wieder weg machen da bemalte oder lackierte nägel in der hauswirtschaft einfach nicht erlaubt waren so liess ich es bald wieder und fügte mich wieder.
dann im jahre 2008 ich arbeitet da schon seit 4 jahren in einer grosswäscherei habe ich langsam aber sicher angefangen mich zu feminiseren andere würden sagen crossdressen.
doch nach gut 8 jahren fing ich an beide seiten aus zu probieren die männliche und die weibliche nun war es so das je männlicher ich wurde m,ich total unwohl fühlte als wäre das gar nicht ich (obwohl so geboren) und je weiblicher ich wurde desto mehr waren lkörper und geist im einklang.
nun begab sich auch 2 jahre davor das ich mal meine bekannte gefragt hatte was sie davon halten würde (die auch seit jahren gut kannte) was sie davon halten würde wenn ich mich operieren lassen darafhin meinte sie nur das sei mein leben und das müsste ich selbst entscheiten.
und dann es war so unmittelbar sie möchte nicht mehr das ich in rock oder kleid bei ihr aufschlage ich sei ein mann und soll mich doch dementsprechend kleiden.
tia und dann passierten mehrere sachen gleichzeitig zum einen war ich an dem besagten freitag bei meiner bekannte und hatte einen dermassen leidnsdruck gehabt das ich fast geplatzt wäre und froh war das ich wieder dann zuhause war und mich auf deutsch umziehen könnte nun muss ich auch hinzufügen das es 1,5 jahre davor einen betreuer wechsel gegeben hatte und ich mich ihm fenimin vorgestellt hatte er fragte wieso und weshalb und ich nur sagte das gehört zu mir und gut war es
ich möchte jetzt keine schleichwergbung machen aber zu dem zeitpunkt las ich noch eine forumsgeschichte (katrin ein mädchen setzt sich durch) und sah da so viele parrallelen darin zu mir das ich mich am 3,7,2017 dazu entschied den weg der transition zu gehen und dieser tag war ein montag
dann kam das outing überall (arbeit betreuer exetera wobei der betreuer noch sagte das habe ich mir gleich gedacht war nur eine frage der zeit)
wichtig dabei zu erwähnen ist noch als ich ich die nä/pä hinter mir hatte am 28.11.2017 und die hrt begann im november 2017 war das die befreiungschläge schlechthin
nun der letzte und total fight kann man sagen habe ich am 7.4.2019 bestritten das war nämlich die gaop und als ich damals aus dem op kam und ich wieder einigermassen klar denken konnte da wusste ich das ich es endlich geschafft habe im leben jetzt habe ich mein ziel erreicht

tia Leila-Sarah als ich mich geoutet hatte war ich 36 jahre alt und als ich fertig war 38 jahre nun fragt man sich wieso ich das nciht früher gemacht habe?
frage berrechtigt und ich muss ganz ehrlich sagen ich war damals noch nciht soweit hatte ich doch da zu viel angst wegen dem outing und so weiter
und noch eine weitere frage ob ich mit das mittelteil jemals gestört hatte? ja hat es am ende hat das teil mich so angeekelt dxas ich am liebsten ein messer genommen hätte um dieses ab zu schneiden
wusste aber das ich dann wahrscheinlich an einer verblutung sterben würde

ja so war das alles damals gewesen und wenn jetzt eine von uns die gaop hat oder berichtet ich stehe kurz davor dann errinert mich das gnaze genau an emine situation wie es damals bei mir war

nun schliesse ich meinen bericht und hoffe dir da ein wenig weiter geholfen zu haben
mit lieben und Hexsichem gruss Die Hexemelina )))(:
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 17:01
Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 16:03 Nur: Eine echte Zielvorstellung habe ich immer noch nicht. Ich bin nur immer wieder überrascht, dass mein Gefühl für meinen Körper immer noch besser werden kann. Heck, so norm-fern mein Körper aktuell auch erscheinen mag: Zum ersten Mal mag ich ihn komplett zeigen!

tl;dr da haben sich bei mir über Jahrzehnte Dysphorie und gleichzeitige Verdrängung oder "Zuschüttung" gleichmässig hochgeschaukelt. Erst als ich erkannte, dass sich Veränderung lohnen kann, wurde langsam und im Nachhinein das ganze Ausmass klar.
ich muss das jetzt fragen..wenn du immer noch keine echte Zielvorstellung hast,
was macht dich sicher, das dir das ganze Ausmass klar ist, dein Körpergefühl nicht noch besser werden könnte
und die OP so wie sie war, richtig war?
Ich bin absolut nicht sicher, dass ich bereits das Optimum erreicht habe. Also mal abgesehen davon, dass ich mir auf einem weiter entwickelten Planeten noch viel tollere Dinge vorstellen könnte, als nur hier und da ein paar Anhängsel korrigieren.

Es kann schon sein, dass ich da noch was entdecken werde. Entweder weil ich eine Möglichkeit entdecke, die mich darüber nachdenken lässt, oder weil ich inzwischen besser in mich reinhorchen und Diskrepanzen erkennen kann. Also das, was früher eben mit "is eben so, muss ja irgendwie" zugeschüttet war.

Klar habe ich bzgl der OP nachgedacht. Auch erst, als sie nach meinen Vorstellungen machbar erschien. Dann die Frage, ob ich den Aufwand überhaupt brauche. Die Risiken. Letztendlich ging es mir wie Dir:
!EmmiMarie! hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 16:27ich hatte nie einen grossen Bezug zu dem Penis. Das schwankte irgendwo zwischen mir egal ob er da ist, ich brauche ihn nicht und warum ist der überhaupt da. Momentan stört er mich aber immer mehr in meiner Wahrnehmung meines Körpers. Wenn ich nackt vor dem Spiegel stehe hängt da ein Ding was ausserhalb meiner Gefühlsgrenzen ist.
So wie es war, entsprach es weder ästhetisch, noch praktisch meinen Vorstellungen und meine Nutzung war schon immer nicht mit der "Bauform" kompatibel. Schon vor Jahren habe ich gesagt, dass eine Klitoris alleine völlig ausreichend für mich wäre.

Ob es tatsächlich richtig ist, habe ich noch in der Nacht vor der OP durchdacht. Aber da war ich dann auf dem Stand "alles ist besser als so wie es ist". Leider gehen solche Maßnahmen nicht testweise - cf. rückständiger Planet... Also ein gewisses Risiko war es schon. Aber ich war sehr zuversichtlich, dass ich mit jedem Outcome besser leben kann als mit dem vorherigen Gehänge. Und bisher muss ich sagen, dass die Entscheidung richtig war. Ich mag mich zeigen, ich mag mich anfassen lassen, ich mag mich im Spiegel.
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 10 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 18:26 Also mal abgesehen davon, dass ich mir auf einem weiter entwickelten Planeten noch viel tollere Dinge vorstellen könnte, als nur hier und da ein paar Anhängsel korrigieren.
OMG..bring mich nicht auf solche Ideen, sonst schläft Birgit heute nacht nicht weil ich nicht aufhören kann zu reden (moin)
Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 18:26 So wie es war, entsprach es weder ästhetisch, noch praktisch meinen Vorstellungen und meine Nutzung war schon immer nicht mit der "Bauform" kompatibel. Schon vor Jahren habe ich gesagt, dass eine Klitoris alleine völlig ausreichend für mich wäre.
hmmm...besonders ästhetisch ist das Ding eine Fehlplanung..
Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 18:26 Und bisher muss ich sagen, dass die Entscheidung richtig war. Ich mag mich zeigen, ich mag mich anfassen lassen, ich mag mich im Spiegel.
was soll ich sagen, das hör ich gerne...und danke, das will ich auch so haben (ki)

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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 11 im Thema

Beitrag von Céline »

Etwas ganz interessantes noch von mir, klingt vielleicht verrückt aber genau das empfinde und sehe ich.
Wenn ich mich nackt im Genitalbereich ansehe und dort berrühre sehe ich eine Vagina aus der ein Penis kommt und Berrührungen empfinde ich komplett anderst als früher, als würde ich tatsächlich ein anderes Geschlechtorgan berrühren.
Und selbst Berrührungen die ich mittlerweile zulassen kann empfinde ganz anderst und sie sind einfach schön.
Und meine äußeren Veränderungen lassen mich jetzt in den Spiegel sehen wenn ich mich gestylt habe und ich finde mich jetzt selbst attraktiv.
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 12 im Thema

Beitrag von Bibi Melina »

Jaddy hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 18:26 Und bisher muss ich sagen, dass die Entscheidung richtig war. Ich mag mich zeigen, ich mag mich anfassen lassen, ich mag mich im Spiegel.
und genau so ist es bei mir auch
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 13 im Thema

Beitrag von Auriyane »

Hallo Laila,
ich denke, dass dies bei den meisten ein wachsender Prozess ist.
Seit der Puberät wächst Körperdysphorie bei mir. Sie ist nicht immer da, zeitweise hab ich andere Dinge im Kopf, viel um den Ohren. ;)
Jedoch bricht sie immer wieder hervor und schlimmer als zuvor.
Wo ich noch am Anfang mit meinem Körper zufrieden war, hasse ihn jetzt nur noch. Ich bewundere euch alle, wie ihr euch eure Träume erfüllt.

Ich hoffe bald wieder innere Ruhe zu finden.

Liebe Grüße
Auriyane
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 14 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Das Gefühl, unpassende Körperteile zu besitzen, kam bei mir definitiv erst dann, als ich begann, meine weibliche Seite auch in der Öffentlichkeit auszuleben. In jungen Jahren hatte ich zwar gemerkt, dass ich anders bin und anders fühle als meine Altersgenossen, das aber nie an körperlichen Merkmalen festgemacht.
Da ich auf ein gutes Passing viel Wert lege, habe ich mir später natürlich den BH ausgestopft und streng darauf geachtet, dass der Penis keine "Beule" hinterlässt. Allzu sehr haben mich diese körperlichen Unzulänglichkeiten aber nicht gestört. Eher waren es die eintönige Kleidung und die Rollenerwartung, die ich an der mir zugedachten männlichen Rolle hasste.
Das mit dem fehlenden Busen hat sich inzwischen dank Hormontherapie erledigt. Bleibt der Penis. Ja der stört mich, aber offenbar nicht so sehr, dass ich mich bisher zu keiner angleichenden OP durchringen konnte.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: War die Körperdysphorie schon immer da oder kam sie später dazu?

Post 15 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo und einen schönen Sonntag morgen,

was ihr zu berichtet habt und vielleicht noch zu berichten habt ist sehr interessant und vom unschätzbarem Wert. Und ich bin völlig erstaunt darüber, dass das Empfinden - die eigenen/biologischen Geschlechtsteile sind falsch und die müssen umgeändert werden - bei so vielen erst sehr später kam. Ich hatte viel mehr Berichte wie bei Wally erwartet, wo man schon in jungen Jahren keinen/negativen Bezug zu seinen Penis hat und eine Vagina wünscht aber erstmal halt als Wunsch/Traum mit sich trägt. Und jetzt nicht bei Wally aber bei vielen anderen: Erst später und wenn man realisiert was heute alles machbar ist es wirklich zur unerträglichen Qual wird und man vielleicht einer GaOP zusteuert.

Jetzt habe ich zwei interessante Gedanken:

- Es gibt ja die Schule, die sagt ja man sei nur TS, wenn man sein Geschlecht auch körperlich anpassen möchte. Das psychologische allein könne man auch mit Geschlechterrollen erklären. Das kann ja dann so nicht stimmen, da ja der Wunsch sich meist viel später materialisiert. Sprich eine Transfrau, die erst mit 40 über eine GaOP nachgedacht hat aber seit Kind her schon psychologisch weiblich empfindet war ja vor 40 auch eine TS, oder?

- Ich hatte nie die Körperdysphorie - klar habe ich mir eine zierlichere Nase oder volle Haare gewünscht - Aber nie eine Vagina oder Schwangerschaft etc. Ich war mir auch ziemlich sicher, dass es so bleibt. Jetzt habe ich leichte Zweifel (oh jeh).

Danke nochmal für eure Erfahrungen und Meinungen und hoffentlich geht es hier weiter.

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