Till Randolf Amelung: über Gender: „Menschen sind keine Knetmasse"
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27493
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 205 Mal
- Danksagung erhalten: 2405 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
-
Kerstin
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2383
- Registriert: Fr 17. Feb 2012, 01:31
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Danke für den interessanten Artikel.
LG Kerstin
LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
-
Jaddy
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4057
- Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
- Geschlecht: a_binär / a_gender
- Pronomen: en/en/ens
- Wohnort (Name): nahe Bremen
- Hat sich bedankt: 307 Mal
- Danksagung erhalten: 1394 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Hrmfz. Mag sein, dass er nur solche Gruppen kennt. Menschen wie mich kennt er offenbar nicht - bzw er hat sich nicht mit ihnen unterhalten. Davon kenne ich aber etliche.Warum bezeichnen sich immer mehr Menschen als "nonbinary", wollen also weder als Mann noch als Frau gelesen werden?
Hier in Deutschland sind mir drei Gruppen aufgefallen: Zum ersten Trans- und Interpersonen, die sich nicht länger als "Mann/Frau mit Defekt" stigmatisiert sehen wollen und durch diesen Begriff einen versöhnlichen Umgang mit Biografie und Körper schaffen wollen. Zweitens Cisfrauen und -männer, die eigentlich andere Probleme haben und sich aber über Fragen des Geschlechts an der falschen Stelle abarbeiten. Und zuletzt Trans und Cis, die Geschlecht aus politischer Motivation abschaffen beziehungsweise überwinden wollen.
Mir (und vielen anderen - nicht allen - nicht-binären Menschen) fehlt grundsätzlich das Zugehörigkeitsgefühl zu den binären Genderkategorien. Wenn meine Mutter damals mit uns lustige Gesellschaftsspiele spielen wollte, fand (und finde) ich die idiotisch, langweilig, Zeitverschwendung und hab ich mich deshalb abgemeldet. Genau so geht's mir mit dem (binären) Gendersystem (und auch den religiösen Systemen).
Ich bin trans, weil ich mit dem ehemals zugewiesenen Gender nichts anfangen kann. Mit "dem anderen" aber auch nicht und deshalb bin ich da raus. Spielt das ruhig, aber ohne mich und nicht mit mir.
Ich hab auch keinen "Defekt". Ich wäre als "trans Frau" genauso falsch wie "als Mann". Ich bin auch kein cis Mann. Weder vom Gender-, noch von meinem Körpergefühl. Erstens gibt es keine männliche Rollenvariante, die mich nicht mit völlig unpassenden Zuschreibungen belästigt, zweitens hat dieser XY-Körper diverse unpassende Features - aber nicht nur schlechte. Einfach die falsche Mischung. Und ja, die weiblich genannten Körpervarianten sind auch nicht mein Ding. Ich wäre mit anderem Chromosomensatz auch keine cis Frau oder würde eine sein wollen. Mein Ideal- oder wenigstens Wohlfühlkörper ist weder-noch, auch wenn sich nicht wenige Leute entblöden, mir wegen der veränderten Features schon wieder irgendeines ihrer Gender zu unterstellen.
Das einzige zentrale Problem, das ich mit dem Genderzeugs habe und das ich für meine Person überwinden möchte sind einfach die binären Zuschreibungen. "Weil du Mann/Frau bist, darfst/musst du folgendes tun/mögen, darfst folgendes nicht und dein Körper hat diese Features zu haben und jene nicht". Bullshit. Können die binären für sich und untereinander gerne so halten, aber es gibt absolut keine gesellschaftliche Notwendigkeit, dass allen aufzuzwingen. Wir haben auch keine Staatsreligion mehr. Genau so, wie ich bei religiösen Spielen einfach die Teilnahme verweigern kann, kann ich das auch bei den Genderspielen.
tl;dr trans zu sein und ein Interview zu geben bedeutet keineswegs, dafür ausreichend informiert zu sein und_oder sinnvolle Dinge zu sagen. Es kann auch ganz schön viel enby-ignoranter Mist in einem Absatz dabei rauskommen.
Edit: Ach, erst danach gesehen. Das Interview führte Jan Feddersen. OK. Keine weiteren Fragen
Zuletzt geändert von Jaddy am Sa 25. Jul 2020, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
-
Olivia
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2275
- Registriert: Fr 13. Apr 2012, 11:25
- Geschlecht: ?
- Pronomen: ?
- Wohnort (Name): Regensburg
- Hat sich bedankt: 44 Mal
- Danksagung erhalten: 410 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Hallo Jaddy,
Du sprichst mir aus dem Herzen...
Liebe Grüße von Olivia
Du sprichst mir aus dem Herzen...
Liebe Grüße von Olivia
-
Topsy
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 149
- Registriert: Mo 25. Mai 2020, 15:20
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie/ihr
- Wohnort (Name): RLP
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Ich schließe mich Jaddy an. Bei diesem Absatz bin ich auch wütend - vor allem aber traurig geworden. Gerade erst habe ich mich (übrigens nach sorgfältiger Aufarbeitung meiner Kindheit, Jugend und Erwachsenenjahre) endgültig entschlossen, mich als nonbinär (mit einer stärker ausgeprägten weiblichen Seite und nur geringfügigem Zugehörigkeitsgefühl zum männlichen Geschlecht) einzuordnen. Wer meine ganze Lebensgeschichte hört, wird das sicher auch nachvollziehen können. Und wenn ich dann solche Interviews lese, macht mich das traurig. Und irgendwie leider auch unsicher. Ergo: Falsches Timing!
Ich verstehe diese Einstellung nicht, egal ob Transmann oder Cis-Mann... aber gerade von einem Transmann hätte ich mir mehr Toleranz erhofft. Warum sollte sich in einer freien Gesellschaft nicht jede*r so definieren können, dass sie/er damit glücklich wird? Und ob man dadurch das große Glück findet, muss eigentlich gar nicht Till Randolf Amelungs Angelegenheit sein. Unsere Erfahrungen machen wir letztlich ohnehin selbst.
Warum sollte es kein "irgendwo dazwischen" geben? Das ist doch nur logisch.
Es gibt doch immer und überall ein "dazwischen". Auch bei der Religion, die Jaddy gerade thematisiert hat. Zwischen Glaube und Atheismus gibt es den Agnostizismus. Identifiziert man sich nicht mit A und C, so kann man auf B ausweichen. Ja, zufällig bin ich tatsächlich Agnostiker, dürft ihr jetzt witzig finden.
Ich verstehe diese Einstellung nicht, egal ob Transmann oder Cis-Mann... aber gerade von einem Transmann hätte ich mir mehr Toleranz erhofft. Warum sollte sich in einer freien Gesellschaft nicht jede*r so definieren können, dass sie/er damit glücklich wird? Und ob man dadurch das große Glück findet, muss eigentlich gar nicht Till Randolf Amelungs Angelegenheit sein. Unsere Erfahrungen machen wir letztlich ohnehin selbst.
Warum sollte es kein "irgendwo dazwischen" geben? Das ist doch nur logisch.
Es gibt doch immer und überall ein "dazwischen". Auch bei der Religion, die Jaddy gerade thematisiert hat. Zwischen Glaube und Atheismus gibt es den Agnostizismus. Identifiziert man sich nicht mit A und C, so kann man auf B ausweichen. Ja, zufällig bin ich tatsächlich Agnostiker, dürft ihr jetzt witzig finden.
Zuletzt geändert von Topsy am Sa 25. Jul 2020, 18:22, insgesamt 1-mal geändert.
-
Marlene K.
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2149
- Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
- Geschlecht: größtenteils weiblic
- Pronomen: sie, ohne Überempfin
- Wohnort (Name): Berlin
- Hat sich bedankt: 222 Mal
- Danksagung erhalten: 66 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Ich habe das Interview und den Artikel https://taz.de/!5701042/, beide mit oder von Jan Feddersen, heute in der TAZ gelesen. In beiden Beiträgen bedient Herr Feddersen seine gegen TransMenschen und besonders gegen das Hinterfragen von sozialen Aspekten der Geschlechtszuschreibung wie zum Beispiel durch Judith Butler gerichtete feindliche Haltung.
Dazu bleibt nur zu sagen, dass nicht alle TransPerson den Theorien von judith Butler folgen. Ich habe es noch nicht gehört, dass Frau Navratilova als Transfeindlich bezeichnet wurde, weil sie einen Menschen mit männlichen Chromosomen, die keine Hormone nehmen und auch keine GaOp anstreben nicht zu Frauensportveranstaltungen zugelassen sehen möchte. Hier würde ich als TransFrau selber Frau Navratilova vollkommen zustimmen. Ich fände es übrigens genau so falsch TransMänner, die schon Testosteron nehmen zu Frauenwettkämpfen zuzulassen. Dies wäre Doping. Hier sind die Einzelfälle zu beurteilen. Dabei haben wir noch nicht einmal das Problem intersexuell geborener Menschen berührt.
Bei dem Interview stört mich besonders, dass Herr Feddersen den Eindruck erweckt, der interviewte Transmann Til Randolf Amelung hätte gesagt Frau Rowling hätte Recht, wenn sie alle menstruierenden Menschen als Frauen bezeichnet. Zugestimmt hat dieser lediglich der sugestiven Frage durch Herrn Feddersen:
Hier bleibt einfach nur festzustellen, dass kein Mensch fordert, dass sich alle Frauen als Mensch mit Vagina oder menstruierend bezeichnen. Es geht darum, dass Frau Rowling allen menstruierenden Menschen das Recht abspricht ihr Frausein in Frage zu stellen.
Es bleibt aber eine Tatsache: Nicht alle Frauen menstruieren, nicht jeder Mensch, der menstruiert ist eine Frau.
Wer diese Aussagen in Zweifel zieht ist transfeindlich und dumm. Wir, finde ich, sollten uns nicht durch den cismännlichen TerF Jan Feddersen in einen künstlichen Gegensatz schwuler oder lesbischer Mensch gegen TransMensch treiben lassen. Das ist, ähnlich wie mit Alice Schwarzer in Bezug auf Lesbenfragen eine Debatte auf der Höhe der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Schon die war hinter mancher Debatte der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts im Institut für Sexualwissenschaften zurückgefallen.
Ich denke, ich muss mal wieder einen Leserbrief an die TAZ schreiben.
Dazu bleibt nur zu sagen, dass nicht alle TransPerson den Theorien von judith Butler folgen. Ich habe es noch nicht gehört, dass Frau Navratilova als Transfeindlich bezeichnet wurde, weil sie einen Menschen mit männlichen Chromosomen, die keine Hormone nehmen und auch keine GaOp anstreben nicht zu Frauensportveranstaltungen zugelassen sehen möchte. Hier würde ich als TransFrau selber Frau Navratilova vollkommen zustimmen. Ich fände es übrigens genau so falsch TransMänner, die schon Testosteron nehmen zu Frauenwettkämpfen zuzulassen. Dies wäre Doping. Hier sind die Einzelfälle zu beurteilen. Dabei haben wir noch nicht einmal das Problem intersexuell geborener Menschen berührt.
Bei dem Interview stört mich besonders, dass Herr Feddersen den Eindruck erweckt, der interviewte Transmann Til Randolf Amelung hätte gesagt Frau Rowling hätte Recht, wenn sie alle menstruierenden Menschen als Frauen bezeichnet. Zugestimmt hat dieser lediglich der sugestiven Frage durch Herrn Feddersen:
...und wird durch ähnliche Fragen weiter in diese Richtung gedrängt.Rowling möchte weiter als Frau verstanden werden, nicht als "Mensch mit Vagina" — verstehen Sie die Schriftstellerin?
Hier bleibt einfach nur festzustellen, dass kein Mensch fordert, dass sich alle Frauen als Mensch mit Vagina oder menstruierend bezeichnen. Es geht darum, dass Frau Rowling allen menstruierenden Menschen das Recht abspricht ihr Frausein in Frage zu stellen.
Es bleibt aber eine Tatsache: Nicht alle Frauen menstruieren, nicht jeder Mensch, der menstruiert ist eine Frau.
Wer diese Aussagen in Zweifel zieht ist transfeindlich und dumm. Wir, finde ich, sollten uns nicht durch den cismännlichen TerF Jan Feddersen in einen künstlichen Gegensatz schwuler oder lesbischer Mensch gegen TransMensch treiben lassen. Das ist, ähnlich wie mit Alice Schwarzer in Bezug auf Lesbenfragen eine Debatte auf der Höhe der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Schon die war hinter mancher Debatte der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts im Institut für Sexualwissenschaften zurückgefallen.
Ich denke, ich muss mal wieder einen Leserbrief an die TAZ schreiben.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
-
Jaddy
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4057
- Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
- Geschlecht: a_binär / a_gender
- Pronomen: en/en/ens
- Wohnort (Name): nahe Bremen
- Hat sich bedankt: 307 Mal
- Danksagung erhalten: 1394 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Einen Kommentar habe ich dort schon hinterlassen. Ob das 1 Redaktx lesen wird bezweifle ich natürlich. Insofern: Go Leserbrief!Ralf-Marlene hat geschrieben: Sa 25. Jul 2020, 18:43 Ich denke, ich muss mal wieder einen Leserbrief an die TAZ schreiben.
Gerade wurde ich durch einen Mastodon-Beitrag darauf hingewiesen, dass das nicht Amelungs erster Auftritt war. Dieses "alle verwirrt ausser mir" ist Programm. Bei https://www.emma.de/artikel/es-nimmt-ab ... men-337379 wird gleich darunter ein Artikel mit A.Korte angezeigt. Passt.
-
Marlene K.
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2149
- Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
- Geschlecht: größtenteils weiblic
- Pronomen: sie, ohne Überempfin
- Wohnort (Name): Berlin
- Hat sich bedankt: 222 Mal
- Danksagung erhalten: 66 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Das ist der von mir geschriebene Brief:
Liebe TAZler,
mit großer Verwunderung beobachte ich, wie Euer Kulturredakteur ausgerechnet am durch farbige TransFrauen mit ausgelösten CSD Stimmung gegen TransMenschen macht und versucht diese gegeneinander und gegen gleichgeschlechtlich liebende CisMenschen auszuspielen.
In dem durch Ihren Redakteur sugestiv geführten Interview wird der Eindruck erweckt, der Interviewte würde der Aussage Rowlings alle menstruierenden Menschen seien Frauen zustimmen.
Er sagt hingegen nur, er verstehe wenn Frau Rowling als Frau bezeichnet werden möchte, nicht mehr und nicht weniger. Tatsache bleibt aber, dass nicht alle Frauen in ihrem Leben irgendwann menstruieren und das nicht alle, die menstruieren Frauen sind.
In dem Artikel zu Frau Navratilova wird, wieder sehr sugestiv, der Eindruck erweckt, alle die die Geschlechterzuschreibungen in Frage stellen, würden fordern den Frauensport für Menschen zu öffnen, die sich als Frauen sehen aber biologisch in einem männlich gewerteten Körper bleiben wollen. Eine solche Forderung oder ein Verteufeln von Frau Navratilova finde ich bei den mir bekannten Transmenschen erlebe ich, die ich vierzig Jahre als offen schwuler Mann gelebt habe, bevor ich mir meine eigene Weiblichkeit zugestand, einen solchen "Denkmalsturz" nicht.
Ich stelle mir nicht zum ersten Mal die Frage, welche Agenda Herr Jahn Feddersen, der sich als Vertreter des Elberskirchen-Hirschfeld-Hauses und der Initiative Queer Nations versteht, hier vertritt.
Ich befürworte eine offene, respektvolle Diskussion. Was ich hier aber sehe und auch schon in der Vergangenheit so gesehen habe ist die Haltung eines Trans excludierenden radikalen Feministen, der nur Cis Geschlechtlichkeit als zuztreffend ansieht.
Magnus Hirschfeld war mit dem Institut für Sexualwissenschaften schon offener als diese von Frau Alice Schwarzer und Herrn Feddersen geführte Geisterdiskussion auf der Höhe des in den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts notwendigen und verdienstvollen, auch von mir damals mitgetragenen Denkens.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
-
Sonnenuhr
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 86
- Registriert: Di 29. Mai 2018, 18:55
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Nähe Berlin
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
transfeindlich, GENITALISTISCH und dumm, bitte.Ralf-Marlene hat geschrieben: Sa 25. Jul 2020, 18:43
Wer diese Aussagen in Zweifel zieht ist transfeindlich und dumm.
Wir sind hier schon auf hohem Niveau, da erlaube ich mir noch den Hinweis anzubringen, dass nicht
alle Frauen, die nicht mit Vaginen geboren wurden, als trans bezeichnet werden wollen/sollen.
D.h. nicht jede Frau mit Penis ist trans, Gewalt & Hassrede gegen Frauen mit Penissen kann auch einfach mal als
frauenfeindlich oder genitalistisch/anatomistisch bezeichnet werden, sie muss je nach Frau nicht unbedingt automatisch "transphob" sein,
wenn man verstanden hat, dass Frauen mit Penissen Frauen sind, und nicht unbedingt "Transfrauen" oder "Transsexuelle". Find ich wichtig.
Ein Beispiel: Wenn ich angegriffen werde und man bezeichnet diesen Angriff nachher als "transfeindlich", nur weil ich angegriffen wurde, finde
ich das stigmatisierend und gegen meine eigene Selbstbezeichnung, ich bin eine Frau und nicht trans und von daher möchte ich auch weder als
"trans" bezeichnet werden, noch dass Reaktionen auf mich als "Reaktionen auf trans" (z.B. "transfeindlich) genannt werden, denn dadurch würde
ich ja wieder als etwas bezeichnet, was ich nicht bin.
Meiner Ansicht nach bin ich eine Frau, immer schon gewesen, nichts anderes und ich gestehe jeder anderen von uns, egal ob operiert oder nicht, Hormone
oder nicht, Passing oder Nicht, Geschlechtseintrag oder Vorname geändert oder nicht, immer und jederzeit ein, sich ebenso als Frau und immer schon und
für immer Frau zu bezeichnen und niemand hätte das Recht, diese Bezeichnungen zu übergehen und unsere enthaltene Ablehnung der Zuweisung "trans(sexuell/gender)"
zu übergehen.
Schön, dass du Jan Fedderssen erwähnst. Dieser Mensch ist pures Gift, er ist ein Hetzer der übelsten Sorte und seine Taz Kolumnen oftRalf-Marlene hat geschrieben: Sa 25. Jul 2020, 18:43 Wir, finde ich, sollten uns nicht durch den cismännlichen TerF Jan Feddersen in einen künstlichen Gegensatz schwuler oder lesbischer Mensch gegen TransMensch treiben lassen. Das ist, ähnlich wie mit Alice Schwarzer in Bezug auf Lesbenfragen eine Debatte auf der Höhe der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Schon die war hinter mancher Debatte der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts im Institut für Sexualwissenschaften zurückgefallen.
Ich denke, ich muss mal wieder einen Leserbrief an die TAZ schreiben.
pure Hassrede gegen uns. Deswegen boykottiere ich die TAZ allein schon, er ist weißgott nicht der einzigste genitalistische und transphobe
Hetzer dort und ich finde, es gibt keine Ausrede dafür. Die TAZ lügt.
Das schlimmste ist, dass TAZ Leser sich oftmals aufgeklärt und fair informiert wähnen, in Wirklichkeit aber dieselbe toxische Hetze gegen uns
konsumieren in diesem Blatt wie jeder andere Leser von Mainstream- oder rechten Zeitungen. Meine Abneigung gegen diese Zeitung ist extrem
hoch und ich habe auch schonmal eine Zusammenarbeit abgebrochen, weil ich deren Zuschreibungen und Leute so widerlich und irreführend fand.
Neue Aktionsgruppe gegen das Transsexuellengesetz - https://t.me/NoTSG030
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27493
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 205 Mal
- Danksagung erhalten: 2405 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Guten Tag,
Ansonsten lösche ich solche Teile oder Beiträge.
Die Sätze könnten dann in etwa so beginnen: "Ich denke, dass Jan...".
Gruß
Anne-Mette
da es nicht amtlich festgestellt wurde, was Du über Jan Feddersen schreibst, musst Du deutlicher machen, dass es Deine Meinung ist.
Ansonsten lösche ich solche Teile oder Beiträge.
Die Sätze könnten dann in etwa so beginnen: "Ich denke, dass Jan...".
Gruß
Anne-Mette
-
Marlene K.
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2149
- Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
- Geschlecht: größtenteils weiblic
- Pronomen: sie, ohne Überempfin
- Wohnort (Name): Berlin
- Hat sich bedankt: 222 Mal
- Danksagung erhalten: 66 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Ich möchte noch mal betonen, dass ich eine offene Diskussion befürworte.Sonnenuhr hat geschrieben: Sa 25. Jul 2020, 21:16 ...
transfeindlich, GENITALISTISCH und dumm, bitte.
Wir sind hier schon auf hohem Niveau, da erlaube ich mir noch den Hinweis anzubringen, dass nicht
alle Frauen, die nicht mit Vaginen geboren wurden, als trans bezeichnet werden wollen/sollen.
...
hoch und ich habe auch schonmal eine Zusammenarbeit abgebrochen, weil ich deren Zuschreibungen und Leute so widerlich und irreführend fand.
Ich sehe in solchen Positionen wie hier beschrieben den Versuch, allen außer Dir das Recht abzusprechen eigene Definitionen als die von Dir aufzustellen. Dies ist gnau so extrem wie das von mir kritisierte und hat mit meiner kritik wenig zu tun.
Ich bin der Mittelpunkt meiner Welt, aber nicht der Welt.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.