Good Will - Wege zu einer guten Zukunft
Good Will - Wege zu einer guten Zukunft

Antworten
ExuserIn-2020-07-10
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 388
Registriert: Sa 2. Feb 2019, 15:41
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Good Will - Wege zu einer guten Zukunft

Post 1 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Good Will - Vom guten Willen ausgehen

Ich weiß nicht wie es euch geht aber mir geht die ewigen Distopie-Szenarien in allen Medien ganz schön auf die Nerven.
Zusätzlich scheint man von einem schlechten Menschenbild auszugehen.
Dazu kommt der Mangel an Geduld, ständige Erreichbarkeit, Überflutung von Monoreizen.

Die Schlaraffenland-Mentalität in unseren Tagen "Ich will es, ich kaufe es" (Ariana Grande), macht uns langweilig. Ich will es, ich kaufe es ist übrigens das neue Geiz ist geil und dieser Spruch war schon damals einfach nur Menschenverachtend.
Jeden Wunsch kann man sich sofort mit einem Klick erfüllen und ist das mal nicht der Fall werden wir Stocksauer. Wie dumm sind dann die Lieferdienste oder das Personal im Supermarkt. Da möchte man einfach ausrasten. Ja, mal die ganzen Emotionen rauslassen, so wie man es auch von Facebook und Co kennt. Tja, folge sind dann Ausraster im Supermarkt, Schießereien, Messerangriffe etc.

Früher gab es so was wie Sitte und Anstand. Man achtete auf den anderen und gab Feedback wenn ein Verhalten unangemessen war. Da war man dann in der Gesellschaft unten durch, wenn man sich daneben benahm. War auch nicht immer toll. Heute ist den meisten aber egal was um sie passiert also kann man sich zwischen den ganzen Smartphonezombies und Stepselaffen auch mal so richtig auslassen. Ob aus dem Auto oder direkte Konfrontation, schlichten kann dann meist nur noch die Polizei und die ist nicht erst seit Corona viel häufiger unterwegs.
Wir haben nicht nur den Sinn von Sitte und Anstand verloren, so scheint es, sondern auch die Fähigkeit sensibel zu kommunizieren. "Ich wollte ihnen keine Unannehmlichkeiten bereiten" (Loriot) ist halt was anderes als "Verpiss dich".

Was wir mit Hupen anrichten ist vielen wohl auch nicht klar. Klar kann ich meinen Ärger Luft machen und den anderen anhupen aber es trifft nicht nur ihn, sondern auch viele Menschen um mich herum. Da schreckt der Passant auf dem Gehweg auf und der Fahrradfahrer auf der anderen Straßenseite denkt vielleicht ob er was falsch gemacht hat. Das Hupen erhöht den Stresspegel bei allen sichtbaren Verkehrsteilnehmern. Machen wir also einen Anfang und hupen nicht, wenn wir mal wieder uns Luft machen müssen. Ein Vorschlag von Frau Birkenbihl ist es, einfach mal eine Clownsnase aufzusetzen. Ich hab das versucht und es hebt nicht nur die Stimmung von einem selbst, sondern von allen anderen Verkehrsteilnehmern die einen sehen.

Arte durchleuchtet in 5 Minuten Videos mal die Mechanismen die hinter unserer heutigen Ausrastergesellschaft steckt.
https://www.arte.tv/de/videos/071494-00 ... life-1-10/

Ich habe mich gefragt wie man selbst etwas verändern kann, was kann ich selbst machen damit diese miese Stimmung und dieses ständige Angespanntsein aufhört? Ein Anfang macht es wenn ich vom Good Will ausgehe also vom Guten Willen. Statt davon auszugehen der andere will mir mein Schnäppchen wegnehmen, der andere will mir meine Fahrbahn klauen, gehe ich nun vom Guten Willen der anderen aus. Allein das verändert eine Menge. So gehe ich schonmal nicht mehr mit geballter Faust durch die Straße und meine Mimik wird auch entspannter.

Wer seine Stimmung mit Musik gerne heben möchte dem empfehle ich die 60s UK Hits von Spotify. (Es geht mir nämlich nicht darum die Technik zu verteufeln und die Steinzeit hoch zu loben, sondern die Technik sinnvoll zu nutzen)

Vielleicht schreib ich noch was zu Monoreizen und Multitools.
Aber für mich gilt jetzt erstmal abschalten.
Antworten

Zurück zu „Religion, Politik und Gesellschaft“