Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
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matthias55
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Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Hallo zusammen,
wenn ich gegenüber anderen, die mich nicht kennen, das Thema anspreche, dass ich gern draußen einen Rock tragen würde,
dann höre ich meistens zu allererst: "Mach doch, wenn du dich traust."
Da ich ja nun schon etliche Jahre fast nur noch Röcke trage, klingt das für mich einerseits abstrus, andererseits aber auch wohlbekannt. Vor zehn Jahren hat es mich noch ziemlich viel Mut gekostet, da musste ich mich trauen.
Aber warum ist das so? Man braucht Mut, um einen Achttausender zu besteigen, man braucht Mut, um sich beim Bungeejumping an einem Seil in die Tiefe zu stürzen, man braucht Mut, einen Hubschrauber zu besteigen, wenn man noch niemals geflogen ist. Einen Rock anzuziehen, ist eine ganz banale, unkomplizierte Sache. Sofern wenn man ungesehen zu Hause ist. Aber es braucht Mut, man muss sich trauen, nach draußen in die Öffentlichkeit zu gehen. Warum eigentlich?
Im Grunde genommen achten - bis auf ein paar wenige Ausnahmen - andere Leute sowieso nicht darauf, was man für Klamotten trägt. Wem es auffällt, der sagt in den allerseltensten Fällen was. Und wenn derjenige später seinen Freunden und Bekannten davon erzählt, dann kann uns das doch total schnuppe sein.
Warum kann man also nicht einfach einen Rock anziehen und dann raus, ohne sich irgendwelche Gedanken zu machen? Viele haben ja genau dieses Problem. Warum muss man sich trauen? Warum mutig sein?
Gruß
matthias
wenn ich gegenüber anderen, die mich nicht kennen, das Thema anspreche, dass ich gern draußen einen Rock tragen würde,
dann höre ich meistens zu allererst: "Mach doch, wenn du dich traust."
Da ich ja nun schon etliche Jahre fast nur noch Röcke trage, klingt das für mich einerseits abstrus, andererseits aber auch wohlbekannt. Vor zehn Jahren hat es mich noch ziemlich viel Mut gekostet, da musste ich mich trauen.
Aber warum ist das so? Man braucht Mut, um einen Achttausender zu besteigen, man braucht Mut, um sich beim Bungeejumping an einem Seil in die Tiefe zu stürzen, man braucht Mut, einen Hubschrauber zu besteigen, wenn man noch niemals geflogen ist. Einen Rock anzuziehen, ist eine ganz banale, unkomplizierte Sache. Sofern wenn man ungesehen zu Hause ist. Aber es braucht Mut, man muss sich trauen, nach draußen in die Öffentlichkeit zu gehen. Warum eigentlich?
Im Grunde genommen achten - bis auf ein paar wenige Ausnahmen - andere Leute sowieso nicht darauf, was man für Klamotten trägt. Wem es auffällt, der sagt in den allerseltensten Fällen was. Und wenn derjenige später seinen Freunden und Bekannten davon erzählt, dann kann uns das doch total schnuppe sein.
Warum kann man also nicht einfach einen Rock anziehen und dann raus, ohne sich irgendwelche Gedanken zu machen? Viele haben ja genau dieses Problem. Warum muss man sich trauen? Warum mutig sein?
Gruß
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
hallo ich habe mich auch getraut es zu machen in der öffentlichkeit in rock aber im männermodus,kannst ja mal schauen mein bericht unter der überschrift, ich habe es zum ersten mal gemacht,da sind auch bilder von mir dabei wie ich in einem einkaufcenter im rock shoppen gegagngen bin,hingefahren bin ich bereits umgezogen in damenkleidern mit einer paperbaghose bluse und damenjacke,den rock habe ich dann auf der toilette angezogen und bin dann erst mit einem mulmigen gefühl losgelaufen augen zu und durch war erst ein bisschen komisch aber mit jeden schritt wurd ich immer selbstbewuster es kamen zwar ein paar blicke aber nie ein dummer kommentar,trau dich einfach viele
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
ich wollte noch was anfügen,wenn ich die gelegenheit hätte,würde ih es jederzeit wieder tun
bin verheiratet und habe einen sohn dahwr ist das ein wenig schwierig
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matthias55
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Ja, aber die Frage ist: Warum muss man sich trauen? Warum muss man mutig sein? Warum muss man sich überwinden? Warum ist einem mulmig?
Gruß
matthias
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Vincent
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Hallo Anika,anika500 hat geschrieben: Mo 15. Jun 2020, 18:48 ich wollte noch was anfügen,wenn ich die gelegenheit hätte,würde ih es jederzeit wieder tun
bin verheiratet und habe einen sohn dahwr ist das ein wenig schwierig
warum ist das schwierig?
Söhne beissen nicht wenn man Rock trägt, zumindest meine nicht - die wollen höchstens auch
Sobald Du für dich akzeptiert hast, dass ein Rock ein normales Kleidungsstück, wie eine Hose ist, das jede(r) tragen kann, sieht das auch Deine Umgebung bald so.
LG
Vincent
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Janine
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Das ist wirklich ein sehr schönes Thema, wie ich finde! Da steckt sehr viel drin, was so auch die eigene Psyche angeht und was man ihr zumuten will oder kann. Vielleicht liegt das Problem ja gar nicht so sehr an dem Rock tragen, also ein in der Gesellschaft eher typisch weibliches Kleidungsstück, sondern vielleicht daran, dass man vielleicht sonst doch eher ein zurück haltender und/oder auch angepasster Mensch ist, und das im Grunde auch für das eigene Überleben als gut und nützlich empfindet. Bestimmte Wünsche und Verlangen, die nicht so in die Norm zu passen scheinen, werden dann doch eher nur im Kopf oder auch nur im Stillen Kämmerlein für sich Zuhause ausgelebt, erscheint eben sicherer
... wer kämpft schon gern gegen sich und seinen inneren Schweinhund an!
Die Leute, die von ihrer persönlichen Grundstruktur etwas frecher und mutiger sind, haben es da mit Sicherheit in der Umsetzung einer solchen Sache, wie sich mit einem Rock in die Öffentlichkeit zu begeben, etwas, oder auch sehr viel, leichter. Ich gehöre mit Sicherheit nicht zu dieser Art von wagemutigen Menschen, habe mich aber das eine oder andere Mal schon getraut mit Rock nach Außen zu gehen. Naja, so direkt gesagt hat ja eigentlich niemand was, die Blicke waren aber teilweise doch etwas irritiert, oder vielleicht habe ich es auch nur so empfunden. Habe ja auch niemand direkt gefragt: "Na, wie findest du meinen Rock? Meinst du, dass er mir steht?", so wie vielleicht Frauen untereinander des Öfteren tun. Ich spürte einerseits den Triumph, mich und meine Ängste überwunden zu haben, und es hat auch Spaß gemacht, ein schönes Gefühl, andererseits waren doch im Inneren einige kritische Stimmen zu vernehmen, ob ich da nicht etwas zu weit gehen würde, nach dem Motto, Übermut tut selten gut. Man muss ja in der Gesellschaft auch iwie überleben und Gefahren lauern ja an jeder Ecke, ob man sie nun sehen will oder nicht.
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Interessant finde ich auch, dass Röcke in unseren Breitengraden als 'Damen'-Röcke ausgewiesen werden, eigentlich lt. Verkäufer ausschließlich für Damen entworfen und gemacht. Man muss sich ja nur die Prospekte anschauen, da gibt's bei den 'normalen' nie eine Abteilung für 'Herren'-Röcke, offensichtlich wollen das ja die Herren nicht. Die Männer wollen ja eh nichts anziehen, was irgendwie weiblich wirken könnte, nee ---- bäääähh, ich doch nicht!! Bin doch keine Dame!!
Aber die Frage bleibt: Wieso kostest es eigentlich Mut, mit einem Kleidungsstück, dass man sich in Windeseile und ohne Probleme angezogen hat, einfach nach draußen zu gehen (und es auch zu genießen, weil sonst macht's ja wenig Sinn)!?
Ganz liebe Grüße und vielen Dank an all die Mutigen und Unerschrockenen, die für mich echte Vorbilder sind!
Janine
.Interessant finde ich auch, dass Röcke in unseren Breitengraden als 'Damen'-Röcke ausgewiesen werden, eigentlich lt. Verkäufer ausschließlich für Damen entworfen und gemacht. Man muss sich ja nur die Prospekte anschauen, da gibt's bei den 'normalen' nie eine Abteilung für 'Herren'-Röcke, offensichtlich wollen das ja die Herren nicht. Die Männer wollen ja eh nichts anziehen, was irgendwie weiblich wirken könnte, nee ---- bäääähh, ich doch nicht!! Bin doch keine Dame!!
Aber die Frage bleibt: Wieso kostest es eigentlich Mut, mit einem Kleidungsstück, dass man sich in Windeseile und ohne Probleme angezogen hat, einfach nach draußen zu gehen (und es auch zu genießen, weil sonst macht's ja wenig Sinn)!?
Ganz liebe Grüße und vielen Dank an all die Mutigen und Unerschrockenen, die für mich echte Vorbilder sind!
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
"Schwuchtel" würde es nach dem Verständnis der meisten Männer wohl eher treffen.Janine hat geschrieben: Mo 15. Jun 2020, 23:25 könnte, nee ---- bäääähh, ich doch nicht!! Bin doch keine Dame!!
Ich kann das Kleidungsstück Rock auch nicht isoliert betrachten, da gehört für mich das ganze Programm dazu, rasierte Beine, Strümpfe, Unterwäsche, Oberbekleidung.
Mit nackten Stachelbeinen im Rock fände ich für mich unästhetisch, das erinnert mich an Schotten, da ist der Kilt männlich ko-notiert.
Toleranz ist die Möglichkeit, dass der Andere Recht haben könnte
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Hallo Matthias,matthias55 hat geschrieben: Mo 15. Jun 2020, 18:57 Ja, aber die Frage ist: Warum muss man sich trauen? Warum muss man mutig sein? Warum muss man sich überwinden? Warum ist einem mulmig?
Gruß
matthias
für mich sind das einfache Fragen. Mut braucht man für all die Dinge, bei denen man sich überwinden muss. Mut ist die Überwindung von Ängsten. Die Frage ist also: welche Ängste verhindern, dass wir das tun, was wir wollen ?
Angst hat eine wichtige Funktion. Es ist ein inneres Warnsignal vor Gefahren. Es kann uns aber auch in einer übersteigerten Form ausbremsen. Die Hinterfragung möglicher Gefahren steht somit im Vordergrund. Wenn aus den diffusen Gefühlen für Gefahren, konkret benennbare Gefahren werden, haben wir die Chance mit den Gefahren umzugehen. Wir können abwägen, welche Gefahr real ist und welches Risiko wir eingehen wollen und was die möglichen Konsequenzen sind.
Solange Gefahren nur als diffuse Gefühle existieren, können wir nicht in Verantwortung für uns selber handeln. Mut haben bedeutet für mich, sich diffusen Gefühlen zu stellen, sich selber zu hinterfragen und sich selber auf den Grund zu gehen und, ganz wichtig, sich entsprechend konsequent zu verhalten. Mut führt zu einer inneren Haltung. Sich diesem Prozess zu stellen bedeutet, dass man nicht mehr zu einer früheren Position zurück kommen kann. Es ist eine Reise ohne Wiederkehr.
Egal um was es geht, Mut zu haben bedeutet für mich, die Augen aufzumachen und sich selber ins Gesicht zu sehen. Es geht um das Erkennen der eigenen inneren Wahrheit. Ob es das Besteigen eines Berges oder das Tragen eines Rocks ist, es geht immer um das Gleiche. Wie kann ich meine eigenen inneren Grenzen erkennen und überwinden und zu mir selber kommen ?
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Weil ich damit gegen Konventionen verstoße. Natürlich kann man die hinterfragen, für sich für ungültig erklären, einfach ignorieren, was auch immer.matthias55 hat geschrieben: Mo 15. Jun 2020, 18:57 Ja, aber die Frage ist: Warum muss man sich trauen? Warum muss man mutig sein? Warum muss man sich überwinden? Warum ist einem mulmig?
Die meisten Menschen, denen wir begegnen sind aber nach wie vor von diesen Konventionen geprägt und sie werden gegen meinen Verstoß mehr oder weniger reagieren.
Ich weiß vorher nicht, wie heftig die Reaktionen sein werden. Unsicherheit macht Angst und um die zu überwinden brauche ich Mut. Auch wenn in einer liberalen Gesellschaft die Reaktionen der meisten Menschen harmlos sind, haben wir alle schon von schlimmeren Fällen gehört oder gelesen. Könnte mir das auch passieren? Unwahrscheinlich, aber vielleicht doch. Ich brauche also etwas Mut.
Zweiter Grund: selbst wenn es nie wirklich schlimm wird, muß ich immer mit blöden Kommentaren rechnen, wenn ich gegen Konventionen verstoße. Mancher genießt das als Gelegenheit, passende schlagfertige Antworten zu geben, andere wollen das alles nicht haben, sich den möglichen Kommentaren doch auszusetzen erfordert dann Mut.
Oder allgemeiner: Wir wollen gelobt werden, positiver Zuspruch tut gut, Kritik mögen wir eher nicht. Durch unkonventionelle Kleidung setzen wir uns der Kritik aus, setzen wir den positiven Zuspruch aufs Spiel, das braucht Mut. -- kann alles natürlich gezielt eingesetzt werden, um Veränderung anzustoßen, Mut braucht es trotzdem.
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Hi ich meld mich mal aus der Versenkung wieder
Eine sehr Interessante Frage. Man brauch den Mut wie einge schon gesagt haben um gegen den Strom zu schwimmen, man fällt als Mann mit Rock hier im Lande immer auf. Es ist halt ein Exot.
Für mich selbst gibt es zwei Arten mit Rock raus zugehen die Eine Art ist für mich völlig normal und auch für die Gesellschaft nichts besonderes mehr. Und zwar als Gothic da ist es normal das Männer Röcke tragen. Diese Röcke sind sogar aus der Herren Abteilung
Die Zweite Art ist halt der Damenrock. Der Unterschied ist nicht nur die Farben sondern auch das Material.
In der Gothicwelt wird oft schwarz und dunkle Farben verwendet und der Stoff ist schwerer Jeansstoff.
Also als Gothic mit Rock raus ist kein Problem für mich aber mit Damenrock nur wenn ich ganz als Frau zu erkennen bin. Für mich ist hier die Hürde des Ungewissen wie andere auf mich Reagieren können, wobei ich angefangen habe offen mit Damenkleidung raus zu gehen, man sieht eine Oberweite die für meine Statur nicht normal ist, Stiffletten die nicht unbedingt Männlich wirken. Also viel Fehlt zum Rock ja nicht mehr.
Viele Grüße Christine
Eine sehr Interessante Frage. Man brauch den Mut wie einge schon gesagt haben um gegen den Strom zu schwimmen, man fällt als Mann mit Rock hier im Lande immer auf. Es ist halt ein Exot.
Für mich selbst gibt es zwei Arten mit Rock raus zugehen die Eine Art ist für mich völlig normal und auch für die Gesellschaft nichts besonderes mehr. Und zwar als Gothic da ist es normal das Männer Röcke tragen. Diese Röcke sind sogar aus der Herren Abteilung
Die Zweite Art ist halt der Damenrock. Der Unterschied ist nicht nur die Farben sondern auch das Material.
In der Gothicwelt wird oft schwarz und dunkle Farben verwendet und der Stoff ist schwerer Jeansstoff.
Also als Gothic mit Rock raus ist kein Problem für mich aber mit Damenrock nur wenn ich ganz als Frau zu erkennen bin. Für mich ist hier die Hürde des Ungewissen wie andere auf mich Reagieren können, wobei ich angefangen habe offen mit Damenkleidung raus zu gehen, man sieht eine Oberweite die für meine Statur nicht normal ist, Stiffletten die nicht unbedingt Männlich wirken. Also viel Fehlt zum Rock ja nicht mehr.
Viele Grüße Christine
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Die Frage kann ich nur aus meiner persönlichen Sicht beantworten, und das auch nur halb. Ich mag es überhaupt nicht, aufzufallen oder irgendwie im Mittelpunkt zu stehen. Mir wäre es oft am liebsten einfach unsichtbar zu sein.
Das war ein ziemliches Problem im Job. Obwohl ich während dem Studium extra einen Kurs in Präsentationstechnik besucht habe, bei dem man das eigentlich üben und lernen sollte, musste ich mich später im Beruf jedes mal regelrecht überwinden, wenn ich vor der versammelten Abteilung etwas sagen sollte. Dabei hatte ich nie Bedenken, mich fachlich zu blamieren, sondern es war dieses unerträgliche Gefühl, dass alle auf mich schauen.
Übertragen würde ich sagen, als Mann in Damenkleidung erregt man mehr oder weniger Aufmerksamkeit. Auch wenn ich mir sicher bin, dass, wie viele schreiben, nichts weiter passieren wird, lässt sich das ungute Gefühl nicht ausschalten. Allein der Gedanke angestarrt zu werden, wiegt stärker als der Wunsch nach der eigentlich bevorzugten Kleidung.
Woher diese Scheu vor Beachtung kommt, kann ich wiederum nicht beantworten. Schätzungsweise erblich, denn in diesem Punkt sind sich meine Mutter und ich sehr ähnlich.
Eine mögliche Therapie bei Ängsten ist ja die Konfrontation unter kontrollierten Bedingungen. Bezogen auf das Thema könnte man sagen, in einem Umfeld, in dem man sich sicher fühlt und wo mit keinen (negativen) Reaktionen zu rechnen ist, müsste man die Angst einmal überwinden. Die Erfahrung, dass tatsächlich nichts schlimmes passiert ist, kann die Angst nach und nach überlagern. Ganz weg bekommt man sie nie.
Das war ein ziemliches Problem im Job. Obwohl ich während dem Studium extra einen Kurs in Präsentationstechnik besucht habe, bei dem man das eigentlich üben und lernen sollte, musste ich mich später im Beruf jedes mal regelrecht überwinden, wenn ich vor der versammelten Abteilung etwas sagen sollte. Dabei hatte ich nie Bedenken, mich fachlich zu blamieren, sondern es war dieses unerträgliche Gefühl, dass alle auf mich schauen.
Übertragen würde ich sagen, als Mann in Damenkleidung erregt man mehr oder weniger Aufmerksamkeit. Auch wenn ich mir sicher bin, dass, wie viele schreiben, nichts weiter passieren wird, lässt sich das ungute Gefühl nicht ausschalten. Allein der Gedanke angestarrt zu werden, wiegt stärker als der Wunsch nach der eigentlich bevorzugten Kleidung.
Woher diese Scheu vor Beachtung kommt, kann ich wiederum nicht beantworten. Schätzungsweise erblich, denn in diesem Punkt sind sich meine Mutter und ich sehr ähnlich.
Eine mögliche Therapie bei Ängsten ist ja die Konfrontation unter kontrollierten Bedingungen. Bezogen auf das Thema könnte man sagen, in einem Umfeld, in dem man sich sicher fühlt und wo mit keinen (negativen) Reaktionen zu rechnen ist, müsste man die Angst einmal überwinden. Die Erfahrung, dass tatsächlich nichts schlimmes passiert ist, kann die Angst nach und nach überlagern. Ganz weg bekommt man sie nie.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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lexes
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
matthias55 hat geschrieben: Mo 15. Jun 2020, 17:51 Hallo zusammen,
wenn ich gegenüber anderen, die mich nicht kennen, das Thema anspreche, dass ich gern draußen einen Rock tragen würde,
dann höre ich meistens zu allererst: "Mach doch, wenn du dich traust."
Da ich ja nun schon etliche Jahre fast nur noch Röcke trage, klingt das für mich einerseits abstrus, andererseits aber auch wohlbekannt. Vor zehn Jahren hat es mich noch ziemlich viel Mut gekostet, da musste ich mich trauen.
Aber warum ist das so? Man braucht Mut, um einen Achttausender zu besteigen, man braucht Mut, um sich beim Bungeejumping an einem Seil in die Tiefe zu stürzen, man braucht Mut, einen Hubschrauber zu besteigen, wenn man noch niemals geflogen ist. Einen Rock anzuziehen, ist eine ganz banale, unkomplizierte Sache. Sofern wenn man ungesehen zu Hause ist. Aber es braucht Mut, man muss sich trauen, nach draußen in die Öffentlichkeit zu gehen. Warum eigentlich?
Im Grunde genommen achten - bis auf ein paar wenige Ausnahmen - andere Leute sowieso nicht darauf, was man für Klamotten trägt. Wem es auffällt, der sagt in den allerseltensten Fällen was. Und wenn derjenige später seinen Freunden und Bekannten davon erzählt, dann kann uns das doch total schnuppe sein.
Warum kann man also nicht einfach einen Rock anziehen und dann raus, ohne sich irgendwelche Gedanken zu machen? Viele haben ja genau dieses Problem. Warum muss man sich trauen? Warum mutig sein?
Gruß
matthias
Das hast Du in Puncto : Klassische Angst (z.B. Fliegen / Höhe etc..) gut zusammengefasst ..
Hier geht es aber um (alte aber dennoch leider generell akzeptierte ) soziale Normen.
So ist das : Männer tragen generell keine keine Röcke ... leider .. ist aber so ..Silke61 hat geschrieben: Di 16. Jun 2020, 07:39 Weil ich damit gegen Konventionen verstoße. Natürlich kann man die hinterfragen, für sich für ungültig erklären, einfach ignorieren, was auch immer.
Zweiter Grund: selbst wenn es nie wirklich schlimm wird, muß ich immer mit blöden Kommentaren rechnen.
Sonst hätte der Otto-Katalog ja auch sieben Seiten mit Männern in Röcken ( und ich sage jetzt bewusst schon nicht "sieben Seiten mit ausgewiesenen Männer-Röcken", was nämlich ein Unterschied ist )
Röcke werden von weibl. Modells vorgeführt weil die Gesellschaft mit einem Rock ( und ich sage nicht das das meine Zustimmung findet ) nun mal das Attribut "feminin" verbindet.
Somit ist ein ungutes Gefühl als öffentlicher Mann im Rock eben auch sehr nachvollziehbar.
So ging es den ersten Damen im Bikini , als Ganz-KörperBadeanzüge noch Mode waren
So ging es den ersten farbigen Mitmenschen im Bus als Apartheid noch ein Thema war
So ging es den ersten Frauen in Männer-Beruf-Domänen
usw usw usw ...
Die Beispiele zeigen ja schon das es einfach seine Zeit braucht.
In einer fremden Stadt an einem öffentlichen Ort greift Deine Argumentation "die Menschen beachten einen ohnehin nicht" wahrscheinlich sehr gut.
Jetzt stell Dir bitte aber mal eine kleinere Stadt vor.
Und zwischen Düsseldorf / Bremen / Köln und Kirchheim in Baden-Württemberg ( frei gewählt ) gibt es Unterschiede, da wollen wir mal jetzt nicht diskutieren.
Und dann nehmen wir mal eine Person öffentlichen Interesses ( Den Bürgermeister / den örtlichen Polizisten / einen von zwei ortsansässigen Metzgern. )
Jetzt geht dieser Mann , den alle nur als kernigen Typen, der seinen Beruf sauber macht kennen ,einfach mal im schönen Rock öffentlich im Park spazieren ( und wer will es ihm verwehren ?? )
Wir wissen doch was dann passiert.
Bei der nächsten Wahl wird der zweite Aspirant auf den Bürgermeister-Posten im Untergrund die "Tunten-Karte ( und ich HASSE dieses Wort ) gegen den Amtierenden abspielen
Der Polizist wird sich ( insbes. bei der älteren und weniger weltoffenen Generation ) einem signifikanten Einbruch seiner Autorität gegenüber sehen.
Der Metzger wird sich wundern warum einige seiner Kunden auf einmal den Kollegen auf der anderen Seite der Strasse mehr frequentieren
usw usw usw ..
Ich sage das noch-X :
Nichts davon hat meine Billigung.
Manche (insbes. die LGBT-Fraktion) wird / werden natürlich genau das Gegenteil tun
Es gibt genug weltoffene Menschen, die darauf auch gar nicht achten und sich denken : "Ja , wenn das sein Ding ist .. warum nicht ??
Aber warum haben den die meisten Personen des großen öffentlichen Interesses einen Image Berater und eine PR-Abteilung ?
Ein Saubermann-Image muss akribisch gehegt werden
Und das Tragen von Röcken wird in Toto mit Sicherheit ( leider ) in der Bilanz eines Herren einen Ausschlag nach unten bewirken.
Und da musst Du gar nicht Donal Trump oder der Bürgermeister von Castrop-Rauxel sein.
Es reicht doch schon wenn die ( evtl etwas weniger gebildeten ) Eltern der Kids in Deiner Strasse aus purere Unwissenheit oder Ignoranz oder... oder... oder... künftig die Strassenseite mit ihrem Nachwuchs wechseln wenn "Mann" ( heute sogar nicht mal im Rock , aber sie wissen ja das "Mann" ES getan hat ) um die Ecke kommt.
Ich würde da nicht mal für meine eigene Familie die Hand ins Feuer legen und bei uns gibt's durch die Bank nette und größtenteils akademisch gebildete Leute. Irgendwem wird es Unbehagen bereiten .. ganz einfach . .
Die Angst vor partieller sozialer Ausgrenzung / sozialen Repressalien oder beruflichen Nachteilen ist leider berechtigt.
Und hier in diesem Forum predigst Du ja zu den Bekehrten.
Diese Diskussion ist hier völlig akademisch..
matthias55 hat geschrieben: Mo 15. Jun 2020, 17:51 Warum kann man also nicht einfach einen Rock anziehen und dann raus, ohne sich irgendwelche Gedanken zu machen? Viele haben ja genau dieses Problem. Warum muss man sich trauen? Warum mutig sein?
Gruß
matthias
Du siehst .. ganz so leicht ist es nicht ... und es wäre doch :
gerecht
liberal
weltoffen
.. einfach nur schön"
wenn es so wäre
Lexi
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Ich finde, das ist kurz und einfach zu beantworten.
Wer als Mann Rock trägt, schwimmt gegen den Strom. Um gegen den Strom zu schwimmen, braucht es immer Mut, mal mehr mal weniger.
Ich bin schon immer dafür, gegen den Mainstream anzugehen, das habe ich in der Vergangenheit mit allem so gehalten, ob Klamotten, Auto oder auch bei Gegenständen des Alltags.
Dafür brauchte es immer auch etwas Courage, den Mut öffentlich mit Rock rauszugehen brachte ich aber noch nicht auf.
Wer als Mann Rock trägt, schwimmt gegen den Strom. Um gegen den Strom zu schwimmen, braucht es immer Mut, mal mehr mal weniger.
Ich bin schon immer dafür, gegen den Mainstream anzugehen, das habe ich in der Vergangenheit mit allem so gehalten, ob Klamotten, Auto oder auch bei Gegenständen des Alltags.
Dafür brauchte es immer auch etwas Courage, den Mut öffentlich mit Rock rauszugehen brachte ich aber noch nicht auf.
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Moin,
bei aller akademischen Diskussion ist aber erst einmal zu präzisieren, was mit dem Thema wirklich gemeint ist; bestimmt nicht das Tragen von Röcken für Trans-Menschen und Crossdresser, die es bewusst tun, sondern vermutlich der Sachverhalt, dass "Männer" bewusst einen Rock tragen.
Gesellschaftlich ist das bisher bei uns sicher nicht der Usus und bestenfalls eine Moderanderscheinung, versucht wurde es schon mal von der Modebranche den Männerrock zu etablieren - bisher ohne nennenswerten Erfolg glaube ich, sonst gäbe es 7 Seiten im Ottokatalog.
Wenn ein Mann einen rock trägt, dann fällt das erst mal auf, weil ungewöhnlich - und???
Ich kenne bei uns am Segelhafen einen Mann, der seit Jahren auf dem nebenbeiliegenden Campingplatz im Sommer lebt und mit einem Jagdkleid mit seinem Jagdhund spazieren geht - und??? stört auch niemanden
Ob es dazu Mut braucht, als Mann einen Rock zu tragen, der für Männer sowieso eigentlich anatomisch gesehen bestens geeignet ist im Gegensatz zu einer Hose, die eigentlich Frauen besser passt, (persönliche Meinung), kann ich nicht sagen. Es ist und bleibt eine persönliche Ansichtssache, die sicher erst mal eine gewisse Überwindung kostet, weil eben ungewöhnlich, aber letztlich wohl kaum einen Mitmenschen wirklich interessiert, mal von einigen Besserwissern, Dumpfbacken und rückständigen Mitmenschen abgesehen. Es gehört wahrscheinlich schon ein gewisse Portion Mut dazu, gegen tradierte gesellschaftliche Regeln/Ansichten bewusst zu verstoßen, aber wenns gefällt, was soll da anstößig sein.
Grüße, Ulrike-Marisa
...ich bin das, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben...
bei aller akademischen Diskussion ist aber erst einmal zu präzisieren, was mit dem Thema wirklich gemeint ist; bestimmt nicht das Tragen von Röcken für Trans-Menschen und Crossdresser, die es bewusst tun, sondern vermutlich der Sachverhalt, dass "Männer" bewusst einen Rock tragen.
Gesellschaftlich ist das bisher bei uns sicher nicht der Usus und bestenfalls eine Moderanderscheinung, versucht wurde es schon mal von der Modebranche den Männerrock zu etablieren - bisher ohne nennenswerten Erfolg glaube ich, sonst gäbe es 7 Seiten im Ottokatalog.
Wenn ein Mann einen rock trägt, dann fällt das erst mal auf, weil ungewöhnlich - und???
Ich kenne bei uns am Segelhafen einen Mann, der seit Jahren auf dem nebenbeiliegenden Campingplatz im Sommer lebt und mit einem Jagdkleid mit seinem Jagdhund spazieren geht - und??? stört auch niemanden
Ob es dazu Mut braucht, als Mann einen Rock zu tragen, der für Männer sowieso eigentlich anatomisch gesehen bestens geeignet ist im Gegensatz zu einer Hose, die eigentlich Frauen besser passt, (persönliche Meinung), kann ich nicht sagen. Es ist und bleibt eine persönliche Ansichtssache, die sicher erst mal eine gewisse Überwindung kostet, weil eben ungewöhnlich, aber letztlich wohl kaum einen Mitmenschen wirklich interessiert, mal von einigen Besserwissern, Dumpfbacken und rückständigen Mitmenschen abgesehen. Es gehört wahrscheinlich schon ein gewisse Portion Mut dazu, gegen tradierte gesellschaftliche Regeln/Ansichten bewusst zu verstoßen, aber wenns gefällt, was soll da anstößig sein.
Grüße, Ulrike-Marisa
...ich bin das, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben...
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heike65
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Re: Warum erfordert es eigentlich so viel Mut, sich mit Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Aus eigener Erfahrung:lexes hat geschrieben: Di 16. Jun 2020, 08:48 Die Beispiele zeigen ja schon das es einfach seine Zeit braucht.
In einer fremden Stadt an einem öffentlichen Ort greift Deine Argumentation "die Menschen beachten einen ohnehin nicht" wahrscheinlich sehr gut.
Jetzt stell Dir bitte aber mal eine kleinere Stadt vor.
Und zwischen Düsseldorf / Bremen / Köln und Kirchheim in Baden-Württemberg ( frei gewählt ) gibt es Unterschiede, da wollen wir mal jetzt nicht diskutieren.
Und dann nehmen wir mal eine Person öffentlichen Interesses ( Den Bürgermeister / den örtlichen Polizisten / einen von zwei ortsansässigen Metzgern. )
Jetzt geht dieser Mann , den alle nur als kernigen Typen, der seinen Beruf sauber macht kennen ,einfach mal im schönen Rock öffentlich im Park spazieren ( und wer will es ihm verwehren ?? )
Wir wissen doch was dann passiert.
Bei der nächsten Wahl wird der zweite Aspirant auf den Bürgermeister-Posten im Untergrund die "Tunten-Karte ( und ich HASSE dieses Wort ) gegen den Amtierenden abspielen
Der Polizist wird sich ( insbes. bei der älteren und weniger weltoffenen Generation ) einem signifikanten Einbruch seiner Autorität gegenüber sehen.
Der Metzger wird sich wundern warum einige seiner Kunden auf einmal den Kollegen auf der anderen Seite der Strasse mehr frequentieren
Ob Klein oder Grossstadt, macht nicht den großen Unterschied, ich fühle mich in unserer 8000 Seelen Kleinstadt als selbstständige Kauffrau wohl, selbiges gilt für meine Frau. Es hat auch keine Umsatzeinbußen verursacht. manche Kunden haben sich abgewandt , andere sind hinzugekommen, in der Summe kein Unterschied. Was aus meiner Sicht den Unterschied macht: Will ich nur an und zu als TV leben ? oder die Transition durchziehen. Im ersteren Fall wird es sicherlich eher zur abweisenden Haltung dritter Personen kommen, die meisten Meschen mögen Eindeutigkeit, so zumindest meine Erfahrung. Das ca erste Jahr in dem ich anrogyn bis feminin im Beruf unterwegs war, ist wenig gut angekommen, als ich meine Kunden aufgeklärt habe, und sie gebeten habe mich mit meinem neuen Vornamen bzw als Frau Sonnenberg anzusprechen, kam vielfach: Na endlich stehst du zu dir, wurde auch langsam Zeit.
Zur eigentlichen Frage: Das erste mal en femme raus (in Jeans) war eine Herausforderung (meine Frau hat mich gleich in die U-Bahn geschleppt, und dann war Power Shopping in Hamburgs Innenstadt auf einem Samstagnachmittag angesagt), und das erste mal im Rock als Frau zur Arbeit war auch mit Unwohlsein behaftet, das war es denn aber auch, danach war die Reaktion Anderer eher belustigend.