Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"
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Jaddy
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Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"

Post 1 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Corona und alte Rollenklischees
Kriegsherren, Erklärbären, Sunnyboys: Männer für die Krise
23. April 2020
Sie strahlen Selbstsicherheit aus, haben auf alles eine Antwort und fahren anderen über den Mund: Die Krise gebiert die Sehnsucht nach dem "starken Mann". Seit Mitte März gibt es davon auffallend viele in den Medien. Die weibliche Hälfte der Bevölkerung hat das Nachsehen.
https://uebermedien.de/48653/kriegsherr ... die-krise/

tl;dr "Die Krise verstärkt, was schon vorher gut und was schlecht war" - sprich: auch die bekannten (schlechten) Mechanismen selbstverstärkender männlicher Dominanz, die nichts mit Kompetenz zu tun hat, sondern nur mit in den Vordergrund drängeln.

Ein paar Zitate, weil ich nicht weiss, wie lange der Artikel offen bleibt.
Zwar tut es allen leid, aber am Ende reproduziert sich das männlich dominierte System so immer wieder selbst: Männer empfehlen Männer, die dann auffallen und von Männern aufgegriffen werden. Die Medien sind dabei Helfershelfer der Ungleichheit.
Gerade in Krisenzeiten scheint sich diese Reproduktionsschleife noch zu verstärken: Männer ziehen die Macht an sich. "Die Väter gehen weiter in die Redaktion, die Mütter bleiben mit den Kindern im Home Office", sagt eine Redakteurin beim SWR. Auch das Home Office selbst ist offenbar abträglich für gleichberechtigte Entscheidungen. Die Pariser Gleichheits-Beauftragte Calvez erzählt, in vielen Redaktionen würden nun nicht mehr größere, diverse Gruppen über Titel und Themen entscheiden, sondern alleine die Ressortleiter. Auch die Diskussionen in Videokonferenzen seien von Männern geprägt.
Frauen treffen andere Entscheidungen

Die Ungleichheit gilt auch für die andere Seite des Mikrofons. Viele Medien tun sich schwer damit, Expertinnen zu finden. In der Coronakrise ist der Grund schnell ausgemacht: In vielen Berufen, besonders in den medizinischen, sind mehrheitlich Männer auf den Chefposten. Gabriele Kaczmarczyk, die Vizepräsidentin des Deutscher Ärztinnenbundes, hat nachgerechnet: Sie hat 25 Virologen und drei Virologinnen gefunden. "Das ist die übliche Verteilung in der Medizin", sagt die pensionierte Anästhesistin und Gastprofessorin an der Berliner Charité. Trotzdem müssten gerade die wenigen Virologinnen befragt werden — denn das mache nicht nur für die Gleichheit, sondern auch bei den Inhalten einen Unterschied.

Kaczmarczyk hat an dem von ihr gegründeten Lehrstuhl für "Frauenspezifische Gesundheitsforschung" an der Charité herausgefunden, wie unterschiedlich Frauen und Männer in der Medizin arbeiten. "Ärztinnen verabreichen beispielsweise seltener schwere Medikamente, raten häufiger von teuren Operationen ab. Und haben damit zumeist bessere Ergebnisse. Es ist für eine Epidemie unerlässlich, ihre Expertise anzuhören."

Für Redaktionen ist es aufwändiger, Expertinnen ausfindig zu machen. Aber viele machen es sich einfach — und laden immer dieselben Experten ein, die einmal als "sprechfähig" abgespeichert wurden. Eben die, die einmal im Karussell der Wichtigkeit sitzen. Verstärkt wird das noch, wenn weibliche Redakteure durch die Kinderbetreuung nicht voll arbeiten können.

"Tatsächlich müssen sich Redakteurinnen mehr anstrengen, um Expertinnen zu finden", sagt ProQuote-Sprecherin Heitkämper, die für das Gesundheitsmagazin "Visite" im NDR arbeitet. Es gebe exzellente Virologinnen und Infektiologinnen: neben Melanie Brinkmann oder Marylyn Addo zum Beispiel auch Dunja Bruder, Sandra Ciesek oder Katrin Leitmeyer vom European Centre for Disease Prevention and Control. "Wir müssen bewusst Frauen zu Wort kommen lassen, das sollte selbstverständlich sein — sonst erklären uns Männer die Welt, und wir Frauen nicken brav."

Fun-Fact: Die britische Virologin June Almeida hatte das Corona-Virus in den 1960er Jahren entdeckt und ihm seinen Namen verliehen. Ihre Leistung wurde zunächst lächerlich gemacht: Die Gutachter befanden, dass die von Almeida produzierten Fotos einfach nur schlechte Bilder von ganz normalen Grippeviren seien.
Wie "mansplaning" aussehen kann, lässt sich bei "Anne Will" beobachten. In den vergangenen vier Sendungen der Talkshow traten sechs Frauen und fünfzehn Männer auf.

Am 15. März, kurz vor der Kontaktsperre, war es noch formal ausgeglichener. Es saßen genau so viele Frauen wie Männer in der Runde: Cerstin Gammelin von der SZ, Angela Inselkammer, Chefin des bayerischen Hotelverbandes, und Claudia Spies, Leiterin der Intensivmedizin an der Charité.
Trotz der paritätischen Besetzung zeigt die Sendung, was Forscherinnen und Forscher schon lange beobachten: Die Selbst- und Fremdzuschreibung von Autorität ist bei Männern um ein Vielfaches höher. Anders ausgedrückt: Männer halten sich für kompetenter und werden von anderen als kompetenter eingestuft — unabhängig von ihrer tatsächlichen Weisheit.

In diesem Fall bemerkenswert: Der Auftritt von Alexander Kekulé, Mikrobiologe an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Der Wissenschaftler tourt gerade durch die Talkshows. Kékulé, so viel sagen schon mal die Sekundenzähler, spricht in der Sendung von Anne Will rund elf Minuten. Die Berliner Anästhesie-Professorin Spies spricht weniger als acht Minuten. Schwerer als der Redeanteil wiegt aber die dominante Haltung von Kekulé: Er gibt den Erklärbär der Runde.

Als SZ-Wirtschaftsexpertin Gammelin sagt, niemand könne vorhersagen, wie lange die Einschränkungen in der Epidemie andauern würden, ruft Kekulé ungefragt: "Doch doch, ich kann das." Und prophezeit — "aber nageln Sie mich nicht fest" —, dass mit den Osterferien alles vorbei sein dürfte. Das ist zwar nicht so gekommen, aber spielt letztendlich auch keine Rolle: Kekulé hat sich behauptet und den starken Krisenmanager markiert.

Am Ende der Sendung fährt Kekulé sogar seiner Kollegin Spies über den Mund: Als diese die Symptome für Corona aufzählt — Husten, Fieber, Gliederschmerzen, Schnupfen — unterbricht er sie mit einem lauten: "Nein, das stimmt nicht. Schnupfen gehört nicht zu den typischen Symptomen." Was faktisch falsch ist, denn Schnupfen ist laut Robert-Koch-Institut sehr wohl ein Indiz und tritt in rund 22 Prozent der Fälle als Symptom auf.
Aber egal, Anne Will entzieht nun der Ärztin Spies das Wort und erteilt es Kekulé. "Dann sagen Sie doch einmal, was richtig ist." Kekulé: "Also, Schnupfen ist eher sekundär." Letzter Wortbeitrag der Sendung. Am Sonntag den 19. April war Kekulé übrigens wieder bei Anne Will, nicht Claudia Spies oder eine ihrer Kolleginnen.

Die Moral dieser Geschichte: Wissenschaftler verkaufen sich erfolgreicher als Wissenschaftlerinnen in den Medien. Was nicht heißt, dass ihr Produkt, also ihr Wissen größer ist. Allein die Verkaufe ist besser.
Jasmine
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Re: Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"

Post 2 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Die Dominanz der Männer ist nicht von der Hand zu weisen. In meinem Umfeld höre ich bei Skype Diskussionen häufig wie die Politik von den Herren Söder, Laschet und so weiter ach so toll sein soll. Ich habe meine Zweifel, denn was machen die Herren? In meinen Augen nur reagieren. Warum wird nicht mal die Frage gestellt, warum wir auf solch eine Krise so schlecht vorbereitet waren? Hier kann das Argument das wir besser vorbereitet waren als andere Länder keine Entschuldigung sein. Die Politiker hätten mit einem guten Krisenmanagement schon im Vorfeld besser und zukunftsweisender agieren können. Diese Krise zeigt die Fehler im System auf und ich hoffe das unsere Politiker die Lehren daraus ziehen werden. Wenn ich mir vorstelle, das Söder, Laschet, Merz eventuell Kanzler werden könnten :((a .
Kritische Grüße Jasmine
ExuserIn-2020-07-10
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Re: Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"

Post 3 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Und wieder sind die Männer schuld aber an was eigentlich?

Tut mir leid das sagen zu müssen aber in der Not reproduziert sich nicht das Klischee durch die Männer sondern durch die Frauen. Die Frauen kamen zu mir und fragten nach dem wohin und wie dabei habe ich selber keine Ahnung und auch keinen Führungsanspruch aber Führung muss man lernen und das müssen halt auch Frauen. Sie sollten nicht alles auf das System abwälzen, welches ihnen den Silberlöffel mit viel Zucker in den Arsch schiebt. Sondern mal selbst schauen wo sie reproduzieren.

Ich bin arbeiten gewesen auch vor Ort, während meine Kolleginnen sich ins Homeoffice abgesetzt haben. Das hatte nichts mit mehr Risiko Bereitschaft zu tun, die man gerne Männer zuschreibt sondern pragmatische Gründe, ich könnte leider weniger machen als im Büro und zu dem drengten mich meine Kolleginnen regelrecht im Büro dreh und Angelpunkt zu sein.

Meine These ist, in Notsituationen drengen Frauen Männer entscheiderrollen einzunehmen, an die Front zu gehen und die Gefahr abzuwenden. Das hat nichts mit Höhlenmenschen zu tun, sondern einfach mit dem Rollenklischeedenken von Frauen, mit dem sie aufwachsen. Frauen haben das von ihren Müttern und die von ihren, die noch in Kriegszeiten lebten.

Wehe ein Mann begehrt auf, dann sind Frauen verzweifelt, haben Angst und werden zornig.
Inga
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Re: Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"

Post 4 im Thema

Beitrag von Inga »

Toni Smith hat geschrieben: Mo 27. Apr 2020, 08:28 Und wieder sind die Männer schuld aber an was eigentlich?

Tut mir leid das sagen zu müssen aber in der Not reproduziert sich nicht das Klischee durch die Männer sondern durch die Frauen. Die Frauen kamen zu mir und fragten nach dem wohin und wie dabei habe ich selber keine Ahnung und auch keinen Führungsanspruch aber Führung muss man lernen und das müssen halt auch Frauen. Sie sollten nicht alles auf das System abwälzen, welches ihnen den Silberlöffel mit viel Zucker in den Arsch schiebt. Sondern mal selbst schauen wo sie reproduzieren.

Ich bin arbeiten gewesen auch vor Ort, während meine Kolleginnen sich ins Homeoffice abgesetzt haben. Das hatte nichts mit mehr Risiko Bereitschaft zu tun, die man gerne Männer zuschreibt sondern pragmatische Gründe, ich könnte leider weniger machen als im Büro und zu dem drengten mich meine Kolleginnen regelrecht im Büro dreh und Angelpunkt zu sein.

Meine These ist, in Notsituationen drengen Frauen Männer entscheiderrollen einzunehmen, an die Front zu gehen und die Gefahr abzuwenden. Das hat nichts mit Höhlenmenschen zu tun, sondern einfach mit dem Rollenklischeedenken von Frauen, mit dem sie aufwachsen. Frauen haben das von ihren Müttern und die von ihren, die noch in Kriegszeiten lebten.

Wehe ein Mann begehrt auf, dann sind Frauen verzweifelt, haben Angst und werden zornig.
Hallo, Toni,

:((a Da fühlt sich m. E. ein Mann in dem beklagten Rollenklischee aber pudelwohl.

Oder sollte ich eher sagen: "Der gebissene Hund bellt" ?

Liebe Grüße
Inga
Jasmine
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Re: Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"

Post 5 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Toni Smith hat geschrieben: Mo 27. Apr 2020, 08:28 ..............
Meine These ist, in Notsituationen drengen Frauen Männer entscheiderrollen einzunehmen, an die Front zu gehen und die Gefahr abzuwenden. Das hat nichts mit Höhlenmenschen zu tun, sondern einfach mit dem Rollenklischeedenken von Frauen, mit dem sie aufwachsen. Frauen haben das von ihren Müttern und die von ihren, die noch in Kriegszeiten lebten.
...........
(he) Ist nicht bös gemeint, sondern nur meine Sicht aus dem Alltag. (he)
Hm, da werde ich nachdenklich, denn in unserem Landkreis ist die Bundeswehr mit Standorten vertreten. Hier sehe ich Frauen mit höheren Dienstgraden. Wenn diese von Auslandseinsätzen berichten, sehe ich hier deine These nicht bestätigt. Weiterhin bei der freiwilligen Feuerwehr kenne ich Frauen die weisungsbefugt sind und bei Feuer und Unfällen in vorderster Front stehen. Wer steht jetzt während der Krise in vorderster Front in Krankenhäusern und Altenheimen? Auch hier wird die Stationsleitung von Frauen ausgefüllt. Die Dominanz der Männer sehe ich eher in der Politik und bei Großfirmen.
Liebe Grüße Jasmine
Jaddy
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Re: Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"

Post 6 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Toni Smith hat geschrieben: Mo 27. Apr 2020, 08:28Und wieder sind die Männer schuld aber an was eigentlich?
Vereinfacht gesagt: Sich laut nach vorne zu drängen und auch ohne ausreichende Kenntnisse - Zitat von Dir: "dabei habe ich selber keine Ahnung" - einfach mal rauszuhauen, was nach ihrem Bauchgefühl richtig ist. Beispielhaft für das gemeinte waren und sind tw immer noch: Johnson (bis zu seiner eigenen Infektion), Trump, etc. und eben wie im Artikel beschrieben A.Kekulé bei "Anne Will". Statt erst mal ruhig und gemeinsam zu überlegen - die Zeit ist ja da - wird rumposaunt und wer sich am stärksten auf die Brust haut hat Recht.

Konkret zu Deinem Beitrag, speziell dieser Situation:
Toni Smith hat geschrieben: Mo 27. Apr 2020, 08:28Die Frauen kamen zu mir und fragten nach dem wohin und wie dabei habe ich selber keine Ahnung und auch keinen Führungsanspruch aber Führung muss man lernen und das müssen halt auch Frauen.
Du interpretierst da eine Anforderung an Dich, das alleine zu lösen, bzw aus dir heraus die richtige Antwort zu liefern. Das ist aber mglw gar nicht gemeint, sondern eine Aufforderung, sich gemeinsam zu beraten und gemeinsam eine Strategie zu finden, die allen Bedürfnissen am besten gerecht wird. Der Unterschied liegt in der (bzw Deiner) Wahrnehmung und der Kommunikation und genau da liegt auch das Defizit. Genau dieses Missverständnis ist das zentrale Problem, wenn stereotypisch "weibliche" und "männliche" Umgengsform aufeinandertreffen. "Nicht lang reden; machen" war einer dieser Sprüche, die recht häufig bei Inbetriebnahmen gefallen sind, also in wirklich klassisch "männlich" dominierter Umgebung. Den Vogel abgeschossen hat mal ein so krachend klassisch sozialisierter Werkstattmeister - Schlosser - der angesichts einer sehr fundierten und sehr notwendigen Diskussion über eine Automatisierungsaufgabe ausrief "die sollen nicht reden, sondern programmieren".

Die Lösung ist aber gerade nicht, dass die nicht-Männer genauso laut werden, sondern dass die Männer(tm) - gemeint sind jene Stereotype - lernen, sich zurück zu nehmen, davon auszugehen, dass sie nicht alles wissen, selbst wenn ihnen die scheinbar ideale Lösung schon schon auf der Zunge liegt. In der Regel hat keine Person alleine alle Fakten für die optimale Lösung. Es braucht immer mehrere Perspektiven, auch von denen, die nicht laut sind bzw sein können oder sein sollten.

Sorry to say, aber die Anzahl an Notwendigkeiten für sofortige Aktion ohne Nachdenken, Rücksicht, Konsens und Wertschätzung hat sich glücklicherweise drastisch reduziert. Und damit hat sich das Handlungsmuster nicht nur überlebt, sondern ist durch die deutlich komplexere Welt heute sogar gefährlich und nicht zuletzt schädlich für all jene, die nicht im Kampf der Ellenbogen mitmachen können/wollen, deren Kompetenz aber auch dringend benötigt wird. Es wird Zeit, dass sich die anderen auch weiterentwickeln.
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Re: Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"

Post 7 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Jaddy hat geschrieben: Mo 27. Apr 2020, 16:23 "die sollen nicht reden, sondern programmieren".
Wenn das gemacht wird, kommt so etwas heraus, wie der rassistische Seifenspender, der hier mal irgendwo vorgestellt wurde. Der Programmierer hat weiße Haut hat und testet das Programm alleine aus. Dann ist nun einmal nicht auszuschließen, dass es bei dunkler Hautfarbe nicht funktioniert. Bei vernünftiger Zusammenarbeit und Mitdenken sollten aber solche Fehler vermeidbar sein.

Aber offensichtlich ist das schwierig. Als ich meine Software-Erweiterungen für unser CAD-System gemeinsam mit dem Zeichnerinnen optimieren wollte, bekam ich folgendes zu hören: "Sie sollen bitte ihre Arbeit machen und nicht bei den Damen auf dem Schoss sitzen." - Da hat man(n) dann nicht immer große Lust zu diskutieren, besonders nicht zehn Minuten vor Feierabend, und dann macht man es eben einfach so, wie man meint, dass es richtig ist.

Dass Frauen oft so sozialisiert sind, dass sie ständig nach dem starken Mann rufen, kann ich so einfach nur bestätigen. Es gibt natürlich auch starke Frauen, die es selbst in die Hand nehmen. Wenn mich aber eine Frau rief, damit ich einen Nagel für ein Bild in die Wand schlage, und dann am nächsten Tag, wo sie alleine war, den Rasenmäher erfolgreich reparierte, bestätigt das doch wohl meine Einschätzung ihrer Sozialisation.

LG Nicole
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Re: Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"

Post 8 im Thema

Beitrag von gagalady »

Toni Smith hat geschrieben: Mo 27. Apr 2020, 08:28 Und wieder sind die Männer schuld aber an was eigentlich?
...
Wehe ein Mann begehrt auf, dann sind Frauen verzweifelt, haben Angst und werden zornig.
Jetzt werd' mal nicht albern...
ohne Worte (sind gerade ausgegangen...)
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Re: Übermedien: "Corona und alte Rollenklischees"

Post 9 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

wenn man sich die zig tausend Jahre Menschheitsgeschichte anschaut und sich den kulturellen, technischen und wissenschaftlichen Fortschritt anschaut, dann sieht man 99% Männeranteil. Ebenso verhält es sich wenn man sich die administrativen Anteile der Gesellschaft oder Wirtschaft anschaut. Wenn man diese Anteile mit ein wenig sozialdarwinistisches Theorie untermalt, kommen wir auf die ganzen altbackenen Klischees und Vorurteile über Frauen und Männer Geschlechterrollen. Das kriegen wir auch nicht von heute auf Morgen weg. Sondern wir brauchen viel Geduld und auch ein wenig den Willen von den Frauen ihre Komfortzonen zu verlasen und natürlich die Unterstützung der Männer, die an Gleichberechtigung glauben.

Fazit: Aufregen hilft nichts - anpacken schon.

VlG
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
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