Warum tue ich das?
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Nessa1607
Warum tue ich das?
Hallo, ihr Lieben.
Ich bin (als CD) Vanessa und neu hier im Forum. Ich bin hier, weil ich hoffe, ein paar Antworten zu finden. Mittlerweile fast 50 Jahre jung, habe ich vor einiger Zeit meine Affinität zu Frauenkleidung festgestellt. Zunächst dachte ich, es wäre ein Wäsche-Fetisch. Doch relativ schnell wurde mir klar, dass meine Neigung im Grunde nicht sexueller Natur ist. Anfangs noch selten und verklemmt habe ich mir in Kaufhäusern Slips oder Strumpfhosen besorgt, welche ich dann heimlich unter meiner männlichen Alltagskleidung getragen habe. Später erweiterte ich meine Garderobe um Röcke und Kleider, schicke Pullis und BHs. Mittlerweile laufe ich zuhause, wann immer es möglich ist, gerne als Frau herum. Und dann kommt auch immer wieder die Frage: was ist mit mir nicht in Ordnung?
Stecke ich im falschen Körper? Nein... das denke ich nicht. Aber ein Wäschefetisch im eigentlichen Sinne ist es ja auch nicht.
Ich fühle mich einfach wohl in meinen weiblichen Klamotten. Ich mag das Gefühl des Stoffs auf meiner Haut, und freue mich an hübschen Blusen, mit Spitzenrand. Nur eine Verkleidung? Das ist es aber auch nicht, denn ob nun als Mann, oder in Frauenklamotten, ich fühle mich schon immer sehr verbunden mit dem weiblichen Geschlecht. Irgendwie kann ich mich gut in die weibliche Psyche einfühlen, und in den CD Momenten, bin ich sehr verbunden mit einer Weiblichkeit, die mir gefällt und die sich gut anfühlt.
Aber was ist das denn nun? Es ist ein starkes Gefühl, aber nicht intensiv genug, um zu glauben, ich könnte nur glücklich sein, wenn ich Hormone nehme und irgendwann mal eine geschlechtsangleichende Operation habe. Wie heißt es bei Goethe... zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust. Und ich bin irgendwo dazwischen. Und genau das ist das Problem. Ich weiß nicht, wer ich bin, und was ich bin, und was ich sein will. Und beides parallel? Eine Seite ist immer unglücklich. Selbst wenn ich als Frau ein paar schöne Stunden zuhause habe, bleibt ein merkwürdiges Gefühl. Ich merke, dass ich so langsam eine leichte Depression entwickle.
Ich hoffe, ihr versteht, worauf ich hinaus will. Schön wäre, ich könnte beide Seiten nebeneinander leben und akzeptieren. Aber das fällt mir schwer. Ich habe viel zu dem Thema CD / DWT gegoogelt, aber keine Antwort auf die Frage "warum genau tue ich das" gefunden. Keine "psychologische Erklärung". Klar ist nur, dass ich das "Frausein" nicht mehr missen möchte.
Wie ist eure Einschätzung?
Ich wäre sehr dankbar, für gute, ehrliche Antworten.
Merci,
Vanessa
Ich bin (als CD) Vanessa und neu hier im Forum. Ich bin hier, weil ich hoffe, ein paar Antworten zu finden. Mittlerweile fast 50 Jahre jung, habe ich vor einiger Zeit meine Affinität zu Frauenkleidung festgestellt. Zunächst dachte ich, es wäre ein Wäsche-Fetisch. Doch relativ schnell wurde mir klar, dass meine Neigung im Grunde nicht sexueller Natur ist. Anfangs noch selten und verklemmt habe ich mir in Kaufhäusern Slips oder Strumpfhosen besorgt, welche ich dann heimlich unter meiner männlichen Alltagskleidung getragen habe. Später erweiterte ich meine Garderobe um Röcke und Kleider, schicke Pullis und BHs. Mittlerweile laufe ich zuhause, wann immer es möglich ist, gerne als Frau herum. Und dann kommt auch immer wieder die Frage: was ist mit mir nicht in Ordnung?
Stecke ich im falschen Körper? Nein... das denke ich nicht. Aber ein Wäschefetisch im eigentlichen Sinne ist es ja auch nicht.
Ich fühle mich einfach wohl in meinen weiblichen Klamotten. Ich mag das Gefühl des Stoffs auf meiner Haut, und freue mich an hübschen Blusen, mit Spitzenrand. Nur eine Verkleidung? Das ist es aber auch nicht, denn ob nun als Mann, oder in Frauenklamotten, ich fühle mich schon immer sehr verbunden mit dem weiblichen Geschlecht. Irgendwie kann ich mich gut in die weibliche Psyche einfühlen, und in den CD Momenten, bin ich sehr verbunden mit einer Weiblichkeit, die mir gefällt und die sich gut anfühlt.
Aber was ist das denn nun? Es ist ein starkes Gefühl, aber nicht intensiv genug, um zu glauben, ich könnte nur glücklich sein, wenn ich Hormone nehme und irgendwann mal eine geschlechtsangleichende Operation habe. Wie heißt es bei Goethe... zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust. Und ich bin irgendwo dazwischen. Und genau das ist das Problem. Ich weiß nicht, wer ich bin, und was ich bin, und was ich sein will. Und beides parallel? Eine Seite ist immer unglücklich. Selbst wenn ich als Frau ein paar schöne Stunden zuhause habe, bleibt ein merkwürdiges Gefühl. Ich merke, dass ich so langsam eine leichte Depression entwickle.
Ich hoffe, ihr versteht, worauf ich hinaus will. Schön wäre, ich könnte beide Seiten nebeneinander leben und akzeptieren. Aber das fällt mir schwer. Ich habe viel zu dem Thema CD / DWT gegoogelt, aber keine Antwort auf die Frage "warum genau tue ich das" gefunden. Keine "psychologische Erklärung". Klar ist nur, dass ich das "Frausein" nicht mehr missen möchte.
Wie ist eure Einschätzung?
Ich wäre sehr dankbar, für gute, ehrliche Antworten.
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Vanessa
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Angelique
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Re: Warum tue ich das?
Hallo Nessa,
Nimm Dir Zeit für die Seite die Dir gerade angenehm ist. Und freue Dich schon mal auf die Zeit an der die andere Seite wieder dran ist.
Ich freue mich immer auf die Zeiten am WE an denen Angelique das Zepter übernimmt. Und andererseits freue ich mich auch auf die Zeiten wo der Mann sich nützlich macht.
Gedanken darüber mache ich mir schon lange nicht mehr.
Gruß
Angelique
Nimm es wie es ist.Nessa1607 hat geschrieben: Do 6. Feb 2020, 10:35 Ich weiß nicht, wer ich bin, und was ich bin, und was ich sein will. Und beides parallel? Eine Seite ist immer unglücklich.
Nimm Dir Zeit für die Seite die Dir gerade angenehm ist. Und freue Dich schon mal auf die Zeit an der die andere Seite wieder dran ist.
Ich freue mich immer auf die Zeiten am WE an denen Angelique das Zepter übernimmt. Und andererseits freue ich mich auch auf die Zeiten wo der Mann sich nützlich macht.
Gedanken darüber mache ich mir schon lange nicht mehr.
Gruß
Angelique
Ich trage Frauenkleider - Na und! 50% der Menschheit tut das.
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Kathi87
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Re: Warum tue ich das?
Hallo Vanessa,
Herzlich willkommen hier im Forum. Du wirst hier gewiss viele gleich gesinnte treffen und dich gut austauschen können.
Wer sagt denn das du nicht beides ausleben kannst? Wer schreibt dir das vor?
Es ist dein Leben und nur du kannst dir die Grenzen setzten, aber auch gedankliche Mauern einreißen.
Für mich klingt es so als ob du dich in ein binäres System hinein zwingst, aber vielleicht ist das nicht das richtige für dich.
Versuch es aus meiner Sicht, du bist ein Mensch und du kannst sein wie du möchtest.
Liebe Grüße
Kathi
Ps. Komm gerne im Chat vorbei, da triffst du immer auf nette Menschen
Herzlich willkommen hier im Forum. Du wirst hier gewiss viele gleich gesinnte treffen und dich gut austauschen können.
Wer sagt denn das du nicht beides ausleben kannst? Wer schreibt dir das vor?
Es ist dein Leben und nur du kannst dir die Grenzen setzten, aber auch gedankliche Mauern einreißen.
Für mich klingt es so als ob du dich in ein binäres System hinein zwingst, aber vielleicht ist das nicht das richtige für dich.
Versuch es aus meiner Sicht, du bist ein Mensch und du kannst sein wie du möchtest.
Liebe Grüße
Kathi
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Zuletzt geändert von Kathi87 am Do 6. Feb 2020, 15:27, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
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Anja
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Re: Warum tue ich das?
Moinsen
und erst einmal herzlich willkommen in unserer kleinen Gemeinde.....
Dazu kommt noch, das sich bei manchen seit Jahrzehnten die Gefühle nicht geändert haben, bei anderen allerdings sich sehr schnell ein Weg zur Frau abgezeichnet hat.
Ich selbst hätte vor 5 Jahren noch geschworen, das ich keine Frau bin. Also selbst der oder die Betroffene kann nicht sagen, was in einem oder in fünf Jahren sein wird.
Aus meiner Sicht gibt es eine Antwort also quasi nur für den Moment, weil morgen kann sie schon anders lauten.
Was du machen kannst, du kannst kleine Dinge verändern und schauen, wie du dich damit fühlst. Fühlt es sich gut an, stimmt die Richtung. Fühlt es sich eher nicht gut an, dann probiere etwas anderes...
Grüße
die Anja
und erst einmal herzlich willkommen in unserer kleinen Gemeinde.....
Ich kann verstehen, das du nach einer Antwort sucht, aber die liegt in dir selber, da kann dir hier keine eine geben.Nessa1607 hat geschrieben: Do 6. Feb 2020, 10:35 Mittlerweile laufe ich zuhause, wann immer es möglich ist, gerne als Frau herum. Und dann kommt auch immer wieder die Frage: was ist mit mir nicht in Ordnung?
Dazu kommt noch, das sich bei manchen seit Jahrzehnten die Gefühle nicht geändert haben, bei anderen allerdings sich sehr schnell ein Weg zur Frau abgezeichnet hat.
Ich selbst hätte vor 5 Jahren noch geschworen, das ich keine Frau bin. Also selbst der oder die Betroffene kann nicht sagen, was in einem oder in fünf Jahren sein wird.
Aus meiner Sicht gibt es eine Antwort also quasi nur für den Moment, weil morgen kann sie schon anders lauten.
Was du machen kannst, du kannst kleine Dinge verändern und schauen, wie du dich damit fühlst. Fühlt es sich gut an, stimmt die Richtung. Fühlt es sich eher nicht gut an, dann probiere etwas anderes...
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Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Warum tue ich das?
Hallo Vanessa,
seitdem ich überzeugt bin, die Antwort auf die Frage
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lautet NICHTS, geht es mir wesentlich besser.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Nicole Fritz
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Re: Warum tue ich das?
Hallo Vanessa,
erst einmal herzlich willkommen im Forum.
Liebe Grüße
Nicole
erst einmal herzlich willkommen im Forum.
Genau so empfinde ich es auch. Am liebsten würde ich den Menschen irgendwo zwischen Mann und Frau, als den ich mich einordne, ganz einfach öffentlich ausleben. Nur kennt unsere Gesellschaft so etwas (noch?) nicht. Und da heißt es irgendwie einen Kompromiss zwischen sich wohl fühlen und dumm angeschaut oder angeredet werden zu finden. Zwischen den Rollen hin und her springen empfinde ich als Stress und habe es schnell wieder aufgegeben. Also zeige ich mich in Frauenkleidern. Dann gibt es da flüchtig aus der Ferne betrachtet eine Frau - und bei engerem Kontakt irritiert es. Damit muss jetzt mein soziales Umfeld klar kommen.Nessa1607 hat geschrieben: Do 6. Feb 2020, 10:35 Aber was ist das denn nun? Es ist ein starkes Gefühl, aber nicht intensiv genug, um zu glauben, ich könnte nur glücklich sein, wenn ich Hormone nehme und irgendwann mal eine geschlechtsangleichende Operation habe. Wie heißt es bei Goethe... zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust. Und ich bin irgendwo dazwischen. Und genau das ist das Problem. Ich weiß nicht, wer ich bin, und was ich bin, und was ich sein will. Und beides parallel? Eine Seite ist immer unglücklich. Selbst wenn ich als Frau ein paar schöne Stunden zuhause habe, bleibt ein merkwürdiges Gefühl. Ich merke, dass ich so langsam eine leichte Depression entwickle.
Liebe Grüße
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Re: Warum tue ich das?
Hi Vanessa,
Dann mal Herzlich Willkommen hier bei uns.
Liebe Grüße
Céline
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"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
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S.meier123
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Re: Warum tue ich das?
Hallo Vanessa, herzlich Willkommen hier im Forum. Die Fragen die du Dir stellst sind berechtigt. Mir gehts ähnlich wobei ich noch undercover unterwegs bin.
Die Gesellschaft versprüht das Gefühl der Toleranz, doch
Viele Menschen denken leider zu sehr schwarz Weiß...
Aber wir alle arbeiten daran das es anders wird
Lg Susi
Die Gesellschaft versprüht das Gefühl der Toleranz, doch
Viele Menschen denken leider zu sehr schwarz Weiß...
Aber wir alle arbeiten daran das es anders wird
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Das Leben ist spannend und bunt! Auf alle Fälle endlich...
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Michaela Smile
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Re: Warum tue ich das?
Hallo Nessa,
zuerst mal herzlich willkommen hier, und Danke für deine Vorstellung. die könnte so glatt auch direkt von mir kommen.
du siehst also schon mal es geht auch anderen genau so.
leg dich also nicht fest, sondern freue dich daran, das du wie und wann du möchtest dein Erscheinungsbild wählen kannst
Grüßle Micha
zuerst mal herzlich willkommen hier, und Danke für deine Vorstellung. die könnte so glatt auch direkt von mir kommen.
du siehst also schon mal es geht auch anderen genau so.
leg dich also nicht fest, sondern freue dich daran, das du wie und wann du möchtest dein Erscheinungsbild wählen kannst
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bunt ist das dasein......und granatenstark!
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Nessa1607
Re: Warum tue ich das?
Liebe Angelique, Kathi, Anja, sbsr, Nicole, Jasmine, Céline und alle anderen, die sich für meine Frage interessiert haben...
Vielen dank für Eure Antworten.
Wie ihr erkannt habt, ist es tatsächlich schwierig für mich, beide Geschlechter "unter einen Hut" zu bekommen. Im Grunde kann ich mir mein Leben ohne "ich als Vanessa" gar nicht mehr vorstellen. Als Mann lebe ich aber in einer festen Beziehung mit einer lieben Frau. Sie weiß zwar von meinen CD Ambitionen, toleriert diese auch, aber möchte mich nie in Frauenklamotten sehen. Wenn sie nicht zuhause ist, dann ist es okay für sie, aber wenn sie da ist, dann habe ich "Mann" zu sein. Das ist ein Gesichtspunkt, den ich in meinem ersten Post nicht erwähnt habe. Aber damit kann ich umgehen, denn ich verstehe sie... sie will eben nicht mit einer "Frau" zusammen sein.
Aber: selbst wenn ich als Mann "unterwegs" bin, fühle ich mich (ob bewusst, oder unbewusst), immer wieder in den weiblichen Blickwinkel ein.
Mein Dilemma ist also zum Einen (und darauf seid ihr ja schon eingegangen), dieses Wandern zwischen den Welten.
@ Kathi: beides ausleben... ja, das versuche ich, aber dennoch hindert mich (egal, ob ich als Mann oder Frau auftrete) das "andere ich" mich vollends drauf einzulassen.
Und: @ Anja - ja, wer weiß, wie ich mich in ein paar Jahren fühle?! Im Moment sehe ich mich (noch) nicht im falschen Körper.
Aber zum anderen "Dilemma": Was bin ich denn dann, und warum? Ich fasse es mal sehr einfach zusammen: Ich trage Frauenkleider nicht wegen der sexuellen Komponente. Ich style mich auch nicht Travestiemässig. Ich tue dies auch nicht, weil ich unbedingt Frau werden möchte. Ich bin, als Mann, gerne mit meiner Partnerin zusammen. Ich schaue Fußball und gehe mit Kumpels in die Kneipe. Ich gehe aber auch mit meiner Partnerin shoppen und kann stundenlang mit ihr Kleider aussuchen. Ich trage Frauenkleider nicht, weil ich mich "verkleiden" will (das wäre viel zu oberflächlich gedacht). Also: warum habe ich dieses starke Bedürfnis?
Ich bin kein Psychologe und halte nicht viel von diesen "das liegt in deiner Kindheit begründet" Theorien. Aber trotzdem muss es doch eine tiefere Ursache haben, warum ich mich im "anderen Geschlecht" oft so wohl fühle (obwohl ich dann immernoch ab und zu denke "das sollte ich besser lassen ... bin ja ein Mann...)
Ach, es ist kompliziert genau zu beschreiben, wo meine Problematik liegt. "Leb es einfach aus und genieß es" ist leichter gesagt, als getan...
Hoffe, ihr versteht, worauf ich hinaus will.
Nochmal: vielen lieben Dank für euren Support.
Und, wenn jemand mag, eine PN wäre auch okay. Vielleicht kann man sich ja im "Dialog" gegenseitig etwas unter die Arme greifen.
Liebe Grüsse,
Vanessa
Vielen dank für Eure Antworten.
Wie ihr erkannt habt, ist es tatsächlich schwierig für mich, beide Geschlechter "unter einen Hut" zu bekommen. Im Grunde kann ich mir mein Leben ohne "ich als Vanessa" gar nicht mehr vorstellen. Als Mann lebe ich aber in einer festen Beziehung mit einer lieben Frau. Sie weiß zwar von meinen CD Ambitionen, toleriert diese auch, aber möchte mich nie in Frauenklamotten sehen. Wenn sie nicht zuhause ist, dann ist es okay für sie, aber wenn sie da ist, dann habe ich "Mann" zu sein. Das ist ein Gesichtspunkt, den ich in meinem ersten Post nicht erwähnt habe. Aber damit kann ich umgehen, denn ich verstehe sie... sie will eben nicht mit einer "Frau" zusammen sein.
Aber: selbst wenn ich als Mann "unterwegs" bin, fühle ich mich (ob bewusst, oder unbewusst), immer wieder in den weiblichen Blickwinkel ein.
Mein Dilemma ist also zum Einen (und darauf seid ihr ja schon eingegangen), dieses Wandern zwischen den Welten.
@ Kathi: beides ausleben... ja, das versuche ich, aber dennoch hindert mich (egal, ob ich als Mann oder Frau auftrete) das "andere ich" mich vollends drauf einzulassen.
Und: @ Anja - ja, wer weiß, wie ich mich in ein paar Jahren fühle?! Im Moment sehe ich mich (noch) nicht im falschen Körper.
Aber zum anderen "Dilemma": Was bin ich denn dann, und warum? Ich fasse es mal sehr einfach zusammen: Ich trage Frauenkleider nicht wegen der sexuellen Komponente. Ich style mich auch nicht Travestiemässig. Ich tue dies auch nicht, weil ich unbedingt Frau werden möchte. Ich bin, als Mann, gerne mit meiner Partnerin zusammen. Ich schaue Fußball und gehe mit Kumpels in die Kneipe. Ich gehe aber auch mit meiner Partnerin shoppen und kann stundenlang mit ihr Kleider aussuchen. Ich trage Frauenkleider nicht, weil ich mich "verkleiden" will (das wäre viel zu oberflächlich gedacht). Also: warum habe ich dieses starke Bedürfnis?
Ich bin kein Psychologe und halte nicht viel von diesen "das liegt in deiner Kindheit begründet" Theorien. Aber trotzdem muss es doch eine tiefere Ursache haben, warum ich mich im "anderen Geschlecht" oft so wohl fühle (obwohl ich dann immernoch ab und zu denke "das sollte ich besser lassen ... bin ja ein Mann...)
Ach, es ist kompliziert genau zu beschreiben, wo meine Problematik liegt. "Leb es einfach aus und genieß es" ist leichter gesagt, als getan...
Hoffe, ihr versteht, worauf ich hinaus will.
Nochmal: vielen lieben Dank für euren Support.
Und, wenn jemand mag, eine PN wäre auch okay. Vielleicht kann man sich ja im "Dialog" gegenseitig etwas unter die Arme greifen.
Liebe Grüsse,
Vanessa
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Re: Warum tue ich das?
Moinsen
Solche Aussagen haben mich früher immer stark verunsichert.
Aber über 5 Jahre als Teilzeitfrau und fast 4 Jahre nun "in Vollzeit" haben mich eines besseren belehrt.
Wenn überhaupt, sind es einzelne Personen, die ein Problem mit Toleranz haben, aber sicher nicht "die Gesellschaft", zu der wir ja schließlich auch zählen, oder?
Ich habe als Frau noch keine erwähnenswerte schlechte Erfahrung gemacht.
Grüße
die Anja
Wenn du nur "undercover" unterwegs bist, woher weißt du dann, wie tolerant / intolerant "die Gesellschaft" ist?S.meier123 hat geschrieben: Do 6. Feb 2020, 15:37 Mir gehts ähnlich wobei ich noch undercover unterwegs bin.
Die Gesellschaft versprüht das Gefühl der Toleranz, doch
Viele Menschen denken leider zu sehr schwarz Weiß...
Solche Aussagen haben mich früher immer stark verunsichert.
Aber über 5 Jahre als Teilzeitfrau und fast 4 Jahre nun "in Vollzeit" haben mich eines besseren belehrt.
Wenn überhaupt, sind es einzelne Personen, die ein Problem mit Toleranz haben, aber sicher nicht "die Gesellschaft", zu der wir ja schließlich auch zählen, oder?
Ich habe als Frau noch keine erwähnenswerte schlechte Erfahrung gemacht.
Grüße
die Anja
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Re: Warum tue ich das?
Moinsen
Aber dazwischen und auch jenseits davon gibt es eine Menge Normvarianten.
Also da eine Erklärung zu finden, warum du manchmal so empfindest... wird gelinde gesagt schwierig.
Im Prinzip ist das einzige was du tun kannst, mit deinen Gefühlen entsprechend umzugehen, so das du dich wohl fühlst, in ein Gleichgewicht kommst. Was dafür in welcher Intensität notwendig ist, musst du für dich selbst herausfinden.
Aber die Ursache...? Tja, Theorien gibts viele...
Ich denke man wird so geboren, beeinflussen kann man das nicht.
Grüße
die Anja
Ich denke, die meisten Menschen sind Cis-hetero veranlagt.Nessa1607 hat geschrieben: Do 6. Feb 2020, 15:53 Aber trotzdem muss es doch eine tiefere Ursache haben, warum ich mich im "anderen Geschlecht" oft so wohl fühle
Aber dazwischen und auch jenseits davon gibt es eine Menge Normvarianten.
Also da eine Erklärung zu finden, warum du manchmal so empfindest... wird gelinde gesagt schwierig.
Im Prinzip ist das einzige was du tun kannst, mit deinen Gefühlen entsprechend umzugehen, so das du dich wohl fühlst, in ein Gleichgewicht kommst. Was dafür in welcher Intensität notwendig ist, musst du für dich selbst herausfinden.
Aber die Ursache...? Tja, Theorien gibts viele...
Ich denke man wird so geboren, beeinflussen kann man das nicht.
Grüße
die Anja
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Kathi87
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Re: Warum tue ich das?
Liebe Vanessa,
du bist einfach ein viel schichtiger Mensch. Es muss nicht immer eine Erklärung für alles geben.
Google mal Enby, ich denke das könnte bei dir ganz gut passen, da du dich nicht wirklich im binären System wieder findest.
Ganz blöd gesagt, ein Mann kann auch gerne shoppen gehen und eine Frau auf Fußball und Kneipe stehen, ich kenne beide Vertreter.
Das mit deiner Freundin ist schade, aber irgendwo auch nachvollziehbar, ihr sollte nur klar sein das es ein ganz wichtiger Teil deines Wesens ist.
Du kannst mich auch gerne per pn anschreiben.
Liebe Grüße
Kathi
du bist einfach ein viel schichtiger Mensch. Es muss nicht immer eine Erklärung für alles geben.
Google mal Enby, ich denke das könnte bei dir ganz gut passen, da du dich nicht wirklich im binären System wieder findest.
Ganz blöd gesagt, ein Mann kann auch gerne shoppen gehen und eine Frau auf Fußball und Kneipe stehen, ich kenne beide Vertreter.
Das mit deiner Freundin ist schade, aber irgendwo auch nachvollziehbar, ihr sollte nur klar sein das es ein ganz wichtiger Teil deines Wesens ist.
Du kannst mich auch gerne per pn anschreiben.
Liebe Grüße
Kathi
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
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Nicole Fritz
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2998
- Registriert: Mo 20. Mär 2017, 17:38
- Geschlecht: Enby
- Pronomen:
- Forum-Galerie: gallery/album/567
- Hat sich bedankt: 126 Mal
- Danksagung erhalten: 235 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Warum tue ich das?
Hallo Vanessa,
statt 'Enby' zu googlen, wie es Kathi vorschlägt, kannst Du auch einfach mal hier rein schauen:
viewforum.php?f=145
Mit Deiner Partnerschaft erhält meine Äußerung ..
LG Nicole
statt 'Enby' zu googlen, wie es Kathi vorschlägt, kannst Du auch einfach mal hier rein schauen:
viewforum.php?f=145
Mit Deiner Partnerschaft erhält meine Äußerung ..
.. natürlich eine vollkommen andere Dimension. Als ich mich outete, waren alle meine Partnerschaften lange beendet und meine Mutter war verstorben. Es gibt also niemanden mehr, für den ich den Mann noch spielen sollte. Vorher war ich immer nur heimlich zuhause Frau. Und die hatte noch nicht einmal einen Namen. Erst mit dem Outing wurde aus 'Klaus' 'Nicole'.Nicole Doll hat geschrieben: Do 6. Feb 2020, 13:59 Zwischen den Rollen hin und her springen empfinde ich als Stress und habe es schnell wieder aufgegeben. Also zeige ich mich in Frauenkleidern.
LG Nicole